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  1. #26
    Mitglied Avatar von Nafi Dhu Asrar
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    bin halber Sachse
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    Ich fand etwas schade, dass die Dramatik des versuchten Überfalls durch die Soldaten nur im Rückblick zu sehen war. Zeichnerisch war das sehr schön anzusehen, aber die Spannung, ob die Abrafaxe dem Überfall entkommen, oder die Gelegenheit, DAS als Cliffhanger am Ende des letzten Heftes zu platzieren - von der Not Luneborgs wusste man ja schon länger - , wurde leider vergeben.
    Nichtsdestotrotz fände ich es gut, dem Haudegen wieder als Gegner zu begegnen. Wenn er bei der Schatzsuche auch in anderen Gegenden zugegen wäre, käme mir das sehr gelegen.

  2. #27
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Nafi Dhu Asrar Beitrag anzeigen
    Ich fand etwas schade, dass die Dramatik des versuchten Überfalls durch die Soldaten nur im Rückblick zu sehen war.
    Da bin ich wiederum froh, dass dieser Überfall nur als Randnotiz abgefasst war. Einen Schurken mit dem Bootshaken ins Wasser befördert, einem anderen die Hosen ausgezogen, alle machen sich lächerlich ... nein, das ist nicht so mein Humor. Die paar Panels gehen aber in Ordnung.

    Mir hat das Heft richtig gut gefallen. Eines von denen, die ordentlich zur Rahmenhandlung beisteuern. Überhaupt bin ich sehr angetan von der neuen Serie. Diese von den allermeisten hier bemängelten Ein-Heft-Episoden vergangener Serien gab's noch gar nicht. Das freut mich außerordentlich.
    Auch sehr schön finde ich einige Figurenkonzeptionen. Im Laufe der jahrzehntelangen Mosaikgeschichte hat man ja so ziemlich alle Stereotype schon mal erlebt. Aber weder zu den beiden Mönchen noch zu Genta fallen mir Pendants vergangener Serien ein. Und dass genau diese Figuren auch nach nunmehr vier Heften immer noch nicht vollständig (Genta) oder auch nur ansatzweise (Mönche) zu durchschauen sind, finde ich klasse. Ich hoffe, das bleibt auch noch lange so.
    Hab meinen Spaß am Mosaik wiedergefunden.
    Geändert von CHOUETTE (27.05.2018 um 18:14 Uhr)
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  3. #28
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen

    Auch sehr schön finde ich einige Figurenkonzeptionen. Im Laufe der jahrzehntelangen Mosaikgeschichte hat man ja so ziemlich alle Stereotype schon mal erlebt. Aber weder zu den beiden Mönchen noch zu Genta fallen mir Pendants vergangener Serien ein.
    Ich finde irgendwie die Mönche haben was von den beiden Zwergen aus der Templerserie... Vermutlich kann man sie aber auch deshalb noch nicht so gut irgendwelchen Pendants zuordnen, weil man sie und ihre Beweggründe noch nicht durchschauen kann.
    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Hab meinen Spaß am Mosaik wiedergefunden.
    Oh ja das hab ich auch... Endlich ist es wieder Genuss nach zweijährigen Qualen😂

  4. #29
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    Es...

    ...scheint mir schon fast wie ein kleines Wunder: auch ich habe an diesem Heft - und das liegt auch sehr an dem bisherigen Aufbau und Verlauf der sich abzeichnenden gesamten Story - nichts zu mäkeln. Nicht mal, dass es (noch?) keinen klar erkennbaren fiesen Hauptwidersacher gibt. Seit langem sogar mal wieder Wortwitz, der nicht nur infantil daherkommt. Danke - und: bitte weiter machen.

    UNVEU

  5. #30
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Aber weder zu den beiden Mönchen noch zu Genta fallen mir Pendants vergangener Serien ein...
    Also mich hat der eine, nachdem man ihn nun gesehen hat, sehr stark an Gami aus der Japan Serie erinnert.

  6. #31
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Brabrax Beitrag anzeigen
    Also mich hat der eine, nachdem man ihn nun gesehen hat, sehr stark an Gami aus der Japan Serie erinnert.
    Ich meine nicht optisch, sondern konzeptionell. Da denke ich nicht, dass sich die beiden Mönche in Richtung Ori und Gami entwickeln. Kann aber natürlich sein.
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  7. #32
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    Mir gefällt das neue Heft auch sehr. Schön, dass es so spannend ist und man nicht weiss, was hinter welcher Figur steckt. Dass es dabei keinen fiesen Bösewicht gibt, stört mich nicht.

  8. #33
    Kann mich soweit nur anschließen. Das Heft ansich ist überdurchschnittlich und die Serie insgesamt in einer guten Entwicklung mit relevanter, spannungstragender Rahmenhandlung. Das Erzählen des von Simon getragenen Geheimnises hätte man in einem Panel darstellen können, aber was solls. Panoramabild war wieder schön, und auch die Nachtansicht in mysteriöser Atmosphäre mit dem unfertigen Turm auf S.51 war gut. Sehr stimmig. Bei Ulrike scheinen sich die Macher noch nicht so ganz entschieden zu haben ob sie eher simpel oder intelligent (S.6-7) ist, und bei Clarus, Genta oder auch den Mönchen hoffe ich auf zwielichtige Entwicklungen. Falls ja, wäre ein weiterer Bösewicht in der Tat nicht zwangsläufig unentbehrlich.

    Panoramabild: hinter der Brücke ist jemand mit nem Schlauchboot gekentert ^^ Die Größenverhältnisse der Figuren (und Katzen!) sind mal wieder nicht nur unrealistisch sondern auch unharmonisch. (der Kahn mit den Abrafaxen ist viel zu klein). Bewegung in statische Elemente hineinbringen, das würde ich mir wirklich sehr wünschen im Mosaik (wieder) zu erleben. Wenn sich Häuser so krümmen dass man in ihnen geradezu das Rennen des Boten in den Gassen spürt ... sowas etwa. Simon kam ja wenigstens im Regen angeritten - da brachten wenigstens die Regentropfen etwas Energie ins Bild.

    Freue mich aufs nächste Heft wie lange nicht mehr! Das ist doch ein gutes Zeichen.
    Geändert von Max schwalbe (31.05.2018 um 11:15 Uhr)

  9. #34
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    Es wurde ja alles schon geschrieben. Ein schönes Heft. Das Lesen hat Spaß gemacht.. Die Rückblende vom Überfall fand ich in Ordnung, es war im letzten Heft viel Spannender beim Umladen von Waren dabei zu sein.
    Das die Stadt auch mal bei Regen und in der Abenddämmerung dargestellt wird gibt dem Heft eine schöne Atmosphäre.
    Schön fand ich die Geldzählerei. Man wurde ja richtig zum Nachrechnen animiert. (Was ich auch getan habe)

  10. #35
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Zitat Zitat von Grimbart Beitrag anzeigen
    Die Rückblende vom Überfall fand ich in Ordnung, es war im letzten Heft viel Spannender beim Umladen von Waren dabei zu sein.
    Sarkasmus? Ironie? Zynismus?

    Schön fand ich die Geldzählerei. Man wurde ja richtig zum Nachrechnen animiert. (Was ich auch getan habe)
    Haha, ja, das hab ich auch gemacht!
    "Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!"
    Bhur am 12.9.2016

    "Die MosaPedia - das dufte Mosaik-Lexikon im Internet!"
    Nietzsche am 3.1.1889

  11. #36
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Tilberg Beitrag anzeigen
    Haha, ja, das hab ich auch gemacht!
    Habt ihr etwa dem Robert nicht geglaubt?
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  12. #37
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Der drängte mich geradezu ...
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    Bhur am 12.9.2016

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  13. #38
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    Im neuen Hardcoverband ist ein Faksimile einer Rohversion von Heft 511! Die Geschichte geht spannend und humorvoll weiter und das neue Reiseziel gefällt mir sehr. Hoffe, die Reise führt durch wenigstens eine der schönen mittelalterlichen Hansestädte im Baltikum.

  14. #39
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    Zitat Zitat von Tilberg Beitrag anzeigen
    Sarkasmus? Ironie? Zynismus?
    Ja irgendsowas.
    Ich fand die Rückblende etwas unpassend. So ein Überfallabenteuer wäre mindestens ein halbes Heft wert, zumal es endlich richtige Gegner gäbe (dann natürlich nicht solche Albernheiten mit Hosenträger klauen und so). War es nun der Hauptmann aus dem letzten Heft??? Es hätte also Potential gehabt an die kleine Reiberei mit dem Hauptmann anzuknüpfen. Zum Anderen bin ich auch froh das die Lübecker Geschichte weitergeht und sich die große Schatzsuche nicht wieder in Miniabenteuern verläuft.
    Ich hoffe die Trennung der Abrafaxe ist für die Geschichte wichtig und nicht von allzu langer Dauer.

  15. #40
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ich mag getrennte Faxe. Das gegenseitige Suchen bringt immer noch mal extra Spannung rein. Ich warte ja immer noch auf ein Abenteuer, wo ein Fax mal komplett aus der Handlung verschwindet und auch der Leser nicht weiß, was er gerade treibt.
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  16. #41
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    Das war ja beim Luther-Abenteuer ja fast der Fall. Ich zumindest hab keine Ahnung, was Califax die ganze Zeit in Cranachs Küche gemacht hat. Na ja, wahrscheinlich hat er gekocht.

  17. #42
    Er wird Rosmarinfläschchen abgefüllt haben, die Reise geht noch lang (hoffentlich). Zudem gibts dann in 20 Jahren wieder mal nen Witz ala "dein Rosmarin, geh mir weg, das hast du noch von Cranachs!"

  18. #43
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    Zitat Zitat von kiro Beitrag anzeigen
    Das war ja beim Luther-Abenteuer ja fast der Fall. Ich zumindest hab keine Ahnung, was Califax die ganze Zeit in Cranachs Küche gemacht hat. Na ja, wahrscheinlich hat er gekocht.
    Leider wahr😂😂😂

  19. #44
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    Bin auch ein Fan von einzelnen Faxen, solange sie alle eine gute Story bekommen....

    Und diese Serie erzählt bisher eine richtig gute Story. Ich bin jetzt schon wieder traurig wegen des 2-Jahres-Prinzips. Da könnte man viel draus machen. Und vor allem muss meines Erachtens nach nicht nach jeder Serie ein Zeitsprung gesetzt werden. Eine neue Aufgabe und ein neuer Ort (ohne "Ortssprung" sondern in Form einer Reise) würde doch völlig ausreichen und würde das Mosaik weniger in Einzelgeschichten zerreißen... Vielleicht versucht man das ja diesmal

  20. #45
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von elerius Beitrag anzeigen
    Und vor allem muss meines Erachtens nach nicht nach jeder Serie ein Zeitsprung gesetzt werden. Eine neue Aufgabe und ein neuer Ort (ohne "Ortssprung" sondern in Form einer Reise) würde doch völlig ausreichen
    So sehr ich prinzipiell deiner Meinung bin, so muss ich doch in diesem Fall davon abweichen, denn das würde bedeuten, dass die Faxe noch ein oder mehrere Abenteuer im Mittelalter verleben. Ich habe davon wirklich genug. So zufrieden ich mit dem aktuellen Abenteuer auch bin, eins fehlt mir: Bisher wurde bei jedem neuen Zeitsprung das Interesse bei mir geweckt, mich mit den geschichtlichen Hintergründen näher zu befassen. Da wanderten nicht selten Bücher oder Zeitschriften (meist GEO Epoche) ins Regal, die sich mit dem Thema befassten. Dieser Funke ist bei der neuen Serie zumindest noch nicht übergesprungen. Das Setting interessiert mich schlicht und einfach nicht. Zu oft schon Thema, ich erfahre nix wirklich Neues. Aber das ist zugegebenermaßen ein ganz persönliches Problem, das die Qualität der aktuellen Geschichte objektiv in keinster Weise beeinflusst.
    Geändert von CHOUETTE (04.06.2018 um 10:05 Uhr)
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  21. #46
    Grundsätzlich braucht es die Zeitsprünge bei den Abrafaxen um das einmalige Konzept, bei den spannendsten Epochen, Persönlichkeiten und Ereignissen der Weltgeschichte vorbeizuschauen, mitmischen zu können, auch wirklich umsetzbar zu machen. Natürlich hätte eine lineare Erzählweise auch etwas für sich, aber das Mittelalter ist lang und irgendwie werden nicht alle davon begeistert sein, die nächsten zehn oder zwanzig Jahre durch das Mittelalter zu ziehen, um dort Abenteuer zu erleben.


    Die Idee allerdings bei einer neuen Serie mal die Abrafaxe komplett vom ersten Moment an zu trennen, sie also durch den Zeitsprung an verschiedene Ausgangspositionen gelangen zu lassen und dann auf ein gemeinsames Ziel hin zu arbeiten, wobei jeder einzelne Erzählstrang für die Handlung selbst absolut wichtig ist, wäre da sehr vielversprechend.


    Dann bekäme jeder der drei Abrafaxe gemäß seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten endlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten und niemand müsste zu einem bloßen Sidekick oder Sanitäter oder Koch verkommen. Immerhin hat Califax bereits erfolgreich als Erbprinz fungiert und ein Regiment angeführt.


    In der Tradition dieser alten Ideen wäre eine Aufteilung der Abrafaxe sicher sehr spannend. Es gibt ein Deadline, jeder von ihnen muss einen bestimmten Gegenstand ans Ziel bringen, die Anzahl der Möglichkeiten wäre da schier unbegrenzt.


    Selbst eine Art Echtzeitgeschichte, sie haben zwei Jahre Zeit ihr Ziel zu erreichen - über die Seidenstrasse reisend etc., würde sich da anbieten, wobei pro Heft tatsächlich jeweils ein Reisemonat vergeht. Das macht das Mitfiebern noch spannender und man kann gefühlt tatsächlich eine Gedankenreise unternehmen.

  22. #47
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich braucht es die Zeitsprünge bei den Abrafaxen um das einmalige Konzept, bei den spannendsten Epochen, Persönlichkeiten und Ereignissen der Weltgeschichte vorbeizuschauen, mitmischen zu können, auch wirklich umsetzbar zu machen. Natürlich hätte eine lineare Erzählweise auch etwas für sich, aber das Mittelalter ist lang und irgendwie werden nicht alle davon begeistert sein, die nächsten zehn oder zwanzig Jahre durch das Mittelalter zu ziehen, um dort Abenteuer zu erleben.
    Darum geht es ja aber auch gar nicht. Ich spreche nicht davon, dass man zehn oder gar zwanzig Jahre in einer Zeit einstaubt, das wäre dann wirklich nicht mehr Mosaik-typisch und so wahrscheinlich nicht tragbar.

    Ich spreche eher davon einzelne Serien zu verbinden, bliebe es bei der aktuellen Länge wäre es bei zwei Serien also eine Länge von 4 Jahren. Da können also zwei Serien mit vollkommen anderen Geschichten ausderselben Zeit erzählt werden, aus vollkommen unterschiedlichen Ländern, mit vollkommen unterschiedlichen Personen und dargestellten historischen Hintergrund. Da man ja sowieso immer wieder ähnlich Zeiten besucht, ist es da auch nicht weiter schwer die Geschichtssprünge wegzulassen. Obendrein gibt es einer Epoche so auch die nötige Tiefe.

    In der Mosaik-Geschichte ist sowas übrigens sehr wohl gängige Praxis gewesen. Früher hat man oft versucht einzelne Geschichten ohne Zeitsprung zu verbindem oder umgedreht eine die Geschichte über einen Zeitsprung hinaus zu erweitern. Das war spannend und es hat auf jeden Fall funktioniert.

    Heute hingegen wirken Zeitsprünge, aufgrund der Quantität immer mehr zur Randnotiz verkommen statt als mystischen Element, mehr und mehr wie das notwendige Übel, das halt alle zwei Jahre sein muss. Nicht nur dass es Geschichten oft viel zu früh abreißt, es ist oftmals auch wenig sinnvoll, weil es genauso anders funktioniert hätte.

    So der Zeitsprung nach Australien 2, wohl das Paradebeispiel des "Warum?". Die Abrafaxe waren zuletzt auf ein Schiff nach Indien gestiegen, ideale Voraussetzung um anschließend ein Abenteuer ebendort zu ebenjener Zeit zu erleben. Oder durch kentern des Schiffes landen sie ganz woanders, wenn Indien nicht zusagt. Jedenfalls zeigt sich hier was ich meine: Das Leben in Indien war zu der Zeit ein völlig anderes als in Australien. Natürlich hätte man eine völlig neue Geschichte erzählen können ohne die Zeit zu wechseln...

    Es macht auf mich einfach einen eleganteren Eindruck, wenn man nicht auf biegen und brechen alle 2 Jahre Land und Zeit wechselt. Vor allem, wenn man das in dem Tempo fortsetzt: Wie lange reichen dann die wirklich erzählenswerten Epochen aus?

  23. #48
    Ich stimme dir da völlig zu elerius, natürlich sind viele spannende historische Ereignisse parallel gelaufen und die Geschichte des indischen Aufstandes 1857 wäre genauso spannend wie der Krimkrieg, was man hervorragend verbinden könnte, ohne wirklich einen Zeitsprung machen zu müssen, die Schiffe waren damals halt länger unterwegs.


    Und die ersten Geschichten waren tatsächlich weniger inflationär was die Zeitsprünge anging. Das mystische Element welches ein Zeitsprung darstellt ist leider wirklich ins Hintertreffen gelangt. Viel spannender wäre es, wenn es zumindest einen mehrere Serien übergreifenden roten Faden gäbe, der ein wenig zumindest das Geheimnis der Zeitsprünge lüftet.


    Also deine Anmerkungen haben viel für sich und regen sehr zum Nachdenken an. Und auch die immer wieder spannend gefundene Trennung der Abrafaxe ließe sich da sogar einfügen, wenn man parallele Ereignisse der Geschichte so verknüpfen könnte, das es jeden der Abrafaxe in ein anderes Land verschlägt, mit übergeordneter Handlung zwar, aber so gehen manche historisch wirklich erzählenswerten Ereignisse nicht verloren. Zumindest etwas, dass ein Ausprobieren lohnen würde. Auch wenn es natürlich nicht zum Standard werden darf.


    Aber so ist ja auch deine Anmerkung nicht zu verstehen, sondern eher dahingehend, dass man die "alten Traditionen" tatsächlich wieder aufgreifen könnte, zum Wohle der Geschichte und das Besondere und Geheimnisvolle und Überraschende der Zeitsprünge dadurch bewahrt, denn sonst weiß man eh, ja nach zwei Jahren wird wieder gesprungen. Das ist ein sehr starkes Argument von dir, was du da aufgezeigt hast.

  24. #49
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Durchaus interessante Ideen, finde ich, ich kann mir gut vorstellen, dass einer der drei Abrafaxe mal für einige Monate gänzlich aus der Handlung rausgeht, um die anderen beiden (so, wie ihrerzeit Dig und Dag nach Digedag) in eine abenteuerliche Suche nach dem Dritten zu zwingen. Unterstützt werden sie dabei von einer meinethalben wieder etwas witzigen Figur– oder, was noch kühner wäre, von einem Außerirdischen, der mit einem Raumschiff eine Bruchlandung auf der Erde überlebt hat und dem einige spektakuläre technische Möglichkeiten verblieben sind, die von seiner Umwelt als magische Fähigkeiten gedeutet werden (und der dann später unter dramatischen Umständen auf ein Rettungsschiff gebeamt wird). Um den „vereinzelten" Fax nicht gänzlich aus der Handlung zu nehmen, trifft dieser auch auf einen neuen Gefährten, im Unterschied zu dem Gefährten der anderen beiden vielleicht ein Philosoph, oder ein urkomischer Sprücheklopfer, der es liebt, geschwollen zu reden und der damit viele Möglichkeiten für Wortwitz bietet, und mit dem zusammen der Fax seinerseits nach den anderen beiden sucht. Und um das ganze handlungsmäßig auf Abenteuer zu trimmen, gibt es einen Bösewicht bei dem Faxen-Paar, der zusammen mit einem Bösewicht-Verbündeten beim Fax (und die beiden halten insgeheim Verbindung) permanent bemüht ist, die Begegnung der drei Abrafaxe zu verhindern, weil mit dieser Verbindung irgendein Geschehnis verbunden ist, das nur dann, wenn die drei (wieder) zusammen sind, den beiden Bösewichten das Handwerk legt. Das könnte man dramaturgisch noch zuspitzen, indem man die drei Faxe kurz zusammenkommen lässt, und mit einer raffinierten Intrige, bevor die drei zu ihrer gemeinsamen Handlung finden, erneut ein weiterer Fax, diesmal ein anderer, aus der Gruppe gelöst wird.

    Und weil die Periodizität des Zeitsprung hier Erwähnung fand: das geradezu stringente Festhalten an den zwei Jahren macht ein Großteil des Handlungsablaufs irgendwie durchschaubar, denn man weiß nach anderthalb Jahren, jetzt kommt es langsam zum Schluss, und das einzige, was als Spannung bleibt ist noch ein leichter Hauch von Neugierde darauf, wie es die Redaktion jeweils schafft, die Handlung ganz plötzlich übers Knie zu brechen, damit sie noch in die verbleibende Zeit passt.
    Geändert von Brabrax (05.06.2018 um 22:07 Uhr)

  25. #50
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    Zitat Zitat von Brabrax Beitrag anzeigen
    Und weil die Periodizität des Zeitsprung hier Erwähnung fand: das geradezu stringente Festhalten an den zwei Jahren macht ein Großteil des Handlungsablaufs irgendwie durchschaubar, denn man weiß nach anderthalb Jahren, jetzt kommt es langsam zum Schluss, und das einzige, was als Spannung bleibt ist noch ein leichter Hauch von Neugierde darauf, wie es die Redaktion jeweils schafft, die Handlung ganz plötzlich übers Knie zu brechen, damit sie noch in die verbleibende Zeit passt.
    Eben. Die Geschichten wirken zum Schluss hin oft unrund, zumindest aber um viel Potenzial beraubt und das nur um periodisch "etwas Neues" zu erzählen.
    Den einzigen Vorteil konnte ich wohl in der Reformationsserie feststellen, da ich auf das Ende der zwei Jahre hingefiebert habe. Hingegen war es ja doch kurz vor Ende fast nochmal auf Zug gekommen und hier hat auch wieder das Ende reingegrätscht. Alles in allem eine sehr sehr unglückliche Regelung.

    Zitat Zitat von Brabrax Beitrag anzeigen
    Durchaus interessante Ideen, finde ich, ich kann mir gut vorstellen, dass einer der drei Abrafaxe mal für einige Monate gänzlich aus der Handlung rausgeht, um die anderen beiden (so, wie ihrerzeit Dig und Dag nach Digedag) in eine abenteuerliche Suche nach dem Dritten zu zwingen. Unterstützt werden sie dabei von einer meinethalben wieder etwas witzigen Figur- oder, was noch kühner wäre, von einem Außerirdischen, der mit einem Raumschiff eine Bruchlandung auf der Erde überlebt hat und dem einige spektakuläre technische Möglichkeiten verblieben sind, die von seiner Umwelt als magische Fähigkeiten gedeutet werden (und der dann später unter dramatischen Umständen auf ein Rettungsschiff gebeamt wird). Um den "vereinzelten" Fax nicht gänzlich aus der Handlung zu nehmen, trifft dieser auch auf einen neuen Gefährten, im Unterschied zu dem Gefährten der anderen beiden vielleicht ein Philosoph, oder ein urkomischer Sprücheklopfer, der es liebt, geschwollen zu reden und der damit viele Möglichkeiten für Wortwitz bietet, und mit dem zusammen der Fax seinerseits nach den anderen beiden sucht. Und um das ganze handlungsmäßig auf Abenteuer zu trimmen, gibt es einen Bösewicht bei dem Faxen-Paar, der zusammen mit einem Bösewicht-Verbündeten beim Fax (und die beiden halten insgeheim Verbindung) permanent bemüht ist, die Begegnung der drei Abrafaxe zu verhindern, weil mit dieser Verbindung irgendein Geschehnis verbunden ist, das nur dann, wenn die drei (wieder) zusammen sind, den beiden Bösewichten das Handwerk legt. Das könnte man dramaturgisch noch zuspitzen, indem man die drei Faxe kurz zusammenkommen lässt, und mit einer raffinierten Intrige, bevor die drei zu ihrer gemeinsamen Handlung finden, erneut ein weiterer Fax, diesmal ein anderer, aus der Gruppe gelöst wird.
    Naja für mich gehören Außerirdische jetzt nicht unbedingt ins Mosaik der Abrafaxe. So sehr ich mich über viele Experimente der Mosaik-Historie freue, kann ich dem nicht wirklich was abgewinnen.
    Aber das die Aufgabe der Gegner explizit ist, die Abrafaxe zu trennen, halte ich, wenn es durch ein gutes Konzept getragen wird, für eine richtig gute Idee.

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