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  1. #1
    Mitglied Avatar von Örtliche Bücherei
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    Diskussion zur Situation im Buchhandel

    Edit:

    Inhalt komplett von mir gelöscht, da es keinerlei Sinn macht den originalen Beitrag - ohne die davor geschriebenen Beiträge - nun einzeln lesen zu müssen.

    Sorry, so macht es wirklich keinen Sinn. Daher den Beitrag nachträglich gelöscht.

    4. Januar 2023
    Örtliche Bücherei
    Geändert von Örtliche Bücherei (04.01.2023 um 18:10 Uhr)

  2. #2
    Moderator die neunte • Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Örtliche Bücherei Beitrag anzeigen
    (...) Da fragt man sich über welche horrend grossen Auflagen müssen beispielsweise Egmont verfügen, dass sie derartige Topplatzierungen erreichen?
    Absolute Zahlen können wir leider nicht so einfach veröffentlichen, da media control seine Werte nur anhand eines Panels berechnet. Außerdem muss immer beachtet werden, dass es hier nur um Zahlen aus dem Buchhandel geht – da würde also einiges aus Comic-Fachhandel oder gerade auch Direktmarketing etc. fehlen.

    Aber allgemeine kann gesagt werden, dass es bei den Top-Titeln schon um Verkaufszahlen im klar fünfstelligen Bereich geht. Zu der im letzten Jahr besonders erfolgreichen Graphic-Novel-Serie "Heartstopper" schreiben wir zudem im Begleittext, der oben im Eintrag für 2022 verlinkt ist, dass sich deren kumulierte Buchhandelsverkäufe über 300.000 bewegen. Das sind Werte, die man früher tatsächlich nur von Asterix und einigen Manga-Serien kannte.

  3. #3
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Man muss natürlich auch bedenken, dass im allgemeinen Buchhandel ohnehin kaum noch Comics angeboten werden.

  4. #4
    Moderator die neunte • Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von PhoneBone Beitrag anzeigen
    Man muss natürlich auch bedenken, dass im allgemeinen Buchhandel ohnehin kaum noch Comics angeboten werden.
    Meine regelmäßigen Beobachtungen sehen da aber ganz anders aus. Gerade die Tage war ich in einer Buchhandlung in unserer relativ kleinen Nachbarstadt Peine, wo meterweise Regale mit Comics gefüllt waren – größtenteils mit Mangas, aber auch mit Alben selbst von Kleinverlagen wie Kult Comics oder Salleck. Das wäre so vor 10 oder 20 Jahren überhaupt nicht vorstellbar gewesen.

    Und irgendwo müssen ja die riesigen Zuwächse der Comic-Verkäufe stattfinden. Wir sprechen hier zuletzt immerhin Jahr für Jahr von Mehrverkäufen um die 30 bis 50 Prozent in den einzelnen Segmenten. Klar geht da viel auf einen gewissen Versandhändler zurück, aber auch der stationäre Buchhandel legt kräftig zu, gerade in 2022.

    Wer heute als Buchhändler kein ordentliches Comic-Regal vorhält, schießt sich direkt ins eigene Knie. Denn das Comic-Segment ist praktisch für ALLE Zuwächse verantwortlich, die im Buchhandel derzeit erzielt werden. Und so richtig abgehen könnte es, wenn auch noch der bundesweite Kulturpass für die 18-jährigen kommt. Da muss man nur mal schauen, was das in Frankreich zuletzt ausgelöst hat.

  5. #5
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Mhh...ich kann da nur von großen Ketten wie Thalia oder Hugendubel bei uns in der Gegend reden, da ist außer Manga nix mit Comic.

  6. #6
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    ist in Hamburg (Spitaler Strasse) etwas anders

  7. #7
    Premium-Benutzer Avatar von HerrHase
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    Zitat Zitat von PhoneBone Beitrag anzeigen
    Mhh...ich kann da nur von großen Ketten wie Thalia oder Hugendubel bei uns in der Gegend reden, da ist außer Manga nix mit Comic.
    In Düsseldorf ist es ähnlich. Thalia hat einige Manga-Regale und ein lächerlich schlecht bestücktes Comicregal mit den üblichen Bestsellern und ein paar Graphic Novels und Splitter-Alben, in der großen Mayerschen an der Kö werden die Manga-Regale immer mehr und die Comicregale immer weniger und von der Bahnhofsbuchhandlung, deren Comicangebot jenseits von Mangas und Panini immer schlechter wird, möchte ich schon gar nicht mehr reden, weil ich es einfach nur deprimierend finde (das war vor der Übernahme durch P&B glaube ich mal eine der Bahnhofsbuchhandlungen mit dem breitesten Comicsortiment Deutschlands). In der kleinen Mayerschen in einem citynahen Stadtteil teilen sich die Comics ein Regal mit "Humor, Geschenkbüchern, Notizbüchern" (der thematische Zusammenhang mit letzteren erschließt sich mir nicht) und bestehen aus einigen vereinzelten Bänden von Asterix, Peanuts und Ulli Stein. Wo dieser angebliche Comicboom im Buchhandel stattfinden soll, von dem seit Jahren berichtet wird, ershcließt sich mir nicht, zumal es ja immer weniger stationäre Buchhandlungen gibt (und es in denen in Städten wie Wuppertal oder Köln, in denen ich in den letzten Jahren war, auch nicht besser aussah).

  8. #8
    Premium-Benutzer Avatar von dino1
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    Ich sehe von dem Boom, außer im Comic Fachhandel, nix. Aber man muss auch den Online Handel berücksichtigen.
    Dennoch, in unserer nächsten Stadt bei Thalia so gut wie nix, aber relativ gute Manga Auswahl. In Wilhelmshaven zumindest ein paar Carlsen und Panini Alben, auch Mangas dabei. Trotzdem, weit ab das ich sagen würde da boomt (außer Manga) irgendwas.

  9. #9
    Moderator die neunte • Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    (...) Aber man muss auch den Online Handel berücksichtigen (...)
    Unsere Untersuchungen zeigen tatsächlich, dass die "westlichen" Comics stärker im Online-Handel gekauft werden als die Mangas. Und da wohl kaum davon auszugehen ist, dass die Manga-Käufer weniger mit dem Internet anfangen können als z.B. Alben-Leser, spricht vieles dafür, dass die Käuferschaft "westlicher" Comics quasi aus der Not heraus zu Amazon & Co. ausweicht.

    Zur ganzen Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Mangas nach verkaufter Stückzahl inzwischen mit über 80 Prozent Anteil den Comic-Markt dominieren. Es lässt sich also leicht im Handel abgleichen, ob die dortigen Verhältnisse in den Regalen die tatsächliche Marktsituation widerspiegeln. Und ich glaube, dass das wohl tatsächlich in den meisten Fällen passt.

    Den relativ knappen übrigen Platz beanspruchen dann die großen Bestseller wie etwa zuletzt die Känguru-Comics, Flix "Marsupilami" oder die diversen Youtuber-Comics. Klassische Comic-Alben – auf die viele hier wohl ihr nostalgisches Augenmerk werfen (mich eingeschlossen!) – wird man da im stationären Handel auch weiterhin zumeist im Fachhandel antreffen.

  10. #10
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    Bei amazon kaufe ich aus Prinzip keine Comics solange es so Superhändler
    wie Andi`s Comic Express gibt welcher unsere Schätze schnell und vor allem
    sicher auf den Weg schickt. Nein - ich arbeite dort nicht sondern bin nur menschlich
    sehr enttäuscht von meinem gutsortierten Comic Laden "um die Ecke" wo ich über
    40 Jahre Stammkunde war und habe bei Andi eine perfekte Alternative gefunden.

  11. #11
    Premium-Benutzer Avatar von Jovis
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    Bin hier gerade reingestolpert. Ich kaufe im Buchhandel und zwar doch so viel, dass ich für den Laden eine Größe darstelle (eine mittlere dreistellige Summe im Monat). Der Laden hat aber keine Comics vorrätig. Und ich würde auch gar keine Comics kaufen, nur weil die mir im Laden begegnen. Ich könnte mir vorstellen, dass viele das so machen wie ich. Die bestellen Sachen im Laden vor und bekommen es da ausgehändigt. Im Ergebnis ist damit der Buchhandel eine wirtschaftlich messbare Größe des Comicgeschäfts, vom Sortiment her aber gar nicht. Der Comichandel findet in meinem Buchladen nicht statt, außer für Vorbesteller.

    Und selbst WENN Comics im Laden stehen würden, so ist mein Budget schon durch Vorbestellungen grundsätzlich ausgereizt. Ich informiere mich - hier im CF übrigens - über die kommenden Programme der Verlage und DAS kaufe ich dann, ggf. bestelle ich einzelne Titel noch dazu, weil hier eine Rezension mich überzeugt hat und nur falls mein Budget das dann doch noch hergibt oder eben ein Band, den ich erwartet hatte, dann doch nicht gekommen ist. Und damit, egal ob Comicfachhandel oder Buchhandel, ist es für mich völlig irrelevant, ob Titel im Laden vorrätig gehalten werden oder nicht! Damit wäre noch nicht gelöst, wie der Markt durch eigenes Tun der Händler optimiert werden kann.

    Exkurs: Als mein Buchhändler endlich mal gewahrte, was da seit Jahren in meine Taschen geht, hat er letzten Herbst drei Michel Vaillant Collectors Editionen von Ehapa mitbestellt. Haha. Die sind aber liegen geblieben. So einfach ist es dann auch nicht, seinen Schnitt mit Comics zu verbessern.

    Fazit: ich glaube, anders als Bücher, verkaufen sich Comics zumeist über das Informiert-Sein der Käufer, was als Prozess aber im Internet (für mich im CF) stattfindet. Das Thema Comics ist für den normalen Buchhandel zu komplex, obwohl es Fortbildungen zu Asterix gibt. Und damit ist der Comicbestand in egal welchen Läden womöglich irrelevant. Ich erinnere mich auch noch, dass schon vor Jahrzehnten, als ich noch im Comicladen eingekauft habe, wo ich ebenfalls nichts aus dem Regal, sondern Neuheiten aus der angelieferten Kiste gekauft habe, dass der Comichändler sagte: "Was hier in meinen Regalen steht ist totes Kapital. Ich könnte dasselbe Geld machen, wenn ich nur noch Vorbestellungen annehme und Abholzeiten nach Anlieferung abspreche." Und das war, obwohl gerade der Paninimarkt boomte, der anders als der FB-Markt mehr zu Spontankäufen einlädt (aber auch viel mehr Platz im Laden wegnahm?).

    Anmerkung: Bei Amazon kauft man keine Bücher. Die kommen kaputt an! Damit ist der Comicmarkt eine Riesenchance für den Fachhandel. Ein ganzer Markt, bei dem sich Amazon einfach nicht geeignet zeigt ihn zu bedienen. Sagenhaft und fast von historischer Tragweite.
    Geändert von Jovis (23.01.2023 um 13:15 Uhr)

  12. #12
    Mitglied Avatar von Largo Beutlin
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    Bei mir ist es ähnlich wie bei Jovis. Kaufe beim Buchhändler bzw hole mir dort meine Bestellungen ab. Dieser mittelgrosse Händler hat ansonsten nur ein unmotiviert wirkendes Regal an Mangas und einige sonstige Comics vorrätig.
    Ich frage mich immer, was das soll. Entweder man versucht Comics und Mangas ordentlich anzupreisen oder ich lass es, denn so gewinne ich keine Kunden dazu. Ich hab sogar mal, einen anderen Kunden beraten, weil die sehr nette Verkäuferin null Ahnung hatte, was da so rumsteht….

    Amazon liefert bei mir immer gut verpackt und als Aktionär muss ich die ab und zu unterstützen.

    Schlimmer ist Medimops. Da ist es ein Zufall,wie das gelieferte Teil aussieht.
    Deshalb kaufe ich dort nur ab ca 30% Preisreduktion. Ich kann nie verstehen, wieso ich ein gebrauchtes Album um 15 statt um 16 € für ein neues zahlen soll. Da kaufe ich lieber das neue Album.

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