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Thema: Unglaublich aber wahr

  1. #1801
    Mitglied Avatar von Etzerdla
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    Solidarität II
    Ach so funktioniert das! Also gestern ist von der Deutschen Hirnliga ein Spendenaufruf gekommen. Es geht um Demenzforschung. Also um Fundraising. Hierbei scheint vermehrt die Gruppe der möglichen Betroffenen angeschrieben zu werden. Weil das hat meine Mama bekommen ganz allein.

    Es geht also bei der Solidarität um finanzielle Beteiligung. Finanzielle Ausgleiche sozialer Ungleichheiten. Wobei die Hilfe Medikamentenforschung und Therapieforschung ist. Und diese dient dann dazu, dass betroffenen Systeme also Familien dort Akuthilfe und dann Hilfe zur Selbsthilfe bekommen um mit dieser Situation zurechtzukommen. Pflegegrad und Co gehört da auch dazu. Du nutzt also den Rahmen den es da geben tut.

    Soziale Ungleichgewichte werden wohl dann durch Ausgleichszahlungen versucht auszugleichen. Auch in Form von Therapien. Die gesetzliche Krankenkasse basiert ja auch auf dem Prinzip der Solidargemeinschaft. Spannende Beziehungskiste!

    Es geht also nur um Anknüpfungspunkte und Schnittstellen bei Bedarf und als schutzgebender Rahmen.

    So wie Therapien und damit Arzttermine und Co den Rahmen bei jeder Krankheit geben. Sie geben damit Halt und damit Sicherheit und Stabilität. Anknüprungspunkte und Ratschläge. Life hacks oder Health hacks. Wie auch die Organisation der Health Hackers.

    Technische Hilfsmittel und webbasierte Angebote können auch genutzt werden. Dann geben sie auch eine Art Rahmen und Sicherheit. Sicherheit und damit Selbstwirksamkeit ist für jedes Individuum und jede Gruppe überlebensnotwendig. Hilfe zur Selbsthilfe gibt dabei Start- und Überbrückungshilfe. Wie andere soziale Hilfen halt auch. Ach so funktioniert das.

    Denn nur wenn Du so weit Du kannst selbständig bleiben kannst, bekommst Du wieder Selbsicherheit. Ansonsten schwindet sie. Und Du brauchst mehr Hilfe statt weniger oder mit der bestehenden auskommen zu können. D.h. das System wird teurer.

    Soziale Systeme kannst Du also im Sozialwesen beobachten. Das finde ich grad superspannend!

    Therapien und Arzttermine geben wie Mahlzeiten Halt und Struktur im Alltag und ermöglichen Dir auch unter Leute zu kommen. In Nebenwirkung. Du sitzt z.B. im Wartezimmer und kommst ins Gespräch mit anderen Betroffenen als eine Art Selbsthilfegruppe. Minimalinvasiv. Cool! Ausserdem siehst Du auch durch den Ausgang oder die Ausfahrt was neues. Was anderes. Als wenn Du nur daheim bist. Du wechselst den Kontext und Dein Hirn freut sich über neuen Dünger in Form von Informationen und Dopamin und Endorphin und Adrenalin. Wenn Du den Therapeuten vertrauen tust.

    Wenn nicht, regst Dich auf und mit ihnen an. Dann kriegste aber auch Adrenalin. Und Dein Therapeut auch... wenn Du Dich mit ihm streiten tust. Dann kann sein, dass der Patient nach Dir das ganze als Ladung abbekommt, weil er als Blitzableiter dient. Oder die Sprechstundenhilfe. Es wirkt sich also klimatisch aus. Weil lebende Systeme, Organismen miteinander interagieren. Auch mit Computerprogrammen. Auch diese können zu Frust führen, wenn der abzurechnende Fall leider nicht im System (Software) vorgesehen ist. Dies kann zu Wut und Frust beim bedienenden System und beim wartenden System dem Patienten und seinen Angehörigen führen.

    In letzter Zeit sind viele Therapietermine ausgefallen. Heut kam auch wieder eine Absage für zwei Termine. Dabei den heutigen, auf den ich mich grad eingestellt und für den ich mich gewappnet hatte. Nach erstem Frust, kann ich mich über die mir entgegenbrachte Wertschätzung und Berücksichtigung freuen, weil sie dran gedacht haben , mich anzurufen und mir Bescheid zu sagen. Auch über neue Alternativtermine kann ich mich freuen, auch wenn sie erst in einem und zwei Monaten sind.

    Ich kann das als Chance nutzen mich wieder ein Stück unabhängiger davon zu machen und mir selber wieder Struktur geben trainieren. Weissd, da is ja dasselbe Problem wie überall zuvill Arbeit und zu wenig Leut. Da is gut, wenn Du soweit Du kannst so eigenständig wie möglich interagierst. Dir also wieder selber helfen kannst. Das wird auch auf diese Weise in Nebenwirkung trainiert.

    Wenn das nicht klappt, dann gibt es aber auch Alternativen. Wie die Tagesklinik. Diese Option hat eine Mitpatientin neulich gezogen. Ich vermute sie kam mit der neuen strukturlosen Situation noch nicht zurecht. Das dauert seine Zeit bis Dein Nervensystem sich auf den neuen Kontext angepasst hat. Wie das kannst Du auch nicht vorhersagen, das ist ein individueller Prozess. Systembezogen und Systeminteragierend.

    Aus diesem Grund interessieren mich die neuen Kontexte. Wie ist das Sozialwesen und die damit verbundene Bürokratie durch die Vermessung der Welt durch die Wissenschaften, die ja die Welt verbessern wollen, durch Verbesserung für das Individuum also kurzum die Salutogenese der Weltgemeinschaft im Sinn haben, funktioniert, interessiert mich. Ich les grad ein DK-Buch über Soziologie. Das Soziologiebuch heisst es. Das ist spannend. Und mit Bildern aufbereitet und aufgelockert auch nicht so langweilig wie klassische Lehrbücher oder seitenweise theoretische Abhandlungen wie die letzten mit denen ich mich befasst habe.

    Da werden die Sätze immer länger mit immer höhererm Bildungsstand und Theoretikertum. Gut, der letzte von mir war ja auch recht lang ;-)

    Also Unsicherheit wirkst also mit Hilfe zur Selbsthilfe und mit Taten entgegen. Du tust was und das macht Dich dann zufrieden. Ich schreib hier grad. Und gestern hab ich Rasen gemäht. Ich tu also und hinterher schau ich mir an, was ich da geschafft hab und das macht mich glücklich. Und das entwickelt Dein Selbstwertgefühl. Hurra! Ich kann was! Cool!

    Und das wirkt dann auch auf andere. Weil Du z.B. nachsichtiger bei Absagen von Terminen bist und nicht frustriert und deswegen ausflippen tust. Das ist mir ja auch schon passiert. Weil wenn nix um Dich rum mehr berechenbar und vorhersagbar erscheint, dann wirkt sich das halt auch auf Dich und damit auf Deinen Selbstwert aus. Den ziehst Du aus Dir aber auch aus den Kontexten (Gemeinschaften bzw. anderen Systemen auch Menschen) von denen Du umgeben bist und auf die Du triffst. Es kommt also auf Deine Selbstwirksamkeitsstärken an, welche Du kultivieren kannst , das hängt aber wiederum auch von den Chancen ab, die Du hast. Also von Deinem Kontext , Umfeld. Und von Deiner Einstellung und Deinem Verunsicherungsfaktor. Wie gefrustet Du halt bist.

    Teamwork wie gestern befeuert. Weil so ein Give me 5 Moment Dich befeuert und begeistert. Auch wenn Du mit hartem Training was geschafft hast , wo Du gar nicht damit gerechnet hast. z.B. gestern hatt ich mir nur ein kleines Stück Rasen vorgenommen. Aber dann hatt ich spontan Lust, weil es so gut lief und das Wetter so schön war, weiterzumähen. Dann kommst Du mit einem Miniziel sehr viel weiter, weil Du das überschreitest. Und das tut gut! Nachhaltig

    Gestern hatten wir noch einen Teamworkmoment. Also drei Schwerbehinderte, teilweise mit Handspastiken versuchen eine Gschmackloswasserflasche aufzumachen. Das klingt wie die Intro zu einem Witz oder ist an sich schon ein Gschichtle zum Schmunzeln.

    Die Lösungsidee, weil Kraft nicht funktioniert hat, hatte Deine die Erfahrenste und Älteste von uns. Eine Strategie. Nämlich das Plastik unten am Verschluss aufzuschneiden. Da klemmte es. Und danach liess sich die Flasche ohne jede Kraftanstrengung öffnen. Ihr seht also Lebenserfahrung zahlt sich aus
    Das war ein Happy Moment oder ein Happ Happ Moment (Marte Meo). Weil wir uns alle drei unisono gscheit gfreit hamm

    Die Weltenbummlerin is scho widder unterwegs und hat mir eine wunderschöne Postkarte aus Wien geschickt. Mit der Hofburg drauf und dem berühmten Bild von der Kaiserin Sissi. Mei Schwester und mei Mama schaun sich die Filme mit der Romy und der Magda Schneider gern o.

    tldr hat mir ein Bekannter zu einer Mail von mir geschrieben. Jetzt hab ich mal gegoogelt was das denn heissen tut, um ihm Zeit und Energie zu sparen, hab ich nicht ihn direkt gefragt, weil er hat keine...

    too long didn't read
    War mir zu lang zum Lesen. Interessant, in den heutigen Zeiten kommunizieren wir aus zeitspargründen in kryptischen Symbolen und Abkürzungen. Eine Art Code. Wie die Hyroglyphen. Spannend!

    Ebenfalls spannend, es scheint eine Art Textlänge zu geben, die in aktuellen Zeiten noch vertretbar und lesbar ist. Hm... ob es einen generellen Trend zu weniger ist Mehr gibt? In der Kürze liegt die Würze? Vieles lässt sich aber nicht so einfach simplifizieren. Manchmal brauchst Du Beispiele um Deinen Standpunkt klarmachen zu können. Nur wenn die Beispiele nicht aus demselben Kontext Deiner Bezugsperson sind, dann funktioniert auch das ned. Den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, is goar ned so einfach Wie machst Du das denn?

  2. #1802
    Mitglied Avatar von Etzerdla
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    Todtraurig
    Der Antrag auf externe Arbeitstherapie is abgelehnt worden. Jetzt bin ich furchtbar traurig und fertig mit der Welt. Dass Du so um Inklusion kämpfen musst. Des kann ich nimmer. Ich kann ned nu länger gecher den Strom schwimma. Dann soll er mich halt endgültig mit sich reissen. Wenigstens hab ich es probiert.

    Hier ist noch ein Comic. Den post ich, um mich aufzuheitern.



    Des mit der Inklusion hat scho mit meiner schwerbehinderten Schwester vor 40 Jahren ned funktioniert. Hadsi also nix gändert. Die kann des nämlich a ned um ihre Rechte kämpfen. Weissd des bringt so a Schwerbehinderung halt mit sich.

  3. #1803
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    So... grad war meine schwerbehinderte Schwester zum Haare Bürsteln da. Und hat mich um Hilfe gebeten. Und da relativiert sich doch auf einmal vieles. Weissd sie hat weder eine Arbeit noch einen Mann noch Kinder, obwohl sie sich das sehr gewünscht hätte. Und da relativiert sich vieles. Dafür bin ich grad sehr dankbar.

    Auch für die Akuthilfe einer Freundin, die mir auch ein bisschen mit ihrer e-mail den Kopf zurechtgerückt hat. Sie vermisst Ihre Pippi Langstrumpf. Dafür hab ich mich bedankt. Jetzt hat sie mich motiviert ihr diesen Comic zu zeichnen und zuzuschicken.

    Viel Spass!



  4. #1804
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    Da passt noch einer, den ich schon vor einiger Zeit mal eingestellt habe. Echte Freundschaft ist, wenn es um Dich rum Tränen schüttet und der andere kommt mit einem Regenschirm daher und spannt ihn auf.

    Ich glaub das passiert auch im übertragenen Sinn, wenn Euch Eure Freunde den Kopf zurechtrücken durch ihre Sicht der Dinge Dann relativiert sich vieles. Einfach durch das ein oder andere Feedback oder die Summe derselben. Das ist dann auch eine Art Akutnotfall-Rettungsschirm



    Dazu passt noch der Beziehungsalgorithmus, den ich mal zusammengebastelt hab


  5. #1805
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    Trösterli
    Danke! Ich hab viel Mitgefühl in Form von Trösterli bekommen. z.B. dass ich ja im toonsup-Forum inkludiert bin. Einer der schreibt, dass es ihm ähnlich ging. Und dass Du ja nie weissd wofür es gut ist. Das tut gut.

    Kennt Ihr posttraumitic growth? Das ist das was Du aus der Krise lernst , wenn Du irgendwie gelernt hast damit umzugehen und dafür dankbar zu sein.

  6. #1806
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    Irrungen und Wirrungen
    Soderla heut einen Fragebogen zu Autismus ausgefüllt. Vielleicht hilft das ja anderen.

    Wie immer am Mittwoch die online-Bestellung beim Bäcker aufgegeben. Bei Bofrost kann mer auch online vorbestellen. Das sind praktische Versorgungswege, wo ich nicht unter Menschen muss. Auch weil mir die Lauferei wegen meiner Schwerbehinderung zuviel ist.

    Mein gestriges Highight. Ich wurde von einer Bekannten für einen Landstreicher gehalten und dann hat sie mich mitgenommen bis zum Aldi. Es gibt bei uns sogar einen Bus mit der Destination Aldi über Neuhaus. Das ist dann der Aldi in Adelsdorf. Habt Ihr sowas auch?

    Derzeit guck und radle ich auf dem 70iger Jahregedenktrimmdichrad beim Giro d'Italia mit. Halt in Etappen mit Pausen dazwischen. Die Pause mach ich immer, wenn mir der Hintern vom Sattel wehtut. Ob es da Sattel gibt, auf denen man länger hocken kann oder gehört das einfach zum Fahrradfahren dazu? Weissd Du das?

    Und einen Kommentar zum letzten Comic hab ich auch bekommen Freu
    "Sehr schöner Cartoon, habe herzlich gelacht. :excellent: :giggle: "

  7. #1807
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    Fussballabendgschmarri
    Heit gibt's a weng a Fussballabendgschmarri Hat Spass gmacht des zu zeichnen. Und etzerdla habi Spass dro des mit Eich zum Deilen...







    Zu der Fahrradsättelproblematik hab ich auch zwei liebe Feedbacks bekommen
    "Ich glaub das mit den Fahrradsätteln, das muss so sein, sonst hätt sich sicher schon wer was anderes überlegt :drool: "

    Was das drool wohl wieder zu bedeuten hat? Hm... sabbern geifern steht da. Da kann ich mir aber auch nix drunter vorstellen.

    Erinnert mich an die Französischklausur wo Du den petit robert verwenden durftest ein Französisch - Französisch Wörterbuch, wo Dir ein französisches Wort, das Du nicht kanntest mit 4 bis 5 französischen Wörtern, die Du auch nicht kanntest erklärt wurde ;-)

    "Fahrradsättel sind so ;-)
    Ich merke das durchaus auch. Ich fahre seit einiger Zeit immer wieder mal vollgepackt mit dem Rad zur Arbeit - okay, das sind nur 15 km (eine Tour), aber das merkt man dann doch (und hier ist es ja auch oft sehr windig...)."

  8. #1808
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    Gruppeneffekt Light ;-)
    Normale Menschen gehen ja gerne zu so Gruppenveranstaltungen, weil sie da eher motiviert sind und sich zu was aufraffen können.
    Denselben Effekt hat für mich wenn ich den Giro anschau und dabei auf dem Hometrainer mitfahren tu. Also wer noch nicht soweit ist allein zu einer Gruppe zu gehen und für den das wie für mich einfach nur sporadisch funktioniert, kann es auch so probieren.

    Und statt zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen, kannst Du auch in einem Selbsthilfeforum Deine Fragen posten. Dauert vielleicht ne Weile bist Du das richtige gefunden hast. Da musst Du halt a weng den Wegweisern und Querlinks folgen. So ist das jedenfalls immer bei mir.

    Wiederaufbauhilfe, Aufbautraining bekomm ich durch Kommentare zu den gestrigen Comics

    "Die Comics sind sehr lustig."

    "Eine schöne Sicht auf das Fussballgeschehen "

    Und zum Fahradsatteldilemma gab es auch noch was neues...
    "Ich teile mal meine Lebenserfahrung - den Sattel vom Bonanzarad fand ich immer toll (vielleicht sind das aber auch nur verklärte Kindheitserinnerungen) :happy: "

    Wenn Du mal wieder Bock auf einen Vortrag hast, dann guck doch bei den Bürgervorlesungen rein, die werden auch online gestellt. Oder zur Openvhb.org, wenn Du daheim studieren magst und an einer Vorlesung teilnehmen magst. Einige sind mit Tonspuren unterlegt oder haben Videos.

    Du kannst Dir auch ein paar Podcasts oder Mediathekeninhalte reinziehen. Wie z.B. den neuen Ringlstetter, Freundschaft Plus oder die Samstags Crasher.

    Ich setze meine Comicstudien fort und schau mir mal Rubine an Weil ich grad Natascha wieder entdeckt hab

    Und was liest Du so?

  9. #1809
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    Schräg
    Also ich "degenerier" werde wieder autistischer. Wahrscheinlich einfach mehr ich selber. Weil ich mich in den letzten Jahren sehr verbiegen musste. Das bricht Dir wohl irgendwann das Genick. Auf die eine oder andere oder auf viele verschiedene Arten.

    Mir tut es gut, mich in einem Selbsthilfeforum online auszutauschen. Das ist besser für mich geeignet als die Selbthilfegruppe im Sozialcafe. Das muss auch von den Menschen her passen. Ich brauch Leut, die Ahnung haben und sich selber durchbeissen und die Situation kennen. Also "Profis" von denen ich lernen kann. Und da bin ich dort besser aufgehoben. Weil sie einen Teil der Situation besser verstehen.

    Das mit der Gruppen-Sogwirkung find ich klasse! Dass das einfach übers Fernsehen für mich funktioniert. Also auch ambulant. Und Ressourcenschonend. Weil die ambulante Gruppentherapie ist neulich ausgefallen und es kann sein, dass sie aufgrund der wenigen Teilnehmer (was mir aber wieder entgegenkommen würde, wenn es eine Kleingruppe ist) wohl unsicher ist, ob sie weiter stattindet.

    Das Problem ist für mich funktionieren sehr wenige Dinge, weil ich sehr schnell überreizt bin und mir alles zuviel wird. Durch den Autismus. Bisher konnte ich das kompensieren. Aber das geht heute nicht mehr. Das war mit viel Mühe und Überwindung verbunden. Das sieht allerdings keiner. Du funktionierst. Dass das jetzt nicht mehr geht, das verstehen Menschen, die Dich vorher kannten, nicht. Auf einmal bist Du ein anderer Mensch für sie, obwohl Du noch nie mehr Du selber warst. Komisch...

    Ich muss mich aufraffen aus dem Haus zu gehen. Aber wo soll ich auch gross hin? Denn alles, was ich versucht habe auch bei einem Verein ehrenamtlich mitzuarbeiten, ist fehlgeschlagen. Und jetzt kann ich auch nicht mehr. Ich hab auch nicht die Energie um anderen wieder ewig hinterherzulaufen und alles nachzutragen. Entweder es ergibt sich jetzt was (schon auch mit meiner Mitwirkung, aber halt irgendwo in der Mitte...) oder halt ned. Und damit muss ich dann halt umgehen.

    Schon komisch nach einem halben Leben festzustellen, dass Du viel mehr Schwierigkeiten hast, mit dem Alltag zurechtzukommen als andere Menschen. Ein Wunder, dass das so lange funktioniert hat. Nur die alten Umstände kann ich nicht mehr herzaubern. Und ich werd halt auch nicht wieder jung. Fit vielleicht schon auf die eine oder andere Weise. Keine Ahnung wo es hingeht.

    Schrägerweise bin ich ja als Pflegender Pflegling in der Pflege gelandet. Also im sozialen Bereich. Auf dem freien Markt hätte ich dort keine Chance. Und ich glaube das würde auch für mich gar nicht funktionieren. Das funktioniert dahiem nur, weil wir seit 48 Jahren miteianender "verheiratet" sind. Wir kennen und zu gut. Und dann weisst Du auch, was der andere braucht. Auch wenn die beiden und ich auch selber oft eine Überraschung sind. Du lernst halt nie aus.

    Da hat jemand gepostet, dass er ein Kontaktkiller ist. Ja das krieg ich auch hin. Sobald ich von meinem sozialen Kontext, dass ich daheim mit meiner Mama und schwerbehinderten Schwester lebe, dass ich Autismus und eine Psychose habe, berichte, sind sie fort.

    Ich glaube zum Austausch und Aufbau eines Kontakts brauchst Du auch irgendwo einen gemeinsamen Kontext , irgendwas wo Du andocken kannst. Und mir fehlt halt das als normal angesehene. Nicht dass ich darüber traurig wäre. Es hat sich halt nicht ergeben. Dafür hatt ich ja andere schöne Dinge und habe ich noch

  10. #1810
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    Hier ist mal ein podcast zu Autismus.

    Hier ist noch ein Comic. Viel Spass!



  11. #1811
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    Zuviele Gedanken?
    Habe zu meinem Muggen-Comic diesen Kommentar bekommen
    "Das ist nett sich um die Mücken zu sorgen, damit sie sich den Rüssel nicht verbiegen, aber die finden einem auch im Finsteren :giggle: ein Kontaktaufbau ist meist schwierig und wenn dann noch eine Diagnose im Raum schwebt wächst die Angst etwas falsch zu machen sehr stark und das zarte Pflänzchen Kontakt stirbt vor lauter Sorge den Gegenüber evtl. zu verletzen und der Angst verpflichtet zu sein."

    Hm... also vor lauter Angst stirbt die Toleranz? Des is fei a ned grod as allergsündeste...

    Dann fällt am End auch Nichtautisten der anonyme Kontakt über digitale Medien leichter als in echt? Ist Echt- und Direkt- und Adhoc-kontakt dann eine aussterbende Spezies?

    Weil mir ist das mal im Bus aufgefallen. Da war eine ältere Frau mir gegenüber gesessen und die hat dann einfach zum Plaudern angefangen. Keiner hat drauf reagiert. Ich wusst aber auch ned, wie ich damit umgehen soll. Also hab ich halt hi und da genickt. Des hat anscheinend glangt. ;-)

    Hier noch ein Comic über das Zeitalter des vielen Nachdenkens ...

    Geändert von Etzerdla (22.05.2022 um 09:57 Uhr)

  12. #1812
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    Vorausdenken ist die Arbeit, Nachdenken das Aufräumen

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