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Umfrageergebnis anzeigen: Wie bewertest du diese Serie?

Teilnehmer
28. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • außergewöhnlich gut (1+)

    4 14,29%
  • sehr gut (1)

    12 42,86%
  • gut (2)

    7 25,00%
  • geht so (3)

    3 10,71%
  • unterdurchschnittlich (4)

    1 3,57%
  • schlecht (5)

    1 3,57%
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 28
  1. #1
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Bewertung der "Knödel-Fanny-Serie" (1-8/80)?

    Kurze Zusammenfassung:
    Nachdem die Festung Munkasz erobert wurde, wollen die Abrafaxe zusammen mit dem Marquis de la Vermotte-Toupet nach Frankreich an den Hof Ludwigs XIV. reisen, um ihn um die versprochene Hilfe für die Sache der Kuruzen zu bitten. Ihre diplomatische Mission tarnen sie, indem sie mit einem Gauklerwagen, gezogen vom Maulesel Tobias durch die Lande reisen.
    Im ersten Heft sehen wir die vier, wie sie gerade den Bayrischen Wald durchqueren. Sie folgen den Hinweisschildern auf eine Waldscheänke und tappen damit den drei Räubern Anton, Albert und Alfons in die Falle. Die fahrende Köchin Fanny, eine hervorragende Knödelköchin, befreit sie später und reist von nun an mit ihnen weiter. Bei einem Knödel-Picknick macht man die unangenehme Bekanntschaft mit dem Baron Arminius von Blechreder. Der vertreibt sie von seinem Grund und Boden und stopft sich, seine Entourage und seine Hunde mit den zurückgelassenen Knödeln voll. Später engagiert er die 3 Räuber, damit sie die Abrafaxe fangen und er sie zu Hofnarren machen kann - Zackerdibumm. Die Abrafaxe der Marquis und Fanny kommen derweil in Knödlingen an, wo gerade ein Knödelwettbewerb stattfindet. Es gibt zwar einige Probleme bei der Anmeldung und missgünstige lokale Knödelproduzenten aber natürlich gewinnt Fanny den Knödelkoch- und Califax den Knödelesswettbewerb. Unerwartet trifft man in Knödlingen jedoch auf den Kurpfuscher Sanatorius, der ihnen schon in Wien Probleme bereitet hat und sich hier infamerweise als Hans Wurst ausgibt. Man legt ihm zwar sein Handwerk, doch werden Abrax und Brabax bei seiner Verfolgung von den drei Räubern geschnappt und an den Baron von Blechreder ausgeliefert - Zackerdibumm.
    Der nimmt sie mit auf seine Burg Geierstein, um sie dort zu Mißgestalten umzuformen, damit sie bessere Narren abgäben. Califax reist deswegen mit dem Marquis und Fanny allein weiter nach Paris, in der Hoffnung, dass Abrax und Brabax nachkämen (von der Entführung ahnen sie nichts, weil sie wegen Kriegshandlungen nicht zurück in die Stadt können). Die "Behandlung" auf Burg Geierstein schlägt fehl, darüberhinaus erfährt der Baron, dass die Franzosen eine entscheidende Schlacht verloren haben. Um seinen Besitz zu retten, will er nun ebenfalls nach Paris zu Ludwig XIV. und diesem Abrax und Brabax als Hofnarren schenken.
    Derweil ist Califax mit der Knödel Fanny und dem Marquis in Paris eingetroffen. Als sie die Zustände auf den Pariser Märkten sehen, beschließen sie preiswerte Knödel für die Armen in Paris zu kochen und legen sich damit bei der Ordnungsmacht an. Aber als Marquis steht Vermotte-Toupet selbstverständlich über einem kleinen Polizeileutnant, dieser darf ihm jedoch noch den Aufenthaltsort des Königs nennen - Sire sind in der Gobelinmanufaktur.
    Als die Kutsche des Barons von Blechreder die Zollmauer von Paris erreicht, können Abrax und Brabax entwischen. Sie lernen noch den Spaßmacher Pierrot und dessen Kollegen kennen und machen sich dann ebenfalls zur Gobelinmanufaktur auf. Sie wollen sich dort als Kinderarbeiter einschleichen, was den wirklichen armen Kindern, die um Arbeit ansteht aber gar nicht passt. Schließlich werden sie doch noch eingelassen. Ihr Auftritt lässt die diplomatische Mission aber durch die Erwähnung Pierrots völlig scheitern, obwohl Califax den König schon fast überredet hatte. Die Ungarn bekommen also keine französische Unterstützung. Auch der Baron von Blechreder erhält keine Unterstützung vom König und fliegt achtkantig raus - in einen Farbbottich.
    Der auf seiner diplomatischen Mission gescheiterte Marquis macht der Fanny einen Heiratsantrag, den diese auch gern annimmt. Beide eröffnen ein Lokal an der Champs Elysees und werden glücklich.
    Die Abrafaxe folgen Pierrot und seinen Freunden, die aus Paris verbannt wurden. Gemeinsam geht es nun in die französische Provinz ...


    Die Umfrage ist wieder einen Monat lang offen. Bitte stimmt fleißig ab.
    Geändert von Bhur (29.06.2005 um 07:41 Uhr) Grund: "von", "i"

  2. #2
    Mitglied Avatar von Bruno
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    Wenn Califax hier mit abstimmen dürfte, bekäme diese Serie eine glatte 1+. Ich glaube, es wurde nie und nirgends so viel gekocht und gegessen.

    Ich zähle sie jedenfalls auch zur besseren Hälfte. Viel Abwechslung in den Handlungsorten und im Geschehen selbst. Auch hat mir die kontrastreiche Darstellung von Paris sehr gefallen. Und die Nebenfiguren nicht vergessen: Knödelfanny als sehr sympatische Frau (kann ja auch gut kochen ), die sich durchaus resolut zu wehren versteht. Das Räubertrio trotz Bösewichtrolle in sich rund gezeichnet und nicht nur fratzenhaft, gefiel mir auch sehr. So will ich die Bösewichte im Mosaik sehen. Auch als Gegenspieler der Haupthelden sollte über sie schmunzeln können.

  3. #3
    Mitglied Avatar von Blechreder
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    Zitat Zitat von Bhur
    Kurze Zusammenfassung:
    [...] Baron Blechreder [...] Baron Blechreder [...]
    Baron von Blechreder, soviel Zeit muss sein (an anderen Stellen hat es doch auch geklappt).
    Natuerlich die beste Serie von allen, mit diesem Sidekick
    Die Signatur ist der schwerste Teil dieser Nachricht und befindet sich deshalb unten.

  4. #4
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Also sowas von Zackerdibumm! Das wird sofort korrigiert.
    Geändert von Bhur (28.06.2005 um 22:15 Uhr) Grund: hier wird jeder Wunsch promt erfüllt

  5. #5
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Blechreder
    Baron von Blechreder, soviel Zeit muss sein (an anderen Stellen hat es doch auch geklappt).
    Natuerlich die beste Serie von allen, mit diesem Sidekick
    Manche sagen sogar einfach nur Blechreder. Ohne "von". Noch nicht einmal mit "Baron". Und die allergrößten Schurken sagen schlicht Blechi. Man stelle sich das vor!

  6. #6
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Zitat Zitat von Bhur
    Also sowas von Zackdibumm! Das wird sofort korrigiert.
    Zackerdibumm...soviel Zeit muss sein.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Udo Swamp
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    Die Alchimistensache mit Alanzius im Heft 6/ 80 war mit am besten sehr gelungen.

  8. #8
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    fand ich damals als piepel auch extrem gruselig, dass mit den verformten menschen, die zu hofnarren gemacht wurden...

  9. #9
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Baron Arminius von Blechreder, soviel Zeit muß sein, Bhur. Schließlich wollen wir Drägers onomastische Attacke gegen dumpfdeutschen Nationalismus nicht verwässern.

    Editiert am 29.7.05: Daran schloß sich eine längere Diskussion an, die inzwischen einen eigenen Thread bekam.
    Geändert von Tilberg (28.07.2005 um 18:17 Uhr)

  10. #10
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    äh, bitte was?

  11. #11
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Na die onomastische Attacke eben!

    Zitat Zitat von Udo Swamp
    Die Alchimistensache mit Alanzius im Heft 6/ 80 war mit am besten sehr gelungen.
    Hat mir nun wieder überhaupt nicht gefallen.

  12. #12
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von Udo Swamp
    Die Alchimistensache mit Alanzius im Heft 6/ 80 war mit am besten sehr gelungen.
    Alfanzius, soviel Zeit muss sein Udo.

    Für die Kuruzenserie schreibe ich dann keine Zusammenfassung, ihr wisst doch sowieso alles (vor allem besser) .
    Zackerdibumm nochmal!

  13. #13
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von Bruno
    Auch hat mir die kontrastreiche Darstellung von Paris sehr gefallen.
    Für die Karte auf Seite 2 von 7/80 hatte man Merians Plan von Paris zum Vorbild. http://www.paris.org/Maps/Map5/map.cgi/h533?203,126
    (den Link habe ich von Tilberg)

  14. #14
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ganz ehrlich, ich kann mich für diese acht Hefte nicht so dolle erwärmen. Zugegeben, die Fanny war eine grandiose Nebenfigur. Kein Schönchen, aber dafür mit ordentlichen Charakterzügen ausgestattet. Diese Figur ist m.E. bis heute einzigartig in der Mosaikgeschichte.
    Das war es aber auch schon mit tollen Nebenfiguren. Der Blechreder war mir charakterlich zu platt und zu albern, wenn auch sicherlich toll gezeichnet. Die Räuber waren allenfalls nett, aber mehr auch nicht. Die größte Enttäuschung war der in der Ö/U-Serie so geheimnisumwittert eingeführte Marquis. Der war (und ist) mir so richtig unsympathisch. Und greift dann auch noch die Fanny ab. Das konnte ich mir damals in keinster Weise erklären.
    Und letztlich der Plot. Das Ziel der Frankreichreise war es doch, den Marquis bei seinem Ansinnen zu unterstützen, den Kuruzen Hilfe aus Frankreich zukommen zu lassen. Wie lang war die Szene in der Gobelinmanufaktur? Eine Seite? Zwei? Der König sagt 'nein', und das war es dann. Schluss, aus, vorbei. Die Faxe ziehen den Schwanz ein, und die Kuruzen sind von nun an egal. Kein einziger Versuch, die verbockte Sache wieder gerade zu biegen. Bedaure, dies war in meinen Augen nicht das beste Abenteuer. Vielleicht fällt meine Wertung zu hart aus, wenn man alle Faxegeschichten bis heute ins Kalkül einbezieht, aber im damaligen Rahmen von Ö/U vorher und Don Ferrando nachher verdient diese kurze Serie in meinen Augen leider nur ein "unterdurchschnittlich". (und wie immer bewerte ich die Geschichte weitaus höher als die Zeichnungen, an denen ich nicht viel auszusetzen habe).
    Da man diese Serie bzgl. der Handlung eigentlich als Abschluss der Ö/U-Serie betrachten muss, gilt für mich leider, dass man hier das Ende einer sehr, sehr schönen Geschichte in den Sand gesetzt hat.
    Geändert von CHOUETTE (29.06.2005 um 08:16 Uhr)

  15. #15
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Morgen ist hier Schluß, wer noch nicht abgestimmt hat, hat jetzt die letzte Chance.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Hatschibumbatschi
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    Ich würde es gut finden, die sehr interessante Blechreder-Diskussion nachträglich aus diesem Thread herauszulösen und als getrenntes Thema abzulegen. Auch wenn sie formal zur Knödel-Fanny-Serie gehört - mit Bewertung hat das nichts zu tun!
    Und jemand, der sich für die Bewertungen nicht so sehr interessiert, aber zur Blechreder-Thematik noch etwas Interessantes beitragen könnte, der wird dies so nicht können, weil er in diesen Thread hier nie hereinschauen würde...

    Danke für die prompte Erledigung: siehe http://www.comicforum.de/showthread.php?t=73235
    Geändert von Hatschibumbatschi (29.07.2005 um 07:05 Uhr) Grund: Wunsch wurde erfüllt...

  17. #17
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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  18. #18
    Dauerhaft gesperrt Avatar von Klein Wanda
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    Diese acht Hefte haben mir in der Summe sehr gut gefallen - Note 1.
    Die Knödel-Fanny ist einer meiner Lieblingscharakter (leider nur recht kurz dabei). Das Knödelwettessen, das Räubergasthaus und der (zu) kurze Aufenthalt in Paris - alles schön. Aber: Die Seite 2 von Heft 6 ist mir in sehr schlechter Erinnerung. Für mich als Kind war das zu heftig/gruselig.

  19. #19
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Hallo Wanda, willkommen im Forum!

    Diese S. 2 von 6/80 hatte auch mich tief beeindruckt. Sie hat mich etwa 30 Jahre nicht losgelassen, bis ich endlich ihr Geheimnis ergründen konnte ... siehe Fanzine mosa-icke 14.
    "Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!"
    Bhur am 12.9.2016

    "Die MosaPedia - das dufte Mosaik-Lexikon im Internet!"
    Nietzsche am 3.1.1889

  20. #20
    Mitglied Avatar von Max schwalbe
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    Wie man, wie Chouette, die Serie mit "unterdurchschnittlich" bewerten kann, ist mir einigermaßen unklar. Der Baron sollte doch eben eine hässliche Fratze sein, eine klassisch stereotypische Figur - sowas muss auch mal sein, zur Abwechslung. Top umgsetzt. Was ich als kleine Kritik teilen kann ist die Feststellung, dass der Marquis seine diplomatischen Absichten etwas allzu lapidar zu den Akten legte, nach all der Energie die er da hineingesteckt hatte, zuvor.
    Naja und zu Knödel Fanny braucht man nicht viele Worte verlieren, einfach wunderbar ausgedacht und umgesetzt. Kein Schönchen? Ich würde sie nehmen Und überhaupt die einzige wirklich aktiv handelnde Frau im gesamten Abrafaxe-Universum vor 1995, eieiei. Dass sich seinerzeit der DFD nicht daran gestört hatte, hatte denn da keiner gepätzt? ^^ ...

    Und der Alchemist... ganz großes Kino. Und sehr authentisch. Ich arbeite selbst in der Forschung und erkenne da den einen oder anderen Kollegen wieder Das mit den verstümmelten Kindern war für ein Kindercomic sicherlich ne Portion zu übel, aber was solls es wird kein Leser dran gestorben sein. Sehr kreativ und ergründungswürdig auf jeden Fall (sprach Alfanzius ^^). Und natürlich auch ne gepfefferte Breitseite gegen die Entartungen feudaler Sozialisation.
    Geändert von Max schwalbe (25.02.2020 um 00:15 Uhr)

  21. #21
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    Nachdem ich diese Reihe vor Kurzem auch wieder gelesen habe, muss ich sagen, dass man ihr ganz deutlich anmerkt, dass es sich eher um ein kurzes Intermezzo zwischen Ö/U und der anschließenden Spanien-Reihe handelt. Trotzdem hat sie mir ganz gut gefallen. Knödel-Fanny ist große Klasse, Alfons, Albert und Anton als Räuber überaus trottelig und liebenswert und von Blechreder ja DIE Karikatur des damaligen Militäradels an sich. Max Töpfel erscheint nur kurz, ist aber ebenfalls klasse ("Und warum kriege ich keinen Kuss?")
    Was bei mir einen Spitzenplatz verhindert, sind die vielen losen Enden. Wieso endet die Mission des Marquis so abrupt? Als Kind fiel es mir sogar schwer, ihn als Mann zu sehen (lag wohl an der Perücke) und dass er für Fanny schwärmt kam sehr überraschend. Sanatorius verschwindet einfach, genauso wie die 3 Räuber oder auch Ninon und Betrand, über deren Schicksal ich gern mehr erfahren hätte. Und dann ist da noch Pierrots Truppe, die wie ein Harlekin-Aufguss wirkt und nur äußerst kurz in Erscheinung tritt.
    Zeichnerisch gibts nix zu mäkeln, in Summe daher gutes Mittelfeld.

    Übrigens hat mir die 6/80 auch sehr gut gefallen und ganz besonders das Titelbild. Bei der Katze scheint sich Irmtraut Wittig richtig ausgetobt zu haben. Gruselig fand ich die Vorstellung, die Abrafaxe zu Krüppeln zu machen, aber auch. Dafür sind sie verhältnismäßig cool geblieben!
    Geändert von Mister A (26.02.2020 um 08:16 Uhr)

  22. #22
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Max schwalbe Beitrag anzeigen
    Wie man, wie Chouette, die Serie mit "unterdurchschnittlich" bewerten kann, ist mir einigermaßen unklar.
    Nu ja, Max, ich hab es doch damals ausführlich erläutert.
    Wenngleich ich aus heutiger Sicht das Urteil "unterdurchschnittlich" revidieren muss. Diese Einschätzung stammt aus dem Jahre 2005. Da lief gerade die erfrischend innovative Weltreiseserie, zuvor waren zwei meiner heutigen Lieblingsserien (Amerika und Japan 2) abgeschlossen worden, außerdem waren die Wido-Serie und auch Griechenland/Ägypten noch nicht so lange her. Und zuguterletzt war ich auch ein Orient-Express-Möger, vom vermurksten Ende einmal abgesehen.
    Seitdem muss man allerdings konstatieren, dass sich der Bewertungsmaßstab für das Prädikat "unterdurchschnittlich" durch die Serien, die seitdem erschienen sind, deutlich verschoben hat.
    "Unterdurchschnittlich" ist demnach auch aus meiner Sicht für die ersten 8 Hefte der Frankreich-Serie, um die es ja hier geht, wirklich nicht mehr angebracht. Die einzelnen Punkte, die ich damals kritisierte, sehe ich aber auch heute noch als nicht gelungen an. Aber frag mich gerne in weiteren 15 Jahren noch mal. Vielleicht bin ich dann altersmilde. Oder aber ich werde zu Waldorf oder Statler und meckere den ganzen Tag nur noch rum. Das wird ein Spaß!
    Geändert von CHOUETTE (27.02.2020 um 06:56 Uhr)
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  23. #23
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    So ändern sich die Zeiten:

    Zitat Zitat von Mister A Beitrag anzeigen
    Knödel-Fanny ist große Klasse, Alfons, Albert und Anton als Räuber überaus trottelig und liebenswert und von Blechreder ja DIE Karikatur des damaligen Militäradels an sich.
    Damals fand man trottelige, ungefährliche Räuber und nicht ernst zu nehmende "Gegenspieler" gelungen und witzig - heute beschweren sich manche Leser über die Albernheiten von Wegel & Agerer oder das nicht ausgeschöpfte Potential eines Luneborg.

    Was bei mir einen Spitzenplatz verhindert, sind die vielen losen Enden. Wieso endet die Mission des Marquis so abrupt? Als Kind fiel es mir sogar schwer, ihn als Mann zu sehen (lag wohl an der Perücke) und dass er für Fanny schwärmt kam sehr überraschend.
    Wie gut, das bei Simon und Clara von Anfang an abzusehen war, dass die beiden ein Paar werden würden - nicht wahr? ;-)
    Bitte beachtet meinen Verkaufsthread.

  24. #24
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    Abrax kennt ihn.
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    Damals waren diese Räuber skrupellos in ihren Aktionen, oberflächlich vielleicht nicht erfolgreich, aber unterschwellig bereit sehr viel mehr zu tun. Es sind Menschenhändler hinter der Tarnung ihrer "Waldschenke". Ungefährlich ist garantiert kein Wort, welches auf Alfons, Albert und Anton zutrifft. Zwar hat man sie in der Endkonsequenz natürlich nicht "erfolgreich" sein lassen, aber das sie die Abrafaxe als Hofnarren verkaufen wollen und dann Abrax und Brabax einfangen und gegen Bezahlung aufs Schloß des Barons bringen usw. zeigt ihr Geschick, was sehr viel erfolgreicher und gefährlicher ist in der Darstellung und Schilderung, als es Wegel & Agerer auch nur im Ansatz sein konnten. Die wohl erfolglosesten Wegelagerer des Mittelalters sind tatsächlich, albern und einfach nur schlimm und peinlich. Alfons, Albert und Anton sind auch nur bedingt trottelig.

    Grundsätzlich lauern in ihnen und ihren Taten Abgründe, von denen Wegel und Agerer vermutlich schreiende Albträume bekommen würden.

    Was die "Gegenspieler" in dieser Serie anging - die waren im Kontext stimmig und schreckten auch nicht davor zurück den Abrafaxen Schreckliches antun zu wollen. Was auf Burg Geierstein mit Abrax und Brabax geplant ist, gehört zu sehr viel dunkleren Absichten, als Luneborg sie jemals umsetzen konnte. Seine Hehlervergangenheit hätte ihn zu einem wirklich gefährlichen Gegner machen können. Am Ende ist er eine Witzfigur die mit Faß auf dem Kopf "Aua" ruft.

  25. #25
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Damals fand man trottelige, ungefährliche Räuber und nicht ernst zu nehmende "Gegenspieler" gelungen und witzig - heute beschweren sich manche Leser über die Albernheiten von Wegel & Agerer oder das nicht ausgeschöpfte Potential eines Luneborg.
    Das würde ich in meinem Fall einfach mit dem fortgeschrittenen Alter begründen, da ändert sich einfach, was ich mir von einer Comicgeschichte erwarte.

    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    aber das sie die Abrafaxe als Hofnarren verkaufen wollen und dann Abrax und Brabax einfangen und gegen Bezahlung aufs Schloß des Barons bringen usw.
    Das ist auch so ein Ding. Erst stellt sie der Blechreder auf eigenem Grund und Boden, sogar bewaffnet, aber erst als er an die Waldschenke kommt, fällt ihm ein, dass er die Abrafaxe gern als Hofnarren hätte und dann zahlt er noch ohne Zögern drei dahergelaufenen Gaunern, die er nie zuvor gesehen hat und vermutlich für Hinterwäldler hält einen Sack Goldmünzen, dass sie sie ihm einfangen - und das obendrein in einer für ihn wirtschaftlich sehr bedrohlichen Lage...nicht sehr logisch.

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