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Thema: Haruki Murakami (Naokos Lächeln, Gefährliche Geliebte)

  1. #76
    Mitglied Avatar von frnck1960
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    Zitat Zitat von Zardoz Beitrag anzeigen
    Alles, was als Taschenbuch von Murakami auf deutsch erschienen ist, habe ich bei mir stehen und gelesen.
    wow!
    Die Romane von Murakami lassen sich ja grob in zwei Kategorien unterteilen, in Realistisch und Fantastisch. Mit den Realistischen habe ich aber so meine
    Probleme. Da fehlt der Mystery-/Weird Fiction-Unfug, der mir so gefällt.
    Durch die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki musste ich mich regelrecht durchkämpfen, und das obwohl der nur so um die 300 Seiten hat. Und bei dem
    einfallslosen Ende hab ich den Kopf gegen die Tischkante geschlagen.
    Naokos Lächeln steht bei mir schon eine Weile rum, aber bis jetzt habe ich noch keine Muße gefunden.
    Mister Aufziehvogel fand ich am Anfang noch gut; das Mädchen das die Glatzen zählt oder der Veteran, der von seiner Zeit in der Mongolei erzählt... aber
    spätestens bei der Geschichte von der Frau, die zuerst Schmerzpatientin war, dann plötzlich gar nichts mehr gespürt hat und schließlich Prostituierte wurde,
    war mir das zu blöd und hab abgebrochen.
    Wie schon in einem vorherigen Post geschrieben sind Harboiled Wonderland/Kafka am Strand/1Q84 meine Favoriten. Und auch der neue Roman gefällt mir jetzt
    nach 100 Seiten schon ziemlich gut.
    Frühwerke wie Murakamis Wilde Schafsjagd haben schon die Versatzstücke, die seine Werke so gut machen, sind jedoch noch nicht so ausgereift.

  2. #77
    Mitglied Avatar von frnck1960
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    Was ich jetzt entdeckt habe, es gibt ja auch Manga vom Autor:



    Die sehen doch ganz interessant aus. Der Frosch könnte Potenzial haben.

  3. #78
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    Zitat Zitat von frnck1960 Beitrag anzeigen
    in welche Richtung?

    ich hab mir vor kurzem die Japan-Edition bei merkheft.de geholt .. da waren u.a.
    (...)
    - Das Haus Nire
    Danke für die Tipps!
    (bestimmte Richtung wüsste ich eh nicht bzw. wollte ich es nicht explizit einschränken)

    Um den Ball wieder zurückzuspielen: Das Haus Nire wird mit Buddenbrooks in Beziehung gesetzt, wohl zumindest aus Marketinggründen. (edit: siehe Antworten)


    Zitat Zitat von Zardoz Beitrag anzeigen
    Alles, was als Taschenbuch von Murakami auf deutsch erschienen ist, habe ich bei mir stehen und gelesen. Teilweise habe ich auch die Hörbücher. Gefährliche Geliebte ist von Ursula Graefe neu übersetzt worden und zwar direkt aus dem Japanischen und heißt jetzt „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“.

    Den neuen Roman werde ich mir auf jeden Fall holen, aber erst wenn er als Taschenbuch herauskommt (vielleicht auch als Hörbuch). Hardcover sind mir beim Lesen zu unhandlich.
    Mit diesem Gesamtüberblick, was sind deine Murakami Favoriten?

    Zum Thema Buchformat habe ich auch noch einen OT-Einwurf: ich finde ja das "Kleintaschenbuchformat" genial. Von den Maßen ca. 9x15 cm, halb so breit wie ein Taschenbuch hoch und etwas höher als ein TB breit. Zumindest von Fischer (firmiert unter "TaschenBibliothek") und btb habe ich solche Bücher zuhause.
    Geändert von Chcgtcgh (17.01.2024 um 18:48 Uhr)

  4. #79
    Mitglied Avatar von frnck1960
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    Zitat Zitat von Ccghtcgh Beitrag anzeigen
    Danke für die Tipps!
    (bestimmte Richtung wüsste ich eh nicht bzw. wollte ich es nicht explizit einschränken)

    Um den Ball wieder zurückzuspielen: Das Haus Nire wird mit Buddenbrooks in Beziehung gesetzt, wohl zumindest aus Marketinggründen.
    Das ist nicht nur Marketing. Der Autor war ja ne Zeit lang in Deutschland und hat Die Buddenbrooks auch gelesen. Gemeinsamkeiten sind u.a.:

    - autobiographische Familiengeschichte über mehrere Generationen

    - detaillierte Beschreibung des Zeitgeschehens (Mitte 19Jh. bis Ende 2. WK)

    - einzelne Charaktere haben ähnliche Persönlichkeiten (z.B. Momoko = Tony)

  5. #80
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    Stimmt! Da steckt schon was dahinter:

    Zitat Zitat von wikipedia.de über den Autor
    Kita Morio entschließt sich, die eigene Familiengeschichte nach dem Vorbild der Buddenbrooks als Roman zu verarbeiten. Morio analysiert dazu teilweise gemeinsam mit Tsuji Kunio die Struktur und den Aufbau der Buddenbrooks.
    (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Morio_Kita)

  6. #81
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    Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

    Wegen dem Sauwetter hab ich den Roman jetzt in (für meine Verhältnisse) Rekordzeit durch.

    Um was geht es? Ein namenloser Erzähler lernt im Alter von 17 Jahren die Liebe seines Lebens kennen.
    Und sie lebten glücklich ... jetzt könnte die Geschichte zu Ende sein. Nur spielt die Dame seines Herzens leider
    nicht mit und verschwindet spurlos. Der 17-jährige lebt sein Leben weiter, wird Verlagsleiter und ist mittelmäßig
    erfolgreich. Nur das Mädchen von einst geht ihm nicht aus dem Kopf. Parallel gibt es in bester "weird fiction"-Manier
    eine Stadt, die titelgebende ummauerte Stadt, in der man nur Einlass bekommt wenn man seinen Schatten ablegt und
    sich die Augen anritzen lässt. Dort gibt es eine Bibliothek, in der jedoch keine Bücher, sondern Träume gelesen werden (Sandman lässt grüßen).
    Es gibt dort einen Torwächter, der gut aufpasst, dass niemand dort unbefugt hineingelangt und auch niemand mehr raus kommt, Einhörner
    und Zeit spielt dort keine Rolle. .... das reicht mal zum Inhalt. Nur noch soviel: Der namenlose Erzähler lässt sein Leben in der Großstadt und
    seinen Beruf als Verlagsleiter hinter sich und zieht aufs Land, wo er nun als Leiter einer Bibliothek arbeitet. Hier begegnen ihm herrlich schräge Figuren.
    Sein Vorgänger, der Röcke trägt und eine düstere Vergangenheit mit sich rumschleppt. Oder ein autistischer Junge mit Yellow-Submarine-Pullover, der jeden Tag viele Stunden in der
    Bibliothek mit Lesen verbringt und nahezu unfähig ist, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Oder eine 35-jährige Dame, die im Ort ein Bistro führt, und stark an die aus Mister Aufziehvogel erinnert.
    Übersinnliche Elemente wie Geister oder traumhafte Welten werden hierbei gekonnt in eine glaubwürdige realistische Umgebung eingebunden
    Bis dahin ist es eine guter bis sehr guter Roman

    Das Ende, die letzten 50 Seiten, ist mir dann zu kryptisch. Es lässt einen ratlos zurück. Was ist die Beudeutung. Der Wandel zwischen zwei Welten? Tod und Wiedergeburt?

    Auch liest sich der ganze Roman wie eine aufkommende Midlife Crisis, wie das Bedauern von verpassten Chancen.

    PS ich wurde an einem Mittwoch geboren (wer den Roman liest weiss Bescheid)
    Geändert von frnck1960 (20.01.2024 um 10:15 Uhr)

  7. #82
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