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Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Justice League Dark (2018) Serienthread

    An dieser Stelle will ich in Kürze eine fortlaufende Diskussion zur neuen Justice League Dark starten. Diese Art von Serienthreads fand ich im PaFo eine tolle Einrichtung, die ich gerne hier etablieren würde. Starten soll das in Kürze mit Spoilern/Kommentaren zu den ersten beiden Sonderbänden.

    Wäre toll, wenn ihr euch bis zu den Spoilern mit Kommentaren dazu zurückhaltet. Was ihr aber gerne schon tun dürft, ist euren Hoffnungen an die Serie Ausdruck zu verleihen.

    Justice League Dark #1 - Hexenstunde
    Justice League Dark #2 - Die Herren der Ordnung
    Justice League Dark #3 - Der Hexenkrieg
    Justice League Dark #4 -
    Geändert von LaLe (23.07.2020 um 09:07 Uhr)

  2. #2
    Mitglied Avatar von xmilchx
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    Wer die New52 JLD mochte, kommt an dieser nicht vorbei.
    Ich finde diese jetzt sogar etwas besser.
    Da ich die JLD aber US lese, kann ich hier nicht all Zuviel erzählen, aber ihr könnt euch auf einen wilden Ritt gefasst machen. Für mich gibt es für die JLD eine ganz klare Kaufempfehlung.
    Und wenn Panini bei den Sonderbänden nicht so stur am Paperback Format festhalten würde, die Serien auch als HC bringen würde, hätten sie einen Käufer mehr!

  3. #3
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Meine Erwartungshaltung war auch keine ganz geringe zumal ich die Ergänzung um Wonder Woman mit ihrem mythologischen Hintergrund sehr spannend fand und finde. Aber dazu in Kürze dann mehr.

    Die erste Inkarnation zu DC Dark-Zeiten fand ich auch schon großartig. Nach einem holprigen Start und mittendrin im Forever Evil-Sideevent Blight gefangen, das sich ein wenig zog, waren da einige sehr schöne Arcs bei.

  4. #4
    Mitglied Avatar von xmilchx
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    Mich hat es ja überrascht, dass das ganze so gut mit Wonder Woman harmoniert. Denn bis auf die JL hab ich mit WW keine Berührungspunkte, weil sie mich eigentlich nicht wirklich interessiert. Aber wie du schon sagst, passt es hier -eben wegen des mythologischen Hintergrund- sehr gut.

  5. #5
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Meine Erwartungshaltung war auch keine ganz geringe zumal ich die Ergänzung um Wonder Woman mit ihrem mythologischen Hintergrund sehr spannend fand und finde. Aber dazu in Kürze dann mehr.

    Die erste Inkarnation zu DC Dark-Zeiten fand ich auch schon großartig. Nach einem holprigen Start und mittendrin im Forever Evil-Sideevent Blight gefangen, das sich ein wenig zog, waren da einige sehr schöne Arcs bei.
    Ich geb zu, ich bin damals zu New52 Zeiten recht früh ausgestiegen bei JLD, hat mir irgendwie nicht so zugesagt.

    Jetzt geb ich dem aber noch mal ne Chance, da ich irgendwann einen kompletten Hellblazer Leserun starten möche und da pack ich dann auch JLD mit rein.

    BtW hier sind schon die DC'ler ein wenig mehr präsent wie es scheint.
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  6. #6
    Mitglied Avatar von Martin Militsch
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    Obwohl ich mit den Gerechtigkeitsligen eher kritisch umgehe, konnte mich die JLD aus dem New 52er Run sofort begeistern. Die neue Variante finde ich auch gut, wobei mir der zweite Band weniger gefallen hat, als der erste. Aber ich bin gespannt wie's weiter geht?!! Und Detective Chimp ist schon eine geile Figur...!

  7. #7
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Justice League Dark #1 - Hexenstunde
    (enthält die Ausgaben US-Justice League Dark 1-4, US-Wonder Woman 56 - 57, US-Wonder Woman and Justice League Dark: The Witching Hour 1, US-Justice League Dark and Wonder Woman: The Witching Hour 1)




    Autor: James Tynion IV
    Zeichner: Alvaro Martinez Bueno, Jesus Merino (The Witching Hour), Emanuela Lupacchino (Wonder Woman)

    Nach den Ereignissen in Justice League: No Justice haben sich massive Veränderungen für das DCU ergeben, die u. a. zur Gründung dreier Ligen führten. Da der Bruch des Quellenwalls auch die Strukturen der Magie bedroht, versucht Wonder Woman die Justice League Dark neu zu formieren. Ich versuche die sehr detailreiche Handlung mal halbwegs sinnvoll zusammenzufassen:



    Die letzten Tage der Magie

    Die Magie ist am Sterben und die ersten, die dies zu spüren bekommen sind deren Anwender. Der Baum der Neugier hat eine Brücke in die Bereiche geschlagen, aus denen die Magie in ihrer ursprünglichen Form stammt. Menschen machten sich diese neue Kraft untertan und banden sie in Gegenständen und Ritualen um sie beherrschbar zu machen. So entstanden vor langer Zeit die Herren der Ordnung. Doch nun sind die Mächte jenseits der Brücke auf die Sphäre des "normalen" DCU aufmerksam geworden und ihr Kommen wäre gleichbedeutend mit dem Ende der Welt wie wir sie kennen.

    Als es Wonder Woman über einige Umwege gelingt eine Gruppe magieaffiner Helden um sich zu versammeln, machen sich diese auf dem Weg zum Turm des Schicksals. Dort wollen sie Dr. Fate um Unterstützung ersuchen. Der hat jedoch gänzlich andere Pläne. Nabu hat die Kontrolle übernommen und öffnet den Anderlingen einen Weg in unsere Welt. Sie sollen die entartete Magie auslöschen damit die Herren der Ordnung eine solche wieder herstellen können. Dies hätte allerdings durchaus gravierende Folgen für alle Magiebegabten und magischen Wesen.

    So kommt es zur ersten Begegnung mit dem Kopfüber, einem der Anderlinge, der sich als schwerer Gegner erweist. Mit einem besonderen Instinkt nimmt er an Diana eine magische Abnormität wahr und aktiviert so ein Mal auf ihrer Stirn. Dies wurde ihr einst von Hekate, der Göttin der Magie, zugefügt. Durch das Mal strömt eine Kraft, der auch der Kopfüber nicht widerstehen kann und so muss er sich fürs Erste zurückziehen.

    Hexenstunde

    Die neu formierte Justice League Dark, bestehend aus Wonder Woman, Zatanna, Swamp Thing, Man-Bat und Detective Chimp bezieht Quartier unterhalb der Halle der Gerechtigkeit. Diana unterrichtet die Justice League über die Gefahren für die Magie verschweigt ihren Gefährten jedoch dass sie von Hekate gezeichnet wurde. Aber auch den Rest vergessen die Helden umgehend wieder als Hekate ihr Erinnerungsvermögen manipuliert und die Justice League Dark direkt angreift. Nur mit Mühe gelingt eine Flucht in die Oblivion-Bar. Doch auch dort war die Hexengöttin bereits aktiv. Eine weitere Gezeichnete, Witchfire, richtete unter den dort versammelten Hexen ein Blutbad an und zurück blieb allein Constantine, der sich wundert am Leben geblieben zu sein.

    Um mehr über Hekate und ihre Pläne in Erfahrung zu bringen, sucht die Liga Circe auf. Von dieser erfahren sie, dass Hekate ihre Macht einst auf fünf Gezeichnete übertrug um sie eines Tages, zur sogenannten Hexenstunde, wieder auf sich zu vereinen und die Welt mittels dieser nach ihren Vorstellungen neu zu formen. Diese Stunde scheint nun zu schlagen. Somit steht zu erwarten, dass auch die weiteren Gezeichneten aktiviert und für Angriffe auf magische Machtzentren missbraucht werden.

    Von Deadman erfährt die Liga dann, dass diese Angriffe bereits begonnen haben. Einen davon führt Manitou Dawn gegen Nanda Parbat. Als die Liga dort eintrifft stellt sie sich dem Kampf und sieht sich mit einer unfassbar starken Gegnerin konfrontiert. Damit nicht genug, fährt Hekate mehrgleisig. Mit Black Orchid greift eine weitere Gezeichnete das Parlament der Bäume an. Damit sprengt sie die Reihen der Liga, denn Swamp Thing kann diesen nicht unbeantwortet lassen. Als Nanda Parbat nunmehr gänzlich verloren scheint, greift Diana Hekate selbst an. Der gelingt es jedoch die vollständige Kontrolle über Wonder Womans Körper zu übernehmen indem sie ihren Geist auf den Hexenmond verbannt wo sie auf die ebenfalls verbannten Witchfire, Black Orchid und Manitou Dawn trifft.

    Constantine und Zatanna sehen nur noch einen Ausweg und vollziehen einen groß angelegten Exorzismus. Der setzt Hekates Kraftpotenziale frei, allerdings mit der Folge, dass sich diese nun alle im Körper Wonder Womans manifestieren und diesen zu "verbrennen" drohen. Nächstes Angriffsziel nach der Vernichtung Nanda Parbats, dessen Bewohner mit den meisten Mitgliedern der Justice League Dark in die Oblivion-Bar fliehen konnten, ist der Olymp mit dem eine weitere magisch-mystische Bastion in Trümmer gelegt werden soll. Dort stellt sich eine wiedervereinte Liga erneut zum Kampf und droht wiederholt zu scheitern.

    Die Wende gelingt erst als Diana die Kontrolle über ihren Körper und das darin versammelte Machtpotenzial wiedererlangt. Auf dem Hexenmond traf sie auf die dort ebenfalls festgesetzten Aspekte der Jungfrau und Mutter - nunmehr dominierender Aspekt der Hekate ist die Greisin - und erfuhr von diesen die Geschichte der Hexengöttin. Diese begegnete einst den Anderlingen, die sie als ihren Widerpart schmerzhaft in Erinnerung behielt und als erste Frau des Ares wurde sie von den Göttern des Olymp verstoßen. All das veranlasst sie nun zu handeln um die bestehende Realität zu zerstören und ihre eigene zu errichten.

    Zatanna wirkt ihre Magie und öffnet so eine Verbindung in die Welt der Anderlinge. Die stürzen sich sofort auf Hekate und verschlingen diese. Diana kann die aus ihrem Körper entweichende Kraft der Hekate noch nutzen um die Verbindung des Olymp zur Realität zu kappen. Damit endet die Hexenstunde.



    Das war nun also der Auftakt zur zweiten Version der Justice League Dark und ich mache keinen Hehl daraus, dass meine hohe Erwartungshaltung mindestens erfüllt wurde. Vom Start weg setzte ein regelrecht vertrautes Gefühl wieder ein, das Tynion insbesondere mit vielen kleinen Details in mir hervorrief.

    Vorab wäre allerdings zu erwähnen, dass mir der Hintergrund zur Entstehung der drei neuen Ligen eher suspekt ist. Ich bin definitiv kein Freund der Snyderschen DCU-Geschichtsschreibung mit dem Dunklen Multiversum (Batman Metal) oder dem Bruch des Quellenwalls (No Justice) auf die auch hier regelmäßig verwiesen wird. Besser gefallen mir da die Verweise auf noch weiter zurückliegende Ereignisse, die sich an in die Erzählung eingebundenen Figuren festmachen lassen und sei deren Erwähnung auch nur von kurzer Dauer.

    So baut Black Orchids Angriff auf das Parlament der Bäume stark auf dem New52-Run am Swamp Thing auf.
    Hierzulande mit der eigenen Serie leider nie erschienen, hat Khalid Nassour als ein ehemaliger Träger von Nabus Helm den Weg in die Rebirth-Ära gefunden. Wenn auch vorerst nur als Vasengeist.
    Zu Beginn des Bandes fand ein Treffen der Magier statt an dem auch Klarion teilnahm, dessen Serie es zurecht nicht über den Teich und jenseits davon nicht einmal zu einem eigenen Trade schaffte. Sowohl Dr. Fate als auch Klarion werde ich aber beizeiten in meinem DC Dark Re-Read besprechen.
    Aber auch die Prä-Flashpoint-Ära wird gewürdigt. Mit Witchfire und Manitou Dawn tauchen Figuren des IMO völlig unterbewerteten Kelly-Runs an der Justice League auf. Letztere spielte eine nicht unwichtige Rolle während der von mir hochgeschätzten Storyline "The Obsidian Age" und war später Mitglied der Liga.

    Den Detailreichtum zieht die Serie aber nicht nur aus der Nennung einzelner Charaktere. Die Handlung selbst ist für mein Empfinden sehr dicht und mit vielen Wendungen versehen, so dass man kaum erwarten kann wie es weitergeht. Wenn sich Diana und Zatanna am Ende zum Beispiel fragen wer denn die fünfte Gezeichnete sein könnte, die sich bis dahin nicht zeigte (soweit die beiden wissen jedenfalls), erzeugt das schon ein kleines Schauern. Auch die Geschichte von Hekate und die Beweggründe für ihr Handeln werden sehr ausführlich und komplex geschildert. Die Mischung von Mystik (WW-Kosmos) und Magie (Dark-Schiene) ist ebenfalls eine absolut gelungene und wirkt völlig natürlich. Das war auch meine Hoffnung als ich erfuhr, dass sich die JLD um Diana herum formieren würde.

    Vertrautheitsgefühle kommen auch bei Teilen der Ligabesetzung auf. Mit Zatanna, Constantine und Swamp Thing sind Eckpfeiler der ersten Inkarnation mit an Bord und Detective Chimp als ... Achtung ... Detektiv der Truppe und Man-Bat als verrückter Wissenschaftler, der auch hinlangen kann, ergänzen die Kerntruppe wunderbar.

    Optisch wusste dieser erste Band ebenfalls zu gefallen. Alvaro Martinez Bueno als Stammzeichner ist eine ausgezeichnete Wahl.

    Aktuell ist Justice League Dark die Serie, die mir am meisten Spaß bereitet. James Tynion IV macht einen richtig guten Job und dabei darf es gerne bleiben.

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    Diskussion im PaFo.

    Wird fortgesetzt in Justice League Dark #2 - Die Herren der Ordnung
    Geändert von LaLe (23.07.2020 um 09:14 Uhr)

  8. #8
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    Justice League Dark #2 - Die Herren der Ordnung
    (enthält US-Justice League Dark 5-12)




    Autor: James Tynion IV
    Zeichner: Daniel Sampere (5-6), Alvaro Martinez Bueno (7-12)



    Der Pakt

    Nach ihrer Flucht vom Olymp gehen Wonder Woman und die Justice League Dark einem Hinweis Constantines nach, wonach sich auf Myrra ein Mittel gegen die Anderlinge finden lassen soll. Trotz anfänglicher Gegenwehr schließt sich der Gruppe auch Bobo an. Die Gründe für seinen Widerwillen erschließen dann recht schnell.

    Als der Nightmaster starb, erbte Detective Chimp von ihm nicht nur die Oblivion Bar sondern auch das Nachtschwert. Dies machte ihn zum Beschützer Myrras und dieser Aufgabe kam er nur unzureichend nach. So wirkte er eines Tages einen Zauber mit dem er seinen Freund wieder zu Leben erwecken wollte und verletzte dabei die grundlegenden Regeln von Leben und Tod. In der Folge sehen sich die Bewohner Myrras seither regelmäßigen Angriffen derer ausgesetzt, die nicht mehr sterben können. Mit Zatannas Hilfe gelingt es ihm allerdings den seinerzeit fehlerhaft ausgesprochenen Zauber zu korrigieren und die Invasion der Untoten zu beenden.

    Weniger gut läuft es für Constantine, der die Liga lediglich unter einem Vorwand nach Myrra schickte, und Swamp Thing. Am Turm des Schicksals kommt es erneut zur Konfrontation mit Nabu und selbst mit Unterstützung durch den Phantom Stranger unterliegen sie. Alec Holland gelingt die Flucht während der Hellblazer und der Stranger in Nabus Helm gebunden werden. Mit einem letzten Ritual kann Constantine Zatanna noch eine Nachricht zukommen lassen bevor sich Nabu daran macht, die Verbindung zum Olymp wieder zu öffnen und den Anderlingen so einen Weg in die Realität zu verschaffen.

    Geschichten von den Anderlingen

    Kirk Langstrom berichtet von verschiedenen Einsätzen der Justice League Dark, die versucht den Anderlingen Einhalt zu gebieten. Die sind dabei sämtliche magischen Hotspots auszulöschen und selbst die Hölle scheint bereits gefallen zu sein. Mit ihrem Wirken schreiben die fremden Entitäten Geschichten und sollten sich diese erst einmal im Bewusstsein der Menschen manifestieren, würde dies das Ende der bekannten Realität bedeuten, die komplett umgeschrieben würde. Unerwartete Hilfe kommt vom Anderort, der Heimat der Anderlinge. Dort kämpfen Zatara und Sargon schon lange gegen die Angreifer und in einem letzten verzweifelten Versuch lassen sie Man-Bat Sargons Lebensstein zukommen. Der soll als Waffe im weiteren Kampf dienen.

    Die Herren der Ordnung

    Kirk Langstrom gelingt es Khalid Nassour aus der Vase zu befreien. Von ihm erfährt er, dass alle vermeintlichen Erfolge der Liga nichts an dem geändert haben, was kommen wird.

    Als die Anderlinge die Oblivion Bar angreifen ziehen sich die dort versammelten Flüchtlinge in das sicher geglaubte Exil nach Myrra zurück. Dort müssen sie allerdings feststellen, dass sie sich nun genau an der Stelle befinden wo die fünf Herren der Ordnung sie haben wollten.

    Derweil begeben sich Diana und Zatanna, dem letzten Hinweis Constantines folgend, auf die Suche nach Mordru. Nach vielen Umwegen treffen sie ihn in der Halle der Gerechtigkeit an. Nach der ein oder anderen unschönen Lektion des sadistischen Magiers, lädt dieser den Lebensstein Sargons mit Chaosmagie auf und verschwindet. Wonder Woman und Zatanna verwandeln sich darauf hin in Herren des Chaos und gehen nach Myrra. Dort stellt sich die Liga den Herren der Ordnung, die große Teile Myrras und seiner Bewohner bereits ausgelöscht haben, zum Kampf. Mittels der Chaosmagie gelingt es Nabu in seinem Helm zu bannen und Madame Xanadu vom Einfluss des Mantels von Cyra zu befreien. Damit sind die Herren der Ordnung besiegt und die verbliebenen Gegner ziehen sich zurück.

    Mit Hilfe des präparierten Lebenssteins kann Diana die Magie nach ihren Vorstellungen neu formen.



    Dieser Band knüpft nahtlos an den Vorgänger an und beschreibt ein Ringen verschiedenster Mächte um den Fortbestand der Magie und der Realität. Die JLD steht zwischen den Fronten von Anderlingen, Herren der Ordnung und einzelnen Individuen wie Circe oder Mordru, die auch immer wieder verschiedenste Allianzen auf Zeit eingehen und versteht sich dabei als Verteidigerin der Wesen, die von diesen Mächten bedroht werden.

    Neben den vielen differenziert beschriebenen Beweggründen der handelnden Personen ist es speziell die Neuschreibung der magischen Historie des DCU, die die Serie für mich aktuell so lesenswert macht. Seien es nun die Hintergründe zu Zataras Tod, seine Verbindung zu Constantine oder die Geschichte der Herren der Ordnung bzw. der Magie in unseren Sphären, das alles wirkt zwar leicht retcon-mäßig ist für mich aber in sich so schlüssig und stimmig erzählt, dass mich das irgendwie nicht stören will. Andererseits entbehrt dieser Hintergrund nicht einer gewissen Komplexität und wenn man den Band nur so wegliest, kann es sein, dass einem über die vielen Feuerwerke, die hier geliefert werden, manches entgeht. Mir gefiel der Band erst nach einer zweiten Lesung richtig gut. Nach der ersten hatte sich noch leichte Ernüchterung eingestellt.

    Begeistern kann ich mich auch über den aufgefahrenen Cast. Was in diesem zweiten Band wieder an Personal aufgeboten wird, das ich in der Vergangenheit zu schätzen gelernt habe, ist einfach klasse. Neben bereits genannten Personen seien an dieser Stelle einmal gesondert erwähnt der Erste der Gefallenen (für alte Hellblazer-Leser), Etrigan, Felix Faust, Frankenstein, das Creature Commando oder Andrew Bennett. Zu letzterem fiel Bobo ein schöner Spruch ein, der sinngemäß in die Richtung ging ob die korrekte Anrede "Du, der Vampir" ist und warum man sich nicht einfach Vampir-Man nennt. Der Affe ist aber auch noch für andere Sprüche gut.

    Angedeutet wurde schon die mögliche Handlung des Folgebandes. Ein Gespräch zwischen Circe und dem Kopfüber deutet Unschönes an.

    Für den Stammzeichner gibt es zeitweise Unterstützung durch Daniel Sampere, über den ich zu DC Dark-Zeiten schon einmal stolperte. Da wirkte er zeitweise an der ersten Justice League Dark und der Soloserie von Pandora mit.

    Mir macht die dunkle Liga weiter richtig Spaß und die Wartezeit bis in den Mai wird lang werden. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich das Warten lohnen wird.

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    Leseprobe

    Setzt die Handlung fort aus Justice League Dark #1 - Hexenstunde

    Wird fortgesetzt in Justice League Dark #3 - Der Hexenkrieg
    Geändert von LaLe (23.07.2020 um 09:13 Uhr)

  9. #9
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    Da bekomme ich richtig Lust auf einen Re-Read

  10. #10
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    Trau dich!

  11. #11
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    Ich bringe das mal hier. J. J. Abrams macht die Justice League Dark. Das klingt für meine Ohren richtig geil.

    http://www.filmstarts.de/amp/nachrichten/18529267.html

  12. #12
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Sehr cool! Da freu ich mich drauf, wenns denn wirklich so weit kommt!

  13. #13
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    Heute habe ich "Die Hexenstunde" endlich mal aus dem Regal gezogen und gelesen. Leider habe ich irgendwann streckenweise handlungstechnisch sehr viel überflogen, die Szenen mit Wonder Woman und der Magie auf der Insel der Amazonen waren aber allesamt erfreulich.

  14. #14
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    Justice League Dark #3 - Der Hexenkrieg
    (enthält US-Justice League Dark 13-19, US-Justice League Dark Annual 1)




    Autoren: James Tynion IV, Ram V (Annual)
    Zeichner: Alvaro Martinez Bueno (14-16, 18-19), Mark Buckingham (13 I), Daniel Sampere (13 II+III), Guillem March (Annual), Fernando Blanco (16), Javier Martinez (17)



    Während die Justice League Dark versucht, die Folgen ihrer Manipulationen an den Grundfesten der Magie auf ein erträgliches Maß zu beschränken, macht Lex Luthor Circe ein Angebot. Sie soll das magische Äquivalent zur League of Doom anführen. Erster Rekrut wird der aus Jason Woodrue neu hervorgegangene Floronic Man, der als erste Handlung Swamp Thing mit der Fäule infiziert und so ausschalten kann. Vor ihm wird allerdings Klarion aktiv, der Man-Bat verzaubert und zu einer Art Schläfer macht. Weitere Mitglieder sind Papa Midnite und Solomon Grundy. Vervollständigen soll die Gruppe Eclipso.

    Der ist in den Tiefen der Halle der Gerechtigkeit festgesetzt. Dort hat Diana den Schwarzen Diamanten untergebracht, den sie nun benötigt um erneut in das Reich von Hekate vorzudringen. Deren Macht hat Circe, wie Diana nach einer Botschaft des gegen die Anderlinge kämpfenden Zatara erfahren, auf sich vereint und die Amazone so bei ihrem gemeinsamen Kampf gegen Hekate selbst hintergangen.

    Am Zielort angelangt wird sie bereits von ihrer Gegenspielerin erwartet. Circe eröffnet ihr, dass sie lediglich noch den Schwarzen Diamanten an sich bringen muss um sich direkt mit der Magie verbinden zu können. Dies würde ihr ein Umschreiben der Regeln nach ihren Vorstellungen ermöglichen. Bei dieser Gelegenheit erfährt Diana, dass Eclipso als neuer Gegenpart zu Hekate gedacht war, nachdem diese den Kopfüber "verbannt" hatte. Circe benutzt Diana um in die Halle der Gerechtigkeit zu gelangen während ihre Mitstreiter in ihrem Namen das Grün und den Tod unter ihre Kontrolle bringen.

    In der Halle bemerkt Bobo, der sich mit anderen gerade von einem Angriff des verzauberten Man-Bat erholt, dass Diana von Circe übernommen wurde. Die Attacke auf die Justice League Dark geht damit in die nächste Phase und Zatanna gelingt es nur mit Mühe Circe den Schwarzen Diamanten zu entreißen und sich mit ihren Gefährten in die Gewölbe der Halle der Gerechtigkeit zurückzuziehen.

    Im kollektiven Unbewussten auf dem Hexenmond sitzt derweil Dianas Bewusstsein fest als sich der Kopfüber aus den Schatten heraus bemerkbar macht. Diana geht auf einen Deal mit ihm ein. Sofern sie mittels der Kräfte, die er ihr verleiht, das Gleichgewicht der Kräfte wieder herstellt und Circe stoppen kann, sieht er davon ab die Magie auszulöschen. So kehrt Diana gerade noch rechtzeitig in die Halle der Gerechtigkeit zurück um sich Circe und ihren Mitstreitern zu stellen.

    Die stehen nämlich kurz vor dem Durchbruch und erst durch das Eingreifen Dianas und auch von Khalid Nassour, der den Helm Nabus an sich nimmt und so zum neuen Dr. Fate wird, wendet sich das Blatt. Gemeinsam können sie Circe bezwingen, die von ihrer Gefolgschaft schmählich im Stich gelassen wird. Diana sorgt wie vereinbart für ein neues Gleichgewicht der Kräfte indem sie Circe alle Kräfte Hekates lässt. Allerdings kann sie diese nicht gegen die Welt einsetzen.

    Zur Ruhe kommen die Helden jedoch nicht. Swamp Thing wird weiter von der Fäule heimgesucht und so ist die Rettung des ehemaligen Avatars des Grün die nächste Mission des Teams.



    Das war Teil 1 der Justice League Dark im Jahr des Schurken und bis auf zwei oder drei Seiten merkt man davon glücklicherweise nicht viel. Der Plot hätte auch ohne Luthors Kurzauftritt wunderbar funktioniert. Nehmen wir das Ganze also mal als unschädliches Crossmarketing.

    Erwähnenswert finde ich, dass in diesem Band die Origins des Floronic Man und von Circe erzählt werden. Und dass Khalid Nassour, den ich in seiner eigenen Serie während DC You schätzen gelernt habe, der neue Dr. Fate der Rebirth-Ära ist, freut mich.

    Nicht weniger freue ich mich auf das angekündigte Wiedersehen mit Animal Man. Trat der in der Rebirth-Ära überhaupt schon einmal auf?

    Optisch ist der Band aufgrund der vielen vertretenen Zeichner etwas uneinheitlich wirkend geraten. Gegenüber dem Rest fällt für mich aber nur Fernando Blanco qualitativ ab. Für Freunde von Volume 1 der JLD mit Mikel Janin dürfte der aktuelle Stammzeichner Alvaro Martinez Bueno gewöhnungsbedürftig sein. Mir gefällt er.

    Ansonsten könnte bei Lesern der Serie der Eindruck entstehen, dass sich die Liga permanent Multiversen erschütternden Bedrohungen stellt und diese überraschend schnell meistert. Der täuscht aber, denn im Bauch hat man ständig ein ungutes Gefühl und teilt dies mit den Charakteren. Constantine brachte das mit seiner Beschreibung der Magie gut auf den Punkt. Sinngemäß ist Magie für ihn die beschissene Lösung für Probleme, die man nur aufgrund beschissener Lösungen hat.

    Mir macht die Serie weiter sehr viel Spaß zumal sie immer mehr von dem in sich vereint, was für mich die DC Dark-Schiene so spannend machte.

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    Setzt die Handlung fort aus Justice League Dark #2 - Die Herren der Ordnung

    Wird fortgesetzt in Justice League Dark #4 -

  15. #15
    Mitglied Avatar von Foxglove
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    Zitat Zitat von God_W. Beitrag anzeigen
    Sehr cool! Da freu ich mich drauf, wenns denn wirklich so weit kommt!
    Dann will ich mal hoffen, dass ich das noch erlebe.

    Bin auch ein Fan der Dunklen Liga (und finde auch den animierten JL Dark Film cool)

    Und ich bin auch schon sehr gespannt auf den neuen Band und was mit Swamp Thing (mit dem ich auch sonst wenig Berührung habe) wird.
    Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

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