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Thema: Coronavirus - Covid-19

  1. #1826
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von P_Mancini Beitrag anzeigen
    ...s; der hiess Carstens.

    Aber war da nicht was mit Horst Köhler und dem Lissabon-Vertrag, den er erst unterzeichnet hat, nachdem ihn das Bundesverfassungsgericht dazu ausdrücklich aufgefordert hatte?
    Immerhin weißt du, wer gemeint war. An Köhler erinnere ich mich jetzt nicht, aber das ist auch nur ein einziges weiters Beispiel.
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  2. #1827
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von P_Mancini Beitrag anzeigen
    Offenbar; immerhin ist das hier ein Gesetz und keine Verordnung. Und nein, es ist auch kein "Ermächtigungs"gersetz!
    Danke, für das "Offenbar"! Wie habe ich bloß 15 Punkte im Leistungskurs für Geschichte erreicht?

    Entscheidend ist, das per Novellierung eines Gesetzes, Grundrechte außer Kraft gesetzt werden können. Und das Gesetz bleibt so bestehen, könnte irgendwann missbraucht werden.
    Es ist schon arg bedenklich, das die Verfassung angetastet werden muss, um die Pandemie im Griff zu bekommen. Welcher Staat geht noch so weit?
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  3. #1828
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von frank1960 Beitrag anzeigen
    genau. Mit unserer bundeswehr könnten wir nicht mal mehr titiwu besetzen.
    :d
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    Otto von Bismarck

  4. #1829
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Die Seite für die Onlinebuchung der Impfung ist scheinbar überlastet. Versuche es jetzt schon seit einer Stunde -.-
    Ich bleib noch etwas wach...
    Wie lange ist eigentlich die Impfhotline besetzt? Finde dazu keine Info.

    edit:
    Geduld zahlt sich aus Hab jetzt für den 1.5. einen Termin. Bekomme voraussichtlich Biontech.
    Glückwunsch!
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    Otto von Bismarck

  5. #1830
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    Es ist wirklich auffallend, wie unbesorgt viele Menschen, die Abschaffung der Grundrechte fast gleichgültig hinnehmen. Da kann man echt sagen, die politische und mediale Panikmache hat gut funktioniert. Und vorweg, ich bin kein Coronaleugner, Radikaler oder ähnliches. Und ich passe auch schon im Interesse meiner Kleinen gut auf mich auf. Aber wie wenig die ganzen Maßnahmen hinterfragt werden, wie egal es den Politikern ist, dass ständig Gesetzte /Verordnungen als verfassungswidrig aufgehoben werden, das finde ich schockierend.
    Und ich lenke euren Blick nochmals nach Österreich:
    Wir haben hier gerade ein "Realexperiment": In NÖ und Wien immer noch harter Lockdown, alles zu, in den restlichen Bundesländern alles offen (außer Gastro und Veranstaltungen) und in Voralberg hat auch die Gastro ein wenig offen.
    Die Infektionsentwicklung ist de facto überall gleich, mal dort ein wenig höher, mal hier....
    Wird dieser Umstand politisch oder medial diskutiert? Nein.

    Wir reden in Ö von den nä Öffnungen: Gastro im FREIEN nur mit Test! und grünen Pass. Wozu? Im Freien einen Test und grünem Pass? Gehts noch? Es droht die totale Überwachung. Und die Menschen bedanken und freuen sich darüber. Auch das wird medial nicht diskutiert..... )Wäre Interessant wie die Medien reagieren würden, käme das von der AfD oder der FPÖ)
    Und um mal die Relationen aufzuzeigen: In Ö gerade ca 530 Menschen auf der Intensiv. Von knapp 9 Millionen Einwohnern....

    Hab einige Postings vorher gesagt, mir macht die politische Entwicklung Angst. Und ich kann das nur wiederholen.

  6. #1831
    Mitglied Avatar von amicus
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    Leider wissen offenkundig viele Menschen in Deutschland die Vorzüge einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht zu schätzen. Ansonsten fällt es schwer, dieses Desinteresse zu verstehen. Politiker müssten für Ihr politisches Handeln eben verantwortlich und auch zur Rechenschaft gezogen werden können; wird aber in Deutschland nie geschehen.
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  7. #1832
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Ich will nun niemandem seine Ängste klein reden, aber mich treiben im Zusammenhang mit der Pandemie und ihrer Bewältigung ganz andere Sorgen um als die um etwaige Grundrechtseinschränkungen bei nächtlichen Spaziergängen. Und um ganz ehrlich zu sein, bin ich so was von froh, dass sich die Letalität von Covid-19 nicht auf einem ganz anderen Niveau bewegt. Wir wären so was von am Arsch. Und das nicht wegen der Politik(er). Dass solche Maßnahmen notwendig sind oder erscheinen, zeigt mir wie wenig wir mit unserer Freiheit umgehen können. Die gibt es nämlich nicht ohne Verantwortung.
    Geändert von LaLe (22.04.2021 um 08:12 Uhr)

  8. #1833
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Ich will nun niemandem seine Ängste klein reden, aber mich treiben im Zusammenhang mit der Pandemie und ihrer Bewältigung ganz andere Sorgen um als die um etwaige Grundrechtseinschränkungen bei nächtlichen Spaziergängen. Und um ganz ehrlich zu sein, bin ich so was von froh, dass sich die Letalität von Covid-19 nicht auf einem ganz anderen Niveau bewegt. Wir wären so was von am Arsch. Und das nicht wegen der Politik(er). Dass solche Maßnahmen notwendig sind oder erscheinen, zeigt mir wie wenig wir mit unserer Freiheit umgehen können. Die gibt es nämlich nicht ohne Verantwortung.
    Ich sag nur: Wer Sicherheit um den Preis von Freiheit will, verliert oft beides (frei nach Benjamin Franklin)!

    Die Sorgen um Gesundheit und vl wirtschaftliche Existenz sollten halt nicht dazu führen, dass einem die Grundrechte egal werden (und bitte: es geht doch nicht um den nächtlichen Spaziergang; es geht um das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung, das Recht auf Familienleben....)

  9. #1834
    Mitglied Avatar von amicus
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    Ich bin der Meinung, das der Staat, auch bei einer schweren Krise wie Corona, sich an die Verfassung zu halten hat.

    Es macht mir erhebliche Sorge, das die Regierung sich darüber hinwegsetzt. Eigentlich ist der Staat ja nach meinem Verständnis verpflichtet die Grundrechte jedes einzelnen Bürgers unseres Landes zu achten und vor allem zu schützen. Die Artikel 2,8, 10, 11, 12 und 13 werden durch die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes eingeschränkt.

    Die große Preisfrage ist auch, ob diese Keule verhältnismäßig, erforderlich und angemessen ist. Und Grundrechte dürfen nur für eine bestimmte Zeit eingeschränkt werden.
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    Otto von Bismarck

  10. #1835
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Ich will nun niemandem seine Ängste klein reden, aber mich treiben im Zusammenhang mit der Pandemie und ihrer Bewältigung ganz andere Sorgen um als die um etwaige Grundrechtseinschränkungen bei nächtlichen Spaziergängen. Und um ganz ehrlich zu sein, bin ich so was von froh, dass sich die Letalität von Covid-19 nicht auf einem ganz anderen Niveau bewegt. Wir wären so was von am Arsch. Und das nicht wegen der Politik(er). Dass solche Maßnahmen notwendig sind oder erscheinen, zeigt mir wie wenig wir mit unserer Freiheit umgehen können. Die gibt es nämlich nicht ohne Verantwortung.
    Deinem Statement schliesse ich mich zu 100% an.

  11. #1836
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    Dass man unter bestimmten Bedingungen Einschränkungen hinnimmt, heißt ja nicht, dass einem das egal ist. Und nochmal, mit mehr Eigenverantwortung stünden wir heuer m. E. sehr viel besser da.

    Ich bin der Meinung, dass der freie und mündige Bürger in Zeiten einer Pandemie von sich aus bereit sein sollte sich Einschränkungen zu unterziehen um mit der von ihm so geschätzten Freiheit verantwortungsbewusst umzugehen und seine Mitbürger in ihren Freiheiten nicht unnötig einzuschränken und zu gefährden. So erhält man sich seine Freiheit.

    Das schaffen nun nachweislich nicht alle.

  12. #1837
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Dass man unter bestimmten Bedingungen Einschränkungen hinnimmt, heißt ja nicht, dass einem das egal ist. Und nochmal, mit mehr Eigenverantwortung stünden wir heuer m. E. sehr viel besser da.

    Ich bin der Meinung, dass der freie und mündige Bürger in Zeiten einer Pandemie von sich aus bereit sein sollte sich Einschränkungen zu unterziehen um mit der von ihm so geschätzten Freiheit verantwortungsbewusst umzugehen und seine Mitbürger in ihren Freiheiten nicht unnötig einzuschränken und zu gefährden. So erhält man sich seine Freiheit.

    Das schaffen nun nachweislich nicht alle.
    Das reale Problem ist, dass wir eine Gesellschaft
    bevorzugen, wo genau das schiefgehen würde.
    Unsere Gesellschaft (bewusst oder unbewusst) wird
    z. B. seit Jahren gespalten. Es ist also alles andere als
    wahrscheinlich, dass ein umfassend gemeinschaftliche
    Selbstverantwortung funktionieren würde.

    Dort wo sie z. B. nicht funktioniert, wird
    systematisch weggeschaut - weil politisch nicht opportun.
    Es gibt keinerlei Statistik, die die Unterschiede in der
    Bevölkerung darstellt. Und falls es sie doch gibt, dann
    wird sie unter dem Mäntelchen gehalten.

    Ich glaube, es war Olaf Scholz, der auch "sinngemäß"
    sagte: wir werden "verhindern", dass wir Verantwortliche
    gezielt herausdeuten.

    Kann man gut finden, den Satz ... bedeutet aber letztendlich,
    dass man eben das Volk nicht laufen lassen kann.
    Eigenverantwortung funktioniert, wenn man die "nicht-
    eigenverantwortlich-Handelnden" herausdeuten kann.

    Wir haben eine Sichtweise (auch hier werden die
    Statistiken von vorne bis hinten durchdiskutiert), die
    da lautet: 1 Person steckt 1,2 Personen an!

    Das ist natürlich falsch. Es gibt Millionen Menschen, die
    haben im vergangenen Jahr nicht einen einzigen angesteckt
    und es gibt "einzelne" Menschen, die haben vielleicht
    schon eintausend andere angesteckt.

  13. #1838
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Ich will nun niemandem seine Ängste klein reden, aber mich treiben im Zusammenhang mit der Pandemie und ihrer Bewältigung ganz andere Sorgen um als die um etwaige Grundrechtseinschränkungen bei nächtlichen Spaziergängen....Dass solche Maßnahmen notwendig sind oder erscheinen, zeigt mir wie wenig wir mit unserer Freiheit umgehen können. Die gibt es nämlich nicht ohne Verantwortung.
    Die Notwendigkeit aka Wirksamkeit der Ausgangssperre hat die Regierung ja gerade nicht belegen können; für einen derartigen Grundrechtseingriff ist ein solcher belastbarer Nachweis aber zwingend geboten. Aufgrund der Umstände killt das weitgehend meinen einzigen Sozialkontakt, den ich mir seit einem Jahr überhaupt noch erlaube, denn der ist berufstätig und wohnt eine knappe Fahrstunde von mir entfernt. Derweil wird aber die Wirtschaft und der ÖPNV so gut wie gar nicht eingeschränkt, bei den Schulen wird die Gefahr auch runtergespielt. Dazu kommt das absolute Wirrwar, dass völlig unterschiedliche Inzidenzen zu jeweils anderen Massnahmen führen. Während bei den Ausgangssperren überhaupt nicht differenziert wird, macht die regierung aus den Inzidenzwerten ein grosses Verwirrspiel bzw. eine ganz neue Wissenschaft.

    Ich habe bislang alle Massnahmen mitgetragen, aber die hier ist verfassungsrechtlich nicht OK.

  14. #1839
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Und nochmal, mit mehr Eigenverantwortung stünden wir heuer m. E. sehr viel besser da.



    Das schaffen nun nachweislich nicht alle.

    Da stimme ich dir zu.
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  15. #1840
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Danke, für das "Offenbar"! Wie habe ich bloß 15 Punkte im Leistungskurs für Geschichte erreicht?

    Entscheidend ist, das per Novellierung eines Gesetzes, Grundrechte außer Kraft gesetzt werden können. Und das Gesetz bleibt so bestehen, könnte irgendwann missbraucht werden.
    Es ist schon arg bedenklich, das die Verfassung angetastet werden muss, um die Pandemie im Griff zu bekommen. Welcher Staat geht noch so weit?
    1. Geschichte hat eigentlich qualitativ nicht viel mit Verfassungsrecht zu tun; da wäre eine 2 im Staatsrechtsexamen aussagekräftiger als 15 Punkte im Geschichtsabi (wo es ja auch um die Feldzüge Alexanders des Grossen oder die Kreuzzüge gegangen sein kann, nicht wahr?)...

    2. Natürlich können Gesetze Grundrechte einschränken und in bestimmten Situationen ganz ausser Kraft setzen; nennt sich übrigens Gesetzesvorbehalt und ist als solcher vielfacher Bestandteil unseres GG.

    3. Das Gesetz beschränkt die Massnahmen bis Ende Juni, sie können also gerade nicht "irgendwann missbraucht" werden.
    Geändert von P_Mancini (22.04.2021 um 11:20 Uhr)

  16. #1841
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    Dass eine undifferenzierte nächtliche Ausgangssperre vermutlich nicht sonderlich zielführend sein könnte, bestreite ich gar nicht. Womit wir als Gesellschaft aber offensichtlich überfordert sind, sind eben differenzierte Maßnahmen zumal wenn sich die alle paar Tage ändern. Ich weiß noch was es für einen Aufschrei in Lübeck gab als der Bürgermeister verfügte, dass überall auf der Altstadtinsel Maske zu tragen ist. Heute musst du dir alle naslang eine Karte im Internetauftritt der Stadt anschauen damit du weißt auf welcher Straßenseite bis zu welcher Hausnummer eine Maskenpflicht herrscht. Statt dass man den Schnutenpulli einfach immer dann trägt, wenn man aus dem Haus geht...

    An der Stelle ist das Problem, dass "wir" Vorgaben per Gesetz oder Verordnung irgendwie immer als Maximum des Zumutbaren verstehen und deren Grenzen permanent nicht nur in Frage stellen (das ist per se ja alles andere als verkehrt) sondern diese regelmäßig austesten und umgehen wo dies dem Einzelnen irgendwie legal oder vertretbar scheint. Derartige Vorgaben sollte man als verantwortlich lebender Teil dieser Gesellschaft als Minimum verstehen auf das man eigenverantwortlich noch etwas oben drauf tun kann. Nur mit einer solchen Haltung kann man verhindern, dass einem Freiheiten und Rechte genommen werden.

  17. #1842
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    An der Stelle ist das Problem, dass "wir" Vorgaben per Gesetz oder Verordnung irgendwie immer als Maximum des Zumutbaren verstehen und deren Grenzen permanent nicht nur in Frage stellen (das ist per se ja alles andere als verkehrt) sondern diese regelmäßig austesten und umgehen wo dies dem Einzelnen irgendwie legal oder vertretbar scheint. Derartige Vorgaben sollte man als verantwortlich lebender Teil dieser Gesellschaft als Minimum verstehen auf das man eigenverantwortlich noch etwas oben drauf tun kann. Nur mit einer solchen Haltung kann man verhindern, dass einem Freiheiten und Rechte genommen werden.
    d'accord; allerdings wird auch die nächtliche Ausgangssperre von den verhältnismässig wenigen, die sie eigentlich treffen soll, umgangen werden. Während alle anderen nur noch mehr belastet werden. Denn Besuche sind ja im festgelegten Rahmen zu anderen Uhrzeiten durchaus erlaubt - und werden mir jetzt nur deshalb verwehrt, weil der Staat zu bequem ist, die schon geltenden Massnahmen priorisiert zu überwachen.

    Und auch hier der Vergleich mit der Wirtschaft: Die paar Massnahmen, die es dort gibt, werden weder auf ihre Einhaltung überwacht noch bei Verstössen mit Sanktionen bedroht. Aber komm ich mal zu spät nach Hause, droht mir gleich ein fettes Bussgeld.
    Geändert von P_Mancini (22.04.2021 um 11:41 Uhr)

  18. #1843
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von P_Mancini Beitrag anzeigen
    1. Geschichte hat eigentlich qualitativ nicht viel mit Verfassungsrecht zu tun; da wäre eine 2 im Staatsrechtsexamen aussagekräftiger als 15 Punkte im Geschichtsabi (wo es ja auch um die Feldzüge Alexanders des Grossen oder die Kreuzzüge gegangen sein kann, nicht wahr?)...

    2. Natürlich können Gesetze Grundrechte einschränken und in bestimmten Situationen ganz ausser Kraft setzen; nennt sich übrigens Gesetzesvorbehalt und ist als solcher vielfacher Bestandteil unseres GG.

    3. Das Gesetz beschränkt die Massnahmen bis Ende Juni, sie können also gerade nicht "irgendwann missbraucht" werden.
    Also es kommt schon eine gewisse Überheblichkeit bei deinen Formulierungen rüber.

    Geschichte? Wer hat denn mit diesem Hinweis darauf begonnen und mir unterstellt, ich hätte öfters im Geschichtsunterricht gefehlt. Das ist schon frech. Und du hast mit deinem "offenbar" dies unterstützt.

    Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist, so wie ich es verstehe, nicht zeitlich befristet.
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  19. #1844
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Zitat Zitat von P_Mancini Beitrag anzeigen
    d'accord; allerdings wird auch die nächtliche Ausgangssperre von den verhältnismässig wenigen, die sie eigentlich treffen soll, umgangen werden. Während alle anderen nur noch mehr belastet werden. Denn Besuche sind ja im festgelegten Rahmen zu anderen Uhrzeiten durchaus erlaubt - und werden mir jetzt nur deshalb verwehrt, weil der Staat zu bequem ist, die schon geltenden Massnahmen priorisiert zu überwachen.

    Und auch hier der Vergleich mit der Wirtschaft: Die paar Massnahmen, die es dort gibt, werden weder auf ihre Einhaltung überwacht noch bei Verstössen mit Sanktionen bedroht. Aber komm ich mal zu spät nach Hause, droht mir gleich ein fettes Bussgeld.
    Dass Maßnahmen und Sanktionsdrohungen ohne Kontrollen recht sinnfrei sind, da bin ich bei dir. Und da stellt sich dann in der Tat die Frage danach, wessen bzw. welche Interessen dann doch anders bewertet und gewichtet werden.

  20. #1845
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von P_Mancini Beitrag anzeigen
    d'accord;
    Parlez vous allemand?
    Allen menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen - am meisten staatliche.

    Otto von Bismarck

  21. #1846
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    Ich mische mich jetzt noch einmal ein:

    Ist ehrlich einer von euch überrascht, dass sich Menschen nicht an alle Regeln halten? Dass sich Menschen (objektiv) unvernünftig verhalten?

    Oder anders gefragt: Wer von euch hält sich immer und überall an alle Regeln?

    Mensch sein, bedeutet auch unvernünftig, dumm und vielleicht mal sogar verantwortungslos zu sein. Das war immer so und wird immer so sein. Und genau deshalb gibt es Sanktionen, Sicherheitsbehörden, Gerichte, Verwaltungsbehörden etc....

    Manche von uns sind normtreuer, andere weniger. Aber wohl niemand ist immer normtreu. Ganz einfach.

    Aber genau deshalb gibt es auch Grundrechte. Rechte, die jeder besitzt, die zwar durch Gesetzt eingeschränkt werden können , wobei diese Einschränkungen immer verhältnismäßig sein müssen und bislang oftmals einer richterlichen Prüfung/Anordnung bedurften.
    Wenn wie in Dtl offenbar bei einer 100er Inzidenz diese Rechte weg sind.... Na servus Gschäft! Ist das verhältnismäßig? Eine 100er Inzidenz merkt die Gesellschaft nicht einmal (und es geht bei sowas immer um die Gesellschaft, nicht um den einzelnen)

    Und Lale geb ich in einem Punkt schon Recht: Wir scheitern mit einem mittlerweile teilweise grotesken Micromanagement, das oftmals mehr Schaden anrichtet, als es nützt.
    Aber die Lösung kann trotzdem nicht sein, dann halt mit dem Hammer draufzuhauen.

  22. #1847
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Geschichte? Wer hat denn mit diesem Hinweis darauf begonnen und mir unterstellt, ich hätte öfters im Geschichtsunterricht gefehlt. Das ist schon frech. Und du hast mit deinem "offenbar" dies unterstützt.
    Ich jedenfalls nicht:
    Zitat Zitat von Froschgrün Beitrag anzeigen
    ...
    Du hast früher im Geschichtsunterricht auch öfter gefehlt, stimmt's?! Sonst würdest du nicht solche hanebüchenen Vergleiche posten.
    ...
    Also erst mal prüfen, bevor Du mir hier was unterstellst. Ich hatte lediglich diese Aussage als Möglichkeit in Betracht gezogen, da Deine Aussagen hinsichtlich Reichstagsbrandverordnung nun wirklich nicht auf 15 Punkte im Geschichtsabitur hindeuten. Aber Björnd (heisst der jetzt eigentlich Bernd oder Björn?) Höcke ist ja auch Geschichtslehrer - wie der sein Examen bestanden haben will, ist mir völlig schleierhaft...

    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist, so wie ich es verstehe, nicht zeitlich befristet.
    Die Massnahmen der Notfallbremse aber durchaus, und um die geht es doch letztlich. Das Gesetz selbst kann jederzeit mit entsprechenden Mehrheiten wieder geändert werden, ein in einem Rechtsstaat völlig üblicher Vorgang.

  23. #1848
    Mitglied Avatar von Froschgrün
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist, so wie ich es verstehe, nicht zeitlich befristet.
    Ich glaub da hast du was falsch verstanden.

    Die neuen Sonderregelungen für epidemische Notlagen von
    von nationaler Tragweite gelten ab ihrem Inkrafttreten
    sechs Monate und werden dann wieder außer Kraft gesetzt.
    Nur die Zustimmung des Bundesrates kann sie verlängern.

    Guckst du Gesetzestexte.

  24. #1849
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Zitat Zitat von Largo Beutlin Beitrag anzeigen
    Eine 100er Inzidenz merkt die Gesellschaft nicht einmal (und es geht bei sowas immer um die Gesellschaft, nicht um den einzelnen)
    Erzähl das denen, für die vor einem Jahr geklatscht wurde.

  25. #1850
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    Zitat Zitat von Largo Beutlin Beitrag anzeigen
    Oder anders gefragt: Wer von euch hält sich immer und überall an alle Regeln?
    Je vernünftiger einem Regeln erscheinen, desto eher ist man gewillt, sich daran zu halten
    Sinngemäss hat das auch Volker Bouffier gestern in einer Nachrichtensendung so gesagt und damit die inzwischen Legion werdenden unterschiedlichen Inzidenzwerte für das Greifen der Notfallbremse kritisiert.

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