User Tag List

Seite 15 von 15 ErsteErste ... 56789101112131415
Ergebnis 351 bis 358 von 358
  1. #351
    Mitglied Avatar von ducklover
    Registriert seit
    07.2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    452
    Mentioned
    2 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    seh ich auch so, erste hälfte 50er jahre sind genial, und in der zeit um band 12 kennt man einfach schon die art von gags und ideen, teils 1:1 kopiert, also es ist sicher noch hohe qualität insgesamt aber eben im vergleich wenn man alles kennt, hauts mich nicht vom hocker, cool fand ich dass wiedermal eine 3 reihige story drin ist, wofür das classic format perfekt ist, ich finde nach wie vor, dass barks comics durch die 4 reihen in dem format an lesegenuss verlieren. aber dafür ist es eben die leistbare „volksausgabe“

  2. #352
    Mitglied Avatar von Spectaculus 1/4
    Registriert seit
    03.2017
    Ort
    Land der achteckigen Eier
    Beiträge
    2.251
    Mentioned
    6 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Blog-Einträge
    2
    Ich denke, was ich an dieser Ära so mag, ist eben, dass sich die Dynamiken eingependelt haben, man könnte also von einer gewissen Souveränität sprechen, aber die Ideen sind noch nicht ausgelutscht. Selbst die Remakes sind in meinen Augen teilweise Verbesserungen bzw. Verfeinerungen der älteren Versionen. Man könnte sagen, das Duck-Universum wird hier langsam erwachsen.

  3. #353
    Junior Mitglied
    Registriert seit
    03.2021
    Beiträge
    6
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Spectaculus 1/4 Beitrag anzeigen
    Ich denke, was ich an dieser Ära so mag, ist eben, dass sich die Dynamiken eingependelt haben, man könnte also von einer gewissen Souveränität sprechen, aber die Ideen sind noch nicht ausgelutscht. Selbst die Remakes sind in meinen Augen teilweise Verbesserungen bzw. Verfeinerungen der älteren Versionen. Man könnte sagen, das Duck-Universum wird hier langsam erwachsen.
    Ich stimme dir vollkommen zu. Ich würde eben argumentieren, dass wir hier den Endpunkt der klassischen Phase bei Barks haben, die immerhin von 1947 bis 1957 reicht. Die nächsten drei, vier Jahre sind ein gewisser Übergang, bevor man endgültig die Spätphase ansetzen kann.
    Noch zu den Remakes: Remakes an sich sind ja nichts Schlechtes, ich konstatiere auch nur relativ wertfrei, dass Barks ab etwa dieser Zeit stark beginnt, frühere Ideen wiederzuverwenden. Das kann in deutlich besseren Geschichten resultieren (Die Gurkenkrise), oder eben streckenweise Verfeinerungen hervorbringen (Die Stadt der goldenen Dächer). Und einige der Meistergeschichten sind sicher besser als die frühen Anfang der 50er. Nicht alle Remakes sind so banal wie Dressur eines Kojoten.
    Ich versuche ein bisschen zu objektivieren und Stilveränderungen lassen sich an mehr Remakes (besonders der Zehnseiter), größeren, etwas steiferen Ducks aufgrund der mangelhaften Papierqualität, weniger ausgeprägten Hintergründen, die dann an Atmosphäre vermissen lassen, und Veränderungen der Erzählweise festmachen. Das stimmt dann im Wesentlichen mit den Einschätzungen der Barks-Experten überein und die sind – bei all meiner Wertschätzung gegenüber deiner Expertise in vielen Bereichen (du weißt ja, wo ich mich überall auf dich verlasse!) – auf einem ganz anderen Level als wir beide. Ihre Meinungen stimmen auch nicht vollständig mit meinen überein. Und es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass du dir dein eigenes Urteil bildest. Aber in diesem Fall spricht sogar Barks selbst davon, dass Ende der 50er für ihn keine Hochphase ist.

    Bevor irgendwer auf die Idee kommt: Ich will bitte keinen vom Kauf der kommenden LTB Classics abhalten. Wenn ihr die Geschichten, die kommen werden, noch nicht kennt, ist ein Kauf geradezu notwendig! Ihr würdet auch einige wirklich tolle Geschichten verpassen, etwa Das Gold der Inkas, übrigens auch ein leichtes Remake mit einem sehr interessanten Erzähltrick und über den Disney-Kosmos hinaus relativ einflussreich. Oder auch die atmosphärisch sehr schöne Geschichte Der fliegende Holländer. Oder der Beginn der Weltraumthematik mit Verlorenes Mondgold, mit einem sehr moralischen Ende, aber auch sehr interessant. Nicht alles an dieser Zwischenphase ist schlechter. Und ich sage bewusst schlechter, weil ich hier auf einem sehr hohen Niveau Kritik übe. Selbst schlechtere Barks-Geschichten sind immer noch wesentlich fantasievoller und haben bessere Einfälle als die große Masse der Disney-Autoren normalerweise zustande bringt. Und die Zeichnungen sind immer noch hundertmal besser als ein Großteil derer von anderen Zeichnern.

  4. #354
    Mitglied
    Registriert seit
    06.2020
    Beiträge
    279
    Mentioned
    6 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Jungerpel Beitrag anzeigen
    Ich versuche ein bisschen zu objektivieren und Stilveränderungen lassen sich an mehr Remakes (besonders der Zehnseiter), größeren, etwas steiferen Ducks aufgrund der mangelhaften Papierqualität, weniger ausgeprägten Hintergründen, die dann an Atmosphäre vermissen lassen, und Veränderungen der Erzählweise festmachen. Das stimmt dann im Wesentlichen mit den Einschätzungen der Barks-Experten überein und die sind – bei all meiner Wertschätzung gegenüber deiner Expertise in vielen Bereichen (du weißt ja, wo ich mich überall auf dich verlasse!) – auf einem ganz anderen Level als wir beide. Ihre Meinungen stimmen auch nicht vollständig mit meinen überein. Und es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass du dir dein eigenes Urteil bildest. Aber in diesem Fall spricht sogar Barks selbst davon, dass Ende der 50er für ihn keine Hochphase ist.
    Ich finde zumindest beim Lesevergnügen (und das meinte Spectauculus ja) sollte man sich nicht auf die Meinung von Experten und schon gar nicht auf die von Andrae verlassen. Die analysieren und erforschen die Geschichten und die Hintergründe von vorne bis hinten, aber was die dann als "Qualität" bezeichnen, hat dann meistens nicht besonders viel damit zu tun, wie gut sich die Geschichte liest (meine Meinung). Zum Beispiel liebe ich Barks' Frühwerk, obwohl das von Andrae oft als unausgereift bezeichnet wird – kann ja sein, aber es macht trotzdem Spaß es zu lesen! Und ich denke mal beim Spätwerk ist es mehr oder weniger das gleiche (obwohl ich das nur sehr sporadisch kenne)…

  5. #355
    Mitglied Avatar von ducklover
    Registriert seit
    07.2015
    Ort
    Wien
    Beiträge
    452
    Mentioned
    2 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    was sergei sagt, 100% meine meinung. man kann ja alles mögliche analysieren, katalogisieren und interpretieren und das ist für manche sicher ein schönes hobby, ... mehr aber auch nicht. denn was wem gefällt, steht auf einem ganz andern blatt, und kann (ohne bedarf eines beweises) diametral zur expertenmeinung stehen. ganz einfach.

  6. #356
    Mitglied Avatar von Cap'n Kuda
    Registriert seit
    11.2018
    Beiträge
    676
    Mentioned
    6 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Eine Expertenmeinung ist eben auch nur eine Meinung.

  7. #357
    Junior Mitglied
    Registriert seit
    03.2021
    Beiträge
    6
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Sergei, du gehst mir ein bisschen auf die Nerven. Ich hab grad betont, dass meine eigene Meinung nicht immer der der Experten entspricht. Z.B. ist mein Lieblingscomic Zu viele Weihnachtsmänner, obwohl Blum schreibt, dass Weihnachten für Kummersdorf besser sei. Und das Frühwerk find ich auch genial. Einiges am Spätwerk gefällt mir weniger, aber immerhin erfindet Barks da Gundel Gaukeley und schreibt eine ganze Reihe wirklich toller Geschichten. Aber es geht hier überhaupt nicht um meine Meinung, sondern darum, dass Spectaculus die Barks-Experten angesprochen hat und ich jetzt das wiedergegeben habe, was die so sagen. Und abgesehen davon, dass ich es trotz allem sehr sinnvoll finde, zu wissen, was sie meinen, ist die Stil- und Phasenabgrenzung sehr gut objektivierbar und deckt sich mit Barks eigenen Einschätzungen. Und es ist ja wohl klar, dass sich Frühwerk, klassische Phase und Spätwerk voneinander unterscheiden. Das ist aber nicht wertend gemeint. Dass Barks sich entwickelt hat und dass das Frühwerk damit noch nicht auf dem Niveau ist wie die späteren Geschichten, ist ja total natürlich. Die ersten Asterix- und Lucky Luke-Geschichten sind auch noch nicht so gut wie die späteren, aber trotzdem äußerst lesenswert und gerade bei Asterix sehr lustig.
    Im Übrigen ware es mir recht, wenn du deine Andrae-Kritik ein bisschen zügelst. Du hast nicht besonders viel von ihm gelesen und ihn nur wegen dieser einen sehr problematischen Theorie vorzuverurteilen, tut seinem Buch keine Gerechtigkeit. Stilanalysen stammen übrigens im Wesentlichen von Geoffrey Blum. Und dass von ihm verortete Qualität sich nicht damit deckt, wie gut sich Geschichten lesen, ist eine Behauptung von dir, die du erst mal beweisen darfst, bevor ich sie dir abkaufe.
    @ducklover und Kuda: Völlig richtig. ES IST NUR TEILWEISE MEINE MEINUNG, was die so sagen und meine Wiedergabe von ihren Aussagen hat mit persönlichen Präferenzen genau nichts zu tun. Meine Herangehensweise an Barks ist trotzdem etwas von diesen Präferenzen abgekoppelt und etwas wissenschaftlicher, was zumindest die, die mich kennen, sehr gut wissen.
    Geändert von Jungerpel (22.04.2021 um 12:51 Uhr)

  8. #358
    Junior Mitglied
    Registriert seit
    03.2021
    Beiträge
    6
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ich schließe aus einer persönlichen Rückmeldung von Sergei, dass er nicht ganz verstanden hat, worum es mir eigentlich geht. Ich habe mich offenbar sehr schlecht und missverständlich ausgedrückt und das tut mir wirklich leid. Ich versuche es daher noch einmal:

    1. Die Meinung und Präferenzen von Spectaculus, Sergei, mir oder wem auch immer sind genauso viel wert wie die der Experten. Anders herum gesagt, interessiert mich die persönliche Meinung der Experten auch gar nicht. Auch wenn Andrae irgendwo schriebe: „Das ist meine absolute Lieblingsgeschichte, die beste Barks-Geschichte überhaupt“, würde ich nicht hergehen und sagen: „Das ist die beste Barks-Geschichte. Andrae hat das gesagt. Punkt.“ Und ihr hättet das dann zu fressen. NEIN, um Himmels Willen! Btw: Andrae schreibt fast gar nichts über seine persönlichen Vorlieben, Blum ist da deutlich expliziter.



    2. Mir ging und geht es um etwas ganz anderes, nämlich um Stilanalysen. Ich erklär das mal an zwei anderen Beispielen: Bei Schiller und Goethe sagen uns alle Germanisten, dass wir zumindest zwei Stile unterscheiden müssen, Sturm und Drang und Weimarer Klassik. Und auch wenn wir vielleicht ihre Argumentationen nicht nachvollziehen können, werden wir uns doch ihrer Analyse anschließen, weil wir davon ausgehen, dass sie Experten sind und sich besser auskennen. Ein noch extremeres Beispiel: Wir können als Laien Rembrandt-Bilder betrachten, aber uns sie auch von einem Kunsthistoriker erklären lassen, der vermutlich mehrere Stile in Rembrandts Werk unterscheiden kann. Diese Unterscheidung seinerseits ist nicht an persönliche Wertungen geknüpft, sondern an nachvollziehbare und sich wandelnde Stilelemente. Bei Barks geht es mir genau darum. Und da habe ich das Glück, dass Geoffrey Blum Anmerkungen über den Stil in mehreren seiner Texte verstreut hat, die er jeweils auch ausargumentiert. Daraus hab dann im Wesentlichen ich das Vier-Phasen-Modell gemacht, dass ihr in der Duckipedia seht. Die Einteilungen dort kann ich auch im Detail ausargumentieren anhand von Stilelementen, warum ich wo welche Trennlinie einziehe.


    3. Ich wollte eigentlich nur erklären, warum es nicht sinnvoll ist, von 1957 als einer Hochphase von Barks zu sprechen, weil sich Entwicklungen abzeichnen, die letzten Endes zur Spätphase führen und die sich deutlich von barksschen Comics von 1951/52 unterscheiden. Das Ganze eben aus Sicht einer Stilanalyse und völlig losgelöst davon, welche Comics, Phase oder sonstwas irgendwer bevorzugt. 1952 war Barks kreativer (weniger Remakes), freier in der Thematisierung von Tabus und nicht von Western in seiner Erzähl- und Darstellungsweise eingeschränkt. Deswegen konnte er auch die Comics machen, die er selbst besser fand. 1957 ist ein Grenzjahr. Barks ist noch sehr souverän, seine Remakes sind durch die Bank gut. Das ändert sich bereits in den folgenden Jahren. Für 1957 kann man sicher noch einen kleinen Glanzpunkt in der Entwicklung setzen. Wenn man EINE Hochphase verortet, taugt das Jahr nicht dazu.


    Ich hoffe, meine Position ist etwas verständlicher geworden. Ich bemühe mich in all meinen Texten, meine persönliche Meinung hintanzuhalten. Gelingt mir auch nicht immer, aber was solls.

Seite 15 von 15 ErsteErste ... 56789101112131415

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •