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  1. #1

    Tip(p)s & Einstiegshilfen für Künstler

    + Was kann ich verlangen? Ist ein Projektangebot angemessen bezahlt, oder werde ich über den Tisch gezogen?
    + Wie komme ich an Aufträge?
    + Was muss ich sonst beachten?

    Anworten auf diese und ähnliche Fragen versuchen wir hier zu sammeln - jeder Erfahrungsbericht und jeder gute Rat ist willkommen!

    Zu Anfang, und weil alles, was damit zusammenhängt, wohl die meisten Einsteiger quält:

    Ein paar Hinweise zur Bezahlung
    von Aufträgen auf freiberuflicher Basis

    Prinzipiell ist es schwer, einen festen Rahmen für eine Bezahlung zu nennen; die folgenden Zahlen sollen als Orientierungshilfe dienen - für Zeichner wie für Auftraggeber. Zur Anschaffung empfohlen: Der ICOM-Ratgeber.

    Anfänger können natürlich nicht mit den gleichen Preisen rechnen wie Profis mit langer Erfahrung, aber auch Anfänger sollten sich ihres eigenen Wertes bewusst sein.
    Wer auf der Suche nach dem 'richtigen Stundensatz' ist, der sollte in seine Kalkulation einfließen lassen, ob sie/er eher schnell oder eher langsam arbeitet, über welche Erfahrung sie/er verfügt, und natürlich, welche Qualität des Outputs sie/er anbieten kann.
    Wenn ihr bei der Entscheidung seid, ob ihr ein Projektangebot bei einem bestimmten Budget annehmen wollt oder nicht, beginnt mit der Abschätzung des Aufwandes, den ihr vermutlich mit diesem konkreten Projekt haben würdet, zieht eure zu erwartenden Materialkosten vom Budget ab, und teilt den Betrag durch die Stundenzahl, auf die ihr gekommen seid. Dann habt ihr PI mal Daumen den Stundensatz vor euch, den euch das Projekt bringen würde. Nun seid ihr selbst dran, zu entscheiden ...
    Vergesst eines nicht - zeichnen kann nicht jeder. Wer seine Leistung unter Wert verkauft, schädigt seinen eigenen Marktwert.
    Ein Honorar von 10 Euro pro Stunde ist in der Regel inakzeptabel, auf dieser Basis kann man als Selbständiger nicht existieren, denn da trägt man all seine Versicherungen und Abgaben selbst. Selbst wenn man Putzen geht, verdient man da effektiv mehr.
    Dass das Zeichnen Spaß macht, ist kein Argument für niedrige Preise, sondern eher das Gegenteil. Zum einen kann man einem Tischler, der seinen Job mag, ja auch nicht weniger Lohn dafür anbieten, zum anderen verbessert Spass bei der Arbeit normalerweise die erreichte Qualität des Ergebnisses - und dafür zahlen eure Kunden, nicht für eure Zeit. Zuguterletzt kann sich bei diesem oder jenem Auftrag der Spaß auch ganz gewaltig relativieren. Das weiß man nicht vorher.

    Um auch konkrete Zahlen zu bieten: wenn ihr tatsächlich von eurer Arbeit existieren können wollt, sollte euer Honorar zur Zeit 20 Euro pro Stunde nicht unterschreiten - wobei Profis normalerweise über 50 Euro liegen. Jeder Künstler sollte ungefähr eine Ahnung haben, wie lange er für ein bestimmtes Projekt braucht; das ist individuell natürlich sehr unterschiedlich!

    Künstler, die sich auf Dauer unter Wert verkaufen, helfen auf lange Sicht mit, die Preise zu ruinieren und Auftraggeber sollten sich darüber im Klaren sein, dass man nur entweder Qualität oder einen Schnäppchenpreis haben kann - nicht aber beides. Gutes Artwork ist die Visitenkarte jedes Projektes. Darin sollte man auch einiges zu investieren bereit sein.

  2. #2
    Junior Mitglied Avatar von Scout
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    06.2010
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    Berlin
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    21

    Kundenakquise/ Wie komme ich an Aufträge

    Zitat Zitat von baz Beitrag anzeigen
    + Was kann ich verlangen? Ist ein Projektangebot angemessen bezahlt, oder werde ich über den Tisch gezogen?
    + Wie komme ich an Aufträge?
    + Was muss ich sonst beachten?

    Anworten auf diese und ähnliche Fragen versuchen wir hier zu sammeln - jeder Erfahrungsbericht und jeder gute Rat ist willkommen!
    Mich interessiert insbesondere die Frage "Wie komme ich an Aufträge?" Hat jemand Tips, was es bei der Kundenakquise zu beachten gibt, insbesondere wie man professionell herangeht? Welche Aufträge würdet ihr auf keinen Fall annehmen?

  3. #3
    Mitglied
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    Hamburg
    Beiträge
    219
    Es wäre in der Tat klasse, wenn sich ein paar der anwesenden, erfahrenen Künstler, die tatsächlich einiges Geld verdienen, die oben angesprochenen Punkte nach 4 Jahren Ankündigung mal näher ausführen könnten - falls diese noch im Forum online sind

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