Die Länge spielt keine Rolle!
Schier unerträgliche Spannung, ein überraschendes Ende und tolle Schauspielerleistungen. Mehr kann man kaum erwarten.![]()
Die Länge spielt keine Rolle!
Schier unerträgliche Spannung, ein überraschendes Ende und tolle Schauspielerleistungen. Mehr kann man kaum erwarten.![]()
Horatio
Dirty Harry 3: The Enforcer (aus der Dirty Harry Bluray Collection]
Ach du je. Dieser schlechteste aller Dirty Harry-, ja sogar aller Clint Eastwood-Filme, ist insgesamt noch gerade so unterhaltsam und hat sogar ein, zwei gute Statements zu bieten, aber in Sachen Gewaltlegitimierung und Frauen ist dieser Film unglaublich schlecht. Umso mehr, als er offenbar selbst glaubt, ganz gut mit seinen Topics abzuschneiden. Aber da ist nichts zu retten. Müssen Schauspieler eigentlich jeden Müll machen, für den sie bezahlt werden? Hier müssen sich Eastwood und Tyne Daly in Grund und Boden schämen. Immerhin hat Eastwood ja dann als nächstes einen eigenen Beitrag zum Thema geleistet und gezeigt wie's geht. Immerhin.
Um manche Sachen ist es sogar schade. Die erste Szene zwischen Big Moustapha (den ich immer für Richard Roundtree gehalten habeund Eastwood hätte verdient, in einem viel besseren Film vorzukommen. Und der Schauplatz Alcatraz hätte auch eigentlich gut funktionieren können, wenn man zu dem Zeitpunkt noch den winzigsten Funken von Hoffnung für den Film gehabt hätte.
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Geändert von Exphilosoph (07.12.2025 um 15:24 Uhr)
Jahrescharts:
Sight And Sound Top 50
https://www.bfi.org.uk/sight-and-sou...est-films-2025
...leicht überraschender Platz 2...
Ich werde langsam alt. Uralt!
Von der Liste mit den Filmen habe ich keinen einzigen gesehen. Die Titel sind mir unbekannt und auch die Fotos lösen keinerlei Wiedererkennung aus (mal abgesehen vom Zombie Film, #38 ).
Wie geht es euch so?
Ich glaub, von denen noch nie was erfahren zu haben. Aber Ich geh ja auch nicht mehr ins Kino, kein Stream, keine Filmzeitschrift. Die Filme können nix dafür.
The Importance of Being Earnest
Das liegt aber weniger an euch, sondern daran, wo die Filmindustrie sich hinentwickelt hat. Im Kino sieht man nur noch US-Zeug. Das Sylt-Syndrom: 20 Wochen lang der neueste Blockbuster, dafür sieht man aber auch da im ganzen Jahr nur 5 Filme. Und alle aus derselben Ecke der Welt kommend. In den üblichen Stream-Kanälen erfährt man ja gar nichts. Wenn die 100 neue Filme im Monat einspeisen, findet man die womöglich unter "Neue Filme", aber doch bestenfalls mit einem Trailer vorgestellt. Und wer von uns würde sich ehrlich gesagt mehr als 2 bis 3 Trailer angucken, wenn Netflix heute diese 50 Filme aus der Liste einpflegen würde? Man lässt uns eigentlich alle Möglichkeiten, damit diese Top 50 Filme fast komplett an uns vorbeigehen.
Hier in meiner Stadt gibt es noch 2 Programmkinos, in denen auch noch Filme abseits des Blockbusters gezeigt werden. Aber das ist ja eher die Ausnahme. Und auch diese beiden Kinos haben natürlich nicht das Potential, eine repräsentative Auswahl zu zeigen. Da weiß ich aber, dass im vergehenden Jahr dort "Franz" lief, der Kafka-Film und "Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien". Beide weit jenseits einer Top 50-Liste.![]()
Ich würde mal behaupten, dass der Film als Kunstform tot ist. Ich wage mir nicht vorzustellen, wieviele der Top 50-Filme aus der Liste Geld eingespielt haben.
Und auch: wer von uns braucht denn die Top 50 Filme, von wem auch immer die aufgelistet werden? Es gibt gar keinen Bedarf für Filme. Filme sind überall. Seit dem Stream ist der Hunger nach Filmen doch völlig zum Erliegen gekommen. Die totale Übersättigung. Und das soll jetzt nicht die 50 Filme schlecht machen. Im Gegenteil. Ich fände es gut, wenn die Filmkunst es schaffen würde, uns diese Filme wieder schmackhaft zu machen. In einem lebendigen Kunstprozess, wo die Kommunikation zwischen Künstlern und Publikum noch funktioniert, sollten 50% der Filme aus solchen Listen jedem geläufig, wenn nicht bekannt sein. Aber solange im Kino nur noch die wandelnden Toten herumlaufen und Hollywood und die Popcornindustrie am Leben halten, wird da wohl nix draus. Viel Spaß bei Dune 3. *winke*1 und 2 haben sich manche Leute 10x(!!!) im Kino angeguckt. Da braucht man nichts mehr zu zu sagen, oder? Nur nochmal zum Mitschreiben: das Kino ist TOT!
Pillions und Oslo Stories Trilogy: Dreams habe ich mal auf meine Liste gesetzt. Bei dem neuen PTA-Film habe ich ehrlich gesagt vor 2 Wochen den Trailer geguckt und dann lieber nochmal Magnolia aus dem Regal geholt. Der liegt jetzt mit Cloud Atlas und Strange Days für die Weihnachtstage bereit.Interessanterweise könnte man diese 3 Filme glatt unter einem zivilisationreflektorischen Oberthema angucken. Erinnert mich an eine ziemlich anstrengende, aber auch bewusstseinserweiternde Filmnacht in meinem Lieblingsprogrammkino in den 80ern mit:
1. Am Anfang war das Feuer
2. Apocalypse Now (damals noch im herkömmlichen Kino Cut)
3. Soylent Green
Das waren Zeiten. Heute oft dämonisiert, aber die intellektuelle linke Anarcho-Szene (die an vorderster Stelle die Programmkinos zumindest in meiner Stadt betrieb), die hat es schon drauf. Für intellektuelle Ansprüche sind die immer noch Hoffnungsträger.
Geändert von Exphilosoph (08.12.2025 um 09:17 Uhr)
Na so ein paar von der Liste hab ich schon vorgemerkt. Platz eins mit OBAA überrascht mich doch etwas, aber den kuck ich schon irgendwann mal. Ansonsten der Bigelow Film, Weapons und auch It was just an Accident hab ich auf dem Schirm. Einen von der Liste hab ich im Kino gesehen, immerhin!
Man kann ja zu solchen Multiplex Kinos stehen wie man will, aber für das Mathäser in München, für mich schon seit Jahrzehnten das Beste Kino, möchte ich mal ein Lanze brechen. Da laufen das Jahr über enorm viele Filme die man so gar nicht kennt, viel türkisches und auch mal extreme Filme (wie zuletzt Sisu II). Schau ich im Vergleich ins Cinemaxx, dann ist da schon ein wesentlich breiteres Programm. Da hat das Cinemaxx leider ziemlich abgebaut, früher hab ich mir da auch mal Monty Python One down, Five to go als Live Übertragung angesehen. Aber leider sind solche Event Abende da kaum mehr, da bin ich froh das es das Mathäser gibt.
Ich schwelg in Erinnerungen, drei kleine Buben schleichen sich abends aus dem Haus, fahren nach München um abends Das Imperium schlägt zurück zu kucken, welcher erst seit 2 Tagen lief. Meine Mam ist später mit mir auch reingegangen und ich musste so tun als ob das alles ganz neu für mich war.![]()
"If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
Städte von Weltruf?
München???
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Ja, da hab ich eben auch laut lachen müssen!
"If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
Nicht? Was spricht denn dagegen, außer dass sie in Bayern liegt?
Hier. DAS sagt Gugel. Ist dann ja auch mal zu was gut:
"Ja, München gilt definitiv als eine Stadt von Weltruf, da sie eine weltoffene Wirtschaftsmetropole und ein globales Zentrum für Kultur, Wissenschaft und Medien ist, bekannt für ihre hohe Lebensqualität, starke Wirtschaft (u.a. IT, Automobilindustrie) und internationale Anziehungskraft, auch wenn sie in einigen Rankings (wie bei der Expat-Freundlichkeit) auch Herausforderungen zeigt."
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Geändert von Exphilosoph (08.12.2025 um 14:37 Uhr)
Ich als rheinische Pappnase aus Überzeugung breche auch eine Lanze für München: Das jeckste Museum überhaupt ist das
Karl Valentin Museum! Dieser begnadete Künstler hat nicht nur grandiose Weisheiten von sich gegeben ( Der Mensch ist gut-
die Leut`sind schlecht) sondern auch den ersten Splatterfilm produziert. Letztes Jahr habe ich die Erstaufführung mit Anwesenheit
des Restaurateurs angeschaut und es gab vorher angeblich noch nix vergleichbares. Besserwissende bitte einen Kommentar hier
oder eine PN.
Und nun zu etwas völlig anderem...
What's New, Pussy Cat (Bluray)
Im Grunde berühmt als Schauspieldebut von Woody Allen, in Wahrheit aber ein total überdrehtes Lustspiel mit Peter O'Toole, einer entzückenden Romy Schneider, einer wunderbaren Ursula Andress (Was habe ich an?" "Eine Mütze."), der ätherischen Capucine, einem wie gewohnt völlig verstörenden Peter Sellers mit einer Perücke, die wirklich verboten gehört, Woody Allen natürlich und noch ganz vielen anderen. Und auch wenn so manche den Film mit dem Staub der Missachtung bewerfen, finde ich ihn fantastisch. Genau wie Casino Royal, dem von 1967. Es gibt zwei Sachen, mit denen man Kopfmenschen das Denken abstellen kann und solche Komödien, wo das Rausfummeln eines Schlüssels und das Aufschließen einer Tür zu einer zum Schießen komischen Angelegenheit werden kann, sind eine davon.![]()
Peter O'Toole: "Meine Lehrerin war 34 und ich war 12."
Peter Sellers: "Und was ist draus geworden?"
POT: "Sie verlor ihren Job und ich fiel in Englisch durch."
Es geht tatsächlich um einen Mann, der umwerfend schön ist und sich zu schade ist, endlich seine Freundin (Romy Schneider!) zu heiraten, und deshalb zum Psychologen geht (Peter Sellers). Mit dieser Prämisse wird eine Abfolge von Ereignissen in Gang gesetzt, die viele nicht zum Aushalten finden, während ich mich wegschmeiß. Nicht nur, aber auch vor Lachen, mehr noch vor Begeisterung. Eine Abfolge von Ereignissen, durch die eine große Menge ganz toller Haupt-und Nebendarsteller schließlich auf engsten Raum versammelt zeigen, was Chaostheorie wirklich bedeutet.
Ähnlich wie in Casino Royal gibt es auch hier so manche Cameos:
POT: "Oh, Richard Burton. Hallo, Grüßen Sie mir Ihre... uhm..."
Richard Burton: "Mach ich."
Ich finde diese Szene, in der übrigens O'Toole für einige Sekunden er selbst war(!), unglaublich komisch, obwohl letztlich nur vermutet werden kann, dass POT eben nicht ganz sicher war, ob Burton aktuell mit der Taylor verheiratet war oder eben nicht. Daher das uhm.
Einen noch:
Während Romy Schneider gerade einen Zylinder auf hat und in Woody Allens Bett toll aussieht (wo der Film mal wieder ein Style-Film ist), erzählt Paula Prentiss (als Liz Bien - a Lesbian?) POT, dass sie womöglich für immer Halbjungfrau bleiben muss.
POT: "Halbjungfrau?"
PP: "Hier (in Frankreich!) bin ich Jungfrau. In Amerika bin ich's nicht."
Ich liebe diesen Film.
Sellers: "Schiller?"
POT (mit theatralischer Ernsthaftigkeit): "Shakespeare."
Und wie sie sich im weiteren Verlauf der Szene befingern und ihre Gesichter aneinander reiben, ist eigentlich oscarwürdig.
Schmeisst mich um: "Eine Dosis Überpillen!"
Und ganz allein für mich endet der Film mit dem Cameo einer der schönsten Menschen die es je gegeben hat, Francoise Hardy. Dagegen bin ich sowieso machtlos.
What's Up Tiger Lily (DVD)
Diesem Regiedebut von Woody Allen stehe ich hingegen maximal verständnislos gegenüber. Ein japanischer Krimi wird mit Komödientexten, geschrieben von Woody Allen, und neuer Musik unter- und überlegt, aber das Konzept zieht nicht. Es ist einfach nicht lustig. Eine lustige Stelle gibt's gleich am Anfang, aber das war eine Eigenleistung der deutschen Synchronisation.
Woody Allen erklärt, wie der Film gemacht ist. Der Interviewer sagt: "Das hat es also noch nie gegeben?"
Woody Allen antwortet: "In Deutschland macht man das die ganze Zeit."
Da die Synchro sich sehr nach Rainer Brandt anhört, ist dieser Gag tatsächlich ziemlich gut, aber vielleicht auch eher traurig und selbstentlarvend als lustig?
Aber sonst... Ich finde, dass der Film totaler Müll ist.
Was kommt als nächstes? 4 Top Acts:
1. Casino Royal
2. Woody, der Unglücksrabe (eigtl.: "Take The Money And Run)
3. Bananas
4. Mach's noch einmal, Sam
Da wird es kaum Grund zur Beanstandung geben.![]()
Geändert von Exphilosoph (08.12.2025 um 21:47 Uhr)
"If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields
Der SF-Film Total Recall im 20 Minuten längerem Extendet Directors Cut wurde kürzlich im Forum lobend erwähnt. Okay, dachte ich mir, da kann man bei so einem tollen Film nichts falsch machen und habe mir diese erweiterte Version zugelegt und angeschaut.
Sexy, wie immer sind die beiden weiblichen Schauspielerinnen Jessica Beal (als Freundin) und Kate Beckinsdale (als Ehefrau) des Helden der Menscheit Colin Farrell (als Douglas Quaid) in einer seiner besten Rollen.
Der Film beschreibt, wie bereits beim älteren Schinken (damals noch mit Arnold Schwarzenegger), die Geschichte eines durchschnittlichen Arbeiters, der auf die Idee kommt mittels „Gedächtniseinpflanzung“ nette Erinnerungen zu gewinnen, welche ebenso real erscheinen, wie echte Erinnerungen. Dies geht jedoch schief und wird zur absoluten Katastrophe. Die Welt, wie sie bekannt ist, ist in Gefahr! Und nur ein Mensch kann sie retten.
Ist der Bauarbeiter nun plötzlich übergeschnappt oder hat es doch ein Fünkchen Wahrheit an der Theorie, dass die aktuelle Regierung lügt um eigenen Interessen nachzugehen?
Auch wenn hier nichts mit dem Mars zu tun hat so ist der Film dennoch extrem spannend und kann wirklich gut knappe zwei Stunden lang unterhalten.
Ach ja, der Bonus mit der jungen Frau (die mit den drei Tittten) kommt übrigens auch in diesem Film vor. Manches hat man schon noch netterweise aus dem Originalfilm übernommen.
Ich vergebe gerne 10 von 10 Rekall-Träume
Weitere Bilder und Info zur Bluray-Disk:
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Geändert von Örtliche Bücherei (10.12.2025 um 02:21 Uhr) Grund: Unmögliche Satzstellung optimiert
Tja, vielleicht muss ich mir den ja doch mal angucken.
Indessen:
Casino Royal (Bluray, Film von 1967, von und mit allen)
Seinen schlechten Ruf hat der Film durch die Berichterstattungen über katastrophale Dreharbeiten und Drehbuchbearbeitungen. Aber ich finde, dass der Film, der aus derselben Schmiede kommt wie "Was gibt's Neues, Pussy?", wo es auch weniger um den Gesamtzusammenhang ging, sondern wo jede einzelne Szene wert war, für sich genossen zu werden, doch überragend gut gelungen ist. Die einzelnen Szenen sind von umwerfend absurder Komik. Ausstattungstechnisch gibt es nichts zu bemängeln, die Schauspieler sind alle erste Reihe ihrer Zeit. Zudem macht es Spaß, wenn man den Roman gelesen hat, die doch erstaunlich vielen Sachen zu finden, in denen er umgesetzt wurde, obwohl der Film sich nicht im Geringsten bemüht, die Verfilmung eines Romans zu sein. Der Film ist ein anarchistisches Meisterwerk, Wertschätzung der Vorlage und völlige Respektlosigkeit zugleich. Und es nimmt eine Eigenart der James Bond-Filme vorweg, obwohl zu jener Zeit Sean Connery noch der einzige Bond war: jeder kann James Bond sein. Und jede.
EDIT: Es gibt auch einen Nachschlag zur Begegnung Peter O'Toole/Richard Burton in "Pussy". Wer findet ihn?
Ich finde den Film sensationell gut. Ich sitze da und staune über zwei Stunden lang, dass man so etwas ungebunden Genialisches damals noch machen konnte. Da mag sich John Huston ärgern oder Nicholas Roeg, aber ich nicht. "Casino Royal" ist der Film, der "Der Rosarote Panther" gerne gewesen wäre, aber nicht mal im Ansatz geworden ist.
Take The Money And Run aka Woody, der Unglücksrabe (DVD)
Dürfte für viele hier die erste Begegnung mit Woody Allen gewesen sein, denn der Film lief durchaus öfter im TV in den 70ern und zementierte in meinem Kopf das Bild von Woody Allen als Komiker, obwohl der Mann eigentlich ein zutiefst und wahrscheinlich manisch depressiver Charakter ist. Einerseits ein Film zum Brüllen lustig, aber andererseits, selbst wenn man ihn nur alle 10, 20 Jahre mal guckt, hat man ihn doch so gut in Erinnerung, dass er im Grunde keine nennenswerten Überraschungen mehr bietet. Obwohl der Film nur 81 Minuten lang ist, habe ich mich zwischendurch ordentlich gelangweilt, zumal er sein Muster eher wiederholt als abwandelt. Die Szene am Ende, wo die Flüchtlinge aneinandergekettet durch die Gegend laufen hat sich allerdings tief in meiner Erinnerung eingepflanzt. An die denke ich immer, wenn ich an den Film denke. Aber das reisst im Grunde nichts mehr raus. Der Film ist irgendwie durch. Die Waltons für Komiker.
Geändert von Exphilosoph (10.12.2025 um 14:07 Uhr)
Hellraiser III: Hell On Earth (White Edition Mediabook)
Einer der Filme, wo die Extended-Fassung nur aus zusätzlichen Schnipseln besteht, zugegeben. Aber was für ein Film. Wenn der Pinhead am Altar in der Kirche steht, sich zwei Nägel aus dem Kopf zieht, sie sich jesusmäßig in die eigenen Hände sticht, die Arme ausbreitet und sagt: "Ich bin der Weg.", dann ist DAS die Szene, für die Horrorfilme ursprünglich entstanden sind. Der absolute Alptraum an Respektlosigkeit gegenüber der menschlichen Kultur in all seiner Scheinheiligkeit. Und wenn er zu einer verängstigten Frau sagt: "Eine Frau, die leidet, hat vor der Hölle nichts zu befürchten." dann übersteigt er den gewohnten Niveau-Standard des Genres Horrorfilm um einiges.
Bei aller Skepsis einem dritten Teil eines potentiell durchaus immer zum Trash neigenden Genre gegenüber, so lohnt sich doch hier jede Minute. Ein echtes, tolles und anspruchsvolles und - wie seit Teil 1 schon - ernsthaft philosophisches Spektakel. Und für mich aufregend ist Terry Farrell in der Hauptrolle. Wir kennen sie alle als Jadzia Dax in Deep Space Nine, frech zwar, durchaus auch mit Hang zu Obszönitäten, aber dennoch immer eine der gutmeinendsten Personen, der man im Fernsehen begegnen kann. (Mit der ich und mein Sohn mal zusammen Mittag gegessen haben. Und Michael Dorn.) Dass die in einem kuscheligen, semi-engen Pullover, in die Hose gesteckt, den Kampf gegen den Pinhead aufnimmt, ist ein Geschenk, dass man nicht häufig bekommt. Da bin ich persönlich und emotional mit dabei.
Teil 3 ist keine Wiederholung, sondern echte Fortsetzung. Alle 3 Teile (und Teil 4 auch!) definieren das Hellraiser-World-Building wesentlich mit. Und setzen Maßstäbe, die bis heute kein anderer Horrorfilm erreichen konnte. Hellraiser ist wunderbar. Schrecklich, furchterregend und köstlich. Aber Vorsicht! Wer es noch nicht kennt, möge gewarnt sein. Das ist kein Spaß und auch kein Picknick.
Hellraiser IV: Bloodline ('84 Entertainment Mediabook) enthält die Uncut-Kinofassung von 81,5 Minuten und den 78-Minuten langen 2012er Workprint, aber ich schaffe es nicht, mir den mal anzugucken. Schnellvorlauf war okay, aber nicht erhellend
Man hat die ganze Zeit das Gefühl, einen ziemlich guten Film zu gucken, aber es ist keiner. Die Zeilen, die Pinhead sprechen muss, sind unglaublich nichtssagend. Vor allem aber erklärt der Film nicht mal sich selber ausreichend, geschweige denn, dass er die Filme 1 bis 3 nennenswert erweitert. Es ist ein Drama. Als der Film auf VHS kam, gab es vorab eine VHS-Pressekassette. Als mir, damals Videothekar neben Studium, klar wurde, was für einen Schatz ich da in der Hand gehalten hatte (über 100 Minuten statt 81! Meine ich mich zu erinnern.), ließ der Sohn der Chefin mich da nicht mehr dran. Grinsend. Ich meine mich zu erinnern, dass der Film dieselbe Storystruktur hatte. Also nicht Workprint oder so. Aber länger. Und er gefiel mir damals gut. Zum Beispiel: die beiden Zwillinge, deren Köpfe verdreht zusammengeschwurbelt wurden, die kommen in der jetzigen Fassung ja nur noch 1 Mal ins Bild. In der Presseversion hatten die richtig Handlung. Auch dieser hautlose Hund, der irgendwie im ganzen Film keinen Sinn macht, kam da öfter. Die Weltraumepisode hatte mehr Screentime. Ist aber alles nur Erinnerung. Man kommt an diese Fassung ja nicht dran. Aber die ist bestimmt besser als das, was ich da gerade wieder gesehen habe.
Was man bekommt: einen Einblick in einen visuell sehr gelungenen Film, der zu beginnender Neuzeit, in der Gegenwart und in der Zukunft auf einer Raumstation spielt. Es wird Herkunft und Erschaffung des Würfels angedeutet und die Familie des Würfelerschaffers kommt in allen 3 Zeitebenen maßgeblich vor. Das sieht alles super aus, aber es ist SO kurz, dass man einfach keine Chance hat, einem echten Handlungsstrang zu folgen. Der Film ist zerstört worden. Aber trotzfdem wert, dass man ihn anguckt. Man bekommt schon einen Einblick in das, was man gesehen und verstanden haben soll.Klingt komisch und ist es auch. Es macht Sinn sich das anzugucken, aber was man sieht, ergibt keinen Sinn. Ich glaube, so ist das richtig erfasst. Mega-Vollschade, weil alles wirklich sehr gut aussieht.
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Geändert von Exphilosoph (10.12.2025 um 23:34 Uhr)
Der Horror Film Resident Evil - Welcome to Racoon City ist die jüngste Ausgabe dieser Serie. Gleichzeitig zeigt sie das Geschehen in Zeiten als die Umbrella Corporation sich aus der Stadt Racoon City zurückzog und ihre Gebäude, Laboratorien, Schulen und das Waisenhaus zurückliess. Mit dem Ort ging es daraufhin bergab. Wer nicht wegzog verarmte, da weder gut bezahlte Arbeit, noch Zukunftsaussichten verblieben.
Technisch gibt es nichts zu beanstanden. Der Film ist routiniert gemacht. Professionell auf Scheibe gepresst. Da gibt es gar nichts zu motzen.
Den Film habe ich gefühlt seit Jahren rumliegen. Mehrmals versucht zu schauen, was nie geklappt hat, da die Längen der Handlung öfters zur Langweile drängen. Mehrere male begonnen mit dem bis zum Ende zu schauen, was jedoch nie klappte.
Nun habe ich mir extra die Zeit genommen und den Vorsatz gefasst, bis zum Ende den Film mitzuerleben. Und jaaaa, ich habe es geschafft!!!
Letztlich muss ich zugeben, dass dieser Resident Evil Film gar nicht mal sooo schlecht ist. Ja, er hat einen zähen Anfang und ja, manche Szenen sind definitiv zu lang und zu nichtsaussagend. Stört den Handlungsfluss.
Fazit: Ein durchschnittlicher Horrorfilm, den man getrost nicht zwingend braucht. Nett anzuschauen.
Tipp: Unbedingt den Abspann abwarten. Da gibt es noch die Auflösung, was das Verschwinden einer der Hauptpersonen betrifft. Hätte aus meiner Sicht ruhig ausführlicher sein dürfen.
Lord of Illusion (Mediabook)
Nach Cabal und Hellraiser kann man sich ausrechnen, was einem hier bevorsteht, aber obwohl das wohl der Clive Barker-Film (Regie und Buch!) mit dem besten Feedback im etablierten Raum ist, kann man auch nicht umhin festzustellen, dass man die ganze Zeit denkt, man hätte alles schonmal gesehen. Von Argento/Soavi (The Sect) über Agatha Christie und Columbo bis zu Magnum kann man hier frei nach Laune assoziieren und vergleichen. Aber langweilen wird man sich nicht. Vom Horror-Level her fällt "Lord of Illusion" gegenüber dem völlig überdreht-durchgeknallten Cabal deutlich ab und gegenüber Hellraiser natürlich auch. Dafür bekommt man mit Famke Janssen und Scott Bakula und einigen anderen bekannten Gesichtern deutlich Mainstream-Stardom und eine gefällige Krimihandlung mit dann doch heftigen Gewalteinlagen, die man dank besagter gefälliger Grundstimmung leichter mitnehmen kann. Clive Barker Light, aber das ist natürlich trotzdem immer noch oberste Liga.
Andy Warhol's Dracula (Mediabook, Klassiker mit Udo Kier, 103 Minuten)
Beide Filme, Frankenstein und Dracula, wurden direkt hintereinander mit exakt demselben Team vor und hinter der Kamera gedreht. Beide Male wurde die klassische Geschichte mit einem schlüpfrigen Plot 70er-Jahre-tauglich gemacht, aber während Frankenstein voll auf 3D-Splatter setzte, ist Dracula ein wahrhaft poetisches Filmchen geworden, das vergleichsweise anspruchsvoll daher kommt. Die Idee, dass Dracula Jungfrauenblut braucht, was es aber in modernen Zeiten auch in Italien nicht mehr so einfach gibt, dank eines Wandels hin zur sexuellen Freizügigkeit, wird parallel zu einem beginnenden Ideologiekonflikt zwischen Adel und Arbeiterschaft erzählt. Zusätzlich amüsant ist es, dass eben in beiden Filmen sehr markante Schauspieler sehr markante Charaktere spielen, deren Rollen sich irgendwie komplementär zueinander verhalten. Beide Filme zusammen sind also mehr als die addierten Inhalte beider, wenn ich das mal so geschwollen ausdrücken darf.Das sind zwei Filme ganz nach meinem Geschmack, zwei Filme mit denen ursprünglich mein Drang entstanden war, mir bevorzugt Filme anzugucken, die man eben nicht so einfach im Fernsehen zu sehen bekommt. El Topo und Eraserhead habe ich zu jener Zeit gleichfalls für mich entdeckt. Dass ich diese zwei für mich so wichtigen Filme erst jetzt in meine Sammlung einsortiert habe, zeigt, dass mein Leben kurven- und ereignisreich genug war, dass ich mir zwar nichts schuldig geblieben bin
, doch auch noch Platz gelassen habe, um des Genusses nicht müde zu werden.
Igor, fahr den Wagen vor. Wir werden heute noch ausgehen.
Django - Nur der Colt war sein Freund (Western All' Arabiata Nummer 6)
Zum Schluss nochmal ein Django ohne Franco Nero, aber mit einem Typen, der von Rainer Brandt gesprochen wird. Ich finde, ich kann mit meiner Wahl zufrieden sein und jetzt ist auch wieder gut. Diese 5 Western der letzten Wochen werde ich mir an einsamen Winterabenden gerne noch mal reinzieh'n, keiner davon kann den großen Western wirklich Konkurrenz machen (obwohl ich "Texas, Addio" weiterhin ziemlich gut finde!), aber so ein dahingehuschter Western lässt sich locker nochmal aus der Hüfte schießen. Storymäßig charakterisiert dieser Django-Film gleich das ganze Genre. Django findet seinen toten Vater, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist, macht kurzen Prozess mit dem Kopfgeldjäger, reitet mit der Leiche in die Stadt, wo sein Vater gelebt hat und kassiert dort das Kopfgeld, bevor er da dann für Ordnung sorgt. Der Plot ist einerseits ungewöhnlich und bewirkt spontan einen Oha-Effekt, aber emotional passt da in der Folge gar nichts zusammen. Dieser Film kennt keine Gefühle, keine Freundschaft oder Familie und nicht mal einen Funken Leidenschaft. Ein Italo-Western hat cool zu sein und nur cool. Wegen mir ist das okay. Das ewige "Ich bin dein Vater, Luke/Django/wtf" aus Amiland kann ja längst keiner mehr hören.
Nicht falsch verstehen: das ist ein guter Film mit überraschenden Wendungen und wechselhaften Schlüsselmomenten. Aber wenn man ihn nicht im Regal hat, sondern einen beliebigen anderen, wird der sicher denselben Zweck erfüllen. Aber den erfüllt dieser hier allemal auch.
Wie immer vorbildliche Box von Plaion mit der italienischen Schnittfassung und der 10 Minuten kürzeren deutschen Schnittfassung als Bonus mit dabei. Vorsicht: bei Plaion gibt's die schöne Box noch zum normalen Preis (29,90) als exklusive Plaion-Shop Edition. Bei Amazon nimmt einer 169 Euronen dafür! Da wird der Colt zum besten Freund und sagt Peng Peng.![]()
Geändert von Exphilosoph (11.12.2025 um 21:45 Uhr)
Hellraiser - Inferno (Bluray)
Hiermit beginnt die "Hellraiser"-Filmreihe als Anthologie-Serie, so wie man es viel früher auch mit Halloween vorhatte (ab Teil 3). Ohne den Pinhead wäre das Projekt auch dieses Mal gescheitert, aber dank eines pfiffigen Drehbuchs und der Mitwirkung des Pinheads wurde dieser Teil bis heute ein wertgeschätzter Erfolg. Man kann im Grunde alles bisherige über Bord schmeißen und sich ganz neu in dieses Universum einfügen. Man wird sich recht mühelos zurechtfinden. Die mysteriöse Geschichte ist deutlich weniger drastisch, aber nicht ganz ohne harte Gewalt. Atmosphärisch ist dieser Neustart hervorragend gelungen und Craig Sheffer spielt zwar mal wieder keinen Sympathen, aber einen sehr überzeugenden Polizei-Mann im Banne okkulter Begebenheiten. Düster und ausweglos lässt uns der Film für eine ganze Weile in dem Glauben, ein Krimi zu sein.
Dass dieser Teil der letzte gute Hellraiser-Film ist, das allerdings stelle ich in Frage. Für sich betrachtet, ohne in Konkurrenz mit den ersten 4 Filmen tretend, finde ich die Anthologie-Filme 5 bis 10 alle ganz passabel und den 7., der völlig verrissen wird, finde ich sogar hervorragend. Dieser fünfte Teil leidet bei allen guten Sachen, die man sagen kann, darunter, dass Sheffer als Mann klischeehaft, abgedroschen und voller standardisierter Vorurteile ist. Was am Ende dann nur für ein Finale taugt, dass man in Serien wie Twilight Zone und Co. schon ganz oft gesehen hat. So gesehen mag der Film unter den Teilen 5 bis 10 sogar eher einer der schlechteren Teile sein. Aber sowas ist ja immer Geschmackssache. Wenn man sich Reviews im Netz durchliest, kommt "Inferno" noch mit am Besten weg.
Hellraiser - Hellseeker DVD (Vermietversion, sowas gab es damals noch.)
Yummy. DER hat mir ja diesmal gut gefallen. Wow. Dass der Mann aussieht wie Michael Schumacher ist ja sowas von unheimlich. Fast bekam ich ein schlechtes Gewissen deswegen. Überhaupt ist der Film von einer durchweg richtig schmutzigen, perversen Lust erfüllt. Ich bin begeistert. Und doch so nah dran an Teil 1 und 2, dass deutlich andere Assoziationsketten geknüpft werden als im deutlich langweiligeren "Inferno". Hier werden außerdem womöglich Wurzeln gelegt für die von Clive Barker geschriebenen Comics bei Boom!. Da bin ich mir nicht sicher. Die muss ich nochmal lesen. Dennoch. Dieser Teil ist echt verdammt geil.
Hellraiser - Deader (DVD)
Was für ein grandioser Film. Wie der so verrissen werden konnte, ist mir ein echtes Rätsel. Ein solches Abfeiern von Punk und Subkultur finde ich total aufregend. Zugleich ist diese düstere osteuropäische, vom Duft der Snuff-Videos erfüllte Atmosphäre so furchteinflößend wie sonst gar nichts. Dieser U-Bahn-Wagon mit den ganzen Punks drin.... total irre. Alles, womit man dem Wohnzimmerpublikum Angst machen kann, verkörpert dieser Film. Ich liebe das. Zusammen mit dem Vorgänger sind diese beiden Hellraiser-Teile 6 und 7 die Seele dieser Anthologie-Filmreihe. Und nicht nur der. Ich finde "Deader" nicht nur als Teil einer Horrorfilmreihe interessant, sondern überhaupt als Film super. Das ist das Gegenprogramm zu "Subway". Im 21. Jahrhundert hat es sich ausharmoniert. Wer im 21. Jahrhundert noch in Urlaub fährt, wacht in fremdem Blut auf. "Was für ein beschissener Traum ist das denn?" (Reporterin Amy Klein in "Deader") Ein arg unterschätzter Film. Passt möglicherweise gut zu "Suspiria" (2018), ist nur etwas trashiger. "Suspiria" muss ich auch nochmal gucken.
Hellraiser - Hellworld (DVD)
In diesem Film finden sich der junge Henri Cavill und der alte Lance Henrikson und zum letzten Mal Doug Bradley als Pinhead. Und man sollte nicht den Fehler machen, den Film zu unterschätzen. Auf den ersten Blick, nach zwei scharf kritisierten Filmen, ist "Hellworld" eine Rückkehr zum Mainstream. Aber die Bildästhetik entlarvt ihn schnell als dritten Teil der Trilogie von Rick Bota und wenn man sich auf den Film einlässt und ihn nicht voreilig mit "Halloween: Resurrection" in einen Topf schmeißt (was andererseits nahe liegt, wenn man mal nur die Kernhandlung betrachtet), dann gibt es in "Hellworld" einige schöne Dinge zu entdecken, zum Beispiel auch musikalisch. In meinem Kopf ist er als schlechtester Hellraiser-Film abgespeichert, aber nach meinem heutigen Marathon lege ich mich jetzt doch endgültig darauf fest, dass "Inferno" der überschätzteste und schlechteste Teil der Reihe ist. Während Hellworld der vielleicht anspruchsloseste sein mag, aber trotzdem ganz schön unterhaltsam ist. Und künstlerisch dennoch durch Rick Bota erneut zu glänzen vermag.
Fazit: Ich bin ziemlich zufrieden mit der heutigen Werkschau. Die Rick Bota-Teile finde ich seit heute nochmal erklärtermaßen und bestärkt besser, als ich sie sowieso immer fand und die ganze Reihe hat sich über die fast 40 Jahre hinweg ziemlich gut gehalten. Auch hier: Hellseeker, Deader und Hellworld scheinen mir heute sogar besser zu sein als früher. Eine echt überzeugende Filmreihe, die beste Horrorfilmreihe, die es gibt. Jetzt bin ich nochmal auf die "Offenbarung" gespannt. Ich weiß, dass ich dieses kammerspielartige Drama damals auch nicht SO schlecht fand, wie es abgefrühstückt wurde. Und dann habe ich noch zwei neue Teile hier liegen: "Judgment" und "Das Schloss zur Hölle", mit 121 Minuten der längste Teil der Reihe. Morgen schaffe ich das nicht, weil ich da mit meiner Schwester und ihren 4 Kindern und mit meinem Sohn Weihnachten feiere. Aber am Montag habe ich noch einen Tag frei."What's your pleasure?"
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Geändert von Exphilosoph (13.12.2025 um 22:25 Uhr)
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