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Umfrageergebnis anzeigen: Wie bewertest du diese Serie?

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  1. #1
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Bewertung der Österreich/Ungarnserie?

    Die Zusammenfassung musste aus Kostengründen diesmal entfallen.

    Ihr dürft wieder max. einen Monat lang überlegen.
    Geändert von Bhur (11.07.2005 um 19:34 Uhr)

  2. #2
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Zitat Zitat von Bhur
    Die Zusammenfassung musste aus Kostengründen diesmal entfallen.
    Au ja, darf ich?

  3. #3
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Niemand kann dich hindern. (außer natürlich wir Moderatoren )

  4. #4
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Zusammenfassung folgt, sobald ich zu Hause bin.

    Mal sehen, ob auch diesmal jemand mit 5 stimmt...
    Geändert von Tilberg (11.07.2005 um 20:52 Uhr) Grund: mit 6 kann man ja gar nicht stimmen...

  5. #5
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Alsdann.

    Nach ihren Abenteuern an der Adria knobeln die Abrafaxe, wohin sie als nächstes ziehen wollen, um den Armen und Unterdrückten zu helfen. Die Würfel entscheiden: Nach Österreich/Ungarn, zu den Kuruzen. Im Spätsommer 1704 landen sie daher im Salzburgischen, wo sie die Bekanntschaft des gewitzten Viehdoktors Hans Wurst machen. Gemeinsam spielt man dem benachbarten Grafen Altentrott sowie dem durchreisenden Erzherzog Xaver lustige Streiche. Zumindest letzterer bleibt jedoch ahnungslos und lädt den unkonventionellen Dr. Wurst nach Wien an den Hof, um dort seine Kunst wirken zu lassen. Die Abrafaxe folgen dem Hansl, wobei sie sich bereits auf der Reise nach Wien durch Übermut, Unachtsamkeit, aber auch Rechtschaffenheit und Hilfsbereitschaft die Feindschaft mehrerer unangenehmer Personen zuziehen: Eines Barons, eines Festungsbaumeisters, vierer Dragoneroffiziere und nicht zuletzt zweier halbimbeziler Gendarmen namens Bösl und Grantiger. Doch sie lernen auch wichtige Freunde und Gesinnungsgenossen kennen: Den Marquis de la Vermotte-Toupet, der ein Bündnis zwischen den Kuruzen und Frankreich aushandeln soll, sowie vor allem den ungarischen Tausendsassa Ludas Matyi. Das entscheidende Ereignis ist aber, daß Califax von seinen Freunden getrennt und für den Prinzen von Kraxelberg-Jodelfingen gehalten wird. Als solcher muß er an der Spitze eines Regiments gegen die Kuruzen ausrücken; kaum in Ungarn eingefallen, verschwindet das Regiment jedoch spurlos. Die anderen sind inzwischen in Wien angekommen, wo Hans Wurst seine Tätigkeit als Hofmedikus aufnimmt und allerlei hypochondrische Hochwohlgeborene "heilt", die nun doch ins Feld müssen. Abrax und Brabax, die Califax im Magen eines Bären vermuten, assistieren ihm, während Ludas Matyi als Kaiserlicher Heereslieferant mit einem fahrbaren Weinfaß nach Ungarn aufbricht, um das verschwundene Regiment zu suchen. In Wien brauen sich um die Jahreswende 1704/05 immer dickere Gewitterwolken über unseren Freunden zusammen, die sich zu allem Unglück auch noch den Portier des erzherzoglichen Palais', den gerissenen Alois Vierschroth, zum Feind gemacht haben. Diesem gelingt es, am Neujahrstag alle Gegner der Abrafaxe und Hans Wursts bei einem Kostümball zu versammeln und dafür zu sorgen, daß sie in Ungnade fallen und den Hof verlassen müssen. Hans Wurst eröffnet nun im Prater eine öffentliche Praxis, wieder unterstützt von Abrax und Brabax. Ludas Matyi hat inzwischen mitten in Ungarn eine erste Spur des Regiments gefunden und festgestellt, daß auch Califax - wie auch immer - mittendabei ist. Mit dieser Nachricht schickt er das Köhlerliesel nach Wien. Sie findet tatsächlich Abrax und Brabax im Prater (bei ihren Freunden, den Zigeunern um Janko Janos), und zu dritt wandern sie nun nach Ungarn, Califax zu suchen. Außerdem ist ein kaiserlicher Suchtrupp unter dem Oberleutnant Wurzinger auf den Spuren des Regiments. Im Frühjahr 1705 treibt Ludas Matyi einen Überlebenden des Regiments auf, den Leutnant Adolar von Altentrott. Von ihm erfährt er, wie das Regiment von einer simplen Rinderherde aufgerieben wurde. Califax nun, der nach der Auflösung "seines" Regiments eigentlich zu Abrax und Brabax nach Wien zurückkehren wollte, wird vor den Augen seiner Freunde von Wurzinger geschnappt und in die österreichische Hauptstadt zurücktransportiert. Abrax und Brabax bleibt nichts anderes übrig, als ihm dahin zu folgen, während sich Ludas Matyi wieder den Kuruzen anschließt. In Wien wird Califax vor das Kriegsgericht gestellt und wegen Hochstapelei etc. zu langer Festungshaft verurteilt. Dasselbe Schicksal ereilt Hans Wurst, den sein alter Feind Vierschroth mit Hilfe der Gendarmen Bösl und Grantiger ebenfalls vors Gericht bringt. Nach einer Irrfahrt durch die halbe Doppelmonarchie gelangen beide Gefängnistransporte im äußersten Zipfel des Reiches an, bei der Festung Munkacz, die gerade von den Kuruzen unter Fürst Rakoczi belagert wird. Abrax und Brabax sind ihren Freunden dabei gefolgt. Die Kuruzen lassen die Gefängniswagen in die Festung, können aber Califax und Hans Wurst dabei Instruktionen geben, wie sie Munkacz von innen heraus erobern können. Das geleingt den beiden mit Hilfe ihrer Mitgefangenen auch, und Califax als neuer Burgherr übergibt Munkacz an die Kuruzen. Nun sind alle Freunde wieder beisammen; auch Ludas Matyi, der im letzten Heft der Serie von seinen Jugendabenteuern berichtet. Die Abrafaxe planen nun, an der Seite des Marquis de la Vermotte-Toupet nach Frankreich zu fahren und Ludwig XIV. das Freundschaftsangebot der Kuruzen zu überbringen.

  6. #6
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Naja, was soll ich sagen. Großartige Geschichte, ebenbürtige Haupfiguren (sowohl die Begleiter als auch die Widersacher), liebevoll gestaltete Nebenfiguren, detailverliebte Bilder, ein beeindruckendes Panorama der k-und-k-Monarchie, pittoreske Schauplätze... Ich komme aus dem Lob gar nicht heraus. Außerdem sind so viele Anspielungen auf Zeit und Leute und Orte und Ereignisse eingestreut, daß ich bis heute noch nicht hinter alle Geheimnisse gestiegen bin.

    Dazu kommt noch, daß das allererste Mosaik, das ich in den Händen hielt, die Nummer 6/78 war. Ich hatte sie zu meinem 6. Geburtstag geschenkt bekommen. Zwar verlor ich das Heft in den Sommerferien am Strand von Prerow, doch blieb ich infiziert. Meine eigentliche Sammlung begann mit Heft 11/78 und bis auf Heft 11/79 hatte ich die Hefte lückenlos bis zur Wende. Erst danach, endlich erwachsen und auf eigenen Beinen stehend, konnte ich mir die fehlenden Hefte besorgen, besonders die tiefe, schwärende Wunde 11/79, aber auch das mit mystischer Patina überzogene legendäre Heft 6/78 und alle anderen, die mir davor noch fehlten. Das sind so Sammlergeschichten... verzeiht mir...

  7. #7
    Mitglied Avatar von Udo Swamp
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    Auf allewar es eine gute Story, mir sogar etwas besser gefiel als Story Dalmatien/ Venedig/ Spaßmacher Story zuvor, sie brachte ein wenig mehr Abwechslung durch neue Handlungsorte und Personen und war konzepiert.

  8. #8
    Mitglied Avatar von Bruno
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    Zitat Zitat von Tilberg
    Mal sehen, ob auch diesmal jemand mit 5 stimmt...
    Wenn ich Dir damit einen Gefallen tun kann, gern.
    Übrigens, mein erstes Heft (193=12/72) habe ich nie verloren. Es hat noch heute einen Ehrenplatz bei mir.

    Nun aber zur Story: Für den historisch Interessierten wurde hier wirklich aus dem Vollen geschöpft, was mir gefiel. Nur leider tue ich mich mit dem Spaßmacherkonzept etwas schwer. Die eigentlichen Haupthelden werden in die zweite Reihe versetzt und dürfen bei den "edelmütigen Taten" assistieren. Mir war das damals etwas zu dick aufgetragen. Hätten bloß noch die Pionierhalstücher gefehlt. Na ja, wenn man aber über diese DDR-typische Weise der Jugendliteratur hinwegsah, konnte man aber viel über Land und Leute kennenkernen. Und das war ja immerhin schon etwas, schließlich mußte ja davon ausgegangen werden, daß die Pforte bis zum Rentenalter geschlossen blieb. Die historischen Hintergründe wurden meist nur angedeutet (Ich glaube der Begriff "Spanischer Erbfolgekrieg" ist nie gefallen.), was aber den Interessierten extra anspornte, sich die Geschehnisse zu erschließen. Den Comic im Heft (Bilder, Gags und Wortspiele) fand ich zu Beginn der Serie nicht so toll, wurde aber zunehmend besser.
    Ich entscheide mich deshalb schweren Herzens dafür, auf meine geliebte "5" zu verzichten und benote das Ganze mit einem "Gut".

  9. #9
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Wenn ich mich recht erinnere, war dieses Prinzip, daß die Faxe lediglich begleitende Nebenfiguren neben den eigentlichen Protagonisten, den Spaßmachern, sein sollten, ganz genau so gewollt. Erst ab dem 80er Jahrgang nahm die Bedeutung der "Kobolde" zu - entgegengesetzt proportional zur Bedeutung der "Spaßmacher". Ich muß sagen, daß mir das durchaus zusagt. Ich finde im Gegenteil die aktuelle Fixierung auf die Abrafaxe ermüdend, die keinen langfristigen gleichwertigen Partner mehr zuläßt.

    Daß damals gelegentlich etwas dick aufgetragen wurde bei der Betonung des Freiheitskampfes der Unterdrückten und Entrechteten, sehe ich natürlich auch. Wenn man z.B. die beiden Prozesse gegen Califax und Hanswurst (Ankläger+Richter="böse", Angeklagte="gut") vergleicht mit dem Prozeß gegen Graciano Fucci aus dem 76er Jahrgang (Ankläger+Richter="gut", Angeklagter="böse"), kann man als Unbeteiligter kaum einen Unterschied in Ablauf und Rechtsferne erkennen. Trotzdem wird erwartet, daß man seine Sympathien beidemale den "Guten" zukommen läßt.

    Aber das wird jetzt schon wieder zu detailliert; darauf kommen wir sicher bei den entsprechenden Heftbesprechungen noch mal zurück.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Bruno
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    Zitat Zitat von Tilberg
    Ich finde im Gegenteil die aktuelle Fixierung auf die Abrafaxe ermüdend, die keinen langfristigen gleichwertigen Partner mehr zuläßt.
    Gleichwertige Partner sind ja zu begrüßen, nur damals traten die Faxe ja teilweise wie frische Lehrjungen auf. Besonders zu Harlekins Zeiten war das ganz schlimm, dort hieß es ja laufend: Wir müssen mal Harlekin fragen, mal sehen, was er dazu sagt.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Udo Swamp
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    Zitat Zitat von Bruno
    ...............Besonders zu Harlekins Zeiten war das ganz schlimm, dort hieß es ja laufend: Wir müssen mal Harlekin fragen, mal sehen, was er dazu sagt.
    Genau das meinte ich auch, das hatte mich auch sehr da gestört, in der Ö/ U - Serie hat man sich von Spaßmachern etwas mehr gelöst und ich war froh, als man später auf diese leidliche Begleiter zu nehmend mehr bzw. ganz verzichten konnte.
    Aber die Handlungsorte waren und die Story waren ansonsten OK in der K.u.K. Serie.

  12. #12
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von Udo Swamp
    ... in der K.u.K. Serie.
    Die K.u.k.-Zeit begann mWn erst 1867.

    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich-Ungarn
    Geändert von Bhur (12.07.2005 um 21:40 Uhr)

  13. #13
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Vielleicht hat sich erst ab der Zeit (1867, als man den Ungarn in ihrem Reichsteil Selbstbestimmung gewährte, die sie prompt benutzten, um Slaven und Rumänen unterzubuttern ) die Bezeichnung "Kaiserlich und Königlich", kurz "k und k" eingebürgert. Kaiser von Österreich (bzw. bis 1806 des Heiligen Römischen Reiches) und Könige von Ungarn waren die Habsburger aber natürlich schon zuvor. In dem Sinne ist die Benutzung des Terms "k und k" für die Zeit um 1700 der Form nach sicherlich anachronistisch, der Sache nach aber nicht falsch.

  14. #14
    Mitglied Avatar von mosaikfreak
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    Ich weiß nicht was es ist, aber diese Serie fesselt mich einfach immer wieder. Ob es nun daran liegt das ich ziemlich oft und gerne in Österreich und in Ungarn bin weiß ich nicht. Jedoch könnte ich diese Serie immer und immer wieder lesen. Und ehrlich gesagt ich wünsche mir nichts lieber als eine Rückkehr der drei Kobolde ins Salzburgische. Ich hab zwar keine Ahnung was man da noch erleben könnte, aber da gibt es bistimmt noch genug Stoff um Hansl und Ludas und den ganzen Rest wieder zu sehen.

    Schöne Bilder, Schöne Story, Großartig!!!

  15. #15
    Mitglied Avatar von Udo Swamp
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    Das Königreich Ungarn ist theoretisch nie richtig untergangen (bis 1918), seit der erste Teil davon österreichisch wurde (und der andere osman.) waren die Habsburger offiziell auch Könige von Ungarn, alllerdings stimmt schon das die sogenannte direkte Donaudoppelmonarchie erst 1867, wo man das Königstum der Ungarn wieder aufrischte (eine längere Forderung der Ungarn) die Sissi", hatte sich dafür unter anderem auch am Hof und bei ihren Mann dafür stark gemacht.

  16. #16
    Mitglied Avatar von General Knocker
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    Habe gerade für außergewöhnlich gut votiert. Die Folgen haben mich seinerzeit gut unterhalten (Abonnent seit 4/78). Eigentlich wiedermal ein Anlass, alles zusammenhängend zu lesen. Mal sehen, eine etwas ausführlichere Wertung kommt evtl. später.

    Deine Zusammenfassung war ja Klasse, Tilberg!

    Gruß G.K.

  17. #17
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Danke War nicht einfach wegen der verwickelten Geschichte.

  18. #18
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Auch auf die Gefahr hin, mich in die Masse einzureihen (wo doch ein gegen-den-Strom-schwimmen den eigenen Nimbus zu heben scheint ), erkläre auch ich die Ö/U-Serie zu meiner Lieblingsserie in der Mosaikgeschichte (und das meine ich genau so, wie ich es schreibe).
    Mit Hans Wurst brachte dieses Abenteuer die in meinen Augen beste und sympathischste Nebenfigur zustande. Der Humor dieser Abenteuer, v.a. in dieser Nebenfigur begründet, lag ganz auf meiner Linie. Herrlich, wie man z.B. die Pläne des Festungsbaumeisters fälschte, und den Lustgarten des Barons Tüftling ruinierte. Auch einzigartig, wie Califax an die Spitze des Regiments gesetzt wurde, und dieser die Aufgabe "mit Bravour" erfüllte, indem er er die Truppe aus allen Kämpfen raushielt.
    Eine Sache wurde hier erstmals, und leider bis heute nicht wieder, praktiziert: Ein Fax war von den anderen getrennt, und auch der Leser wusste nicht, was mit ihm geschehen war. Man begab sich zusammen mit Ludas Matyi auf die Suche nach Califax, und war am Ende genau so überrascht, wie der Suchende selbst. Dieses Stilmittel ist in meinen Augen der Spannung überaus zuträglich.
    Auch später wurden die Faxe getrennt, doch (fast) immer folgte der Leser beiden Parteien beinahe regelmäßig abwechselnd.
    Doch zurück zur Ö/U-Serie. Was hier bemängelt wurde, nämlich, dass die Faxe hier beinahe als "Junge Pioniere" agierten, kann ich nicht nachvollziehen und unterstreichen (es sei denn, dieser Vergleich war als Loblied auf die Pioniere gemeint ). Für mich stellt es kein Manko dar, wenn sich die Faxe einer Obrigkeit entgegen stellen, und einem unterdrückten Volk helfen. Ich erinnere an unsere Egozentrik-Diskussion.

    Ach ja. Logisch, dass ich dieses Abenteuer für "außergewöhnlich gut" erachte. Ich habe diese Note dreimal vergeben, wenn ich mich recht entsinne. Doch die Ö/U-Serie behält eindeutig den Spitzenplatz.
    Glücklicherweise wurde das Ende mit den Heften 11 und 12/79 derart gestaltet, dass diese Serie allein stehen kann, und nicht unbedingt im Zusammenhang mit der mich so bitter enttäuschenden Frankreich-Serie gelesen werden muss, obwohl sich letztere ja direkt an die Geschehenisse anschließt, und den letzten Handlungsfaden zuende spinnt.

    Und ganz am Schluss der Lobhudelei sei mir trotz allem die Bemerkung gestattet, dass (natürlich in meinen Augen) auch diese Serie einige Längen aufwies. Es scheint mir daher nach wie vor sinnvoll, die Abenteuer auf maximal zwei Jahre zu begrenzen. Gemessen am heutigen Seitenumfang sogar noch kürzer.
    Erstaunlich: die Ö/U-Serie in all ihrer Komplexität würde heute in etwa den gleichen Erscheinungszeitraum umfassen, wie die aktuelle Weltreise-Serie. Nur mal so dahingestellt...
    Geändert von CHOUETTE (28.07.2005 um 17:32 Uhr)

  19. #19
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    Zitat Zitat von Bruno
    Die historischen Hintergründe wurden meist nur angedeutet (Ich glaube der Begriff "Spanischer Erbfolgekrieg" ist nie gefallen.), was aber den Interessierten extra anspornte, sich die Geschehnisse zu erschließen.
    Immerhin wurde in Heft 2/78 wörtlich geschrieben, daß sich England, Frankreich und Österreich "wegen der Besetzung des spanischen Thrones mit einem neuen König in den Haaren" lagen.

  20. #20
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Die Zahl der Abstimmenden schnellt hier ja in mittlerweile ungewohnte Höhen. Prima!

    Hier könnt ihr auch noch abstimmen: Venedigserie

  21. #21
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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  22. #22
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    Also bei mir ist Österreich/Ungarn meine absolute Lieblingsserie. Liegt wohl mit daran, dass das erste Mosaikheft, das ich je in den Händen hielt, das Heft 8/79 war. Dann hatte ich als Kind noch ein Puzzlespiel, die Bilder entstammten den ersten 4 Heften dieser Serie.

    Komplett hatte ich sie aber erst weit nach der Wende als Erwachsener. Gibt eigentlich nur ein Heft, was ich nicht so berauschend fand und das war das letzte (12/79). Die Geschichte dort drin eigentlich nur nacherzählt und dann fand ich eine Sache sehr unlogisch. Ich mein: Hans Wurst war ja vom Kriegsgericht verurteilt und seine ärgsten Feinde (Sanatorius, Vierschroth, die Gendarmen & Co) weilten ja immer noch in Wien.

    Wenn er, wie er geplant hatte, zurück nach Wien gegangen wäre, dann wäre er doch sofort wieder festgenommen worden. Sprich: jeder vernünftige Mensch hätte um Wien einen großen Bogen gemacht...

  23. #23
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    Zitat Zitat von Hötzendorfer Beitrag anzeigen
    Also bei mir ist Österreich/Ungarn meine absolute Lieblingsserie. Liegt wohl mit daran, dass das erste Mosaikheft, das ich je in den Händen hielt, das Heft 8/79 war...
    Mit Verlaub, mein Herr, das glaube ich nicht.
    Da ich eh immer dazu neige, von mir auf die Allgemeinheit zu schließen, darf ich mich selbst hier als verallgemeinerndes Gegenbeispiel anbringen: Ich besaß als Kind kein einziges Heft dieser Serie. Es gab das Heft 7/76, danach ging es erst mit Heft 3/80 weiter, und richtig eingestiegen bin ich erst 1983. Und trotzdem ist die Ö/U-Serie auch meine Lieblingsserie. Die muss also auch objektiv gesehen ganz gut gewesen sein, fern aller persönlicher Einstiegserlebnisse.
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  24. #24
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub, mein Herr, das glaube ich nicht.
    Da ich eh immer dazu neige, von mir auf die Allgemeinheit zu schließen, darf ich mich selbst hier als verallgemeinerndes Gegenbeispiel anbringen: Ich besaß als Kind kein einziges Heft dieser Serie. Es gab das Heft 7/76, danach ging es erst mit Heft 3/80 weiter, und richtig eingestiegen bin ich erst 1983. Und trotzdem ist die Ö/U-Serie auch meine Lieblingsserie. Die muss also auch objektiv gesehen ganz gut gewesen sein, fern aller persönlicher Einstiegserlebnisse.
    Bei mir kommen allerdings die meisten Altserien besser weg als die von heute. Die aktuelle (Australien Teil 2) ist eine der wenigen Ausnahmen. Die ist für mich die beste seit langem.

  25. #25
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Bei mir ist das nicht ganz so. Von den Nachwendeserien landen Amerika und Ägypten ganz weit vorn und schlagen viele Altserien. Auch Japan 2, das hier bei der Serienbewertung im hinteren Drittel landete. Diese Serie ist auch richtig gut. Hab ich damals aber auch nicht so gut bewertet, wie ich das heute tun würde. Gerade der von mir damals als "zu schlicht" kritisierte Handlungsfaden ist traumhaft sicher herausgearbeitet und stimmig, wie man beim Am-Stück-Lesen merkt. Ich revidiere also meine damalige Einschätzung.
    Bezüglich der aktuellen Serie bin ich auch ganz verzückt, allerdings soll man den Tag nicht usw.
    Geändert von CHOUETTE (21.08.2013 um 15:45 Uhr)
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

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