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  1. #1

    UltimateInking

    Was mir hier im Forum definitiv fehlt ist ein Inking Präsentation und Diskussionsthread. Inking ist eine ernste Angelegenheit die extrem viel Spass macht und meistens den letzten Schliff der Zeichnung gibt. Es gibt bekannterweise unzählige Methoden und wir könnten hier darüber reden und sie erläutern, selbstverständlich auch Postings und Probleme diskutieren. Was meint ihr? Das Forum bittet einige sehr gute Inker/Zeichner, wie zBsp: Michael Vogt, Horst oder Marko.

    Ich fang gleich an. Ich inke unglaublich gerne, und wende für verschiedene Zwecke unterschiedliche Methoden an. Für Comic mag ich inzwischen eher extrem wenig inke auf der Seite, und selbst die coloriere ich sie beim finishing. Jedoch bei s/w Illus probiere ich alles mögliche aus. Eines meiner Schwächen ist, das ich beime inken teilweise sehr genau vorskizziere, und die inke fast identisch mit der Bleistiftzeichnung ist. Jedoch ist das sehr arbeitsaufwendig, und im Grunde genommen arbeitest du doppeltsoviel für eine Illu, was sich bei RPG Illus sich nicht bezahlt macht. Beispiel hier:
    Bleistift:
    http://www.visualart.ro/test/details...651eda4abb5e7a
    Inke:
    http://www.visualart.ro/test/details...651eda4abb5e7a

    Inzwischen bin ich übergegangen, mehr aus dem Bauch zu inken, habe aber noch einen langen weg vor mir. Dabei mache ich so gut wie keine Vorskizzen mehr, und tusche/zeichne direkt, verwende dabei eine Menge TippEx. Ist eigentlich eine Übung, wohin es mich führt weiss ich noch nicht soo genau. Ich probiere rum, bin aber immer noch nicht losgelöst von dem Schema das ich vorher hatte. Die Zeichnungen wirken dadurch ziemlich verkrampft.
    Wie hier zBsp:



    Grüße, Eric

  2. #2
    Mitglied Avatar von Ome
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    Ich bin beim Inking nicht so erfahren wie andere hier, aber ich verstehe was du meinst, es fällt leichter und ist weniger Arbeit wenn mann gleich inkt/zeichnet, das hätte aber eben diesen Nachteil viel auszubessern als wenn man die Vorzeichnung Schritt für Schritt inkt.
    Inking ist eben auch eine Frage des Stils, wie beim zeichnen, gibt es auch da Unterschiede.

    Ich finds gut das du das Thema mal ansprichst, da ich selsbt auch die gerade genannten Probleme habe und mir bestimmt einige Tips holen kann.

    bis denn
    der Ome
    Geändert von Ome (13.06.2003 um 11:21 Uhr)

  3. #3
    Moderator Inkplosion Forum Avatar von Michael Vogt
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    Gute Idee, eric!
    Aber kannst Du mal bitte drauf achten, nicht ganz so breite Bilder zu posten? Ich hasse es, dauernd seitwärts zu scrollen, wenn ich Text lesen will. Bütte, bütte, bütte!
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  4. #4
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    schkeuditz
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    ich bin leider auch einer der (wahrscheinlich) wenigen, die tuschemässig absolute nieten sind.

    krampf is da noch zu milde ausgedrückt.
    ich ahb im grunde genommen viel zu viel schiss meine pencils zu versauen.
    ( wobei es auch metoden gibt eben nicht direkt auf das pencil zu tuschen.)
    <---- fall für den psychater---->
    :-)
    nee, aber mal im ernst.
    ich hab mich nie richtig mit dem tuschen auseinander gesetzt.
    einzig und allein beschränke ich mich auf lineare nacharbeitung meiner bilder.
    da ich mit flüssigen übergängen im sinne von schwarz weiss kontrasten überhauptnicht klar komme.
    möglicherweise werde ich mal n beispiel posten.

    gruss
    -tox-

  5. #5
    Mitglied Avatar von Tira May
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    Prima Idee, ganz besonders da ich wahnsinnige Probleme mit dem Inken habe. Grade gestern was in Angriff genommen, bei dem ich anfangs sehr motiviert war, beim Ausarbeiten bemerkte ich weiter Macken, aber als ich dann am Inken sass und mal wieder merkte dass ich überhaupt nix kann ausser Linien ziehen und hier und da - ohne System - etwas fetter machen sackte die Gesamtstimmung radikal ab (weil auch noch Menschen meinten, sie müssten unnötige motivationstötende Kommentare abgeben). Ich vermute das Ding von gestern werd ich nie wieder aufwärmen.... oder?

    Habe zwar grade nix zum Posten diesbezüglich da, wäre aber dankbar für schlaue Ink-Tips jeder Art.
    Woher soll ich denn wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  6. #6
    Inken ist nicht beinfach Linien nachziehen, es ist halt eine Kunst an sich. Wäre es soo einfach so könnte es jeder Depp machen, ist aber nicht der Fall.Ist wirklich schwierig gute Tuscher zu finden und Startuscher wie Dany Mikki, Schott Williams oder Richard Friend beweisen ein aussergewöhnliches Können.

  7. #7
    Schlaue Inktipps?? Eine Menge.

    Als erstes, mach dich vertraut mit den verschiedene Instrumenten. Probiere unbedingt die feder und den Pinsel aus, auch wenn es für Anfänger am Anfang etwas schwierig ist. Ausserdem mixe alles mögliche an Instrumente, verwende in einer Illu sowohl Finbeliner als auch Feder. Ich verwende zBsp für alle organische Formen(Körper, Gesicht, Kleidung, Pflanzen, etc) immer die feder, für anorganische(Metall, Architektur etc..) immer Fineliner und Lineal. Noch dazu kommt TippEx(Stift/Hybrid Gel) nicht vergessen. Denke "negativ", verwende den weissen Stift um Fehler zu korrigieren, Highlights besser zu definieren und Sachen im Schwarzen zu zeichnen.

  8. #8
    Moderator Inkplosion Forum Avatar von Michael Vogt
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    Ich mixe auch gerne. Bei den aktuellen Sachen tusche ich mit Pinsel für die fetteren Outlines, mit Feder für die meisten Linien und Fineliner für Muster oder Hintergründe, die etwas "weiter weg" erscheinen sollen. Für gerade Linien nehme ich meist auch Fineliner, aber ausser bei Waffen o.ä. metallenen Gegenstaänden kommts meist organischer, wenn die Bleistiftlinie mit Lineal gezeichnet ist, die Inke aber aus der freien Hand.
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  9. #9
    Mitglied Avatar von gazegull
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    jo, wiedermal ne geile idee - und sogar ohne "daily"
    also, ich hab erst angefangen mich für inking zu interessieren als ich deine sachen gesehen hab und wie cool die linien hinphaserst!

    viel zu sagen hab ich zum thema eigentlich nicht, außer dass es
    extrem wichtig ist und ich besser werden will. auf dem weg zur exzellenz hab ich erstmal ne illu von eric hingerichtet !


  10. #10
    Ist vielleicht noch nicht so sicher wie Erics Inke, finde es aber trotzdem gelungen. Macht Erics Zeichnung mal etwas schrummeliger, was auch mal ziemlich nett ist, da's auch zum Motiv passt.

    Bei mir selber hängts vom Motiv, dem Zeichner, den Materialien und vor allem von meiner Tagesstimmung ab. Manche Sachen bekomm ich recht gut hin, 'n grosser Teil ist aber noch recht unausgegoren und unsicher.

    Bis denne
    Mana

  11. #11
    Cool Mana, ich habe die Tusche bereits vor 4 Wochen gesehen, bevor ich krank wurde, deshalb konnte ich nicht mehr meine Meinung dazu geben. Finde ich auch sehr gelungen, vor allem wenn man bedenkt das die Vorlage gar nicht zum tuschen gedacht war. Vor allem war es sehr scwierig zu definieren was, was ist.
    Gruß, Eric

  12. #12
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    Die rahmenden Schwarzflächen kommen sehr gut!

    Mit dem Inken tu' mich allerdings auch so dermaßen schwer, dass ich da jetzt größtenteils auf PC + Tablett umgeschwenkt bin. Das erleichtert dem Tatterich die Arbeit ungemein und ist in meinem Fall auch effektiver bzw. ökonomischer. OldSchool-Inke gibt's bei mir eher dann, wenn ich'n weniger cleanen Stil haben möchte...

    Grüße!

  13. #13
    Mitglied Avatar von gazegull
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    ...was mir wiederrum freiheit zum rumprobieren ließ.

    danke fürs lob!
    hab auch n paar andere "inkings" versucht, wie mit kulli oder fettem bleistift, die im nächsten INKmag zu sehen sein werden.

    im moment finde dreckigere inks wie Marko gerade ausprobiert oder auch leute aus philip neundorfs ecke(wood, sinkewitz, mckean) sehr sehr interessant.

  14. #14
    Mitglied Avatar von navigator
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    Was bei mir beim Inken superwichtig ist, ist das die Federlinie gestochen scharf ist, das funktioniert nur wenn ich sie schnell ziehe oder mit viel Gefühl nacharbeite/abrunde. Manchmal guck ich mir meine Linie mit der Lupe an, um ganz genau zu gucken, wie scharf sie ist. Eine minimale Ausfranzung kann das ganze Bild zerstören...

    Man muss lernen Linien zu ziehen, ob man ne Linie von links nach rechts zieht, oder von oben nach unten etc.
    Jeder Richtungswechsel, Druck auf den Papier, Stimmung kann die INKLinie manipulieren.

    Ich habe das Glück, das ich absolut ruhige Hände habe, sie zittern überhaupt nicht, viele haben dieses Glück nicht, aber es soll angeblich Übungen geben um die Hand ruhig zu halten.

    Und immer von links oben nach rechts unten inken, sonst läuft man Gefahr etwas zu verschmieren.

    Und Gedult ist wichtig, wenn man mit Tusche arbeitet, manchmal muss man warten, das eine Stelle trocknet.

    Auf gutes Papier kommt es auch sehr an.
    Ich brauche sehr sehr glattes Papier, sonst muss ich die Linien extrem schnell ziehen und etwas schräger, damit ich nicht gegen die Poren von normalen Papier komme.

    Ich finde im Internet kann man die Ink Linie nicht so richtig beurteilen, weil viele Feinheiten im Original total anders wirken.
    Viele minimale Verfranzungen werden durch die Bildverarbeitung automatisch abgerundet.

    Ich benutze auch für alles Organisches Feder und Pinsel, und jetzt (ganz stolz bin ) für alle Gegenstände etc. benutze ich auch Pinsel und Feder, habe den Trick rausgekriegt. Ich benutze die Feder dann wie einen Fineliner, deren Spitze ich manipulieren kann, wenn ich mit Feder und Linial ne grade Linie ziehe, dann weiß ich wie schräg ich die Federspitze am Linieal halten muss, und man zieht nicht ne gerade Linie, man bewegt die Linie ein wenig auf und ab und macht sie am Anfang und Ende minimal dicker. So wirken auch gerade Linien gerade und organisch und nicht so leblos.
    Und nach jeder Linie mit einem Taschentuch die tusche vom Linieal abwischen.
    Es ist auch sehr wichtig, wenn man gerade Linien inkt, die Feder nur mit etwas Tusche zu tupfen, also nicht voll tunken. Man muss ein Gefühl entwickeln wieviel Tusche man für einen bestimmten INK braucht.

    Ein anderer kleiner Trick, bei neuen Feder mit Spucke nass machen, da Spucke eine chemische Strucktur hat, die die Feder weicher macht und wie mit einen Gleitfilm schützt.

    Alle Inks hier sehen sehr schön aus, für mich sind zuviele Linien zu vorsichtig gezogen und zu langsam. Man merkt, das die InkLinie stockt, und wenn man das schon im Net sieht, ist es wohl im Original mehr zu erkennen.

    Ein Gefühl zum Inken zu entwickeln ist sehr sehr schwer,
    manchmal stehe ich Stunden vor einer Linie bevor ich sie Tusche, weil ich wissen muss wie schnell und von welcher Seite ich sie tuschen muss.
    Inken ist wie Golf, man muss den richtigen Schwung finden und dann zuschlagen. Und das Problem, man hat nur einen Versuch.
    Gestern hatte ich ne Seite fast fertig und dann mach ich zum Schluß eine Linie falsch, weil ich nur einmal aufgehört hatte zu inken und die Feder beiseite gelegt habe und ein Buch beisseite zu tun und PENG, ich war weg von diesen Schwung und ich habe darauf nicht geachtet und bin unvorsichtig geworden, weil ich ja fast schon zuende war. Seite kommt in den Müll, ich mache selten ein Panel neu und bau es in die Seite rein. Ich will immer das die ganze Seite perfekt geinkt ist, sonst gibt es mir ein schlechtes Gefühl (ist aber ne persönliche Macke).
    Deswegen mache ich manchmal eine ganze Seite 15 mal...

    gruß

  15. #15
    Mitglied Avatar von navigator
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    Mein TuscheWerkzeug:
    Zwei TuscheFedern beide "Brause 511"
    Eine ist aber immer ganz neu (Details und feine Striche und für die ganz dünnen und feinen Linien)
    Eine ist älter und schon weicher und macht etwas dickere Linien
    (die ist für sehr schnelle dicke geschwungene Linien und für Häuser, Gegenstände und um später getuschte Linien, die mit einer schwarzen Fläche anstossen, anzutuschen)

    Pinsel 0/0 oder 0 oder 1 (für alles mögliche, benutze Pinsel oft für Fell, Naturlandschaften und Haare und um Flächen schwarz auszufüllen)

    schwarze AUSZIEHTusche "WINSOR&NEWTON" oder PELIKAN SCRIBTOL/unverdünnt (für AussenLinien und Figuren)

    ROHRERS AUSZIEHTUSCHE vermischt etwas mit PELIKAN TUSCHE(um Flächen auszufüllen)

    Edding 400 (damit inke ich oft Cartoonstyle und mache dann die Aussenkanten mit Feder gestochen scharf, mit nur diesen Edding kann man eine superweiche Linie machen, und wenn man den Edding schnellt zieht, franzt es nicht aus)

    Pigment Liner von STAEDTLER (die grauen Stifte), alle Stärken.
    Damit habe ich früher Häuser und gerade Linien gemacht und später mit Feder abgerundet und abgeschärft, aber verzichte jetzt drauf.

    Marsmagnographen, um Minimale kleine Verbesserungen zu machen.

    Ne Menge Taschentücher.
    Zwei Wasserbehälter.
    Zwei Lampen, von zwei Seiten (manchmal blendet mich die nasse schwarze Tusche und muss das Licht verändern.)

    Das Blatt der Zeichnung muss bewegbar sein, denn manche Linien krieg man nur richtig hin, wenn man sie von einer anderen Seite zeichnet, und man muss dann das Blatt bewegen etc.

    Ich habe mir letztens eine NotenFeder gekauft...diese Feder macht vier Linien gleichzeitig, sieht extrem genial aus, wenn man was zeichnet, aber ist nur ein Späßchen für nebenbei...

  16. #16
    Mitglied Avatar von boyfriend
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    Ich inke seit 1halben jahr und bin deswegen auch noch etwas unerfahren.grundsätzlich nehme ich nur feder(sind alle noch von meinem uropa bin ganz stolz auf sie!), aber ich will auch
    mal fineliner ausprobieren.(für flächen nehme ich pinsel)
    angefangen habe ich mit ausziehtusche, aber ich finde die verwischt irgendwie. Für alle die noch keine erfahrungen mit tusche haben, empfehle ich die how to draw manga#9(6€)
    dort hat rod espinosa etwas über das inken gebracht. über stile und so, z.B. benutzt er seine zeichenhand nur beim zeichnen sonst nimmt er dann immer die andere.(ist auch ne ziemlich gute erklärung für einen lichttisch dabei!)
    Arbeitet ihr eher auf dünnem oder dickem papier? welches hat nachteile und welches vorteile(ich meine die dicke)
    @navigator was ist denn ein Marsmagnographen?

    MfG Boyfriend
    MfG Boyfriend

  17. #17
    Mitglied Avatar von navigator
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    Ein marsmagnograph ist ein Rapidograph, so ein FineLiner mit echter Tusche. Ein Marsmagno ist von Staedtler und die Rapidos sind von Rotring.

    Fineliner franzen mir zu sehr aus, und ein Marsmagno verbindet sich mit der schwarzen Tusche der FederZeichnung perfekt.

    Ich arbeite mit dickem Bristolpapier.Mindestens 200mg.
    Das dicke Papier hält die Tusche besser aus und die glatte Oberfläche von Bristolpapier ist Ideal für FederTuscheLinien, so franzen die nicht aus.
    Ich finde auch dickes Papier hat was edles and schönes und seriöses. Es gibt irgendwie dem Original einen höheren Wert.
    (aber ist wieder ne Macke von mir... )
    Dickes Papier hält mehr aus.

    gruß

  18. #18
    Hm,

    ich weiß nicht, aber wenn ich meine Entwicklung so zurückverfolge, habe ich mich immer weiter vom inken in seiner Reinform entfernt. Mir ist das Medium irgendwie nicht geheuer. Keine Ahnung warum, aber mich stört einfach die Tatsache, daß es einem Bild immer eine unnötige Stasis verleiht. Vielleicht liegt mein verquerer Blickwinkel an meiner Illustratorenarbeit. In dem Metier ist es nie wichtig gewesen seine Bilder zu inken um sie später in die Coloration zu geben. Vielmehr mußte ich lernen, mit einem Bild möglichst viel aus einer Textpassage zu transportieren. Deshalb gehe ich auch immer öfter unkonventionelle Wege bei der S/W Illustration. Hier sind 2 Beispiele die ich gestern Nacht gemacht habe. Ich baue heute mehr auf Stimmung, Atmosphäre und Komposition, statt auf anatomische Korrektheit oder Stilechtheit. Neuerdings kombiniere ich alle Medien die mir zur Verfügung stehen und komme zu überraschenden Ergebnissen. Außerdem geht es schneller als früher - während ich bei meiner alten Herangehensweise oft 6-8 Stunden vor einem DinA4 Bild saß, sind es bei den neusten Bildern kaum 45 Minuten. Man mag mir nun Faulheit und "crapping out" vorwerfen, aber ich habe ein enorm gutes Gefühl, wenn ich so arbeite, weil es eben stärker den Ausdruck eines Bildes betont.
    Hier waren übrigens folgende Werkzeuge zur Hand.
    -Stabilo Fineliner
    -Riesen Edding
    -Bleistift
    -schmierige Finger



    .

    .

    Marko

    PS: Gazegull, die Inke, besonders an den Armen ist sehr schön geworden. Würde gerne mal was mit dir ausprobieren wenn du Lust hättest.

  19. #19
    Mitglied Avatar von navigator
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    sieht sehr cool aus Marko, das letzte Gesicht gefällt mir
    erinnert mich etwas an die Hellshock Comics...

    Ich versuche jetzt immer die selbe BleistiftLinie zu tuschen, damit es nicht so in diese Stasis verfällt. Das ist irgendwie die Kunst beim Inken, nämlich der Bleistiftzeichnung mehr lebendigkeit zu geben und das ist echt zeitauftreibend und schwierig.

  20. #20
    Mitglied Avatar von navigator
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    Meine LieblingsInker sind: Jeff Smith, Sienkiewicz, Hughes, Van Fleet...die haben echt schöne Striche drauf

  21. #21
    Ja Sienkiewicz und Van Fleet rocken. Wobei ich von keinem der beiden sagen würde, sie wären konventionelle Inker. Da steckt viel zu viel malerischer Anspruch und Expressivität dahinter

    Marko

  22. #22
    Mitglied Avatar von d4ddykhaine
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    hmm ich weiss zwar nicht so viele namen wie von inkern aus dem kopf, aber was ich ehrlich mal los werden will ist das meiner meinung nach [ wenn ichs richtig verstanden hab auch marco's meinung nach, oder zumindest so aehnlich] es in den wirklich guten comics [ wie zB "unter dem neumod" von adomov... auch nur meiner meinung nach und vom inken her, die story is bestimmt gewoehnungsbeduerftig] es nicht um die perfektion der striche ansich geht... klar schaut ein supersauber geinktes bild mit lineal-geraden strichen und mit kurven lineal gezogenem kinn huebsch aus, aber gleichzeitig geht doch viel von der dynamik dieses bildes/ panels kaputt, als auch vom "realismus" her [welche linie ist in echt schon 100% gerade], es wirkt irgendwie klinisch tot...
    zB. sind viele amerikanischen massenmarkt comics [ obwohl ich keine namen von inkern kenne, aber sehr wohl ob der perfektion dieser teile in hinsicht der farbe schwarz weiss ] in hinsicht auf die technik kaum noch zu ueberbieten, aber trotzdem wirken auf mich viele von diesen extrem bewegungslos... [hier weiss ich schon nichmehr ob der marco mir da zustimmen wuerde...]
    ich denke es gibt nahezu unendlich viele moeglichkeiten ein comicpanel/ eine illustration so zu inken dass sie in sich perfekt wirkt, es kommt vielmehr darauf an seinen eigenen zeichenstil mit seiner vorstellung vom bild an sich zu einer komposition zu vereinigen, die dann in farbe ausgedrueckt wird [ich seh mal schwarzweiss hier auch als "farbig" an...].
    Fazit, wenn der eigene stil sehr geradlinig ist muss auch die inke dazu passen, bei einem verspielten stil fitzelig.... blabla ich hoffe es ist nachvollziehbar...

    Ps.: ich hoff keiner nimmt das schraeg auf, ich hab das hier als comicleser und nicht als zeichner gepostet... dafuer hab ich noch viel zu wenig erfahrung mit tusche und schwaerzen... ich weiss nicht ob man jemals genug haben kann... aber beim comiclesen hab ich langsam ziemlich viel davon

    an die bilder!!! geil erik, erik und gaze, marco

    pies der dedi
    ova en aut

  23. #23
    Mitglied Avatar von navigator
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    völlig deiner Meinung D4ddy... ein Comic wird nicht durch eine perfekte Inke gut... ein Comic ist nur dann gut wenn alles in sich stimmt und das Gesamtwerk dieses gewisse Etwas hat.
    Das bedeutet aber nicht, das die Inke oder die Zeichnungen perfekt oder richtig sein müssen, es kommt am Ende nur drauf an, wie es wirkt. und wenn alle Linien verfranzt sind, die Körper zu groß, Anatomie nicht stimmt etc. wenn es zum Comic passt und es positiv wirkt, dann ist alles ok.

  24. #24
    Mitglied Avatar von boyfriend
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    Ich finde beides wichtig, geradliniege linien mit kurvenschablone und so aber auch freihand.
    MfG Boyfriend

  25. #25
    Ich glaube das ist nicht der springende Punkt hier. Es gibt tatsächlich unzählige Methoden einen Comic Schwarz/weiss umzusetzen, jedoch als INken wird meistens die Variante gemeint, die man, vielleicht sogar am häufigsten, im amerikanischen/französischen und japanischen Comics zu finden ist. Das ist die Threesteps Variante, Bleistift - Tusche(inken)-Farbe. Der Thread war eher auch dafür gedacht. Die Variante die der Marko indem Fall umsetzt ist eher seine eigene kunstvolle schwarzweiss Umsetzung, die jedoch in einer Arbeitsteilung kaum machbar wäre, da er für alle Stufen/Bleistift. Tusche, Farbe) verantwortlich ist, und die Inke sehr individuell jederzeit ändert. Und das Ergebnis ist klasse, jedoch damit können wir nicht von Inke reden wie bei den Heftcomics der Industrie in Amerika.

    Wenn wir jedoch von dieser Arbeitsteilung Comicindustrie sprechen, reden wir von der meistverbrietete Inke und das kommt es wohl an auf ein gewisses KnowHow der Inker an. Die müssen die Bleistifte lebendig, gerade trotzdem schwungvoll, sauber, detailreich und anatomisch richtig umsetzten können. Da kommt es unter anderem auch auf gerade Striche an, aber das ist jeweils unterschiedlich, hängt vom Stil des Bleistiftzeichners ab.
    Gruß, Eric

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