User Tag List

Umfrageergebnis anzeigen: Wie bewertest du diese Serie?

Teilnehmer
25. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • außergewöhnlich gut (1+)

    2 8,00%
  • sehr gut (1)

    7 28,00%
  • gut (2)

    8 32,00%
  • geht so (3)

    5 20,00%
  • unterdurchschnittlich (4)

    2 8,00%
  • schlecht (5)

    1 4,00%
Ergebnis 1 bis 25 von 25
  1. #1
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)

    Bewertung der Tunisserie von 1982?

    In die Bewertung sollte hier der Inhalt der Hefte 2/82 bis 12/82 einfließen.

    Die Abrafaxe trafen am Ende der vorhergehenden Serie auf einen Hakim, der Don Alfonso heilen sollte. Dieser wurde allerdings überfallen und seine Tochter geraubt. Die Suche nach der Hakimstochter wurde zum Antrieb für die folgenden Hefte.
    Die Abrafaxe treffen in einer Karawanserei auf den dortigen Koch, Dschuha, einem weiteren Spaßmacher, dieser teilt ihnen mit, dass zZt in Tunis die höchsten Preise für Sklavinnen gezahlt würden - ihr neues Ziel steht fest. Allerdings werden sie von Don Ferrando, welcher sich der Räuberbande angeschlossen hat, belauscht und bestohlen. Glücklicherweise kommt Dschuhas Kumpel Ali mit 3 Eseln vorbei, auf denen man nun nach Tunis reitet. Unterwegs werden sie von der Räuberbande überfallen, können aber nach einigen Verwicklungen mit dem vom Don entmachteten Räuberchef Markos entfliehen und treffen wieder auf den Löwen Leo, den Califax gebändigt hat. Die Reisegruppe trifft in Karthago ein, das der etwas dümmliche Dei von Tunis wieder aufbauen will. In dessen Harem finden sie auch Fatima die Hakimstochter, allerdings verkauft er sie bald an den Don - der aber auch keine Freude an ihr haben wird. Die Abrafaxe werden einer Elefantentruppe zugeteilt, die von des Deis Untertanen aber entwaffenet und übernommen wird. Der Don stürzt den Dei und macht sich selbst zum Dei von Tunis. Er zieht sich nach Tunis zurück, wird dort aber von den Abrafaxen mit ihrer Elefantentruppe in der Zitadelle eingeschlossen. Mithilfe eines Geheimplanes findet Fatima aus der Zitadelle hinaus und die anderen in diese hinein. Der Don wurde zwischenzeitlich von den tunesischen Wachen gestürzt und vertrieben, er gelangt auf ein Boot mit zwei Piraten, die ihn zu einem Unterschlupf ihresgleichen bringen wollen. Die Abrafaxe entdecken ihn in dem Boot und machen sich allein auf die Verfolgung (Dschuha, die befreite Fatima und Markos bleiben in Tunis zurück).
    Man gerät in einen Sturm, der alle auf eine kleine Vulkaninsel mit einen Piratenstützpunkt verschlägt. Die Abrafaxe bringen den Vulkan zum Ausbruch und werden selbst von 3 Fischern gerettet - den Don Ferrando wähnt man tot.

    Die Umfrage ist wieder einen Monat offen!

  2. #2
    Mitglied Avatar von Bruno
    Registriert seit
    06.2004
    Ort
    01796 Pirna
    Beiträge
    1.733
    Mentioned
    4 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Man soll zwar immer das Gute zuerst hervorheben, aber bei diesen Heften fällt mir leider nichts ein, was ich positiv erwähnen könnte. Im Ernst, der Jahrgang 1982 war ein absoluter Tiefpunkt, fast hätte ich das Abo auch gekündigt. Ich fand die Story platt, die Figuren unmöglich , egal ob Räuberhauptmann, Dschuha oder Dei und die Zeichnungen gaben auch nicht mehr viel her. Vor allem wurden die Hintergründe immer simpler. Zu viele Dialogbilder ohne Hintergrund taten dem Seitenaufbau auch nicht besonders gut. Schade, aber die Abenteuer in Spanien waren eigentlich ziemlich ok. Gott sei Dank war das Folgejahr dann wieder um einiges besser. Dieser Jahrgang bekommt von mir aber eine glatte Fünefff.

  3. #3
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Hmm...
    Zugegeben, ich habe diese Serie erst viel später "rückwärts" gelesen, aber außer in den Heften 5 und 6, die in der Tat ein wenig albern waren, kann ich deine harsche Kritik eigentlich nicht teilen. Im Gegenteil. Die letzten Hefte, so etwa ab Heft 8 bis zum Schluss, gehören sogar zu meinen Lieblingsheften, was die Story angeht. Der Don war in meinen Augen in dieser Serie so gut wie nie wieder danach. Ich fand es jedenfalls höchst amüsant, wie er so mir nichts dir nichts die Fronten wechselte, und jedes Mal aufs Neue Erfolg hatte, bis hin zum Chef.
    Die beiden genannten schwachen Hefte verzeihe ich. Für mich ist diese Serie eine meiner absoluten Favoriten. So unterschiedlich können die Geschmäcker sein: ich sehe den folgenden Jahrgang nicht als wesentlich besser, sondern sogar als um einiges schlechter an.

    Nachtrag: Ich rede hier eigentlich ausschließlich von der Story. Ob ich deine Kritik an der grafischen Gestaltung nachvollziehen kann, werde ich beim nächsten Lesen dieser Serie mal genauer testen. Merk ich mir mal. Bis jetzt war mir zumindest nix Negatives aufgefallen, aber es ist auch schon viele Jahre her, dass ich diese Serie das letzte Mal gelesen habe.
    Geändert von CHOUETTE (02.06.2005 um 19:48 Uhr)

  4. #4
    Mitglied Avatar von Bruno
    Registriert seit
    06.2004
    Ort
    01796 Pirna
    Beiträge
    1.733
    Mentioned
    4 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Sicher sind Geschmäcker verschieden, aber als ich die Hefte damals gelesen habe, fand ich sie wirklich sehr schlecht. Besonders weil die Abenteuer in Spanien doch recht vielversprechend begonnen haben. Das Du im 83er Jahrgang keine Veränderung erkennst ist mir schon klar. Schließlich willst Du auf den Flaschengeist am liebsten verzichten, während ich darin gerade eine Belebung sah. Wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden.

    Um zu zeigen, daß ich mit meiner Meinung doch nicht ganz allein stehe:
    "Beim Entwurf der Geschichte vom Schild des Poros und der Suche nach den Diamanten hatte ich den Eindruck, es könnte mir auch hier wieder (Anm.: nach der Runkel-Serie, R.K.) ein guter Wurf gelungen sein. Leider war die Ausführung nicht immer auf der gleichen Höhe, was meine Vorstellungen etwas getrübt hat. Mit den afrikanischen Abenteuern des Don Ferrando bin ich am wenigsten zufrieden. Dabei drückt mich auch der Gedanke, mit diesem im allgemeinen gut aufgenommenen Charakter zu wenig in seinem Heimatland Spanien aktiv gewesen zu sein."
    (Zitat aus: "35 Jahre Mosaik, 35 Jahre Comics in der DDR" Ein Interview mit Lothar Dräger von Gerd Lettkemann)

  5. #5
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Bruno
    ...Um zu zeigen, daß ich mit meiner Meinung doch nicht ganz allein stehe:...
    Aber mit deiner Bewertung (bis jetzt) schon.

    Ganz ehrlich: das liest sich für mich aber so, als ob Dräger hier vor allem von der künstlerischen Umsetzung sprach, und eher weniger von der Story. (ich kann mich natürlich irren )
    Ich sagte ja aber schon, dass ich mein obiges Posting auf die Geschichte bezog, und nicht auf die grafische Gestaltung. Ich habe mir diesen Jahrgang ehrlich gesagt noch nie unter diesen Gesichtspunkten genauer zu Gemüte geführt. Werde das aber ganz sicher das nächste Mal tun.
    Aber ich denke nicht, dass eventuelle Defizite bei der grafischen Umsetzung des 82er Jahrgangs meinen positiven Eindruck derart herabsetzen können, dass sich meine Bewertung dieser Serie auch nur im Entferntesten der deinen annähert.
    Und falls Dräger seine Bemerkungen tatsächlich auf die Story bezog, so bin ich eben mit ihm nicht einer Meinung. Kann ja mal vorkommen.
    Geändert von CHOUETTE (03.06.2005 um 17:29 Uhr)

  6. #6
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Lothar Dräger
    Mit den afrikanischen Abenteuern des Don Ferrando bin ich am wenigsten zufrieden.
    Wenn er das im Sinne von: "Die afrikanischen Abenteuer gefallen mir von den Abenteuern des Don Ferrando am wenigsten." meint, dann mag er sogar bei vielen Fans auf Zustimmung stoßen.
    Siehe die Lieblingsserien, dort fällt der Jahrgang 1982 stark ab gegenüber den anderen beiden Ferrando-Teilserien. Soweit würde ich sogar noch mitgehen, diese Serie bekommt auch von mir nur gut, statt sehr gut.

    Wobei durchaus zu diskutieren wäre, wo die "afrikanischen Abenteuer" beginnen, die Lothar Dräger meint. Zählt er schon die zweite Hälfte von 1981 dazu? Ist Afrika mit Heft 11/82 für ihn schon beendet oder zählt er gar Ägypten noch mit dazu?

    P.S. Die Lieblingsserienabstimmung habe ich für unsere Neulinge wieder geöffnet.

  7. #7
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Bhur
    ...Wobei durchaus zu diskutieren wäre, wo die "afrikanischen Abenteuer" beginnen, die Lothar Dräger meint. Zählt er schon die zweite Hälfte von 1981 dazu? Ist Afrika mit Heft 11/82 für ihn schon beendet oder zählt er gar Ägypten noch mit dazu?...
    Na dann diskutieren wir eben.
    Drägers Worten zufolge dürften bereits die Abenteuer ab Heft 6/81 gemeint sein, denn er bedauerte ja im Nachhinein, Spanien zu früh verlassen zu haben. Im Übrigen wirkten auf mich v.a. Don Quijote und Sancho in Nordafrika irgendwie fehl am Platze. Don Ferrando machte sich dort eigentlich ganz gut. Fand ich jedenfalls.

  8. #8
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Für mich sieht es so aus, als ob sich ihm 1982 zwei Wege zur Storyfortentwicklung anboten.

    Erstens könnte er nach der Befreiung von Fatima, womit die Aufgabe aus 1/82 gelöst wäre, das dortige Versprechen wahrmachen und zurück nach Spanien kehren und dort entweder mit dem Don Quixote und Sancho Panso oder mit Don Alfonso als Begleitern weitermachen. Die Entscheidung dies nicht getan zu haben mag er uU in dem Interview bedauert haben.

    Anderseits könnte er die Story in die entgegengesetzte Richtung weiterentwickeln, sprich Richtung Osten. Das dies letztlich 1982 seine Wahl war, mag vielleicht damit zusammenhängen, dass der Eurasische Kontinent nach Osten hin einfach mehr Raum (auch für Geschichten) bot und er sowieso schon seit langem nach Indien, Japan und China wollte.


    Spanien zu früh verlassen zu haben, wäre jedenfalls 1982 noch durch eine andere Wendung der Geschichte zu ändern gewesen.

    Naja, wie heißt es so schön: "Der Weg ist das Ziel", ein Motto das auch für die Abenteuer der Abrafaxe gilt.
    Geändert von Bhur (03.06.2005 um 19:17 Uhr)

  9. #9
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Bhur
    Für mich sieht es so aus, als ob ihm 1982 zwei Wege zur Storyfortentwicklung anboten...
    Stimmt! Möglicherweise ist er hier sogar von den Zeichnern überstimmt worden, denn die sollen sich immer wie ein Schnitzel gefreut haben, wenn sie Abenteuer im Orient zeichnen durften. Müsste man doch glatt mal recherchieren.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Bruno
    Registriert seit
    06.2004
    Ort
    01796 Pirna
    Beiträge
    1.733
    Mentioned
    4 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zitat Zitat von Bhur
    Wenn er das im Sinne von: "Die afrikanischen Abenteuer gefallen mir von den Abenteuern des Don Ferrando am wenigsten." meint,...
    Meinte er nicht. Die Frage war ganz klar, welche seiner Geschichten ihm am besten gelungen waren und welche weniger. Daraufhin nannte er die Runkelserie als sein gelungenstes Werk und den Rest siehe oben.

  11. #11
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Das Interview ist von 1990. Nicht? Da kann ich mir die Nichterwähnung der Orang Laut Abenteuer in dem Zusammenhang eigentlich nur durch den fehlenden zeitlichen Abstand zur Entstehung dieser Hefte erklären.

    Ich finde auch die Zeichnungen nicht übel. Die Karawanserei, die Saharadoppelseite in 3/82, die Ruinen von Karthago, das Collosseo, die Höhlenstadt, Tunis, die Hafenfestung und die Pirateninsel, es wurden doch in jeden Heft qualitativ hochwertige Hintergrundzeichnungen geboten.

  12. #12
    Mitglied Avatar von Udo Swamp
    Registriert seit
    12.2003
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    2.368
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Die Geschichte um den Dei und sein sogenanntes neues Karthago, hätte man eventl. vielleicht etwas besser historisch und spannender vielleicht ausfeilen sollen.
    Die Wüstenräuber waren auch nicht ganz verkehrt, es fehlt dort vielleicht auch noch der sogenannte Kick.
    Die Hintergründe und Zeichnung fand ich aber gut dargestellt.

  13. #13
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Die Umfrage neigt sich ihrem Ende entgegen. Noch knapp 2 Tage verbleiben.

    Danach folgt das Knödel-Abenteuer mit Fanny und dem Marquis, denn Frankreich hatten wir ja gleich zu Beginn.

    Erstaunlich finde ich immer wieder, wie unterschiedlich einzelne Serien gesehen werden. Auch hier ist wieder von außergewöhnlich gut bis schlecht jede Bewertungsstufe zu finden. Es jedem recht zu machen war offenbar schon damals höchst schwierig.

  14. #14
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Geändert von Bhur (28.06.2005 um 10:19 Uhr)

  15. #15
    Mitglied Avatar von Jaromar
    Registriert seit
    06.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    355
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Zum gerade von mir nochmals durchgelesenen 1982er Jahrgang fiel mir eine Sache zum Ende der Serie hin besonders auf, die weder davor noch danach in der MOSAIK-Geschichte in dieser Ausprägung anzutreffen war:
    Im Heft 10/82 auf Seite 9 haut der Hauptmann Markos wie ein Berserker mit seinem Schwert auf das Bett, in dem er den Don schlafend vermutete. Zitat Markos für sein Handeln (Seite 3): "Ich werde ... ihm den Garaus machen..." Die Abrafaxe finden nichts weiter dabei, kritisieren nur, dass er eigenmächtig ins Fort gegangen war.
    Im Heft 12 kommt ja dann die Steigerung mit Brabax' Plan zur Sprengung der Pirateninsel, den er mit fast entrücktem Blick (Seite 9) vorträgt. Schließlich werden von den Abrafaxen Steine auf die Wächter der Bastion gerollt (Seite 13) und anschließend die Insel geprengt (wobei vor allem Brabax dabei stets lächelt). Todesopfer sind dabei offensichtlich eingeplant, schließlich denke ich zumindest von Brabax, dass er die Konsequenzen abschätzen kann.

    Auf mich jedenfalls wirkten die Abrafaxe der letzten 1982er-Hefte eher befremdlich, besonders Brabax. Todesfälle im MOSAIK sind das eine (und normal), aber Mordabsichten? Ich kann mir das Ganze auch nur zum Teil aus den gesteigerten Emotionen gegen den Don erklären (Stichwort: Verhältnismäßigkeit der Mittel).

    Kann es sein, dass in dieser MOSAIK-Phase vorübergehend andere Intentionen mitspielten? Hat jemand anderes daran mitgewirkt? Weiß jemand genaueres darüber?

    Nebenbei: Ich hätte gut und gern auf die Pirateninsel-Geschichte und den Don Ascobar verzichten können. Lieber wäre mir gewesen, die letzten beiden Hefte des Jahrgangs für einen schönen Abschluss der Suche nach Fatima zu nutzen. Mit einem Wiedersehen mit dem weisen Hakim, dem Berberstamm und mit einer würdigen Verabschiedung von Fatima, Dschuha und Markos. Die Geschichte mit der Flasche und ihrem Geist hätte ja dann auf der Heimreise der Abrafaxe passieren können...
    So wie die Heftgeschichte gelaufen ist, weiß man nicht, was aus Fatima geworden ist, zumal sie sich zuletzt noch im Palast des Deis aufgehalten hatte. Wenigstens steht im Einleitungstext zu 12/82: "Unser Freund Dschuha hatte uns beim Abschied versprochen, sie sicher in ihre Heimat zu geleiten." Na, wenigstens haben sich die Abrafaxe auf der Mole noch von Dschuha verabschiedet, auch wenn wir es nicht gesehen haben...

    PS: Im Redaktionsteil des Sammelbands 21 und im Interview mit Lothar Dräger in SB 21/22 steht nichts zu der von mir genannten Problematik.
    Geändert von Jaromar (08.03.2007 um 23:06 Uhr) Grund: PS angefügt

  16. #16
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
    Registriert seit
    08.2000
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    5.443
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ich schon auffällig, wie die Begegnung mit dem Don die Abrafaxe zu extremen Mitteln greifen lässt.

  17. #17
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ist schon was dran. Andererseits: Mich hat das damals nicht gestört. Vielleicht war ich aber auch einfach nur ein besonders verrohtes Kind.

  18. #18
    Mitglied Avatar von Tilberg
    Registriert seit
    12.2004
    Ort
    Berlin - Rote Insel
    Beiträge
    6.762
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Das Gebaren der Faxe fällt sicherlich in die comictypische Kategorie "Böse darf man schlecht behandeln". Ich hatte auch schon mal thematisiert, daß die Gerichtsprozesse im Mosaik immer unfair sind, egal ob es gegen die Guten geht (dann natürlich mit dem Tenor der Entrüstung) oder gegen die Bösen (dann mit Augenzwinkern à la Ätschbätsch). Das Sprengen einer Pirateninsel gehört zu letzterem: Gegen Bösewichte ist im Comic alles erlaubt.

  19. #19
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
    Registriert seit
    07.2000
    Ort
    Wald
    Beiträge
    7.270
    Mentioned
    8 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Vielleicht liegt die kindliche Desensibilisierung auch an den alles andere als politisch korrekten Grimmschen Märchen, mit denen man schon im zartesten Kindesalter konfrontiert wird. Jedenfalls hab ich mit den Piraten damals kein Mitleid gehabt. Bedenklicher fand ich dagegen beispielsweise den Wackerstein, den Brabax im Heft 3/81 dem Sancho gegen den Nischl schleuderte. Damals war ich 4 Jahre alt, und es brauchte geraume Zeit, bis ich in Brabax nicht mehr den Bösen sah.

  20. #20
    Mitglied
    Registriert seit
    09.2009
    Beiträge
    42
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Man muss aber an dieser Stelle auch die eigentliche Zielgruppe berücksichtigen. Und da mit der Notwendigkeit, Gerichtsprozesse auch gegen die Bösen nach rechtstaatlichen Kriterien zu führen, wird dann glaube ich doch zu intellektuell.

  21. #21
    Mitglied Avatar von Tilberg
    Registriert seit
    12.2004
    Ort
    Berlin - Rote Insel
    Beiträge
    6.762
    Mentioned
    1 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ich glaube, deine Einschätzung geht an der Fragestellung vorbei.
    "Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!"
    Bhur am 12.9.2016

    "Die MosaPedia - das dufte Mosaik-Lexikon im Internet!"
    Nietzsche am 3.1.1889

  22. #22
    Dauerhaft gesperrt Avatar von Klein Wanda
    Registriert seit
    02.2016
    Beiträge
    548
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Dieser Jahrgang ist in meiner Erinnerung eher verblasst. Positive Ausnahme: der Räuberhauptmann. Note 2.

  23. #23
    Mitglied Avatar von Max schwalbe
    Registriert seit
    07.2016
    Beiträge
    444
    Mentioned
    4 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Ich finde das 82er Tunis-Kapitel eigentlich fast gelungener als die Ferrando-Serien davor und danach. Wie komme ich dazu: Der Don ist zäh wie Leder und scheinbar unbegrenzt motivationsfähig - wirkt dabei jedoch anders als 1983, noch frisch und nicht abgenutzt. Spannung und Witz vereinen sich vor allem am Ende. Die Nummern 8-10/82 zählen sogar zu meinen Lieblingsheften. Die Hefte 11 und 12/82 gehören meinesachtens zum Erzählkreis der Tunis-Serie nicht mehr dazu. Der ist mit der Befreiung Fatimas abgeschlossen. Eine Stelle, bei der ich bis heute herzlich lachen muss, ist der zu Bett gehende Califax, der sich in der Karawanserei ahnungslos neben den spionierenden Don Ferrando schlafenlegt und so laut schnarcht dass der Don nicht mehr weiter lauschen kann.

    Schwächen:
    - Eindeutig Fatima. Sie wurde viel zu wenig belichtet, vor allem am Ende. Es wirkt gerade so, als wäre Lothar Dräger ihr als Figur mit allen Mitteln aus dem Weg gegangen, absurd.
    - Ich bin ja Fan von großen Panels, aber wenn es nur simpel vergrößerte Zeichnungen sind ohne mehr Detailtiefe und das am laufenden Band, wirds der Erzählung und auch Spannung abträglich.

    Zitat Zitat von Jaromar Beitrag anzeigen
    Im Heft 10/82 auf Seite 9 haut der Hauptmann Markos wie ein Berserker mit seinem Schwert auf das Bett, in dem er den Don schlafend vermutete. Zitat Markos für sein Handeln (Seite 3): "Ich werde ... ihm den Garaus machen..." Die Abrafaxe finden nichts weiter dabei, kritisieren nur, dass er eigenmächtig ins Fort gegangen war.
    Finde ich völlig okay, wo ist denn das Problem? Erzählerisch ist die besondere Wut Markos' nachvollziehbar, und angesichts seiner groben Vergangenheit als Räuber, sind auch seine gewählten Mittel völlig logisch. Sehr gut dargestellt, ohne moralische Verrenkungen und Sozialkitsch! Trotzdem frei von anstößigen Darstellungen, fand ich sehr gelungen. Und wie du schon schriebst: Die Abrafaxe selbst hätten anders gehandelt, das kommt in der Darstellung auch so herüber. Überhaupt fand ich die Figur des Markos als resozialisierter ehem. Räuber sehr gut, hätte man gerne noch vertiefen können. Menschen, die zwischen alten Schwächen und neuen Tugenden stehen ... in dem Spannungsfeld ist viel spannende Charakterentwicklung möglich.

    Zitat Zitat von Jaromar Beitrag anzeigen
    Nebenbei: Ich hätte gut und gern auf die Pirateninsel-Geschichte und den Don Ascobar verzichten können.
    Aber bestimmt nicht auf das Panel wo er mit Katzen und Knarre im Bett herumgammelt, oder? Fand ich jedenfalls ganz stark Ansonsten ja, die kurze, irgendwie dahingezimmerte Piraten-Episode wirkt wie eine krampfhafte Flucht Drägers vor Fatima.

    Es stimmt aber, dass Brabax' offensichtlicher Genuss an der Sprengung der Pirateninsel ein wenig seltsam wirkt. An der Stelle sehe ich ebenfalls eine gewisse moralische Grenze überschritten, ähnlich wie in der Amerikaserie, wo Abrax mit fröhlichem Blick den gehörlösen Typen in die Tiefe stürzen lassen will.
    Geändert von Max schwalbe (25.02.2020 um 15:29 Uhr)

  24. #24
    Junior Mitglied
    Registriert seit
    02.2020
    Ort
    CCAA
    Beiträge
    14
    Mentioned
    0 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Der 82er Jahrgang war der letzte, den ich in Vorwendezeiten nie vollständig kriegen konnte. Jetzt, wo ich ihn mir grad nochmal in aller Gänze vorgenommen habe, gefällt er mir nicht ganz so gut wie 1981. Es beginnt rasant in der Karawanserei mit der sehr schönen Portolankarte ganz vorn und führt dann über eine längere Reise nach Tunis bis auf die Pirateninsel. Davon hat mir der Mittelteil mit dem seltsamen Theaterstück am wenigsten gefallen. Leider ist trotz des Dons zuwenig los, der Dei bleibt etwas farblos und dumm und eigentlich geht es für die Abrafaxe auch nur vor und zurück in die Stadt. Zum Glück für die Serie zieht das Tempo in den letzten beiden Hefte wieder stark an.

    Was besonders auffällt, ist, dass erstaunlich viele Nebenfiguren agieren. Schade, dass man sich dann aber nicht genügend Zeit genommen hat, ihre Geschichten zu einem würdigen Abschluss zu bringen. So wirken sie teilweise, wie auch in den Anhängen richtig festgestellt wird, nur wie ein dramaturgischer Kniff auf dem Weg zum neuen Abenteuer. Womit wir bei dem eigentlichen Grund wären, warum zumindest ich mich heute doch trotz allem positiv zurückerinnere: Fatima! Beim Teutates, sah und sieht diese Frau gut (gezeichnet) aus! Für mich eindeutig Lonas schönste Schöpfung neben Roxane und sie macht eigentlich auch auf allen Panelen eine gute Figur - fantastisch. Noch dazu hat sie diesen feurigen Charakter und ich musste schon damals über die Raufereien lachen, selbst dieser Räuberbande um Ferrando hat sie's gegeben, nicht mal der Hund wurde verschont, wie man auf einer der Zeichnungen gut erkennen kann.

    Daneben hat ja auch Jörg Reuter erstmals ab 12/82 die Abrafaxe zu zeichnen begonnen, was sofort ins Auge sticht. Nicht falsch verstehen, aber seine Faxe, die ja auch den kommenden Jahrgang stark prägen, haben mir damals wie heute weniger gut gefallen. Ich weiss nicht warum, aber der Stil war irgendwie technischer, die Gesichter nicht so stimmig und sympathisch wie von LR oder IWW.
    Geändert von Mister A (03.03.2020 um 08:27 Uhr)

  25. #25
    Mitglied Avatar von Nante
    Registriert seit
    09.2018
    Ort
    Nürnberg
    Beiträge
    956
    Mentioned
    7 Post(s)
    Tagged
    0 Thread(s)
    Das war bei mir die letzte Serie, die mich noch wirklich mitgenommen hat. (Lag sicher auch an Fatima )
    Danach habe ich bis nach der Wende eigentlich nur noch aus Prinzip weiter gesammelt. Einesteils hat mich die Flaschen-Story nicht überzeugt und mit Alex konnte ich mich nie recht anfreunden.
    ODER ich kam einfach in ein Alter, in dem andere Dinge wichtiger wurden...
    Eine Krise kann jeder Idiot meistern. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.
    (angeblich) Anton Tschechow

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •