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Thema: Welche Comics habt ihr heute gelesen? - Der große Review-Thread

  1. #10476
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Sandman Deluxe 10: Destiny

    Zu den Sandman Deluxe-Bänden 7-9 hatte ich damals nach der Lektüre aus Zeitmangel nichts geschrieben, kann mich aber noch erinnern, dass ich Band 7 etwas besser fand als Band 6. „Das Erwachen“ war über weite Strecken sehr stark, hatte allerdings auch wieder anstrengend zu lesende und teils optisch hässliche Passagen, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie „Die Gütigen“ zuvor. Die Ouvertüre, also Band 8 bot dann einen richtig feinen Abschluss und massenweise interessantes Bonusmaterial, bevor mit Band 9, der sich komplett um die wunderbare, namensgebende „Death“ dreht, nochmal ein wahres Meisterstück ins Haus stand. Doch da war ich dann schon ein bisschen traurig, als es zu Ende war. Neil Gaimans Sandman war insgesamt ein wilder Ritt mit reichlich Höhen, aber auch nicht wenigen Tiefen für mich. Aber egal was man nun auch davon halten mag, außergewöhnlich ist diese Reihe auf alle Fälle.




    Einige Zeit später startete die Netflix-Serie, die ich in Kürze mal sichten möchte, und Panini versuchte die Deluxe-Reihe mit Material, welches nicht von Gaiman selbst stammt fortzusetzen. Das kam wohl nicht ganz so gut an, weshalb es bei diesem zehnten Band geblieben ist. Ich kann das gar nicht verstehen, denn zur Einstimmung auf die Serie habe ich „Destiny“, wie der zehnte Band betitelt wurde, jetzt gelesen und fand das alles Andere als schlecht.

    Gerade die mittelalterliche Pest-Story von Alisy Kwitney, die mehr als die erste Hälfte des Buches einnimmt, fand ich hervorragend. Die Autorin hat da eine ganz feine Gratwanderung zwischen Spannung, Schrecken, Lyrik und Romantik hingelegt. Danach wird es mit Pumpkinheads James-Bond-Persiflage etwas abgedrehter und witziger, aber nicht minder unterhaltsam.

    Die Abenteuer des Hilfsbibliothekars Danny Nod und die Fragestunde zu bislang unbekannten Aspekten des Träumens und der Traumwelt sind dann ganz spaßig und durch wechselnde Zeichner optisch sehr variantenreich, bringen aber auch einen Hauch von „Füllmaterial“ mit sich. Trotzdem ein schöner Band, hätte es noch ein oder zwei weitere Ausgaben in ähnlicher Aufmacher gegeben wäre ich vermutlich am Ball geblieben.
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  2. #10477
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    Flash Gordon #3 (Zauberstern)

    Zeitgeist #5 & #6 fetzt wieder ordentlich, auch wenn die Erzählung sprunghaft und atemlos bleibt so wird es wenigstens nie langweilig und die Schauwerte stimmen auch. Auf der Erde kann der Widerstand erste Erfolge gegen die Nazis feiern und auf Mongo gelingt es Flash Verbündete um sich zu scharen und zum großen Schlag auszuholen – oder doch nicht?

    Die Ausgaben #4 bis #6 von 1967 bieten dann wieder klassischen Sci-Fi-Charme vom Feinsten. Die Geschichten sind vom Fantasiegrad her einfach zügellos. Nichts ist zu übertrieben, nichts ist peinlich, alles geht und das zumeist auch noch in schicken Bildern von Al Williamson. Am Ende wartet ein Cliffhanger wie aus den Fortsetzungsfilmen des frühen Kinos und zwischendurch gibt es sogar ein freudiges Wiedersehen mit einem liebgewonnenen alten Bekannten.
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  3. #10478
    Mitglied Avatar von #churchi
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  4. #10479
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    Kurz reingeschaut, nee, die typischen Versatzstücke, böser Milliardär, so richtig richtig böse. Um es auch für jeden deutlich zu machen, so böse, dass er transfeindlich ist, hockt doch seine ‚Tochter‘ die nicht mehr sein Sohn ist, auch im Keller.

    Dazu Zeichnungen die an Fotos erinnern. Kann man dazu noch Zeichnungen sagen? Derart steif und unpersönlich, eigentlich tot.

    Hab aufgehört so Mitte Heft 2.

  5. #10480
    Ex-Exphilosoph Avatar von Jovis
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    Jugurtha 4: Die vergessene Insel (in der wunderbaren GA Band 1 bei Finix)

    Mit diesem Band entfernt sich die Serie noch mehr von den Hermann-Bänden und das tut der Serie irrwitzig gut. Während Band 3 auf seltsamste Weise ungewöhnlich verlief, läuft die Serie auch jetzt nicht auf einer festgelegten Route. Eskapismus-Elemente mit einer paradiesischen Insel mischen sich mit historischen Aspekten, um dann mit fantastischen Zutaten (Atlantis und Co) endgültig aus einem festgefügten Rahmen zu fallen. Ich erinnere mich, dass mich das beim ersten Lesen noch verwirrte, doch nun gefällt es mir außerordentlich gut und hebt diese Neusortierung der Serie über andere Genre-Vertreter hinaus. Finde ich. Zum jetzigen Zeitpunkt ist völlig unklar, was uns in Band 5 erwartet. Die Seitennummerierungen beginnen nach Seite 30 wieder mit 1, aber in den bibliografischen Angaben wird nur eine Gesamtangabe von 45 Seiten angemerkt, die im Magazin veröffentlicht wurde. Was immer also ursprünglich der Plan gewesen ist mit einer 30-seiten und einer 14-seitigen Geschichte, bleibt ungewiss. Und eine Seite wäre dann ja im Tintin-Magazin zuviel gewesen. Womöglich eine Recap-Seite? Weiß das jemand?
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    [QUOTE=Largo Beutlin;5890050]Im Gegensatz zu dir fördere ich das Comicwesen durch den Ankauf vieler Neuerscheinungen.[/QUOTE]

  6. #10481
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    Dead Boy Detectives Band 1: Die Ängste von Schuljungen

    Nachdem ich mich bei der Sandman Deluxe Ausgabe auf aktuellen Stand gebracht habe durchforstete ich den Lese-K2 nach weiterem Material aus dem Universum. Die Dead Boy Detectives durften in der Hauptreihe schonmal auftreten und ganz aktuell ist die Streaming-Serie bei Netflix gestartet. Grund genug für mich die Bände, die teils schon länger ihr Dasein auf meinem K2 fristen, mit in die Leseecke zu entführen.

    So richtig begeistern konnte mich der Band allerdings nicht. Die namensgebende Hauptstory um das Mädchen Maddy Surname Crystal Palace, Tochter einer exzentrischen Künstlerin und eines Rockstars, die im gleichen mörderischen Internat landet, in dem einst auch unsere Detectives Charles Rowland und Edwin Paine ums Leben kamen ist mir zu unrund und sprunghaft erzählt, dazu kommt das Artwork von Mark Buckingham, welches ich einfach zu rund und gefällig finde, für so eine Gruselstory.

    Der Zweiteiler „Das Haus auf halbem Wege“ hat mir dann schon deutlich besser gefallen. Nicht nur, dass unwissende wie ich mit den Geisterregeln vertraut gemacht werden, die Story um den dunklen Spiegel Afrikas und die darin feststeckende Lady konnte mich auch erzählerisch mehr überzeugen. Das Artwork bleibt weiterhin typisch Buckingham, für Fans des Künstlers also eine klare Empfehlung.
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  7. #10482
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    Flash Gordon #4 (Zauberstern)

    In Zeitgeist #7 und #8 beginnen wir gleich mit der großen Schlacht um Mongo. Optisch geht es bombastisch zur Sache und im Grunde könnte alles so gut ausgehen, doch irgendwas ist ja immer, weshalb es nochmal richtig spannend wird. Dass Zarkov hier mal stärker im Fokus steht finde ich super und, ach ja, da ist ja auch noch die Sache mit der Erde… to be continued.

    Im Anschluss wird in Flash #6 von 1967 der Cliffhanger des vorhergehenden Magazins durch Bill Pearson und Al Williamson gekonnt aufgelöst und äußerst unterhaltsam fortgesetzt. Heft #7 von Mac Raboy, ebenfalls von ’67, geht back to the roots und bietet statt Sprechblasen begleitende Erzählexte am unteren Bildrand. Zeichnerisch nicht sonderlich gelungen und erzählerisch äußerst hölzern hatte ich daran kaum Freude. Heft #8 von Bill Pearson und Reed Crandall ist dann wieder eine deutliche Steigerung, erinnert optisch manchmal gar entfernt al glorreiche Alex-Raymond-Tage.
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  8. #10483
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    Dead Boy Detectives 2: Geisterschnee

    Das nenne ich doch mal eine deutliche Steigerung zum ersten Band. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die fünf Hefte umfassende Geisterschnee-Story absolut großartig gelungen ist. Eine spannende, stimmige und enorm atmosphärische Geschichte mit vielen Rätseln und noch mehr tollen Ideen, sowohl optisch als auch im Plot selbst. Die Charaktere aus dem ersten Band werden gekonnt weiterentwickelt, die neu hinzukommenden sind enorm spannend und facettenreich. Das Artwork stammt wieder von Mark Buckingham, hat diesmal aber sogar mich nicht gestört, im Gegenteil, gab ganz tolle Passagen und kreative Kniffe zu bewundern.

    Das hinterdrein kommende Einzelheft „Yonda“ ist eine nette Zugabe, an die Hauptstory kommt das jedoch bei weitem nicht ran, aber darauf lag der Fokus in diesem Band ja auch nicht.
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  9. #10484
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    Flash Gordon #5 (Zauberstern)

    Fiiinaaaale – Woooohooo – Fiiinaaaaaleeee – Woohoohooho. Die beiden abschließenden Zeitgeist-Nummern 9 & 10 liefern alles was der Weg dahin versprochen hat. Einen großen, runden Abschluss voller Action, Intrigen, der ein oder anderen epischen Szene und sogar mit Wendungen gespickt, die man vielleicht nicht alle hat kommen sehen. Wirklich gelungen. Die Vorgeschichte zur Zeitgeist-Reihe wird seitens Zauberstern ebenfalls angeteasert, die bekommen wir also vermutlich auch noch irgendwann zu lesen.

    In der Mitte gibt es wieder ein schickes Poster, bevor sich in den drei folgenden Heften #8 von 1967 und, nach einer kleinen Lücke, #12 & #13 von 1969 die Autoren Bill Pearson und Archie Goodwin abwechseln. Durchweg guter, schon trashiger und manchmal etwas infantiler Abenteuerstoff, der vor allem durch die wechselnden Zeichner Abwechslung bietet. Der Abschluss des Magazins von Zeichner Jeff Jones stellt dahingehend leider ein Negativbeispiel dar, die Zeichnungen wirken echt ziemlich lazy. Dennoch bleibt der Gesamteindruck des Magazins bei mir positiv.
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  10. #10485
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    Sandman - Dead Boy Detectives - Das Geheimnis der Unsterblichkeit

    Inhalt: The Sandman Presents: The Dead Boy Detectives #1-4 (2001)

    Nicht wundern, wenn auf dem Schild der Detektei nur zwei statt drei Namen stehen, denn die vierteilige Mini-Serie, die in diesem Band enthalten ist stammt von 2001, erschien ursprünglich also lange vor den Bänden „Die Ängste von Schuljungen“ und „Geisterschnee“, die ich zuvor besprochen habe. Sicherlich brachte Panini den Band erst kürzlich heraus, da die Geisterdetektive bei Netflix aktuell zu Streaming-Ehren kommen.

    Ed Brubaker mag ich als Autor sehr gerne, er ist zumeist eine Bank, was bedeutet, dass nicht alles von ihm genialitätspreisverdächtig ist, er aber auch nie Schrott abliefert, so auch hier. Die Geschichte über den ersten großen Mordfall von Edwin und Charles, die gerade erst ihr „Büro“ im Baumhaus bezogen haben ist durchweg spannend, durch die verschiedenen Zeitebenen und den übernatürlichen Einschlag ist reichlich Abwechslung geboten, die Atmosphäre von großen Klassikern wie von Dickens, Stoker oder Hugo wird beschworen und optisch gefällt mir das leicht creepy anmutende Artwork von Bryan Talbot ziemlich gut. Ja, den Twist sieht man von meilenweiter Entfernung heranreiten, da wäre mehr gegangen, aber das gibt bei mir nur leichten Abzug in der B-Note. Toller Band!
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  11. #10486
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    Letztes Wochenende im Januar - Bastien Vives -Schreiber & Leser

    Kann jemand zwischenmenschliche Begegnungen so leicht und subtil und trotzdem so mitreissend tief wie Bastien Vives erzählen? Diese knisternde Atmosphäre einer sich anbahnenden Romanze.

    Ich frag mich wo dieser junge Zeichner und Autor in seinen jungen Jahren diese Lebenserfahrung her? Diese abwechslungsreichen Geschichten die er immer wieder produziert, mit seinem extrem eleganten Strich und solcher Ausdruckskraft und tiefe seiner Figuren. Man fühlt sich nicht nur als Beobachter, sondern hat das Gefühl man schlendert mit den Protagonisten mit.
    Dazu diese tiefen Einblicke in die Gefühlswelt der Comic Künstler während eines Festivals, die unterschiedlichen Typen. Irgendwie hat man sich und kann man sich das genauso gut vorstellen. Auch dafür ein Dank an Bastien Vives uns solche Einblicke zu gewähren.
    Ein in die Jahre gekommener Comic Künstler schafft während dem Comic Festival Angouleme eine Romanze mit der Frau eines Besuchers und Fans zu entfachen. Ein Page Turner und jede Seite ein Genuss dieses Ausnahmekünstlers zu betrachten.
    Bastien Vives wird in einigen Jahrzehnten als Genie der 9 Kunst angesehen sein, zu recht!
    Die Familie Vives im speziellen seine Eltern sind faszinierende Menschen und sein Vater ein grossartiger Künstler dazu. Im nächsten Post gebe ich dazu ein paar Einblicke.
    Mit seiner Mutter Marie Laura Vives hab ich einen ganz netten Kontakt und hab Sie sehr bewundert wie ruhig und souverän diese tolle Dame die Provokante pornografische Seite Ihres Sohnes mitträgt und seine Originale dazu zeigt und dabei absolut souverän und nett bleibt und trotzdem das ein oder andere schmunzeln mit dem Interessenten sich nicht verkneift und das lockert die Situation sehr schön auf.

    9 von 10

    Plastik - Doug Wagner/Daniel Hilliard - Cross Cult

    Wenn grosse Namen für ein Werk eines anderen Künstlerteams in überschwängliches Lob verfallen und das fürs Marketing genutzt wird, fehlt nur noch der Hinweis auf Quentin Tarantino, ist es meistens vorbei mit der Herrlichkeit und man bekommt völlig absurd übertriebenen Crash serviert.
    Robert Kirkman Plastik wäre Die abartigste Scheisse die er je gelesen habe. Das nehme ich dem Robert nicht ab. Da gibt es zwischenzeitlich so viel abartige Scheisse und er wird schon aus Berufsgründen härteren Stoff und abartigeres Zeug als dieses Werk hier gelesen haben.
    Mein Ding ist es von zu Haus aus eigentlich nicht, muss aber anerkennen das es mich gut unterhalten hat und die Grafik von Daniel Hilliard voll ins schwarze trifft. Die Kolorierung ist auch absolut meins.
    Ein Rachefeldzug eines absoluten Psychopathen der seine grosse Liebe eine Kautschuk Puppe zurück haben möchte. Die wurde von bösen Buben und einem Mafia Clan entführt-entwendet.

    Das artet in absurdestes Gemetzel aus, wobei Ideen andere Menschen kreativ - abartig zu killen unendlich zu sein scheint. Was geht in Doug Wagners Kopf durch, sich so etwas auszudenken. Logisch mit Logikfehler und tatsächlich völlig absurd-abartig aufgesetzte Verhaltensweisen des liebestollen Psychos, aber für mich mit durchaus Neuem in diesem Splatter Crash Genre und wie gesagt mich hat der ganze krude Quatsch soweit interessiert und bei Laune gehalten, dass ich es durchgezogen habe und an einem Stück zu Ende gelesen, was sonst nicht immer der Fall ist.
    Das Finale hat mir auch gut gefallen, sprich der Story geht nicht die Luft aus und es kamen noch einige abartigen Auflösungen dazu.
    Gute Unterhaltung und ich gebe den Band auch nicht mehr her.

    7 von 10

    Hexenkram Grüna - Reprodukt

    Was für goldene Zeiten für Kinder und Jugendliche.
    So viele grossartige Comics mit spannenden Charakteren, tollen Botschaften. Interessant erzählt für Jung und alt. Reprodukt sucht in diesem Bereich die ganz guten Werke aus. Hier kann man schon blind kaufen und weiss es ist etwas wertvolles das man seinen Kindern gibt oder gemeinsam mit Ihnen liest.
    Grüna will keine Hexe wie Ihre Mutter und Grossmutter sein, sondern ein ganz normales Mädchen und später eine Frau, die ohne diese Abgrenzung von anderen "normalen" Menschen und Sie zur besonderen Person machenden Eigenschaften einer Hexe zu sein.
    Verhindern was die Natur für einen vorgesehen hat kann man nicht, dass es trotz dieser Besonderheit und "Makel" es trotzdem Menschen gibt die das akzeptieren und auch die Person mögen und schätzen wird hier wieder sehr schön und einfühlsam erzählt mit viel Spass und Action was eben so eine Hexerei mit sich bringt. Eine wunderbare Brücke zum realen Leben wird hier gespannt und die 2 Welten können gut miteinander harmonieren.
    Hat uns sehr gut gefallen

    9 von 10
    Geändert von jellyman71 (12.05.2024 um 14:32 Uhr)

  12. #10487
    Premium-Benutzer Avatar von dino1
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    Kein Review an sich, aber wieder mal muss ich loswerden wie genial doch die Hellboy Geschichten, insbesondere hier die kurzen Storys sind.
    The Chained Coffin und The Right Hand of Doom bieten in zwei Trades herrlich schräge Sammlungen unseres Lieblingsparanormaldetektivs.
    Speziell die absolut trockenen Kommentare und insbesondere die Endungen lassen einen einfach mit Schmunzeln und gleichzeitigem Unbehagen zurück. Dazu absolut genial grafische Umsetzung.
    Ich weiß, ich weiß, kennt ihr, wisst ihr, muss es trotzdem regelmäßig erwähnen.

  13. #10488
    Ex-Exphilosoph Avatar von Jovis
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    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Ich weiß, ich weiß, kennt ihr, wisst ihr, muss es trotzdem regelmäßig erwähnen.
    Ja, klar! Sollst du auch. Ich lese deine Sachen gerne. Und das ist ja hier der "Was habt ihr gerade gelesen"-Thread. Nicht der "Kennt ihr noch nicht"-Thread. (Nicht, dass hier einer kommt und plötzlich neue Parameter aufstellt.)
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    [QUOTE=Largo Beutlin;5890050]Im Gegensatz zu dir fördere ich das Comicwesen durch den Ankauf vieler Neuerscheinungen.[/QUOTE]

  14. #10489
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Micky Maus von Floyd Gottfredson – Band 1: Wettlauf ins Tal des Todes

    Genau wie Barks und Rosa ist auch Gottfredson bei uns Bettlektüre für Krümelchen, ich lese das also vor und ich kann Euch sagen, von Mickys hoher Stimme brauche ich öfter mal eine Pause! Das und die schon ordentliche Textlastigkeit des Bandes hat dafür gesorgt, dass wir insgesamt recht lange gebraucht haben, bis wir durch waren, was aber keinesfalls ein Kritikunkt ist! Ich muss wirklich sagen, ich finde Gottfredsons Humor ganz wunderbar, manchmal überraschend böse und, dass Disney hier offensichtlich nicht die Schere angesetzt hat, um heutzutage vielleicht unangebrachte oder beleidigende Passagen zu streichen, sondern in den begleitenden Texten darauf hinweist und hilft alles zeitlich einzuordnen, finde ich absolut großartig!

    Insgesamt ist das enorm ausufernde und komplett übersetzte Zusatzmaterial ein absoluter Knüller, doch darüber stehen natürlich noch die tollen Zeichnungen, Geschichten und Gags. Klar merkt man, dass sich das alles zu Beginn noch finden musste, bevor es richtig rund wurde, aber ich muss auch gestehen, dass wir im Schnitt deutlich öfter laut gelacht haben, als es bei den Ducks der Fall ist. Ja, die Schuber zu 150€ mit je drei Bänden sind schon recht teuer, wenn man aber sieht was man dafür alles geboten bekommt, finde ich den Preis tatsächlich gerechtfertigt. Einfach nur großartig und eine absolute Empfehlung meinerseits.
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  15. #10490
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    Sandman - Dead Boy Detectives: Fremde Geister unerwünscht!

    Inhalt: US The Sandman Universe: Dead Boy Detectives #1-6 (2023)

    Somit wären wir also beim Aktuellsten Panini-Paperback angekommen, in dessen Zentrum die beiden toten Geisterdetektive stehen. Dazu sei gesagt, dass sich die Story zwischen den beiden Bänden „Sandman - Albtraumland 1 - Der Lächelnde Mann“ und „Sandman - Albtraumland 2 – Das Glashaus“ abspielt. Ich habe keinen von beiden gelesen (hebe ich auch nicht vor) und kann insofern Entwarnung geben: Die Bände sind nicht erforderlich um „Fremde Geister unerwünscht“ zu verstehen. Die Ausgangssituation um die Jahrtausende alte Hexe Thessaly resultiert wohl aus Ereignissen, die in „Der lächelnde Mann“ passieren, aber alles notwendige wird erläutert und zusammengefasst, sodass wir uns unbesorgt in den neusten Fall unserer liebsten Geisterdetektive stürzen können.

    Geister verschiedener Kulturkreise tauchen plötzlich an Orten auf, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben, was zu mannigfaltigen Schwierigkeiten führt. Was sind die Gründe für diese außergewöhnlichen Entwicklungen? Klarer Fall für Charles Rowland und Edward Paine, die während der Ermittlungen so manchen, recht extraordinären Mitstreiter gewinnen, sich aber ebenso mal wieder in Damengeschichten verstricken.

    Im Vergleich zu den anderen drei Bänden, die ich kürzlich gesichtet habe, wird der Horrorfaktor immens hochgefahren, war mir persönlich ja immer Spaß macht, aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Dass auch asiatische Geisterwesen mitmischen dürfen hat mich besonders gefreut, und das etwas reduzierte, aber an den richtigen Stellen „roh“ wirkende Artwork von Jeff Stokely und Javier Rodriguez passt meines Erachtens prima zur Story. Die ist allerdings leider nicht ganz durchgehend auf gleichbleibendem Niveau. Da holperst es manchmal auch ein wenig, die Spannung flaut immer mal wieder ab und hier und da hätten die Rätsellösungen und Ermittlungserfolge etwas schlüssiger hergeleitet werden dürfen.

    Hat trotzdem gut unterhalten und das Finale ist eines Horrorfilms würdig, das kann man schon so stehen lassen – oder man holt sich dann „Sandman - Albtraumland 2 – Das Glashaus“ und liest einfach weiter. Eure Entscheidung!
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  16. #10491
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Halo Jones Band 1-3 von Alan Moore und Ian Gibson (Panini)

    Das hat echt Spaß gemacht.
    Man merkt das es ein Frühwerk von Moore ist, alles eher flockig und unbeschwert, enorm gut lesbar und eben nicht so verkopft wie viele Moore Werke späterer Zeit. Sein Worldbuilding hier ist großartig und die Serie wird mit fortschreitender Dauer immer besser. Beginnt das alles noch sehr niederschwellig (ein auf zig seiten zelebrierter Einkaufsbummel) wird die Geschichte mit zunehmender Seitenzahl immer fesselnder und nimmt enorm Fahrt auf, gerade Band 3 steigert die Handlung und man möchte zu gern weiterlesen, aber da ist halt dann auch schon wieder Ende. Leider!
    Die Geschichte rund um den Malm finde ich phänomenal, da ist Moore komplett in seinem Element der überdrehten Bizarrheit, aber immer irgendwie logisch das Alles. Humor kommt nicht zu kurz und schwankt zwischen Slapstik und Bitterböse. Dazwischen noch ein bisschen wokeness wie man ihn vor 40 Jahren gesehen hat.
    Gibson belebt die Geschichte, mit ihren immer wieder wahnwitzigen Einfällen, passend und sorgt für einen Durchblick in dieser nicht immer einfachen Welt.

    Wer einen locker flockigen Sci-Fi Comic lesen möchte der auch noch eine gut erzählte und gezeichnete Geschichte bietet und sich nicht von einem leider aprupten Ende aufhalten läßt, sollte unbedingt mal reinschauen.
    Geändert von joe ker (13.05.2024 um 10:32 Uhr)
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  17. #10492
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Die Spirit Archive – Band 3 (Vorzugsausgabe) (Will Eisner)

    Ein Spirit-Band des Salleck-Verlags liegt immer auf meinem Nachttisch. Sollte ich mal nicht wissen was ich lesen soll, oder ob ich überhaupt Lust auf eine Lektüre vor der Nachtruhe habe, ein Griff zum Spirit sorgt für einen tollen Ausklang des Tages, sei es spannend, humorvoll, actionreich oder auch tragisch. Woche für Woche kredenzt der Meister Storytellings eine fabelhaft erzählte Story, mit immer kreativer werdenden Titelseiten und Charakteren, die Emotionen wecken – und das auf nicht mehr als sieben Seiten.

    Der Band enthält die Stories vom Juli 1941 bis zum Dezember desselben Jahres, es ist also nicht verwunderlich, dass auch das Kriegsgeschehen in Europa in mehreren Geschichten thematisiert wird und der Spirit als Spion im zweiten Weltkrieg zum Einsatz kommt. Solche Zeitzeugnisse verströmen immer eine ganz eigene Atmosphäre, wie ich finde. Insgesamt merkt man deutlich, dass Eisner in diesem Band noch dazugelernt hat, erzählerisch schon ein ganz Großer war, sich am Zeichenbrett aber stetig verbessert hat und auch mutiger wurde. Da wird mit Farbpaletten und Panelformen experimentiert und die erwähnten Titelseiten sorgen jede Woche für eine neue Überraschung. Großartig!

    Dieser dritte Band ist der Einzige der Reihe, den ich als Vorzugsausgabe besitze und auf das noch von Meister Will Eisner selbst signierte Exlibris bin ich schon ein wenig stolz muss ich sagen. Ich freue mich schon auf die nächsten Geschichten von ihm, die ich lesen werde, der Lese-K2 hält da noch so Einiges bereit.
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  18. #10493
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    Sandman präsentiert: Geschichten über die kleinen Ewigen

    Kein Comic, sondern einige illustrierte Erzählungen in deren Fokus die knuffigen Kleinkind-Ausgaben unserer Ewigen stehen. Der Band ist einerseits gelungen, denn die Stories versprühen Witz und Charme mit einem Hauch Melancholie und die Bilder sind wirklich herzallerliebst. Dennoch habe ich ein starkes Gefühl von „weder Fisch noch Fleisch“. Einerseits mutet es an wie die perfekte Vorleselektüre für Krümelchen, bei der man zwischendurch immer die schönen Bilder zeigen kann, andererseits würde Krümelchen teile der Stories und den Großteil des Humors wohl nicht verstehen, weil sie Gaimans Sandman-Zyklus nicht kennt – und für den ist sie wahrlich zu jung. War trotzdem ein netter Abschluss für meinen erneuten Ausflug in die Welt des Sandman, denn weitere Bände aus dem Universum finden sich aktuell nicht auf meinem Lese-K2 und der Erwerb ist in nächster Zeit auch nicht geplant.
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  19. #10494
    Premium-Benutzer Avatar von dino1
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    Boule und Bill GA1, Roba, Carlsen

    Boule, der Junge mit seinem Hund Bill, erlebt alltägliches Familienleben. Vater und Mutter runden den Strip ab, dazu kommt später noch eine Schildkröte. In dieser Ausgabe aber noch nicht.

    Ich denke mal ihr alle kennt den Klassiker von Jean Roba, und auch wenn es sich einfach anhört, und irgendwie auch ist, fängt dieser Comic derart gelungen den familiären Alltag ab Anfang der 60er bis in unsere Zeit ein, dass es mir schwer fällt zu deuten worin genau das Geniale liegt. Da sind sicherlich die Zeichnungen, dynamisch und ansprechend mit tollem Strich, findet Roba eine, wenn auch von Franquin und der Ecole Marcinelle insgesamt beeinflusste, eigene Bildsprache. Seine Figuren strahlen eine immense Sympathie aus, nur am Anfang ist ausgerechnet Cocker Spaniel Bill noch nicht ganz so eingefangen, gerade im Vergleich zu den restlichen Hauptfiguren.

    Zeichnen können viele im Hause Spirou, wo nur die Besten arbeiten dürfen, warum nun gerade ein Strip der nichts macht als uns einen Spiegel vorzuhalten so erfolgreich wurde und immer noch ist scheint aber genau darauf zurückzuführen zu sein. Nur wenige von uns werden einen Turbot ihr eigen nennen können, oder einen Arumbaya Fetisch jagen dürfen, auch Spinnenkräfte nach dem Biss eine radioaktiv verseuchten Arachnide sind selten. Aber einen Hund dürften viele haben, Vater und Mutter sowieso. Freunde, Schule, ein soziales Umfeld auch. Das ganze leicht humorig abgewandelt, immer auch mit dem Blick auf den aktuellen Zeitgeist, und schon steht dem Erfolg nichts im Wege.

    Carlsen hat eine sehr gelungene GA spendiert, ich freue mich über reichlich Bonus- und Hintergrundinformationen, speziell zu erwähnen sind die übersetzten Sprechblasen und Texte von Werbeannoncen und Header aus dem Spirou Magazin. Das Original bleibt erhalten, die Übersetzung unter der Illustration zu finden. Für Puristen wie mich ein Traum. Inzwischen nervt es mich richtig wenn so pfuschig in der Kunst mit, (setzt ein woran ein jeder glaubt oder nicht glaubt) bewahre, Maschinenlettering, rumgefuhrwerkt wurde.

    Schöner Druck, saubere Farben, in chronologischer Reihenfolge, was will mann mehr? Richtig. Kaufen? Na sicher!

    (Ich könnte ein wenig voreingenommen sein, B&B ist der Comic den ich kannte bevor ich 'Comics' kannte. Mein damaliger bester Freund hatte ein Kioskheft, Band 3, 'Techtelmechtel', und ich weiß noch wie sehr ich dieses Heft geliebt habe.)
    Geändert von dino1 (14.05.2024 um 07:42 Uhr)

  20. #10495
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Diesem Statement kann ich nur vollumfänglich und vorbehaltlos zustimmen!
    Boule & Bill war und ist ein Comic, der mich seit Jahrzehnten begleitet und begeistert.
    Und auch meiner Frau geht es hier ähnlich. Sie duldet und erträgt im Grunde meine (Sammel)leidenschaft, aber bei diesen Beiden ist sie voll der Fan. Auch sie erwartet voller Ungeduld immer den nächsten Band und es gibt immer den Disput, wer ihn zuerst lesen darf.

  21. #10496
    Mitglied Avatar von Largo Beutlin
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    Adler, GA 2, Kult

    Rene Sterne ist leider viel zu früh verstorben! Mit Adler hat er eine Reihe geschaffen, die sich noch viele Alben verdient hätte.
    Ein Titelheld dem nicht alles gelingt, der auch krank wird und ständig die Hilfe anderer braucht.
    Grandios finde ich den Beginn des zweiten Albums in dieser GA, in der

    unsere Titelfigur, furchtbaren Liebeskummer erleidet und der geneigte Leser, diesen wohl angesichts des Abschiedsbriefes seiner Liebe nur mitfühlen kann.


    Mit der Figur des Opas kommt auch eine gewisse Leichtigkeit in die letzten beiden Alben.
    Gerade diese Geschichte weckt in mir die Sehnsucht nach der Südsee. Das türkise Meer , der blaue Himmel, man kann beim Lesen das Meer fast schon riechen und den Wind fast fühlen……wunderbar gezeichnet.

    Adler ist für mich ein Highlight in meiner Sammlung! Schön erzählte Abenteuerstories in tollen Bildern.

  22. #10497
    Premium-Benutzer Avatar von dino1
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    Auch ein Comic den ich mir gönnen möchte, aber es sind so viele…

  23. #10498
    Mitglied Avatar von Manfred G
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    Zitat Zitat von God_W. Beitrag anzeigen
    Micky Maus von Floyd Gottfredson – Band 1: Wettlauf ins Tal des Todes
    ...dass Disney hier offensichtlich nicht die Schere angesetzt hat, um heutzutage vielleicht unangebrachte oder beleidigende Passagen zu streichen, sondern in den begleitenden Texten darauf hinweist und hilft alles zeitlich einzuordnen, finde ich absolut großartig!
    Dies liegt mit Sicherheit ausschliesslich daran dass Fantagraphics die Reihe zu einer Zeit brachte als man bei Disney noch nicht alle Comics darauf prüfte was nicht mehr zeitgemäß ist. Auch Ehapa hat dann die Reihe noch rechtzeitig veröffentlicht, da hatten wir wirklich Glück. Fantagrapics hat allerdings mit seinen Anmerkungen (die auch ins deutsche übersetzt sind) gesorgt dass man so einiges im zeitlichen Zusammenhang sehen muss wann diese Storys veröffentlicht wurden. Die Reihe ist absolut großartig, viel Spaß bei den weiteren Bänden!

  24. #10499
    Mitglied Avatar von Diskomo
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    Ist zwar eher "Sekundärliteratur", aber was soll's...

    Es waren einmal Schwarze Gedanken - Vom ollen Carlsen, Franquin und vielen anderen.
    Der stand am Samstag für den berühmten einen Euro bei einer Bibliotheksräumung herum (da hab ich auch gleich MiniVIP und SuperVIP zum selben Kurs mitgenommen), da kann man das schon mal machen.

    Das ist ein sehr hübsches Buch. Vor allem mit Interviews mit Franquins Zeitgenossen, Wegbegleitern, Kumpanen und auch ein wenig (mehr oder weniger erweiterter) Familie.
    Franquin mag ich einigermaßen, die Schwarzen Gedanken eher weniger, aber so viel Sekundärmaterial auf einem Fleck zu versammeln, ist schon ziemlich ehrenwert.

    Was den Band aber innerhalb dieser Interviews ausmacht, ist der Blick auf die frankobelgische Comicszene und -Industrie während eines bestimmten Zeitabschnitts. Die Veränderungen, die Umbrüche, das Aufblühen einer gewissen "Indie-Kultur" - Das kommt hier alles gut zur Sprache. Und ist auch recht fesselnd, zumal aus verschiedenen Blickwinkeln.

    Was mir weniger gut gefällt, ist der eher lapidare bis relativierende Umgang mit dem Thema "Depression". Der eine oder andere Interviewpartner scheint das nicht ganz ernst genommen zu haben. Während ich mir noch immer sehr sicher bin, dass man anhand der Gastoniaden ziemlich genau ablesen kann, wann Franquin einen depressiven Schub hatte und wie hart der war. Aber sei's drum.

    Gibt auch Comics in dem Buch: Schwarze Gedanken (latürnich), aber auch Hommagen von Leuten, die unsereiner eher aus alten Volksverlagsheftchen kennt. Und wie das so ist mit Hommagen, sind die einen gelungener als andere. Wobei ich wette, dass jeder Leser eine sehr eigene Ansicht davon hat, was nun gelungenererererer ist als der Rest.

    Da ich des Französischen nicht mächtig bin, kann ich auch nicht sagen, wie gut Eindeutschungen wie "P wie Pannemann" sind. Das klingt auch schon wieder sehr nach Brumm- und U-Comix.

    Doch doch, wirklich hübsches Buch. Haben die insgesamt ganz gut gemacht.
    Ein Leben ohne Roboter ist möglich, aber sinnlos.

  25. #10500
    Premium-Benutzer Avatar von dino1
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    Trip mit Tropf, Mark, Kibitz

    Ein krebskrankes Kaninchen und Wolf auf Roadtrip.

    Angeregt durch eine Rezension auf CRON, nämlich eine Adaption des Bärbeiss von Josephine Mark und den knuffigen Zeichnungen habe ich Trip mit Tropf erworben.
    Der wurde mir schon von einem Freund nahegelegt und auch hier gibt es einige Fans, darüberhinaus auch Preise gewonnen, also kann der Comic ja nicht schlecht sein.

    Ist er auch nicht, aber, und es widerstrebt mir etwas, denn soviel ich weiß hat Mark hier ihre eigene Erfahrung eingebracht, so richtig gut finde ich ihn auch nicht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, oder ich bin gerade nicht in Stimmung, jedenfalls holt mich der Comic nicht so ab wie viele andere Leser.

    Die Zeichnungen sind gut, sprechen mich auch an, nur so ganz ganz tief fehlt mir das komplette Mögen. Kann es schwer beschreiben. Die Story ist einfach ein Roadmovie, absurd und lustig eben durch die Kaninchen-Wolf Beziehung und die Vermenschlichungen der Tiere. Sollte es jedenfalls sein, aber auch da klickt es bei mir nicht. Weder Geschichte, die auch echt super süß ist, noch die Dialoge schaffen es über ein eher durchschnittliches Level.

    Es werden mich alle für kaltherzig halten, aber ich möchte auch nicht aus falsch verstandenem Anstand einfach etwas über den Klee loben wenn ich es nicht so empfinde. Gleichzeitig ist es trotzdem ein tolles Werk und ich wünsche Mark weiterhin alles Gute und werde andere Werke kaufen.

    Sicher, eine etwas ambivalente Rezension, ich überlasse es euch wie ihr dazu steht. Habe auch überlegt ob ich überhaupt was schreiben sollte.
    Geändert von dino1 (15.05.2024 um 18:03 Uhr)

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