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Thema: Blueberry

  1. #226
    Original geschrieben von Peter Schaaff:
    wieso lässt da earp den letzten clanton laufen ?
    Teile Deine Kritik weitestgehend.
    Und obige Frage hätte ich auch gern geklärt.
    Völlig unmotiviert !

  2. #227
    Original geschrieben von Peter Schaaff:
    wieso lässt da earp den letzten clanton laufen?
    Eines der großen Rätsel der Menschheitsgeschichte, völlig unmotiviert das ganze ...

    Die Rückblenden schienen mir auch etwas willkürlich eingestreut.

    Nee, dieser Bluebery-Zyklus schwächelt doch sehr ...

  3. #228
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Clanton wurde -soweit ich die historischen Tatsachen richtig erinnere, mit denen der Giraud'sche Showdown allerdings eh nix am Hut hat- von den Earps damals -weil unbewaffnet- auch 'verschont' und konnte weglaufen...
    Gruss!,liver
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  4. #229
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zeichnerisch fand ich den ganzen Zyklus doch bis auf wenige Ausnahmen recht gut und ausgewogen.
    Nicht überragend wie z.B bei "Gebrochene Nase "oder bei "Luckner", aber zumindest wenigstens in einem einheitlichen Stil ohne das Moebius je großartig zum Vorschein kam.
    Was bei "Weg in die Freiheit" oder "der letzten Karte" ja noch ganz anders war.
    Der Schluß ist bei Dust diesmal wirklich so klassisch einfach, wie mann es zuletzt beim "Mann mit dem Silberstern" gesehen hat.

    Mein Hauptkritikpunkt des letzten Zyklus :
    Mit Giraud als Texter und Zeichner mag die Serie zwar jetzt für viele sicher anspruchsvoller und erwachsener wirken, so spannend wie bei Charlier wird sie So aber ganz sicher nicht mehr werden.
    Die Figur des Blueberry ist für mich einfach zu distanziert, farblos und völlig steril anzusehen.
    Das gleiche trifft übrigens auch bei Hermann's Jeremiah zu.
    Auch wenn Giraud aus Trauer um Charlier Tod bzw. vor dem Hintergründen der Earps und Tombstone dies auch so beabsichtigt hatte, die Figur Blueberry geht einem in diesem ganzen Zyklus doch mehr oder weniger am Allerwertesten vorbei.
    Mitleiden war einmal...
    Wenn man das kapiert und akzeptiert hat ist der Zyklus zwar schon gleich viel besser, mehr aber auch nicht.
    Dafür hat die Serie in der Vergangenheit einfach zu hohe Maßstäbe gesetzt.
    Okay, erleben wir halt nun einfach den würdevollen Reifeprozess und das Altern (bis zum evtl. natürlichen Tod in 1900 ?) der Figur Blueberry mit Spannung entgegen.


    Noch eine Frage zu Dust:
    Orignalseite 12, Albumseite 16, untere Bildreihe Jonny "Roter Drache" Ringo :
    Sollen das jetzt auf einmal richtige statt aufgemalter Zähne sein ?

  5. #230
    Junior Mitglied Avatar von Zack-Oldie
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    bitte in blueberry thread verschieben

    Hallo, ich habe zwei Fragen

    1) Suche neue Blueberry-Comics. Alles was in Zack bis 1980 war habe ich. Plus ein Stapel Alben vor wenigen jahren auf dem Flohmarkt erworben. Das letzte was ich habe ist "Geronimo der Apache".

    Habe gegoogelt, ist es richtig dass derzeut nur zwei neue auf dem Markt sind:
    - OK Coral und Dust
    noch anderer ?
    (denn die würde ich gerne bestellen)



    2) "Jugend von Blueberry" ist lückenhaft bei mir glaube ich.
    Ich vermute dass die drei 1975 erschienenen "Jugend 1, Jugend 2, der Blaurock" identisch sind mit den Bürgerkriegsgescihten der ZackParaden 1-5, oder ?

    Und dann stosse ich auf andere:
    - Der teufel vom Missouri
    - Aufruhr in Kasnas
    - Todesmsiion in Georgia
    - Dei Männner für Atlanta
    - Der Preis des Blutes
    - Die Pinkerzton Lösung
    - Der Pfad der verfluchten
    - Letzter Zug nach Washington
    - weitere ?


    Welche davon waren noch nicht im alten zack (bis 1980) bzw. welche weiteren sind erschienen (der Buchhändler will leben )

    Danke schonmal vorab


    edit: Knn ds bitte jemand in den Bluebery Thread verschieben. danke.

  6. #231
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Die Wikipedia hat ne Liste aller Alben...

    Die ersten drei Jugend-Alben enthalten das ZACK-Parade-Material, die weiteren sind nicht bei Koralle erschienen.

    Leutnant Blueberry 19 (laut Wiki-Nummerierung) erschien nur noch zur Hälfte in ZACK aber dann noch komplett als ZACK Comic Box 40. Alle weiteren, wie auch die drei Marschall-Bände, gabs dann als Edelwestern und/oder Ehapa-Alben. Ein Marschall und zwei Mister-Bände im Vorabdruck auch im 'neuen' ZACK. Dort dann auch ne ausführliche Checklist nach Original-Erscheinung und inhaltlicher Chronologie. Beides auch im ZACK-Dossier #1. Is aber sicherlich auch nur ne Frage der Zeit, wanns mal ne taugliche Checkliste auf zaxxene.de gibt.

    Schlussendlich: Empfehlenswert auch der Blueberry-Sonderband von JNK, der die 'ZACK-Parade-Geschichten' (im Ggs. zu den Albenveröffentlichungen dieses Materials) originalgetreu editiert (und mit interessanten Infos zum 'echten' Blueberry anreichert).

    Für Hard-Core Sammler ist noch die sechsbändige Serie LOS GRINGOS (auch aus ZACK bekannt): In deren 5. Band spielt Blueberry eine nicht unbedeutende Gastrolle, wie schon der Titel des Bandes dezent andeutet...
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  7. #232
    Junior Mitglied Avatar von Zack-Oldie
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    Vielen Dank für die schnell Antwort

    Binj deswegen seit heute stolzer Besitzer von OK-Corral und Dust (womit der Wert des kommenden Wochenendes schlagartig steigt )

    Die Jugendalben sind ebenfalls im Visier.

  8. #233
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von Huckybear
    Die Figur des Blueberry ist für mich einfach zu distanziert, farblos und völlig steril anzusehen.
    Das fnde ich auch. Blueberry als passiven Charakter zu zeigen, ist einfach konzeptionell falsch. So war er von Charlier nie angelegt. Blueberry war immer der, der gehandelt und die Dinge in Bewegung gesetzt hat. Im "Mister"-Zyklus handeln laufend andere, und es wird genau genommen gar nicht seine Geschichte erzählt. Deshalb stellt sich die Frage, warum die Blueberry-Figur in diese Zyklus überhaupt auftaucht. Man braucht ihn doch gar nicht, um die Ereignisse in Bewegung zu halten. Einem Autor vom Schlage Charliers wäre diese konzeptionelle Schwäche schnell aufgefallen.

    Giraud hat hier den Blueberry-Charakter umdefiniert. Gerade bei einer so ausdefinierten Figur wie Blueberry halte ich das für unpassend und unmotiviert. Vor allem hat die Serie für mich keinerlei Gewinn daraus gezogen.

    Gruß
    Jürgen
    Geändert von BobCramer (20.05.2005 um 16:32 Uhr)

  9. #234
    Obwohl ... dass Blueberry im ersten Album des Zyklus fast die ganze Zeit nur 'rumsaß und Karten gekloppt hat, fand ich eigentlich einen recht originellen Einfall (ziemlich frech gegenüber der Erwartungshaltung der Leser)...

  10. #235
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von Jürgen Veile
    (...) So war er von Charlier nie angelegt. Blueberry war immer der, der gehandelt und die Dinge in Bewegung gesetzt hat. (...)
    Veto! Blueberry war auch unter Charlier bereits lange jemand, der weniger handelte als mehr jemand, mit dem gehandelt wurde...
    Man bedenke: Er wird genötigt/erpresst, den Südstaatenschatz zu suchen, er wird als Sündenbock für das Grant-Attentat ausgeguckt, seine Schritte (inklusive Ausbruch) werden gelenkt - Blueberry kann wenn überhaupt nur reagieren.

    Dann Gebrochene Nase: Mike will eigentlich nur in Ruhe bei den Indianern leben, Chini umwerben und von 'seinesgleichen' für tot gehalten werden. Es ist das Schicksal/der Zufall, der ihn wieder in den Sog der Ereignisse zieht und ihn zwingt, erst das Fort zu retten und dann 'seine roten Brüder' vor San Carlos.

    Erst als diese Eskapaden überstanden sind, wird er selbst wieder mal aktiv und ergreift die Initiative: Um zunächst seine Unschuld zu beweisen und dann um Pearl zu heiraten. Dass er nachdem ihm ersteres gelungen und zweiteres versagt geblieben ist, ist es -motivationsmässig- nur folgerichtig, dass er anschliessend wieder in seine eher passive, fast schon lethargische Natur verfällt. Bzw. diesmal mehr denn je.

    Seine Aktivitäten/Initiativen finden sich eher in den Jugendabenteuern und frühen Leutnant-Alben und sind insofern als typischer, jugendlicher Eskapismus interpretierbar. Wobei: Auch in den frühen Giraud'schen Jugendabenteuern sind es häufig genug die Umstände (zB Intriegen), die ihn zum reagieren nötigen (was zB auch zu seinem Namen führt). Zu Beginn hat man doch eher den Eindruck als könnte er mit seiner 'Vom Beruf Plantagen-Sohn'-Stellung ganz gut leben und ohne grössere Anstrengungen darin verharren und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Wenn nicht der Bürgerkrieg und der Nebenbuhler bei Harriett dieses Dasein empfindlich stören würden, wodurch er von einem Schlammassel ins nächste schlittert...
    Gruss!,liver
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  11. #236
    Ups, hatte Deinen Beitrag vorher überlesen, zaktuell:

    Clanton wurde -soweit ich die historischen Tatsachen richtig erinnere, mit denen der Giraud'sche Showdown allerdings eh nix am Hut hat- von den Earps damals -weil unbewaffnet- auch 'verschont' und konnte weglaufen...
    Muss nochmal auf die "Clanton-entkommen-lassen"-Szene zurück.
    Da wird m.E. schon der Unterschied von Giraud zu Charlier deutlich.
    Habe zwar keine Ahnung wie das damals tatsächlich abgtelaufen ist, aber nehmen wir mal an, er hat ihn weglaufen lassen.
    Charlier hätte mit Sicherheit nicht vergessen, eine Motivation dafür einzubauen.
    Selbst wenn die historischen Tatsachen eines Entkommenlassens unbekannt sind, hätte Charlier sich "dichterischer Freiheit" bedient und einen Grund zurecht geschustert.

    Was bei Giraud passiert, ist doch grob gesagt folgendes:
    Die Earps, die im Comic doch sehr herzlich miteinander umgehen (kein Kain/Abel-Syndrom), duellieren sich mit den Clantons.
    Zuvor, am Ende des 40. Bandes, wollen die Earps die Clantons im O.K. Corral verhaften.
    Die Clantons benehmen sich bei diesem Duell alles andere als fair, wenden hinterlistige Tricks an.
    Simon Earp wird erschossen, Virgil verwundet.
    Einer der Brüder des Erschossenen weist den noch stehenden Clanton-Bruder (Ike) nicht nur darauf hin, dass er fliehen soll sondern versichert diesem noch: "Ich werde sehen, was ich für Dich tun kann".
    Er muss Ike ja nicht gleich erschiessen, wieso aber verhaftet er diesen nicht zumindest ?
    Von jemandem dessen Bruder gerade erschossen wurde, ein selten generöses Verhalten ...

    Und wenn man für ein Entkommen-lassen keine plausiblen Gründe zusammenschustern kann, hätte man die Szene - mit dem gleichen Endergebnis: der gelungenen Flucht, aber viel glaubwürdiger - umwandeln können: Ike entkommt im Getümmel.

    So, wie es sich nun liest, erscheint die Leistung des Autoren Giraud einfach nur dilettantisch.
    Geändert von felix da cat (20.05.2005 um 22:05 Uhr)

  12. #237
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zitat Zitat von zaktuell
    Veto! Blueberry war auch unter Charlier bereits lange jemand, der weniger handelte als mehr jemand, mit dem gehandelt wurde...
    Zumindest hat einen Charlier mittels Blueberry's Gedankenblasen doch viel öfters an Mike's Überlegungen und Gefühlen teilhaben lassen.
    Dadurch ist der Leser subjektiv wesentlich intensiver und näher im Geschehen dabei als jetzt bei Giraud.
    Der Sog der Ereignisse wird durch langsam aufgebaute wiederkehrende Charactere wie z.B Allister,Vigo, Finlay,Kimball oder Angel Face noch verstärkend unterstützt.
    Im neusten Zyklus verpuffen Figuren wie Hon der Stumme,Strawfield oder Ma Clanton recht schnell oder werden wie Johnny Ringo zum Schluß regelrecht verschenkt.

  13. #238
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    Die von Giraud geschriebenen Comics mit Blueberry und Jim Cutlass funktionieren nach einem gemeinsamen Prinzip: Man packt möglichst viele interessante Charaktere auf engstem Raum zusammen und sieht aus der Distanz zu, welche seltsamen Dinge sich daraus entwickeln.

    Bei Charlier geht es dagegen um clevere Schurken und noch cleverere Helden, um das fast unmögliche Entkommen aus tödlichen Fallen und die Erfüllung fast unlösbarer Aufgaben. Jeder Trick und jede Intrige ist logisch nachvollziehbar.

    Girauds "Blueberry" funktioniert wie "Twin Peaks", Charliers "Blueberry" dagegen wie "Die Hard - Stirb langsam".

  14. #239
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von zaktuell
    Veto! Blueberry war auch unter Charlier bereits lange jemand, der weniger handelte als mehr jemand, mit dem gehandelt wurde...
    Man bedenke: Er wird genötigt/erpresst, den Südstaatenschatz zu suchen, er wird als Sündenbock für das Grant-Attentat ausgeguckt, seine Schritte (inklusive Ausbruch) werden gelenkt - Blueberry kann wenn überhaupt nur reagieren
    Einspruch! Es ist richtig und in Blueberrys Charakterkonzeption so angelegt, dass er auch ein gesundes Phlegma hat. Wenn nichts ansteht, hängt er lieber beim Pokern ab oder macht sich einen faulen Lenz beim Regiment. DAS macht ihn ja auch besonders sympathisch. Wenn dann aber die Ereignisse auf ihn enstürzen und er gezwungen ist, zu handeln, dann tut er das auch - und zwar so aktiv und einfallsreich, wie man das bei Charlier gewohnt ist. Blueberry entspricht damit einem modernen Heldentypus: er hat Fehler und ist launisch und faul, aber hat im entscheidenden Moment den Mut und die Cleverness, das rihtige zu tun. Und das wiederum hebt ihn aus der Masse heraus und macht ihn interessant.


    Zitat Zitat von zaktuell
    Dann Gebrochene Nase: Mike will eigentlich nur in Ruhe bei den Indianern leben, Chini umwerben und von 'seinesgleichen' für tot gehalten werden. Es ist das Schicksal/der Zufall, der ihn wieder in den Sog der Ereignisse zieht und ihn zwingt, erst das Fort zu retten und dann 'seine roten Brüder' vor San Carlos.
    Auch hier wieder: Mike ist zuerst in einer passven Situation, nimmt dann aber das Ruder in die Hand und organisiert die Flucht des Stammes und rettet das Fort.

    Zitat Zitat von zaktuell
    Erst als diese Eskapaden überstanden sind, wird er selbst wieder mal aktiv und ergreift die Initiative: Um zunächst seine Unschuld zu beweisen und dann um Pearl zu heiraten. Dass er nachdem ihm ersteres gelungen und zweiteres versagt geblieben ist, ist es -motivationsmässig- nur folgerichtig, dass er anschliessend wieder in seine eher passive, fast schon lethargische Natur verfällt. Bzw. diesmal mehr denn je.
    Aber bitte nicht über drei, vier Alben hinweg. Zumindest ich möchte das nicht lesen. Bei Charlier wurden Mikes passive Phasen am Anfang eines Albums platziert. Dann kam er schnell in die handelnde, aktive Rolle. Beim Mister Blueberry-Zyklus ist sein Erscheinen im Gesamtzusammenhang der Story fast irrelevant. Und die lang ausgebreitete Rückblende, die er erzählt, steht in keinem zwingenden Zusammenhang mit dem Hauptplot des Zyklus' (oder hab ich irgendwas überlesen?).

    Gruß
    Jürgen

  15. #240
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Zitat Zitat von felix da cat
    Obwohl ... dass Blueberry im ersten Album des Zyklus fast die ganze Zeit nur 'rumsaß und Karten gekloppt hat, fand ich eigentlich einen recht originellen Einfall (ziemlich frech gegenüber der Erwartungshaltung der Leser)...
    Wahrscheinlich war es von Giraud so gedacht, ja - die Erwartungshaltung unterlaufen. Allerdings ist das finde, ich, noch kein Zeichen für besondere Originaliät. Vor allem entbindet das den Texter nicht von der Pflicht, eine gute Geschichte zu erzählen. Und auf Szenario-Ebene schwächelt der Mister-Zyklus - as mehreren Gründen, die schon hier im Thread genannt wurde.

    Ich weiß auch nicht, weshalb ein ausdefinierter, vor allem: gut charakterisierter Protagonist we Blueberry unbedingt umdefiniert werden und zu einer passiven Figur gemacht werden muss. Sehe ich keinen Sinn drin. Das wäre so, als würde man aus James Bond einen Schwulen machen oder Blake & Mortimer zu notorischen Frauenhelden. Das wäre allenfalls im Rahmen einer Parodie angebracht.

    Gruß
    Jürgen

  16. #241
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    Die von Euch erwähnten Schwachstellen sind mir auch aufgefallen. Allerdings habe ich nichts dagegen, wenn eine Figur sich weiterentwickelt. Im Falle von Blueberry kann es sich doch allerdings nur um ein Zwischenstadium handeln. Oder sitzt er jetzt bis zu seinem Lebensende am Pokertisch?? Ich hätte mir eine mutigere Fortentwicklung von Blueberry gewünscht. Wie gesagt, als Zwischenstadium macht das schon Sinn. Blueberry, der dem Militär und damit den ihm von anderen auferlegten Zwängen tschüß sagt und erst mal tut, was er will. Aber nach 5 Bänden, deren Herstellung 10 Jahre gedauert hat, hätte ich einen mutigeren Schritt in die Zukunft erwartet.

  17. #242
    Mitglied Avatar von BobCramer
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    Ja, 10 Jahre Zwischenstadium dauern ein bißchen lange... Die Frage ist, wohin sich Blueberry entwickeln soll. Wollte Giraud ihn nicht in Richtung Esoterik driften Lassen? Und hat Charliers Sohn das nicht verhindert?

    Gruß
    Jürgen

  18. #243
    Mitglied Avatar von Donovan
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    Zitat Zitat von Jürgen Veile
    Ja, 10 Jahre Zwischenstadium dauern ein bißchen lange... Die Frage ist, wohin sich Blueberry entwickeln soll. Wollte Giraud ihn nicht in Richtung Esoterik driften Lassen? Und hat Charliers Sohn das nicht verhindert?

    Gruß
    Jürgen
    Stimmt! Und ich kann nur sagen: Zum Glück. Die Entwürfe waren grauenhaft. Blueberry als alter fetter esotherischer Cowboy. Für mich nicht vorstellbar. Eine solche Entwicklung würde die Legende Blueberry vollständig zerstören. Und ich habe den Eindruck, dass ist auch Girauds Absicht.
    Schon die letzten Bände zeigen deutlich eine Entwicklung zur Demontage des Helden. Für mich ist dieses Szenario bezüglich Blueberry schon hart an der Grenze. Als großer Blueberry-Fan würde ein weiteres Abdriften für mich das Ende der Serie bedeuten.

  19. #244
    Mitglied Avatar von tarzan
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    Also ich kaufe mir Blueberry seit Charliers tod nur noch wegen den zeichnungen aber nicht mehr wegen dem szenario. Das JM der serie fehlt war ja iIMHO schon bei Arizona Love aufgefallen. Und gerade diese abartigen jugend dinger sind ja story maessig, wieder IMHO, unter aller sau.

  20. #245
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    Einen esoterischen Blueberry wünsche ich mir auch nicht. Ich denke, für solche Spielereien hat Giraud unter seinem alter ego Moebius genug Platz zum Austoben. Bin trotzdem gespannt, wie es mit Blueberry weitergeht, zumal Giraud ja nun auch nicht mehr der Jüngste ist und neben Blueberry noch andere Projekte hat. Noch einmal eine Geschichte über 5 Bände und entsprechend viele Jahre ist sicherlich nicht mehr drin, vermute ich mal.

  21. #246
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    Zumindest ist Giraud mit Blueberry auf ähnlichem Weg wie bei John Difool: im ersten Album lernen wir Blueberry am Pokertisch kennen, pleite. Und jetzt schließt(?) sich der Kreis:wieder am Pokertisch- und pleite....

  22. #247
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    die Geschichte von "Dust" und Geronimo, die Blueberry diesem Campbell erzählt, hätte ich mir als eigenständiges Album gewünscht. Fand sie klasse.

  23. #248
    Mitglied Avatar von MacGyver
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    Zitat Zitat von Martin
    die Geschichte von "Dust" und Geronimo, die Blueberry diesem Campbell erzählt, hätte ich mir als eigenständiges Album gewünscht. Fand sie klasse.
    So ging es mir auch.

  24. #249
    Da muss ich - bei aller schon geäußerten Kritik - zustimmen.
    Nur fand ich das Timing der Rückblenden nicht besonders gelungen.

    Hm, wie ich schon schrieb: die Idee, das erste Album des Zyklus, Mister Blueberry, nach dem Auge-des-Sturm-Prinzip (die Hauptfigur sitzt ruhig im Mittelpunkt und um ihn herum tobt das Leben) anzulegen, fand ich gar nicht schlecht... Giraud hat nur nicht den "Absprung" gefunden, also den Punkt, an dem er Blueberry in die Aktion einführte.
    Da bietet sich fast ein Vergleich zum in Frankreich 2 Jahre später erschienenen "Aufschub" von Gibrat an. Hauptperson Julien ist im ersten Band auch fast völlig passiv und verläßt erst in Band 2 sein Versteck.
    Allerdings haben wir schon in Band 1 Anteil an seinen Gedanken.
    Blueberry hingegen läßt sich im doppelten Sinn nicht in die Karten schauen, wodurch eine zu große Distanz zum Leser entsteht.

  25. #250
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    In "Le Monde" ist ein Artikel über Blueberry:
    http://www.lemonde.fr/web/article/0,...-657206,0.html

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