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Thema: Buck Danny

  1. #2076
    Mitglied Avatar von Jerry Tumbler
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    Vorgeschmack aus Buck Danny 59 "Programme Skyborg/Programm Skyborg" (Januar 2022), Seite 16: Sonny Tuckson und Suki (sehe auch Teil 55 "Defcon One")...


    © Gil Formosa, Mai 2021
    Geändert von Jerry Tumbler (27.05.2021 um 16:38 Uhr)

  2. #2077
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    Ich hoffe Eckart bleibt bei Buck Danny weiterhin am Ball.

  3. #2078
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    bissl Provokation

    Rex Danny, Lady X und der Mief der alten Bonner Bundesrepublik
    Wenn Übersetzer eine völlig neue Story erzählen.: Sie hat studiert ...
    https://comicgate.de/hintergrund/rex-danny/
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  4. #2079
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    bissl Provokation

    Rex Danny, Lady X und der Mief der alten Bonner Bundesrepublik
    Wenn Übersetzer eine völlig neue Story erzählen.: Sie hat studiert ...
    https://comicgate.de/hintergrund/rex-danny/
    Der Artikel ist im Ton ja ziemlich überheblich. Bißchen billig, gegenüber einer 50 Jahre alten Übersetzung in dieser Weise die eigene Cooloness zu demonstrieren und dem damaligen Übersetzer eins mitzugeben. Das waren halt andere Zeiten damals, da muss man doch nicht nach fünf Jahrzehnten den Durchblicker und Besserwisser rauskehren...

  5. #2080
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    Ich finde den Tonfall überhaupt nicht überheblich. Er erzählt die überhebliche Art der männlichen Mitbürger Frauen gegenüber, die brav hinterm Herd zu stehen und ja nicht aufzumucken hatten. Und die Jugend, die damals überwiegend Comic gelesen hat, hat man die alten Werte auch noch beigebracht und dazu auch noch, dass sie sich nicht gegen ihre Väter aufzulehnen hätten, denn diese hätten ja eh immer recht und wüssten was richtig ist und wenn sie mal groß sind, würden sie es schon verstehen. Es war der letzte Versuch eines Übersetzter, der noch in den überkommenen und verstaubten Vorstellungen der 50er Jahre lebte, in einer, wie er doch zu recht schreibt, piefige, grundgutmütige, altväterlich-paternalisitische Art, diese alte Zeit noch zu retten.

    Danke für diese Einsicht. Ich habe die alte Übersetzung schon längst vergessen und dieser Bericht ruft die alte Zeit zurück, die irgend wie gemütlich und spießig war, die viele als die gute alte Zeit betrachten, in die aber niemand mehr wirklich zurück will (zumindest keine Frau will das und andere auch nicht).
    Geändert von Alice vom See (10.06.2021 um 15:06 Uhr)

  6. #2081
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Man darf aber auch nicht vergessen, dass das der Kiosk Groschenheft Verlag Bastei war
    Der u.a auch Rex Danny so enstellt für ihr vermutetes Publikum , wie fast alle seinen anderen Comics sehr Schemen-und Formatgerecht mit plakativen Titeln genauso RTL 2 mäßig herausbrachte für die Zielgruppe Jungen ca. +/- 8-15 Jahre ohne aufs Orignal Rücksicht zu nehmen oder dieses gar bestmöglich zu kopieren und zu etablieren..
    Kinder, Massen und Schundware und nicht Kunst in den Augen von Bastei .
    Die Zielgruppe war eher wenig bis gar nicht an Frauen , Romantik (Ausnahme wenn es ein gefährlich ebenbürtiger Gegner ala Lady X war) oder gar langen Texten interessiert , sondern einzig an Abenteuer und moderne Millitär Technik.

    Allerdingsist dies dann bei Carlsen langsam n den Achtzigern merklich besser geworden , zumal Andreas Knigge und Herr Sackmann zu der Zeit damals die dortigen Verantwortlichen waren , die ja eher den linken Zeitgeist vertraten.
    Geändert von Huckybear (11.06.2021 um 13:25 Uhr)
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  7. #2082
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Ich finde den Tonfall überhaupt nicht überheblich. Er erzählt die überhebliche Art der männlichen Mitbürger Frauen gegenüber, die brav hinterm Herd zu stehen und ja nicht aufzumucken hatten. Und die Jugend, die damals überwiegend Comic gelesen hat, hat man die alten Werte auch noch beigebracht und dazu auch noch, dass sie sich nicht gegen ihre Väter aufzulehnen hätten, denn diese hätten ja eh immer recht und wüssten was richtig ist und wenn sie mal groß sind, würden sie es schon verstehen. Es war der letzte Versuch eines Übersetzter, der noch in den überkommenen und verstaubten Vorstellungen der 50er Jahre lebte, in einer, wie er doch zu recht schreibt, piefige, grundgutmütige, altväterlich-paternalisitische Art, diese alte Zeit noch zu retten.
    Da wird aber ein sehr großes Fass aufgemacht. Das geben die im Artikel gezeigten Szenen doch überhaupt nicht her. Und der Verfasser macht sich vor allem in billiger Manier über den damaligen Übersetzer lustig ("Das hat sich der Übersetzer alles so nett ausgedacht und war sicherlich zufrieden, mit wenigen Worten noch einmal eine komplett neue Erzählebene dazugedichtet zu haben"), natürlich aus der Position des souveränen, wohlinformierten, überlegenen Comic-Experten des Jahres 2021, der genüßlich die doofen Comicmacher der frühen 70er Jahre zerlegt... also für mich ist das billige Ironie auf dem Rücken von jemandem, der sich nicht mal mehr wehren kann. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass dieser schlimme Übersetzer nicht mehr unter uns weilt.

    Wir reden hier von einem Comic, der 1973 als Trivialunterhaltung für 10-15jährige am Kiosk angeboten wurde. Die ZACK-Redaktion hat sich damals auch ziemliche Freiheiten bei den Übersetzungen rausgenommen. So waren die Zeiten eben. Die Sachen mussten verkauft werden, und die Leser haben sich um ungenaue Übersetzungen nicht geschert. Die waren auch bei der Vergangenheit von Lady X nicht so pingelig. Das waren eben Bilderheftchen, die für den schnellen Konsum durch Kinder bestimmt waren. Dass diese Geschichten später zu kulturhistorisch relevanten Hervorbringungen geadelt würden, für die sich erwachsene Leser interessieren, hat damals kein Mensch ahnen können. Vermutlich nicht mal die Autoren.
    Geändert von BobCramer (10.06.2021 um 16:07 Uhr)

  8. #2083
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    Ja, so waren die Zeiten. Immer mit dem väterlichen patronistischen Zeigefinger die Welt, in der man es sich gut eingerichtet hat, zusammen halten. Diese Zeiten sind vorbei. Der Übersetzer hätte sich ja auch an die Originalgeschichte halten können. Das kann man nicht einfach mit "so waren die Zeiten" einfach abtun. Das ist zu einfach und erklärt rein gar nichts. In diesem Fall hat er nicht einfach Unsinn übersetzt, sondern eine völlig andere Geschichte erzählt, die im Kontext zur Zeit sogar ihren beschriebenen Sinn hatte.

  9. #2084
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    Man darf aber auch nicht vergessen, dass das der Kiosk Groschenheft Verlag Bastei war
    Der u.a auch Rex Danny so enstellt für ihr vermutetes Publikum , wie fast alle seinen anderen Comics sehr Schemen-und Formatgerecht mit plakativen Titeln genauso RTL 2 mäßig herausbrachte für die Zielgruppe Jungen ca. +/- 8-15 Jahre ohne aufs Orignal Rücksicht zu nehmen oder dieses gar bestmöglich zu kopieren und zu etablieren..
    Kinder, Massen und Schundware und nicht Kunst in den Augen von Bastei .
    Die Zielgruppe war eher wenig bis gar nicht an Frauen , Romantik (Ausnahme wenn es ein gefährlich ebenbürtiger Gegner ala Lady X war) oder gar langen Texten interessiert , sondern einzig an Abenteuer und moderne Millitär Technik.
    Niemand sagt, dass die Zielgruppe Frauen sind. Aber die Weltsicht des Übersetzers manifestiert sich in seiner erfundenen Geschichte. Und diese erfundene Geschichte dient auch noch zur Erziehung der Kiddies. Das hat der sich nicht einfach so aus Versehen zusammen gereimt, denn dazu ist diese Geschichte zu schlüssig. Das ist auch keine vermasselte Übersetzung, sondern eine gezielt platzierte Geschichte, die den Geist der 50er Jahre in Deutschland wider spiegelt.

  10. #2085
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Niemand sagt, dass die Zielgruppe Frauen sind. Aber die Weltsicht des Übersetzers manifestiert sich in seiner erfundenen Geschichte. Und diese erfundene Geschichte dient auch noch zur Erziehung der Kiddies. Das hat der sich nicht einfach so aus Versehen zusammen gereimt, denn dazu ist diese Geschichte zu schlüssig. Das ist auch keine vermasselte Übersetzung, sondern eine gezielt platzierte Geschichte, die den Geist der 50er Jahre in Deutschland wider spiegelt.
    Du meinst der Übersetzer oder sogar der Redakteur oder Verlag (Gustav Lübbe selbst ?) wollte ganz gezielt die damalige männliche Kindergeneration (Jungen zwischen 8 bis 15 Jahren) in einer vorgegebenen oder eben seiner politisch gesellschaftlichen Weltsicht Antifeministisch indoktrinieren, so das die nächste männliche Generation dieses Weltbild weiter vererbt und aufrecht erhält ?

    Kann ich mir absichtlich ehrlich gesagt kaum vorstellen ? Was für eine Arbeit und Aufwand
    Höchstens vielleicht unbewusst weil damals gängig Normal ?
    Damals war die linke Presse viel eher gegen die Patriotische Waffencomics eines Charlier kritisch eingestellt als jetzt interessiert ein Gleichberechtigtes Weltbild vorzuleben
    Siehe ZACK und die Darstellung des Spiegels gegenüber Tanguy & Laverdure (Böse Inversoren) und Blueberry 1972 Bild zeitung für Kinder
    https://www.spiegel.de/politik/da-la...?context=issue
    Charlier bevorzugte halt Machertypen...Jean Michel Charliers Comics idealisieren ein damaliges gängiges beliebtes (heute toxisches ?) Männlichkeitsbild
    https://comicgate.de/hintergrund/die...-und-militaer/

    Das wird vielleicht heute andersherum wohl eher so gehandthabt , alles schön korrekt , aber damals ging es doch gerade bei Bastei nur ums schnelle Geld und produzieren bei den Verlagen
    Kann aber sein das der Verlag auch gar nicht so sehr inhaltlich darauf geschaut hat was der Übersetzer so macht , Hauptsache weniger Text, also weniger Arbeit für andere , dazu pünktlich schnell zum Abgabetermin und zum guten Preis.
    Geändert von Huckybear (10.06.2021 um 20:46 Uhr)
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  11. #2086
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Ja, so waren die Zeiten. Immer mit dem väterlichen patronistischen Zeigefinger die Welt, in der man es sich gut eingerichtet hat, zusammen halten. Diese Zeiten sind vorbei. Der Übersetzer hätte sich ja auch an die Originalgeschichte halten können. Das kann man nicht einfach mit "so waren die Zeiten" einfach abtun. Das ist zu einfach und erklärt rein gar nichts. In diesem Fall hat er nicht einfach Unsinn übersetzt, sondern eine völlig andere Geschichte erzählt, die im Kontext zur Zeit sogar ihren beschriebenen Sinn hatte.
    Aber das ist doch überinterpretiert, das gibt die im Text gezeigte Szene überhaupt nicht her. Der Verweis auf die Baader-Meinhof-Gruppe ist sogar absurd. Wie sowas durch die sehr kreative Übersetzung intendiert werden sollte, bleibt rätselhaft. Alles, was man sagen kann, ist, dass durch die Übersetzung die Szene melodramatischer gestaltet werden sollte. Da wollte man bei Bastei noch eine Schippe drauflegen und hat ordentlich vom Leder gezogen - so wie das damals eben üblich war. Die Vorstellung, dass im Verlag Leute saßen, die über "Rex Danny" den Kindern gezielt eine restaurative Ideologie einimpfen wollten, halte ich für sehr weit hergeholt. Der Kram musste verkauft werden, also wurde die Geschichte mit ein bißchen mehr Melodramatik aufgepeppt. Ich halte jede Wette, dass auch bei Koralle keine Volkserzieher saßen, die die vorpubertären Jungs ideologisch auf Linie bringen wollten. Die haben eben das Material publiziert, das sie aus Frankreich/Belgien geliefert bekamen - und das nun Mal qualitativ nahezu allem überlegen war, was es sonst noch so in Europa gab.

    Die Ideologie von Serien wie "Danny", "Tanguy", "Vaillant" kann man sicherlich kritisch betrachten. Wenn man die von den Autoren intendierte weltanschauliche Ausrichtung analysiert, hat man viel Material. Aber die Ideologiekritik über die im Text gezeigte Übersetzung hochzuziehen, ist abwegig. Wir sind hier doch nicht bei "Siggi und Babarras".
    Geändert von BobCramer (10.06.2021 um 17:41 Uhr)

  12. #2087
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    Ja, das kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Den damaligen Geist kann man nur verstehen, wenn man ihn selbst miterlebt hat und das habe ich. Ich brauche da nichts hinein zu interpretieren oder überinterpretieren. Auch kleine Textpassagen geben weit mehr über den Geist her als man oberflächlich glaubt. Der gelebte Geist hat auch nichts mit Geldverdienen zu tun. Zieht euch mal alle möglichen Serien rein, die damals im TV nachmittags rauf und runter ausgestrahlt wurden. Man erkennt in allen eine vorgelebte tradierte Ansicht von Familie, zu einer Zeit als alles im Umbruch war. Die einen haben das alte Weltbild vorgelebt und die anderen die Veränderung. Zu behaupten die Presse war per se links ist auch falsch. Die Mehrheit des Volkes war schon immer konservativ (so wie heute auch) und die ganzen linken Umtriebe die man aus dem Geschichtsunterricht her kennt, war eigentlich nur ein kleiner Teil. Und so gab es Teile im Volk die Tradition propagiert haben und andere die es ändern wollten, überall, in den Verlagen, im TV, im Handwerk, Industrie, Schulen usw...

  13. #2088
    Mitglied Avatar von areyoureadysteve
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Ja, das kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Den damaligen Geist kann man nur verstehen, wenn man ihn selbst miterlebt hat und das habe ich. Ich brauche da nichts hinein zu interpretieren oder überinterpretieren. Auch kleine Textpassagen geben weit mehr über den Geist her als man oberflächlich glaubt. Der gelebte Geist hat auch nichts mit Geldverdienen zu tun. Zieht euch mal alle möglichen Serien rein, die damals im TV nachmittags rauf und runter ausgestrahlt wurden. Man erkennt in allen eine vorgelebte tradierte Ansicht von Familie, zu einer Zeit als alles im Umbruch war. Die einen haben das alte Weltbild vorgelebt und die anderen die Veränderung. Zu behaupten die Presse war per se links ist auch falsch. Die Mehrheit des Volkes war schon immer konservativ (so wie heute auch) und die ganzen linken Umtriebe die man aus dem Geschichtsunterricht her kennt, war eigentlich nur ein kleiner Teil. Und so gab es Teile im Volk die Tradition propagiert haben und andere die es ändern wollten, überall, in den Verlagen, im TV, im Handwerk, Industrie, Schulen usw...
    Yesses Gott, was läuft hier falsch ??? Alice du hast mich Schnurstracks ins Wunderland gebracht. Jetzt werden noch Moralkübel über 50 Jahre alte Comics geschüttet. Die spinnen die Römer oder wer auch immer

  14. #2089
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Ich brauche da nichts hinein zu interpretieren oder überinterpretieren. Auch kleine Textpassagen geben weit mehr über den Geist her als man oberflächlich glaubt.
    Ich glaube noch immer nicht, dass bei Lübbe damals rechtsgewirkte Kindererverderber saßen, die per Rex-Danny-Übersetzung Baader-Meinhof eins mitgeben wollten... Es gab ja auch einen interessanten SPIEGEL-Artikel von 72, in dem ZACK als imperialistisch-rassistisches Wehrertüchtigungsmagazin von Springer entlarvt und dem armen Gigi Spina die Maske vom Gesicht gerissen wurde! Diese ganze Indoktrinierung hat bei mir zumindest überhaupt nicht funktioniert, und das trotz jahrelangem Rex Danny- und ZACK-Konsum.
    Geändert von BobCramer (11.06.2021 um 13:10 Uhr)

  15. #2090
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    @BobCramer
    Wobei Gustav Lübbe selbst wohl wirklich ein erzkonservativer Patron war , da muss man Alice recht geben
    H.R Wäscher (Buffalo Bill u.a ) und vor allem Peter Mennigen hatten da einiges berichten wenn es inhaltlich oder von den Zeichnungen gegen das Weltbild des Verlegers Lübbe (Jahrgang 1918 !) ging

    Beispiele :
    Vom Ende der 1960er bis weit in die 1980er-Jahre war Bastei die unangefochtene #1 unter den deutschen Comicproduzenten. Dabei war der Verleger alles andere als ein Fan dieses Mediums. Er betrachtete die „Heftchen“ als das, was sie damals der allgemeinen Meinung nach waren: Schundliteratur.
    https://www.comic.de/2021/04/bastei-...edingt-besser/

    https://www.comic.de/2017/10/axel-f-...rachte-teil-2/
    ...Der Patriarch des von ihm 1953 in einer Garage gegründeten Verlagsimperiums empfing mich überaus höflich. Offenbar hatte er sich über meine Arbeit als Autor für seinen Verlag kundig gemacht und fand einige lobende Worte dafür. Anschließend bot er uns Erfrischungen und Plätze auf einer pompösen Ledergarnitur an. Auf dem Tisch davor lagen mehrere „Axel F.“-Hefte ausgebreitet. Gustav Lübbe setzte sich nicht. Er stand auf der anderen Tischseite, ergriff nach etwas Smalltalk das erste „Axel F.“-Heft, schlug es auf und ging es Seite für Seite durch.

    No-Go: „Unverständliche Jugendsprache“
    Wobei recht schnell deutlich wurde, dass ihm daran alles missfiel, was den Comic außergewöhnlich machte: Die relativ komplexe Story, die Art der Darstellung diverser Szenen mit Gewalt und vor allem gewisse Freizügigkeiten in Form von ebenso kurvenreichen wie spärlich bis gar nicht bekleideten Damen, die es in solcher Textilarmut bislang noch in keinem Bastei Comic gegeben hatte. Ein weiterer Kritikpunkt, dem er viel Zeit widmete, war die Sprache. Das waren nicht die üblichen 1-Satz-pro-Sprechblase-Sprüche von Bastei. Jede Figur bei „Axel F.“ besaß eine individuelle Ausdrucksweise. Vor allem die in eine spezielle Jugendsprache verfremdete Diktion einer Nichte der Hausmeisterin kam bei dem Verleger nicht gut an. Für ihn war das ein unverständliches Kauderwelsch, das doch kein Leser verstehen könne.
    Akribisch blätterte er jedes einzelne Heft durch und wurde nicht müde die Texte des Mädchens laut vorzulesen:...



    ...Der Einwand des Chefredakteurs, dass sich das Heft, so wie es war, gut verkaufe und die Kids heutzutage eben so redeten und deshalb die Texte auch verstehen würden, brachte den bislang um Selbstbeherrschung bemühten Verleger von Null mit Hundertachtzig auf die Palme.
    Was er sehr laut, sehr dezidiert und in einer nicht ganz druckreifen Wortwahl kundtat. Jedenfalls sollten alle Personen in dem Comic „normal“ reden, so wie die Leute in den „Gespenster Geschichten“ auch und damit basta.



    eine bestimmte Sprache , keine leicht bekleidete Frauen , Vorgabe nach abgeschlossenen Geschichten ohne Chlifhanger usw..., alles das wollte Gustav Lübbe ansonsetn wurde er emotional und cholerisch

    Interessanter Nebenaspekt und Fun Fact am Rande übrigens :
    Zitat Zitat von BobCramer Beitrag anzeigen
    Es gab ja auch einen interessanten SPIEGEL-Artikel von 72, in dem ZACK als imperialistisch-rassistisches Wehrertüchtigungsmagazin von Springer entlarvt und dem armen Gigi Spina die Maske vom Gesicht gerissen wurde! Diese ganze Indoktrinierung hat bei mir zumindest überhaupt nicht funktioniert, und das trotz jahrelangem Rex Danny- und ZACK-Konsum.
    Gigi Spina fing bei Bastei an und holte Rex (Buck) Danny und der Rote Korsar zu Bastei , ehe es ihn zu Koralle verschlug und ihn dort erst der Spiegel mit ganz anderen Vorwürfen einholte.
    Bei Bastei und Gustav Lübbe wäre ihm das dem Männlichkeits und Frauenbild sicher nicht passiert
    Geändert von Huckybear (11.06.2021 um 14:09 Uhr)
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  16. #2091
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    Es ist ein gutes Zeichen, wenn die heutige Jugend nicht glaubt wie es damals wirklich war. Das zeigt, dass man heute diese überkommenen Vorstellungen schon längst über Bord geworfen hat. Übrigens war gestern eine nette Panorama Sendung zu ihrem 60. Geburtstag. Da wird diese Zeit nett parodiert. Ähm... eigentlich ist es heute eine Parodie, damals war es toternst.

  17. #2092
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    @BobCramerWobei Gustav Lübbe selbst wohl wirklich ein erzkonservativer Patron war , da muss man Alice recht geben
    War das hier wirklich das Thema? Glaube nicht. Wo Leute wie Kauka, Springer, Lübbe politisch standen, ist ja auch klar. Jugendindoktrinierung per Lizenzcomics hat Kauka bei "Siggi und Barberass" versucht - und ist damit kapital auf die Schnauze gefallen. Lübbe oder Springer wollten mit den Comics doch nur Geld verdienen. Wäre es anders gewesen, dann hätten nie Geschichten wie "Abenteuer in Coronado" (Andy Morgan als Che Guevara im Schlafanzug), "Willkommen auf Technorid" (Valerian im Kampf gegen kolonialistische Technokraten) oder "General Gelbhaar" (Blueberry rebelliert gegen den Indianerschlächter Allister) in ZACK erscheinen können...

  18. #2093
    Mitglied Avatar von Jerry Tumbler
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    Ab den 19 November d.J. beim Verlag Dupuis - Brüssel und Verlag Zéphyr - Paris: Buck Danny Classic ("Die Neuen Abenteuer von...") Teil 8:


    (ISBN Nummer: 978-2361183080)

    Und ab Januar 2021: Buck Danny Teil 59 ("Der Skyborg Programm")

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