Ob die Wilhelm als korrekte Antwort akzeptiert hätten?
Nein, das war in der letzten Runde, wo die verbliebenen Kandidaten zackzackzack mehr Antworten geben müssen als dann nachher der Jäger (im Falle einer Falschantwort wird die richtige eingeblendet). Vor ein paar Wochen haben die Jäger übrigens mal ständig verloren, in letzter Zeit aber kacheln die Kandidaten ständig ab. Eine Sache ist jedenfalls: Es muss unter den letzten 1-4 mindestens eine(r) dabei sein, der/die von kulturellen oder auch speziell popkulturellen Fragen halbwegs Ahnung hat, sonst können sie einpacken.
Geändert von franque (18.11.2025 um 21:40 Uhr)
Ob die Wilhelm als korrekte Antwort akzeptiert hätten?
The Importance of Being Earnest
Without any Dirk Dautzenberg doubt.
Es ist eben NICHT alles relativ!
Es ist erstaunlich, wie oft in deutschen Quizshows von den Kandidaten Fragen zu James Bond falsch beantwortet werden. Ich dachte, die Filme hätten die meisten humanoiden Lebensformen (vielleicht ausgenommen Gen Z) in diesem Land mal gesehen...
Kenn Ich noch von früher vom Grossen Preis. Mensch Kerl (oder Weib), dacht Ich manchmal, das ist doch dein Steckenpferd, das hätt sogar mein Hamster gewusst! Bis in einer Doku mal ans Licht kam, dass die Kandidaten sich einfach so, ohne Wissensgebiet, bewerben konnten, und bei Teilnahme ihnen dann etwas zugewiesen wurde, sie mit Fachliteratur, bzw. Fragen und Antworten versorgt wurden, und eine gewisse Zeit bekamen, sich in ihrem "Hobby" zu vervollkommnen. Das Ergebnis war dann teilweise dementsprechend äh schwächlich. Die richtigen Experten wie ein Joe Hembus haben da innerlich sich mit der flachen Hand vor den Kopf geschlagen.
Die richtigen Asse saßen bei Helmut Lange: Kerstin Goertz und der legendäre Hans-Werner
Asmus.
The Importance of Being Earnest
Ally McBeal Staffel 4
Boah ey. Sie haben es echt geschafft, den großartigen Robert Downey Jr. 5 Folgen lang unglaublich toll aufzubauen, ihn zu einem echten Sparringspartner der egozentrischen Nymphe zu machen und uns echt Lust auf mehr mit ihm und dann hauen sie in Folge 6 alles zu Klump und machen aus ihm einen spontan sentimental gewordenen, larmoyanten Schluffi. Das muss man ihnen erstmal nachmachen. Das sorgfältig und genial aufgebaute TV-Imperium von David E. Kelley begann hier zu bröckeln. Langsam, aber unaufhaltsam seinem Tiefpunkt "Boston Legal" entgegenschippernd.
Geändert von Exphilosoph (24.11.2025 um 21:06 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Magnum p.i.: Der heiße Schnee auf Hawaii (Pilotfolge, aus der Ultimate Complete Collection)
"Ich gucke Magnum, weil Tom Selleck die einzige Figur bei "Friends" war, die ich so richtig sympathisch fand." (Exphilosoph)
"Nicht hinsehen. NICHT hinsehen!!! NICHT... Ich hab hingesehen." (Magnum)
Ein erstaunlich ungradlinig erzählter Pilotfilm einer Bellisario-Serie. Und mit der Nymphe Schneewittchen, 19 Jahre, die den internationalen Drogenhandel anführt, kommt irgendwie eine gute Portion John Woo in das Geschehen und John Woo hätte tatsächlich dieselbe Story auch gut verfilmen können. Dann wäre sie allerdings völlig anders geworden. Lustige running gags. Obiges Zitat kommt im Pilotfilm 2x vor, beide Male sehr intelligent eingesetzt. Das fand ich gut. Die Vietnam-Rückblicke...oje, da wird's bei mir eng mit dem Verständnis. Aber egal. Ich kann darüber weggucken, weil das Ganze doch sehr flott, sehr unterhaltsam und irgendwie auch sympathisch inszeniert ist. Dass Magnum der Sprecher aus dem Off ist, finde ich irgendwie knorke. Die Stimmung... ernst, humorvoll, herzlich und dann doch knallhart. Das ist so ein bisschen Miami Vice ohne ZU viel cool. Netter eben für Eskapisten geeignet. Was der Serie auch gut tut: in den 80ern war Magnum und überhaupt Tom Selleck ein No Go! Punks wie ich konnten den unmöglich gut finden. Weil der eben DEM Standardtyp entsprach, dem keiner entsprechen wollte. Dieses Brusthaar. Der Schnäuzer. Zum Fürchten furchtbar. Da fehlt nur noch ne Dauerwelle und da sehe ich schon Andeutungen. Der Witz ist aber: das ist heute so sehr out, dass der Magnum jetzt, im life-style-ish völlig aus dem Ruder gelaufenen 21. Jahrhundert, wo alles verboten werden soll, was nicht wie ein alternder Diktator daherkommt, irgendwie wie ein Anarchist erscheint. Hätte man früher nicht gedacht, aber heute... wow. Und tatsächlich ist in der Story trotz aller Vietnam-Rückblicke, Vertrauensringe, Treueschwüre und Freundschaftsbändchen auch ziviler Ungehorsam spürbar. Die 80er waren so ungehorsam, dass es damals gar nicht aufgefallen ist. Aber heute finde ich Magnum total sexy rebellisch.Irgendwie geil.
Ach ja, genau: ich hab mich jetzt entschlossen, die ARD-Synchro zu gucken. Denn wie sagte noch Barney Stinson: "Alt... ist IMMER besser!"
Magnum: China Doll
Huch, da kommt jetzt die erste reguläre Folge gleich etwas ernüchternd daher. Story, Humor, Dialoge... alles etwas flacher als im Pilot. Lediglich die verschachtelte Erzählweise weiß weiterhin zu glänzen. Habe mich trotzdem gut unterhalten, weiß jetzt aber doch eher, auf was ich mich da einstellen muss. Aber sei's drum. Ich bin zufrieden.Da muss man sich rechtzeitig die Autoren und Regisseure merken, dann weiß man auch, wann's richtig gut wird und wann Mittelmaß ansteht.
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Geändert von Exphilosoph (25.11.2025 um 19:26 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Öh, da du dich nun derart wortgewandt über Magnums Hauptdarsteller beschäftigt hast … kann ich dir wärmstens „Der letzte Bulle“ empfehlen. Hier ist das alles gleich, nur ohne Palmen, Ferrari, Zeus und Apollo.
Öhm... Nymphen, Drogenhandel, John Woo, running gags, Punks, Diktator, Anarchist, Vietnam, Freundschaftsbändchen... wo hab' ich mich denn über Magnums Hauptdarsteller ausgelassen?
Noch'n EDIT: In dem Booklet mit dem Episodenguide sind drei verschiedene Top 15-Episoden-Ranglisten! Der Pilotfilm ist in zwei der 3 Listen im Mittelfeld. Die erste Folge ist in keiner der drei Listen. Die Doppelfolge "Eine lebende Zeitbombe", mit der die dritte Staffel startet, ist in allen drei Listen ganz oben! 2x auf Platz 1, einmal auf Platz 3. Da weiß man, worauf man sich freuen darf.
Last not least... EDIT: Magnum: Wie klaut man einen Gaugin? (Folge 2 nach dem Pilot) ist dann aber gleich ganz exzellent. Die wird jetzt gleich mal meine persönliche Top 15-Liste eröffnen. Geil ist: wenn sich die Geschichte für Magnum anfangs entwickelt, ist man als Zuschauer amüsiert, aber überhaupt nicht argwöhnisch. Aber wenn Magnum seinem Freund TC erzählt, an welcher Sache er da gerade dran ist, und der fassungslos ist, dass Magnum sich so leichtgläubig in eine solche Gurke hat hineinziehen lassen (in Minute 20), dann muss man als erstes über sich selbst lachen, und guckt sich dann den Rest mit ganz neuen Augen an. Ziemlich super!![]()
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Geändert von Exphilosoph (25.11.2025 um 20:23 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Kojak Staffel 1, Folgen 1 und 2
Wenn Folge 1 daherkommt wie eine TV-Version von "Hundstage", dem Al Pacino-Klassiker, und die neue Großstadtkrimiserie mit Telly Savallas als eine in hohem Maße cineastische kleine Sensation vorstellt mit Harvey Keitel in einer markanten Fernsehrolle, dann bringt das 2 Überraschungen mit sich:
1. Wow, was hier an Story, Dichte und Qualität in eine TV-Folge von 50 Minuten gepackt wurde!
2. Diese Folge entstand 2 Jahre VOR "Hundstage"!
Während Kojak in Folge 1 eine ungewöhnlich starke Persönlichkeit darstellt, dominant und kontrollierend, die Folge zu seiner Bühne machend, zeigt er sich in Folge 2 als Diener der Handlung und überlässt Hector Elizondo den Part, cineastische Schauspielkunst zu demonstrieren. Beide Folgen zeigen aber, dass "Kojak" eine erstaunlich gute Serie ist. Das findet man selten. Auch wenn es eine typische "Fall der Woche"-Serie ist, sind die Folgen alles andere als klischeehaft oder vorhersehbar oder einem wiederkehrenden Muster folgend. "Kojak" ist stilbildend. Erzählt seine Plots moralisch sehr differenziert und ohne allzu feste Vorgaben oder erhobene Zeigefinger für sein Publikum, kann dabei aber trotzdem einige extrem gute Statements zum Besten geben, diese aber mehr als Denkanstöße und nicht als Imperative. Unter den 70er Jahre-Serien ganz sicher in den Top 10.
118 Folgen. Leider gibt es nur Staffel 1 ungekürzt in deutsch. Ab Staffel 2 waren auf den deutschen Scheiben nur die gekürzten Folgen. Damit kann man leider nicht zufrieden sein. Die US-DVD-Boxen sind auch nicht besonders attraktiv. Das ist ein bisschen unwürdig für eine so wertvolle Serie. Ich hoffe, dass da schon jemand dabei ist, eine vernünftige Edition auf die Beine zu stellen.
Es ist eben NICHT alles relativ!
Star Trek TNG Staffel 1, Folge 17: Prüfungen (bei mir zählt der Pilot als 0! Bluray Komplettbox)
Die Enterprise wird von Sternenflottentypen geprüft ohne zu wissen, warum. Schönes Zitat von La Forge: "Der Typ gibt mir Schuldgefühle." Ein schöner Einblick, wie Psychologie, speziell Mobbing, funktioniert. Hier schon war TNG ihrer Zeit etwas voraus, wie ich finde.
Überhaupt beginnt mit dieser Folge ein extrem frühes Beispiel für folgenübergreifendes Storytelling! Diese ganze mysteriöse Angelegenheit wird uns nun bis zum Ende der Staffel begleiten, was es so ausgeprägt vorher noch nie in einer "Adventure of the Week"-Serie gab. Ich nehme an, dass die Serie auf dieser Erfahrung aufbaute, als sie den Borg-Zyklus oder den Worf-Zyklus entwickelten, wodurch TNG für geraume Zeit eine der fortschrittlichsten TV-Serien war. Wahrscheinlich haben wir TNG solche Glanzstücke wie X Files zu verdanken. Bei Twin Peaks bin ich mir nicht sicher. Alex Lynn ist ein Visionär. Der hätte Twin Peaks wahrscheinlich so oder so genauso gemacht, wie er es tat.
Es ist eben NICHT alles relativ!
Dazu schlage ich einen Blick auf die Polizeiserie Hill Street Blues vor (dt. Polizeirevier Hill Street):
„Prior to Hill Street Blues it was rare for American straight drama series to have story arcs, i.e. several stories running over many episodes (with the exception of prime time soap operas such as Dallas). It was also rare to have a large regular cast. The structure of the modern "ensemble" television drama can be traced to Bochco, who many regard as having changed the "language" of television drama.“
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Steven_Bochco
Horatio
Ah, Point Taken!Habe ich nie gesehen. Ich verbessere also in "höchst selten".
Es ist eben NICHT alles relativ!
The Practice Staffel 5, Episoden 8ff:
Dass die DVD-Edition nach Staffel 4 nur noch Staffel 8 gebracht hat, kann ich nur bedauern, allerdings ist Staffel 5 die bislang düsterste Staffel und das hat man nicht nur, aber vor allem Michael Emerson, dem Ben Linus aus LOST, zu verdanken. Die grausame, eiskalte Präsenz, hinter der man in LOST irgendwann Wärme und Gutmütigkeit mehr vermuten als entdecken konnte, wurde wohl in "The Practice" für LOST entdeckt, wo er eine Rolle spielt, die einfach fantastisch ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Inkarnation des Bösen, mit Namen Mr. Hinks, der mit einer unglaublichen Darstellung
nur von Michael Emerson gespielt werden konnte, bzw. nur er - mit diesem unglaublichen Gesicht - war in der Lage mich so in Aufregung, Angst und sogar Terror am Bildschirm zu versetzen. Das sind tolle Folgen, deren erste mit "Mr. Hinks goes to Town" schon extrem raffiniert betitelt wurde (in Anlehnung an einen wunderbaren James Stewart Klassiker). Und das ist erst der Anfang. Das ist wirklich geil. Durchaus vergleichbar mit weltberühmten Größen des Bitterböse-tums wie zum Beispiel Dennis Hopper in "Blue Velvet" (hier in weniger manisch-brutaler, sondern eiskalt psychologischer Manier). Das sollte man echt gesehen haben.
Geändert von Exphilosoph (03.12.2025 um 12:00 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Stranger Things Staffel 5, Teil 1
Ich kam wieder besser rein als gedacht, auch wenn ich bei dem Recap so manches gesehen habe, an das ich mich überhaupt nicht mehr erinnern konnte. Evtl. schau ich doch noch mal die letzte Folge von Staffel 4... Auch Staffel 5 macht Spaß und die Szenen mit Max geben direkt tränenreiche Flashbacks. Nur die Sportlichkeit Millie Bonjovis darf man stark anzweifeln, allein wenn man ihr Bewegungsverhalten beim Rennen sieht.
Geändert von Junior Woodchuck (03.12.2025 um 13:22 Uhr) Grund: kein Grund
A Woodchuck Has Style And Substance, Lives With Intention, Takes Risks And Enjoys The Simple Things
Jetzt, wo du's sagst. Sind die nicht auch inhaltlich sehr ähnlich? Aber natürlich geht Mr. Smith nicht in die Stadt, sondern nach Washington. Von daher ist die Anlehnung der Practice-Folge natürlich an den Gary Cooper-Film. Aber ich dachte tatsächlich an den Mr. Smith und da scheine ich was zu verwechseln. In welchem der beiden werden Kritzler als Beispiel dafür genannt, dass wir alle "einen Sparren haben"? Das war der Film an den ich dachte.
Nochmal zum Sinn von TV-Serien auf Scheibe:
Diese Magnum-Box ist echt ganz erlesen und ihr Geld wert. Staffel 1 Folge 6, die Nazi-Folge, die von der ARD entnazifiziert wurde (obwohl die bei der Täterfindung echt gut war. Ich hätte die zu gerne meinen Eltern gezeigt.), kann man ungekürzt und neu synchronisiert von RTL angucken, oder man guckt sich die gekürzte ARD-Folge an. Aber als Easter Egg (ARD-Folge-Rechtsklick) kann man trotzdem eine Integralversion gucken. Ungekürzt mit ARD-Synchro und durch RTL-Synchro aufgefüllt. Das macht dann natürlich keinen Sinn, macht aber Spaß und die ARD-Synchro entlarvt sich selbst. Ist halt nur ein Jokus, aber zeigt auf, wie gut und luxuriös und auch für Frohnaturen mit Gimmicks ausgestattet so eine Referenzserienbox ist. Sowas gibt's einfach nicht im Stream.
Geändert von Exphilosoph (03.12.2025 um 22:15 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Ich glaube, es ist der Cooper-Film, in dem von „Kritzlern“ die Rede ist.
Ach, bei der Magnum-Box sind beide Synchronfassungen dabei? Nicht schlecht!
Horatio
Für jede Folge beide Synchros, falls vorhanden, aber eben auch alle Variationen. Bei Folgen, die auf Video erschienen sind, gibt es die Version noch zusätzlich als dritte. Das ist eine echt ziemlich gut ausgestattete Box.
Wenn's der Cooper-Film ist, dann stimmt wenigstens meine Assoziation mit der Practice-Serie. Dann habe ich immer noch unklar verwiesen, aber war auf dem richtigen Weg.![]()
Es ist eben NICHT alles relativ!
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