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Thema: Sláine (Pat Mills und viele Zeichner)

  1. #126
    Mitglied Avatar von #churchi
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    An einen Verwindungskrampf musste ich bei dem Erklärungsversuch auch denken, mittlerweile bereut Mills wohl selber die Namensgebung

  2. #127
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Zitat Zitat von JRN Beitrag anzeigen
    @Karate Lothar :

    Ich habe @churchi999 so verstanden, dass er auf die "Was bisher geschah"-Zusammenfassungen neben den "Sláine"-Logos auch gut hätte verzichten können ... weil sie alle sechs Seiten seinen Lesefluss stören.
    Das ist in der Tat so.
    Aber die Logos und die Text-"Rollen" für die Zusammenfassungen waren nun einmal in den Druckvorlagen ... und es gibt keine anderen. Leider. Wir hatten also keine Wahl.
    Wer die "Rollen" bei der Lektüre einfach ignoriert, der kann feststellen, dass sich auch der ganz frühe Sláine schon flüssig hintereinander weglesen lässt.

    Und bevor Du fragst: Durch mehrfaches Klicken kannst Du in die von churchi999 verlinkte Konkordanz "reinzoomen" ...

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN
    Ich muss mal kurz loswerden, dass die Logos und Textrollen für mich essentiell sind und enorm zum Charme beitragen. Ich will aber auch keinen Lesefluss als würde ich einen Film sehen. Ich steh total auf den Rhythmus dieser Serials und die Logos verstärken den Eindruck noch.

  3. #128
    Mitglied Avatar von JRN
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    @Manx cat :



    Manchmal hab' ich den Eindruck, unsere Leserschaft ist so vielschichtig und ausdifferenziert, dass wir einfach gar nichts falsch machen können ...



    Euch allen ein dickes, fettes "Danke" dafür!

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  4. #129
    Mitglied Avatar von #churchi
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    SLÀINE – Band 6: Der gehörnte Gott (1989-1990)



    (Dantes Verlag / 2019)

    Pat Mills & Simon Bisley


    „Manchmal halte ich dich im Arm wie eine Mutter…
    …manchmal will ich dir als Schwester eine Gefährtin sein…
    …und manchmal ramm’ ich dir als deine Geliebte ein Messer in den Rücken.“


    --- Danu ---


    Mit müdem Blick (da muss in der Ahnenlinie irgendwo ein Dackel mitgemischt haben) überbringt ein sichtlich gealterter Ukko schon auf den
    ersten Seiten dem Leser die traurige Nachricht, das Slàine nicht mehr unter uns weilt. Ok, die Lebenserwartung zu Zeiten des Keltenkriegers
    dürfte nicht sooo hoch gewesen sein, aber wie konnte es dazu kommen…?



    Bevor der ehrenwerte Erzähler darauf kommen kann, gibt es erst mal einen Rückblick auf die epische Saga. Die wichtigsten Stationen von Sláines
    Leben und Reise durch Tír Na Nóg , bis hin zur Krönung zum König im letzten Band (heroisches Scheißeschippen mal außen vorgelassen).
    Nach dem der Leser auf dem aktuellen Stand gebracht wurde kann das monumentale Werk dann auch fortgesetzt werden.

    Wobei sich Sláine nicht gerade die beste Zeit ausgesucht hat König zu werden und vor einem Scheideweg steht. Vom Süden macht der knochige
    Lord Feg und seine Drunes den Stämmen des Sessair das Leben schwer. Er lädt die verrückten Steine entlang den Ley-Linien mit Magie der das
    Land der ewigen Jugend mit Eis überziehen lässt. Mit der Kälte kommen auch die Fomóri angeführt von Balor mit dem bösen Blick.
    Gut genährt vom Kessel des Dagda und Im Namen der dreifaltigen Erdgöttin Danu ziehen Sláine und seine Mannen gegen die
    See Täuf-El in die Schlacht. Die Gegner werden von der Berserkerwut niedergemäht, aber auch wenn dem Barbaren die Zahl der Gefallenen
    nicht zu hoch erscheint, kann ein Stamm es nicht alleine mit der Übermacht aufnehmen.

    So denkt Sláine an eine Allianz mit den anderen Stämmen des Sessair. Sein Vorschlag das Volk unter einem König zu vereinen würde auf keine
    keine große Gegenliebe stoßen. Dazu mögen die Kelten ihre Freiheit zu sehr und beugen sich keinem Herrscher der sie ins Verderben stürzt.
    Nichts destotrotz muss er einen Versuch wagen, neben dem Kessel benötigt er für die Vernichtung der Fomóri noch drei andere Schätze
    der Stämme: Das silberne Mondschwert, das durch alles schneidet, der lebendige Flammenspeer des Lug, der sich nach einem
    ordentlichen Gemetzel sehnt und den Stein des Schicksals. Auf ihm stehend bezeugt das heulen des Steins den einzig wahren Hochkönig.
    Mit den vier Schätzen wäre die Kraft des gehörnten Gottes, Carnun dem Herrn der Tiere wiederhergestellt. Dessen Ebenbild Lord Feg
    seit Jahrhunderten nachzueifern versucht.

    Während Sláine mit den verbotenen Waffen den Krieg für immer beenden will, fürchtet sich sein Druide Cathbad vor den Veränderungen
    (und Verlust der Stellung) den ein neuer Gott mit sich bringen würde. Also lieber Hände falten und Goschn halten.
    Für Sláine keine Option, er reist durch den magischen Kessel des Dagda um die Erdgöttin Danu selbst um Erlaubnis für ihre Schätze zu bitten.
    In einer Höhle trifft er auf Nymphen und die Göttin. Sie erklärt ihm die Herkunft und was es bedeutet dem Weg des Gehörnten zu folgen.
    Die Macht der Waffen verführt Männer zur Korruption, kann Sláine sich den Verführungen entsagen, ein neues Zeitalter des Friedens einläuten,
    die Stämme vereinen und seine Feinde besiegen... während im Hintergrund Verrat und Komplotte gegen ihn geschmiedet werden…?






    Bei solchen Titeln habe ich ja immer etwas Schiss. Zuletzt vor fast einem Viertel Jahrhundert gelesen und dem gerade so aus der Pubertät
    entwachsenen churchi hat das Barbarengekröse damals gut gefallen (in einer akribisch bis heute geführten Worddatei wurden damals
    gönnerhafte **** vergeben). Was soll ich sagen, vielleicht bin ich den Jahren gscheiter oder einfach blöder geworden, aber dem
    fetten Teil gebe ich heute die volle Punktzahl

    Bisley ist einfach perfekt für die visuelle Umsetzung des Stoffes. Der Stil wechselt ständig, mal pures Gepose (verbeugt sich dabei auch
    vor den großem Fantasy Meistern), dann komplett reduziert und skizzenhaft. Dabei könnte man jedes Gemälde in ein Museum hängen
    (oder zumindest auf jedes Cover eines Metalalbums aus den 80/90ern). Keine Ahnung ob das mit einem anderen Künstler funktionieren
    würde. Der stete Wechsel spiegelt den Wandel der Geschichte und stört so überhaupt nicht. Generell passt die DIY-Fuck-You-Punk-Attitüde
    von Bisley wie die Faust auf Ukkos Auge. Spielt ein wenig die Rosa Fanbrille mit, aber gefällt mir tatsächlich heute besser als damals.

    Die Saga hebt sich auch wohltuend von den üblichen Fantasy Klischees ab. Pendelt immer ein wenig zwischen Parodie auf das Genre
    und ernstem Hintergrund. Mills schöpft dabei aus den Vollen und interpretiert Kelten Sagen und Überlieferungen wie es ihm gefällt.
    Interessant auch das gerade ein muskelbepackter Barbar mit vermeintlich wenig Hirn sich für einen Wandel hin zurück zur Natur und
    einem Matriarchat einsetzt. Ein Umbruch der zurück zu den Wurzeln, wobei alte (männliche und religiöse) Machtstrukturen hinterfragt
    werden. Ein Hochkönig der auf weltliche Dinge verzichtet und nach einer höheren Geisteshaltung strebt. Auch der Bösewicht Lord Feg
    hat Ecken und Kanten, spätestens nach seinen geistigen Ergüssen kann man ihm eigentlich gar nicht mehr böse sein. Seine Zeit ist schon
    längst abgelaufen, er hat es nur noch nicht gecheckt. Der Comic war damals seiner Zeit voraus und ist es vermutlich sogar noch heute…

    Und keine Angst, gibt auch genug Blut das spritzt, Köpfe die rollen und all das wir sonst so an Hack`n Slay so mögen

    Der Band eignet sich auch für Einsteiger, im ersten Kapitel werden die wichtigsten Handlungen der vorherigen Geschichten zusammen
    gefasst und wirkt fast schon wie ein Best-Of (bei Gefallen die S/W Bände einfach nachholen und wenn es nur ein Band sein soll dann
    halt dieser ). Der Umfang mit über 200 Seiten ist auch ordentlich, da ist der etwas höhere Preis auch verschmerzbar.
    Die Ausstattung, Übersetzung (Anhänge, Vor- und Nachwort/Kommentar von Mills, Pin-Up Gallerie) ist wie immer top.

    Zeitloser Klassiker *




    * der nächste ReRead ist dann so um 2045, hoffe bis dorthin auf eine von Ukko autorisierte, unzensierte Edition im Schafsmagen.
    Schau vermutlich zu der Zeit eh selber so aus wie der Zwerg zum Anfang der Geschichte…
    Geändert von #churchi (12.10.2020 um 15:56 Uhr)

  5. #130
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Kann ich so unterschreiben
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  6. #131
    Mitglied Avatar von JRN
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    @churchi999 :




    [Für jeden der vier Schätze Danus ein "Danke". Und Dein einleitendes Zitat ist auch der persönliche Favorit des Übersetzers ...]

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  7. #132
    Mitglied Avatar von electrified
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    Hört sich interessant an. Zumal ich ja auch ein Fan der Band The Lord Weird Slough Feg bin.

  8. #133
    Mitglied Avatar von JRN
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    @electrified :

    Dann bist Du aber auch ein Kandidat für die ersten drei Sláine-Bände ... denn in denen ist Feg der Hauptgegenspieler unseres Axtschwingers.
    Ist aber eben alles noch schwarzweiß ...

    Mit 1000 Grüßen,
    der Übersetzer

  9. #134
    Mitglied Avatar von electrified
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    Die Serie ist auf jeden Fall schon mal auf meiner Wunschliste, wie auch einiges von Usagi Yojimbo.

  10. #135
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    Nachdem Band 6 schon lange her ist hab ich jetzt mal den ersten Band gekauft.

    Der Inhalt sieht von den Zeichnungen schon mal anspechend aus, zumindest fast alles. Das was Mike McMahon gezeichnet hat (genau wie das Cover) ist einfach unansehnlich.

    Aber mehr werde ich sicher später mal zu schreiben.

  11. #136
    Mitglied Avatar von JRN
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    @Kal-L :

    Mike McMahons Artwork ist nicht "unansehnlich" sondern "anders", "eigen" oder "gewöhnungsbedürftig".
    Ich persönlich fand es genau deshalb klasse.
    Seine Seiten 72 oder 76 in Band 2 haben für mich Posterqualität ...

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  12. #137
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    Zitat Zitat von Kal-L Beitrag anzeigen
    Nachdem Band 6 schon lange her ist hab ich jetzt mal den ersten Band gekauft.

    Der Inhalt sieht von den Zeichnungen schon mal anspechend aus, zumindest fast alles. Das was Mike McMahon gezeichnet hat (genau wie das Cover) ist einfach unansehnlich.

    Aber mehr werde ich sicher später mal zu schreiben.
    Kann ich gut verstehen. Wegen dem "unansehnlichen" Artwork habe ich nach dem lesen des ersten Bandes (direkt nach erscheinen) erst einmal die Finger von Slaine gelassen. Erst durch die überaus guten Kritiken hier im Forum, und den Vorschauseiten auf der Homepage des Verlages bin ich wieder zu Slaine gekommen. Und da bin ich mehr als froh darüber.
    Lass dich nicht vom ersten Band abschrecken. Die Serie ist der Knaller!
    LG
    Mollari

  13. #138
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    Mann es auch gewöhnungsbedürftig nennen JRN geb ich dir recht kommt aber aufs selbe raus.

    Und keine Sorge Mollari ich werde mich nicht abschrecken lassen schließlich war mein erster Band die Nr. #6

  14. #139
    Mitglied Avatar von #churchi
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    SLÀINE – Band 7: Die Hexenkönigin (1985, 1991-1993)



    (Dantes Verlag / 2019)

    Pat Mills & Glenn Fabry, Dermot Power, Greg Staples, Massimo Belardinelli


    Als erstes bekommen wir 2 kürzere Geschichten präsentiert, wobei Der Hochkönig (mit Glenn Fabry) als Prolog zur Hexenkönigin
    fungiert. Rund um Samhain (passt ja gerade prima) ist bei Sláine die Laune im Keller. Die große Schlacht ist geschlagen und es ist die Zeit des
    Friedens. Als Hochkönig ist es im außerdem verboten seiner Lieblingsbeschäftigung der Gewalt zu frönen. Kein Wunder dass der Barbar stinkig ist.
    Er beneidet einen Krieger der sich der Erdgöttin als Opfer darbringt. Die Zeremonie endet damit, das der tote Körper Sláine eine Zukunft mit
    einen großen Krieg wie ihn die Kelten noch die erlebt haben an der Seite der Göttin prophezeit… Endlich wieder ein Sinn im Leben.

    Niamh’s Eifersucht (mit Greg Staples) ist da eher ein Zwischenspiel
    Als Hochkönig ist es Sláine erlaubt zwischen den Welten zu reisen. Er besucht regelmäßig seine himmlische Frau, die Erdgöttin Danu und verbringt
    viel Zeit mit ihr. Im Paradies kann er auch seinen Gewaltexzessen nachgehen, da Täuf-el regelmäßig in Danus Domäne eindringen wollen.
    Alles Super, wäre da nicht seine weltliche Frau Niamh die von den Pflichten ihres Mannes zur Göttin nicht begeistert ist. Nach einem seiner
    Ausflüge kommt es zum Ehekrach. Tja was soll man sagen, Sláine redet sich ziemlich tief in die Scheiße rein. Ein alter Brauch bei dem die
    Streithähne zusammen an eine alte Eiche gekettet werden und solange dort bleiben müssen bis sie sich ausgesprochen haben soll die Ehe retten
    (wäre auch was für Politiker…)



    Die Die Hexenkönigin (mit Glenn Fabry und Dermot Power) ist dann das Hauptgericht.
    Für Sláine scheint die Geschichte recht schnell erledigt zu sein. Nach sieben Jahren endet die Regentschaft des Hochkönigs, es ist an der Zeit
    zusammen mit seinen engsten Vertrauten wieder in die Erde einzugehen. Während Ukko nicht aufzufinden ist, wird Sláine ein Dolch in die Brust gerammt
    und der Scheiterhaufen vorbereitet. Die feierliche Zeremonie wird von der Göttin unterbrochen.

    Sie fordert das der Barbar durch den Kessel des Dagda wiederbelebt wird. Seine Axt wird in einem anderen Zeitalter gebraucht und er soll
    an ihrer Seite kämpfen. So werden Ukko und Sláine durch die Zeit geschickt. Sie landen ca. in der Zeit 50 n.Chr. wo die Caesarischen (Römer) mitten
    in ihren Feldzug gegen Britannien sind. Sie treffen auf die Hexe Boudicca die sich den Invasoren entgegenstellt. Es gibt auch ein Wiedersehen mit einem
    alten Feind. Der blaue Dämon Elfric hilft den Römern und stachelt durch abscheuliche Taten zum Krieg an. Es wurde Eingangs nicht zu viel versprochen
    und bei der entscheidenden Schlacht um die Freiheit der Kelten…

    Im Epilog Die Heimkehr des Hochkönigs (mit Dermot Power) gibt es noch eine kurze Zeitreise und als Bonus Die Schlacht von Clontarf
    (mit Massimo Belardinelli) wird eine Geschichte (von 1985) die etwas aus der Reihe fällt, aber thematisch hier reinpasst abgedruckt.




    Gibt es Leben nach dem „gehörnten Gott“? Mills meint ja und versucht sich an einer Wiedergeburt. Durch die Zeitreisen wird die Geschichte wieder
    etwas abgefahrener. Wie gewohnt werden wild Mythen und Historie nach Millsscher Art vermischt. Die Action ist übertrieben und wenn Römer durch
    die Luft fliegen wirkt das manchmal wie ein Asterix Comic auf Pilzen. Und mit Blut und ******. Die Charaktere sprühen wieder von britischem Humor,
    der tuckige Schlumpf Elfric kann manchmal etwas nerven. Starke Frauen die den Ton angeben, ja da ist alles drin was einen Sláine Comic so ausmacht

    Die Künstler Riege tut sich IMO etwas schwer. Da wird schon versucht der Bisley Style nachzuahmen, was nicht so locker gelingt. Fabry und Staples
    liefern einen tollen Job ab, die Malereien von Dermot Power wirken etwas steif, aber auch er macht sich gut in dem All Star Ensemble. Insgesamt ein
    interessanter Mix aus verschiedenen Stilen.




    PS gab es da wieder einen Versuchsballon mit der Ausgabe? Statt Matt ein „Glanz“ Front/Back Cover (wie immer man sowas nennt…), wirkt neben
    den anderen Bänden etwas seltsam


    @Kal-L Direkt von Band 6 auf 1 ist aber auch ein harter Cut, an alle Anderen: Bitte umgekehrt machen
    Geändert von #churchi (29.10.2020 um 20:44 Uhr)

  15. #140
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    @#churchi :

    [Hä? Was ist denn mit Deinem Alias passiert?]



    Der Glanzlack war kein "Versuchsballon", sondern ein Versehen.
    Es glänzt aber nur die Normalausgabe. Die von Glenn Fabry signierte Vorzugsausgabe ist genauso matt wie die übrigen Bände.
    [Es gab nach der "wellig gebundenen" Nummer 6 ja schon ein bisschen Stress mit der bisherigen Druckerei ... das "glänzende" Ergebnis mit der Nummer 7 hat dann das Fass zum Überlaufen gebracht. Ab Nummer 8 wird Sláine woanders gedruckt.]
    Nicht schön, das.

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  16. #141
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    Zitat Zitat von JRN Beitrag anzeigen
    [Hä? Was ist denn mit Deinem Alias passiert?]
    Bin zur ultimativen Lebensform des 21.Jahrhunderts transzendiert . 'nem Hashtag

  17. #142
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    @#churchi :

    "Ultimative Lebensform"? Hmm ... ich assoziiere damit eher die vier Leitern in Usagi-Band 10, Seite 77, Panel 3.



    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  18. #143
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    Churchi, das Apostroph ist in deinem Post ist falsch rum. Sláine heißt das.

  19. #144
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    Solange die Aussprache korrekt ist...

  20. #145
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    Sláine #1: Morgendämmerung



    Mit den Sláine Storys die ursprünglich in Großbritannien im Magazin 2000 AD Nr. #330-347 veröffentlicht wurden.

    Angefangen mit der Story... Das Zeitenmonster

    Die Sláine und seinen treuen Begleiter Ukko den Zwerg einführt, zumindest behauptet das der Erzähler das dieser Treu ist, nur ist Ukko selbst der Erzähler. Und Sláine selbst geht dieser eher auf den Zeiger und manchmal will er ihn loswerden. Doch Ukko bringt auch schwarzen Humor in die Geschichten um diesen Barbaren was das ganze sehr Unterhaltsam macht auch in den anderen Geschichten.

    Ansonsten würde nur Gemetzel auf die Dauer ziemlich dröge, und so lebt der Band von dem Zusammenspiel der beiden Unterschiedlichen Charaktere.

    Aber die erste Geschichte hat bis auf ein Kampf mit einer Riesenechse und wie die beiden ihr Geld verdienen noch nicht viel zu bieten, bis auf das grandiose Artwork, aber das sind ja auch nur 6 Seiten.

    Es folgt der 4 Teiler Das Biest im Broch zu je fast immer 6 Seiten

    In der Ukko das ganze Geld in einen Knast investiert, auch den Anteil von Sláine (ungefragt natürlich) weil er dort eine große Geldquelle sieht. Zumindest hat er das vom ehemaligen Besitzer so erfahren. Ob das wohl eine lohnende Investition wahr das muss man schon selbst lesen.

    In jedem Fall macht das jede Menge Spaß zu lesen, auch dank dem Zwerg und das Artwork sieht von Massimo Bellardinelli schaut auch gut aus, auch wenn es mit der Darstellung von Bewegungen arg hapert gibt es da sonst nichts auszusetzen. Das Highlight ist dabei die Darstellung des ersten Verwindungskrampfes, fragt jetzt nicht nach einer Erklärung was das ist, das muss man schon selbst sehen. Es ist in jedem Fall Sláines besondere Kraft wie die seines ganzen Stammes aus dem er Verbannt wurde.

    In Morgendämmerung erfährt man mehr über die Herkunft das Barbaren und seiner Ausbildung, das Artwork von Mike McMahon kann mich dsbei nicht wirklich überzeugen, genauso wie das Cover von ihm.

    Danach bekommt Sláine in Der Beltane-Riese das Angebot eines reichen Mannes seine Tochter aus den Händen der bösen Drune Lords zu befreien was zur nachfolgenden Geschichte

    Die Braut Croms führt und nein es gibt kein Crossover mit Conan bei Crom!

    In der Sláines Erzfeind Lord Feg eingeführt wird, wenn ich das richtig aus "Der gehörnte Gott" (Band 6) in Erinnerung habe, er seinen Vater wieder trifft der für den Tod der Mutter verantwortlich ist, weil er ein elender Säufer wurde.

    Das und mehr, sowie jede Menge Action in Epischer Breite gezeichnet von Bellardinelli lassen es auch besser aussehen, und der Verwindungskrampf ist so richtig abgedreht.

    In Schleichender Tod und Stierspringer erfährt Sláine das es mit dem Ruhm den er durch die Rettung der Tochter des reichen Mannes gewinnen wollte um zu seinem Stamm zurückzukehren, nichts wird da sie Lord Feg ergeben ist und dessen Männer ihn jagen lässt.

    In Heldenblut wird Ukkos Verrat zum Verhängnis für ihn selbst und Sláine...

    Meinung: Insgesamt ist der Band tolle Unterhaltung, mit jeder Menge Action und schwarzem Humor auch wenn es noch Inhaltliche und Zeichnerische Schwächen gibt kann ich darüber hinwegsehen weil es einfach Spaß gemacht hat ihn zu lesen. Und weil die kommenden Bände besser werden sollen, wovon ich mich im genialen Band 6 schon überzeugt habe das ist somit quasi die Vorgeschichte.

    Für den Band gibt es 6 von 10 Punkte.

  21. #146
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Bleib da mal schön dran, spätestens ab Band drei wird's richtig abgefahren.

    Wann kommt eigentlich Band 8? War der nicht mal für Oktober angekündigt?
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  22. #147
    Mitglied Avatar von JRN
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    Band 8 ist im Januar erschienen. Ich vermute, Du wartest, genau wie ich, auf Band 9.
    Der wird Montag in Druck gehen.

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  23. #148
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    @Kal-L :

    Schön zusammengefasst.
    Für mich wird Sláine ab "Drachenbeute" [am Ende von Band 2] interessant ... und zwar nicht nur, weil darin Nest erstmals auftaucht.
    Pat Mills braucht ein bisschen, bis er weiß, was er mit seinem Axtschwinger anfangen soll. Es ist aber nicht ohne Reiz, ihm dabei zuzugucken, wie er am Anfang der Serie ein wenig "rumprobiert".
    Mit "Der Kessel des Dagda" und "Danus Ring" hat er dann IMHO seine Formel gefunden ... nur dass diese beiden Episoden eben noch nicht auf gewohnte Art erzählt werden [was Du ja (hoffentlich) noch rausfinden wirst].



    Mit 1000 Grüßen,
    JRN

  24. #149
    Mitglied Avatar von God_W.
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    @God_W. :

    Band 8 ist im Januar erschienen. Ich vermute, Du wartest, genau wie ich, auf Band 9.
    Der wird Montag in Druck gehen.

    Mit 1000 Grüßen,
    JRN
    Hast natürlich Recht.
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    Mitglied Avatar von #churchi
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    SLÁINE – Band 8: Der Narrenprinz (1995-1996)



    (Dantes Verlag / 2020)

    Pat Mills & Greg Staples, Clint Langley, Jim Murray


    “Denn das ist der Weg der Göttin, ihr Tanz.
    Wir leben unzählige Leben… mit unseren Freunden, Feinden und Geliebten
    … immer und immer wieder… bis wir es einmal richtig machen.“


    --- Ukko ---


    Der Name des Schwertes (mit Greg Staples)
    Wieder verschlägt es Sláine in ein anderes Zeitalter. Dieses mal in die dunkle Epoche um 1140 (historisch korrekt wie immer bei Mills). Eine Zeit als
    die Kirche viel Einfluss gewonnen hat und die alten Bräuche als heidnisch und ketzerisch abgetan werden. Während Sláine durch einen Fluß aus Blut
    watet und auf die Todesgöttin trifft die um das alte England trauert, huldigen in einem Kloster die ansässigen Mönche ihrem Blutgott und bringen ihm
    unschuldige Opfer dar. Die alte Vettel offenbart dem Keltenkrieger seine Bestimmung. In dieser Zeit ist der gehörnte Gott als „Robin Goodfellow“
    der Herr des Waldes bekannt. Durch ihn bekommt er auch die magische Kraft sich in andere Gestalten zu verwandeln. Weiters soll er das Schwert
    des Blutgottes finden und seinen geheimen, mächtigen Namen enträtseln…

    Auch Sláine’s Ehefrau Niamh ist mit seinem Schicksal verbunden. Sie ist wiedergeboren als Schwester Marian und dient in dem Kloster ihrem
    christlichen Herrn. Wie schon in ihrem früheren Leben ist sie eine Gefangene und hasst nichts mehr als die alten Götter.
    …Moment mal, Robin, Marian, grüner Mann… sollte da jemand ins Grübeln kommen und sich fragen ob Sláine nun zum Meisterbogenschützen
    mutiert… ja, Mills verwurstet wieder mal in gewohnter Manier die Mythen rund um Robin Hood mit seiner eigenen Saga…

    So versucht Sláine als Herr des Waldes Anhänger um sich zu scharen und seine Mission zu erfüllen. Er möchte auch Kontakt mit Marian aufzunehmen,
    die sich langsam ihrer Herkunft bewusst wird und Nachforschungen zu ihrem früheren Leben anstellt.




    Der Narrenprinz (mit Clint Langley)
    Eine Spur führt Sláine in die Burg von Sheriff Gilbert de Mandeville, der seine Landsleute im Namen der Kirche brutal unterdrückt. Hier bekommt er
    weitere Hinweise zu dem Rätsel rund um das Schwert. Mehr als zuerst geahnt ist auch Marian/Niamh in die Geschichte verwickelt.
    Mit Hilfe der Erdkräfte transformiert Sláine sich in die Gestalt des Herrn des Waldes und überrascht so Marian in der Nacht in ihrem Gemach.
    Angewidert von seiner Erscheinung und fest überzeugt in ihrem Glauben weist sie ihn von sich. Der Funke des Zweifels ist aber gesät, innerlich kämpft
    fortan die Kriegerin Niamh gegen die Ansichten von Marian. Der enttäuschte Sláine zieht ab, kommt aber der Lösung des Rätsels immer näher…

    Als Bonus gibt es noch die kurze Geschichte Die Eingeweide der Hölle (mit Jim Murray) aus der Jubelnummer Prog # 1000.
    Das ungewöhnliche Duo verschlägt es über den Fluss der Todes in die Unterwelt wo sie auf einen gewissen Dreiköpfigen Hund ein paar falsche
    Priester treffen, bevor das nächste Abenteuer auf sie wartet…




    Wieder bedient sich Mills bei bekannten Mythen und klopft so lange drauf rum bis sie wie angegossen zu seiner Saga passen. Die Reise ist wieder
    flott inszeniert, hat einige Überraschungen zu bieten und ist zum Teil richtig abgefahren.
    Etwas schade ist der künstlerische Bruch in der Mitte der Geschichte. Staples malt wie mittlerweile schon üblich seine Sláine Episoden (wie geil ist
    übrigens sein Eröffnungsbild ), Langley hingegen werden getuschte und dann kolorierte Zeichnungen aufgezwungen.
    Seinem Unmut macht er darüber auch im Vorwort Luft und es bleibt auch die einzige Geschichte in dieser Form. Trotzdem sprühen seine
    Zeichnungen nur vor Liebe zum Detail und man merkt das ihm die Figuren am Herzen liegen. Wenigsten durfte er noch mal für die Ausgabe extra
    sein Artwork überarbeiten. Fanboy von ihm bin ich ja sowieso…

    Wieder alles drinnen was man von Sláine erwartet und wie immer ist auch die deutsche VÖ top



    Fehlt nur neuer Stoff…
    Geändert von #churchi (01.11.2020 um 21:11 Uhr)

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