War nicht Star Trek Voyager: The 37s immer das Ende von Staffel 1? Inzwischen gilt die Folge jedenfalls als Anfang von Staffel 2.Nicht so wichtig. Jedenfalls ist die Folge hier wie da ganz schön rührend. Ich musste gerade zweimal um meine Fassung kämpfen. Zuerst, als Janeway in die Lagerhalle tritt, wo alle sein sollen, die die Voyager verlassen wollen... und die Halle ist leer. Und direkt danach, wenn sie auf die Brücke kommt und alle Offiziere sind im Diensrt und sie überlgt, ob sie was dazu sagen muss, dass alle an Bord bleiben, ihr aber nichts einfällt und im Grunde auch ohne Worte alles klar ist.
Natürlich ist auch Weihnachten und da ist man ja eh immer etwas leichter emotional zu beeindrucken. War trotzdem schön.
Ally McBeal Staffel 4:
"Mami, der Kopf von der Männerpuppe ist ab."
"Aww, die Männer sind nicht so stabil gemacht wie die Frauen. Du kriegst einen neuen."
Diese Staffel verdient einen Preis dafür, dass keine andere einzelne Staffel der TV-Geschichte die dazugehörige im Grunde geniale Serie so oft in Grund und Boden gestampft und geradezu zerstört hat, und genauso oft wie ein Phönix aus der Asche wieder Meisterwerke lieferte. Insgesamt aber ist diese Staffel ein furchtbarer Flop und es wäre unanständig, die Schuld dafür Robert Downey Jr. in die Schuhe zu schieben. Trotzdem seine Rolle nach nur 6 Folgen völlig kaputt geschrieben wurde, bleibt er der Höhepunkt der Staffel. Und das auch nicht nur für sein legendäres Gesangsduett mit Sting.
Magnum Staffel 2, Folge 8: Die Welle des Todes
Am meisten Sorge hatte ich bezüglich der Serie wegen des Vietnam-Zusammenhanges, von dem ich peinliche Rückblicke befürchtete. Aber stattdessen fällt mir auf, wie insgesamt erstaunlich gut hier mit allen möglichen Themen umgegangen wird. Ich finde, das ist überdurchschnittlich. Und dann kommt hier Nick, der im Wald auf Hawaii lebt und denkt, er sei noch in Vietnam, was Magnum aber erst nach mehreren Minuten Gespräch feststellt und der dann mit wortlosem Bedauern einfach geht. Eine für die Folge im Grunde irrelevante Szene, die überhaupt nur dazu dient, eine sehr seltene Subtilität für ein Thema zu zeigen. Unser Held haut uns seine moralischen Inhalte nicht in die Fresse und kommentiert sie mit keiner Silbe, sondern geht davon aus, dass wir empathisch genug sind, eine Szene auch ohne Begleittext einordnen zu können. Und das ist wirklich mal selten im Mainstream-TV und unglaublich schön für mich als Zuschauer, dass ich Gefühle noch selbst in mir aufsteigen lassen darf, ohne dass sie vom Medium vorgekaut und mit Gewalt eingehämmert werden. Ich bin ganz schön beeindruckt von dieser Serie.<



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