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Thema: JLA (1997) ReRead mit Grant Morrison, Mark Waid & Co

  1. #51
    Mitglied Avatar von #churchi
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    JLA Sonderband # 19: JLA Erde 2 / Edition 2000 (Dino / 2000)



    Autor: Grant Morrison
    Zeichner: Frank Quitely



    “Ich spüre ein oder zwei brillante Gehirnwellen auf mich zukommen und möchte etwas surfen.”

    --- Alexander Luthor (2000) ---


    US: JLA: Earth 2 (01/2000)

    Über den Feldern von Kansas taucht ein kleines Raumschiff auf das auf die Erde niedergeht und eine Bruchlandung hinlegt. Ein junges Farmerpärchen das den
    Hergang aus ihrem Pick Up beobachtet eilt zu Hilfe (kenne wird das nicht irgendwoher…). Der Rauch verzieht sich, aus dem Raumschiff erhebt sich ein Mann
    in einer grün-lila Rüstung, es ist Luthor der wissen möchte wor er die Superwesen von hier findet…

    Zugleich ist die JLA auf einem Rettungseinsatz. Ein voll belegtes Flugzeug droht abzustürzen, die Liga kann wie üblich Schlimmste verhindern, allerdings kommt
    für die rund 300 Passagiere jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits alle vor dem Absturz der Maschine tot, noch seltsamer… bei jedem Toten befindet sich das
    Herz auf der rechten Seite des Körpers.



    Im Lex Corps Tower verhält sich Luthor ungewohnt. Er untersucht Gravitationsanomalien und versucht die JLA Wachturmcomputer zu hacken. Nicht lange und
    es klopft an sein Riesen Panoramafenster im höchsten Stock des Towers. Superman, Wonder Woman, Martian Manhunter und Green Lantern begehren eine
    Unterredung. Sie vermuten das Lex etwas mit den Toten des Flugzeugabsturzes zu tun hat… und haben indirekt recht. Der Mann der vor ihnen steht ist Alexander
    Luhtor
    , er kommt aus einer Antimaterie-Welt in der alles gespiegelt und er der einzige Held ist den es gibt.

    Dort (einfachheitshalber von Luthor auf Erde 1 getauft), herrscht das Crime Syndicate of America, eine Gruppe von Superschurken die den gespiegelten Gegenpart
    zu unseren bekannten Helden bilden mit eiserner Hand. Ultraman ist der mächtigste von ihnen, gefolgt von Superwoman, Owlman, Power Ring und Johnny Quick.
    Die Regel hier ist simpel: Das Böse gewinnt immer. Von ihrer Basis am Himmel beobachten sie wie die Welt vor die Hunde geht. Ein versklavter Brainiac
    berichtet von dem Wechsel Luthors in die Materiewelt, bei der versehentlich auch ein schutzloses Flugzeug mitgenommen und gegen eines der anderen Welt
    ausgetauscht wurde.

    Alexander bittet die JLA ihn auf seine Erde zu begleiten. Ihre Macht könnte das Crime Syndicate für 48 Stunden festsetzen. Die kurze Zeit würde genügen alles
    zum Guten zu verändern. Nach kurzer Beratung sagen Batman, Superman, Wonder Woman, Green Lantern und Flash zu. Aquaman und der Martian Mahnunter
    bleiben zum Schutz von Erde 2 zurück (oder weil sie halt keine Gegenstücke haben). Der Wechsel ist dann ein brutaler Schock für die Helden. Hier ist vieles
    bekannt, aber doch anders. Es ist nicht nur alles „grimmiger“ auch historische hat sich diese Erde anders entwickelt, etwa wurde der Unabhängigkeitskrieg gegen
    England verloren. Batman besucht Gotham in dem Thomas Wayne versucht als Commisioner und ein paar sauberen Polizisten die Stadt aus dem Griff der
    Kourruption zu befreien. Der letzte Beweis für die Liga den Plan von Alexander umzusetzen.

    Green Lantern bildet ein grüne leuchtendes Gefängnis um das Quartier des CSA auf dem Mond. Die Superschurken sind in dem Energiefeld gefangen das
    mindestens 48 Stunden halten soll. Während nun die JLA auf der Welt bestechliche Präsidenten ausschaltet, Atomwaffen entsorgt und Hungernden Nahrung
    gibt, plant Owlman bereits weiter. Wie beobachtet fand bei jedem Wechsel auf die Gegenerde ein Austausch statt. Anstatt wie Ultraman von Sinnen gegen den
    Käfig zu hämmern, brauchen sie nur zu warten… um sich aufzulösen und den Platz auf Erde 1 mit ihren Gegenstücken zu tauschen…




    Dort braucht es dann auch nur 10 Minuten um die Welt mit den Kräften der Superwesen in komplettes Chaos zu stürzen. Zwar greifen Aquaman und
    Martian Manhunter ein, das Verhältnis der Kräfte ist aber zu unausgewogen. Zudem scheint die Stelle wo die Flugzeuge die Welten tauschten einen Riss in der
    Realitsmembrane erzeugt zu haben der die beiden Erden trennt. Die JLA bemerkt mittlerweile das Verschwinden des Crime Syndicates. Und sie sind mitten in
    eine Falle getappt. Wer könnte davon profitieren, das Luthor den Übergang findet und die beiden Gruppen machtlos sind? Brainiac der das Zyklotron überwacht
    hat alle reingelegt. Ohne die Unterdrückung seiner Aufpasser ist es ihm möglich sich ein „Upgrade“ zu verpassen bei dem er die Kontrolle an sich reisst. Er will die
    Materie/Antimaterie Welten durch die geschwächte Membrane miteinander kollidieren lassen…

    Auf Erde 1 geht mittlerweile wieder alles den Bach runter, es fast schon wieder wie zu vor. Alexander Luthor’s Mühen sind wie immer vergebens. Superman
    versucht Brainiac aufzuhalten, allerdings beisst sich das mit seinem Schwur niemanden zu töten. Es bleibt nur noch das zu tun, was niemand von der JLA erwartet
    … sich während einer Krise zu verdrücken. Durch Flash wird genügend Energie erzeugt um die Plätze mit ihren Gegenstücken zu tauschen. Ultraman hat dann wenig
    Skrupel mit Brainiac kurzen Prozess zu machen und an seinen Platz zu erinnern. Die beiden Erden sind wieder fest an ihren Plätzen verankert und drohen nicht mehr
    zu kollidieren. Bald läuft es auch auf jeder Erde wieder so wie es sein soll…



    Im Gegensatz zu der regulären Serie kommt hier mit Frank Quitely (Flex Mentallo, We3, All`Star Superman, X-Men) ein langjähriger Buddy von Morrison
    zum Zug. Und er hebt die Geschichte mit seinem Artwork auf das nächste Level. Das Anfang 2000 beliebte Wide-Screen Format wird perfekt mit seinen
    detailierten (und auch etwas creepy) Illustrationen mit Leben gefüllt. Der Style erinnert an Hits wie „The Authority“ das er später auch mit Mark Millar für einige
    Zeit übernehmen wird.

    „Earth 2“ funktioniert für mich auch wunderbar als Abschluss an Morrison’s JLA Run. Das Spiel mit dem Bekannten gelingt richtig gut. Das Crime Syndicate
    rund um Ultraman ist für den Schotten auch nicht ganz fremd, in „Animal Man # 23-24“ bekommt der Superpsycho eine entscheidende Rolle. Wobei das CSA
    (wieder mal) eine Neuinterpreation alter Gegner der JLA bzw. JSA aus den 60ern ist. Die Darstellung ist dabei nicht ohne, Superwoman (die schon mal die Domina
    raushängen lässt) die mit Owlman ihren allmächtigen Gatten Ultraman hintergeht. Johnny Quick, der sich im wahrsten Sinne des Wortes „Speed“ in die Venen knallt
    und Power Ring , ein Feigling der von einem Ring kontrolliert wird. Jo, mann könnte fast meinen eine Blaupause der „Seven“ (The Boys) vor sich zu haben

    Der Logik folgend ist alles gespiegelt und die Liga die in der Hauptserie zum gewinnen verdammt ist, wird hier vor eine unlösbare gestellt. Genauso die CSA für
    die Erde 2 fremdartig erscheint. Mir gefällt die Idee das man sich für jede „Seite“ entscheiden kann und am Ende beide auf ihre Art triumpfieren. Knackige Story
    ohne viel Umschweife
    Geändert von #churchi (28.05.2021 um 15:49 Uhr)

  2. #52
    Mitglied Avatar von #churchi
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    JLA Sonderband # 11: Der Nagel
    – Eine Welt ohne Superman (Dino / 1999)




    Autor und Zeichner: Alan Davis
    Tuscher: Mark Farmer



    “Weil ein Nagel fehlte, ging das Hufeisen verloren,
    weil das Hufeisen fehlte, ging das Pferd verloren,
    weil das Pferd fehlte, ging der Ritter verloren,
    weil der Ritter fehlte, ging die Schlacht verloren.
    So ging das Königreich verloren, weil ein einziger Nagel fehlte.”


    --- Volkstümlich Adaption von Geroge Herbert (Jacula Prudentum, 1651) ---


    US: Justice League: The Nail # 01-03 (08-10/1998)

    Kansas. Vor 24 Jahren.
    Die Kents planen einen Trip, allerdings macht ihnen ein Nagel im Reifen ihres Trucks einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen entscheiden sie sich zu
    Hause zu bleiben und die Zeit etwas miteinander zu vertreiben. Während das junge Pärchen beschäftigt ist zieht eine kleine Rakete über den Himmel und stürzt
    irgendwo in der Umgebung ab.

    Metropolis. Jetzt.
    Lex Luthor gewinnt mit einem Erdrutschsieg zum wiederholten Male die Bürgermeisterwahl. Seine harte Politik ist beim Volk beliebt, er verspricht Freiheit und
    Sicherheit vor der Bedrohung der Metamenschen die überall ihr Unwesen treiben. Keiner der sogenannten „Superhelden“ soll einen Schritt nach Metropolis wagen.
    Die Zahlen geben ihm recht. Die Stadt hat die niedrigste Verbrechensrate und steht wirtschafltich gut da. Die Medien tragen ihren Teil zu der Propaganda bei und
    heizen die xeonophobe Stimmung im Land zusätzlich an. Für den Sieg ist auch Jimmy Olsen, Berater und Freund von Luthor verantwortlich. Früher erlebte er selbst
    die schrägsten Abenteuer als Red Devil, Turtle Boy oder Elastic Lad. Mittlerweile ist ihm die Zeit peinlich und er steht voll hinter dem Kurs der Regierung.

    In der Vergangenheit waren die Helden noch gerne gesehen, die dunkelsten Stunden des 2. Weltkrieges sind längst vorbei. Die JSA verkörperten den Patriotismus
    und die Ideale der USA. Nach dem gewonnen Krieg blieben auch die Metamenschen. Mit ihnen kamen auch eine neue Unterwelt und es gibt bis heute eine neue
    Art von Krieg zwischen den mysteriösen Helden und Schurken. Die Identität der meisten Wesen ist unbekannt, ihre Herkunft genauso. Das Misstrauen der
    Bevölkerung wächst und ohne die „Guten“ gäbe es auch nicht deren Feinde, die gewöhnlichen Leute leiden unter den ständigen Schlachten der Gruppen…

    Eine der Gruppen und selbsternannten Beschützer ist die Justice League. Anfangs hielt man sie für moderne Götter (Wonder Woman, Atom, Flash), aber mit einem
    kriegerischen Aquaman, Aliens wie Hawkwoman und dem Martian Manhunter, oder Green Lantern der unter dem Befehl eines außerirdischen Corps steht. Und
    obendrein Batman, ist er ein Dämon oder ebenfalls ein Alien? Auf alle Fälle niemand dem man Trauen kann. Zudem gab es Verluste in den eigenen Reihen.
    Green Arrow wurde während eines Kampfes mit Amazo schwer verletzt und verlor neben seinem Arm auch noch seinen Verstand. Das es einen Menschen ohne
    besonderen Kräfte getroffen hat, trägt nicht zur besseren Stimmung bei.

    Die ständige Hetze der Medien geht auch nicht spurlos an den Mitgliedern der JLA vorbei. J’Onn ist enttäuscht und will sich zurückziehen, ebenso Hawkwoman
    und Aquaman. Die gesäte Zwietracht trägt ihre Früchte und die Liga ist dabei auseinander zu fallen. Green Lantern vermutet eine gezielte Campagne und hat zur
    Unterstützung die Starreporterin Lois Lane ins Boot geholt. Die Frage ist wer hätte genug Macht so etwas einzufädeln und würde sich davon einen Vorteil verschaffen?
    Batman wird von einem Alaram zum Arkham Asylum abberufen



    Der Joker läuft Amok und tötet mit einer unbekannten Waffe wahllos Personal und Insassen der Anstalt. Um das Gebäude haben sich die Polizei und Medien
    versammelt. Eine Energiekuppel hat sich über das Asylum gestülpt, für alle Personen abgesehen von der Batfamily undurchdringbar. Batgirl und Robin warten
    schon auf ihren Einsatz werden aber von ihrem Mentor in die Schranken verwiesen. Er tritt alleine dem Clownprinz gegenüber. Innen herrscht Chaos, last Babe
    standing ist Catwoman. Der Joker nimmt den dunklen Ritter in einen telekinetischen Würgegriff aus dem er sich nicht befreien kann. Plötzlich tauchen Batgirl und
    Robin auf, der Joker sieht das als Witz und zerquetscht die kleinen Körper vor den Augen von Batman. Etwas bricht in Bruce, Catwoman nutzt den Moment für
    einen Angriff. Abgelenkt kann Batman sich befreien und die Waffen des Jokers zerstören. Die beiden verlagern den Kampf auf das Dacher der Anstalt.
    Dort tötet Batman den Joker, beobachtet von hunderten Kameras… Anschliessend verschwindet er wieder im brenenden Gebäude und rettet unbemerkt Selina.
    Für die Öffentlichkeit gilt der Dämon als tot.

    In Metropolis greift Metamorpho im WGBS Gebäude Jimmy Olsen, Lex Luthor und Perry White an. Nach dem Metamorpho in gasform flüchtet, bleibt ein toter
    Perry White zurück.Luthor hat einen Zusammenbruch und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Jimmy berichtet Lois von einer geheimen Alien Forschungs-
    einrichtung in Kansas, Smallville. Dort wird ihr von einem der Wissenschaflter die eingesperrten Subjekte vorgeführt. Eine bunte Mischung aus bekannten Helden
    und Bösewichten. Dem Forscher nach alles eine große Alienverschwörung gegen die Erde. Beim Verlasssen der Einrichtung trifft Lois auf Lana Lang die hier
    arbeitet, die drückt der Reporterin eine Adresse mit der Kentfarm in die Hand und verspricht Wahrheiten. Dort angekommen, wird sie herzlich von den Kents
    willkommen geheißen, neben perfekten Apfelkuchen stellt sich die Farm als geheimer Zufluchtsort für verfolgte Metawesen heraus. Alles deutet auf Lexcorp hin.

    Wonder Woman verschlägt eine Spur ins Weiße Haus zum Präsidenten den USA. Eine Befragung zu den Biologischen Forschungen mit der Alientechnolgie bleibt
    unbeantwortet. Beim Verlassen passiert das Unmögliche, die wichtigste Schaltzentrale der westlichen Welt fliegt in die Luft.



    Natürlich laufen auch hier wieder die Kameras. Wonder Woman ist die Schuldige, Lex Luthor lässt eine Armee von fliegenden Superwesen gegen die Amazone los.
    Die „Befreier“ sind komplett in schwarz gehüllte Soldaten die den Präsidenten rächen sollen. Gegen die Übermacht hat Wonder Woman keine Chance und wird
    festgenommen.

    Batman erholt sich langsam von seinen Schock, zusammen mit Selina plant er die nächsten Schritte. Inzwischen dringt Green Lantern in die geheime Forschungsanlage
    ein um seine Feunde zu befreien. Er bekommt es ebenfalls mit den Befreiern zu tun. Beim Kampf verliert eines der Wesen seine Maske und es kommt ein graues,
    lebloses Gesicht zum Vorschein.

    Lois kommt der Lösung des Mysteriums immer näher. In Metropolis besucht sie den Lex Tower und will eine Meeting mit dem Chef. Sie läuft Jimmy Olsen in die
    Arme der ihr hilft und zu Luthor bringt. Sie findet den mächstigsten Mann der Stadt nur sinnlos brabbelnd vor sich. Er steht unter der geistigen Kontrolle irgrendeines
    Wesens.


    In der Forschung wird Green Lantern von den bizarren Befreiern überwältigt. Der Flash und Atom haben einen leiseren Weg gewählt und infiltrieren die Basis durch
    den Hintereingang während ihr Freund für Ablenkung sorgt. Sie fliegen ebenfalls auf und werden angefriffen, wo mit niemand rechntet… Batman und Batwoman
    (Selina) sind schon lange hier und der Flattermann nutzt die kryptonitsche Waffe des Jokers erfolgreich gegen die Befreier.

    In Metropolis lässt Jimmy seine Maske fallen. Er ist der Drahtzieher hinter der Verschwörung gegen die Helden. Lexcorp fand das abgestürze Raumschiff in
    Smallville. Es war ohne Passagier, enthielt aber Alien-DNA die zu Forschungszwecken gesammelt wurde. Aus Interesse baute Luthor aus der DNA einen Klon,
    der sich als bizarrer Supermann herausstellte. Superkräfte, aber seelen- und geistlos. Auch die Energie hielt nicht lange, sobald die aufgebracht war starben auch
    die Klone. Im Gegensatz zu Jimmy, sein Körper war bereits durch seine früheren Veränderungen an Kräfte gewohnt und vertrug die ausserirdische DNA.
    Er nahm auch das genetische Wissen rund um Kryptn auf und verfügt über unschlagbare Superkräfte.

    Über einen Monitor beobachtet Jimmy wie in Smallville die Justice League von Batman und seinen Freunden befreit wird. Er fliegt schurstracks dorthin und
    verwickelt die Liga in einen Kampf. Die Prügelei erstreckt sich über ganz Smallville, die Liga wird dabei in den Bodem gestampft. Gegen die Macht eines
    Supermannes kommen sie selbst vereint nicht an. Batman wird von Green Lantern mit der letzten verblieben Energie des Rings gestärkt und landet nach einem
    harten Treffer von Jimmy mitten in einer Amisch Farm. Kurz bevor der finale Schlag Batman trifft, schreitet einer der Amisch Bauern ein. Wütend schickt Jimmy
    einen Hitzestrahl gegen den Mann, anstatt ihn zu töten kommt das Gesicht eines bekannten Kryptonires unter der verbrannten Kleidung zum Vorschein.
    Es ist Kal-El der letzte Überlebende seines Planeten. Die Amisch haben ihn als Baby gefunden und nach ihrem Glauben auf der Farm aufgezogen. Jimmy tötet
    brutal die beiden Zieheltern vor Kal-El. Die beiden beginnen einen alles erschütternden Kampf. Es scheint ausgegelichen, nur bei einer Sache hat sich Jimmy
    verkalkuliert, wie schon die Klone brennt auch er seine Energiereserven aus und am Ende bleibt nur ein Häufchen Asche von ihm übrig.



    Was ‘ne Text(sch)wall

    Unter den Elseworld Label ist viel Mist erschienen, “The Nail” ist da eine der wohltuenden Ausnahmen. Die Geschichte hat auch eine lange Entwicklungszeit
    hinter sich, bereits 1993 stelllt Alan Davis DC die Rohfassung vor, es sollen aber noch 5 Jahre ins Land ziehen bis die 3 teilige Mini das Licht der Welt erblickt.
    Ein paar Jahre später folgt ein Sequel, das IMO aber um einiges abfällt. Das zentrale Thema „was wäre eine (DC) Welt ohne Superman“ ist spannenend, ob mit
    ihm auch wirklich
    „Truth, Justice and the American Way“ fehlt, fraglich, aber ohne den Stählernen würde eine starke Stütze des DCU wegfallen und wäre
    um ein großes Symbol ärmer.

    Die Charakterisierung von

    zeigt auch wie sehr die Kräfte korrumpieren können. Im Gegensatz zu Clark kann er sich gar nicht vorstellen sie für das Gute einzusetzen, oder unter den Menschen
    zu leben.

    „The Nail“ nutzt dann auch konsequent die Idee der Elseworlds aus, ohne allzuviel zu verändern. Die Story ist eine zeitlose Liebeserklärung an das Silver Age.
    Clever und spannend konstruiert, spart auch nicht mit wohldosierten Schockmomenten. Leicht zugänglich geschrieben, ohne viel Schnörkel, Davis verzichtet z.b.
    bewusst auf Textboxen oder Gedanken- ballons. Auch aus der künstlerischen Sicht fühlt sich der schlaksige Artstyle perfekt an und erinntert an Größen wie Neal
    Adams. Schön zu sehen wenn bei Texter und Zeichner in Personalunion am Ende was Tolles rauskommt

    „A fanboy celebration of the DC Universe at best”.

  3. #53
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    JLA: Heaven’s Ladder (Panini / 2001)



    Autor: Mark Waid
    Zeichner: Bryan Hitch
    Tuscher: Andy Lanning & Paul Neary



    “…Aber unser Kosmos ist voller Wunder... voller Schönheit, die nicht erforscht… nur geteilt werden kann!
    Und nur erfasst… wenn man Brücken anstatt Barrieren erbaut!”


    --- Superman (Clark Kent, 2000) ---



    US: JLA: Heaven’s Ladder (10/2000)

    Im Wachturm auf dem Mond beobachtet die JLA wie etwas MASSIVES aus dem All auf die Erde zusteuert. Ein Raumschiff mit gewaltigen Ausmaßen, so verf…
    groß das es den Erdball wie eine Cocktailkirsche aufspießt und einfach mit nimmt. So Groß. Gibt dann auch Großalarm und die Liga kann gerade noch das
    Schiff einholen und die Menschen auf der Erde beruhigen. Die Schäden sind dabei minimal, die außerirdischen Entführer haben den Planeten entlang der Erdachse
    aufgespießt und halten die gewohnte Rotation aufrecht, inklusive künstlichem Sonnenlicht.


    Der Martian Manhunter und Atom versuchen auf dem Schiff mit den gigantischen Proportionen Kontakt mit etwaigen Bewohnern aufzunehmen. Die Größenverhältnisse
    sind dabei für den Verstand schwer zu verarbeiten. Von der Erde aus wird auch sichtbar das dieser Planet nur einer von vielen ist. Am Himmel sind viele Welten
    aufgefädelt zu erkennen, ganz so als hätte Gott sich eine Halskette aus dem Universum gebastelt.


    J’Onn bemerkt eines der Wesen, ein rotes, formloses Gebilde das sich nur mit Gefühlen auszudrücken scheint. Ehe sie es sich Versehen können , befinden sich
    der Marsianer und Atom mitten in einem Krieg. Mehrere der geisterhaften roten Wesen greifen eine Art blau leuchtendes Kontrollzentrum des Schiffes an.
    Der Überfall droht auch die „Kette“ an der die Planeten miteinander verbunden sind zu zerstören. Während J’Onn mit Hilfe von Wonder Woman und den anderen
    die Attacke abwehrt, versucht der Rest die Schäden an der Weltenkette zu reparieren.





    Bei der Verteidigung der Kontrollmaschine gaben auch drei der blauen Aliens ihr Leben. J’Onn spürt telepathisch den Schmerz und das Problem der fremden Wesen.
    Die gottgleichen Kreaturen sind alt wie das Universum selbst. Es gibt sie seit Anbeginn der Zeit und werden sich erst jetzt ihrer Sterblichkeit bewusst. Sie kennen den
    Tod nicht, sie haben auch nie ein Konzept des Glaubens, oder einer spirituellen Lösung entwickelt. Deswegen schufen sie auch die Maschinen, sie wollen in den
    Himmel… müssen sich aber erst einen bauen.


    Die Wesen selbst sind die erste Rasse, sie bestehen aus Preonen, die später die Atome formten. Eine normale Kommunikation ist nicht möglich, sondern erfolgt nur
    über ein geteiltes Bewusstsein. Emotionslos erforschten sie den Kosmos, die Entführung der Planeten ist für sie nur eine weiteres Mittel ihre Neugier zu stillen und
    hat keinen feindseligen Hintergrund. So als würde man ein paar Mikroben untersuchen. Die Entropie wird auch sie verschlingen, nur wissen sie nicht was nach dem
    Ableben passiert. Ihr Lebenszyklus ist am Ende angelangt und haben noch einen Tag, das große Unbekannte versetzt sie in furchtbare Angst. Um das Jenseits
    verstehen zu können, bedarf es an Glauben.


    Sie wussten das es anderen Kulturen ebenso erging. Der Glaube Anderer soll ihnen als Rohmaterial für ihre Rettung dienen. Deshalb brachten sie vor Jahrmillionen
    „Schläfer“ auf die entführten Welten. Sie sollten das jeweilige Konzept des Jenseits verstehen lernen. Die Welten werden unversehrt zurückgegeben, zuvor sollen
    die Schläfer ihr Wissen hierher in die Kammer bringen… es vereinen und mit der metaphysischen Energie des Planeten einen extradimensionalen Raum erschaffen.
    Eine Heimat für ihre Seelen.


    Unter den Wesen gibt es auch eine Gruppe die keinen Fremdkontakt möchte. Die roten Wesen, die „Mechaniker“ sind Fanatiker die gegen eine Vermischung mit
    den „niederen“ Kulturen sind und das Vorhaben sabotieren wollen. Es fehlt an Zeit die verursachten Schäden zu reparieren, oder die Schläfer zu versammeln.
    Ein Job den den die JLA zu übernehmen versucht. Nun beginnt die Reise über die verschiedenen Planeten, bei der die spirituellen Konzepte gesammelt werden.
    Natürlich werden die Arbeiten von den Mechanikern gestört, der Ausflug führt auch in die 5.Dimension. Es dauert, aber nach einer Zeit lassen sich die Götter
    herab um mit den „Amöben“ zusammen an ihrem Traum zu arbeiten.






    Nun gut, so easy ist es dann doch nicht. Der Schläfer der Erde entpuppt sich als Doppelagent der Fanatiker, die JLA bekommt es wortwörtlich mit
    einem tobenden roten personifizierten Gott zu tun. Bei der Schlacht wird die Geburtskammer schwer beschädigt. Die Zeit läuft ab, Green Lantern bekommt
    die undankbare Aufgabe die Maschine mit den Schläfern fertig zu bauen. Während dessen bringt der Zusammenhalt der Liga den Sieg und die „Himmelsleiter“
    kann fertig gebaut werden.




    Der Band erschien zwar bei Panini, wegen der US VÖ fällt er aber noch in die Zeit vom Rest des Threades. Die Story ist aufgrund der Thematik sehr
    esoterisch und zum Teil schwülstig angehaucht, gehört aber trotzdem zu einer meiner Lieblings JLA Ausgaben. Und das liegt vor allem an der Optik.
    Was Bryan Hitch (ja, DER Bryan Hitch) und das Team um ihn herum abliefern ist einfach eine Wucht. Die Graphic Novel wurde dann auch gleich im großen
    Tabloidformat veröffentlicht, damit das Artwork in aller Pracht erstrahlen kann.


    Mark Waid kriegt bei der Geschichte gerade noch die Kurve ohne zu sehr abzudriften (Christopher Nolan wäre wohl ein idealer Kandidat für eine Verfilmung),
    mit der „Himmelsleiter“ eine Verbindung zur


    zu ziehen, ist auch eine nette Idee. Seine Außerirdischen entziehen sich dabei wohltuend allen üblichen Klischees. Dauert dann auch nicht mehr lange und er
    übernimmt die Hauptreihe als Schreiber.


    Für mich ist es dann auch ein Ende. Ein himmlischer Abschluss für den ReRead
    Geändert von #churchi (09.06.2021 um 10:45 Uhr)

  4. #54
    Mitglied Avatar von Hahlebopp
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    Weil mir dieses Gedicht mit dem Hufnagel, am Anfang der Rezi, so gut gefiel, hab ich dann auch mal, aus purer Neugier, beim JLA Sonderband 11 zugegriffen. Hat mir dann auch richtig gut gefallen. Wie sich praktisch die gesamte Menschheit zum Hass gegen Metawesen aufstacheln läßt, fand ich sehr gut und sehr glaubwürdig umgesetzt.

    Richtig klasse z.B. auch die Szene, als Hawkgirl zwei Kinder rettet und ein paar wenige vernünftige Menschen sich danach dann vor sie stellen, als die Polizei versucht sie abzuführen ... und dann trotzdem scheitern, weil ein paar wenige Menschen ja nur ein Tropfen auf dem heissen Stein sind.

    Auf jeden Fall eine sehr spannende Geschichte und man hofft natürlich, dass das alles irgendwie noch gut ausgehen wird, bis zum Schluss ...
    Das letztendliche Finale ist dann ... naja, ich sag mal, ich hätte es mir ein wenig anders gewünscht ...

    Dass man es vielleicht doch auch gänzlich ohne den Stählernen schafft.

    Aber alles in allem war es eine schöne, runde Geschichte.


    Hier noch eine kleine zusätzliche Anmerkung, die ich ebenfalls in einen Spoiler packen muss:

    Da wird im Comic doch tatsächlich erwähnt, dass Green Lantern der mächtigste Superheld auf der ganzen Welt wäre - denn einen Superman gibt es ja nicht, in dieser Alternativwelt.
    Das ist natürlich kompletter Humbug!!! Aber dem Autor sei dieser kleine Ausrutscher verziehen.


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