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Thema: Hellboy

  1. #851
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    In Farbe war gut, aber schwarz/weiß?...



    Titel: Hellboy Band 3 – Batman/Hellboy/Starman

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse / DC)

    Format: 128 Seiten im Hardcover S/W

    Inhalt: Batman/Hellboy/Starman & Hellboy/Ghost

    Autoren: Mike Mignola, James Robinson

    Zeichner: Mike Mignola, Jasen Rodriguez, Sean Konot.

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Eine wissenschaftliche Tagung in Gotham City, New Jersey. Geheimbündlerische Neo-Nazis entführen unter Einsatz schwarzer Magie einen brillanten Physiker und Astronomen ...
    Der Wissenschaftler soll natürlich als Werkzeug für die Weltherrschaftspläne seiner Entführer dienen. Wenn das mal nicht ein guter Grund für die "Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen" ist, ihren besten Agenten an den Tatort zu entsenden: Hellboy. An der Seite von Gothams dunklem Rächer Batman und dem Sohn des Entführten, dem Superhelden Starman, stellt sich Hellboy den okkulten Nazis und einer Grauen erregenden Bedrohung, die älter ist als die Zeit …

    Der zweite Fall des Bandes führt Hellboy nach Arcadia City. Es gibt Hinweise darauf, dass hier ein Geist sein Unwesen treibt. Ein Geist, der Menschen tötet. Hellboy nimmt die Ermittlungen auf und trifft bald auf die schöne Untote Ghost... und ihre beiden 45er Automatikpistolen.

    Dieser Crossover-Band enthält die Miniserien BATMAN/HELLBOY/STARMAN und HELLBOY/GHOST‚ in deutscher Erstveröffentlichung. Außerdem wieder HELLBOY-Pin-Ups deutscher Top-Zeichner. BATMAN/HELLBOY/STARMAN wurde von James Robinson, dem "geistigen Vater" von STARMAN, geschrieben und von Mignola in Szene gesetzt. Text und Skizzen für HELLBOY/GHOST stammen von Mignola, die Zeichnungen übernahmen Jasen Rodriguez und Sean Konot.



    Just my 2 cents:
    Das Hardcover ist mit 14x21cm etwas kleiner als die Kompendien und, wie bis einschließlich Band 7 der damaligen Ausgaben, in Schwarz/Weiß gehalten. Überraschenderweise hat mich die fehlende Farbe hier nicht im Geringsten gestört. Im Gegenteil, ich kann sogar die Fans verstehen, denen die S/W-Variante lieber ist, auch wenn ich persönlich die colorierte Version vorziehe. Leider werden wir nicht in den Genuss kommen die beiden Varianten bei diesem Band direkt zu vergleichen. Da gibt es wohl rechtliche Schwierigkeiten, da DC ja die Batman-rechte hat und jetzt nur noch ausschließlich mit ihren Hauptpartnern zusammenarbeiten, da bekommt ein „kleiner“ Verlag wie Cross Cult nix mehr. Aber egal, wie gesagt kommt das Teil auch im schmucken Schwarz/Weiß sehr geil rüber!

    Zu den beiden enthaltenen Stories muss ich sagen, dass der ziemlich kurz gehaltene Auftritt von Batman zu Beginn der Geschichte meines Erachtens zwar ganz cool, von den Dialogen auch recht witzig, im Gesamten gesehen aber kaum der Rede wert ist. Kommt einem fast so vor als wäre er nur dabei um den Starman vorzustellen (oder mehr Hefte zu verkaufen). Ist aber nicht so schlimm, da ich Starman (den ich vorher nicht kannte) echt sympathisch finde und er wirklich sehr gut mit Hellboy harmoniert, einige Lacher inklusive. Wenn die beiden zu Ihrem gemeinsamen Abenteuer gestartet sind entwickelt sich im weiteren Verlauf eine schön stimmungsvolle Nazigeschichte mit okkulten anklängen, wie man es erwartet und gerne mag. Schönes Ding, wenn es auch am Anfang etwas überfrachtet daherkommt.

    Noch besser hat mir dann tatsächlich die tragische Geschichte um „Ghost“ gefallen, die ich bis Dato auch noch nicht kannte. Teils mystisch, teils brutal, immer spannend und mit ordentlich Tiefgang was die Charaktere angeht, wo selbst die Nebenrollen sehr schön ausgearbeitet wurden. Auch die Action kommt nicht zu kurz und ist wieder mit einem schönen Hauch Humor gewürzt. Somit hebt die zweite Geschichte den Band für mich dann doch noch eine Etage höher von „überdurchschnittlich“ auf „gut“.

    Meine Wertung: 7/10

    Welche der beiden Stories hat Euch besser gefallen und warum? Wie wichtig oder gut fandet Ihr den Batman-Auftritt? Und bevorzugt Ihr Hellboy in Farbe oder in Schwarz/Weiß?

    VG, God_W.

  2. #852
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    Mal in die Anfänge reinschnuppern…



    Titel: Hellboy Band 14 – Hellboy und die B.U.A.P. 1952

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 144 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Hellboy und die B.U.A.P. 1952 Kapitel #1-5

    Autoren: Mike Mignola, John Arcudi

    Zeichner: Alex Maleev

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Brasilien 1952: In einer portugiesischen Burg aus dem 16. Jahrhundert werden grausam zugerichtete Leichen entdeckt. Der junge Hellboy und einige B.U.A.P-Agenten reisen nach Lateinamerika und beginnen ihre Ermittlungen in diesem scheinbaren Routinefall. Doch was sie herausfinden, ist erschreckender als alles, was sie sich vorstellen konnten.

    „Was Mike Mignola seit über 20 Jahren mit seinem Hellboy-Universum aufbaut, sucht bis heute seinesgleichen. Wir sprechen hier nicht nur von Popkultur, sondern von einer Bastion des amerikanischen Comics!“ – Emanuel Brauer, bizzaroworldcomics.de



    Just my 2 cents:
    Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass ich schon seit drei Wochen nichts mehr von meinem liebsten Höllenjungen hab verlauten lassen, und dass, obwohl das Mignola-Verse ja zu den drei Hauptreihen gehört, die ich aktuell so lese. Da ich vom freundlichen Kal-L darauf hingewiesen wurde, dass es beim ein oder anderen Teil aus Mignolas Schaffen Sinn macht sich wenigstens grob an die Timeline zu halten, habe ich mich jetzt erstmal an eine Story rangemacht, die recht früh spielt und Hellboys Anfänge in der B.U.A.P. behandelt. Sich bei Hellboy an die Zeitlinie zu halten ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denken könnte, weil der zeitliche Ablauf, in dem die Geschichten stattfinden, echt nur sehr selten mit der Reihenfolge der Veröffentlichung übereinstimmt. Dazu kommen die ganzen Geschichten aus dem Hellboy Universum, bei denen ja sogar in einzelnen Bänden wild in der Zeitlinie umhergesprungen wird und die 10 B.U.A.P.-Bände, die aktuell sowieso vergriffen und kaum zu bekommen sind. Aber da ist zum Glück ja bereits Abhilfe von Seiten Cross Cult in Sicht, freue mich schon auf die Kompendien die dazu ab Frühjahr 2019 erscheinen.

    So kompliziert das alles jetzt klingen mag ist es in Wirklichkeit aber gar nicht, die meisten Stories kann man nämlich auch losgelöst voneinander genießen, ohne sich dabei vorzukommen, als ob man was Wichtiges verpasst hätte. Außerdem ist es auch ganz schön, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt mal eine Lücke schließt und ein Puzzleteil an die richtige Stelle rückt, das bringt Abwechslung rein und regt ein wenig zum Mitdenken an. Jetzt aber zum heutigen Abenteuer, das im Jahre 1952 spielt und Hellboys ersten Einsatz für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen behandelt.

    In einem kleinen brasilianischen Dorf geschehen ungewöhnlich viele Morde und die B.U.A.P. soll die Vorgänge untersuchen. Zum ersten mal soll Hellboy als Teil des Teams mit in den Ausseneinsatz, macht sich also zusammen mit vier weiteren Agenten auf den Weg. Vor Ort wird schnell klar, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht und der Verdacht liegt nahe, dass die „Filmaufnahmen“, die ein gewisser Sergio Vega in der nahe gelegenen, uralten Festung vorantreibt in irgendeinem Zusammenhang mit dem ableben der Bewohner und des Priesters stehen.

    Ein typischer Hellboy, wie ich ihn mag. Ein wilder mix aus Monsterstreifen, Gruselkabinett, klassischen Mythen und Sagen, trashigen Nazi-Experiment-Monster-Horrors und spannenden Agentengeschichten. Man kann wirklich nicht allzu viel schreiben, ohne extrem zu spoilern, aber mich hat es sehr gefreut, endlich den Moment zu erleben, wo Hellboy mit

    Von Klempt



    erstmals auf einen seiner größten Widersacher trifft. Ja, es gab schon lustigere und auch spannendere Hellboy-Geschichten, aber insgesamt ist Hellboy und die B.U.A.P. 1952 eine runde Sache, die Lust auf mehr macht. Ich freu mich schon auf die weiteren Jahre, 1953 ist ja schon raus, 1954 erscheint demnächst bei Cross Cult. Bevor ich es vergesse: Auch das Artwork von Alex Maleev bietet keinen Grund zu mosern und mit einem kleinen Sketchbook-Teil im Anhang ist das kleine Hardcover auch wieder schick ausgestattet.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie hat Euch der Jahrgang ‘52 gefallen? In welcher Reihenfolge lest Ihr Hellboy oder habt es gelesen? Ich hab mal geschaut und werde mich in nächster Zeit vermutlich auf 1953 und 1954 stürzen, das dritte Kompendium lesen, weil es Teile davon wohl in den neuen Film geschafft haben und den dritten Band der Geschichten aus dem Hellboy Universum, da die dort enthaltenen Stories wohl auch noch relativ früh spielen.

    VG, God_W.

  3. #853
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    Nach Kompendium Nummer drei geht’s mal wieder zurück zu den früheren Jahren…



    Titel: Hellboy Band 16 – Hellboy und die B.U.A.P. 1953

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 144 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Die Geisterhand, Rawhead und Bloody Bones, Der Hexenbaum, Das Kelpie, Wandernde Seelen, Hinter den Zäunen

    Autoren: Mike Mignola, Chris Roberson

    Zeichner: Ben Stenbeck, Michael Walsh, Paolo Rivera

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Hellboy und sein Mentor Bruttenholm reisen durch ganz England, um der Phantomhand, einem dämonischen Wassergeist, den Garaus zu machen. Dabei treffen sie auf die schrecklichsten Figuren der britischen Folklore, darunter Rawhead Rex und Bloody-Bones. Als er wieder zurück in den USA ist, schließt er sich wieder dem Team von 1953 an, als ein Monster, das sie schon mal bekämpft haben, zurückkehrt.

    In diesem Band gibt Mike Mignolas neuer Co-Autor Chris Roberson (iZombie) sein Debüt. Die Zeichnungen der Kurzgeschichten stammen vom neuseeländischen Ausnahmekünstler Ben Stenbeck (BALTIMORE, FRANKENSTEIN UNDERGROUND), Michael Walsh (Secret Avengers) und Eisner-Award-Gewinner Paolo Rivera (Daredevil).

    Just my 2 cents:
    Beim Aliens Omnibus mal wieder Mignola in den Fingern gehabt, allerdings nur als Zeichner. Da hab ich doch glatt wieder richtig Lust auf den nächsten Hellboy-Band bekommen, wo Mike mal abgesehen von den Covern nur als Autor am Werk war, und eins wurde schnell wieder klar: Der Mann kann beides - sowohl zeichnen als auch schreiben - und zwar in seinem ihm ganz eigenen Stil, den man entweder hasst oder liebt.

    Das kleine Hardcover hat Cross Cult wieder toll hinbekommen und mit einem immerhin 26seitigen Art- und Sketchbook-Teil ist das Buch top ausgestattet. Das ist auch ganz gut so und äußerst informativ, weil hier alle beteiligten Künstler ihre Entwürfe und Kommentare zum Besten geben, was sich diesmal wirklich lohnt. Im Gegensatz zu Hellboy Band 14 – Hellboy und die B.U.A.P. 1952, wo wir eine einzelne, fünfteilige Story von ein und demselben Zeichner gefolgt sind, gibt es diesmal im Jahrgang 1953 gleich ein Sammelsurium von sechs verschiedenen Geschichten, für die drei unterschiedliche Künstler verantwortlich zeichnen. Zwar haben die Stories untereinander teilweise kleine Schnittpunkte, aber insgesamt fühlt sich das Teil an wie eine kleinere Variante der Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 1 und genau wie bei denen lasse ich auch hier einfach mal zwei, drei Worte zu Hellboys jeweiligen Einsätzen im Jahr 1953 da.



    -Die Geisterhand
    Dämonen- und Geistergeschichten in altenglischen Herrenhäusern kann Mike Mignola einfach so gut wie kaum ein anderer. Mit klassischen Gruselelementen durchsetzte Geschichten von Mike Mignola in zum schneiden dichter Atmosphäre auf die Seiten bannen kann kaum jemand besser als Ben Stenbeck, der das bei Baltimore 1 eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Dazu der typische Hellboy-Humor und ein paar rohe Prügeleien und fertig ist der perfekte Einstieg in den 1953er Hellboy und die B.U.A.P.-Band!



    -Rawhead und Bloody Bones
    Genau wie John Constantine, der Hellblazer, liebe ich urige Kneipen und Pubs. Gerade in England stehen die ja auch seit jeher hoch im Kurs. Wenn aber nach mehr als 200 Jahren ganz plötzlich, so mir nichts Dir nichts der Name eines solchen Traditions-Etablissements geändert wird, kann das nicht jeder gutheißen. Schon gar nicht die Geister der beiden Grabräuber, die hier vor Jahren gelyncht wurden und nach denen der Laden jetzt benannt werden soll…
    Schwarzhumorig, abwechslungsreich und mit einem Hauch von Burke und Hare. Spitzenklasse!



    -Der Hexenbaum
    Aufgeknüpfte, richtig gruselige Hexen, peitschende Monsterbäume und römische Skelett-Soldaten. Ein Sammelsurium von Mythen, Sagen und klassischem Grusel wie es nur Mignola in dieser perfekten Harmonie vereinen kann. Ein weiterer Knaller in dieser kleinen Sammlung.



    -Das Kelpie
    Wer sie nicht kennt, Kelpies sind Wasserpferde aus der schottischen Mythologie. Ich habe das auch erst vor einigen Jahre bei der „Vorbereitung“ auf unseren Schottland-Urlaub gelernt, liebe diese Fabelwesen aber mittlerweile sehr! Die Story hier ist zwar sehr kurz, aber stimmig und gibt in aller Kürze den Kern der Mythologie um die Wasserwesen wieder.
    Kleine Randnotiz mit selbst geschossenem Foto – Die größten Kelpies der Welt gibt’s in Falkirk – Wahnsinn! In der Mitte zwischen den beiden Wasserpferden (aus Stahl) stehe übrigens ich mit unserem Krümelchen auf dem Arm und winke, nur mal so als Größenvergleich (ich bin 1,83cm):




    -Wandernde Seelen
    Eine eingeschneite Bergarbeiter-Station in den Weiten von Wyoming ist der nächste Einsatzort von Hellboy und seiner medial begabten Partnerin Susan. Ein Grundsetting wie es mir lieber kaum sein könnte, meine Vorliebe für solche abgelegenen, von der Außenwelt abgeschnittenen Orte habe ich ja bereits mehrfach dargelegt. Hier erleben wir dann eine klassische Poltergeiststory mit Elementen von Besessenheit, ausgelöst von lange vergangenem, aber niemals verjährtem Unrecht.
    Auch hier hat Mike wieder zu 100% meinen Geschmack getroffen und das Artwork von Michael Walsh, den ich bislang noch nicht kannte, finde ich auch sehr passend und effektvoll.



    -Hinter den Zäunen
    Ein grandioses Finale erwartet uns, wenn in einer idyllischen Kleinstadt im typisch charmanten Fifties-Style das Grauen auf leisen Sohlen und spannend beginnt, bevor alles schließlich in einem fulminanten Monster-Fight gipfelt. Wilde Mutationen und die direkte Verbindung zu B.U.A.P.: 1948 aus Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 3 inklusive.
    Das für Hellboy recht ungewöhnliche, vielleicht etwas zu sauber wirkende Artwork passt aber ganz gut zu den typischen Kino-Fünfzigern, wo die Kleider, Schürzen und Frisuren der perfekten Hausfrauen immer auf den Punkt genau sitzen. Hach, würden wir nur in einer solch idealen Welt leben…

    Es ist mal wieder bewiesen, ich finde Mignola am allerbesten, wenn er kurze, knackige, aber extrem stimmungsvolle und perfekt komponierte Stories in wenigen Seiten auf den Punkt bringt. Ich liebe diesen Band und in meinen Augen stellt er ein wahres Juwel unter den Hellboy-Bänden da und etwas zum Mosern zu finden fällt mir sichtlich schwer.

    Meine Wertung: 9/10

    Fandet Ihr 1953 auch um mehrere Nummern besser als 1952, oder bevorzugt Ihr längere, epischere Story-Arcs von Mignola?

    VG, God_W.

  4. #854
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    1954 – Neues Jahr, neues Glück?



    Titel: Hellboy Band 17 – Hellboy und die B.U.A.P. 1954

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 144 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Schwarze Sonne; Das vernunftlose Tier; Geistermond; Der Spiegel

    Autoren: Mike Mignola, Chris Roberson

    Zeichner: Stephen Green, Patric Reynolds, Brian Churilla, Dave Stewart, Richard Corben

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Hellboy ist schon lange kein Anfänger mehr. Gemeinsam mit der B.U.A.P. nimmt er einen gefährlichen Auftrag nach dem nächsten an: In der Antarktis terrorisieren wildgeworden Yetis eine Forschungsstation. In amerikanischen Vorstädten suchen Phantom-Affen die Bewohner heim, und in Hong-Kong zieht ein sagenumwobenes chinesisches Artefakt furchtbare Dämonen an …

    Gemeinsam mit Chris Roberson (iZombie) und einer Gruppe von Zeichnern deckt Mike Mignola die Schrecken und Intrigen des wachsenden okkulten Konflikts im Kalten Krieg auf. Außerdem enthalten: Eine Kurzgeschichte vom legendären Zeichner Richard Corben (Ghost Rider, Swamp Thing).

    Just my 2 cents:
    Bald ist es so weit, der Kinostart des neusten Hellboy-Films rückt immer näher und wie es scheint fällt das Teil dank Regisseur Neil Marshall sogar ganz schön deftig aus, was den Gewaltgrad angeht. Ich freu mich jedenfalls schon riesig auf den Streifen. Deshalb und auch, weil ich mit Hellboy und die B.U.A.P. 1953 so unglaublich viel Spaß hatte habe ich mich dem Eintreffen des neusten Jahrgangs 1954 auch ziemlich schnell draufgestürzt. Genau wie beim Vorgänger bekommen wir wieder eine äußerst abwechslungsreiche Mischung verschiedenster Abenteuer geboten, die jeweils von wechselnden Zeichnern in Szene gesetzt wurden.

    Der Sketchbook-Teil des erneut recht schicken, kleinen Hardcovers fällt mit 14 Seiten zwar etwas magerer aus als beim Jahrgang ’53, dafür wird zwei der vier enthaltenen Stories Einiges mehr an Raum geboten. Eine Rechnung, die in diesem Fall hervorragend aufgeht. Denn auch wenn ich Hellboy in knackig kurzen Erzählungen am liebsten mag, so sind die paar Extraseiten, die zwei der Geschichten hier spendiert bekamen perfekt investiert, denn so viel sei vorab schon verraten, es gibt wieder einige echte Knaller zu erleben. Also wie gewohnt zu jeder der vier Stories eine kurze Zusammenfassung meinerseits. – Alle Angaben natürlich wieder ohne Gewähr und jedwede Einschätzung ausschließlich nach meinem selbstpersönlichen Geschmack.



    - Schwarze Sonne
    Hellboy trifft zusammen mit Doktor Woodrow Farrier in der Arktis ein, wo ein Airforce-Forschungsteam dringend um Unterstützung gebeten hat. Ein mysteriöses, unbekanntes Monstrum geht um und hinterlässt eine zerfleischte Leiche nach der Anderen. Ordentlich blutig, aber keineswegs humorlos gestalten sich die Ermittlungen bis die Truppe schließlich auf eine offensichtlich abgestürzte, fliegende Untertasse im typischen Fifties-Style stößt.
    Yeeeehaawww!!! Was für ein grandioser Knaller gleich zum Einstieg! Die blutig-brutale Eiswelt-Story versprüht von Beginn an den Charme von Klassikern wie Das Ding aus einer anderen Welt, welcher ja zu meinen All-Time Favourites gehört. Insgesamt ist die Arktis mit ihrer unwirtlichen, rauen Umgebung einfach ein Setting wie ich es liebe und als sich nach dem Fund des UFOs dann auch noch eine überraschende Wendung, hin zu einer extrem Hellboy-Typischen, herrlich übertriebenen Bedrohung vollzieht, kann ich gar nicht mehr anders, als das Teil hart abzufeiern!

    Von Zeichner Stephen Green hatte ich bislang noch nichts gesehen, aber der Gute hat mich mit seinem Stil sofort abgeholt und transportiert die Atmo der Geschichte nahezu perfekt.

    Kleiner Fun-Fact am Rande: Laut Comic landet Hellboy auf der Fletcher-Insel T-3 im Nordpolarmeer, also der Arktis. Laut Klappentext bekämpft er eine Bedrohung in der Antarktis. Da passt was nicht so ganz…



    - Das vernunftlose Tier
    Baltimore (ob das eine Anspielung sein soll? ) im Juni 1954. Hellboy und seine medial begabte Partnerin Susan Xiang machen ganz Ghostbusters-Like einen Hausbesuch bei Thomas Koestler und seiner Familie. Die werden seit dem Tod von Koestlers Bruder, der bei einem Hausbrand ums Leben kam, vom Geist von dessen Haustier, einem Affen tyrannisiert. Das hinter der Geschichte mehr steckt, als es zunächst schein ist klar…
    Die etwas zu vorhersehbare Story, irgendwo zwischen dem Thema Besessenheit und Poltergeist angesiedelt, weiß vor allem durch das mal wieder grandiose Artwork von Patric Reynolds zu begeistern. Das und die doch ziemlich effektvolle und spannende Inszenierung heben selbst diese, im Grunde altbekannte Geschichte, ganz deutlich über jegliches Mittelmaß hinaus.

    Hach, Patric Reynolds wusste mich am Hellboy mit Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 2 schon zu begeistern und auch an meinen Lieblingsxenomorphen hat er in Feuer und Stein – 2 von 4: Aliens ganz tolle Arbeit geleistet. Der Mann trifft einfach meinen Geschmack und ich hoffe noch viel von ihm entdecken zu dürfen!



    - Geistermond
    In der zweiten großen Story des Bandes ist Hellboy wieder mit der, bei mir mittlerweile sehr beliebten, Susan Xiang unterwegs. Die etwas abgedrehte Story in deren Verlauf Hellboy sogar auf dämonische Verwandtschaft stößt beweist es mal wieder: Man soll nicht mit Dämonen Spaßen und schon gar nicht leichtfertig mit Seelen spielen, geschweige denn diese in magischen Gefäßen Gefangenhalten. Sowas rächst sich immer, wenn man nicht damit umgehen kann – Vielleicht hätte da jemand mal lieber John Constantine zu Rate ziehen sollen? Der kennt sich ja mit sowas aus…

    Das für meinen Geschmack etwas zu Cartoon-Mäßige Artwork von Brian Churilla stört in diesem Fall wirklich nicht, denn passt wirklich gut zum etwas überzeichneten Stil der Geschichte. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie wurde bereits auf den ersten Seiten total an den charmanten Stil der Eingangssequenz von Indiana Jones und der Tempel des Todes erinnert. Das geht vermutlich nur mir so, hat dem Flic aber gleich einen dicken Pluspunkt eingebracht.

    Trotz der teilweise sehr „lockeren“ Erzählweise wird der Wechsel zu vielen ernsten Themen und auch dramatischen und tragischen Szenen mühelos und unverkrampft fertiggebracht. Insgesamt sicher die tiefgreifendste Story des Jahrgangs.



    - Der Spiegel
    Was soll ich sagen? Ein echter Creepy-Shorty-Corben. Man hasst es, oder man liebt es, viel Raum dazwischen gibt es nicht. Das Artwork des Meisters erkennt man auf den ersten Blick und kaum jemand schafft es auf lediglich acht Seiten eine dichtere Atmosphäre aufzubauen. Die Geschichte selbst bietet klassischen, europäischen Grusel in Reinstkultur, der zwar im Jahre 1954 spielt, jedoch durch den Blick in einen Spiegel einen Einblick in die Barock-Zeit des alten Frankreichs gewährt. Dieser Blick ist allerdings alles Andere als ungefährlich.

    Ja, ein echtes Brett, das Cross-Cult uns hier so kurz vor dem Kinostart des Höllenjungen nochmal beschert. Alle vier Geschichten liegen irgendwo zwischen sehr gut und Spitzenklasse, kein einziger Ausfall ist zu verzeichnen und die Vorfreude auf den neuen Kinoausflug steigt so langsam aber sicher ins Unermessliche. Also falls Cross-Cult irgendwann in ferner Zukunft die Hellboy und die B.U.A.P.-Bände auch nochmal in größeren Kompendien auflegen sollte wäre ich ja sowas von nochmal dabei! Mit 1955 steht für August bereits der nächste Jahrgang in den Startlöchern. Die Zeit bis dahin kann ich mir auf jeden Fall noch mit mehreren Bänden der Geschichten aus dem Hellboy-Universum, sowie mit dem ersten B.U.A.P.-Kompendium vertreiben.

    Meine Wertung: 9/10

    Habt Ihr den 1954er Band auch so gefeiert wie ich? Ich finde die werden echt von Ausgabe zu Ausgabe besser! Als kleines Schmankerl und zur Steigerung der Vorfreude gibt’s hier noch den Kinotrailer zum Reboot – Nicht vergessen, am Donnerstag (11.04.) ist es schon so weit!

    https://www.youtube.com/watch?v=2-j9fEBz_Pw

    Und nochmal die härtere und trashigere Variante:

    https://www.youtube.com/watch?v=hdZiTQlzk4k

    ICH FREU MICH DRAUF!

    VG, God_W.

  5. #855
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    Das kleine Weihnachts-Goodie vom großen Roten (und damit meine ich nicht den Weihnachtsmann)…



    Titel: Hellboy - Krampusnacht

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 32 Seiten im Heftformat

    Inhalt: Hellboy: Krampusnacht (One-Shot)

    Autoren: Mike Mignola

    Zeichner: Adam Hughes

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Dezember 1975 in Österreich. In einer düsteren, verschneiten Nacht bittet eine verzweifelte Mutter Hellboy um Hilfe, ihren verschwundenen Sohn zu finden – und bringt ihn so auf die Spur eines jahrhundertealten Geheimnisses …

    Das Weihnachtssonderheft zum Jubiläum "25 Jahre Hellboy". Ausgezeichnet mit dem Eisner Award 2018 als bestes Einzelheft!



    Just my 2 cents:
    Der heutige Tag gehört zum größten Teil meiner Familie, der Muppets Weihnachtsgeschichte, Kevin allein zu Haus und Mac & Cheese! Deshalb wirklich nur ganz kurz meine Meinung zum dünnen Weihnachtsheft mit Big Red.

    Ein verschlafenes Nest im verschneiten Österreich. In einem nahegelegenen Wäldchen stapft Hellboy durch den Schnee, als er auf eine Geisterlady trifft, die ihn bittet ihren Sohn zu retten. Sie führt Hellboy durch die Wälder zu einem einsamen Häuschen, wo ihn der Krampus bereits erwartet…

    Getreu dem Motto „in der Kürze liegt die Würze“ zeigt sich auch hier wieder, dass Mignola ein Meister darin ist in kurzem Umfang ein Maximales an Atmosphäre und geschicktem Storytelling rüberzubringen. Krampusnacht ist eine wirklich schöne, spannende und auch ein bisschen gruselige Weihnachtsgeschichte mit viel Märchen- und Folklorebezug, wie man es von Mignola kennt und liebt. Hat mich sogar dazu gebracht den, mir bis dato unbekannten, skandinavischen Julbock zu googlen. Dazu das wirklich wunderbar Stimmungsvolle Artwork von Adam Hughes, der sollte mehr für Hellboy zeichnen, und fertig ist ein verdienter Eisner-Kandidat.

    Meine Wertung: 9/10

    Hat Euch Krampusnacht auch so gut gefallen? Und kanntet Ihr den Julbock vorher schon? Euch allen auf jeden Fall einen schönen Weihnachtsabend und ein braves Christkind, Weihnachtsmann, Santa oder wer auch immer bei Euch dafür zuständig ist.

    VG, God_W.

  6. #856
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    Endlich hat sich Cross Cult erbarmt…



    Titel: Geschichten aus dem Hellboy-Universum: B.U.A.P. – Die Froschplage 1

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 408 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: B.U.A.P.: Hohle Erde und andere Geschichten; B.U.A.P.: Der Geist von Venedig und andere Geschichten; B.U.A.P.: Die Froschplage

    Autoren: Mike Mignola, Christopher Golden, Tom Sniegoski, Brian McDonald, Miles Gunter, Michael Avon Oeming, Brian Augustyn, Geoff Johns u.a.

    Zeichner: Guy Davis, Ryan Sook, Curtis Arnold, Matt Smith, Mike Mignola, Derek Thompson, Michael Avon Oeming, Scott Kolins u.a.

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Die ersten Geschichten der B.U.A.P. aus dem preisgekrönten Hellboy Universum – zum ersten Mal vollständig in deutscher Fassung

    Hellboy hat die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen verlassen – und nun müssen sich die Agenten um Abe Sapien und Liz Sherman ohne ihren alten Freund der größten Bedrohung ihrer Karriere stellen: der Froschplage, die in den ersten Kapiteln von Hellboy ihren Anfang nahm …

    Die Sammelbandausgabe der epischen Froschplage-Saga – ein Storybogen, an dem Mignola zehn Jahre gearbeitet hat – erzählt von den Anfängen der B.U.A.P. und von den Ursprüngen Abe Sapiens. Neu zusammengestellt und mit ausführlichen Entstehungsskizzen und Entwürfen versehen, vereint sie die Werke von Geoff Johns, Cameron Steward, Scott Kolins und Guy Davis, dem Zeichner des mit einem EISNER-Award ausgezeichneten B.U.A.P. Debuts!

    Die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen aka B.U.A.P. setzt alles daran, um ihre Agentin Liz Sherman zu retten, die von geheimnisvollen Mächten ins Innere der Erde entführt worden ist. Dabei müssen sich die Agenten auch an ein Leben ohne Hellboy gewöhnen, der die B.U.A.P am Ende von SIEGER WURM verlassen hat. Zum ersten Mal mit dabei: Der deutsche "ektoplasmische" Agent Johann Kraus, der im zweiten Hellboy-Film eine große Rolle spielen wird.

    Ein Riesenpilz entweicht einem Geheimlabor. Als die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (B.U.A.P.) auf den Fall angesetzt wird, sehen sich die Agenten plötzlich bizarren Froschmenschen gegenüber. Für Abe Sapien wird der Kampf gegen die Invasion der Froschkreaturen, den mutierenden Pilz und eine Sekte gleichzeitig zu einer Reise zu sich selbst. Im Verlauf der Ereignisse werden weitere Puzzleteile seiner mysteriösen Entstehungsgeschichte enthüllt.

    „Ich liebe es,wenn ein Titel langfristig geplant wurde. Ich würde am liebsten zurückgehen und alles noch einmal von vorne lesen, nur um zu sehen, wie die Puzzleteile sich allmählich zusammenfügen. Und, verdammt, aber Guy Davis‘ Zeichnungen erreichen in Kombination mit Dave Stewarts Farben nahezu Perfektion.“ – COMIC BOOK RESSOURCES

    „Nur wenige Superhelden haben coolere Kameraden als Hellboy, der höllische Ermittler aller okkulten Dinge, und nun erhalten diese endlich eine eigene Serie. Die X-Men treffen Akte X!“ – ENTERTAINMENT WEEKLY

    „Ein Mix aus B-Movie, Lovecraft und tollen, atmospärischen Settings und Ideen. Dieser Ausflug in den Ermittlungsalltag von Abe Sapien und Co. rockt definitiv die Spukhütte. Bitte mehr davon!“ – FANTASYGUIDE.DE



    Just my 2 cents:
    ENDLICH! Nach Jahren des Wartens und verzweifelten Flehens vieler Fans hat Cross Cult sich ein Herz gefasst und hier sind sie, die lange vergriffenen, ersten Geschichten rund um die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen. Nach den Hellboy-Kompendien bekommt jetzt also auch der „Kleine Bruder“ eine Neuauflage in wundervoll ausgestatteten Sammelbänden spendiert. Kleiner Bruder passt insofern ganz gut, da die Bände das ursprüngliche Format wieder aufgreifen, also nicht wie die Hellboy Kompendien eine Nummer größer daherkommen, sondern sich in Höhe und Breite in die „Geschichten aus dem Hellboy-Universum“-Bände einreihen. Das ist übrigens ein kleiner Punkt, der bei manchen zu Verwirrung führt, denn Cross Cult veröffentlicht jetzt nach und nach die ursprünglichen zehn B.U.A.P.-Bände, nebst einigen neuen Storys, in vier Sammelbänden und gibt denen aber zusätzlich den Untertitel Geschichten aus dem Hellboy-Universum. Um das nochmal deutlich klarzustellen: Die „normalen“ Geschichten aus dem Hellboy-Universum-Bände bilden eine eigene Reihe und dies hier ist der erste von vier B.U.A.P.-Bänden, die kein Material aus den bereits vergriffenen „Geschichten aus dem Hellboy Universum“-Ausgaben enthalten. Allerdings ist noch nicht endgültig entschieden, ob Der Ektoplasmische Mann auch in die Reihe mit einfließen wird.

    Dafür gibt es aber wie gesagt einige Stories, die bislang noch nicht auf Deutsch erschienen waren, denn insgesamt werden aus den ursprünglichen zehn B.U.A.P.-Büchern ja jetzt vier Pakete geschnürt, das geht also nicht sehr gleichmäßig auf. Wenn meine Infos stimmen werden die ersten beiden Ausgaben jeweils zwei der ursprünglichen Bände plus einen Schwung neues Material enthalten, und die letzten beiden Sammelbände werden dann jeweils drei der alten Ausgaben umfassen. Soviel zur Erklärung, aber auch, wenn das vielleicht etwas verwirrend wirkt, lasst Euch davon nicht abschrecken. Einfach kaufen und los lesen, denn die Teile sind Cross Cult wirklich mal wieder wunderbar gelungen. Wertige Aufmachung mit toller Haptik, stabiler Bindung und mit Lesebändchen. Dazu ein Vorwort von Scott Allie, ein Nachwort von Mike Mignola höchstpersönlich und als Sahnehäubchen ein ausführlicher Sketchbook-Part mit Kommentaren des jeweiligen Zeichners. Natürlich hilft die schickste Ausstattung nichts, wenn der Inhalt nix taugt, also schauen wir doch mal rein. Das 408 Seiten starke Buch ist in drei Teile gesplittet, die da wären:
    Teil 1 – Hohle Erde und andere Geschichten, was dem ersten Band der ursprünglichen deutschen Veröffentlichungen entspricht.
    Teil 2 – Der Geist von Venedig und andere Geschichten, wobei es sich wohl im Großen und Ganzen um neues, bzw. bislang bei uns nicht veröffentlichtes Material handelt.
    Teil 3 – Die Froschplage (Kapitel 1-5), was dem Inhalt des zweiten B.U.A.P.-Bandes entspricht.

    Ach, bevor ich’s vergesse! Für all diejenigen, die (noch) weniger Ahnung von der Reihe haben als ich: Die B.U.A.P. (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) ist eine Geheimorganisation, die sich wirklich der Untersuchung und nicht zwingend dem Kampf gegen paranormale Erscheinungen verschrieben hat. So sind nicht selten auch ihre Mitglieder und Agenten selbst paranormal begabt oder gar Wesen aus anderen Dimensionen. Berühmtester Mitarbeiter war und ist wohl mit Abstand Hellboy, der in diesen Sammelbänden allerdings nicht, oder nur am Rande mitmischt. Denn die B.U.A.P. hat schon lange vor Hellboys dazustoßen ermittelt und verrichtet ihre Arbeit auch nach Hellboy weiterhin. Das macht unter anderem den Reiz und die Abwechslung an dieser Reihe aus, denn ständig begleiten wir andere Agenten zu unterschiedlichen Zeiten an die entlegensten Orte zu den seltsamsten und geheimnisvollsten Phänomenen. Deshalb wird es jetzt auch mal Zeit, sich den Abenteuern dieser ersten Geschichtensammlung zu widmen.

    Teil 1 - Hohle Erde und andere Geschichten



    Hohle Erde
    Johann Kraus, der neuste „geistreiche“ Mitarbeiter der B.U.A.P. trifft im Hauptquartier ein um seinen Dienst anzutreten. Die Stimmung ist allerdings aktuell etwas gedrückt, denn Hellboy hat den Dienst quittiert, Abe Sapien und Roger stehen kurz davor es ihm gleich zu tun und die „feurige“ Liz Sherman hatte sich ja bereits zwei Jahre zuvor in ein unauffindbares Kloster zurückgezogen.
    Doch kurz bevor Abe alles hinschmeißt und Roger mit sich nimmt geschieht etwas. Abe hat eine intensive Vision, eine schreckliche, hellsichtige Eingebung – Liz steckt in Schwierigkeiten. Also auf zu einer letzten Mission, der Rettung seiner alten Freundin. Das Team folgt den Spuren, sowohl sichtbaren, als auch mentalen und tatsächlich spüren sie Agartha auf, den Ort, der gleichzeitig ein Traum ist. Ein Alptraum allerdings mittlerweile, denn was sie vorfinden ist ein blutiges Schlachtfeld und mittendrin finden sie Elizabeth Sherman, die scheinbar von irgendwem oder irgendetwas ihrer Lebenskraft beraubt wurde.
    Vielleicht hat das irgendwas mit dem reptilienähnlichen Wesen zu tun, das sich ebenfalls zwischen all den Leichen findet. Zum Glück ist Johann Kraus dabei, denn seine ganz besonderen Fähigkeiten erlauben es dem Team das tote Froschwesen zu „befragen“, was weitere Hinweise ergibt und sie ins Innere der hohlen Erde führt, wo sie eine furchtbare Entdeckung machen…

    Grandioser Einstieg in die Welt der B.U.A.P. mit einem coolen Team aus alten Bekannten und neuen Mitgliedern. Der spannende Start bietet einen guten Überblick mit Erinnerungsstützen über mache Charaktere und die sehr coole Origin von Johann Kraus. Dazu den Erstkontakt mit den Froschwesen gepaart mit viel Übernatürlichem und einer schönen Portion Monsterhorror.



    Hohle Erde Dark Horse Extra
    Ministory im Hochformat, die damals für eine Ausgabe von Dark Horse Extra entstanden ist. Lasst Euch überraschen.



    Der Killer in meinem Kopf
    Hurraaaa! Lobster Johnson ist am Start! Ich liebe den Charakter ja abgöttisch, was vielleicht daran liegt, dass er meist in herrlich übertriebenen Pulp-Horror-Storys mit hohem Trashfaktor auftreten darf. Die Story mit dem bösen Hirn bildet da keine Ausnahme und macht einfach unglaublich viel Spaß.

    Abe Sapien versus Wissenschaft
    Eine wunderbare kleine Geschichte, die die Beziehung zwischen Abe Sapien und Roger dem Homunkulus näher beleuchtet und ihre Bindung etabliert. Diese kleinen aber feinen Einschübe bringen die Charaktere als Identifikationsfigur deutlich voran.



    Die trommeln der Toten
    Solo-Einsatz für Abe Spien, der es mit besessenen Seemännern zu tun bekommt, die Gräueltaten vollüben und sich sogar in wilde Bestien verwandeln (und das ist keine Metapher ). Das Ganze fußt wieder auf einer alten Seefahrer-Legende und wer mich kennt weiß, dass es spätestens da um mich geschehen war. Stimmungsvolles Seemannsgarn mit Gruselanteil und von Derek Thomson sehr gut in Szene gesetzt.

    Teil 2 – Der Geist von Venedig und andere Geschichten



    Der Geist von Venedig
    Ich war noch nie in Venedig, was aber in den nächsten Jahren geändert werden soll. Hoffentlich haben es die Kreuzfahrtschiffe bis dahin noch nicht ganz gekillt, aber das ist ein anderes Thema. Die Krise um die es hier geht ist allerdings auch recht unschön für alle Bewohner und Besucher. Es stinkt. Nicht nur ein wenig, nein es stinkt gewaltig, denn seit 36 Stunden platzen alle Abwasserrohre der Stadt und/oder laufen über. Umgehend schickt die B.U.A.P. ein vierköpfiges Team zur Aufklärung und Abhilfe, und wer ist am besten geeignet in die stinkenden Tiefen der Kanäle der Stadt abzutauschen? Na klar, Abe Sapien, der enorm begeistert ist, wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt.
    Eine wirklich tolle und stimmungsvolle Vampirgeschichte, die sich aus dieser eklig-lustigen Ausgangssituation entwickelt!



    Dunkle Wasser
    Das kleine Städtchen Shiloh in Massachusetts hat die Flurbereinigung und Stadtverschönerung in Angriff genommen. Dabei soll als erstes der verschlammte, Moskitos anlockende Teich verschwinden. Doch als am Grund des alten Teichs, vom Schlamm konserviert, die Leichen drei junger Mädchen zum Vorschein kommen tritt schon bald die B.U.A.P. auf den Plan, denn nach ihrer Kleidung, und Untersuchung der Zähne (Behandlungsarten etc…) müssten die Leichen uralt sein, doch sie sehen aus, als ob sie erst heute Morgen gestorben wären. Ob das irgendwie mit dem Nachbarstädtchen Salem zusammenhängt?



    Nachtzug
    In den 30ern jagt Lobster Johnson Nazi-Saboteure auf dem Dach eines Zuges – Heute mampft der Homunkulus einen Lobster – Und dann machen er und Liz Sherman sich auf die Jagd, denn die beiden bekommen es mit einem Geisterzug zu tun…
    Sehr schöne Verbindung zwischen dem Lobster und den aktuellen B.U.A.P.-Abenteuern.



    Da ist etwas unter meinem Bett
    Sehr geile Mischung zwischen Toy Story, Poltergeist und der Monster AG! Muss man selbst lesen und erleben, will da nicht so viel spoilern, macht aber echt ungemein Laune.



    Ein normaler Tag bei der B.U.A.P.
    Alte Kirchen, finstere Gestalten, dämonische Beschwörungsformeln und hungrige Zombies, ja, der Titel ist Programm und gefällt gerade deswegen richtig gut.

    Teil 3 – Die Froschplage



    Die Froschplage
    Das Herzstück des Bandes kommt zweifellos zum Schluss, denn die große, in fünf Kapitel unterteilte Story ist der wahre Beginn der großen Froschplage, die sich in Teil 1 bereits auf leisen Sohlen angekündigt hat.

    In einem geheimen Labor in New Jersey wird etwas Monströses herangezüchtet. Abe Sapien, der zurzeit von äußerst beunruhigenden Traumvisionen geplagt wird, und seine Freunde werden zur Untersuchung des Falles in das Labor geschickt, als es dort zu einem verheerenden Unglück kommt. Als Johann dort versucht seine übernatürlichen Ermittlungsmethoden anzuwenden erleben die Agenten eine bösartige Überraschung. Natürlich in Form von Froschmonstern, wie soll es anders sein. Doch was sie später beim Untersuchen der Leichen im B.U.A.P.-Labor entdecken ist noch weit furchtbarer und hebt das Ausmaß der Froschplage in ganz neue Dimensionen…

    Was für ein buntes Sammelsurium an Science-Fiction/Grusel/Horror/Trash/Pulp/Fantasy-Stories hier abgebrannt wird ist eine wahre Freude. Jede Story für sich macht ungemein Spaß, auch wenn die Tiefe und Komplexität der einzelnen Geschichten stark variieren. Vielleicht macht dieser ständige Wechsel zwischen größeren, manchmal gar mit traurigen und nachdenklichen Ansätzen versehenen Geschichten, und dann wieder einer knackigen, spaßigen Horror- oder Trashgranate gerade den Reiz an der Sammlung aus. Stets unterhaltsam, zeichnerisch immer toll in Szene gesetzt, auch wenn die Stile aufgrund der wechselnden Künstler natürlich ebenso große Vielfalt bieten, und immer mit den grandiosen, von Meister Mike Mignola erdachten Protagonisten besetzt. Selten sind mir 400 so abwechslungsreiche und kurzweilige Seiten untergekommen und ich kann nur eine klare Empfehlung aussprechen. Allerdings sei schon angemerkt, dass einige kleine Vorkenntnisse bezüglich des Mignola-Verse nicht schaden, um in die Reihe reinzukommen.

    Meine Wertung: 8/10

    Ich freue mich extrem auf die weiteren Bände, die ab jetzt in etwa im Halbjahresrhytmus erscheinen, Band 2 also im September, der dritte im März und das Finale dann im September nächsten Jahres.

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (01.04.2020 um 14:52 Uhr)

  7. #857
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    Titel: Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 1

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 608 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Lobster Johnson: Der eiserne Prometheus; B.U.A.P.: 1946; B.U.A.P.: 1947; Abe Sapien: Ertrinken

    Autoren: Mike Mignola, Joshua Dysart,

    Zeichner: Jason Armstong, Paul Azaceta, Gabriel Bá, Fábio Moon, Jason Shawn Alexander

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    2011 - 10 Jahre Cross Cult!

    Zum 10jährigen Jubiläum von Cross Cult im Sommer 2011 spendiert das süddeutsche Comic-Label den deutschen Mignola-Fans und HELLBOY-Jüngern einen extradicken Sonderband mit vier Mini-Serien aus dem illustren, weit verzweigten und mittlerweile ganze Jahrzehnte überlappenden HELLBOY-Universum. Knapp 600 Seiten Lesefutter mit bislang auf Deutsch nie erschienenem Material, das das HELLBOY-Universum im Wandel des 20. Jahrhunderts zeigt:

    1937:
    In LOBSTER JOHNSON: DER EISERNE PROMETHEUS erzählen Mike Mignola und Zeichner Jason Armstrong von einem der verbissensten Einsätze des aus HELLBOY und B.U.A.P. bekannten Pulp-Superhelden Lobster Johnson. 1937, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs: Der versuchte Diebstahl eines experimentellen Kampfanzugs führt die "Schere der Gerechtigkeit" auf die Spuren einer Organisation von Nazi-Spionen und einem geheimnisvollen und mächtigen Kultführer namens "Memnan Saa". DER EISERNE PROMETHEUS ist nicht nur die erste eigene Mini-Serie des beliebten, wortkargen Vigilanten, sondern auch eine Art Prolog zu der B.U.A.P.-Trilogie VERBRANNTE ERDE, in der Lobsters Erscheinung die B.U.A.P.-Agenten auf die Spur des selbst ernannten Weltenretters Memnan Saa führt.

    LOBSTER JOHNSON: DER EISERNE PROMETHEUS
    von Mike Mignola und Jason Armstrong
    144 Seiten



    1946:
    Knapp 10 Jahre und unzählige Millionen Tote später ist der Vernichtungskrieg der Nazis vorbei. In den Trümmern Deutschlands formt sich bereits der nächste globale Konflikt, der Kalte Krieg. Mittendrin der Hellboy-Ziehvater und Experte für Okkultismus Trevor Bruttenholm. Im besetzten Berlin suchen er und sein Assistent im Auftrag der US-Regierung zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Army-Truppe nach Überresten von übernatürlichen Nazi-Experimenten. Aber auch die Sowjetunion hat eine Okkultismus-Beauftragte entsandt, um nach Hitlers dämonischen Vermächtnissen zu suchen. Als Bruttenholm über ein ehemaliges Weltvernichtsprojekt mit dem Namen "Vampir-Sturm" stolpert, entbrennt ein Wettrennen zwischen ihm und seiner sowjetischen Kollegin ... B.U.A.P: 1946 von Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta zeigt uns zum ersten Mal mehr von Prof. "Broom" Bruttenholm, dem Gründer und langjährigen Leiter der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

    B.U.A.P.: 1946
    von Mike Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta
    144 Seiten



    1947:
    Wieder zurück in den USA ist Prof. Bruttenholm mit dem Aufbau der B.U.A.P. und der Erziehung seines kleinen Satansbratens Hellboy beschäftigt. Eine Serie grausamer Morde an ehemaligen Nazigrößen und Wehrmachtskriegsgefangenen alarmiert den Okkultismusforscher. Ein Trupp Ex-G.I.s, an denen der Krieg nicht spurlos vorübergezogen ist, soll im Auftrag der B.U.A.P. in Frankreich dem Drahtzieher der blutigen Anschläge aufspüren. Eine Spur führt sie zu einem verfallenen Anwesen, um das sich Legenden über Vampire, Hexen-Sabbathe und Blutopfer ranken. Die Autoren Mike Mignola und Joshua Dysart haben für die zweite Reise in die Vergangenheit der übernatürlichsten Behörde der Welt, B.U.A.P.: 1947, zwei Ausnahmetalente als Zeichner verpflichtet: die Zwillingsbrüder Fabio Moon und Gabriel Bá. Letzterer dürfte den Cross-Cult-Lesern bereits aus Gerard Ways "The Umbrella Academy" bekannt sein.

    B.U.A.P.: 1947
    von Mike Mignola, Joshua Dysart, Gabriel Bá und Fabio Moon
    144 Seiten



    1981:
    Ende des 19. Jahrhunderts hat der paranormale Ermittler Edward Grey vor der Küste von San Sebastian einen mächtigen Magier besiegt und ihn und seine Besatzung auf dem Grund des Ozeans begraben. Knapp hundert Jahre später wird der Fischmensch Abe Sapien, neuester Zugang bei der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen und späterer Hellboy-Partner, auf seine erste Mission geschickt: Er soll die Überreste des Magiers aus dem versunkenen Wrack bergen. Aber Abe ist noch ein Anfänger in dem Spiel und begeht einen tödlichen Fehler ... ABE SAPIEN: ERTRINKEN ist eine packende Horror-Mär, mit einem Protagonisten, der im wahrsten Sinne des Wortes feucht hinter den Ohren ist und eine der schlimmsten Lektionen seines Lebens lernen muss ...

    ABE SAPIEN: ERTRINKEN
    von Mike Mignola und Jason Shawn Alexander
    144 Seiten

    Just my 2 cents:
    Wow, ein ganz schöner Brummer, den Cross Cult hier zum 10. Jubiläum rausgehauen hat. Hat schon einen Grund, warum die Universum-Bände von einigen Fans als „Backsteine“ bezeichnet werden. Das Hardcover macht einen hochwertigen Eindruck und ein Lesebändchen lässt bei mir das Herz immer einen ganz kleinen Hüpfer machen, ist halt ein schönes I-Tüpfelchen. Wie von CC mittlerweile gewohnt gibt es auch einige Extras wie Interviews Skizzen oder Vor- bzw. Nachwörter. Alles in allem eine rundum gelungene Veröffentlichung. Aber nun zum Inhalt…


    Teil 1: Lobster Johnson: Der eiserne Prometheus
    Also ehrlich gesagt konnte ich mir unter „Lobster Johnson“ kaum etwas vorstellen. Wenn ich den namen irgendwo gehört oder gelesen hab drängte sich mir irgendwie immer das Bild von Mr. Krabs aus Songebob ins Hirn. Zum Glück lag ich damit komplett falsch. Was für ein geiler, extrem cool-trashiger Agentenflick! Macht richtig Laune, ist spannend, extrem Actionreich und trifft genau meinen Humor. Ich muss gestehen, dass mir der Zugang zu Lobster Johnson sogar um einiges leichter gefallen ist zu Hellboy selbst.
    Ein verschwundener Professor, der einen Superanzug entwickelt hat, Geister, Mystik, Schlangenmonster und geklaute Gehirne! Drachen, Super-U-Boote, Nazis und ein extrem cool agierender Held, der immer den richtigen Spruch auf den Lippen hat. Das Ganze von Mike Mignola wieder kongenial ineinander verwoben, gewürzt mit der tollen Atmosphäre des New York der dreißiger Jahre und einem charmant-charismatischen Zeichenstil von Jason Armstrong. Sehr geil sind auch diese pseudo realistischen Zeitungsartikel zwischen den einzelnen Kapiteln und das Bonusmaterial mit den Skizzen und Anmerkungen der Künstler am Ende der Story rundet das Paket prima ab. Ein toller Start in „Lobster Johnson“ und in die „Geschichten aus dem Hellboy Universum“ im Allgemeinen.


    Teil 2: B.U.A.P. 1946
    Richtig cooler Nazi-Horror-Trash bei dem wir endlich auch Prof. Bruttenholm mal ein wenig näher kennenlernen. Die abgefahrene Story um Hitlers Vampir-Armee ist streckenweise sogar richtig gruselig und durchgehend spannend. Viele coole Ideen die alle klassischen Klischees bedienen, vom Abgetrennten Nazi-Kopf im Reagenzglas auf Spinnenbeinen über den ferngesteuerten Kriegsgorilla bis hin zu Varvara, der teilweise recht unheimlichen, kindlichen Anführerin des sowjetischen Gegenstücks zur B.U.A.P. Tolle Story, auch wenn mir „Lobster“ im direkten Vergleich besser gefallen hat und ich vom Artwork leider nicht sonderlich begeistert bin.

    Die zugehörige Short-Story „Bischof Oleks Dämon“ ist extrem gelungen und spielt toll mit Versatzstücken aus dem Schaffen eines meiner Lieblingsautoren H.P. Lovecraft (auch wenn als Haupt-Inspirationsquelle M. R. James angegeben wird). Ein toller Bonus!


    Teil 3: B.U.A.P. 1947
    Ein Team von B.U.A.P.-Agenten wird losgeschickt um mysteriöse Vorgänge in Frankreich aufzuklären, in die unser alter Bekannter, Baron Konig verstrickt sein soll. Sie geraten in eine klassische Vampirgeschichte, die zwar einige coole Ansätze hat, mich aber leider nicht durchgehend fesseln konnte. Da war irgendwie zu viel Leerlauf zwischendrin. Das mit Konig und Varvara Bezug zum vorangegangenen Jahr hergestellt wird ist zwar ganz schön, aber am meisten Spaß hatte ich ehrlich gesagt mit der Rahmenhandlung um Professor Bruttenholm und den putzigen, kleinen Höllenjungen, in die die ganze Geschichte eingebettet war. Ausserdem fand ich auch hier das Artwork nur teilweise gelungen.

    Die Mini-Story „Und was werde ich dort finden?“ mit Bruttenholm, die auch noch zu 1947 gehört konnte mich allerdings extrem begeistern! Richtig famose, kleine Geistergeschichte, die sehr spannend und mit ordentlich Gruselatmosphäre erzählt wird. Auch das Artwork weiß mir hier richtig gut zu gefallen.


    Teil 4: Abe Sapien: Ertrinken
    Abe erhält seinen ersten, vermeintlich einfachen Auftrag. Er soll die Überreste eines Magiers aus einem Schiffswrack vor Saint-Sébastien bergen. In dem kleinen Örtchen liegt einiges im Argen und so dauert es nicht lange, bis dem unerfahrenen Ermittler die Kontrolle entgleitet und so einiges schief geht.
    Meines Erachtens die schönste Geschichte vom ganzen Band! Allerdings nur was das Artwork betrifft. Die Story selbst fand ich leider die schwächste der vieren. Nicht so immens spannend und an manchen Stellen auch recht wirr erzählt. Schade, dass das an sich tolle Buch für mich persönlich so relativ schwach endet, aber ich freu mich trotzdem schon sehr auf Band zwei und weiß jetzt, dass ich Zeichnungen von Jason Shawn Alexander wohl sehr gerne mag.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie fandet Ihr den Band? Welche Stories aus dem Universum gefallen Euch prinzipiell am besten (BUAP, Abe Sapien oder Lobster Johnson)? Und warum?

    VG, God_W.

  8. #858
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    Zurück im Mignola-Verse...



    Titel: Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 2

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 600 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Lobster Johnson: Die brennende Hand; Hellboy: Haus der lebenden Toten; B.U.A.P.: Menschsein; B.U.A.P.: Krieg den Fröschen; Abe Sapien: Mit dem Teufel ist nicht zu Spaßen

    Autoren: Mike Mignola, John Arcudi, Scott Allie,

    Zeichner: Tonci Zonjic, Richard Corben, Karl Moline, Guy Davis, Andy Owens, Jo Chen, Herb Trimpe, John Severin, Peter Snejbjerg, Patric Reynolds, James Harren

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Der Band ist in limitierter Auflage erscheinen: 1.222 Exemplare

    Auch der zweite HELLBOY-Wälzer versammelt alles, was Rang und Namen hat in der US-Comicgemeinde. Mike Mignola allem voran geben sich hier erneut die erfahrenen Mignolaverse-Haudegen wie Scott Allie, John Arcudi, Richard Corben, Guy Davids, Karl Moline, John Severin oder Dave Stewart die Hand. Erstmals dabei ist Tonci Zonjic, der als Zeichner der Lobster-Johnson-Story neben Großmeister Corben auch gleich die meisten Seiten auf sich vereint und zu den Entdeckungen des Bandes gezählt werden darf.

    Diese Geschichten erwarten euch im zweiten, ziegelsteinformatigen HELLBOY-UNIVERSUM-Band:

    LOBSTER JOHNSON: DIE BRENNENDE HAND
    Geisterhafte Indianer versetzen die Stadt seit Tagen in Angst und Schrecken. Dafür sorgen besonders die Polizisten, die skalpiert aufgefunden werden. Doch die Liquidierung dieser Gestalten stürzt Lobster Johnson und seine Verbündete nur in ein noch gewaltigeres Rätsel, dessen Aufklärung durch die allzu neugierige Reporterin Cindy Tynan behindert und durch das Auftauchen eines unverwundbaren Gangsters ohne Gesicht und seiner ebenso unheimlichen Komplizen nicht gerade erleichtert wird.

    HELLBOY: HAUS DER LEBENDEN TOTEN
    Mexiko 1952. Vom Tod eines Freundes gepeinigt, ist Hellboy zu einem Trunkenbold verkommen, der sich als Luchador verdingt. Gegen Geld steigt er in den Ring und prügelt sich. Doch um das Leben eines unschuldigen Mädchens zu retten, muss er wieder einen klaren Kopf kriegen und gegen eine üble Horde des Teufels antreten. Im Haus des Horrors erwarten ihn ein verrückter Wissenschaftler und seine Frankensteinkreatur, ein Werwolf und nicht zuletzt ein paar verlockende Vampirladies.

    B.U.A.P.: MENSCHSEIN
    Die B.U.A,P.-Agenten bei ihren allerfrühesten paranormalen Einsätzen: Von 1976, als Liz bei ihrer ersten offiziellen Mission einem Geist aus dem 17. Jahrhundert gegenübersteht, über eine von Abe angeführte Monsterjagd in den Wäldern Minnesotas 1981 bis ins Jahr 2000 und Rogers erstem Fall zusammen mit Hellboy in South Carolina, der eine Familientragödie aufdecken wird, reichen die Begegnungen de/r übersinnlichen Agenten mit dem Unerklärlichen.

    B.U.A.P.: KRIEG DEN FRÖSCHEN
    Zu Beginn der Plage, in den ersten Tagen, bildeten die B.U.A.P. und die Streitkräfte eine Front gegen die Übergriffe in den Staaten, rotteten gemeinsam Brutplätze aus. Unvergessen bleiben die Erlebnisse und Schauplätze der ersten Kriegsstunden: das Zelt einer Gruppe von Wanderpredigern, ein dahinrostendes Kriegsschiff, eine alte Scheune, verlassene Gebäude mitten in den Städten oder der Ort, an denen die Frösche erstmals auftauchten – die nun überfluteten Ruinen von Cavendish Hall!

    ABE SAPIEN: MIT DEM TEUFEL IST NICHT ZU SPASSEN
    Die Untersuchungen paranormaler Tatorte lassen Abe Sapien vollkommen zerrüttet zurück. Auf die Gegner, die ihn bei der Untersuchung eines fluchbeladenen Sees sowie dem Teufelshaus des einsiedlerischen Dämonologen Van Lear fast umbringen, ist er nicht gefasst gewesen … geschweige auf die seelischen Belastungen! Als besonders folgenreich für die zukünftigen B.U.A.P.-Abenteuer wird sich aber Abes Entdeckung herausstellen, die er in einem gesunkenen russischen U-Boot macht.

    Just my 2 cents:
    Da ich schon vom ersten Ausflug in das Hellboy-Universum recht angetan war, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis ich mich in die nächste Runde stürzte. Wieder erwartet uns mit 600 Seiten ein prall gefülltes Hardcover mit jeder Menge übernatürlich angehauchten Stories rund um die Welt unseres Lieblings-Höllenjungen. Da die Jungs von Cross Cult so freundlich waren und die Inhaltsangaben schon recht ausführlich gestaltet haben, werde ich jetzt nicht mehr groß erklären worum es in den einzelnen Stories geht, sondern nur kurz meine Meinung zum jeweiligen Abenteuer mitteilen.



    Lobster Johnson: Die brennende Hand
    Der Band startet gleich mit einem Lobster-Johnson-Knaller wie ich ihn liebe. Ich merke, ich werde immer mehr Fan dieses coolen, kaltschnäuzigen Helden, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. Die Story beginnt recht abgedreht mit wilden Geister-Indianern, die Polizisten skalpieren und ich war echt überrascht mit welcher Brutalität es in „Die brennende Hand“ zu Werke geht, also nicht nur zu Beginn sondern durchgehend. Das verleiht dem Plot eine gewisse Ernsthaftigkeit und Härte die nur von einigen trockenen Sprüchen unterbrochen wird. Steht unserem Helden aber extrem gut. Die Zeichnungen von Tonci Zonjic sind bei den Figuren und vor allem den Gesichtern zumeist recht Detailarm, aber die Atmosphäre der 30er Jahre wird perfekt transportiert schafft eine tolle Stimmung. Top Einstieg in die zweite Runde der Geschichten aus dem Hellboy-Universum.



    Hellboy: Haus der lebenden Toten
    Endlich darf der Höllenjunge auch in den „Geschichten aus dem Hellboy-Universum“ selbst mal ran. Die extrem launige Story verbindet Mexikanische Wrestling-Matches mit Vampiren und dem Wolfsmenschen, schlägt eine Brücke zu Frankenstein Underground und stellt eine, zwar extrem trashige, aber auch überaus charmante Hommage an die großen Klassiker mit Boris Karloff, Lon Chaney Jr. Und Bela Lugosi dar. Macht einfach Spaß! Ach ja, und das Artwork von Richard Corben empfinde ich auch als ziemlich gelungen.



    B.U.A.P.: Menschsein
    - Der Toten Gedenken
    Nach einer kurzen Einleitung mit Hellboy himself hat Liz Sherman hier endlich einen großen Auftritt. Die sehr spannende und teilweise tragische Hexengeschichte verbindet Stephen King’s „Feuerkind“ mit „Blair Witch Project“ und den ganzen klassischen Hexengeschichten aus den Gründertagen. Schönes Ding in dem wir endlich mehr über Liz‘ Vergangenheit erfahren. Das moderner wirkende Artwork von Moline und Owens stellt auch mal eine willkommene Abwechslung dar.



    - Verluste
    Kurze, brutale Werwolf-Story, die uns die Bindung zwischen Liz und Abe Sapien sowie deren jeweilige Einstellung zum Leben und der Arbeit in der B.U.A.P. näher bringt. Kurz, knackig, gut.



    - Mensch Sein
    Knallharte Rache-Story über eine ungewollte Tochter und die Leiden, die Ihre Mutter ertragen musste. Schon wieder ist Hellboy am Start und auch der Homunkulus aus „Hellboy: Der Teufel erwacht“ ist am Start.



    B.U.A.P.: Krieg den Fröschen
    In diesem actionreichen Kernstück des Buches geht es ja sowas von rund! Nahezu alle B.U.A.P-Mitglieder kommen in den actionreichen Schlachten zum Zuge. Wirklich jeder hat seinen großen Auftritt und von riesenhaften Drachenmonstern (Nessie, bist Du‘s?) über Lovecraftsche tiefe Wesen bis zu drohender Gefahr durch Sektenähnliche Scharlatanerie mit Todesfolge bzw. Verwandlung ist einiges vertreten. Dazu wird eine ganze Truppe illustrer Zeichner von der Leine gelassen und so kommt jedes Kapitel frisch und in neuem Stil daher. Ein Fest für die Augen.



    Abe Sapien: Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen
    - Der besessene Junge
    Grandiose Abe Sapien-Dämonen-Geschichte mit dem schönsten Artwork des gesamten Buches. Danke Patric Reynolds!



    - Die Tiefsee-Ebene
    Untote, teils wirklich eklige, russische Wasserleichen-Zombies, die in versunkenen U-Booten mächtige Artefakte bewachen. Abe Sapien mittendrin und Varvara (bekannt aus B.U.A.P. 1946) mischt auch noch mit. Klingt wild? Ist es auch! Aber auch extrem stimmig, teilweise richtig witzig und hat doch den ein oder anderen traurigen Moment zu bieten. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle wie ich sie mag, von Peter Snejbjerg schick in Szene gesetzt.



    - Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen
    Zum Abschluss kommt es für Abe Sapien nochmal richtig dick und ohne heftigste Blessuren geht seine Begegnung der dritten Art diesmal auch nicht ab. Actionreich ohne Ende, aber sehr spannend kommt die Story daher und dennoch kommt der (fatalistische) Humor hier keinesfalls zu kurz. Vor allem, da der Endgegner mich immer an Lionels Mutter im Finale von „Brain Dead“ erinnert. Muss beim Schreiben schon wieder schmunzeln, wenn ich nur dran denke!

    Ja Leute, was soll ich sagen? Mein zweiter Ausflug ins Hellboy Universum hat mir echt nicht nur ein bisschen, sondern sogar viel besser gefallen als der Erste. Liegt vielleicht daran, dass ich mich auch an den Zeichenstil, der ja doch immer ein wenig Mignola-geprägt daherkommt, gewöhnt hab, aber ganz ehrlich: Die Charaktere, die mir im ersten Band so gut gefallen haben sind auf dem gleich hohen Niveau geblieben und die Storys der übrigen haben mich einfach überzeugt und die Bindung zu den Protagonisten vertieft. Abe Sapien fand ich im ersten Band beispielsweise noch recht „unnahbar“, hat mich jetzt aber komplett mitgenommen. Liz hat richtig tiefe gewonnen und mit dem Froschkrieg hat ein Actionfest alles aufgelockert und die B.U.A.P. als Organisation glaubwürdig etabliert. Ich hoffe so geht’s weiter! Wenn ich die Stories alle einzeln bewerte und dann die Quersumme bilde schrammt der Band echt nur ganz knapp an einer noch besseren Bewertung vorbei.

    Meine Wertung: 8/10

    Hat Euch der zweite Hellboy-Universum Band auch besser gefallen als der erste? Oder wenn Ihr nicht beide kennt, wie hat er Euch allgemein gefallen? Und welches ist Eure Lieblings-Geschichte aus dem Buch?

    VG, God_W.

  9. #859
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    Es steht mal wieder ein Ausflug ins Mignola-Verse an…



    Titel: Geschichten aus dem Hellboy Universum – Band 3

    Verlag: Cross Cult (US: Dark Horse)

    Format: 528 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: B.U.A.P.: 1948; B.U.A.P.: Vampir; Hellboy: Die Höllenbraut; Hellboy: Mitternachtszirkus

    Autoren: Mike Mignola, John Arcudi, Gabriel Bá, Fábio Moon, Richard Corben, Duncan Fegredo

    Zeichner: Max Fiumara, Gabriel Bá, Fábio Moon, Richard Corben, Duncan Fegredo

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Der Band ist in limitierter Auflage erscheinen: 1.222 Exemplare

    Auch im mittlerweile dritten Band gibt es wieder den gewohnten Rundumschlag an spannenden Comicabenteuern, die uns tiefer in das schaurig-schöne Universum von Hellboy & Co. führen. Ein Universum, das sein unvergleichlicher Erfinder Mike Mignola vor nun genau 20 Jahren erschuf. Und so lassen uns auch im Jubiläumsjahr Zeichnergrößen wie Kevin Nowlan, Richard Corben oder Scott Hampton mit dem Höllenjungen und seinen Kollegen von der B.U.A.P. mitfiebern und beten, dass es mindestens noch mal 20 Jahre weitergehen möge …

    B.U.A.P.: 1948
    Nach einem Atombomben-Experiment in der Wüste von Utah tauchen plötzlich mörderische Bestien auf und überfallen den Stützpunkt. Professor Bruttenholm, Ziehvater von Hellboy, soll ermitteln. Doch nicht nur die schöne Dr. Rieu erweist sich als Ablenkung, auch die Lage um den psychisch labilen Agent Anders, der von Vampiren besessen ist, spitzt sich immer weiter zu. Währenddessen soll Hellboy den Präsidenten der Vereinigten Staaten treffen - mit schwerwiegenden Folgen.

    B.U.A.P.: VAMPIR
    Nach den Ereignissen in B.U.A.P.: 1948 folgen wir Agent Simon Anders nach Tschechien, wo er der Spur des Fluches folgend, der ihn zum Vampir werden ließ, einem blutgetränktem Fluss entlang in den verhexten Wäldern von Cesky Krumlov landet. Dort ergreift eine böse Macht Besitz von Agent Anders und löst ein infernales Gemetzel in der beschaulichen Stadt aus.

    HELLBOY: DIE HÖLLENBRAUT
    Hellboys verlorene (durchzechte) Monate in Mexiko werden beleuchtet, wo er nicht nur mit einer Fledermausgottheit in den Wrestlingring steigt, sondern es auch mit einem fleischfressenden Haus aufnehmen muss und mit Zombies, Vampiren, Mumien und Aliens ... die er zusammen mit einem Kuh-Mensch-Hybriden bekämpft. Für diese wunderbar vielfältige Übersicht über die unendlichen Möglichkeiten im schaurig-schönen Hellboy-Universum hat Mike Mignola Zeichnergrößen wie Kevin Nowlan, Richard Corben und Scott Hampton ins Boot geholt.

    HELLBOY: MITTERNACHTSZIRKUS
    Eine Geschichte aus Hellboys Kindheit: Der abenteuerlustige rote Lausbub reißt eines Nachts von der B.U.A.P. aus und findet sich plötzlich in einem obskuren und fantastischen Zirkus wieder. Dort warten auf den jungen Hellboy Versuchungen und Gefahren, aber auch unheimlich nahe Verwandtschaft.

    Just my 2 cents:
    Schon seit Weihnachten nix mehr mit dem Höllenjungen zu tun gehabt! Aber wenn man ein Hellboy-Kompendium oder einen Universum-Band zur Hand nimmt gibt’s dafür ja immer gleich eine ordentliche Dosis. Diesmal stecken in dem kleinen Hardcover mit 528 Seiten zwar ein paar weniger, als in den letzten beiden Ausgaben, aber es geht nicht minder abwechslungsreich zur Sache. Außerdem gibt’s wieder einen ganzen Schwung tolles Bonusmaterial und natürlich ist auch das Lesebändchen wieder mit am Start. Erneut hat Cross Cult einen recht ausführlichen Klappentext dagelassen, sodass ich direkt meine Meinung zu den vier enthaltenen Sammelbänden zusammenfassen kann, vielleicht passts ja diesmal dann auch in einen Post.



    - B.U.A.P.: 1948
    Mit der ersten Story erwartet uns eine direkte Fortsetzung zu B.U.A.P.: 1947, der vorletzten Geschichte aus dem ersten Geschichten aus dem Hellboy Universum-Band. Die grandiose Atmosphäre erinnert an unzählige Monster-Horror-Klassiker, wo durch Atomtests oder Experimente in der Wüste unsägliches Grauen geschaffen wurde. Die Location ist irgendwo zwischen The Hills have Eyes und Area 51 angesiedelt. Dazu kommen extrem einfallsreiche Monster, die leicht Assoziationen zu Lovecraft wecken und ein brillantes Artwork von Max Fiumara. Ich empfinde seine Zeichnungen, die den Look der Zeit, zumindest wie ich ihn mir vorstelle, perfekt rüberbringen, als Ideal für diese Art von Geschichte. Leider bin ich vom Hauptprotagonisten der Geschichte nicht ganz so angetan. Agent Anders hat mir im ersten Kompendium-Band bei B.U.A.P.: 1947 schon nicht ganz so gut gefallen, und hier wurde es eher schlechter als besser. Ich mag seine Charakterentwicklung einfach nicht, aber dafür gibt es als kleinen Bonus den jungen Hellboy in einer schönen Nebenrolle zu bewundern. Dessen Charakterentwicklung wird, obwohl er in nur wenigen Panels auftritt, dennoch sehr berührend dargestellt.



    - B.U.A.P.: Vampir
    Ja, ich liebe Vampirgeschichten und auch diese hier hat ganz tolle Ansätze und einige wirklich schauerliche Szenen, die direkt einem Film der Hammer-Studios entsprungen sein könnten. Trotzdem bin ich jetzt nicht vollauf begeistert und es ist für mich der schwächste der vier enthaltenen Bände. Zum einen liegt das vermutlich daran, dass wir hier das Finale um die Geschichte von Agent Anders erzählt bekommen, und ich den ja bekanntlich nicht sonderlich mag, zum Anderen finde ich das Artwork nur teilweise gelungen. Es gibt einige wunderschöne und stimmungsvolle Panels zu bewundern, aber so manches mal sind mir die Zeichnungen auch echt zu grobschlächtig und detailarm. Ein Blick ins „who is who“ erklärt auch weshalb, denn im ersten Universum-Band bei B.U.A.P.: 1947 ging es mir genauso und auch damals war das Artwork von Gabriel Bá und Fábio Moon nur teilweise nach meinem Geschmack. Ich muss nochmal genauer nachschauen, welchen von beiden ich jetzt mag und welchen nicht so.



    - Hellboy: Die Höllenbraut
    Für mich sowohl das Herzstück, als auch das absolute Highlight des Buches. Ein wundervolles Sammelsurium voll abwechslungsreicher Stories. Mal gruselig, mal lustig, mal actionreich, mal tragisch, aber immer fesselnd und von Künstlern wie Richard Corben, Kevin Nowlan und Scott Hampton perfekt in Szene gesetzt.
    Hellboy in Mexico weckt mit seinen Wrestling-Fights und der etwas abgedrehten Grundstimmung gute Erinnerungen an Mignolas Frankenstein Underground. Das Double Feature des Bösen ist nicht nur eine direkte Hommage an das Pulp-Kino, sondern stellt auch direkten Bezug zu Lovecraft, einem meiner all time Favourites, her. Dazu mit dem Krokodilgott Sobek noch ein kleiner Seitenhieb auf die ägyptische Mythologie, besser kann man mich fast gar nicht abholen. Die Schlafenden und die Toten ist eine dermaßen schön gezeichnete Mischung zwischen Vampir- und Geistergeschichte, dass ich mir auch einfach nur mal eine halbe Stunde das Artwork anschauen könnte, wirklich herausragend! Die namensgebende Höllenbraut selbst, durfte wieder Richard Corben in Szene setzen. Das blutgetränkte Stück zwischen Historie und Mystik ist ihm außerordentlich gut gelungen. Mit Das Whittier-Vermächtnis steuert Mignola selbst mal wieder einen Grusel-Shorty bei und ja, sein Artwork gefällt mir nicht so gut wie das der Anderen Beteiligten. Zu guter Letzt wünscht sich Buster Oakley was. Der extrem spaßige Flic bietet in bester Mars-Attacks-Manier einen Abgesang auf den grellbunten Sci-Fi-Trash der 50er Jahre. Ich liebe es!



    - Hellboy: Mitternachtszirkus
    Eine kurze, aber von Duncan Fegredo ganz wundervoll in Szene gesetzte Geschichte mit unserem allerliebsten Höllenjungen im Mittelpunkt. Den kleinen Kerl muss man einfach ins Herz schließen, gerade wenn wir, wie hier, miterleben dürfen, wie er heranwächst, seine Erfahrungen sammelt und viel fürs Leben lernt. Das ganze in allerbester Pinocchio-Manier mit ganz ganz viel Gefühl. Kurz aber wunderbar.

    Ja Leute, das war wieder ein wilder Ritt. Nach einem Anfang, der zwar ziemlich cool war, mich aber nicht vollends begeistert hat wurde es spätestens ab der Mitte immer besser und besser. Ich hatte wieder enorm viel Spaß und freue mich schon auf den nächsten Ausflug in Mike Mignolas Welt. Bevor es zurück zum Höllenjungen geht werde ich aber erstmal dem Einbeinigen Monsterjäger einen Besuch abstatten, der hinkt nämlich seinem Ziel entgegen.

    Meine Wertung: 8/10

    War schön, dass diesmal Hellboy selbst auch öfter am Start war, auch wenn ich Lobster Johnson ein wenig vermisst habe. Werde als nächstes in Sachen Hellboy erstmal die zwei aktuellsten B.U.A.P.-Bände und dann das dritte Kompendium in Angriff nehmen, das muss ich ja vor dem Kinostart unbedingt noch lesen.

    VG, God_W.

  10. #860
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Hellboy Kompendium 4



    Ach was soll ich sagen? Ich liebe den Höllenjungen, ich liebe den Mike Mignola-Style und wenn Cross Cult die vier finalen Bände der Hellboy-Saga in einem fetten, farbigen und unzensierten Kompendium raushaut bin ich im siebten Himmel, äähhh… Höllenkreis. Die Storysammlungen „Die Trollhexe“ und „Der Krumme“ bieten alles was ich am Hellboy-Universum so schätze und dann war auch noch Meister Richard Corben am Artwork beteiligt! Wie geil ist das denn? „Abstieg zur Hölle“ und „Die Todeskarte“ bescheren schlussendlich das dramatische Finale der Saga mit allem was dazu gehört, richtig fett! Zum Glück bleibt mit den Jahrgangsbänden, der B.U.A.P. und den „Geschichten aus…“-Bänden noch massig Material für mich zu entdecken, sonst wäre ich richtiggehend traurig.

    9-10/10

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (03.05.2020 um 16:31 Uhr)

  11. #861
    Junior Mitglied Avatar von Sir Edward Grey
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    Guten Morgen.

    Warum wird den der B.U.A.P. Band "der Exozist" nach dem Band "Endzeit" in euren Hellboy Universen veröffentlicht?
    wäre der nicht vor "Metamorphose" einzuordnen?

  12. #862
    Mitglied Avatar von Aslak
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    @ Sir Edward Grey

    ich denke da hält sich Cross Cult ganz einfach an die US-VÖs.

    Das fünfte und letzte Heft "B.P.R.D. Hell on Earth - End of Days" ist Heft Nr. 139.
    Mit Heft 140 folgen dann die drei Hefte "B.P.R.D. Hell on Earth - The Exorcist".

    Gruß,
    Nils

  13. #863
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Genau!
    http://www.cross-cult.de· Comicshop-Verzeichnis · Online-Shop · Leseproben · aktuelle News

  14. #864
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    Ist Hellboy Universum 9 eigentlich ausgeliefert?

  15. #865
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Zitat Zitat von Borusse Beitrag anzeigen
    Ist Hellboy Universum 9 eigentlich ausgeliefert?
    Gab, glaube ich, Problem mit der Folierung des Covers. Daher gab/gibt es eine Verzögerung...

    C_R
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  16. #866
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    Eben war Hermes da und hat mir den von meinem Comicladen verschickten Band überreicht.

  17. #867
    Mitglied Avatar von Kaltez
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    Hellboy band 5

    Diesmal nen guter band.
    Vorallem die zwei letzten storys, um das geheimnis seines rechten arms und der krone, waren bombe.
    Mignola ist n richtiger recherchier künstler was das recherchieren von sagen/mythen un all das anbelangt.


  18. #868
    Mitglied Avatar von Kaltez
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    Hellboy - Sieger Wurm Band 6

    Solangsam bin ich entweder drinne oder die storys sind einfach besser. Habe hier wirklich an der story garnichts zu meckern, finde halt immernoch den zeichen stil nich das aller beste aber geht schon. Mignola schafft es nebenbei, wie ich mitbekommen habe, ein char einzufügen, lobster johnson, der von vielen gefeiert wird, aber macht nicht den fehler wie ich und denkt da an ein riesiges sprechendes hummermensch. aber ich feier hier in der story tatsächlich den homunculus roger.
    Ansonsten ist zusagen das ich es wie immer lächerlich finde solch geniale comics, die mit dem hakenkreuz bestückt sind zu zensieren.
    Geändert von Kaltez (08.06.2020 um 06:11 Uhr)


  19. #869
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    Hellboy - Seltsame Orte Band 7


    diesmal keine nazis sondern geht viel um hellboy und sein schicksal, die er abwenden kann oder nicht. über die vergangenheit vor hellboys geburt, und sein rechter arm. der rechte arm exsistierte vor den ersten menschen und es wird auch viel klar über die ogdru jahad - drache der offenbarung, die das ende der welt einläuten soll.

    wieder nen guter band auch wenn einiges wirr erzählt wird. aber sollte man dennoch verstehen.


  20. #870
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    Ich habe eine Frage zur Lesereihenfolge der ganzen Comics zu Hellboy.
    Gibt es oder kann jemand eine sinnvolle Lesereihenfolge zu den deutschen Comicbänden geben? Also zu den 4 Kompendien, den BUAP Froschplage Neuveröffentlichungen, den 9 bisher Universums-Bänden, den Bänden von 1952-1956, Frankenstein Underground, Krampus-Nacht und dem ektoplasmischen Mann.
    Ich weis es gibt eine für die englischen Hefte, aber die Cross Cult Bände beinhalten ja verschiedene einzelhefte der Serien wie die Universums-Bände.
    Meine vorläufige Reihenfolge:
    Die 4 Kompendien mit der Haupthandlung von Hellboy, danach die neuen Froschplage BUAP Bände 1-4, im Anschluss alle bisher veröffentlichten Universums-Bände und danach die Jahreszahlen 1952-1956. Ich weiß nur nicht wann ich Frankenstein Underground, Krampusnacht und der ektoplasmische Mann lesen soll. Wahrscheinlich ist das bei denen egal wann, nur beim Ekto-Mann weiß ich nicht ob ich die vor einem bestimmten Band lesen soll, um eine andere Geschichte viellecht besser zu verstehen.
    Hat sich jemand schon einmal die Mühe gemacht so eine Lesereihenfolge zu erstellen?

  21. #871
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Nö. Lese da frei Schnauze. Les den Ektoman einfach nach der Froschplage. Nur nicht zu viele Gedanken machen, wie man was wann und wo richtig lesen darf...
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  22. #872
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Was C_R sagt.
    Der ist (meist) vertrauenswürdig.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  23. #873
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Geschichten aus dem Hellboy-Universum 4



    Also es kann ja nun wirklich niemand verlangen, dass ich mit der weiteren Lektüre rund um die B.U.A.P. und unseren roten Höllenjungen warte, bis der vierte B.U.A.P.-Froschplagen-Sammelband erschienen ist und ganz ehrlich, Hellboy – und gerade die B.U.A.P.-Stories – kann man auch quer Beet genießen und einen groben zeitlichen Ablauf dann im eigenen Hirn ein wenig zusammenbasteln. Dieser vierte Sammelband vereint wieder einen ganzen Schwung Pulp-Trash-Monster-Horror-Stories, die allesamt dem „Hölle auf Erden“-Zyklus angehören und irgendwo zwischen „ziemlich cool“ und „grandios“ anzusiedeln sind.

    B.U.A.P. Hölle auf Erden: Neue Welt
    Klassische Geisterstadtstory mit Bigfoot-Anleihen, Wiedersehen mit einem alten Bekannten und, während sich Abe Sapien um dieses Mysterium kümmert, einer ganzen Reihe von katastrophalen Entwicklungen in verschiedenen Städten.


    B.U.A.P. Hölle auf Erden 2: Götter und Monster
    Zwei äußerst unterschiedliche Varianten von Sekten- bzw. Kultbildung. Einmal um ein Messias-mäßig verehrtes Hobo-Girl auf dessen Fähre sich Abe Sapien setzt, auf der anderen Seite schlittert die zurückgezogen lebende Liz Sherman in einen extrem blutigen und brutalen Horrortrip, der an den ein oder anderen Film nach Schema „ich komme in ein Dorf wo sich plötzlich alle gruselig benehmen“.

    B.U.A.P. Hölle auf Erden 3: Russland
    Als in einer Mine in Russland die Toten wieder auferstehen (und mutieren) lässt sich Johann von Iosif, einem vermeintlichen „Leidensgenossen“ zu einem haarsträubenden Plan überreden. Wenn das mal gut geht…

    B.U.A.P. Hölle auf Erden 4: Der schleichende Tod
    Ebenso blutiges wie tragisches Monster-Horror-Drama bei dem das B.U.A.P.-Team auf die härteste aller Arten lernen muss, dass sie nicht jeden retten können. Fetzig inszeniert, hochspannend und hinten raus richtig traurig. Ein ganz starkes Wechselbad der Gefühle.


    B.U.A.P. Hölle auf Erden: Exorzismus
    Hier ist der Name Programm. Kurze aber wundervoll erzählte und von Cameron Stewart toll gezeichnete Exorzismus-Story, die mit altbekannten Motiven des Genres spielt und Mignola-Typisch noch ein paar Mythen mit einflechtet.

    Insgesamt ein ganz starker Band, der vielleicht etwas weniger Humor bietet, dafür oftmals die Charaktere mehr in den Fokus stellt, was mir außerordentlich gut gefällt, und von allen Beteiligten abwechslungsreich und stets sehenswert gezeichnet wurde. Beim ein oder anderen Zeichner würde ich mir tatsächlich ein größeres Format wünschen, aber dann wären die Brocken wohl noch teurer. Ich muss wohl bald mal zu Band fünf greifen, im August kommt schon der Zehnte raus!

    8,5/10

    VG, God_W.
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  24. #874
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Hellboy Band 18 – Hellboy und die B.U.A.P. 1955



    Auch 1955 hatte Big Red alle Hände voll zu tun. Los geht es mit Naturgeheimnis, einer kurzen Horror-Story die mal wieder zeigt was alles passieren kann, wenn Laien mit okkulten Mächten rumspielen. Hätte direkt auch eine Hellblazer-Story sein können.


    Okkulte Spionage heißt das Herzstück und somit auch die umfangreichste Story des Bandes. Die enorm coole und spannende Spionagegeschichte, die auf einer abgelegenen Karibikinsel spielt, hat neben einem Gamera-artigen Riesenschildkrötenmonster auch ein wiedersehen mit dem schon früher für Verheerungen sorgenden Enkeladit zu bieten.

    Verbrannte Erde: Böse Orte überdauern die Zeit. Diese Erkenntnis muss auch Hellboy in dieser klassischen, aber grandios inszenierten Horror-Story machen. Und hey, es gibt Dinos!


    Drei knackige Hellboy-Stories die mal wieder allerbeste Pulp-Unterhaltung bieten und einfach nur Spaß machen.

    8/10

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  25. #875
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Hellboy: The Roleplaying Game bei Kickstarter
    https://comic-watch.com/news/news-wa...er-this-summer
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    Herz
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