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  1. #5701
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    DEN Band 4: Die versunkene Welt – Die phantastische Welt des Richard Corben 4



    Ob in der Luft, unter Wasser oder mit festem Boden unter den Füßen, auf allen Ebenen geht es gewaltig rund, wenn wir von Richard Corben zu Beginn dieses vierten DEN-Abenteuers mitten in die Schlacht geworfen werden. Wer denkt, dass es nach diesem Powerstart etwas ruhiger weiter geht hat sich gewaltig geschnitten, denn diese Rescue and Escape Story entwickelt sich zu einer atemlosen, actionbepackten Hatz ohne Ruhepause.


    Nach dem schon enorm starken dritten Band ein weiteres Highlight in der DEN-Saga. Das Ende hat mich dann allerdings ein wenig verwirrt, denn das fühlt sich dermaßen rund und sowas von nach Abschluss an, dass ich mich doch frage, wie es in den nächsten beiden DEN-Bänden, die in der Kollektion noch kommen, denn noch weiter gehen wird. Ich bin jedenfalls reichlich gespannt!

    8,5-9/10





    Titel: Spawn Origins Collection – Band 15

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 444 Seiten im großformatigen Hardcover

    Inhalt: US-Hefte #179 -196

    Autoren: David Hine; Brian Holguin; Todd McFarlane

    Zeichner: Bing Cansino; Greg Capullo; Brian Haberlin; Rob Liefeld; Mike Mayhew; Whilce Portacio

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Die längste unabhängige Comic-Serie der Welt in chronologischen Sammelbänden! Spawn Al Simmons muss seinen ärgsten Feind bekämpfen – den Dämon in seinem Inneren, dem er seine Macht verdankt. In einem unvergesslichen Meilenstein der SPAWN Historie geht eine Ära für Todd McFarlanes Antihelden zu Ende und alles verändert sich…

    1992 ließ der legendäre Autor und Zeichner Todd McFarlane seinen Kult-Antihelden Spawn auf die Welt los – danach war nichts mehr so wie zuvor.

    Al Simmons, ein Agent der Regierung, war von einem Kollegen ermordet worden. Nachdem er in den Tiefen der Hölle wieder zum Leben erweckt wurde, kehrte er als Spawn-Krieger auf die Erde zurück und beschützte fortan die Obdachlosen in den dunklen Gassen New Yorks – immer auf der Suche nach Spuren seiner Vergangenheit. Allmählich lernte er, die außergewöhnlichen Kräfte zu bändigen, über die er nun verfügte, und gleichzeitig begann er zu begreifen, auf was er sich eingelassen hatte – und was er dafür aufgeben musste.

    In Spawn Origins 15 beendet Al Simmons den Krieg, den er seit langer Zeit mit Himmel und Hölle führt, auf denkbar spektakuläre Art und Weise. Und eng damit verbunden ist der Auftritt von „Patient 47“ alias Jim Downing. Der ist nach mehreren Jahren im Koma plötzlich erwacht und niemand weiß etwas über seine Vergangenheit. Doch schnell zeigt sich, dass auch finstere Mächte Interesse an ihm haben …


    Just my 2 Cents:
    Na wenn das mal keine Ansage seitens Panini ist. 18 Hefte Spawn auf satten 444 Seiten, damit ist der Band ja schon locker auf halbem Wege zu einer Omnibus-Ausgabe! Bei all der Freude über dieses mächtige Paket heißer Höllen-Action beginnt die fünfzehnte Origins Collection doch etwas wehmütig, gibt sich doch Autor David Hine persönlich die Ehre um sich nach seinem wahrlich denkwürdigen Armageddon-Run vom höllischen Heißsporn und uns Lesern zu verabschieden, erwarten uns doch in diesem weltexklusiven fünfzehnten Band der Spawn Origins Collection seine (zumindest vorerst?) letzten Arbeiten an der längsten Independent-Comic-Serie aller Zeiten. Aber was nützt Wehmut und Traurigkeit, wenn man ein solches Brett düsterer Horror-Antiheld-Action vor sich hat? Auf geht’s – zuerst einmal in eine Hölle ganz besonderer und auch heute noch hochaktueller Art – die Hölle des Krieges…

    US-Heft #179 – War Spawn
    Der erste Weltkrieg war äußerst grausam, ist ganz harter Tobak, aber auch ein absolut faszinierendes Setting, wie ich finde. Mit welcher Mischung zwischen Feingefühl, Bildgewalt und grausamem Horror dieser Hintergrund mit der Story eines damaligen Hellspawns verwoben wird und in einem wahnsinnsfinale auch noch der Link zu unserer Familie Simmons geschlagen, das ist schon ein absolutes Meisterstück. Eins der besten Spawn-Einzelhefte bis hierhin möchte ich behaupten.


    US-Heft #180 – Der Köder
    Weiter geht es in grandiosen Bildern und der kleinen Cyan, mittlerweile im Teenageralter, und bösen Vorahnungen, die sie beschleichen. Dass an solchen Visionen im Spawn-Verse zumeist was dran ist bewahrheitet sich auch hier, wenn die Hexe Nyx mit aller Macht um Spawns Leben und Seele fightet. Nach einigen Einblicken in Als Seelenleben gipfelt das Heft in einem harten Cliffhanger.

    US-Heft #181 – Die Goldene Zeit
    Bevor die Story nahtlos an Heft #180 anschließt verwöhnt uns Brian Haberlin erstmal mit einem absoluten Eye-Candy Cover, was für ein grandioses Werk! Der Rest des Heftes ist dann ein einziger, erschreckender Horror-Alptraum. O Mann, ich mag es echt wenn die Reihe mal so richtig weg vom Heldengedöns und typischen Actionwegen kommt um voll in die Horror-Kiste zu greifen.

    US-Heft #182 – Böses Blut
    Böses Blut startet mit einigen dieser Super-Cloe-Ups, die an Spawn schon von Beginn an so extrem gefeiert habe. Die gehören einfach zum Spawn-Artwork wie die der Bacon auf den Burger. Dass mich auch der nächsten Seite aber erstmal ein paar Fußball-Boobs aus dem Spawn-Suite anglotzen hat mich doch erstmal dezent verwirrt. Nicht, dass ich etwas gegen üppig bestückte Damen hätte, immerhin lese ich gerne Corben, aber an der Stelle war das jetzt doch etwas verwunderlich. Um Euch die Überraschung nicht zu verderben werde ich über den weiteren Verlauf und die Mega-Wendung zum Finale mal nix schreiben.


    US-Heft #183 – Verwandlungen
    So sexy wie in den prickelnden Momenten eines Vampir-Films geht es los, wenn Al und Wanda eine ganz besondere Person kennenlernen. Dass Mammon wieder mal mit von der Partie ist kann ja nichts Gutes heißen. Ob es Cyan mit der Unterstützung von Nyx gelingt die Figuren auf dem Schachbrett in eine bessere Position zu rücken?

    US-Heft #184 – Das Ende
    Was soll ich sagen? Eine mächtige Entladung der zuvor aufgebauten Spannungen. Fette Action, mächtige und effektvolle Magie, und der Titel ist nahezu Programm, läutet er selbiges doch gnadenlos ein.

    US-Heft #185#196 Endspiel Teil 1-12
    OK, zu diesem fetten Final-Run etwas zu schreiben ohne groß zu spoilern ist nahezu unmöglich, da einfach so viele und vor allem große und einschneidende Veränderungen stattfinden, die uns schätzungsweise noch lange begleiten werden. Der folgende Abschnitt ist also mit Vorsicht zu genießen. In Spoiler-Tags setze ich das mal trotzdem nicht, denn immerhin startete der einjährige Storyarc schon vor ziemlich genau 12 Jahren im Oktober 2008, da kann man ja nicht mehr wirklich von „Spoilern“ reden – im Zweifel lasst Ihr aber einfach die nächsten 2 Absätze aus.



    Al Simmons bereitet dem Spuk ein Ende. Er macht Feierabend, und zwar auf eine deutlich endgültigere Art und Weise als bisher. Das beeindruckende Ergebnis seiner fristlosen Kündigung dürfen wir am Ende des ersten Heftes dieses prächtigen, abwechslungsreichen und Horrorgeladenen Kapitels der Spawn-Historie bewundern. Doch zuvor dürfen wir miterleben wie in einem Krankenhaus am anderen Ende von New York ein Mann namens Jim Downing aufwacht. Das wäre an sich ja nichts weiter Besonderes, wenn wir uns denn sicher sein könnten, dass das sein wahrer Name ist, denn den scheint niemand so wirklich zu kennen. Immerhin lag der auch „Patient 47“ genannte Mann seit seiner Einlieferung vor mindestens vier Jahren im Koma. Die beunruhigenden Visionen, Flashbacks, Träume oder was auch immer es ist, was ihn da seit seinem Erwachen heimsucht, behält er natürlich vorerst für sich. Ebenso ist nicht klar, ob diese Dämonen aus seinem Inneren kommen, von außen auf ihn eindringen, Geister der Vergangenheit sind oder zukünftiges Unheil ankündigen.

    Irgendwer hatte anscheinend den Auftrag jemand Mächtiges über das Erwachen von Jim zu informieren. Weshalb sich dieser Informant nach seinem Telefonat eine Kugel in den Schädel jagt ist schon mal äußerst mysteriös. Als beim ersten großen Clash zwischen Patient 47 und seinen Dämonen das gesamte Krankenhaus abfackelt wird es aber erst richtig seltsam und undurchsichtig. Wer sind die Leute, die ihm nachstellen, als er von seiner netten Krankenschwester mit nach Hause genommen wird? Was hat es mit den vermeintlichen Wunderheilungen auf sich, die in dem Krankenhaus stattfanden in das Jim verlegt wurde, nachdem das erste abgebrannt war? Wird er weitere Erinnerungsbruchstücke aus seiner Vergangenheit freilegen können? Und während in den Straßen die Schlachten zwischen Vampiren, Engeln und Dämonen wie dem Clown und dem Freak immer blutigere Züge annehmen fragt sich Jim Downing nur, was zur Hölle da aus ihm herauswächst!?!


    Wow! Was für ein wilder Ritt! Düstere Action und Horror-Bilder von Anfang bis Ende. Wirkliches Vorangehen einer tatsächlich undurchsichtigen und fesselnden Story. Der Mann auf dem der Fokus liegt birgt enormes Potential und weiß sofort mein Interesse zu wecken. Trotz all der Neuerungen werden einige alte Bekannte eingestreut, quasi als Goodie, und Sam & Twitch sind ebenfalls mit von der Partie. Das Artwork ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ich find’s geil. Die Zeichnungen sind aufgrund der wechselnden Künstler sehr variationsreich, aber stets enorm stimmungsvoll. Kühl und unbequem wo es die Situation erfordert, warm und wunderschön an den seltenen Stellen, an denen sowas passt, hart und brutal, wenn es das Drehbuch verlangt. Ich hoffe es geht so weiter, kann es nach dieser nahezu perfekten Ladung Hellspawn gar nicht erwarten!

    - - - S T O P - - -
    An dieser Stelle kommt allerdings erst mal wieder ein kleiner Break in die Spawn Ongoing, denn nach der empfohlenen Reading Order steht mal wieder ein kleiner Abstecher an, und zwar zu den ersten fünf Heften von Haunt. Diese hat Panini dankenswerterweise bereits passend in einem Paperback bereitgestellt. Ganz allgemein wird uns die 28 Hefte umfassende Serie von Mister „The Walking Dead“ Robert Kirkman jetzt eine Weile beim Spawn-Run begleiten, denn bis Spawn #224 werden wir immer mal wieder einige Haunt-Hefte einschieben.
    - - - S T O P - - -

    Ihr habt es sicher gemerkt, ich bin mal wieder vollends begeistern von diesem höllisch heißen Spawn-Paket. Danke Panini für diese spektakulären 444 Seiten und auch dafür, dass Ihr die Origins Collection bei uns weiterführt. Ganz großes Kino und gerade dieser Band war für mich ein absolutes Highlight im Spawn-Verse!

    9,5/10

    PS: Was mich gerade bei so einem Band mit häufig wechselnden Zeichnern etwas stört ist, dass auf der Inhaltsseite zu Beginn nicht explizit angegeben ist welcher Autor und welcher Zeichner an welchem Heft mitgewirkt hat. Das ist z.B. bei den Conan Omnibus-Ausgaben besser gelöst. Aber nach einer freundlichen Anfrage bei Panini soll sich auch das ab Band 17 bessern.



    DEN Band 5: Kinder des Feuers – Die phantastische Welt des Richard Corben 9



    Corbens Art und Weise Wasser und dessen Bewohner zu Zeichnen hat mir schon in Splitters Creepie-Band absolut fasziniert. Dass die fünfte Runde DEN mit Delfinähnlichen Neewalen beginnt sorgt also schon mal für den ersten Eye opener. Diese Neewale werden, genau wie Lord Zeg von seiner Burg aus, Zeuge wie etwas ins Aus den Tiefen des Alls auf die Küste und ins Meer stürzt. Irgendwelche seltsam leuchtenden, scheinbar auch recht schmackhaften Eier und eine Art Rettungskapsel, aus der sich eine äußerst muskulöse Person befreit, welche einen an ein Skelett erinnernden Typen mit sich schleift.


    Ab hier beginnt für die beiden Flüchtlinge mit der unverständlichen Sprache eine actiongeladene Tour de Force die prima unterhält und vor allem üppiges Corben-Artwork vom Feinsten zu bieten hat. Allerdings stellt sich mir ständig die Frage, wo denn nun eigentlich DEN abgebleiben ist? Auch bei der zweiten Story, die mit Gladiatorenkämpfen zwischen roten und blauen muskelbepackten Körpern beginnt und in einer waschechten Revolution gipfelt, bleibt für mich unklar, ob das ganze als Vorgeschichte dienen soll, oder sich einfach an einer ganz anderen Stelle in DENs Welt abspielt. Kurzzeitig, nach dem äußerst blutigen Gewaltgipfel des Bandes, war ich sogar fast der Überzeugung DENs Geburt beizuwohnen, bis der dann doch noch in Lebensgröße in Erscheinung tritt. Sehr undurchsichtig das Ganze.


    Man beachte das grandiose Spiel der Rückenmuskulatur, Corben at it’s best.


    Also entweder bin ich zu blöd, war zu unaufmerksam, oder Corben hatte einfach noch ein paar Coole Ideen und da sich DEN so gut verkauft hat er dem Kind einfach diesen Namen gegeben und den muskulösen Glatzkopf am Ende einen Gastauftritt absolvieren lassen, fertig. Wer weiß? Auf jeden Fall äußerst unterhaltsam mit grandioser Corben-Kunst ausgestattet, aber für mich kein richtiger DEN. Hätte man vielleicht nach Band vier wirklich beenden sollen?

    7/10



    Valerian & Veronique Gesamtausgabe 4



    Die ersten beiden Alben des vierten Bandes der Gesamtausgabe um die beiden sympathischen Agenten hatte ich ja bereits genossen, jetzt wurde es endlich mal Zeit für die zweite Hälfte.


    Die Geister von Inverloch & Die Blitze von Hypsis

    Hach, Schottland und die Highlands! Schon mit dem Opening hat mich der Band gefangen genommen, liebe ich doch die Landschaft, die Kultur und die Menschen dort. Während sich Veronique die Landschaft bei Reitausflügen genießt und auf den nächsten Auftrag wartet betätigt sich Valerian am anderen Ende der Galaxie als Großwildjäger, ist er doch auf einer Mission zur Akquirierung eines Verbündeten, die sich als ungemein schwierig herausstellt. Abgesehen von dieser spannenden und auch humorvollen Szene bleibt der Band aber ehrlich gesagt über weite Strecken recht Inhaltslos. Alles plätschert so langsam vor sich hin, während sich alle relevanten Charaktere nach und nach im schottischen Hochland einfinden. Aus London und Virginia treffen Helfer ein und auch die drei lustig/gierigen Shinguz sind wieder mit von der Partie. Für den geneigten Fan der Popkultur und der neunten Kunst gibt’s es schöne Seitenhiebe auf E.T. und die Peanuts zu entdecken und sogar Bilal durfte ein Panel beisteuern, wenn ich mich nicht irre. Das macht alles echt Spaß, kann aber nicht wirklich darüber hinwegtäuschen, dass in dem Band kaum was passiert. Wenn ich nicht direkt mit dem nächsten hätte weiter machen können wäre ich schon ein wenig enttäuscht gewesen.


    Aber zum Glück besteht dieses Problem in der vorliegenden Gesamtausgabe ja nicht, und so ging es gleich nahtlos weiter. Über einen Mangel an Story kann man sich dann im zweiten und finalen Teil der Geschichte auch wirklich nicht mehr beklagen, denn hier geht es Schlag auf Schlag, das Tempo wird also deutlich angezogen und auch der eigentliche Auftrag wird endlich klarer! Viel möchte ich dazu auch gar nicht spoilern, aber alleine das an alte Geistergeschichten erinnernde Seemannsgarn vor der Kulisse der schroffen Küste Schottlands lässt mein Herz himmelhoch jauchzen. Der letzte Akt und das beinahe schon philosophisch anmutende, halboffene Ende, welches reichlich Platz für Interpretationen lässt – ja, das ist dann mal wirklich gehaltvoll und ein krasser Gegensatz zu dem fast schon leer anmutenden ersten Band. Die Blitze von Hypsis ist für mich ein strahlendes Highlight meiner bislang gesichteten Valerian-Bände und in direkter Verbindung damit werden auch die Schwächen des Vorgängers nahezu komplett ausgemerzt. Deshalb kann ich den Zweiteiler auch nur als Gesamtwerk bewerten, denn ein Band macht ohne den Anderen keinen Sinn.

    9/10



    DEN Band 6: Der Preis der Erinnerung – Die phantastische Welt des Richard Corben 11



    Der sechste und letzte Band um den wohl bestückten Muskelprotz (zumindest in dieser Collection) beginnt wieder deutlich vertrauter. Zwar scheint unser Held unter partiellem Gedächtnisverlust zu leiden, jedoch ist er wenigstens von Seite 1 an mit am Start, gewandet in seinen hellen Umhang, den er trug als er sich auf machte zu alter Stärke zurückzufinden. Auf der Suche nach DENs Erinnerungen geht es gleich von Beginn an alles andere als Zimperlich zur Sache, wenn die ersten Schädel zerschmettert werden. Im weiteren Verlauf gibt es ganz Corben Typische, trashig-brutale Sci-Fi/Fantasy-Action mit viel nackter Haut zu bewundern. Dabei wird sowohl mit, als auch gegen Dinosaurier gefightet, sagenhafte Wolkenstädte werden ebenso besucht wie uralte Monumente, widerliche Kannibalen entlarvt und sogar die ein oder andere hochdramatische Szene hat der Meister eingeflochten.


    Ein weiteres Beispiel für Corbens große Kunst.


    Grund zur Kritik gibt es diesmal aber leider auch, vor allem am Artwork. Denn da gibt es tatsächlich einige Seiten, auf welchen die Panels wie Screenshots aus einem enorm billigen (oder eben alten) Third-Person-Shooter wirken. Klar hat Corben immer gerne mit den verschiedensten Techniken experimentiert und war in der Richtung vielleicht sogar eine Art Vorreiter, unter großer Kunst verstehe ich allerdings etwas deutlich Anderes. Da sah das alte Ägypten bei Serious Sam deutlich ansprechender aus.


    Zwei unrühmliche Panels aus dem Finale von DEN.


    Das war es also mit DEN, zumindest was diese Collection angeht. Ich meine mal irgendwo gehört zu haben, dass es in den USA noch einen siebten Band gab, ist das korrekt? Die erwähnten Aussetzer in der Optik geben einen Abzug in der B-Note, vom Storytelling gehört der Band aber zu den stärkeren der Reihe wie ich finde, also gleicht sich das in etwa aus. Dennoch bin ich noch immer der Meinung, dass Band 4 ein schöner Abschluss gewesen wäre.

    7,5/10

    So, jetzt gibt es erstmal eine kleine Corben-Pause. Mal schauen was ich mir dann als nächstes von ihm aus dem Regal ziehe.

    VG, God_W.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  2. #5702
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
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    Dejah Thoris: Dejah Rising


    Enthält Dejah Thoris (2018), 6-10


    Nach den Abenteuern im ersten Band "Gardens of Mars" nimmt Dejah Thoris nun Teil an der Jungfernfahrt des neuesten und modernsten Schiffs von Helium. Was eigentlich ein simpler Expeditionsausflug werden sollte, entpuppt sich schon bald als sehr viel gefährlicher. Attentate, Verräter, politische Intrigen, Piraten, geheime Waffen und Räumlichkeiten an Bord des Schiffes. Und dann hängt Dejah auch noch ein Verehrer aus der Crew im Nacken...

    Erneut bettet Autorin Amy Chu ihre Geschichte gelungen in den größeren Mars-Zyklus von ERB ein. Tatsächlich verschmelzen das Ende von "Dejah Rising" und der erste Mars-Roman direkt miteinander. Insgesamt handelt es sich um ein gelungenes Prequel - stimmig und temporeich.

    Für die Zeichnungen ist erneut Pasquale Qualano zuständig, der in diesem zweiten Band sogar noch einen drauflegt. Gerne hätte man seine Darstellung von Barsoom, seinen Bewohnern, Schiffen und Städten noch häufiger gesehen. Doch leider endet diese Reihe auch schon mit dem vorliegenden Band.

    Wyrd

    Pitor Wyrd kann nicht sterben. Egal, wie sehr man es auch versucht, er überlebt einfach alles. Dementsprechend nützlich ist er für die amerikanische Regierung. Diese engagiert ihn immer wieder, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Im ersten Abenteuer soll er zum Beispiel einen Supersoldaten im Ostblock aufhalten. Danach nimmt er es mit einem korrupten britischen Regierungsvertreter, einem superstarken Kind und einem Werwolf-Hollywood-Produzenten auf.

    Der Name ist Programm, die Fälle von Wyrd sind wirklich seltsam. Autor Curt Pires präsentiert die Abenteuer seines Helden dabei mit sehr viel schwarzem Humor. Alle genannten Beispiele nehmen entweder die Realität oder andere Comic-Bücher auf den Arm. Das allerdings auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Ebenso unterhaltsam ist Wyrd selbst, der permanent versucht, sich umzubringen - und es natürlich nicht schafft. Im Hintergrund wird währenddessen ein größerer Gesamtplot gesponnen, den man Ausgabe für Ausgabe stückchenweise präsentiert bekommt. Dabei springt die Story auch gerne durch verschiedene Zeitebenen.

    Die Zeichnungen von Antonio Fuso zusammen mit der Kolorierung von Stefano Simeone sind eine echte Augenweide. Hier wird keine Standard-Kost geboten, sondern eine ganz eigene optische Erfahrung, die perfekt zum Inhalt passt.

    Am Ende des Bandes gibt es noch einige Bonus-Geschichten mit Wyrd, gezeichnet von verschiedenen Künstlern. Außerdem ein längeres Interview mit den Verantwortlichen.

    Mein einziger Kritikpunkt: Die Story endet offen, ein zweiter Band ist nicht in Sicht. Sehr gerne hätte man mehr von Pitor Wyrd und seinen Abenteuern gelesen...
    Geändert von Clawfinger1986 (28.10.2020 um 18:47 Uhr)

  3. #5703
    Mitglied Avatar von #churchi
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    Sláine Band 7 - Die Hexenkönigin


    aus dem Dantes Höllenkeis

  4. #5704
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    In den letzten Monaten kam da einiges zusammen, daher nur ein paar flotte one-liner.

    Marshal Bass Bd. 1-5: Staubig, dreckig und gleichzeitig frisch. Band 3 war mein bisheriger Höhepunkt. Gute Westernserie. 8/10

    Lady Snowblood 1 & 2: Klassiker, der den ein oder anderen Regisseur inspiriert hat. Wusste zu unterhalten. 7/10

    First Knife Vol.1: Interessantes worldbuilding und Konzept, die Zeichnungen sind Geschmackssache. 6/10

    Blame! Bd. 1-6: Teilweise tolle Panels (insbesondere Architektur), kryptische Erzählweise einer simplen Story, letztendlich bekommt man viele der üblichen Cyberpunk-Zutaten, die Choreographie/Übersicht in einigen Kampfszenen lässt stark zu wünschen übrig. 6,5/10

    Fafhrd und der graue Mausling: Mignola! In einigen Panels zeichnet sich schon sein späterer großartiger Stil ab. Die Vorlage kannte ich nicht, war aber storytechnisch ok. 6,5/10

    Insurrection: 2000AD goes Warhammer. Kriegsführung im Dredd-Universum gegen eine aufständige Kolonie. 6,5-7/10

    Punisher Soviet: Ennis weiß einfach wie man Punisher-Stories erzählt. Auf den Punkt und durchgehend unterhaltsam. 8/10

    Bouncer GA3: Der Band hatte mit dem Gegenspieler Axe-Head eine amüsant trashige Note. Insgesamt solide Kost, aber schwächer als die Bände davor. 7/10

    Vampire Boy: Wegen Risso gekauft und die Zeichnungen sollten auch der Grund sein. Das Storytelling von Trillo hat mich nicht gepackt. 5,5/10

    Carthago Vol. 1 & 2 (Bd. 1 - 10): Bec ist damit auf der roten Liste. Versprühte die Story zu Beginn noch einen angenehm trashigen Monstercharme, geht es in der zweiten Hälfte rasant bergab. Es ist nie ein gutes Zeichen wenn man gequält schaut wie viele Seiten man noch vor sich hat. Gerade in den letzten Bänden ist das Storytelling unterirdisch. 3-4/10

    Irredeemable Omni: Was wäre wenn Superman böse wird? Neben Invincible eine der bekannten unabhängigen Superheldenserien. Bietet nette Ansätze und den ein oder anderen guten Moment. Superhelden-affine Lese und Superman-Kenner würden vermutlich 1-2 Punkte mehr geben. 6,5/10

    Tartarus Vol.1: Sci-Fi Serie die an Moebius erinnert. Konnte mich leider nicht wirklich abholen. 5/10

    Der Incal Bd. 1-6: Wenn wir schon bei Moebius sind... der Klassiker. Sollte man vl im Kontext seiner Zeit sehen, der Einfluss auf andere Werke ist klar erkennbar. Wirkte auf mich trotzdem etwas angestaubt. 6,5/10

    TMNT Reborn Vol.1: Die Fortführung der Serie nach dem fulminanten Ende der ersten 100 Issues. Weg von den epischen Konflikten, hin zu kleineren, auch emotionalen Scharmützeln. Hat mir wieder Erwarten gut gefallen. 7/10

    Last of the Independents: Frühwerk von Fraction mit Gangstern, Banküberfällen, Pferden und Vergnügungsparks. Muss man nicht gelesen haben. 5/10

    Lincoln Bd. 1-6: Aufgrund des GCT-Hefts die ganze Serie gekauft. Toller trockener schwarzer Humor, wobei mich nicht jeder Band überzeugt hat. 6,5/10
    Geändert von slurm (30.10.2020 um 08:49 Uhr)

  5. #5705
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    Fafhrd muss ich mir auch noch besorgen. Habe zwar seit x-jahren die kleine Format hier, aber nie wirklich Bock gehabt das zu lesen. Demnächst lese ich noch Corum, ebenfalls von Mignola gezeichnet und sogar von Kelley Jones geinkt...

    Aber erstmal muss ich mich durch den Swamp Thing kämpfen... Die Kolo ist so gewöhnungsbedürftig. Manche Seiten sehen gut aus und manche sehen so richtig mies nach "rasch mal Farbe drübergeschmiert" aus...
    VERKAUFE COMICS
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  6. #5706
    Mitglied Avatar von berlepsch
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    Reconquista 1-4

    Reconquista




    Die Serie erschien in Form von 4 Alben 2012-2017 bei Splitter.
    Szenario: Sylvain Runberg, François Miville-Deschênes
    Zeichnungen: François Miville-Deschênes

    Mit der unter dem Begriff Reconquista eigentlich verstandenen Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch die Christen hat das Werk allerdings nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um ein Fantasyabenteuer, bei dem verschiedenen historische Völker in ahistorischem Kontext verwendet werden. Neben antiken Kampftechniken kommen daher auch Elemente wie Zauberei und verschiedene Ungetüme vor.

    Die detaillierten Zeichnungen von Miville-Deschênes haben mir außerordentlich gut gefallen. Oft gibt es auch beeindruckende seitenfüllende Panele. Das Machwerk ist ferner durchzogen von nackten weiblichen Oberkörpern - wem das nicht gefällt, sollte besser die Finger davon lassen. ;-)

    Die Story kann leider mit den Zeichnungen in keinster Weise mithalten. Der ganze Plot ist äußerst simpel und besteht im wesentlichen aus Aneinanderreihungen von Kämpfen, Opferungen und Kriegsrat. Lediglich im dritten Album gibt es eine interessante Wendung.
    Teilweise ist das Dargebotene schon recht heftig: Neben Kampfszenen werden auch gerne Gefangene und Sklaven rituell geopfert; auch eine Massenvergewaltigung von männlichen Gefangenen mit anschließendem Tod wird nicht ausgelassen. Kurz: Ein Gewaltporno!

    Trotz der tollen Zeichnungen ob des Inhalts leider keine Leseempfehlung von mir.



  7. #5707
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    Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters: Prolog (Batman Graphic Novel Collection)



    Was für ein Einstieg! Voller Dramatik, Tempo und Action werden wir mitten ins Geschehen geworfen, lernen Azrael kennen, also zumindest ich kannte den Charakter zuvor noch gar nicht, nur um kurz darauf Zeuge seines tragischen Ablebens zu werden. Jedoch hat er es mit dem Mut der Verzweiflung gerade noch so geschafft sein Vermächtnis an seinen Sohn weiterzureichen, und dessen Werdegang, Training und Aufstieg dürfen wir auf den nächsten Seiten beiwohnen.

    Unterbrochen wird das immer mal wieder von kleinen Szenenwechseln zu Batman, der die mysteriösen Ereignisse um Azraels Tod untersucht, wurde bei der actionreichen Hatz der ersten Seiten doch eine waschechte Massenpanik mit gleich mehreren Opfern ausgelöst. Hier sehen wir einen Batman wie ich ihn liebe, vertieft in schlüssiges Kombinieren und detektivisches Rätsellösen, an seiner Seite ein Alfred Pennyworth, der stets einen trockenen Spruch auf den Lippen hat. Ganz toll geschrieben und auch das Artwork im typischen 90er Style, welches mit viel Dynamik und abwechslungsreichen Panelaufteilungen daherkommt, weiß zu überzeugen. Zwar deutlich farbenfroher koloriert, als ich es für gewöhnlich am Mitternachtsdetektiv präferiere, aber hier passt das echt gut. Für mich ein absolut kurzweiliger Knaller, der den legendären Ruf der Story für mich schon mal begründet, zumindest wenn es so weiter geht.

    8,5/10



    Bouncer – Gesamtausgabe 3:



    Teil 6: Die Schwarze Witwe & Teil 7: Doppelherz




    Aber hallo! Was ist das denn für ein Wechsel in der Tonart beim Bouncer? Da wird die hammerharte, realistisch anmutende Welt, die von Tragik trieft plötzlich durch trashige Horrorelemente bereichert? Abgrundtief böse Arschlochkinder, Handlager mit einem Axtblatt im Schädel, irre Wissenschaftler und eine äußerst charismatische Ober-Antagonistin, die irgendwo zwischen Bond-Bösewicht und den Hammer Studios angesiedelt werden kann. OK, ich kann schon verstehen, wenn das für den ein oder anderen dezent „over the top“ daherkommt, ich persönlich finde das einfach nur wahnsinnig unterhaltsam und hoffe es gibt ganz bald mehr davon! Die Optik ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Von Schreiber und Leser in Perfektion präsentierter, brutal-dreckiger Edel-Trash-Western mit Horrorelementen. Eine wilde Mischung irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn – für mich deutlich dichter an ersterem.


    9/10



    Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters: Teil 1 (Batman Graphic Novel Collection)



    Der erste Teil nach dem „Vorgeplänkel“ liest sich wie ein Who is Who der Batman-Villains. Dabei kommt jede Story für sich ein Stück weit anders daher, es wird also jede Menge Abwechslung geboten. Bane wird bewusst langsam eingeführt, was ich sehr gut finde, was für mich aber ein absolutes Highlight des Bandes darstellt, ist die überraschende Tiefe, die der Charakter von Killer Croc erhält. Ich bekomme ja richtiggehend Mitleid mit dem muskelbepackten, schuppigen Rohling! Das Artwork hat mir hingegen beim Prolog etwas besser gefallen, das war irgendwie mutiger. Hier wird eher guter Standard geboten, mal abgesehen von den herrlich einprägsamen Covern von Kelley Jones, die zwar die Fangemeinde wohl etwas spalten, aber wenigstens durch wiedererkennungswert glänzen.

    7,5/10



    Alack Sinner – Gesamtausgabe



    Na da bleibt mir doch gar nichts anderes übrig als einfach nur ein ganz ganz fettes DANKE an den avant-verlag zu schicken! DANKE! Für diese absolut geniale Veröffentlichung. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen durfte ich immer mal wieder in die Noir-Welt von Alack Sinner eintauchen.


    Der abgehalfterte Ex-Cop beginnt recht typisch als knallharter Privatschnüffler in bestem Noir Style, entwickelt sich im Laufe der gewaltigen, über 700 Seiten starken Gesamtausgabe zu einem Träger von vielen gewichtigen, sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Themen, die auch heute noch absolut aktuell daherkommen. Klar, überspannt der Zeitraum in dem das Argentinische Dream-Team Muñoz & Sampayo an den Hard Boiled Stories gearbeitet haben doch ganze 30 Jahre (1976 – 2006). Sogar eine kleine Metaebene hat Alack Sinners Lebensweg zu bieten, der mal hart, mal melancholisch und gerade gegen Ende sogar sehr einfühlsam daherkommt. Das von Carlos Sampayo getextete Mammutwerk hinterlässt bei mir einen lang anhaltenden Nachgeschmack wie ein hochkonzentriertes, lange gereiftes Destillat, das in seiner Komplexität die Zunge und den Gaumen vielleicht zuweilen überfordert, aber schlussendlich immer wieder zu einem nächsten Schluck, zu weiteren Entdeckungen einlädt, und in seiner vollen Pracht einfach nur makellos erscheint.


    Ja, auf den ersten Blick mag das Artwork vielleicht nicht sonderlich elegant oder „hübsch“ wirken und ich gebe es zu, bei dem ein oder anderen Panel musste ich schon etwas länger verweilen um zu checken, was da passiert. Aber schon nach wenigen Seiten war ich von José Muñoz‘ außergewöhnlichen Zeichnungen derart in den Bann geschlagen, dass ich mir die harte, schwarz/weiße Welt von Alack Sinner gar nicht mehr anders vorstellen kann. Die Präsentation ist avant mit dem kräftigen, schlohweißen Papier und dem tiefschwarzen Druck dabei absolut perfekt gelungen.


    Der Inhalt des vorzüglichen Bandes.


    10/10

    Laut einer Fußnote in dem Wälzer ist das Spin-Off Joe’s Bar (die Kneipe durfte ich mit Alack schon so manches mal besuchen) gerade bei avant in Arbeit. Ich kann nur hoffen, dass sich die Herren und Damen nicht zu lange Zeit lassen und sich dieser Prachtband hier gut genug verkauft, dass sich die Ergänzung dann auch lohnt. Verdient hätten sie es allemal und 49€ für einen 704 Seiten starken, zweieinhalb Kilo schweren Brecher, der etwa zur Hälfte mit deutschen Erstveröffentlichungen bestückt ist, ist nüchtern betrachtet schon ein absoluter Schnäppchenpreis. Also los Leute: Kauft das Ding!



    Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters: Teil 2 (Batman Graphic Novel Collection)



    Boah, das tut ja beim Lesen fast schon körperlich weh. Hammerhart und schön intelligent, wie der Dunkle Ritter hier Schritt für Schritt zuerst seelisch, mental und im echt heftigen Finale dann auch noch körperlich gebrochen wird. Das Beste an der Sache ist dann tatsächlich nicht das Knalleffekt-Finale, auf das es ja zwangsläufig hinausläuft, sondern das Odyssee artige Martyrium auf dem Weg dahin, währenddessen ich ständig verzweifelt mitfiebere und hoffe, dass es dem Mitternachtsdetektiv irgendwie gelingt aus dieser Abwärtsspirale auszubrechen. Ich suche überall nach einem Strohhalm, an den ich mich klammern kann, hoffe inständig, dass er sich doch von Alfred oder Robin helfen lassen soll, doch es ist klar was kommen muss – und das wurde astrein inszeniert, von der Farbgebung vielleicht sogar etwas mutiger als der Vorgängerband.

    9/10



    Lincoln – 5. Hände hoch!



    Die Wirren der mexikanischen Revolution, ja, das gehört zu den Dingen, auf die unser Lincoln ja mal so gar keinen Bock hat. – Katsching – Schon landet der selbstsüchtige Wüstling mit einem kleinen Schubs von Oben mittendrin. Das läuft allerding auch nicht ganz so, wie sich das die himmlische Obrigkeit vorgestellt hat und so stolpert unser „Held“, mal wieder stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, irgendwo zwischen Regimesoldat, Spion und Freiheitskämpfer durch halb Mexiko, und schließlich in die Arme einer wunderschönen Frau. . . oder vielleicht eher vor deren Revolverlauf?


    War Band viel für mich ein etwas schwächerer Vertreter der Reihe, so dreht die Jouvray-Familie hier wieder richtig auf. Ein absolutes Gagfeuerwerk aus spritzigen Dialogen, wirren Verstrickungen und urkomischer Situationskomik wird hier abgefeuert. Quasi nebenbei wird eine spannende und vor allem wendungsreiche Geschichte erzählt, die durchaus die ein oder andere moralische Frage aufwirft. Hier finden also wieder alle Stärken der äußerst unterhaltsamen Reihe in perfekter Harmonie zusammen. Ein absolutes Highlight, wenn nicht sogar der bislang beste Lincoln.Band.

    8,5-9/10



    Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters: Teil 3 (Batman Graphic Novel Collection)



    Chuck Dixon (ich liebe ja seine Winterwelt!) und Doug Moench machen sich daran die Fledermaus nach ihrem Absturz wieder auferstehen zu lassen. Dass der Weg zurück kein Leichter sein wird war klar, und so sieht die Rückkehr des Flattermanns auch etwas anders aus, als man es sich vielleicht gewünscht hätte, aber bevor es daran geht gibt es erstmal einen längeren Backflash in dem mit Two-Face einer meiner bevorzugten Bat-Villains im Mittelpunkt steht und als I-Tüpfelchen auch noch Klaus Janson am Zeichenbrett sitzt, den ich ja mittlerweile, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, sehr zu schätzen weiß.

    Azraels Zeit als dunkler Ritter ist dann nicht nur von viel Action und Brutalität geprägt, es schwebt auch ständig so eine gewisse Spannung in der Luft, fast wie so eine Haare aufstellende, annähernd schon zu riechende Elektrizität. Das liegt daran, dass der ganze Run so eine Art Ritt auf der Rasierklinge ist, da man nie genau einschätzen kann, wann der Typ richtig ausrastet und es einfach maßlos übertreibt, ob er gar gegen Robin vorgeht oder, ob es dem gelingt den ungestümen Racheengel in Zaum zu halten. Andererseits sind die harten Bandagen die der aufzieht vielleicht auch das einzig Richtige im Kampf gegen einen Gegner wie Bane?

    Insgesamt ein würdiger Abschluss, wenn auch Band zwei für mich das erzählerische Highlight der Reihe bleibt. Wie es mit Bruce weitergeht würde ich jetzt natürlich schon gerne wissen, aber zusammen mit dem Prolog bietet Azraels Charakter eine schöne Klammer für die Story und so wirkt das Ende vielleicht etwas abrupt, aber dennoch rund. Den Klassikerstatus kann ich dem Arc nur bestätigen.

    8/10

    Nächste Runde gibt’s dann unter Anderem mal wieder klassischen Western, was von Frank Miller und den nächsten Sandman-Band.

    VG, God_W.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  8. #5708
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
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    @God_W
    Wenn ich deine Knightfall-Reviews hier so lese, würde ich am liebsten direkt selbst los lesen. Wenn Eaglemoss nur endlich irgendwann liefern würde...

  9. #5709
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Ja, ist kacke, dass Du auch zu denen gehörst, die so ein Pech mit dem Abo haben. Aber hey, Vorfreude ist doch die schönste Freude!

    Mein Teil 3 ist falsch rum gebunden, durfte ich also auf dem Kopf lesen, aber hey, besser als nix...
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  10. #5710
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
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    @God_W
    Die Anzahl an Fehldrucken bei der Batman Collection ist wirklich erstaunlich. Ich hab hier auch den einen oder anderen Band herumliegen, bei dem mittendrin die Sprache wechselt...

    Incognegro

    Erschien ursprünglich in 2008 und wurde zum zehnjährigen Jubiläum von Dark Horse neu aufgelegt. Die Hauptfigur ist ein schwarzer Journalist, dessen Hautfarbe jedoch hell genug ist, um auch als Weißer durchzugehen. Dadurch ist er in der Lage, in den 1930ern in die Südstaaten zu reisen und dort unbemerkt über die berüchtigten Lynchmobs zu berichten. Natürlich darf er seine Artikel niemals unter seinem echten Namen veröffentlichen. Die ausbleibende Anerkennung für seine Arbeit wurmt ihn. Tatsächlich will er den Job mehr oder weniger hinwerfen, als plötzlich sein eigener Bruder in die Fänge der weißen Lynch-Justiz gerät. Ein weiteres Mal begibt er sich also in die Höhle des Löwen...

    Geschrieben von einem schwarzen Autoren (Mat Johnson) und gezeichnet von einem weißen Zeichner (Warren Pleece) ist "Incognegro" mit Sicherheit keine leichte Lektüre. Nicht nur das Thema hat es in sich, auch die Sprache der Menschen (ob nun weiß oder schwarz) ist das exakte Gegenteil von "politisch korrekt". Doch "Incognegro" will schließlich nicht bloß unterhalten, diese Graphic Novel hat dem Leser auch einiges mitzuteilen. Im Kern handelt es sich um einen hervorragend geschriebenen Krimi, der mit vielen Wendungen und hervorragend geschriebenen Dialogen aufwartet. Auch die Charaktere überzeugen vollkommen. Durch Thematik und Setting hebt sich der Comic jedoch deutlich von all den anderen Thrillern da draußen merklich ab.

    In meinen Augen ein echtes Juwel, das bisher noch nicht seinen Weg nach Deutschland gefunden hat. Allerdings hat ein gewisser Verlag auf meine Empfehlung hin bereits Interesse angemeldet...

    Incognegro: Renaissance

    Reporter Zane Pinchback ist zurück. Allerdings geht es in dieser Mini-Serie nicht darum, was mit ihm nach den Ereignissen in den Südstaaten der 1930er passiert. Stattdessen erzählt uns "Renaissance" die Anfänge der Figur.

    Zane will sich einen Namen als Reporter machen. Über seinen besten Freund landet er auf einer Gemischtrassigen-Party. Diese endet abrupt, als plötzlich eine Leiche in der Badewanne des Hauses liegt. Da es sich bei dem Toten um einen Schwarzen handelt, interessiert sich niemand sonderlich für die Umstände seines Ablebens. Zane ermittelt jedoch und kommt dabei einer Intrige auf die Spur...

    Das gleiche Art-Team wie in 2008 kam erneut zusammen, um dieses Prequel zu "Incognegro" zu verfassen. Durch die Entscheidung, keine klassische Fortsetzung zu schreiben, haben Autor und Zeichner die Möglichkeit, uns die Entwicklung von Zane direkt vor Augen zu führen. Zum Zeitpunkt der Geschichte weigert er sich noch, seine helle Hautfarbe zum Vorteil auszunutzen. Er sieht es als Verrat an den Schwarzen. Außerdem spielt "Renaissance" direkt in den Nordstaaten, in Harlem in New York. Dadurch bietet man nicht bloß ein komplett anderes Setting, die Macher stellen auch klar, dass die Südstaaten kein Exklusivrecht auf Rassismus hatten/haben.

    Insgesamt überzeugt auch die zweite "Incognegro"-Storyline auf ganzer Linie. Ein gut geschriebener Krimi, mit toller Atmosphäre, interessanten Figuren und einem faszinierenden Einblick in die US-amerikanische Welt der 1920er.
    Geändert von Clawfinger1986 (31.10.2020 um 18:06 Uhr)

  11. #5711
    Mitglied Avatar von Hahlebopp
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    Infinite Crisis, Sonderband 2 der Eaglemoss-Kollektion

  12. #5712
    Mitglied Avatar von #churchi
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  13. #5713
    Mitglied Avatar von Gorgon
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    Sterben für die Freiheit - Hardcover erschienen bei Panini
    @Aran und @yoorro jetzt endlich ein paar Worte im Panini Gästezimmer dazu. Aus meiner Sicht durchaus auch unterrichtstauglich.

    Interessantes und sehr gut aufbereitetes biografisches Comic. Etwas ausführlicher unter:

    https://www.comicforum.de/showthread...=1#post5665975

  14. #5714
    Mitglied Avatar von yoorro
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    Danke dafür. Ich hatte den Band schon vergessen. Nun muss ich mir das doch lieber Mal auf den Zettel schreiben.

  15. #5715
    Mitglied Avatar von Kohlenwolle
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    Den hab ich völlig übersehen. ich denke den werd ich mir besorgen.
    Schöne Grüsse aus dem Kohlenpott


  16. #5716
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Fatale von Brubaker & Philips (Panini, Dani Books, Image)

    Das Criminal Dreamteam hat wieder zugeschlagen und begibt sich diesmal in die Grusel-Crime Noir Ecke. Einen Trip durch die Geschichte Amerikas gibts dann auch gratis dazu.
    Jo ist eine Femme Fatal wie man sie aus den übleichen Noir Krimis kennt. Gutaussehend, clever und verdammt gefährlich, denn Jo ist unsterblich und hat die Fahigkeit Männer wie eine Sirene zu bezirrzen. Natürlich gibt es eine Gegenseite, die unter dem ebenfalls sehr langlebigem (sollte ich schreiben, unverwüstlichem?) Bischof versucht Jo in die Hände zu bekommen.

    Und so zieht sich die Story durch die Geschichte Amerikas, erinnert ein wenig an Snyders American Vampire von der Erzählweise. Immer wieder gibt es zeitliche Sprünge und die Story wird unterbrochen von nonchronoloischen Ereignissen. Das macht es gerade am Beginn nicht so leicht einzusteigen, was bei Bru/Philips eigentlich sonst immer gut gelingt. Evtl wollten die beiden ihre Ziele diesmal etwas höher stecken. Und das ist dann auch die Krux. Sind die sonstigen Miniserien der beiden immer ordentlich und eher geradlinig verlaufen, wirds bei Fatale doch immer wieder etwas wirr. Drei, vier gleichzeitig ablaufende Handlungsstränge, da wirds dann dezent unübersichtlich und ich musste das ein oder andere mal zurückblättern. Auch der Spannungsbogen war jetzt nicht so meins, läuft doch schon recht früh alles aufs Vorbestimmte Finale raus.

    Zeichnerisch kann man nicht klagen, Philips liefert und bildet mit Bru zusammen schon ein geniales Duo. In dieser Liga gibts nicht so viel, Ennis/Dillon, Moore/Neil würden mir da erst mal einfallen.

    Für Fans vom Bru/Philips Gespann, aber mit leichten Einschränkungen.

    Kommen wir zur Veröffentlichung, drei Bände gabs bei Panini bevor die aufgaben und Jano den Versuch weiterzumachen startete. Da lief es dann auch nicht sonderlich gut (ok, 1200er Auflage war da auch zu groß gedacht) und so blieb der letzte Band unübersetzt. also noch den Abschluß von Image holen, damit man die Serie komplett bekommt. So sieht das Leben eines US Comic Lesers allerdings immer öfter aus, sollte echt mal sowas wie Finix für US Comics geben, fehlt ja meist nur ein Band (oder auch mal zwei).


    Bigfoot von Niles, Zombie und Corben (Cross Cult)

    Allein die Namen sorgen für Gänsehaut, haben den Horror gepachtet und hauen hier mal ordentlich auf die Kacke.
    Bigfoot/Sasquatch/Yeti, gerade diese Mythischen Wesen fand ich immer eher langweilig und wer schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, der kennt auch Bigfoot und die Hendersons, was für eine Scheiße .

    Alles keine guten Vorraussetzung um mich dem Bigfoot zu nähern, aber die Namen!

    Und so kommt es wie es erwartet wird, blutig, roh und düster. Also schon so wie ich es mir gewünscht habe. Corben hat die Fähigkeit knubbelige Personen doch recht anziehend zu gestalten. Ich find ja selbst seine "Durchschnittshausfrauen" enorm sexy , Zombie und Niles haben sichtlich Spaß an ihren Ideen die sie dann Corben aufs Papier bringen lassen. Allein der geworfene Grizzly war schon ganz großes Kino!

    So sieht ein Comic aus der allen Beteiligten sichtlich Spaß bereitet hat, der keine unterschwellige Botschaft für die Welt zwischen den Zeilen versteckt, sondern einfach nur Spaß machen soll. Das tut er. Enorm.
    Geändert von joe ker (02.11.2020 um 12:07 Uhr)
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  17. #5717
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
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    Destiny Comic Collection

    Machen wir es kurz und bündig: Das Ding ist kompletter Schrott. Langweilige und völlig belanglose Geschichten, noch dazu unschön zerstückelt und unspektakulär präsentiert. Teilweise albtraumhafte Dialoge (insbesondere in der letzten Storyline) und zwischen den Comics immer irgendwelche nervtötenden Textpassagen. Nervtötend weil unfassbar langweilig und nichtssagend. Keine Ahnung, ob Fans des Games hieran etwas finden können. Aber es ist nur dann ein guter Game-Comic, wenn auch Nicht-Spieler auf ihre Kosten kommen. Es gibt etliche Beispiele, die zeigen, wie man es richtig macht.

    Die silbernen Augen

    Charlie, John und ihre anderen Freunde kehren in ihre Heimatstadt zurück, um einem verschwundenen Jugendfreund zu gedenken. Damals sind in der örtlichen Pizzeria, welche von Charlies Vater betrieben wurde, mehrere Kinder verschwunden. Zusammen begeben sie sich nun mehrmals in die alte Pizzeria, außerdem kehrt Charlie auch nach Hause zurück. Langsam beginnt sie sich zu erinnern, wie im ersten Restaurant ihres Vaters ihr Zwillingsbruder entführt wurde. Von einem Mann im Hasenkostüm, der später vermutlich auch den anderen Jungen entführte...

    Auf den ersten Blick sind die Zeichnungen für einen Horror-Comic sehr gewöhnungsbedürftig. Man würde sie eher bei einem Cartoon erwarten. Im Verlauf gewöhnt man sich jedoch daran. Insbesondere die Emotionen der Charaktere bringt die Zeichnerin gut rüber. Als Leser der Romantrilogie muss ich sagen, dass diese Adaption das Original eindeutig überbietet. Die Story kommt besser rüber, weil man sich auf die eigentliche Handlung fokussiert, während das Buch sich über weite Strecken erfolglos daran versuchte, das Innenleben der Figuren auszubauen. Was am Ende nur in Langeweile mündete.

    Wie jeder gute Game-Comic es eigentlich sollte, funktioniert "Die silbernen Augen" auch für Leute, die das zugrundeliegende Game noch nie gezockt haben.
    Geändert von Clawfinger1986 (02.11.2020 um 12:09 Uhr)

  18. #5718
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    Blade Runner 2019 - Teil 1 und 2

    Panini hat nun die ersten beiden Paperbacks mit den Heften 1-8 der auf insgesamt 12 Hefte ausgelegten Miniserie herausgebracht. Wer den SF-Klassiker "Bladerunner" von 1982 mit Harrison Ford mag, wird hier nicht enttäuscht werden. Der Comic fängt den Flair des Films sehr gut ein, was an den hervorragenden Zeichnungen von Andres Guinaldo und der spannenden Story von Michael Green und Mike Johnson liegt.

    Die Hauptperson ist die Blade Runnerin Ash, die im futuristischen Los Angeles im Stile eines klassischen Krimi Noir auf der Suche nach der verschundenen Ehefrau und Tochter eines mächtigen Mannes ist. Dabei ist nichts so, wie es zunächst scheint, und die Story nimmt immer wieder unerwartete Wendungen. Das schwierige Nebeneinander von Menschen und Replikanten - Cyborgs, die äußerlich von ersteren nicht zu unterscheiden sind und auf der Erde verfolgt werden - ist ein Kernelement der Story. Die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen hier permanent und letztendlich steht über allem die Frage, was denn nun Leben und Bewusstsein ausmacht. Sind Replikanten vielleicht sogar die besseren Menschen?

    Etwas irritierend ist aus heutiger Sicht die Bezeichnung "Blade Runner 2019", was aber der ursprünglichen Story von Philip K. Dick geschuldet ist, die wie schon der erste Film eben im Jahr 2019 spielte. Erfreulicherweise ist bereits für Dezember in den USA der erste Band der Fortsetzungsserie "Blade Runner 2029" angekündigt. Einstweilen bleibt die Vorfreude auf den hoffentlich bald erscheinenden Abschlussband der ersten Serie.

    Eine klare Leseempfehlung von mir für alle Freunde guter SF-Krimis: 8,5 / 10

  19. #5719
    Mitglied Avatar von Clawfinger1986
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    @MiraCoolX
    Danke für die Review. Hab schon länger darüber nachgedacht, mir die neuen Blade Runner-Comics zu besorgen. Du hast mich jetzt überzeugt!

  20. #5720
    Mitglied Avatar von God_W.
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  21. #5721
    Mitglied Avatar von Aran
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    Danke! Mal schauen ob das Budget die nächsten Monate noch etwas Spielraum bietet...

  22. #5722
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Warren Tufts: Lance – Band 3



    Nach dem Herzschlagfinale von Band zwei startet dieser Dritte mit Lance‘ atemloser Jagd nach Valles Entführern. Enorm spannend, in den Sundays wundervoll bebildert und in den Dailies ebenfalls stark gezeichnet und vor allem toll erzählt. Spitze finde ich auch, dass im weiteren Fortgang wirklich eine Geschichte mit Charakteren erzählt wird, die sich realistisch anfühlen. Die Entwickeln sich tatsächlich weiter, die Lebensumstände, Träume und Ziele ändern sich, ich habe nie auch nur einmal das Gefühl, dass irgendwas widerholt. Hier fühlt sich wirklich alles nach Edelwestern an, auch die Aufmachung des Bocola-Verlags.


    9/10



    Sandman Deluxe 5: Kurze Leben



    Genau wie schon der herausragende vierte Band ist dieser, mit 428 Seiten enorm umfangreiche, fünfte Teil ein absolutes Meisterstück. Die kleine, stets verwirrte Delirium ging mir ja Anfangs ehrlich gesagt schon ganz schön auf den Zeiger. Als sie hier erstmal ins Zentrum des Geschehens gerückt wird war ich also durchaus skeptisch. Allerdings scheint das ADS-behaftete Mädel auch äußerst sensibel zu sein und so vermisst sie ihren Bruder Destruction mehr als es wohl beim Rest der Ewigen der Fall ist. Destruction hat seinen Teil des Jobs vor langem aufgegeben, sich abgesetzt und möchte nicht gefunden werden, was die anderen Geschwister auch zu akzeptieren scheinen, dem kleinen Wuschelkopf aber sichtlich schwer fällt. So sucht sie einige ihrer Geschwister auf und bittet sie um Hilfe bei der Suche. Dabei erfährt sie sowohl Ablehnung, als auch Ermutigung, aber wirklich helfen will ihr niemand, tja, bis sie sich dann doch noch an Dream wendet. Das hat sie sich lange nicht getraut, denn der macht ihr ein wenig Angst und ist auch oft gemein zu Ihr – zumindest empfindet sie das so. Aber wie soll es anders kommen, schlussendlich machen sich die beiden auf zu einer faszinierenden Odyssee voller fabelhafter Geschichten, während der ich Despair richtiggehend liebgewinne, sie in mein Herz schließe, ja geradezu beschützen und vor allem Ungemach behüten möchte. Dazu noch die kleine Rahmenhandlung bezüglich Dream, über die ich jetzt gar nichts verraten möchte, die aber für mich einen weiteren Geniestreich der Reihe darstellt. Absolut großartig.


    Als kleines Zwischenspiel wartet dann ein wundervolles, intelligentes und gefühlvolles Märchen wie aus 1001 Nacht, welches außerordentlich stimmungsvoll gezeichnet wurde. Diese kleinen Perlen sind immer wieder Highlight, die sich durch die ganze Reihe ziehen und beweisen, dass es durchaus auch in kleinem Rahmen möglich ist große Gefühle zu wecken.

    Mit Stephen King gibt sich einer meiner absoluten Lieblingsautoren die Ehre, um ein paar einleitende Worte zum letzten großen Teil des Bandes verlauten zu lassen. Dieser beginnt dann auch wie eine typische Schauergeschichte, könnte direkt aus Kings Feder stammen. Todmüde am Steuer eines Wagens gerät Brant mitten im Juni in einen verheerenden Schneesturm, und als urplötzlich ein ganz und gar unwahrscheinliches Wesen im Lichtkegel der Scheinwerfer auftaucht nimmt das Unheil seinen Lauf. Als Brant und seine Beifahrerin, der der Wagen dummerweise gehört, wieder zu sich kommen, hat sich die Karosse alles andere als elegant um eine alte Eiche gewickelt. Jetzt könnte natürlich ein hammerharter Survival-Trip in eisiger Kälte beginnen.


    Ja, könnte. Oder aber die beiden stolpern unversehens ins World’s End, das Gasthaus am Ende der Welten, wo sich die Wege und Zeiten der verschiedensten Charaktere und Wesenheiten kreuzen, also dem besten Platz um einem „Realitätssturm“ zu entfliehen und sich reihum die vor Fantasie und erzählerischer Kraft überbordenden Geschichten der Reisenden anzuhören, denen man nur an einem solch außergewöhnlichen Ort begegnen kann. Geprägt von wechselnden, stets wundervollen Artworks verschiedenster Zeichner und übersprudelndem Ideenreichtum feuert Neil Gaiman eine Batterie fabelhafter Geschichten ab, eine schöner als die andere. Nach Band vier der zweite Band in Folge, den ich mir auf keine andere Art besser vorstellen kann, einfach herausragend.

    10/10



    Ein Stern aus schwarzer Baumwolle



    Was für eine wundervoll erzählte, packende Geschichte der All Verlag in diesem 180 Seiten starken Album untergebracht hat! Über mehrere Generationen erstreckt sich die vom Kampf handelnde Erzählung. Vom Kampf der Farbigen um Anerkennung in ihrem Heimatland, vom Kampf der vereinigten Staaten um ihre Unabhängigkeit, vom Kampf um die Befreiung Europas von den Nazis, vom Kampf um die Suche nach einem Beweis für ein ganz besonderes Zeichen. Ein Zeichen welches der Zugehörigkeit der Farbigen Bevölkerung zur Nation der Vereinigten Staaten endlich die verdiente Geltung verschaffen soll – und zwar von Beginn an.


    Klar, die Story ist nur eine wunderschöne Idee und wirkt an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein wenig konstruiert, aber im Endeffekt bleiben die Hintergründe offen genug und die Bezüge zu realen Ereignissen ausreichend dicht um, wenn man denn möchte, einen Hauch von Wahrheit hineininterpretieren zu können – wie es doch bei den meisten Märchen auch der Fall ist.

    Dazu die äußerst stimmungsvollen und aufwändigen Bilder und, als persönliches Schmankerl für mich, die Einbeziehung der Monuments Men, der Truppe die im zweiten Weltkrieg unterwegs war um Kunsthistorische Artefakte vor den Deutschen zu retten. Dazu gibt es einen hervorragenden Film mit George Clooney, Matt Damon, Bill Murray, John Goodman Cate Blanchett und dem fabelhaften Hugh Bonneville. Die wunderschöne Brügger Madonna von Michelangelo (nicht dem Turtle), um die sich die Jagd im Film teilweise dreht, kann in Brügge übrigens noch heute besichtigt werden. Hier einige Schnappschüsse:


    8,5/10



    Black Hole



    Mein erster Burns und durchaus ein guter. Atmosphärisch würde ich eine glatte 1 (also die Note) geben, denn diese leicht bedrohliche Stimmung, die schon auf wenigen Seiten aufgebaut wird, hält sich wirklich den ganzen Band lang, und das sind immerhin derer 368 Seiten, das muss man erstmal hinbekommen. Dazu kommt der extrem klare, stilisierte Zeichenstil in wunderschönem, kraftvollem Schwarz/Weiß, den ich aber dennoch als recht gewöhnungsbedürftig empfand. Ist wohl nicht so ganz mein Geschmack. Hat Burns‘ Zeichenstil den er hier an den Tag legt eigentlich eine spezielle Bezeichnung?


    Insgesamt bin ich vermutlich auch einfach ein wenig mit falschen Erwartungen an den Band herangegangen. Ich hatte mich von dem Style irgendwie täuschen lassen und neben den Coming of Age- und Horror-Elementen mit dem Seuchenthema irgendwie noch einen größeren Sci-Fi Einschlag erwartet. Der blieb dann leider aus, aber gut unterhalten wurde ich dennoch, hat mich ein bisschen an meine Jugend erinnert, als wir ab und an noch heimlich einen durchgezogen haben und viel Zelten waren.

    7/10



    Hard Boiled



    Schon viel zu lange nix mehr von Frank Miller in der Leseecke gehabt und da mir kürzlich der Sinn nach Sci-Fi stand und ich da etwas anderes bekommen habe schien mir Hard Boiled genau richtig, soll die Story doch auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick basieren, dem Mann der schon Vorlagen für Meisterwerke wie Blade Runner, Total Recall und A Scanner Darkly lieferte. Die Ursprüngliche Geschichte für dieses Werk hier scheint allerdings enorm kurz gewesen zu sein, oder Frank Miller, der hier lediglich als Texter auftritt, hat nur wenige Zeilen aus dem Original herausgepickt und den Rest den Bildern von Geof Darrow überlassen.


    Dessen hyperdetailliertes Wimmelbildartwork mit reichlich Splatterelementen und vielen extrem lustigen Einfällen ist dann auch das absolute Highlight des Bandes. Würden seine Zeichnungen nicht so sehr zum Verweilen, faszinierten Staunen und Schmunzeln einladen, der Band wäre trotz seiner 120 Seiten in 20 Minuten abgefrühstückt. Jetzt könnt Ihr Euch ausmalen wie gehaltvoll die Story daherkommt. Nicht dass die wilde Mischung zwischen „Falling Down“ und „RoboCop“ auf Ecstasy nicht auch ein paar kritische Anklänge aufs Tablett bringen würde, aber im Endeffekt bleibt dennoch das Gefühl von Fast Food erhalten. Artwork 10 Punkte, Story und deren Darreichungsform allenfalls durchschnittlich, vielleicht sogar knapp darunter.


    Die mir vorliegende Cross Cult Ausgabe von 2018 kommt zum Glück in großem Format, bei dem genialen, kleinteiligen Artwork absolut essenziell, und wurde von Dave Stewart neu koloriert. Zum Vergleich kenne ich nur einige Bilder aus dem Netz, kann aber sagen, dass die Farbgebung für mich als Erstleser einen sehr guten Eindruck macht.

    6,5/10

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (04.11.2020 um 22:26 Uhr)
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  23. #5723
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    Zitat Zitat von Clawfinger1986 Beitrag anzeigen
    Jetzt sollte sie eigentlich ganz normal lesbar sein. Leider spackt das Comic-Forum jedes Mal rum, wenn ich hier einen Text hineinkopiere. Hat hier jemand einen Tipp?
    Issganz simpel.Einfachdirekt hierins Forumhakkken. :D


    - - - - - - - - - - - -


    190 Dezibel auf drei Promille...





    ...bedeutet, Ich Chille! :D







    LOUD!

    (Black Mask, 2020)

    Maria Llovet

    Ein Club. 120Bpm. Eine Nacht. Und vielleicht die Nacht deines Lebens – sofern du diese überleben solltest. Hier ist der Titel noch Programm. Der Comic ist schrill, bunt, laut. Extrem laut. So laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Dementsprechend wird quasi auch nicht gesprochen, zumindest nicht mit Wörtern. Geschriebener Text ist kaum existent, was „Loud“ wiederum irgendwie auch sehr leise macht und so durchaus eine gewisse Ruhe und Einlassungsvermögen erfordert.

    Der wummernde Technoschuppen inszeniert als Stummfilm. Kurze Blicke, noch schnellere Handlungen, eine Flut an Körpersprache, Gesten, Impressionen, Bildern, Farben. Blinzeln verboten. Eine jegliche Unaufmerksamkeit wird tunlichst bestraft.

    Ein aufs Papier projizierter, universaler Geist einer einzigen, endlosen Party - berauscht, beschwingt, sexy. Eine Momentaufnahme, ein Augenblick, der ewig währt oder bereits in seiner Entstehung schon wieder verpufft und längst vergangen ist – alles eine Frage individueller Wahrnehmung und Interpretation. Und eben genau jene spielen in diesem Comic mit seiner eher unorthodoxen, leicht experimentell angehauchten Herangehensweise eine nicht gerade unerhebliche Rolle.

    Denn zu sehen gibt es so einiges, im Tempel hedonistischer Lust, Gier und Nöte – eine Stripperin, die sich erstmal ein Teilchen klatscht, bevor sie ihr Ärschlein an der Stange räkelt, eine angepisste Kellnerin, eine deprimierte Mittvierzigerin mit Eheproblemen, ein pädophiler Fettsack auf der Suche nach Frischfleisch, ein lesbisches Pärchen welches sich gemeinsam auf die Toilette verzieht, eine schwangeres Teeniegirl, ein geplatzter Drogendeal, ein Vampirzirkel mit Blutarmut, ein Killerpärchen, eine Überdosis, und die Kugel einer 9mm in Ul-tra-zeit-lu-pe…

    Das leichtfüßige Artwork, trifft dabei mit seinem lockeren Schwung stets den richtigen Ton zwischen einem reduzierten, aber nicht zu skizzenhaften Strich, um das Momentum eines erhöhten energetischen Levels nicht nur einfangen, festhalten, sondern geradewegs porträtieren zu können. Konkret auf den Punkt, exakt in Timing und Elan, jedoch frei und unbeschwert in Linienführung und Zug. Partylaune halt.

    Ein Comic, der gar nicht erst „gelesen“, sondern gefühlt, erfahren, erlebt werden will...

    6,5/10

  24. #5724
    Mitglied Avatar von robert 3000
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    Ich schreib ja eigentlich nur aus 2 Gründen mal was zu einem Comic.
    1. Das Comic ist sehr gut und
    2. Das Comic hab ich übersehen und bin extrem überrascht

    bei dem Comic hier jetzt treffen beide Gründe zu.

    Heute diesen Band hier gelesen.



    hier ist die Beschreibung und eine Leseprobe

    https://www.reprodukt.com/Produkt/comics/bastard/

    Also die Story ist echt cool erzählt. Crime, mit einer eigenartigen Form von Gewalt. Diese Gewalt wird von einer Frau und einem Kind
    so nebensächlich und normal ausgeübt das sie in die Story ganz normal einfließen.

    Die Story wird filmmäßig erzählt. Der Band hat 192 Seiten und ist extrem kurzweilig. Weglegen und später weiterlesen geht nicht. Einfach zu zu erzählt.

    Wer Crime, Thriller, Gewalt alla Bonny und Clyde mag, Tarantinofilme gerne schaut und mal für eine Stunde (so lange dauert der Band zum lesen ca) saumäßig gut unterhalten werden möchte sollte unbedingt zugreifen.

  25. #5725
    Mitglied Avatar von electrified
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    Danke robert 3000, ist bestellt.
    Geändert von electrified (06.11.2020 um 20:58 Uhr)

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