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Ergebnis 5.726 bis 5.750 von 5845

Thema: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen? [Bewertung + Review]

  1. #5726
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Sonntag-Matinee:

    Predator 2 (Uncut Bluray aus Australien)

    Wenn Predator 1 zusätzlich alles hat, was schlechte Actionfilme der 80er haben, dann hat Predator 2 zusätzlich alles, was gute Actionfilme der 80er haben. Und ist damit zusammen mit AvP 1 mein Lieblingsteil des Franchises. Das Szenario mit den Gangstern im Luxusauto, wo der Drogenqualm beim Aussteigen nach außen dringt, überhaupt der Tod von King Willie, überhaupt die Gangster-Story, alles das ist mal echt cool. Dann die U-Bahn-Szene und danach geht's echt nur noch ab. Großartig. Und am Ende kommt ganz viel, was das Genre mitdefiniert. Siehe Prey. Siehe AvP. Dieser zweite Teil ist das franchise-definierende Herzstück und das ist richtig gut geworden. Wofür sicher auch die tollen Schauspieler verantwortlich sind. Danny Glover, Gary Busey, Ruben Blades, Bill Paxton, Adam Baldwin, Maria Conchita Alonso, die haben in jener Zeit so manchen großen Actionfilm beehrt und zur Legende gemacht.
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  2. #5727
    Mitglied Avatar von El Pistolero
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    Also die Szene mit King Willie in der Gasse ist auch für mich das beste am Franchise. Alleine der Soundtrack von Alan Silvestri ist ja noch deutlich perfektionierter als im ersten Teil. Ich kann hier auch sehr den Comic Predator: Concrete Jungle empfehlen wovon der Film stark inspiriert wurde. Der Cast ist natürlich durch die Bank super!

  3. #5728
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Zitat Zitat von El Pistolero Beitrag anzeigen
    Predator: Concrete Jungle
    Vermerkt. Ist der womöglich in einem der Predator-Omnibusse von Dark Horse drin?
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  4. #5729
    Mitglied Avatar von El Pistolero
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    Wenn du den allerersten hast, dann ganz sicher. Das dürfte die erste Predator Miniserie sein die überhaupt erschienen ist. Sogar von Chris Warner höchsselbst gezeichnet.

  5. #5730
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Dann steht der bei meinem Sohn im Regal.

    Aber warte mal, die allererste Mini bei Dark Horse, das war doch die mit der Frau, die sich am Ende die Ehrung des Predator verdient. Das war doch eher die Story, bei der sich AvP 1 bedient hat. Aber das ist echt lange her, dass ich mich da intensiv mit auseinandergesetzt habe. Ich kann mich irren.

    Ja, ich irre mich. Concrete Jungle war die Story von Arnies Bruder. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die je gelesen habe. Aber wenn die in den kleinformatigen Omnibussen ist, dann ja.
    Geändert von Exphilosoph (02.11.2025 um 14:19 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  6. #5731
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Bullitt (Bluray)

    Ich werde mich wohl nie wirklich entscheiden können, ob ich Bullit oder The Getaway besser finde. Aber wozu auch? In einem ordentlichen Haushalt hat man beide stehen und die Getaway-Lücke fülle ich Ende des Monats mit dem neuen Mediabook von Plaion. Bullitt hat aber einige Stärken, atmosphärisch, dramaturgisch und visuell ist das ein ganz großer US-Krimi aus einer Zeit, als das noch etwas bedeutet hat. Und obwohl er ein bisschen ähnlich zu den Clint Eastwood-Actionern ist, so sehr schadet es diesen, dass sie immer so viel Fokus auf eben den Schauspieler legen. McQueen braucht keinen Fokus, weil der eben tut, was ein Mann eben tun muss. Der muss da nicht noch haufenweise kluge Sprüche klopfen.

    Fazit: zwei echt coole Stunden, zum immer wieder gucken.

    Ach ja: außer McQueen noch Jacqueline Bisset, Robert Duvall und Robert Vaughn. Und noch so'n paar alte Bekannte. Und Musik vom jüngst verstorbenen Lalo Schifrin.
    Geändert von Exphilosoph (04.11.2025 um 20:10 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  7. #5732
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Grand Prix (Bluray)

    OMG, Francoise Hardy, meine geheime Hauptdarstellerin aus "Grand Prix", war mit Jacques Dutronc verheiratet! Wow! Was für ein tolles Paar das bestimmt gewesen ist. Zwei der schönsten Menschen, die es gibt.

    Ansonsten ist Grand Prix mein Lieblingsrennfahrerfilm, inzwischen zusammen mit Rush. Grand Prix ist in jeder Hinsicht super. Das Gespräch von Mifune mit Garner darüber, dass es immer einen Zeitpunkt gibt, wo ehemalige Kriegsgegner sich erzählen müssen, was man im Krieg getan hat, zeigt am Deutlichsten auf, wie gut, wie groß der Film ist. Dazu kommt eine wow-ishe Bildkomposition und fantastische Rennszenen. 3 Stunden nimmt der Film sich erfolgreich Zeit, mich zu begeistern.

    "Alkohol trinke ich nicht. Und Zigaretten mag ich auch nicht." (Francoise Hardy als Lisa)
    "Was magst du denn?" (Antonio Sabato)

    Ein Blitzen in ihren Augen ist die Antwort. So waren die Tage und der Mond in den 60ern.
    Geändert von Exphilosoph (06.11.2025 um 16:37 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  8. #5733
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    Resident Evil - Welcome to Racoon City (Bluray)

    Da könnte ich jetzt einen richtig langen Text schreiben. Ich versuche mich kurz zu fassen. Das ist ein Geschenk an die Gamer und deckt im Grunde die ersten beiden Spiele ab, hat aber auch Elemente von RE 3 und sogar Code Veronica (mein Lieblingsteil, trotz der üblen Falle mit dem Feuerlöscher, den man leicht vergessen kann, dann aber auf Disc 2 nicht mehr klarkommt und im Grunde von vorne anfangen muss), erfindet aber seine Prequel-Story sehr fragmentarisch selbst. Das ist sicherlich klug, weil wir ja alle die Spiele 100x gespielt haben und ein Film mit der Handlung nur des ersten Teils wahrscheinlich ziemlich langweilig geworden wäre. Aber...

    ...wenn man dann zur Hälfte(!) des schön ordentlich langen Films endlich im Herrenhaus angekommen ist und diese großartigen, ikonischen fast 1:1-Übernahmen aus Teil 1 kommen (der Zombie im Flur!), dann fragte ich mich, warum der Film denn nicht insgesamt viel besser geworden ist, wenn man so tolle Szenen hinbekommen kann. Diese ersten Szenen im Herrenhaus waren großartig*! Und der Rest des Films ist eben dann doch nur ganz gut. Dazu kommt, dass die Spiele bis mindestens Code Veronica, aber eigentlich auch bis Teil 4, eine ziemlich ausgezeichnete Story haben. Und die kommt hier leider im Grunde überhaupt gar nicht vor, weil man ja in 108 Minuten ordentlich schaffen muss, um die Action-Szenen aus 2-3 Spielen wenigstens ansatzweise abzuklappern. Und wer hatte die Idee, aus Wesker so'n dreivierteldummen Sportler-Typ zu machen?

    Egal, der Film ist doch sehr gelungen und hat mir viel Spaß gemacht, inspiriert mich, den Camecube nochmal aus dem Stahlkoffer zu holen und den Durchlauf von Zero bis 4 zu machen. Denn dafür ist der Film dann doch trotz einiger verdammt guter Szenenumsetzungen definitiv kein guter Ersatz.

    Ach ja, Kaya Scodelario... die Frau hat in Skins eine so geile Charakterperformance hingelegt und man weigert sich seitdem, sie charakterlich mal nicht zu unterfordern. Auch hier wieder. Sie rennt, sie schießt, sie schreit, aber man gibt ihr keine Chance sich als Schauspielerin zu profilieren. Echt schade.

    EDIT: Super war auch die Licker-Szene im Polizeipräsidium aus Spiel Nummer 2 und da hat man die meiner Ansicht nach coolste Eigenidee gehabt, Lisa aus dem RE1-Remake eigenmächtig hineinzuschreiben. Dafür gibt's von mir einen echten Bonuspunkt. Leider aber auch da wieder: für einen richtigen Geniestreich bei der Umsetzung so guter Ideen war der Film dann leider zu vollgepackt und eben doch nicht lang genug. Fazit: man hat also offensichtlich richtig gute Leute im Team gehabt. Warum hat man die nur so am Rande mal richtig punkten lassen?
    Geändert von Exphilosoph (07.11.2025 um 16:15 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  9. #5734
    Mitglied Avatar von Örtliche Bücherei
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    Öha, hier sind wir ausnahmsweise nicht einer Meinung. Bei mir liegt der Film neben dem Player um irgendwann fertig angeschaut zu werden.

    Die Bluray liegt sicherlich schon zwei Jahre oder länger am selben Ort. Wird immer brav abgestaubt. Ansonsten liegt sie da um eines schönen Regentages zu Ende geschaut zu werden. Wobei der Inhalt eh in Vergessenheit geraten ist in der langen Zeit seit dem Kauf. Ich werde kaum die Hälfte seinerzeit geschaut haben. So ein langweiliger Scheiss. Aber echt jetzt.

    Da gab es mittlerweile einige positive Rezensionen hier im Forum. Jetzt kommst du auch noch und schreibst dass der Film sehr gelungen sei und Spass macht. Soll ich dem Film doch noch eine Chance geben hier in meinem Heim komplett abgespielt werden zu dürfen?

  10. #5735
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Zitat Zitat von Exphilosoph Beitrag anzeigen
    den Camecube
    Den Camecube? Meinst du einen Cumcube nach dem kommen? Klingt interessant, erzähl mehr

    Ja perfekt ist der Film nicht aber er hat so viel vom Game, da bin ich gnädig. Allerdings bin ich mit Weker auch nicht zufrieden, aber lieber so als in der Serie. Die habe ich bisher erfolgreich ignoriert.
    Habe übrigens letztes Jahr alle RE Games bis RE 6 wiedergespielt, auf der XBox, nicht auf dem Camecube , da abwärstkompatibel und dann konnte ich sogar das schräge Operation Raccoon City zocken, welches so eine Art what if Game war. Hat Spaß gemacht.
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  11. #5736
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Zitat Zitat von Örtliche Bücherei Beitrag anzeigen
    Da gab es mittlerweile einige positive Rezensionen hier im Forum. Jetzt kommst du auch noch und schreibst dass der Film sehr gelungen sei und Spass macht. Soll ich dem Film doch noch eine Chance geben hier in meinem Heim komplett abgespielt werden zu dürfen?
    Ich fand die zweite Hälfte besser als die erste. Und wie @joe ker schon sagt: er hat wirklich viel von den Spielen. Da greift schon der Wiedererkennungswert.

    Uhm... und natürlich, @joe ker: Gamecube. Aber auch dessen Nutzung ist bei mir ein orgasmisches Event. Latürnich.
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  12. #5737
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Und nun zu etwas völlig anderem:

    Ein Mann und eine Frau (spanische DVD mit deutschem Ton)

    Ein Film von 1966 mit Anouk Aimee und Jean-Louis Trintignant, der 1986 mit "Ein Mann und eine Frau - 20 Jahre später" fortgesetzt wurde.

    So etwas können nur Franzosen und Italiener. Sie filmen Poesie und siehe, es ist die Wirklichkeit. Man kann diesen Film mit 16 gucken, und auch schon mit 12, und danach ist man für immer erwachsen. Es gibt eine Welt, in der man seine Zeit damit verbringt, sich eine Person nur anzuschauen. In der hinter der Liebe der ganze Rest nur verschwommen erkennbar wird. Wo das Leben Magie ist. So fühlt sich erwachsen sein an. Es gibt da ein paar Downsides von philosophischer Intensität und unerbittlicher Härte, nämlich


    dass man vielleicht doch "für immer" liebt und "für immer" manchmal schon vorbei ist.

    .

    Sie führen dazu, dass man seine Kindheit auch nicht vergisst, wo man sich lieber an sie klammert. An die Welt, wo es echte Freundschaft nur zwischen Indianern und Landvermessern gibt. Da wo man einen festen Platz im Raumschiff SOL hat. Wo man nur den Schwarzen Abt fürchtet. Da, wo Liebe nie beginnt, aber auch nicht endet.

    Dieser Film hat mich nie mehr losgelassen, nachdem ich ihn einmal sah. Aber Lelouch hat selbst gemerkt, dass der Film kein Ende fürs ganze Leben hat und ihn 20 Jahre später fortgeführt, mit denselben Schauspielern. Wunderschön, aber unerwartet anders!

    Trintignant ist Rennfahrer und macht meine Enttäuschung wett, dass Steve McQueen in "Le Mans" nicht mehr den klassischen Start hingelegt hat. Bei "Ein Mann und eine Frau" gibt es ihn aber noch! Aber darum geht es in diesem Film eigentlich nicht.

    Eine sehr interessante schwarzweiß und Farbe-Mischung. Wer findet heraus, wann die Farbe kommt und wann sie wieder geht? Da gibt es bestimmt ganze Bücher drüber, aber ich mache mir lieber meine eigenen Gedanken.

    Und warum eigentlich gibt es diesen Film nur in uralten DVD-Veröffentlichungen aus dem Ausland? Wie respektlos einem so poetischen Meisterwerk gegenüber. Musik von Francis Lai.
    Geändert von Exphilosoph (08.11.2025 um 10:12 Uhr)
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  13. #5738
    Mitglied Avatar von El Pistolero
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    Gestern im Kino IMAX 3D

    Predator: Badlands

    Krass, ich weiss noch als ich 2004 mit einen Freund in AVP gegangen bin. Er hat damals gesagt wie geil es doch wäre ein Film aus der Sicht der Predators, wie sie auf anderen Planeten jagen und so. Wäre geil hab ich gesagt, aber das gibt es höchstens mal als Comic. Hier sind wir nun und haben einen Film wo ein Predator der Hauptprotagonist ist und auf einem anderen Planet jagen geht. In dem Film gibt es kein einziges menschliches Wesen. Die Menschheit wird hier von Wayland Yutani Androiden vertreten. Das ganze Franchise bekommt hier einen komplett neuen Ansatz geboten. Hier werden sogar die Preds jetzt offiziel als Yutja bezeichnet. Für meinen Geschmack sind mir hier die Predators etwas zu primitiv dargestellt. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass sie eine hochentwickelte Zivilisation sind, wo nur die privilegierten jagen gehen. Aber Dan Trachtenbergs Predators erinnern bis jetzt auch mehr an die Black Super Predators aus Predators. Hier scheint der Kodex eher auf Stärke zu beruhen als auf eine faire Jagt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die klassischen Predators aus Teil 1 + 2/AVP/AVPR nochmal eine ganz andere Nummer sind.

    Also wer nur Fan vom klassischen Predator Film ist, für den ist das hier nix. Das ganze hat eher den Bombast eines Marvel Films. Das PG13 rating ist damit zu rechtfertigen, dass keine Menschen getötet werden. Es werden aber dennoch on screen Köpfe, Arme, Beine usw abgetrennt, aber es spritzt halt kein rotes Blut. Ich hätte mir auch gewünscht, dass der Film etwas ernster und intelligenter gewesen wäre. Vom Ton her hätte er ruhig wie Enemy Mine sein können. Nach all den grandiosen Androiden, die wir aus den Alien Filmen kennen, war mir Elle Fanning als Thia etwas zu einfach gestrickt. Als Charakter war sie aber absolut sympathisch und das ihr Emotionen gegeben wurde, machte absolut Sinn um dem Geschehen eine menschliche Einschätzung zu geben. Soundtrack erinnert mehr an Prey als irgendeinem anderen Predator Film. Kein Instrument klingt hier so als käme es von diesem Planeten.

    Ich bin mal gespannt wie dieser Film an den Kinokassen läuft. Fans werden ihn entweder lieben oder hassen. Wer kein Bezug zum Franchise hat, bekommt einen guten Abenteuer Film geboten der in einer komplett fremdartigen Welt spielt. Ich jedenfalls meinen Spass und würde mich freuen wenn der Film gut ankommt und es irgendwie weitergeht. Auf AVP3 hätte ich schon Bock.

  14. #5739
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Das klingt ja gar nicht mal so überschwenglich. Da bin ich aber gespannt, wie mir das gefällt. Am nervösesten macht mich der Vergleich mit Marvel. Damit bin ich sowas von durch und mach schon wieder aus, wenn es in den ersten 5 Minuten nur Schießerei gibt. Aber auf Badlands freue ich mich eigentlich.
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  15. #5740
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    Das bezieht sich eher auf die Optik. Wie die VFX im Film aussieht. Der Film hat fast durchgehend irgendwo irgendwelche CG Nachbearbeitung im Bild. Das ist halt etwas das wir seit der MCU Ära sehen. Dieses Problem haben aber viele Filme.

  16. #5741
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Zitat Zitat von El Pistolero Beitrag anzeigen
    Dieses Problem haben aber viele Filme.
    Das ist allerdings wahr. Gerade Filme, die von ihren Schauplätzen leben (zum Beispiel die neuen Versionen der Poirot-Filme), werden durch CGI völlig uninteressant. Der "Tod auf dem Nil" sieht total besch... aus.
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  17. #5742
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    "Es ist die Unmöglichkeit, zwei Menschen auf dieselbe Art zu lieben."

    Ein Mann und eine Frau - 20 Jahre später
    (DVD, diesmal als deutsche Edition)

    Das Kinopublikum des ersten Teils hat bestimmt nie auf eine Fortsetzung gewartet und hatte 1986 womöglich auch längst anderes zu tun. Und genau das ist auch das Thema dieses Films, der wie kein anderer die Meisterleistung vollbringt, die 60er Jahre und die 80er Jahre in Beziehung zu setzen. Sagenhaft! Am Anfang weiß man gar nicht, was Film und was Film im Film ist. Auch wartet hier niemand - wie im Vorgänger - 20 Minuten auf die Antwort einer Frage. Hier werden ständig drei Gespräche gleichzeitig geführt. In den 80er Jahren war niemand entschleunigt, bei sich und in meditativer Haltung (obwohl Letzteres durchaus das Ziel eines Teils der Jugendkultur war). Die 80er waren laut, psychedelisch, bunt und ungebremst. Der Film schafft es aber, dies auszudrücken und zugleich selbst doch Ruhe auszustrahlen. Distanz zu seinem Thema zu halten. Zwischendurch gibt es hier eine Thrillerhandlung, die später dann verfilmt wird. Zugleich könnte man den Filme als Vorab-Entmythologisierung von Bertoluccis "Der Himmel über der Wüste" betrachten, jedenfalls in der zweiten Hälfte.

    Wenn die 60er Jahre das existentialistische Jahrzehnt sind, wo Standards in Frage gestellt werden, wo Paare weniger an Ehe und Fortpflanzung als an Rauchen, Whiskey, Sex und Gesellschaft interessiert sind, dann sind die 80er Jahre die Geburtsdekade von Modebegriffen wie Burn Out. Und Anouk Aimee ist da schon mittendrin. Wenn sie aber als Regisseurin die Ereignisse des ersten Films als Musical inszeniert, mit ihrer Tochter als sie selbst, dann nimmt der Film eine humorvolle, fast sarkastische, Position zu sich selbst und seinem Vorgänger ein. Und da wären wir dann wieder im phänomenologischen Existentialismus, der in den 60er Jahren eine Popkultur war und von der Lelouch, der Regisseur beider Filme, sicherlich mehr als nur geküsst war.

    Die Fortsetzung ist sowohl als Fortsetzung als auch als eigenständige Meditation des Seins, des Nichts, der Filmwelt und des Lebens eine kleine Sensation. Eine völlig andere Form des Sequels als die, die wir aus den USA kennen. Hier wird nicht wiederholt, nicht erweitert und es werden keine Erwartungen erfüllt. Hier zeigt der Film, dass ihm das obige Zitat ernst und wichtig ist. Es ist die Unmöglichkeit, zwei Filme auf dieselbe Art zu machen. Die Amis beweisen zwar seit 25 Jahren das Gegenteil und versuchen zu beweisen, dass man überhaupt nicht zwei verschiedene Filme machen kann (Scherz. ), aber die Wahrheit liegt wie immer nicht in der Mitte.

    Die Franzosen und Italiener sind filmtechnisch einfach der totale Hammer. Dieser Film ist gerade heute umwerfend. In den 80ern mag er eben einer dieser Filme gewesen sein, aber von heute aus gesehen ist er eine Offenbarung.
    Geändert von Exphilosoph (08.11.2025 um 10:37 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  18. #5743
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    Zitat Zitat von Exphilosoph Beitrag anzeigen
    Das ist allerdings wahr. Gerade Filme, die von ihren Schauplätzen leben (zum Beispiel die neuen Versionen der Poirot-Filme), werden durch CGI völlig uninteressant. Der "Tod auf dem Nil" sieht total besch... aus.
    Filmemacher und Studios machen es sich auch immer bequemer. Da lobe ich noch einen Werner Herzog, der einfach tief in den Jungel geht um direkt vor ort in einer realen Umgebung zu drehen. Und dann schau dir mal dagegen diesen Jungle Cruise an mit The Rock. Übelst im Studio gedreht, die Hälfte vom Bild ist VFX. Alles sieht furchtbar künstlich aus. Die Filme haben einfach keinen Anspruch mehr möglichst real stattzufinden und viele wachsen jetzt mit dieser Sehgewohnheit auf. Es gibt Leute die bei Filmen den ganzen Tag nichts anderes machen als Frame für Frame Hautunebenheiten zu entfernen bei einem banalen Film wie "Now you see me". Das weiss ich aus erster Hand!

  19. #5744
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Zitat Zitat von El Pistolero Beitrag anzeigen
    Übelst im Studio gedreht, die Hälfte vom Bild ist VFX. Alles sieht furchtbar künstlich aus.
    Und das ist nur einer der Gründe, warum neuere Filme bei mir sehr weit unten auf der To-Do-Liste stehen.

    Und hier jetzt:

    London (DVD)

    Einer der besten Filme, die es gibt, aber so voller Tabuthemen, dass ich keine Garantie dafür übernehme, was unschuldige Mitgucker anschließend von euch halten.

    Captain America Chris Evan lernt Meg-Fighter und Transporter Jason Statham kennen und nimmt ihn mit auf die Abschiedsparty seiner Ex-Freundin London (Jessica Biel). Da gehen die beiden zusammen aufs ziemlich luxuriöse Klo und fangen an, sich zu unterhalten. Über Gott und die Welt. Zwischendurch kommen irgendwelche Frauen und unterhalten sich mit. Ein absolut geiler, perfekter und ehrlicher Film. Und eben überraschend gut für eine Gesellschaft, die so scheinheilig geworden ist, dass sie auch nur scheinheilige Filme vertragen. Immerhin war Jason Statham für mich kein großer Name bis ich diesen Film gesehen habe. Jetzt schon.

    Satanas - Das Schloss der blutigen Bestie (aus der neu erschienenen Vibcent Price-Bluraybox)

    Dieser Film gefällt mir bislang am besten aus der Box und so ist diese Box inzwischen imo ihr Geld wert mit 3 Filmen, deren mehrfaches Ansehen ziemlich garantiert ist, auch wenn der Dr. Goldfoot mich beim ersten Ansehen etwas ratlos, aber doch auch gut unterhalten zurückließ. Satanas ist laut Vorspann auf Poe zurückzuführen, aber ich hätte mich auch nicht gewundert, wenn man sich auf Shakespeare berufen hätte. Hier passt jedenfalls beides gut zusammen. Der Film ist ordentlich gore-y, die Männer lüsterne Schakale und die Frauen kämpfen in dem Gemenge um ihr Überleben, jede auf ihre Weise, während entstellte Männer in unterirdischen Verliesen ein überaus grausames Dasein fristen. Ganz schön abseitig, dieser Streifen, durch starke Stilisierung und zum Teil überbordendes Schauspiel sehr theatralisch verfremdet wirkend. Nimmt interessanterweise das Finale vom "Prisoner" vorweg und bedient sich auch beim "Siebenten Siegel".

    Auch wenn die Box irgendwo mit Uncut-Versionen geworben hat, ist dies doch die Fassung, die es bisher eigentlich immer schon gegenen hat und die ist halt sehr minimal an einzelnen Stellen gekürzt, zusammen aber immerhin um 20 Sekunden. Eine Nacktaufnahme und einmal eine Beschwörung Gottes in unzüchtigem Zusammenhang. Da weint der Herrgott, dass in seinem Namen die Schere gewetzt wird und die Schönheit seiner Schöpfung verhüllt. Die Verbrennung des Mannes im Affenkostüm hingegen wird in seiner ganzen Grausamkeit in Nahaufnahme gezeigt. Hier zeigt sich die Zensur so unberührt wie der Pöbel im Festsaal, der dem Geschehen lustvoll beiwohnt. Kopiert die Kunst das Leben oder ist es hier umgekehrt? Diese Frage gebe ich an Milo Manara weiter.
    Geändert von Exphilosoph (08.11.2025 um 22:52 Uhr)
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  20. #5745
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    Zitat Zitat von Exphilosoph Beitrag anzeigen
    "Es ist die Unmöglichkeit, zwei Menschen auf dieselbe Art zu lieben."

    Ein Mann und eine Frau - 20 Jahre später
    (DVD, diesmal als deutsche Edition)

    Das Kinopublikum des ersten Teils hat bestimmt nie auf eine Fortsetzung gewartet und hatte 1986 womöglich auch längst anderes zu tun. Und genau das ist auch das Thema dieses Films, der wie kein anderer die Meisterleistung vollbringt, die 60er Jahre und die 80er Jahre in Beziehung zu setzen. Sagenhaft! Am Anfang weiß man gar nicht, was Film und was Film im Film ist. Auch wartet hier niemand - wie im Vorgänger - 20 Minuten auf die Antwort einer Frage. Hier werden ständig drei Gespräche gleichzeitig geführt. In den 80er Jahren war niemand entschleunigt, bei sich und in meditativer Haltung (obwohl Letzteres durchaus das Ziel eines Teils der Jugendkultur war). Die 80er waren laut, psychedelisch, bunt und ungebremst. Der Film schafft es aber, dies auszudrücken und zugleich selbst doch Ruhe auszustrahlen. Distanz zu seinem Thema zu halten. Zwischendurch gibt es hier eine Thrillerhandlung, die später dann verfilmt wird. Zugleich könnte man den Filme als Vorab-Entmythologisierung von Bertoluccis "Der Himmel über der Wüste" betrachten, jedenfalls in der zweiten Hälfte.

    Wenn die 60er Jahre das existentialistische Jahrzehnt sind, wo Standards in Frage gestellt werden, wo Paare weniger an Ehe und Fortpflanzung als an Rauchen, Whiskey, Sex und Gesellschaft interessiert sind, dann sind die 80er Jahre die Geburtsdekade von Modebegriffen wie Burn Out. Und Anouk Aimee ist da schon mittendrin. Wenn sie aber als Regisseurin die Ereignisse des ersten Films als Musical inszeniert, mit ihrer Tochter als sie selbst, dann nimmt der Film eine humorvolle, fast sarkastische, Position zu sich selbst und seinem Vorgänger ein. Und da wären wir dann wieder im phänomenologischen Existentialismus, der in den 60er Jahren eine Popkultur war und von der Lelouch, der Regisseur beider Filme, sicherlich mehr als nur geküsst war.

    Die Fortsetzung ist sowohl als Fortsetzung als auch als eigenständige Meditation des Seins, des Nichts, der Filmwelt und des Lebens eine kleine Sensation. Eine völlig andere Form des Sequels als die, die wir aus den USA kennen. Hier wird nicht wiederholt, nicht erweitert und es werden keine Erwartungen erfüllt. Hier zeigt der Film, dass ihm das obige Zitat ernst und wichtig ist. Es ist die Unmöglichkeit, zwei Filme auf dieselbe Art zu machen. Die Amis beweisen zwar seit 25 Jahren das Gegenteil und versuchen zu beweisen, dass man überhaupt nicht zwei verschiedene Filme machen kann (Scherz. ), aber die Wahrheit liegt wie immer nicht in der Mitte.

    Die Franzosen und Italiener sind filmtechnisch einfach der totale Hammer. Dieser Film ist gerade heute umwerfend. In den 80ern mag er eben einer dieser Filme gewesen sein, aber von heute aus gesehen ist er eine Offenbarung.
    Gibt doch auch noch einen dritten Teil, den Trintignant kurz vor seinem Tod gedreht hat. Den hab ich vor ein paar Jahren im Kino gesehen, die beiden Vorgänger leider noch nicht.

  21. #5746
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    Wow! Den kenne ich gar nicht. Gerade mal nachgeforscht. Von 2019! Woah. Aber leider nicht zu kriegen.


    Nachdem ich gerade drei der Rezensionen gelesen habe, die bei Ofdb verlinkt sind, könnte ich den auch gut auslassen. Aber wer weiß, wo meine Wege mich noch hinführen.
    Geändert von Exphilosoph (09.11.2025 um 17:04 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  22. #5747
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    Alien vs. Predator 1 (Extended Version in der Bluray-Box zusammen mit Teil 2, der aber dort Cut enthalten ist und von mir mal wieder durch die Uncut-Australienversion mit deutschem Ton ersetzt wurde)

    Der gefällt mir so gut. Der Plot ist genial entwickelt, visuell ist alles vom Feinsten und beide Franchises gewinnen dazu durch diesen Film. Die Rückkehr von Lance Henriksen als Mister Weyland selbst ist brilliant, die Charaktere der Predatoren werden hier so gut entfaltet wie nie zuvor. Der Film ist sauspannend und außerdem noch eine liebevolle Hommage an eine der ersten Predator-Mini-Serien bei Dark Horse. Alle meine (äußerst niedrigen) Erwartungen an den Film wurden bei weitem übertroffen. Und obwohl ich die Aliens rein ästhetisch viel lieber mag als die Preds, so hatte ich hier doch zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Zweifel, dass meine Sympathien hier den Predatoren gelten. Das wäre noch eine Leistung, die einem Alien-Film gelingen müsste. Oder auch nicht.

    Bei der Wahl meines liebsten Predatorteils ist die Entscheidung trotz des sehr guten Prey ein sehr knappes Rennen zwischen Predator 2 und AvP 1 (in der Extended Version). Eigentlich müssen die sich die Pole Position teilen, denn beide tun einiges für die Wertsteigerung des Franchise.
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  23. #5748
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    Bad Luck Banging or Loony Porn von Radu Jude

    Die Kinoleinwand ist Athenes poliertes Schild.

    Kinder: Politische Gefangene ihrer Eltern.

    Blowjob: Das meistgesuchte Wort im Online-Wörterbuch.

    Das war jetzt doch irrer als ich dachte. Ein Film über Blowjobs in der Covid Zeit, der dann auch gleich noch als totalitäre Abrechnung mit der Geschichte Rumäniens daherkommt.
    Krass! Sowas gabs zuletzt nur aus Serbien, stellvertretend seien hier A Serbian Film, Leben und Tod einer Pornobande oder der absolut depressive Made in Serbia genannt. Bezüglich Russland, gabs noch Cargo 200, der in eine ähnliche Kerbe schlägt. Rumänien hat allerdings schon eine weitreichende und grausame Geschichte, als bei uns alle den Mauerfall feierten, gabs in Rumänien tausende Tote. Das hatten wir wohl damals nicht so auf dem Schirm.
    Soviel zum Grundtenor des Film.

    Es geht um eine Lehrerin die ihren privaten Sex auf Video aufnimmt, welches dann irgendwie im Internet landet und was da einmal ist, das geht nicht mehr weg. Natürlich bekommen die Eltern der Schüler das mit und wollen einen Elternabend um die Sache zu besprechen. Das alles spielt während der Corona Epidemie und da es in erster Linie um einen Blowjob geht, ist das gleich doppelt bizarr. Durch den Maskeneinsatz bleibt der "verwerfliche" Blowjob nie greifbar. Interessant gemacht muss ich sagen, ob das so gewollt war, keine Ahnung.
    Der Film ist in mehrere Akte aufgeteilt und zieht in einem der Akte ordentlich über Rumänien und die Geschichte her. Da sich der Film aber stark in die Richtung des Elternabends focusiert, ist er manchmal etwas ermüdend. Wenn die Lehrerin durch Bukarest zieht, dann ist das eher zeitschindend als förderlich.

    Trotzallem ist der Film eine Komödie, was man auch immer wieder merkt, einiges wird drastisch überzogen, manches kommt so altbacken daher und am Ende werden alle mittels eines Riesendildos ge-throated. Das liest sich nicht nur schräg, das ist auch sehr schräg.
    Und das unterscheidet Bad Luck Banging auch von allen oben genannten Vertretern, die alle bierernst daherkommen und nicht mal ein schmunzeln zulassen. Da ist dieser Film schon ertragbarer und versaut einem nicht gleich den ganzen Abend.

    Mega Unterhaltsam, überaus lustig, sehr explizit (allein die ersten 5min sind Porno pur) aber gleichzeitig aufklärend und nur manchmal etwas niederschmetternd.
    Geändert von joe ker (10.11.2025 um 14:33 Uhr)
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  24. #5749
    Mitglied Avatar von El Pistolero
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    Crying Freeman 1995

    Kleines Artefakt aus den 90ern. Basierend auf einen Manga mit dem ich im Gegensatz zur Verfilmung nie richtig was anfangen konnte. Der Film war für mich damals eines der coolsten Actionfilme die ich kannte und gehört auch zu meinen ultimativ Top Lieblingsfilmen. Er vereint einfach alles was man sich unter einen Auftragkillerfilm mit einer geheimen Drachenorganisation im Krieg gegen Yakuza vorstellt. Hinzu kommt eine überromantisierende Liebesgeschichte mit einer wunderschönen Judie Contra. Actionszenen grandios in Zeitlupe choreografiert. Warum waren damals eigentlich Schiessereien so viel cooler. Mark Dacascos in seiner besten Rolle und auch Tcheky Karyo als korrupter Detective einfach super.

    Christophe Gans hat nicht viele Filme gemacht, aber er hat immer geliefert! Ich freue mich sehr auf Return to Silent Hill und den Film den er noch in arbeit hat. Von Necronomicon könnte auch mal eine aufpolierte Neuveröffentlichung kommen.

  25. #5750
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    Ruhe Sanft GmbH (aus der Vincent Price 5 Filme Deluxe Collection)

    Womöglich das Zugpferd der Box, aber ich kannte ihn noch nicht. Viel spektakulärer als das Darsteller-Quartett um Boris Karloff, Peter Lorre, Basil Rathbone und Vincent Price finde ich, dass die Story von Richard Matheson geschrieben wurde, dem wir außer "I am Legend" (aka Der Omega-Mann) noch "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C" und Steven Spielbergs "Duell" verdanken, alle drei außergewöhnlich starke Geschichten. Da kann dieser hier leider nicht im Ansatz mithalten. Durchweg als Komödie inszeniert, aber kaum wirklich lustig und mit mitunter nerviger Musik sehen wir hier vier Darsteller, die irgendwie bereits jenseits ihrer Zeit sind. Peter Lorre ist ja auch kurz nach den Dreharbeiten gestorben. Alles hier wirkt ein wenig abgetakelt, heruntergekommen und man wartet die ganze Zeit darauf, dass sich daraus noch ein Hintersinn hervortut, aber ich konnte da letztlich nichts erkennen. Nach den drei bisher gesehenen Filmen aus der Box, von denen ich zwei ganz großartig finde und einen nach 2x drüber schlafen doch immerhin unterhaltsam in Erinnerung behalte, ist dieser hier dann doch eher eine Enttäuschung. Und das trotz ganz großer Namen. Verrückt irgendwie. Es mag an der Synchro liegen. Hier siezt eine Frau sowohl ihren Mann als auch ihren Vater. Das werde ich irgendwann nochmal prüfen, aber viel Hoffnung habe ich leider nicht.

    EDIT: Auf der Bluray ist eine neunminütige Featurette mit Richard Matheson zu sehen. Die gucke ich mir noch an.
    Geändert von Exphilosoph (12.11.2025 um 20:28 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

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