War ne spontane Idee, merkt man, vielleicht aber eine gute.
Kurzum, der Scribble Sammelthread klappt gut, also dachte ich, probieren wir sowas doch mal im Café!
Also, wenn ihr ein Thema (im Rahmen von Comics, Illustration usw.) habt, teilt ihn hier und vielleicht will ja jemand darüber diskutieren oder man findet hier etwas worüber man selbst noch nicht nachgedacht hat!
Alles geht, von warum sind dieunddie Raumschiffe nicht Soundso bis die Superkraft wäre doch nice zu wie kann ich dies darstellen oder findet ihr das diese Idee funktionieren könnte.
Ein gedanke der mich schon eine ganze weile beschäftigt ist Qualität. Gute Beispiele dafür sind Manga vs Comics oder alte Scifi Serien vs neue Scifi Serien.
fangen wir mal mit den Serien an. Zum Beispiel TNG vs die neuen Star Trek Serien, dabei lasse ich jetzt mal die ganze Wokediskusion weg und gehe nur auf Optik.
Die neuen Serien sehen verdammt gut aus, was die effekte usw angeht, die Frage ist aber, "würde ich das gegen mehr Folgen in einer Staffel und schnellere Produktionszeiten eintauschen?".
Für mich ist die Antwort definitiv ja.
Ähnlich ist es bei Comics vs Manga.
Hier haben wir bei Manga einen kompletten Arbeitsschritt weniger. Über die Qualität der Bilder selbst werden sich viele streiten aber generell haben Manga im bezug auf Verkaufszahlen gesiegt.
Dafür gibt es auch jede Menge andere Gründe, zB. sind Manga auch in ihrer Themenauswahl freier, was man auch als Höhere Qualität der Bandbreite beschreiben könnte. Context ist da, wie bei allem, wichtig.
Ob ich hier denke das westliche Comics mehr wie Manga werden sollten weiß ich nicht, vielleicht habt ihr da einnen Guten Gedanken zu...
Naja, das ganz interessantes Thema finde ich, hab es mal kurz gehalten, muss ja nicht gleich ein ganzes Essay werden, aber vielleicht ist es ein netter Startpunkt.
So oder so bin ich gespannt zu sehen ob sich hier ein paar interessante Gedanken finden werden.
The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open.
Frank Zappa
War ne spontane Idee, merkt man, vielleicht aber eine gute.
In Sachen Manga sollte man aber erwähnen das da oft Teams zusammenarbeiten, zumindest bei den großen erfolgreichen Produktionen.
Anders kann man das schon fast erzwungene Pensum gar nicht einhalten.
Auf der anderen Seite gibt es halt viel zeug das eher nicht gekauft wird, da wäre es echt interessant zu sehen wie erfolgreich die Szene ist wenn man die großen Hits nicht miteinbezieht.
Es hilft sicherlich auch das viele eine durchgehende Story haben. Bei den 0815 US Superhelden Comics ist das zumindest früher eher lose miteinander verbunden gewesen.
Seitdem ich mir mal wieder einen Bibliothek Ausweis geholt habe greife ich aber in der Tat eher zu den Europäischen Dingen oder Comicbänden.
Mangas haben auch den riesen Vorteil das es Animierte Shows dafür gibt, das Kurbelt die PR noch einmal deutlich an so das man eher zu einem Manga seiner Lieblingsshow greift als zu irgendeinem 0815 Superman Comic.
Hm, ich sehe deine Punkte, bei US Comics und Manga treffen in der Wahrnehmung einfach Welten aufeinander, wobei Manga einfach facettenreicher erscheint, weil es bei US Comics den Anschein hat das es halt nur Superman, Batman und die Avengers gibt.
Der Punkt mit den Teams die an Manga arbeiten ist auch echt interessant!
Tatsächlich ist es ja so daß es eher die Regel ist das Teams für etwas verantwortlich sind was in der Wahrnehmung der Leute die Arbeit einer Einzelperson ist, z.B. youtubekanäle oder Popstars(die angeblich natürlich alle ihre Songs selbst schreiben) oder auch bei Künstlern.
Die japanische Kultur ist mir auch nach meinem Urlaub in Osaka letzten September/Oktober überwiegend ein Rätsel, das muss ich vor dem Klugscheißen schon noch eingestehen.
Generell sind die Japaner sehr traditionsverhaftet und konservativ. Die DEI-Diskussion wäre hier grundsätzlich auch ganz interessant (mit "woke" in aktueller Verwendung als Kampfwort der Maga-Sekte verbinde ich nichts zielführend Diskutierbares). Denn Fakt ist, dass uns die japanischen Manga- und Animekünstler bei der LGBTQ-Akzeptanz um Lichtjahre voraus sind und auch immer waren. Diverse Körpertypen haben wir auch erst von den Japanern klauen müssen. Die Anprangerung sozialer Missstände und der Vorschlag radikaler Lösungen, der ist auch in Japan zuhause (ich erinnere etwa daran, dass sich die Urfassung von Final Fantasy VII um eine Gruppe von Terroristen drehte, die Kraftwerke in die Luft jagen; in der Neufassung wurde das erheblich abgeschwächt). Dafür fremdelt die Manga-Kultur ganz enorm mit dem Einbezug von Nichtasiaten, und die Frauenfiguren sind halt oft ... naja, passive nasse Handtücher.
Aber zum eigentlichen Thema:
Grafikdesigner und Künstler generell und Comic-Künstler insbesondere nagen in Zeiten der KI am Hungertuch. Siehe dazu zum Beispiel Zwoelefants Gespräch mit einer Kinderbuchillustratorin. In Japan ist die Situation noch viel schlimmer, von ein paar wenigen schillernden Erfolgsfiguren mal abgesehen. Ich habe mir keinen Begriff davon gemacht, wieviele Japaner keinerlei Rentenplan haben und mit 70 oder 80 dann als Servicepersonal für Hungerlöhne den ganzen Tag vor einer Baustelle oder in einer U-Bahn-Station stehen, um Leute vorbeizuwinken. Das, was wir vielleicht im Studium gemacht haben, von der Hand im Mund leben und die meisten Monate ein Minus auf dem Konto, das machen Japaner und Manga-Künstler insbesondere oft das gesamte Berufsleben lang.
Das unterscheidet sie von den amerikanischen und deutschen Künstlern aus meiner Sicht. Sie opfern der Kunst und dem Traum von der Berühmtheit mitunter ihr ganzes Leben. Und diese Comic-Kultur ist ja fest verwurzelt in der japanischen Kultur. Fast acht Prozent der sechsjährigen Mädchen möchten gerne "Manga-Künstlerin/Illustratorin" werden (Umfrage von 2024). Eine entsprechende Umfrage für Deutschland ist nicht verfügbar; ChatGPT teilt mir jedoch mit, dass künstlerische Berufe generell bei vergleichbaren Umfragen nicht separat ausgewiesen werden, weil sie weniger als ein Prozent der Umfrageergebnisse ausmachen. Sprich, die deutschen Grundschüler wollen lieber Lehrer, Doktor, Polizist oder Arzt werden.
Der Traum, Comic-Künstler zu werden, den gibt es in Deutschland nur noch ganz, ganz selten. In Japan gibt es ihn noch, und deswegen entstehen unter hohen persönlichen Opfern dort auch mehr Comics bzw. Mangas.
Geändert von Vainamoinen (05.02.2026 um 14:02 Uhr)
In Japan sind Manga aber auch wesentlich besser in der Gesellschaft akzeptiert.
Würde man den durchschnitts-Deutschen nach Comics fragen würde dieser wahrscheinlich antworten dass diese doch nur für Kinder seien.
Das gleiche würden wahrscheinlich auch viele über das Zeichen und Malen sagen.
In der Regel wird sich auch nur noch kurz und oberflächlich mit Sachen beschäftigt, viele haben auch gar kein richtiges Hobby mehr oder nur eins das mehr als Alleinstellungsmerkmal als als tatsächliches Hobby benutzt wird.
gerade entdeckt, Rob Liefeld hat ein Video zum Thema auf Youtube.
https://youtu.be/deG3lR8bjPo?si=bICFCzT4eGfiK4b2
The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open.
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