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Ergebnis 1.051 bis 1.060 von 1060

Thema: Just my 2 cents - (nicht ganz so kurze) Reviews von God_W.

  1. #1051
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    Also weiterlesen werde ich Aquaman jetzt nicht direkt, aber es stimmt wirklich alles, was Du zu dem Band sagst. Auch die kleineren Negativpunkte, wobei die mich aber gar nicht gestört haben. Ich hatte fetziges Fast-Food erwartet, in etwa wie bei den letzten Flash-Bänden, die ich gelesen habe. Bekommen habe ich das, aber nochmal eine klare Schippe besser als beim Roten Blitz, von daher war ich echt positiv überrascht.
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  2. #1052
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    Geschichten aus dem gefährlichen Königreich (J. R. R. Tolkien)

    Irgendwo auf den Britischen Inseln - vielleicht aber auch in Mittelerde - vermutlich aber beides, ebenso wie irgendwo dazwischen und all das mit fließendem Übergang. Exakt dort liegt es, das gefährliche Königreich. In selbigem erleben wir eine Sammlung von Geschichten und Gedichten aus der Feder von John Ronald Reuel Tolkien, die zuvor auch einzeln bereits veröffentlicht wurden, teilweise unter anderem Namen, weshalb ich darauf nochmal eingehe. Vorab aber schon mal so viel: In den vergangenen Monaten, unterbrochen von einem Band mit Disney Weihnachtscomics, waren allabendlich einige Seiten aus diesem wundervollen Büchlein die Vorlese-Lektüre für Krümelchen, und dafür war es ganz hervorragend geeignet! Jetzt aber zum Inhalt:

    Bauer Giles von Ham
    Es ist abstrus, verschroben, ungemein witzig und absolut abenteuerlich, wie der rotbärtige Bauer Giles aus dem Örtchen Ham mehr oder minder versehentlich einen Riesen in die Flucht schlägt, dadurch zum gefeierten Helden avanciert und schließlich vom mächtigen König auf die Jagd nach dem gefährlichen Drachen angesetzt wird. Wunderbare, rund 70-Seitige Story, aus der der Zeit der (nicht immer) mutigen Ritter, tapferen Helden (wider Willen) und köstlicher heißem Drachenschwanz zu Weihnachten.

    Roverandom
    So lautet der Name eines kleinen, ungestümen Hundes, der sich nichts gefallen lässt, aber eines Tages an den Falschen gerät. Denn als er einem Zauberer die Hose zerreißt verwandelt dieser ihn in einen Spielzeughund. Die abenteuerliche Reise des kleinen Rabauken, die ihn unter anderem auf den Mond und später in ein kunterbuntes Unterwasser-Reich führt, ist mit allerhand aufregenden Erlebnissen gespickt. Dabei macht Roverandom außergewöhnliche Bekanntschaften, hat aber auch stets das Ziel im Auge, wieder ein richtiger Hund zu werden.



    Die Abenteuer des Tom Bombadil (und andere Gedichte)
    Es ist schon schön mit dem rätselhaften, mächtigen Tom auf Reisen zu gehen. Wie er mit der Natur umgeht, wie er Abenteuer erlebt und sich gar verliebt, oder sich einfach mit seinem alten Freund Bauer Maggot (ja, der dem Merry und Pip stets sein Gemüse klauen ) auf ein schaumgekröntes Bier trifft. 16 Gedichte, von denen zwar nur wenige mit Tom Bombadil zu tun haben, aber dennoch allesamt lohnenswerte Lektüre darstellen. Mal lustige Nonsens-Sprachübung, mal erzählerisches Abenteuer, zuweilen treffen wir sogar noch andere Orte und Wesen aus Mittelerde.

    Der Schmied von Großholzingen (auch erschienen als „Der Elbenstern“)
    Geht es eigentlich im Kern um einen Schmied? Oder doch um einen Koch? Den Tortenbäcker für ein wichtiges, nur alle 24 Jahre stattfindendes Fest? Vielleicht auch um einen Beikoch, der mehr Talent hat als sein Chef? Oder gar um einen König? Vielleicht geht es aber doch um jenen Stern, der in die Torte zu besagtem Fest, dem Fest der Guten Kinder, eingebacken wird und den jenes Kind bekommt, in dessen Stück vom Kuchen der Stern versteckt war. Denn dieser Stern hat ganz besondere Kräfte: Er erlaubt seinem Träger den Übergang von unserer Welt ins Waldreich der Elben.

    Sind es die Elben Mittelerdes? Sind es ganz andere Fabelwesen? Zu welchem Zeitalter spielt die Story überhaupt? Vieles wird offengelassen, aber diese ganz besondere Magie, die vielen von Tolkiens Erzählungen innewohnt, die ist auf jeder Seite vorhanden.



    Blatt von Tüftler (auch erschienen als „Elbenwald“)
    Die Geschichte von einem Künstler mit Konzentrationsschwierigkeiten in einer äußerst strikt geregelten Welt hat passagenweise etwas Erschreckendes, fast so was wie leichte Anklänge von Orwells „1984“. Am Ende wird es aber doch hoffnungsvoll, lebensbejahend und macht Mut. Mut zur Freude, Freude am eigenen Leben, am Erschaffen, am Erleben und am lebendig werden lassen. Nur etwa 30 Seiten lang und doch gehalt- und fantasievoll, angefüllt mit Schaffenskraft und Denkanstößen. Eine wirklich feine Geschichte.

    Abgerundet wird der Band mit einem Nachwort von Alan Lee, dem Künstler der mal wieder einen Schwung wunderbare Illustrationen zu der äußerst gelungenen Ausgabe beigesteuert hat. Ganz großartige Lektüre, ob zum Vor-, oder zum Selbstlesen. Man sollte halt nur keinen Band mit Mittelerde-Stories erwarten, denn diese Welt wird nur am Rande gestreift.

    9/10

    VG, God_W.
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  3. #1053
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    Hinter den Kulissen von Dune (Tanya Lapointe)

    Nur noch zwei Wochen bis zum Kinostart des von mir heiß ersehnten zweiten Teils von Dune! Um die Wartezeit zu verkürzen habe ich mir die Arbeit hinter den Kulissen von Teil eins mal genauer angeschaut. Schon kurz nach Erschienen, Ende 2021, habe ich mir diesen Band zu Denis Villeneuves Wüstenplanet-Adaption gekauft. Unser bester Panini Verlag glänzt ja des Öfteren mal mit Sekundärmaterial zum ein oder anderen Film- oder Game-Franchise, aber mit diesem Buch haben sie so langsam das obere Ende der Messlatte erreicht. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte ich das 240 Seiten starke Album immer mal wieder in der Hand, habe darin geschmökert und die Seiten betrachtet, denn die strotzen geradezu von faszinierenden Bildern, interessanten Skizzen, Entwürfen, Artworks und Setfotos. Allerdings wird die Bezeichnung „Bildband“, wie es auf der Webseite des Verlags heißt, dem Werk meines Erachtens keinesfalls gerecht.



    Klar, von den Bildern lebt das Buch und die Seiten entführen uns in die größtenteils staubigen Welten von Frank Herbert und Denis Villeneuve, aber den begleitenden Text, den es übrigens reichlich gibt, zu vernachlässigen wäre ein schwerer Fehler. Zusammengestellt und geschrieben wurde der wunderbare Band nämlich von keiner geringeren als Tanya Lapointe, ihres Zeichens Produzentin des Films und Ehefrau des Regisseurs Denis Villeneuve. Viel näher am Geschehen kann man also gar nicht sein.

    So bietet das Buch nach einem Vorwort des Regisseurs und einer Einführung von Brian Herbert und Kevin J. Anderson, dem Sohn von Dune-Autor Frank Herbert und seinem Autoren-Partner bei den vor und nach dem Werk des Ur-Autors spielenden Romanen aus dem Dune-Universum, reichlich Hintergrundwissen und Insider-Infos zu jedwedem Aspekt der Produktion. Von Designentwürfen über Drehbuchentscheidungen, von der wichtigen Frage, ob aus dem ersten Buch ein oder zwei Filme werden sollen bis zur Auswahl der Schauspieler, von nahezu allen Aspekten der fertigen Optik bis zu den technischen Herausforderungen bei der Vorbereitung und Umsetzung. Auch Fotos und Infos zu zwar gedrehten, aber letztlich nicht verwendeten Szenen bekommen wir spendiert.



    Da werden Kommentare der Schauspieler ebenso einfließen lassen wie die von Mitarbeitern des Teams, zum Beispiel von Designern und Kameraleuten. Die Drehorte, ob im Studio oder vor Ort in den verschiedenen Ländern werden vorgestellt. Die fulminanten Setbauten sind nur ein kleiner Teil, denn bis ins kleinste Detail wurden Lösungen für Probleme ausgearbeitet, die teilweise im Film gar nicht bemerkt werden. Seien es kleine Knöpfe an den Schwertern, die kurz vor dem Auftreffen auf ein Körperschild gedrückt werden, um die Trägheit zu erhöhen und den Führer der Klinge so dabei unterstützen „langsam“ durch den Schild zu gleiten oder die Art wie Palmen am „epischsten“ brennen. Dass einer der besten Tanzchoreografen der Welt den Wüstengang entworfen hat, dieser unorthodox, doch elegant aussehen sollte, sowohl bergauf als auch bergab funktionieren musste, und zusätzlich eine formschöne Spur im Sand hinterlassen musste – verrückt und großartig!



    Eines der Highlights ist für mich Chakobsa. Frank Herbert erdachte nur einige Sätze und ein kurzes Gedicht in der Sprache, erläuterte dazu noch einiges zu ihrem Klang. Das jetzt Sprachwissenschaftler engagiert wurden, die aus diesen Grundpfeilern eine komplett funktionierende Sprache nebst Schrift mit über 200 Schriftzeichen entwickelten finde ich enorm, immerhin war das Budget für den ersten Film nicht gerade überbordend ausgefallen.



    Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Haptik und allgemeinen Gestaltung des Buches, die ich absolut gelungen finde. Die gestochen scharfen Bilder haben auf den Seiten einen ganz speziellen Glanz und die Schrift ist nicht weiß, sondern silbern. Es wirkt auf mich so, als wären die ganzen Seiten von Grund auf Silber und nur, wo die Schrift durchkommen soll wurde die Deckfarbe der Bilder weggelassen. Das ist sicherlich Bullshit, aber diesen Eindruck erweckt die Optik für mich, und das sieht einfach edel und großartig aus. Die Seiten sind schwer, der Hardcover-Einband dick und stabil, Vor- und Nachsatz haben ein tolles Design und der schwarz glänzende Schuber wird in der Mitte von einem breiten, rau fühlbaren Streifen geziert, der das Sandwurm-Relief aus dem Pyramidenähnlichen Palast in Arrakeen zeigt und rundum läuft. Ein Highlight unter den Filmbüchern und eine klare Empfehlung an alle, die sich für derartige Veröffentlichungen erwärmen können.

    9,5/10

    Und jetzt steigt die Vorfreude auf Teil 2 noch mehr, ebenso wie auf das „Hinter den Kulissen“-Buch zum zweiten Kinofilm, welches Panini am 01. März, also fast parallel zum Kinostart, veröffentlicht.

    VG, God_W.
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  4. #1054
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    Nachrichten aus Mittelerde (J. R. R. Tolkien)

    Da haben wir ihn, den Mittelerde-Rundumschlag unter den nachträglich veröffentlichten Tolkien-Werken. Der immerhin über 700 Seiten starke Brocken beinhaltet Material aus allen drei Zeitaltern von Mittelerde, fein säuberlich zusammengesucht und herausgegeben von J. R. R. Tolkiens Sohn Christopher. Wo nötig kommentiert und an der ein oder anderen Stelle leicht editiert, zumeist um verschiedene Schreibweisen von Namen anzugleichen und solche, oder einen Fehler respektive Widerspruch entweder auszumerzen oder zumindest zu verdeutlichen.



    Das Buch wurde erstmals bereits 1980 veröffentlicht, also gerade mal drei Jahre nach dem Silmarillion. Seither gab es einige weiterführende Erkenntnisse und der ein oder andere Schnipsel aus der Feder Tolkiens wurde noch entdeckt oder entziffert. Dadurch wurde hier zwar einige Anmerkungen und Fehlerchen überarbeitet und korrigiert, aber an Storyinhalten wurde dem Buch nichts mehr hinzugefügt, wenn ich das richtig verstanden habe. Zusätzliches Material gibt es also, wenn überhaupt, dann in den späteren Veröffentlichungen, die sich intensiver mit einzelnen Geschichten beschäftigen, zum Beispiel „Der Fall von Gondolin“.

    Das bringt uns gleich zu der Frage: Braucht man dieses Buch überhaupt? Dazu ein klares Jein. Das hängt zuallererst stark davon ab, was man denn zuvor schon alles von Tolkien gelesen hat und auf der anderen Seite davon, wie eingehend sich man mit dem ganzen Material und der vom Autor erdachten Welt befassen möchte.



    Wer die drei Bücher zu den großen Geschichten des ersten Zeitalters, also „Die Kinder Húrins“, „Beren und Lúthien“ sowie „Der Fall von Gondolin“ gelesen hat wird im ersten Abschnitt dieses Buches nur Wiederholungen finden und feststellen, dass die drei genannten Werke sogar deutlich mehr bieten, sowohl vom erzählerischen Inhalt als auch was die begleitenden Erläuterungen und Infos betrifft. Seit „Der Untergang von Númenor“ erschienen ist gibt es auch für das zweite Zeitalter ein umfassendes Werk, welches die Geschehnisse dieses Zeitraums chronologisch und ausführlich, ja geradezu akribisch wiedergibt, und das aus allen erdenklichen Quellen. Auch hier also eher Wiederholung zur Verfestigung statt neuen Erkenntnissen und insgesamt gar weniger Material und nicht in derart zugänglicher Reihenfolge aufbereitet, wie es beim „Untergang von Númenor“ der Fall ist. Ja, Christopher Tolkiens Kommentare hier sind Andere, als es bei den späteren Veröffentlichungen der Fall ist, aber der Inhalt ist im Großen und Ganzen der Gleiche.



    Kommen wir also zu meinem Hauptgrund das Buch zu lesen, dem dritten Zeitalter. Beginnend mit dem „Verhängnis auf den Schwertelfeldern“, welches am Ende von „Der Untergang von Númenor“ bereits angeteasert wurde, bietet das Buch wirklich reichlich Inhalt zum letzten Zeitalter Mittelerdes, bevor die Elben und Zauberer diese Gefilde verließen und den Menschen und Halblingen überließen. Ein klein wenig davon bekommt ja schon im „Silmarillion“ zu lesen, und die Anhänge des „Herrn der Ringe“ selbst bieten dahingehend so Einiges, doch in gesammelter und dermaßen umfassender Form wie hier findet man diese Geschichten und Ereignisse sonst bislang nirgends. Immerhin knapp 150 Seiten drehen sich ausschließlich um diese letzten Tage, und da sind die Extra-Kapitel über die Drúedain, die Istari und die Palantíri, die sich über mehrere Zeitalter erstrecken, noch gar nicht mit eingerechnet. Wenn man das „Silmarillion“ und die Anhänge des „Herrn der Ringe“ gelesen hat kennt man sicher Vieles schon, aber das Buch hat auch durchaus neues Material zu bieten, welches ich äußerst interessant und schön zu lesen fand. Dabei wird das dritte Zeitalter im Grunde gesamtheitlich abgehandelt, also auch die Geschehnisse im Hobbit und im Herrn der Ringe nochmal grob umrissen, jedoch aus anderer, nüchterner Sichtweise, wie in historischen Aufzeichnungen üblich.



    Gebunden, mit Lesebändchen, diesmal ohne beigelegte Karten, aber Vor- und Nachsatz sind mit ebensolchen bedruckt und mit 18 Farbtafeln der Künstler Alan Lee, John Howe und Ted Nasmith versehen ist der Band eine wirklich gelungene Veröffentlichung. Ob man das Geld für vergleichsweise wenig „neues“ Material investieren möchte, sollte man die oben genannten Bände schon besitzen, muss jeder selbst entscheiden. Wenn man es eh nicht ganz so intensiv und ausführlich, und gerne auch mit weniger Kommentaren und Erläuterungen mag, dann ist dieses Buch aber auch vielleicht genau das Richtige, um die Kernereignisse aller drei Zeitalter in Mittelerde mitzuerleben, ohne sich „Die Kinder Húrins“, „Beren und Lúthien“, „Der Fall von Gondolin“ sowie „„Der Untergang von Númenor“ zu Gemüte führen zu müssen. Sicherlich auch eine gute Option, ist ja vielleicht nicht jeder so freaky wie ich.

    7,5-8/10

    VG, God_W.
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  5. #1055
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    Zitat Zitat von berlepsch Beitrag anzeigen
    ...
    Was mich wundert: Hätte im Rahmen der Filme mit einer schönen neuen Hardcover Ausgabe des Hauptwerks gerechnet - da tut sich aber leider nichts. Ich habe noch die Hardcoverbände aus den 70ern...
    Wie versprochen hier ein paar Fotos der neuen Hardcover-Ausgabe. Leinengebunden mit goldgeprägter Schrift und Lesebändchen, dazu blau eingefärbter Schnitt und ein Poster mit einer Karte von Arrakis und einem Artwork auf der Rückseite. Der Text kommt in der aktuellsten (dritten) Übersetzung von Jakob Schmidt auf feinem Dünndruckpapier daher. Neben Vor- und Nachsatz mit zwei schönen, unterschiedlichen Artworks hat der Band als Bonus noch ein Nachwort von Autor Frank Herbert an Bord. Geliefert wird das alles in einem schick designten, äußerst stabilen Schuber. Ja, bei der Fülle an tollen Künstlern, die schon von Dune inspirierte Bilder geschaffen haben, hätten eine Handvoll Illustrationen die Ausgabe noch minimal aufwerten können, aber im Grunde entstehen die Bilder beim Lesen ja im Kopf, von daher bin ich äußerst zufrieden und wir haben hier eine nahezu perfekte Ausgabe dieses wegweisenden Werkes der Science Fiction spendiert bekommen, wenn auch zu einem saftigen Preis. Die beiden neusten Taschenbuchausgaben (einmal regulär, einmal zum Film von Villeneuve) gibt es für 16,00 bzw. 12,99€ und haben die gleiche Übersetzung an Bord.













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  6. #1056
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    Die Luxusausgabe ist toll, entspricht inhaltlich der englischen Ausgabe. Dort gibt es noch Messiah und Children in der gleichen Aufmachung, die letzten 3 Bücher lassen noch auf sich warten, wenn sie denn überhaupt kommen. Ich finde es schon sehr, sehr schade, dass man es unterlassen hat, die Illustrationen von John Schoenherr nicht vollumfänglich einzubinden. Damit wäre es eine wirklich ultimative Luxusausgabe geworden. (Und das Poster hätte auch gerne gesondert und gerollt beigelegt werden können.)

    Finde es gut, dass du offenbar mit den Büchern von Brian Herbert und Kevin J. Anderson was anfangen kannst. Ich kann es ja leider gar nicht, probiere es in Comic Form allerdings immer mal wieder, klappt auch nur so semi-gut.

    Meine Vorfreude auf Dune - Part 2 ist gewaltig, ich habe Karten für mehrere Vorstellungen vorbestellt, habe mir 1,5 Wochen Urlaub genommen um so oft (und mit so vielen) wie möglich in den IMAX Saal zu stürmen und habe drei Wiederaufführungen von Part 1 besucht. Ich spüre schon den Sand unter meinen Füßen.

  7. #1057
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    Ja, ich hatte schon gesehen, dass es die auf Englisch schon gibt, auch die ersten drei Bände zusammen im Schuber. Mal schauen wir gut sich das jetzt bei uns verkauft, und ob Heyne dann weiter macht.

    Wie gesagt, für die am frühesten spielende Trilogie "Legende" hab ich zwei Anläufe gebraucht, aber die "Frühen Chroniken" hatten mir damals schon gut gefallen und aktuell bin ich voll drin, macht echt Spaß zu erleben, wie das alles entsteht und zustande kommt. Von den Comics hab ich bis jetzt nur einen Band gelesen. Joar, war nicht ganz schlecht, hat mich aber auch nicht richtig abgeholt. Werde ich demnächst mal am Stück lesen, wenn ich Zeit und Lust habe.

    Ich freue mich auch enorm auf Dune 2, aber ganz so heavy wie Du treibe ich es dann doch nicht. Würde mir nie anderthalb Wochen Urlaub für Kinogänge nehmen, Urlaubszeit nutze ich dann doch eher für die Family. Wünsche Dir aber ganz viel Spaß dabei!!! Dune 1 hab ich jetzt viermal im Kino gesehen (2x Deutsch, 2x Original, einmal erst kürzlich zum Re-Watch), dazwischen einige male auf Blu. Nächste Woche Mittwoch geht es natürlich dennoch mit der Gattin zusammen ins Double-Feature, da wird dann der Erste halt zum fünften mal und anschließend Teil 2 gesichtet. Ein oder zwei Wochen später geht es zusammen mit einigen Buddies dann noch in die OV, aber weiter hab ich da noch nix geplant. Die Blauscheibe zieht dann natürlich auch irgendwann hier ein, aber ich muss den nicht in zwei Wochen sechsmal schauen oder so. Da lese ich lieber weiter.

    Für Sand unter den Füßen kann ich den Oman empfehlen, waren da vor einigen Jahren, unter anderem einige Tage in der Wahiba Sands und - absolut grandios - einige Tage in der Rub al-Chali.
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  8. #1058
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    Alien 4 - Tauwetter

    Einsamer Eisplanet, kleine Forschungsstation und dann geht's ab. Klasse Mischung der bekannten Zutaten inklusive einiger neuer Twists, ordentlich Gore und sogar ein bisschen richtigem Horror-Feeling. Hat voll Laune gemacht! Dass auf dem Buchrücken des Paperbacks statt der 4 eine 1 steht ist wohl Schludrigkeit geschuldet.
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  9. #1059
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    Der Thron des Wüstenplaneten (Brian Herbert & Kevin J. Anderson)

    Die vom chronologischen Ablauf her gesehen zweite Trilogie, die Brian Herbert und Kevin J. Anderson vor dem Hauptwerk angesiedelt haben gehört zu den neueren Veröffentlichungen. Wenn man nicht aufpasst, kann man da leicht durcheinanderkommen, wenn man sich die Veröffentlichungsreihenfolge anschaut, es macht aber durchaus Sinn diese Bücher nach der „Die Legende“-Trilogie zu lesen. Die Namensgebung und Einordnung beim Heyne-Verlag, gerade verglichen mit dem Original, macht es da nicht einfacher. Deshalb eine kurze Erläuterung für Neueinsteiger:

    Die hiermit startende Trilogie aus „Der Thron des Wüstenplaneten“, „Die Mentaten des Wüstenplaneten“ und „Die Navigatoren des Wüstenplaneten“ wurden im Original unter dem Überbegriff „The great schools of Dune“, also „Die großen Schulen des Wüstenplaneten“ veröffentlicht. Das ergibt noch mehr Sinn, wenn man bedenkt, dass der erste Roman „The Sisterhood of Dune“ betitelt wurde, also „Die Schwesternschaft des Wüstenplaneten“, in Anlehnung an den Orden der Bene-Gesserit-Schwestern. Weshalb das mit „Der Thron des Wüstenplaneten“ eingedeutscht wurde wird wohl ein Geheimnis des Verlags und/oder Übersetzers bleiben. Den Begriff um die „Großen Schulen“ findet man bei Heyne nirgends, wenn man hinten in die Bücher schaut, werden die drei Bücher da einfach den „Legenden“ zugeordnet, was im Grunde auch nicht schlimm ist, denn „Der Thron“ setzt etwa 80 Jahre nach den Ereignissen in „Die Schlacht von Corrin“ an, weshalb man nahtlos weiterlesen kann.

    Also nochmal kurz zusammengefasst die Trilogien, die sich mittlerweile VOR dem Hauptwerk von Frank Herbert tummeln, aufgelistet in der zeitlichen Abfolge, in welcher der Inhalt spielt, dahinter in Klammern das Veröffentlichungsjahr:

    Der Wüstenplanet – Die Legende:
    - Der Wüstenplanet – Die Legende 1: Butlers Djihad (2002)
    - Der Wüstenplanet – Die Legende 2: Der Kreuzzug (2003)
    - Der Wüstenplanet – Die Legende 3: Die Schlacht von Corrin (2004)

    Great Schools of Dune:
    - Der Thron des Wüstenplaneten (2012)
    - Die Mentaten des Wüstenplaneten (2014)
    - Die Navigatoren des Wüstenplaneten (2016)

    Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken:
    - Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 1: Das Haus Atreides (1999)
    - Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 2: Das Haus Harkonnen (2000)
    - Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 3: Das Haus Corrino (2001)

    Die Caladan-Trilogie:
    - Der Wüstenplanet – Der Herzog von Caladan (2020)
    - Der Wüstenplanet – Die Herrin von Caladan (2021)
    - Der Wüstenplanet – Der Erbe von Caladan (2022)

    Wie schon mal erwähnt hatte ich die frühen Chroniken damals direkt nach Erscheinen gelesen. Wie alle Werke von Brian Herbert und seinem Compagnon haben die einen recht modernen, gänzlich anderen Stil als der von Papa Frank, haben mich aber sehr gut unterhalten und funktionieren perfekt als direkte Vorgeschichte zu „Der Wüstenplanet“. Deshalb weiß ich auch nicht so wirklich, was in der Caladan-Trilogie da noch groß dazwischen gequetscht werden soll und, ob ich die überhaupt lese. Mal abwarten, wie meine Lust darauf ist, wenn ich so weit bin.

    Die Legende habe ich jetzt erst beim zweiten Anlauf geschafft. Das war, gerade gegen Ende des Ersten und während des zweiten Romans, nicht so packend gelungen wie die frühen Chroniken. Zum grundsätzlichen Aufbau all dieser Romane, auch jetzt bei den Great Schools, kann man sagen, dass sich das ähnlich verhält wie bei George R. R. Martins „Lied von Eris und Feuer“. Man bekommt reichlich Kapitel, alle recht kurz gehalten, und wir folgen immer einer gewissen Anzahl Hauptcharaktere, um deren weiteren Weg sich das Kapitel dann dreht. Wenn man also einen Lieblingscharakter hat, oder manche Personen lieber mag als andere, dann kann es schon mal einen Schwung Kapitel dauern, bis man zu deren Lebensweg zurückkehrt.

    Beim hier vorliegenden „Thron des Wüstenplaneten“ war das für mich aber gar kein Thema, denn an allen Fronten und in allen Lebensläufen ging es spannend und äußerst unterhaltsam voran, ohne ausufernden Leerlauf oder Ähnliches. Während sich, ganz dem Namen der Trilogie verschrieben, die Ärzteschule der Suks, die Mentatenschule, das Zentrum der Schwesternschaft und, ebenfalls in jetzt größerem Stil, die Navigatoren entwickeln und vermehren, bekommt es die Menschheit, trotz dem Sieg über die Maschinen, mit mindestens ebenso gefährlichen Problemen zu tun. Die Sklaverei ist noch immer nicht abgeschafft, was vor allem Vorian Atreides und seiner Familie zu schaffen macht, auf dem Thron sitzt ein schwacher, verängstigter Herrscher, der sich eher wie ein trotziges Kind denn als großer Staatsmann gibt und die Butler-Bewegung entwickelt sich, noch stärker als bisher, zum von Fanatismus getriebenen, unkontrollierbaren Mob.

    An manchen Stellen vielleicht etwas zu oberflächlich, dafür aber ungemein kurzweilig wird die Geschichte der Menschheit vorangetrieben. Die erste ehrwürdige Mutter entsteht, die Raumfahrt wird immer wichtiger, ebenso wie das Spice, doch große Geheimnisse, wie das des Schulleiters der Mentaten oder jenes des inneren Zirkels der Schwesternschaft, sorgen für Hochspannung. Auch interne Zwistigkeiten bleiben nicht aus und im dichten Nebel der Zukunft warten unausweichliche Katastrophen, gerade im Hinblick auf die religiösen Fanatiker. Ich bin gespannt, wie das alles noch weiter geht und aufgelöst wird. Von den bisherigen vier Romanen des Runs klar der Beste, hat sich ratzfatz weggelesen.

    8/10

    VG, God_W.
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    Star Trek - Titan (6): Synthese (James Swallow)

    Neben all dem Tolkien-, und Herbert-Material will ich auch meinen aktuellen Star Trek Read bezüglich der Titan nicht ganz vernachlässigen. Ich muss zugeben, das Cover hatte mich etwas abgeschreckt, denn das suggeriert ja schon ein wenig, dass es sich um eine romantische Weltraumschmonzette rund um den Captain und eine andere Lady, also nicht seine Diana, handelt.

    Dem ist zum Glück ganz und gar nicht so, und nachdem ich an die Stelle im Buch gelangte, an der die geheimnisvolle Dame auf dem Cover ihren Auftritt hat, warf ich nochmal einen Blick aufs Buch und schließlich ist der Groschen gefallen, handelt es sich doch um eine alte Bekannte, die wir bereits auf der Mattscheibe kennenlernen durften.

    Bis es zu diesem Zusammentreffen kommt gehen aber ein paar Seiten ins Land, während derer sich die Titan nach einer unfreiwilligen Flugunterbrechung mitten in einem Kriegsgebiet wiederfindet. Die verfeindeten Parteien sind allerdings eher ungewöhnliche „Lebensformen“.

    Nein, die Frage danach, was denn jetzt als Leben gilt und was nicht ist bei Star Trek alles Andere als
    neu. Wo die Grenze zwischen Maschine, Computerprogramm oder Lebensform gezogen wird war schon Kernthema in mannigfaltigen Folgen, sei es rund um Data, die Exocomps, Moriarty und so fort. Man sollte also meinen, dass die Thematik so langsam, aber sicher auserzählt ist. Dennoch gewinnt diese weitere „Deus ex machina“-Variation dem Ganzen interessante Facetten ab, bezieht alte Bekannte mit ein und sorgt für spannende Entwicklungen. Außerdem ist das KI-Thema ja aktuell wieder sehr in Mode, was den Band äußerst modern erscheinen lässt, auch wenn er schon ganze 15 Lenze auf dem Buckel hat. Nebenher darf sich auch das ein oder andere Crewmitglied ein wenig stärker in den Fokus rücken und die Familiengeschichte der Rikers bleibt angenehm im Hintergrund.

    Ein guter Band, der sich zügig gelesen hat und prima unterhält. Ja, die Grundthematik ist nicht neu, die Herangehensweise aber doch interessant und so lande ich mit der Gesamtwertung nur knapp hinter dem Vorgänger.

    7/10

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