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Thema: Fix und Foxi-Geschichten

  1. #26
    Mitglied Avatar von Diskomo
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    Meine ersten FF-Hefte hab‘ ich in den frühen 70ern gelesen. Die Geschichten um die Füchse fand ich immer dann gut, wenn es um den windigen und gern mal großmannssüchtigen Lupo ging. Außerdem fand ich sein Motorrad mit fassbreiten Ballonreifen toll. Weniger interessant fand ich, wenn die Geschichten Krimis ähnelten. Das konnten die eingekauften Serien besser, denn sie hatten die höhere Seitenzahl, um die Geschichte zu entwickeln.
    Ein Schritt in die richtige Richtung war die Fortsetzungsgeschichte um ein Spukschloss, in dem es sogar um Roboter (siehe meine Signatur) ging. Manche Geschichten bleiben bis heute wegen des satirischen Inhalts in Erinnerung (Knox druckt Geld, die Brüder bringen es mit den besten Absichten unter die Leute und besagte Leute drehen völlig durch) und vieles ist vermutlich mit Recht bei mir in Vergessenheit geraten. Zeux, das ich vermutlich damals schon (im Vergleich zum Rest-Heft) langweilig und belanglos fand. Und ich vermute, dass ich das heute bei nochmaligen Lesen noch viel extremer empfinden würde.
    Ein Leben ohne Roboter ist möglich, aber sinnlos.

  2. #27
    Mitglied Avatar von HerrHase
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    Zitat Zitat von Silly Symphony Beitrag anzeigen
    In den Niederlanden hat sich das ja aus irgend einem Grund gehalten. Dort erscheint "Donald Duck" als wöchentliches Heftchen, gänzlich ohne Plastikmüll, in einer Aufmachung ohne Marktschreierei auf den Titelbildern, es erscheinen dort auch regelmässig Comic-Alben wie "Suske en Wiske" (neuste Ausgabe: Nr 363), "Jommeke" (neuste Ausgabe: Nr. 310), "De Kiekeboes" (neuste Ausgabe: Nr. 161) u.v.a.m.
    ...was die Hefte angeht, allerdings auch nur im Bezug auf Donald Duck bzw. Disney-Titel. Andere frühere Hefte/Magazine wie Robbedoes oder Kuifje sind ja auch längst vom Markt verschwunden, EPPO gibt's nur noch im Abo. In einem normalen niederländischen Supermarkt findet man i.d.R. auch nur das aktuelle DD-Heft, vielleicht noch ein DD Extra oder die Katrien (= Daisy) für Mädchen, dazu vielleicht ein DD Pocket und noch das aktuelle Album von Suske & Wiske und/oder Asterix, also im Grunde ähnlich wie bei uns.

    Flämische Albenserien wie "De Kiekeboes" verkaufen sich viel besser in Flandern als in NL (umgekehrt spielen Disney-Comics in Flandern gar keine Rolle mehr), S&W ist glaube ich die einzige Albenserie in Niederländisch, die sich in beiden Ländern noch sehr gut verkauft, in Flandern vermutlich noch besser. Mit der Serie sind einfach schon Generationen aufgewachsen.

    Gleiches dürfte der Grund für den anhaltenden Erfolg des DD weekblad sein: Das wird einfach von Generation zu Generation weitergegeben. Und die Eltern und Großeltern lesen oft das Heft des Nachwuchses weiter mit, weil es sich eben auf die Comics konzentriert und es keine kindlichen/kindischen Plastikbeilagen oder "redaktionellen Beiträge" (= oft versteckte Werbung) gibt. Ab und zu mal ein schönes Poster und gut ist. DD ist ja in NL inzwischen sogar die meistgelesene Zeitschrift überhaupt bei einer verkauften Auflage von ca. 200.000.

  3. #28
    Mitglied Avatar von Lupo
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    Meine aktive FF-Zeit begann Mitte 1976, die noch erhaltenen Dachbodenschätze meines Vaters reichten bis ca. 1970 zurück. Dazu diverse FF-Extras von Band 3 (mit Lucky Luke) bis 29 (mit Pit und Pikkolo), so dass ich als Comic-Novize einen recht breiten Überblick über den Kauka-Kosmos gewinnen konnte.
    Heute, wo ich diese Jahrgänge einigermaßen komplettiert habe, blättere ich noch immer gerne in den alten Heften. Aber auch ich stelle fest, dass die Kauka-Comics in dramaturgischer Hinsicht oft wirklich schlimm waren. Bei Pauli gab es nur etwa vier Plots, die immer wieder variiert wurden, bei der FF-Familie ging es entweder um Banalitäten oder es tauchten völlig hanebüchene, nicht nachvollziehbare Wendungen auf; manchmal gab es auch gar keine richtige Handlung, sondern nur eine wirre Abfolge von Action-Szenen. Und Lupos Jagd nach Omas Torten oder Knoxens Erfindungen, die genau das konnten, was man gerade brauchte, wurden irgendwann auch langweilig. Kurzum: Die Stories waren häufig bis meistens schlecht und konnten mit den wirklich guten Zeichnungen von Fecchi, Costa und anderen einfach überhaupt nicht mithalten.
    Natürlich gab es auch Ausnahmen, wie etwa die ebenso stimmungsvolle wie rührende Geschichte "Schatzsuche - völlig verschätzt", die ich bereits in meinem ersten eigenen FF genießen durfte (und in den folgenden Jahren sicher noch einige 100 mal), aber da hatte ich wohl einfach Glück.
    Es ist auch wenig verwunderlich, dass die erzählerische Qualität so abfällt, denn sowohl aus den vorhandenen Aufzeichnungen von Wiechmann wie auch aus dem Fürst der Füchse weiß man, dass Onkel Rolf die Messlatte hier nicht allzu hoch hing und außerdem noch überall eine Prise Moralin schmecken wollte.

    Was rückblickend betrachtet das FF dieser Zeit ausmachte, war wohl vor allem die Vielfalt, die die Lizenzserien mit sich brachten und die aus jedem Heft eine bunte Wundertüte machten, bei der - zumindest in meiner damaligen Wahrnehmung - die MM mit ihren kleinen Schweinchen, Moby Duck und dem unsäglichen Klein-Adlerauge einfach nicht mithalten konnte.
    Natürlich hatte auch ich damals meine Lieblinge unter den frankobelgischen Serien, mochte P&P oder die Minis viel lieber als Oma Pfiffig oder Isabelle, aber auch die habe ich damals gerne gelesen und mich jede Woche auf die Fortsetzungen gefreut.
    Geändert von Lupo (29.08.2022 um 19:29 Uhr) Grund: Schreipfähler
    Freitag ist Freutag - ist Fix-und-Foxi-Tag

  4. #29
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    Zitat Zitat von Timpauli Beitrag anzeigen
    Dagegen leben die Figuren von MM ja in einer Großstadt... Allerdings haben mich da die Fülle von bösen Figuren fasziniert, die Panzerknacker vorneweg, die Hexen, das schwarze Phantom (solche festen bösen Figuren fehlen ja weitgehend in FF, Lupo ist zwar gefräßig und egoistisch, aber kein Verbrecher) oder auch die Fähigkeiten von Supergoof. (Und natürlich Barks und Murry.)
    Ja, stimmt schon. Wobei man sagen muss, dass diese Disney-Bösewichte wie Kater Karlo, das Schwarze Phantom, Klaas Klever oder die Panzerknacker ja nie wirklich "gefährlich" auf mich als jungen Leser wirkten. In den Barks Geschichten hatten zumindest die Panzerknacker noch etwas bedrohliches. In späteren Geschichten waren sie nur noch Trottel.
    Dass in FF solche Figuren komplett fehlten (Lupo, Hops und Friedolin waren ja eher Taugenichtse oder Schmarotzer, als wirkliche Bösewichte). Aber die FF Geschichten waren halt auch kein Krimi oder Superheldenheft, sondern ein Funny für jüngeres Publikum (wie Markus ja auch schon schrieb). Krimiversuche in FF oder auch in der Micky Maus (oh...Kommissar Maus ermittelt...ob er wohl Kater Karlo auch dieses mal überlisten kann? Ich halts vor Spannung nicht aus.) fand ich eher langweilig.

  5. #30
    Mitglied Avatar von Fax
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    Also mir haben die meisten Storys in der FF (nicht alle) ganz gut gefallen. Gerade jene aus den 60er Jahren.
    Wer heute Kritik an den FF - Comics der 60er und 70 er Jahre übt, sollte bedenken, dass es eine ganz andere Zeit war.
    Schon auch die übrigen Medien: z. B. das TV - Programm ( drei - vier Programme ) und dann auch noch in Schwarz -Weiß.
    Da war man doch über jede Abwechslung zufrieden. Da es ja Computer und Internet noch gar nicht gab.
    Man hat dann auch als Kind die schlechten Comic - Abenteuer z. B. der Füchse und Lupo nicht so kritisch gesehen, wie man es heute tut.
    Geändert von Fax (10.09.2022 um 21:45 Uhr)

  6. #31
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    Da hast du absolut recht. Nur habe ich auch für mich festgestellt, dass die Pauli-Geschichten besser gealtert sind, als viele FF Geschichten. Viele Knax Geschichten bieten gute Ausgangsideen, werden dann aber versiebt (was den eng getakteten Produktionszeiten geschuldet sein dürfte).

    Vergleicht man "klassisch" mit Disney, dann kommen die Geschichten weitaus besser daher.

    Egal, beide Welten haben mir schöne Stunden beschert.

  7. #32
    Mitglied Avatar von Horatio
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    Zitat Zitat von Lupo Beitrag anzeigen
    […] manchmal gab es auch gar keine richtige Handlung, sondern nur eine wirre Abfolge von Action-Szenen. […]
    Dazu möchte ich anmerken, dass es bei solchen, meist sehr kurzen Geschichten nur um Slapstick-Sequenzen geht. Genau wie bei alten kurzen Stummfilmen, die als Vorbilder und Inspirationsquellen dienten, und wo es auch oft um kaum mehr als Stolpern, Hinfallen, Torte ins Gesicht kriegen, um Verfolgungsjagden usw. geht. Das ist inhaltlich natürlich ziemlich anspruchslos, kann aber für ein Schmunzeln, für einen Lacher ausreichen. Und mehr war dann auch nicht beabsichtigt.
    Horatio

  8. #33
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    Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das als Kind wahrgenommen habe. Die alten Stummfilme habe ich als lustig empfunden aufgrund der Schauspieler und weil alles "bewegt" war, weil's Filme waren. Comics ticken da anders! Wenn ich mich an die FF-Geschichten erinnere, ist unter denen, die ich damals wieder und immer wieder gelesen habe, keine einzige Slapstick-Geschichte. Die sind bereits damals bei mir durchgerauscht. Ich habe dagegen wieder mit Pauli und Mausi Piraten gespielt, war mit Mischa auf der Venus und mit FF auf dem Rummelplatz, um zum x-ten Mal die traurige Lovestory von Foxi zu erleben.

  9. #34
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    Naja, was jemand unterhaltsam empfindet, ist ja subjektiv. Auch Slapstick und seichter Humor in Comics scheint seine Daseinsberechtigung zu haben. Wie erklärt man sich sonst z.B. das Clever und Smart Publikum?
    Klar, C&S sind von der künstlerischen Gestaltung etwas anspruchsvoller als Kaukas FF Familie (zumindest die frühen Alben), aber wirklich viel Story ist da auch nicht.

    Ich meine, irgendetwas müssen die Fix und Foxi Hefte ja gehabt haben. Sonst würde sie heute keiner mehr sammeln. Wenn es nur um die frankobelgischen Serien geht...die bekommt man heute in wesentlich besserer Form.

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