Umfrageergebnis anzeigen: Seid ihr Vegetarier?

Teilnehmer
112. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja! Ovo-lacto

    29 25,89%
  • Ja! Veganer

    8 7,14%
  • Nein! Ich esse Fleisch, abe rhabe mir noch nie über den Konsum Gedanken gemacht!

    9 8,04%
  • Nein und mir ist es auch egal was mit den Tieren passiert!

    22 19,64%
  • Nein! Ich finde es zwar schlimm was mit den Tieren passier, wüsste aber nicht wie ich damit aufhören könnte!

    26 23,21%
  • Esse nur Tiere aus "artgerechter" Haltung!

    15 13,39%
  • Kein Kommentar!

    3 2,68%
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Ergebnis 201 bis 219 von 219
  1. #201
    Moderator D.O.N.R.O.S.A. Avatar von DonHergeFan
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    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Na ja, wenn man jetzt nur etwas gegen Massentierhaltung hat, kann man ja auch Fleisch im Bioladen um die Ecke kaufen oder beim Bauern des Vertrauens. Da muss man ja nicht gleich zum Vegetarier werden.
    Joa, das stimmt schon, aber ich bin dann gedanklich noch 'nen Schritt weitergegangen und hab' mir gedacht, dass mir die Tiere des Bauern um die Ecke auch Leid tun.

  2. #202
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    was haltet ihr denn von diätkost? sowas find ich auch immer ganz gut..hab überlegt almased mir zu kaufen bei nu3..was ,meint ihr dazu? ich meine man kanns mal ausprobieren..hat viele referenzen..und das ist auch gut so.. hat einer damit schon erfahrung gemacht? hab hier was gefunden http://www.almasedpreis.com/nu3-almased/

    lg an euch

  3. #203
    Mitglied Avatar von ray.zero
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    Zitat Zitat von Black Sheep Beitrag anzeigen
    Na ja, wenn man jetzt nur etwas gegen Massentierhaltung hat, kann man ja auch Fleisch im Bioladen um die Ecke kaufen oder beim Bauern des Vertrauens. Da muss man ja nicht gleich zum Vegetarier werden.
    Und wie machst du das im Restaurant? Oder bei der Fastfoodkette deines Vertrauens? Fragst du da regelmäßig nach, ob das Fleisch auch brav vom Bio Bauern kommt? Und lässt du dir das dann auch alles fein bestätigen?
    Btw werden die Tiere auch beim Bio Bauern getötet und das nicht immer auf zimperliche Art und Weise. Es gibt KEIN glückliches Schnitzel, nur totes.

  4. #204
    Zitat Zitat von ray.zero Beitrag anzeigen
    Und wie machst du das im Restaurant?
    Entweder, man geht gar nicht erst in ein Restaurant oder man sucht eins auf, welches auf Bio-Produkte setzt. Letzteres gibts sogar in meiner Stadt und da ist das Essen sogar bezahlbar und nur ein paar Cent teuer als anderswo.

    Oder bei der Fastfoodkette deines Vertrauens?
    Man kann sich sicher denken, dass es z.B. bei McDoof keine Bioprodukte gibt.

    Fragst du da regelmäßig nach, ob das Fleisch auch brav vom Bio Bauern kommt?
    Nun, nachfragen kostet ja nix. Es sollte einem nix zu blöd sein. Jemand, der eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, wird schließlich auch nicht drumherum kommen nachzufragen, was alles im Essen drin ist. Sonst könnte es ja noch eine böse Überraschung geben.

    Und lässt du dir das dann auch alles fein bestätigen?
    Tja, entweder man vertraut dem Restaurant oder man lässt es ganz bleiben.

    Btw werden die Tiere auch beim Bio Bauern getötet und das nicht immer auf zimperliche Art und Weise. Es gibt KEIN glückliches Schnitzel, nur totes.
    Dass auch Tiere beim Biobauern getötet werden, dürfte sicher jedem klar sein. Wem es aber rein um die Haltung der Tiere geht, der kann den Kompromiss schließen, eben nur Bioprodukte zu sich zu nehmen und nichts anderes wollte ich mit meiner Aussage vermitteln. Wer jedoch auch gegen die Tötung von Tieren ist, der sollte halt lieber auf Fleisch verzichten.

  5. #205
    "Nein! Ich finde es zwar schlimm was mit den Tieren passiert, wüsste aber nicht wie ich damit aufhören könnte!"

    Dafür hab ich gestimmt, obwohl das nicht ganz meiner Meinung entspricht. Ich bin einfach nicht sicher, ob es als Protestaktion was bringt, Vegetarier zu sein. Es gibt ja immer noch und wird immer genug Leute geben, die Fleisch essen. Ich mach das zwar wenig (Reis, Nudeln und Gemüse sind billiger), aber ich mag auch den Geschmack.

  6. #206
    Junior Mitglied Avatar von comicpirat
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    Ich bin kein Vegetarier. Trotzdem verzichte ich gern mal 1-3 Tage auf Fleisch und habe nichts dagegen, wenn auf dem Tisch vegetarische oder (meine Frau hat vor kurzem ein veganes Kochbuch angeschleppt und daraus gezaubert) vegane Gerichte stehen.

    Es ist wichtig zu wissen, wie unser Fleisch hergestellt wird und was Massentierhaltung bedeutet. Daher ist es wichtig sich dafür einzusetzen und artgerechte Haltung von Tieren zu unterstützen und sei es nur mit dem Kauf von 1-2 Euro mehr.

    Auf mein Steak auf dem Grill im Sommer oder diverse Fleisch- und Wurstwaren möchte ich trotzdem nicht verzichten!

    Ich denke, Fleisch sollte jedoch wieder etwas Besonderes werden z. B. der typische Sonntagsbraten und dafür aber die Woche über kein oder selten Fleisch auf den Tisch kommen. Fleisch sollte ein Luxusgut sein, dass man bewusst genießt und verzehrt. Und jeder sollte einen "bewussten" Preis dafür zahlen. Somit kommen wir vielleicht weg von der Massenwaren Fleisch, die billig produziert wurde und sicherlich für so manchen Skandal verantwortlich ist?

    Nun ja ... großes Thema.

  7. #207
    Bin seit gut 2 1/2 Jahren Vegetarier aus moralisch ethischen Gründen und hatte den Thread hier einfach mal beim Durchstöbern gesehen. Leider noch Ovo-Lacto, aber ich bin dabei immer mehr auf vegane Alternativen umzusteigen. Zum Glück wird einem das mit der Zeit immer leichter gemacht, da die Auswahl in den Märkten immer mehr zunimmt : )

    Beim Lesen der Abstimmungsmöglichketen dachte ich mir nur "Ok, das 4. wird wohl kaum einer anklicken... wär ja auch irgendwie ein mieser Ego-Charakter."... kaum hab ich abgestimmt:
    "Nein und mir ist es auch egal was mit den Tieren passiert!" - 20 Leute

    Ja ok, ich bin eh "parteiisch", weil ich Vegetarier bin, aber ganz im Ernst: Es ist euch (die dafür gestimmt haben) egal?
    Das Leid anderer ist einem nur dann egal, wenn man entweder komplett stumpf an Emotionen ist oder die Ausmaße des Leidens noch nie mit eigenen Augen gesehen hat, sondern nur von Erzählungen kennt.
    Ich habe keineswegs etwas gegen 'Fleischesser' und bin bei weitem kein militanter Vegetarier, der alles um sich herum bekehrt. Gründe wie "Nein! Ich finde es zwar schlimm was mit den Tieren passier, wüsste aber nicht wie ich damit aufhören könnte!" oder "Esse nur Tiere aus "artgerechter" Haltung!" sind doch irgendwie noch legitim und schließlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er sich ernährt. Aber ab einem gewissen Grad an Gleichgültigkeit fehlt mir die Toleranz...

    Ich finde es auch sehr vernünftig, was comicpirat geschrieben hat, weil man das Verantwortungsbewusstsein herauslesen kann. Nur wenn der Verbraucher Massen fordert, liefert die Industrie Massen. Und der Industrie ist es wahrlich schei*egal, mit welchen Mitteln die Forderungen des Konsumenten erfüllt werden. Hier gilt keine Moral und wenn man mal ein Gespräch mit Mitarbeitern eines Schlachtbetriebes führt, dann merkt man auch ganz schnell, dass sie Tiere nicht als Lebewesen, sondern als Ware sehen. Ich denke, dass dies auch eine Art Selbstschutz darstellt, da man buchstäblich zerbrechen würde, wenn man in dieser Branche Mitgefühl hätte. Warum sonst sagt man auf dem Land "Gib dem Vieh, das du schlachten willst, keinen Namen."? Weil man durch die Namensgebung etwas mit dem Tier verbindet und es nicht mehr nur als Schlachtprodukt betrachtet.

    Leider wird es immer Menschen geben, die ihre Augen vor all den Missständen in dieser Gesellschaft verschließen (Missstände gibts es nicht nur in der Fleischindustrie...), aber so viel Gleichgültigkeit nervt einfach tierisch... im wahrsten Sinne...


    "Aliit ori'shya tal'din"

    ~ E x a c t l y ~



  8. #208
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    ich bin Ovo-Lakto-Vegetarisch meide Fleisch und Fisch, mag Milch, Eier, Honig...

  9. #209
    Alumna (ehemaliges Teammitglied) Avatar von Minerva X
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    Ich bin kein Vegetarier und werde auch nie einer werden. Dafür liebe ich tierische Produkte zu sehr (und unter anderem haben die völlig idiotischen Sprüche, Milch würde Osteoporose auslösen, die Lebensweisen für mich disqualifiziert). Persönlich achte ich beim Einkauf auf tiergerechte Haltung - Bio, möglichst eher aus der Gegend. Bio muss nicht sein, wenn es artgerechte Haltung ist.
    Restaurant-Besuche gehen bei mir gegen Null und ich bin mir durchaus bewusst, dass es dann wohl nicht artgerechte Haltung sein wird. Und ich kann auch mal ohne Fleisch - ich mag auch vegetarische Kost, sofern sie gut zubereitet ist (und um Himmels willen keinen Fleischersatz verwendet). Zudem essen ich auch manche Innereien und nicht nur das Muskelfleisch.

    Fragt sich, wo das Problem angefangen hat - forderte der Verbraucher geringere Preise oder versucht die Industrie auf Kosten der Qualität mehr abzusetzen? Konsumenten sind aber auch nicht bereit, auf was zu verzichten und Fleisch ist und war wohl eine Art Wohlstandssymbol (früher war das bei weitem nicht so verfügbar). Und was man vielleicht noch bedenken sollte: Normales Fleisch, das man so zu kaufen bekommt, ist irgendwie recht "geschmacklos" geworden (so wie viel Obst und Gemüse, beim Fleisch liegt das aber wohl manchmal an der fettarmut). Bekomme ich mal Fleisch von Wildtieren oder alten Rassen, brauche ich davon weeeeeit weniger und bin satt, weil es nach deutlich mehr schmeckt.
    Und ne kleine Menge Fleisch wäre durchaus gut - es gibt Weideflächen, die nicht anders genutzt werden können. Nur nicht in der Menge und die Preise für solches Fleisch wären garantiert deutlich höher.
    Like a Dream - Forum für BL, Yaoi, Shonen-Ai, Homoerotik - und Girls Love

    PKT=Persönliche Knallertitel (=was man subjektiv grandios fände, aber nicht unbedingt die Riesenmasse)

    Titelwünsche: Ai no Kusabi (ein BL-Klassiker), Aijin Incubus, Deadlock (Novel), Ilegenes, Kiseiju (Parasyte), Lucky Dog, S, Togainu no Chi, Zone-00; etwas von Akira Norikazu

  10. #210
    Mitglied Avatar von Jot
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    Vegan seit dem Jahr 2000.

    Hab seitdem keinen Veganer getroffen, der mir auch nur ansatzweise sympatisch war. Scheinen alles Moralapostel zu sein, die sich für ein höher entwickeltes und zivilisierteres menschliches Wesen halten - wo ich mich dann immer gefragt habe, ob sie wegen den Tieren, der Tierhaltung, den Tiertransporten oder der Massenschlachtung vegan geworden sind, oder um mit den Finger auf andere Menschen zeigen zu können. bei so viel geballter intolreanz, arroganz und unsympathie wäre ich fast aus Prinzip in den nächsten McDonalds gelatscht und hätte ne Großbestellung aufgegeben.

    Seitdem ich aber die Diskussion mit meinesgleichen und größere Ansammlungen von Veganern auf ihren gesellschaftlichen Missionarskreuzzügen meide (veganer WGs = Katastrophe), kann ich auch selber clean bleiben. Meine größte sorge war einmal, ob ich nach außen hin auch als so ein besserwisserisches A-Loch wargenommen werde. Meine Freunde sagen nein, weil ich nicht missioniere. Und doch habe ich wohl mehr Leute durch simples vorleben zumindest zum Ovo-Lacto-Veggi missioniert, als jeder Kampf-Veggi "Leg dein Fleisch nicht neben meine Zucchini auf den Grill! Das Fett Spritzt rüber!"

    Bestes Mittel: Niemals belehren. Sich nichts drauf einbilden, was man macht und isst. Die Leute sollen von sich dir die Frage stellen, warum man das macht und dann einfach gegenfragen "Sag du es mir". Die Leute kennen die Antowrten eigentlich selber

    Naja, dafür werde ich in diversen anderen Themen als besserwisserisches A-Loch wahrgenommen.
    Geändert von Jot (04.12.2014 um 23:05 Uhr)

  11. #211
    Mitglied Avatar von Miss Morpheus
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    Zitat Zitat von Jot Beitrag anzeigen
    Vegan seit dem Jahr 2000.

    Hab seitdem keinen Veganer getroffen, der mir auch nur ansatzweise sympatisch war. Scheinen alles Moralapostel zu sein, die sich für ein höher entwickeltes und zivilisierteres menschliches Wesen halten - wo ich mich dann immer gefragt habe, ob sie wegen den Tieren, der Tierhaltung, den Tiertransporten oder der Massenschlachtung vegan geworden sind, oder um mit den Finger auf andere Menschen zeigen zu können. bei so viel geballter intolreanz, arroganz und unsympathie wäre ich fast aus Prinzip in den nächsten McDonalds gelatscht und hätte ne Großbestellung aufgegeben.

    Seitdem ich aber die Diskussion mit meinesgleichen und größere Ansammlungen von Veganern auf ihren gesellschaftlichen Missionarskreuzzügen meide (veganer WGs = Katastrophe), kann ich auch selber clean bleiben. Meine größte sorge war einmal, ob ich nach außen hin auch als so ein besserwisserisches A-Loch wargenommen werde. Meine Freunde sagen nein, weil ich nicht missioniere. Und doch habe ich wohl mehr Leute durch simples vorleben zumindest zum Ovo-Lacto-Veggi missioniert, als jeder Kampf-Veggi "Leg dein Fleisch nicht neben meine Zucchini auf den Grill! Das Fett Spritzt rüber!"

    Bestes Mittel: Niemals belehren. Sich nichts drauf einbilden, was man macht und isst. Die Leute sollen von sich dir die Frage stellen, warum man das macht und dann einfach gegenfragen "Sag du es mir". Die Leute kennen die Antowrten eigentlich selber

    Naja, dafür werde ich in diversen anderen Themen als besserwisserisches A-Loch wahrgenommen.
    ich finde deine Meinung zu dem Thema sehr bewundertswert

  12. #212
    Moderator Edition Panel Avatar von Jähling
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    Nach meiner Erfahrung gibt es genau zwei Reaktionen von Nichtvegetariern, wenn sie hören, dass man selber einer ist: Entweder gehen sie sofort in Trotzhaltung und versuchen, ihr Fleischessen mit markigen Sprüchen zu rechtfertigen - eine Haltung, die zum Teil aus der ebenso intoleranten Haltung einiger Vegetarier und vor allem Veganer herrührt und zum anderen Teil aus der schlecht verdauten Erkenntnis, dass man denen außer markigen Sprüchen und Ignoranz nichts entgegenzusetzen hat. Diese Leute sind für die Diskussion verloren können sich danach erst recht nicht vorstellen, fleischlos zu essen, selbst wenn vorher schon jede zweite Mahlzeit im Grunde fleischlos war. Vielen Dank auch, Missionare!

    Und dann gibt's die anderen, die mit echter Neugier reagieren. Da kann man dann mit gutem Beispiel vorangehen, Anregungen geben, Erfahrungen vermitteln und vielleicht beim Grillabend einen Gemüsespieß abgeben, zum Ausprobieren. (Alleine dass die so viel bunter sind als die Fleischfladen, macht oft schon Appetit.) Mit diesen Leuten hat man gemeinsam, dass man gerne gut isst. Darauf lässt sich aufbauen.

    Ich empfehle, wenn ich direkt gefragt werde, auch gar nicht mehr, ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern erstmal einfach weniger, dafür besseres Fleisch aus "guten Verhältnissen" zu essen sowie mehr Gemüse. Damit unterstützt man bessere Tierhaltung und lebt gesünder, ohne dass es als Verzicht empfunden wird. Und man kann sich auf Ernährungsberater berufen.

    Vegetarismus als reinen Verzicht zu betreiben, führt nur dazu, dass man's entweder nicht lange durchhält oder sich so durch ideologisches Gesummse verstärkt, dass man für ein freundliches Tischgespräch nicht mehr zu gebrauchen ist.

  13. #213
    Mitglied
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    Den Begriff "vegan" abschaffen

    Zitat Zitat von Jot Beitrag anzeigen
    Vegan seit dem Jahr 2000.

    Hab seitdem keinen Veganer getroffen, der mir auch nur ansatzweise sympatisch war. Scheinen alles Moralapostel zu sein, die sich für ein höher entwickeltes und zivilisierteres menschliches Wesen halten - wo ich mich dann immer gefragt habe, ob sie wegen den Tieren, der Tierhaltung, den Tiertransporten oder der Massenschlachtung vegan geworden sind, oder um mit den Finger auf andere Menschen zeigen zu können. bei so viel geballter intolreanz, arroganz und unsympathie wäre ich fast aus Prinzip in den nächsten McDonalds gelatscht und hätte ne Großbestellung aufgegeben.

    Seitdem ich aber die Diskussion mit meinesgleichen und größere Ansammlungen von Veganern auf ihren gesellschaftlichen Missionarskreuzzügen meide (veganer WGs = Katastrophe), kann ich auch selber clean bleiben. Meine größte sorge war einmal, ob ich nach außen hin auch als so ein besserwisserisches A-Loch wargenommen werde. Meine Freunde sagen nein, weil ich nicht missioniere. Und doch habe ich wohl mehr Leute durch simples vorleben zumindest zum Ovo-Lacto-Veggi missioniert, als jeder Kampf-Veggi "Leg dein Fleisch nicht neben meine Zucchini auf den Grill! Das Fett Spritzt rüber!"

    Bestes Mittel: Niemals belehren. Sich nichts drauf einbilden, was man macht und isst. Die Leute sollen von sich dir die Frage stellen, warum man das macht und dann einfach gegenfragen "Sag du es mir". Die Leute kennen die Antowrten eigentlich selber

    Naja, dafür werde ich in diversen anderen Themen als besserwisserisches A-Loch wahrgenommen.
    Zitat Zitat von Miss Morpheus Beitrag anzeigen
    ich finde deine Meinung zu dem Thema sehr bewundertswert

    Stimmt! Auch ich finde Deine Meinung bewundernswert, Jot!
    Eigentlich eine Bestätigung, warum auch ich eine schlechte Meinung über Veganerinnen/er habe, wobei die Meinung daher rührt, weil auch ich die vegane Ernährung als professionalisierte Mangelernährung empfinde.

    Wenn man aber, mein Zugeständnis an Veganerinnen/er, mal einen Schritt zur Seite macht und, wie es mir erst kürzlich passierte, einen Moment seine Gedanken laufen läßt, was dem Menschen eigentlich zur Ernährung zur Verfügung steht, stellt man nämlich fest, daß es gerade einmal vier bis zwölf verschiedene Sorten Fleisch, aber eine schier unüberschaubare Fülle an Früchten, Obst, Gemüse, Beeren, Salaten, Nüsse, Samen, Gewürzen, Getreide gibt, die man bestimmt in schwindelerregender Vielfalt verarbeiten und/oder kombinieren und/oder zu Gerichtegrundlagen (Soßen, Sude, ...) verarbeiten kann. Wenn man sich das einmal bewußt vor Augen führt, sage sogar ich als Antiveganer: Das kann doch gar nicht sein, daß vegan eine Mangelernährung ist!

    Und wenn man es mal genau nimmt: Fleisch schmeckt nur dann gut, wenn es mit jeweils veganem Salz, Pfeffer, Öl und Gewürzen beschmiert ist! Also!

    Überhaupt, vielleicht könnte man sogar sagen, daß in gewisser Hinsicht vegane Ernährung die natürlich intelligenteste ist: Ginge man einmal von dem utopischen Idealfall aus, man würde so viele Beeren essen, bis man wirklich satt ist, hat man damit bestimmt gleichzeitig so viel Flüssigkeit aufgenommen, daß man auch wahrscheinlich keinen Durst mehr hat.


    Doch eigentlich, nachdem das Stichwort nunmal gefallen ist und ich kein passenderes Forumthema fand, wollte ich hier als Antiveganer in gewisser Hinsicht Fürsprache für Veganerinnen/er nehmen, Dein Beitrag aber, Jot, läßt mich befürchten, daß ich außer Dir anscheinend doch keine Mitstreiterinnen/er finden werde. Ich wollte nämlich anregen, den Begriff "vegan" wieder abzuschaffen!
    Warum?
    Ganz ehrlich, ich finde den BEGRIFF unappetitlich! Es war schon so oft der Fall, daß ich irgendwelche Produkte aus dem Einkaufsregal nahm und sie schon fast wieder zurückstellen wollte, weil irgendwo "vegan" aufgedruckt war. Weil ich eben diesen Begriff unappetitlich finde, vegan, denn das klingt für mich wie:
    künstlich hergestellte Proteinmasse mit Gemüsegeschmack.

    Deswegen wollte ich Dich Jot anregen, ob Du zusammen mit den wenigen Nicht-Kampf-Veggies Dich dafür einsetzen wollen würdest (oder jede(r) andere Veganerin/er), daß Eure Ernährung nicht mehr vegan genannt wird, sondern so, wie sie ist (wo man sich auch ohne Fremdwörterbuch gleich etwas darunter vorstellen kann):
    rein pflanzlich!
    So wie es zu meiner Kindheit auf der Margarine stand.
    (Mama, was heißt vegan?)
    (Vielleicht ist ja auch der Begriff vegan daran schuld, daß so viele Veganerinnen/er so intolerant und arrognat sind... überheblich, weil sie sich hinter diesem Begriff verstecken...)
    Ich würde mir sehr wünschen, daß auf entsprechenden Lebensmittelverpackungen nicht mehr vegan steht, sondern rein pflanzlich.
    Ich finde, das klingt gleich viel appetitlicher, viel freundlicher, vor allem viel beachtenswerter:
    "Was? Du ernährst dich nur von pflanzlichen Nahrungsmitteln? Erstaunlich!"
    Das erweckt Neugier, vielleicht sogar ein erweitertes Bewußtsein zur Ernährung, was man eigentlich ißt, was man überhaupt essen kann.


    Ich habe diese Bewußtsein schon länger, das ich nur so zusammenfassen kann:
    So schön es auch ist, aber das Leben ist grausam, weil ich als Mensch, als Lebewesen mich nur von Lebewesen, von Lebendigem ernähren kann.
    Ganz vereinfacht dargestellt:
    Damit ich leben kann, damit ich nicht verhungere, muß ein anderes Lebewesen (Tier, Pflanze, aber auch Früchte, Samen...) sterben!
    Anders geht es nicht!
    Wirklich nicht!

    Es klingt vielleicht komisch, aber seit dieser Erkenntnis, die ich für mich fand, sind gerade meine seltenen Fleischspeisen eigentlich zu einem kosmischen Genuß geworden, weil ich mir währenddessen schon fast vorstelle, daß der Kosmos mir betreten und traurig, aber dennoch erhaben zuzwinkert:
    "Es tut mir leid, aber das Lebendigsein funktioniert nur auf grausame Weise."
    Oder vielleicht anders:
    Zu Fleischspeisen bin ich schon fast automatisch gedanklich in einer steinzeitähnlichen Jagt-und-Lagerfeuer-Traumwelt, in der sich die Menschen dieser grausamen Wahrheit ganz bewußt geworden sind, sich trotzdem zusammenraufen, zusammenhalten und das beste daraus machen, dieses Bewußtsein und die Konsequenzen in Ehren halten und dennoch sich nicht die Lebensfreude vermiesen lassen.


    Traumwaldschrat

    (#84)

  14. #214
    Junior Mitglied Avatar von HenneHuhn
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    Seit etwa 12 Jahren Vegetarier, zwischendrin auch mal ein Jahr vegan. Ich halte nichts von Scheinheiligkeit, also: ich bin nicht immer konsequent gewesen und werde das auch in Zukunft nicht sein. Aber letztlich bin ich da ja nur mir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig, und habe nicht den Anspruch, als leuchtendes moralisches Vorbild für Irgendwen zu fungieren. Ich persönlich finde es ethischer, kein (ja okay, in nüchternem Zustand kein) Fleisch zu essen. Ich mache aber niemandem Vorhaltungen, es sei denn, sie/er legt es unbedingt auf eine Diskussion an oder hält sich für so unglaublich kreativ und gewitzt mit den selben, alten, abgedroschenen und schon immer kreuzdämlichen Sprüchen.

  15. #215
    Junior Mitglied
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    Ich bin kein Vegetarier, aber mein Mädchen ja) Ich nehme ihre Wahl!

  16. #216
    Junior Mitglied Avatar von herbas
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    ich bin zwar kein Vegetarier, esse aber wenig Fleisch. Meine Gründe dafür sind ganz ähnlich denen, die andere zum Vegetarier werden lassen:

    Zuviel Fleisch ist ungesund. Vor allem ein Zuviel an Schlachtfett (Fett aus Fleisch und Wurst) begünstigt Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs. Für Fisch gilt das nicht, ist also kein zwingender Grund, Vegetarier zu werden (die ja auch keinen Fisch essen).

  17. #217
    Mitglied Avatar von Dekaranger
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    Habe mich für kein Vegetarier ausgesprochen, da ich wirklich keinen Plan habe wie ich damit aufhören soll. Bin der Meinung der Mensch ist ein Canivore und kann einen gelegentlichen Fleisch Konsum nicht anderweitig ausgleichen durch andere Nahrungsmittel. Ich esse zwar nicht täglich Fleisch aber alle 2 bis 3 Tage schon.
    Tokusō Sentai Dekarenjā - Investigation Squadron Detective Ranger - S.W.A.T. Mode

  18. #218
    Mitglied Avatar von Mia
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    Zitat Zitat von Dekaranger Beitrag anzeigen
    Bin der Meinung der Mensch ist ein Canivore und kann einen gelegentlichen Fleisch Konsum nicht anderweitig ausgleichen durch andere Nahrungsmittel.
    Wenn dem so wäre, hätte er schon immer welches gegessen, hat er aber garnicht...
    (Und natürlich passt sich alles von der Entwicklung her mit der Zeit an, wenn was dann sich doch ändert...ging aber nicht von heute auf morgen.)

    Und die Annahme das mans nicht kann stimmt einfach schlicht nicht...ist einfach Unwissenheit. (Zumal ja eh gerne unterschiedliche Meinungen zu manchen Dingen rumkurven.) Gerade heutzutage bzw in unseren Zeitalter wo man immer mehr weiß und genug Nahungsergänzungen usw. ebenso gibt.

    Lustig ist halt z.b. auch früher war ja manches noch weniger bekannt, was war das immer für ein Spaß wenn man in der Schule mitbekam bzw gerne drauf angesprochen wurde das man ja ohne Fleisch nicht leben könne...ich dann immer so; dann müsste ich ja längst tot sein...etc. (Ich hab in der Grundschule damit aufgehört...)

    Allgemein kann man sagen; ist schlicht vieles eine Sache der Gewöhnung...man muss sich halt immer umgewöhnen wenn man was das man gegessen hat nicht mehr isst (oder eben auch weniger als zuvor) und vorallen dann auch einen starken Willen haben. Trifft natürlich auch auf andere Nahrungsmittel-Dinge zu. Am Anfang ist sowas immer noch etwas schwieriger, aber es wird dann nach einiger Zeit schon deutlich leichter bzw dann auch normal für einen.
    Geändert von Mia (11.06.2019 um 23:01 Uhr)

  19. #219
    Mitglied Avatar von Alacrity
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    Da muss man natürlich auch zwischen Fleischfressern (Carnivores) und Allesfressern (Omnivores) unterscheiden. Hunde sind z.B. Fleischfresser - Menschen sind Allesfresser und können ohne Fleisch überleben. Man muss natürlich aupassen - einige Stoffe gibt es fast nur in Fleisch. Stichwort fast: Vitamin B12 ist so eins - aber in einigen pflanzlichen Produkten ist es halt doch drin.

    Ich selbst bin zwar kein Vegetarier, aber versuche jetzt auch, nicht jeden Tag Fleisch zu essen - in der Mensa nehme ich fast immer das vegetarische Gericht - gut, um ehrlich zu sein nur, weil es so viel günstiger ist.
    Pragmatische Überlegungen siegen am Ende eben doch.
    An jenem sonnigen Tag Band 2 - Nachwort

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