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Thema: Comic veröffentlichen, aber wo?

  1. #26
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    ...aber dass das direkt 1:1 veröffentlicht wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich, außer es ist tatsächlich auch inhaltlich megagut. In der Regel wird es aber eher so laufen, dass man sich mit einem Comic irgendwo bewirbt und der Verlag dann ein eigenes neues Projekt vorschlägt, wenn er Potenzial sieht.
    Und bevor jetzt wieder wer kommt, dass ich nur nölen will oder so was: Selbst bei Profis wird oft sehr stark vom Redakteur oder Verlag eingegriffen, um das bestmögliche aus einem Skript rauszuholen. Bei "Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden" basiert beispielsweise der Großteil der Handlung auf massiven Änderungsvorschlägen des Redakteurs, noch viel mehr, als in den Behind-the-Scenes-Kommentaren zugegeben wird.

    Von daher ist es seeeehr sehr schwierig, mit "Ich hab hier ein fertiges Album, veröffentlicht das mal."
    Das wird im Comic-bereich ähnlich sein, wie in der Belletristik (und bei den Sachbüchern).

    Ein Autor, der von sich sagt, er habe ein Buch geschrieben, sitzt auf dem falschen Dampfer.
    Er hat ein Manuskript verfasst.
    Wer sich an einen Verlag wendet, um sein "Buch" anzubieten, zeigt schon mal, dass er schlecht informiert ist.
    Das Manuskript trägt auch keinen "Titel", sondern (nur) einen Arbeitstitel.
    Der Titel wird durch den Verlag festgelegt.

    Wer einen Roman schreibt- und bisher noch nicht veröffentlicht hat - sollte seinen Text aber von A bis Z fertig haben.
    (Der Verlag will sehen, ob der Nachwuchsautor die nötige Puste hat.)
    Und darüber hinaus sollte man vielen Leuten den Text zum Lesen gegeben haben. Der Text soll ja Lesern gefallen.
    Das wäre dann jetzt der Unterschied zum Comicbereich.
    Trotzdem sieht ein Belletristik-Verlag ein Manuskript als "Steinbruch" an.

    Verstehen muss man, dass der Verlag ein unverlangt eingehendes Manuskript als Material verwendet.
    Bis der Text veröffentlicht wird, erfährt er einige Änderungen.

    Da ein neues Buch einen Verlag finanziell sehr beansprucht, greifen Verlage gerne auf Publikationen zurück, die
    ihre Leser über einen Eigenverlag gefunden haben. Dann sehen sie die Leserzahlen und was sich in den sozialen Netzwerken tut.
    Bringt der Autor bereits Fans mit? Dann ist es sehr gut.

    Ich hab mich entschieden, für meinen Comic eine Website einzurichten und darauf einzelne Seiten zu veröffentlichen.
    Bin aber auch dabei, mich umzuhören, wie Pixelgrotte, die den thread eröffnet hat.

    Ein Tipp noch (auch aus der Belletristikabteilung):
    Ein Manuskript nicht zu früh und nicht an zu viele Adressen schicken.
    Mit jeder Ablehnung wird das Buchprojekt verbrannt. - Das gilt für unverlangt eingesendete Manuskripte!
    Wenn man eine Einladung hat, das Manuskript einzureichen, sieht es anders aus.

    Ich bin auch überzeugt, wenn die Qualität gut ist (Lesermeinungen einholen, Verbesserungsvorschläge ernst nehmen)
    gelingt eine Veröffentlichung. Dass man heute viel selber in die Hand nehmen kann, ist doch toll.
    Es gibt einige Fettnäpfchen, die man unbedingt vermeiden muss.

  2. #27
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Comics haben allerdings die Besonderheit, daß die Autoren die kompletten Druckunterlagen liefern. Bei einigen Verlagen wird also genau das gedruckt, was der Zeichner schickt.
    Während Buchverlage in der Regel ein Lektorat haben. Und das ist nicht nur für Rechtschreibung zuständig. Bei Comics kann der zuständige Redakteur aber in aller Regel nicht oder nicht gut zeichnen (es gibt immerhin Comics von Knigge und Kaps, und Schulz und Gotta von Splitter sind tatsächlich Zeichner, damit aber ganz große Ausnahmen).
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