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Thema: Real oder fiktiv?

  1. #26
    Mitglied Avatar von phönix
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    Also mein lieber Tilberg, dazu kann ich leider auch nur schreiben: Ich bin überaus beeindruckt!
    So viel Zeit, wie du da reingesteckt hast, ist diese Äußerung natürlich vielleicht etwas lapidar. Aber Geschichte hatte ich seiner Zeit irgendwie "nach dem Mammutzahn begraben" und weiß daher nichts Fachliches anzumerken, zu kritisieren oder gar zu ergänzen. Und Namenskunde hatte ich in der Schule auch nicht.
    Also Respekt und Dank für solch einen Artikel.

  2. #27
    Mitglied Avatar von Nafi Dhu Asrar
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    Abdul Ibrahim Ben Feisal Ibn Kassim Abu Simbel von Basra
    Der Name ist wohl fiktiv. Abdul ist ein Bestandteil von theophoren Namen, wie Abdu'l-llah ("Diener Gottes") oder Abdu'l-Hakim ("Diener des Allweisen"). Mit Ibrahim gekoppelt - Diener von Abraham - gibt es das gar nicht, jedenfalls nicht bis das Mosaikkollektiv hier bahnbrechende Innovationen leistete. Die Namen Ben Feisal und Ibn Kassim sind insofern interessant, als damit zwei Machthaber Iraks in der jüngeren Geschichte assoziiert werden, nämlich König Faisal und General Qasim. Abu Simbel verweist auf Ägypten und die spektakuläre Translozierung der Statuen durch Gamal Abd al-Nasir, um den großen Staudamm bauen zu können.

  3. #28
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Das mit Abu Simbel ist bestimmt die richtige Spur. Die Umsetzung des Tempels dort lief von 63 bis 68 und war damals in aller Munde. Bei Qasim hast du garantiert auch recht. Nur bei Feisal denke ich eher an den Enkel von Feisal I., also Feisal II. Der wurde 58 von Qasim & Co. gestürzt.
    "Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!"
    Bhur am 12.9.2016

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    Nietzsche am 3.1.1889

  4. #29
    Mitglied Avatar von Remory
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  5. #30
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Die teuflische Begegnung des Willibald von Kuckucksberg hat eine - beabsichtigte? zufällige? unbewusste? - Parallele zur Legende vom Tod des schottischen Raubritters Alexander Stewart, des berüchtigten "Wolfs von Badenoch". Dieser soll eines Abends im Jahre 1394 (oder 1405) in seiner Burg Ruthven Castle von einem hochgewachsenen, schwarzgekleideten Mann besucht worden sein, der sich als der Teufel zu erkennen gab und den Wolf zu einer Partie Schach um Leben und Tod aufforderte. Der Wolf spielte furchtlos - und verlor. Kaum rief der Teufel "Schachmatt!", erhob sich ein grausiger Sturm um die Burg und alle Spießgesellen des Wolfs im Burghof stürzten, verkohlt wie vom Blitz getroffen, zu Boden. Als sich der Sturm am nächsten Morgen legte, fand man den Wolf von Badenoch ebenfalls tot in seinen Gemächern, äußerlich unversehrt, jedoch fehlten alle Nägel aus seinen Schuhsohlen.
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  6. #31
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Das mit den Nägeln ist fies.
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  7. #32
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Ja, das ist ein cooler Twist am Ende der Sage. So rätselhaft wie unheimlich!

    Auf einer anderen Ebene ist es vielleicht das einzige, was an der Sache tatsächlich stimmt - daß man den Wolf eines Morgens so aufgefunden hat.

    Aber meine Wette ist eher, daß alles an der Sache schön erfunden ist. Würde mich mal interessieren, ob es noch weitere Personen gibt, an die sich diese Geschichte geheftet hat. Also nicht nur vom Teufel geholt zu werden, sondern zuvor mit ihm um Leben und Tod gespielt zu haben, dazu noch der Sturm.
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