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Thema: Digedags in der Zeitung

  1. #751
    Mitglied Avatar von Rookie
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    Das kann sich natürlich bei der Übernahme von Herrn Schleiter geändert haben.
    Von Schleiter ist mir das auch bekannt. Ich errinnere mich noch an das Drama, als Torsten Kiecker Skizzen aus den "Kleinen Dedektiven" an Fans weiter verkaufen wollte.

  2. #752
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    Von Schleiter ist mir das auch bekannt. Ich errinnere mich noch an das Drama, als Torsten Kiecker Skizzen aus den "Kleinen Dedektiven" an Fans weiter verkaufen wollte.
    Das lag mir im Mund. Ich habe nur nicht gewagt, es hier zu erwähnen...

  3. #753
    Mitglied Avatar von gbg
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    Das Urheberrecht ist unveräußerlich!
    Urheberrecht § 29 UrhG
    „Das Urheberrecht ist nicht übertragbar, es sei denn, es wird in Erfüllung einer Verfügung von Todes wegen oder an Miterben im Wege der Erbauseinandersetzung übertragen.“

    „Daraus ergibt sich, dass die Übertragung des gesamten Urheberrechts nur nach dem Tod des Schöpfers möglich ist und dieses vererbt wird. Eine Abtretung zugunsten von Dritten kann deshalb beim Urheberrecht nicht erfolgen. Allerdings können Urheber anderen Personen sogenannte Nutzungsrechte einräumen, die es ihnen erlauben, das Werk zu nutzen.“

    Wenn natürlich ein Urheber an seinen Chef alles abgibt, bleibt er dennoch der Urheber, nur er kann daraus keine Vorteile für sich ableiten, aber der Name muss genannt werden, deshalb standen ja auch alle im Impressum.
    Das hatte Hegen im Heft 11 ja auch getan. Im neuen Mosaik war es dann durch die Zeichner eine der Bedingung, das neue Heft zu gestalten! Daran kann auch Schleiter nichts ändern. Was er dann seit Übernahme gemacht hat, dass wissen nur die Beteiligten ganz allein. Dennoch, siehe oben, da kann er unter Verschluss halten was er will. Wenn der Zeichner seine bezahlte Zeit dem AG zurückzahlt, denn darauf läuft es hinnaus, kann er auch wieder als Urheber seine Rechte verwirklichen.
    Da das ein Vertrag von zwei Seiten war, muss natürlich die andere Vertragspartei auch zustimmen!

    Und im übrigen habe ich bisher von keiner erfolreichen Kündigung, wegen Gehaltsnennung seitens des AG durch die Instanzen gehört, die ein AN verloren hätte?
    Komischerweise ist dieses Thema gerade auf Twitter viel diskutiert, auch auf FB ist es übergeschwappt...
    Geändert von gbg (11.01.2018 um 21:09 Uhr)

  4. #754
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Nun bleiben wir mal auf dem Boden. Seit damals sind viele Jahre, sogar JahrZEHNte, ins Land gegangen und wir wissen erstens nicht, wie das jetzt konkret gehandhabt wird und ich MÖCHTE es auch gar nicht wissen, zumal das gewaltig am Thema vorbei geht und damals schon nicht ganz koscher war. Wir wissen ebenfalls nicht, wie das an anderen Stellen gehandhabt wird. Da hilft es auch nicht, hier mit Urheberrechtsgesetzen zu hantieren.

  5. #755
    Mitglied Avatar von gbg
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    Nur darum geht es!

  6. #756
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    MZ: "Lenin ist jetzt Leipziger":

    http://www.sz-online.de/sachsen/leni...r-3856710.html

    "Die anderen Ausstellungen des Zeitgeschichtlichen Forums unter anderem zum DDR-Comic Digedags sind trotzdem weiterhin zu sehen."

  7. #757
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Magdeburger Volksstimme:




  8. #758
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    Nun auch online: Zack Set - Digedags Reggae 1981, diesmal mit Schallplattenabbildung:


  9. #759
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    LVZ heute mit Digedags!


  10. #760
    Mitglied Avatar von gbg
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    Nach der Hegen-Legende, kommt nun die Lindner-Legende

  11. #761
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Nach der Hegen-Legende, kommt nun die Lindner-Legende
    Begründe die Aussage doch mal bitte.

  12. #762
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    "Dieselbe Jugend las auch die Comic-Serie Mosaik, in der junge Afroamerikaner „Negerjungen“ genannt wurden, die von sich nur in der dritten Person sprechen und von guten Weißen aus der Sklaverei befreit werden."

    https://www.freitag.de/autoren/msuck...boesen-koerper


  13. #763
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    "Dieselbe Jugend las auch die Comic-Serie Mosaik, in der junge Afroamerikaner „Negerjungen“ genannt wurden,
    Skandal!
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  14. #764
    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    "Dieselbe Jugend las auch die Comic-Serie Mosaik, in der junge Afroamerikaner „Negerjungen“ genannt wurden, die von sich nur in der dritten Person sprechen und von guten Weißen aus der Sklaverei befreit werden."
    Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass in der Amerika-Serie nicht die Geschichte der Afroamerikaner der beginnenden 1970er Jahre erzählt wurde und die Hautfarbe der Schurken und Sklavenhalter war auch nicht besonders dunkel. Vielleicht sollte der Autor Michael Suckow mal das Buch Onkel Toms Hütte lesen, oder steht das auch auf seiner "schwarzen" Liste?
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  15. #765
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Naja, Hegen hat alle Seiten im Heft aufgerissen, deren Komposition festgelegt und mitunter in der Detailhaftigkeit auch sehr weit ausgeführt. Kann man an einer Seite des Heftes 201 im Lindnerbuch ganz gut sehen. Da handelt es sich auch Mitnichten wie gern behauptet wird um nur einen "groben Aufriss" des Chefs, sondern um eine detaiiert ausgeführte Vorzeichnungen. Man kann fast soweit gehen zu behaupten, die Zeichner mussten da nur die Konturen inken und ausmalen. Das ist sicher genauso übertrieben, aber fest steht das Hegen einen sehr hohen Anteil an den Zeichnungen hatte, auch wenn er nicht das letzte Glied in der Ausführung war.
    Ich habe in der MosaPedia mal zwei Aufrisse von Hegenbarth hochgeladen, an denen man die "Detailhaftigkeit" gut erkennen kann. Da kann sich jeder selbst ein Bild machen.

    http://mosapedia.de/wiki/index.php/M...Besonderheiten

    (Durch Klicken auf die Bilder vergrößert sich das Ganze noch.)

  16. #766
    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Ich habe in der MosaPedia mal zwei Aufrisse von Hegenbarth hochgeladen, an denen man die "Detailhaftigkeit" gut erkennen kann. Da kann sich jeder selbst ein Bild machen.

    http://mosapedia.de/wiki/index.php/M...Besonderheiten

    (Durch Klicken auf die Bilder vergrößert sich das Ganze noch.)
    tja, aber so sieht das nun mal aus: ein bisschen dünne von der feinarbeit her. wobei die eigentliche (unsichtbare) arbeit hierbei besteht, eine zu erzählende geschichte in 24 seiten zu 1 bis max. 10 panels aufzuteilen, die dem narrativ logisch, zügig und unterhaltsam folgen und bei der portionierung auch jeweils mit den zugestandenen wenigen textzeilen zurande kommen. wer sowas noch nie gemacht hat, hält das vielleicht für leicht.
    es sind sogar details zu sehen, die zusätzlich zur story die einzelbilder schmücken (hund, abgestützter balkon, werbetafel) oder explizit vorkommen sollen (staubwölkchen beim anklopfen).

    im übrigen ist diese seite nie umgesetzt worden und als beispiel deshalb nicht sooo tauglich. hab schon andere, "bessere" aufrisse von hegen gesehen. aber wie gesagt, die arbeit besteht im zuweisen der bild/text-einzelteile, die dann zusammen die unterhaltsamen, spannenden, lustigen, lehrreichen übergeordneten elemente (seite / heft / serie) ergeben sollen.

  17. #767
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Ja, du hast schon recht. Aber kathleen schrieb ja, die Aufrisse wären schon so gut gewesen, dass man sie nur inken hätte brauchen. Das ist ganz offenkundig nicht so gewesen.

    Außerdem wollte ich gern diese "Apokryphen" zeigen. Im Normalfall wird ein Aufriss ja im Laufe der Arbeit an einer Seite komplett wegradiert.

  18. #768
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Im Normalfall wird ein Aufriss ja im Laufe der Arbeit an einer Seite komplett wegradiert.
    Wird der heutzutage vorher eingescannt, falls mal was schiefgeht? Schon klar, dass man gescannte und gedruckte "Ersatzaufrisse" nicht wegradieren kann, aber die intellektuelle Planungsleistung müsste man im Falle eines Falles nicht noch mal machen.
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  19. #769
    Zitat Zitat von pteroman Beitrag anzeigen
    ... es sind sogar details zu sehen, die zusätzlich zur story die einzelbilder schmücken (hund, abgestützter balkon, werbetafel) oder explizit vorkommen sollen (staubwölkchen beim anklopfen). ....
    Irgendwo muss ja auch festgelegt sein welche Nebenfigur an welcher Stelle des Aufrisses zu sehen ist, denn abgesehen von (in diesem Fall) den Digedags könnte das sonst schwer fallen...
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  20. #770
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    [QUOTE=Bhur;5383816]Ja, du hast schon recht. Aber kathleen schrieb ja, die Aufrisse wären schon so gut gewesen, dass man sie nur inken hätte brauchen. Das ist ganz offenkundig nicht so gewesen.

    Da hast du ja schöne Beispiele rausgesucht, aber wie ich bereits schrieb liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Als Beispiel möchte ich gern auf das von mir zitierte Scribble im ersten Lindnerbuch auf S. 148, bzw. im Lindnerhandbuch auf S.245 verweisen. Ich hoffe du kannst auf diese Quelle zugreifen. Hier ist die Zeichnung ja sehr wohl ziemlich weit im Detail ausgeführt und bedürfte eigendlich nach meinem Verständniss nur noch eine einfache Inkung. Wie weit ein Scribble ausgeführt wurde seitens von Hegen wird im Mosaikalltag auch immer davon abgehangen haben wie er Zeit (und Lust) hatte und welche anderen Verpflichtungen er wahrnehmen musste im Verlag etc. Schließlich war er der Manager einer Firma und hatte Aufgaben, die sich heute bei euch auf mehreren Köpfen verteilen.
    Geändert von kathleen (18.01.2018 um 22:25 Uhr)

  21. #771
    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Ja, du hast schon recht. Aber kathleen schrieb ja, die Aufrisse wären schon so gut gewesen, dass man sie nur inken hätte brauchen. Das ist ganz offenkundig nicht so gewesen.

    Außerdem wollte ich gern diese "Apokryphen" zeigen. Im Normalfall wird ein Aufriss ja im Laufe der Arbeit an einer Seite komplett wegradiert.
    ok, das mit dem inken kann man bei deinen beiden beispielen natürlich komplett vergessen! wobei ich mir jetzt aber nicht so sicher bin, ist die korrekte bezeichnung dieser "aufrisse". wenn damit gemeint sein soll, dass hegen diese seiten bereits zum endgültigen drüberzeichnen vorlegte, bin ich skeptisch. für mich sehen die beispiele eher wie scribbles aus. von mir aus auch wie aufrisse (im sinne von: wo kommt was hin?), aber detailliert ausgeführte vorzeichnungen sind es nun mal nicht. nicht mal die panellinien sind korrekt gezogen. da hätte wohl auch das ausführende teammitglied schwierigkeiten mit der gewünschten werkstreue.

  22. #772
    [QUOTE=kathleen;5384050]
    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Ja, du hast schon recht. Aber kathleen schrieb ja, die Aufrisse wären schon so gut gewesen, dass man sie nur inken hätte brauchen. Das ist ganz offenkundig nicht so gewesen.

    Da hast du ja schöne Beispiele rausgesucht, aber wie ich bereits schrieb liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Als Beispiel möchte ich gern auf das von mir zitierte Scribble im ersten Lindnerbuch auf S. 148, bzw. im Lindnerhandbuch auf S.245 verweisen. Ich hoffe du kannst auf diese Quelle zugreifen. Hier ist die Zeichnung ja sehr wohl ziemlich weit im Detail ausgeführt und bedürfte eigendlich nach meinem Verständniss nur noch eine einfache Inkung. Wie weit ein Scribble ausgeführt wurde seitens von Hegen wird im Mosaikalltag auch immer davon abgehangen haben wie er Zeit (und Lust) hatte und welche anderen Verpflichtungen er wahrnehmen musste im Verlag etc. Schließlich war er der Manager einer Firma und hatte Aufgaben, die sich heute bei euch auf mehreren Köpfen verteilen.
    s. 148 hab ich mir grad mal rausgesucht (da steht was von scribble zur nr. 201. ich glaube, es herrscht eine allgemeine begriffsverwirrung über scribbles, skizzen, aufrisse und vorzeichnungen). hier sind aber zwei sachen hochinteressant: einmal die wirklich verblüffende detailtreue (und wenn es wirklich von hegen ist - er hatte es also voll drauf) und zum zweiten, dass dann trotzdem deutlich vom vorgeschlagenen bild abgewichen wurde. einzelne elemente sind fast 1:1 (pedros hochhieven, dixe in den wanten), trotzdem wurde ein anderer winkel gewählt, es wurden personen von links nach rechts geschoben etc.

    man hätte es also beinah inken können, aber dann wäre es ein anderes panel als das letztlich gedruckte gewesen. hier verbergen sich wohl noch ein paar geheimnisse des kreativen schaffensprozesses der hegenauten!
    Geändert von pteroman (Gestern um 01:19 Uhr)

  23. #773
    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    ... Ebenso das Motiv vom Heft 138, das hat Edith gezeichnet, ...
    da bin ich abermals skeptisch, ob die gute edith so tolle pferde zeichnen konnte wie auf dem cover 138. ist das verbürgt von ihr? ich mags kaum glauben.

  24. #774
    Zitat Zitat von pteroman Beitrag anzeigen
    ... hier verbergen sich wohl noch ein paar geheimnisse des kreativen schaffensprozesses der hegenauten!
    Wie man diese Entwürfe und Zwischenstände auch immer nennen mag, es dürften bei vielen Panels etliche Entwicklungs- und Entscheidungsstufen durchlaufen worden sein. Wie das ausgesehen haben könnte, erkennt man ganz gut am der EB-Nummer " H 2011/09/0012.30 " im Archiv der Stiftung. Dort sehen wir den Entwurf Panel 1 Doppelseite 18/19 aus Heft 122 und mit Klebestreifen darüber befestigt eine detaillierte Strichzeichnung des Ausschnittes, der es dann in das Heft geschafft hat.
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  25. #775
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