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  1. #26
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Doch, ein Gegenspieler ist dringend nötig, aber ein ernsten, kein cholerischen Kasper. In der aktuellen Serie würde er aber nicht mehr wirken - leider-. Ein guter Begleiter ,dazu ein Gegenspieler mit Potenzial und eine plausible Geschichte und die Spannung kommt dann schon. Einfach weg vom kindischen und ständigen sich im erklären verzetteln, das muss die Redaktion langsam selber merken. Es muss nicht immer der Don sein aber man hätte ihn immer mal wieder einbauen können, da er ja auch die Zeittore kennt und umher Reist. Hat ja mit Ägypten Wunderbar funktioniert.

  2. #27
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Zitat Zitat von Max schwalbe Beitrag anzeigen
    Schön und gut, aber die Wissensvermittlung erfolgt tatsächlich so schnöde und vordergründig wie in einem Schullehrbuch.
    In der Zweiten Japanserie hatte das damalige Team aus Autor und einem Co-Autor, der Japanologe ist, eine gute Lösung für eine Wissensvermittlung gefunden, die die spannende Geschichte der Jagd nach den Spiegelscherben überhaupt nicht beeinträchtigt hatte. Eine bei dem jeweiligen Thema involvierte Person gab zu dem betreffenden Thema - seien es die Typen japanischer Sänften, Ninja-Waffen, Religion, Bonsaikultur, Sumo-Ringen, Geschichtsrückblicke wie die Schlacht von Hakodate - eine kurze Erzählung aus eigener Sicht. Dazu wurden entsprechende Zeichnungen in die Hefthandlung eingefügt, die im Stil sofort als Einschub erkennbar waren und so die Handlung nicht gestört hatten. Und wer die Hefte nochmals unter dem Gesichtspunkt "Japanische Kultur/Geschichte" durchgehen wollte, konnte ganz gezielt diese Stellen finden. (Oder anders herum: Wen das nicht interessierte konnte die Stellen schnell übergehen.)
    Ich fand diese Lösung sehr gut, und der Spannung der Haupthandlung hatte es keinen Abbruch getan. Genau so hätte man auch den Wup-Bau erklären können.

  3. #28
    Mitglied Avatar von komnenos
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    Ich denke, ein feinsinniger Humor könnte mich mitunter auch für mangelnde Spannung entschädigen.
    Als Jugendlicher konnte ich mich beispielsweise trotz nachlassenden Interesses an der Story in den späten 80-igern an Namen wie Rum Nöle, Ket Shup, Kaoti, Ruki Suzuki oder dem Koch Su Pe sowie Se Tang erfreuen. Da muss ich selbst jetzt noch lachen.
    Ein augenzwinkernder Humor, in der Anzahl begrenzt sind da auch die Anchronismen geeignet, schließt die Gesamtausrichtung auf die Bildung von Kleinkindern nicht aus, und könnte auch einem Erwachsenen noch eine kleine Tür öffnen.
    Die Rückkehr des Don wäre da eher schon die Holzhammermethode, quasi der letzte Versuch und ein Eingeständnis, dass man solche Figuren nicht mehr neu entwickeln kann.

  4. #29
    Mitglied Avatar von Max schwalbe
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    Zitat Zitat von komnenos Beitrag anzeigen
    Die einseitige Fokussierung auf Klassenkampf und den Dauerkonflikt aus Produktivkräften und Produktionsmitteln war ermüdend.
    Ich wiederum als Nachwende-Schüler hatte nicht einmal gelernt, was Produktivkräfte und Produktionsmittel überhaupt sind ^^ Hatte ich mir dann irgendwann mal auf Wikipedia angelesen.

    Zitat Zitat von komnenos Beitrag anzeigen
    Also, welcher unverwechselbare Charakter ist denn nun abhanden gekommen? Es sind 3 Kobolde, die durch Raum und Zeit reisen können, ständig auf der Suche und an geschichtliche Ereignisse angebunden sind.
    Es wird nicht gestorben, wenig Gewalt ausgeübt und am Ende jeder Geschichte gibts es einen positiven Abschluss (um nicht Happy End) zu sagen und dann blitzt es...
    Also was hat sich fundamental (nicht graduell) geändert?
    Es wird einfach keine spannende Geschichte mehr erzählt. Spannung kann entstehen indem interessante Figuren auftreten die nicht hölzern sind sondern in die man sich emotional hineinversetzen kann, bei denen man mitfiebert, wie sie sich in herausfordernden Situationen oder historischen Umständen entsprechend (das ist das was SilverBlade meint, nehme ich an) verhalten werden. Wenn sich heftübergreifend Gefahren aufbauen und aktiv Ziele verfolgt werden, und in den Panels so viel Dynamik ist, dass man mitgerissen die nächste Seite aufschlägt anstatt 4 (oder auch 12) Seiten weiterzublättern um über eine breitgetretene Szene hinwegzukommen. Wenn die Abrafaxe in der Geschichte wirklich "drinstecken" und nicht den Eindruck erwecken, mittelmäßig interessierte Touristen zu sein. Hinzu kommt meinem Eindruck nach, dass die Kreativität bei fiktiven Einfällen stark abgenommen hat, was dem Humorfaktor abträglich ist. Das alles hatte das Mosaik schon mal, und hat es derzeit nicht mehr.

    Warum nicht auch mal ein paar "leichte" Szenen und etwas mehr Emotionen beim Thema Liebe (da waren schon die DDR-Hefte etwas verklemmt aber in letzter Zeit ist sowas ja fast auf Null heruntergefahren worden). Als ob Liebelei Kindern ein Fremdwort wäre! Liebe & Lust sind Dreh- und Angelpunkte des menschlichen Zusammenlebens, sowas völlig auszublenden, kann nur zu hölzernen Figuren führen.

    Zitat Zitat von Jaromar Beitrag anzeigen
    In der Zweiten Japanserie hatte das damalige Team aus Autor und einem Co-Autor, der Japanologe ist, eine gute Lösung für eine Wissensvermittlung gefunden, die die spannende Geschichte der Jagd nach den Spiegelscherben überhaupt nicht beeinträchtigt hatte.
    Auch wenn die zweite Japanserie vom Spannungsfaktor für mich nicht zu den Höhepunkten des Mosaik zählt - die Wissensvermittlung war dort gut in die Handlung eingewoben, stimmt. habe eben noch mal reingespickt.

    Zum Don: Ich wünsche eigentlich sehr, dass er sich als ewiger Schatten wieder Ehre erweist, aber wie bereits oft geschrieben wurde: Bitte nicht im derartigen Setting wo er wohlmöglich Muscheln mit Pitipak spielen geht weil seine sagenumwobene Hinterlist darin besteht, ihm ein paar Muscheln abzuluchsen. Und am Ende wird er wohlmöglich noch vom erbosten Pitipak am Popo versohlt als sei's die Hakimstochter.
    Geändert von Max schwalbe (30.06.2020 um 22:27 Uhr)

  5. #30
    Mitglied Avatar von komnenos
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    @Max schwalbe: ,,Es wird einfach keine spannende Geschichte mehr erzählt.''
    Am Ende kulminiert wohl alles in diesem einen Satz. Das ändert zwar nicht grundlegend den Charakter des Heftes, aber den Spaßfaktor beim Lesen. Der Genetiker würde sagen, der Phenotyp hat sich geändert. Das ist das, was ich mit Marktanpassung meine. Ich denke, dass die Mosaikmacher ja keine Kleinkinder sind, und sich diese Perspektive auch aneignen müssen, da sie ja sonst eher unsere Perspektive haben müssten. Dahinter unterstelle ich also immer noch eine Absicht, die meisten Beitragschreiber hier im Forum aber wohl Unvermögen.
    Nun, wenn es Absicht ist, dann wird sich diese Absicht wohl erst bei sinkendem wirtschaftlichen Erfolg ändern. Das wäre dann eine weitere Marktanpassung oder um beim Bild zu bleiben eine Änderung des Phenotyps.
    Ist es aber Unvermögen, dann ist da was im Genotyp mutiert. Das wird dann schwierig bis unmöglich zu ändern sein, wobei man ja mittlerweile in der Wissenschaft schon an Genscheren arbeitet
    Was wird nun aus der Kritik hier im Forum? Sie prallt auf einen Empfänger, der nicht die Absicht oder nicht die Möglichkeit hat, sich zu ändern. Im Endeffekt wendet er sich also ab, und das ist ja auch passiert. Beide Seiten ärgern sich, die Kommunikation bricht ab. Für das Zeichnerteam muss das frustrierend sein, der Künstler lebt ja auch vom Applaus und kann sich nicht allein an Verkaufszahlen berauschen. Da das zeichnerische Vermögen aber noch da ist, soweit verstehe ich die meisten Beiträge, gibt es ja durchaus noch ein Band zwischen den Lagern. Wenn man bei der Story vielleicht doch wieder etwas mehr in erfolgreichen Geschichten als in realer Geschichte stöbert, dann kann man vielleicht auch ohne Genschere die eigentliche Absicht (oder das Unvermögen) etwas bemänteln.
    Sorry, jetzt bin ich wieder vom Don abgekommen, aber wie schon oben geschrieben, braucht es nicht explizit den Don im Heft. Der Don steht für eiin Konzept und eine Ausrichtung, die vermisst wird.

  6. #31
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    Abrax kennt ihn.
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    Wenn das eine spannende Serie wäre, dann wäre der Don perfekt dafür geeignet. Aber da Pitipak den Bummi-Dampfer auf Grund setzen wird in dieser Serie, wäre es schlimm, wenn der Don auftauchen würde. Der würde vermutlich freiwillig den Trank des Vergessens trinken und weil es ihm in den Ohren gellen würde, dann nur noch "Ich liebe Bon-Bons" stammeln. Aber auch so wäre Pitipak schädlich für die geistige Verfassung des Don.

    Das Dilemma, das man einen starken Gegenspieler braucht, kann man nicht mit dem Don lösen, der ist für die Südsee einfach überqualifiziert. Bei den komplett albernen und absolut unfähig dargestellten Kolonialbeamten momentan, hätte der mit einer einfachen Eingabe und Dienstaufsichtsbeschwerde das ganze System innerhalb von ein paar Stunden lahmgelegt und die Herrschaft über die Inseln übernommen.

    Doch was wäre, wenn es einen "Schatten" gebe, eine Figur, die im Auftrag des Don agiert - immerhin ist der ja als Piratenkapitän auf der Weltreise leibhaftig schon aufgetreten.

    Der Don hat vom spanischen Schatzschiff Wind bekommen, jagt aber noch einer anderen Sache hinterher, beauftragt seinen kompetenten und durchaus finsteren "Schatten" - bitte keinen der Piraten aus der Weltreise - die hätten ein Schiff im Planschbecken versenkt bekommen - sich um das Schatzschiff zu kümmern.

    Eventuell ist auf dem Schatzschiff ein gläserner Schädel oder ein anderes Artefakt, welches er haben will, er selbst jagt einem weiteren fehlenden Teil gerade nach - da könnte man sogar für einige Hefte spannende Piratengeschichten erzählen - und immer wieder zu den Inseln und den gechillten Abrafaxen wechseln. Das wäre sogar eine witzige und coole Mischung.

    Ein Heft beginnt quasi mit dem Entern eines Schiffes, dann tritt der Don in Erscheinung, der in der Kajüte des Kapitäns das Logbuch liest und einige interessante Passagen über einen gewissen Schatz, der ihn interessiert. Allerdings erfährt er auch noch von einem zweiten Schatz oder Artefakt dabei und so macht er sich mit seinem Schiff auf den Weg, während sein "Schatten", ein tatsächlich fähiger und kompetenter 1. Offizier, vielleicht sogar ein Deutscher, wobei es wegen der Sprache eh keine Probleme geben würde, sich auf den Weg macht, um vom gesunkenen spanischen Schiff genau das zu bergen, was von Interesse für den Don ist. Eventuell kommuniziert der Schatten mit dem Don mit Brieftauben (Raum für witzige Einschübe) oder auf andere Weise, jedenfalls hat man so Gelegenheit einiges an Spannung einfließen zu lassen, weil so die Spannung zu den Abrafaxen kommt, offenbar finden die von alleine ja sowas nicht momentan. Und dann kann auch Krawallmöller - Kraakmöller, sich mit Fiete und Niete cholerisch austoben und vor lauter Deckschrubben den Schatz nicht bekommen, aber trotzdem mit sich an der Jagd beteiligen.

    Aber so hätte man einen finsteren und effektiven Gegenspieler, dazu die anderen Figuren und die Abrafaxe schippern mit Pitipak durch die Südsee.

    Jedenfalls würden die Abrafaxe komplett entspannt und vermutlich durch Zufall, am Ende verhindern das der "Schatten des Don" sein Ziel erreicht - der Don ist deshalb natürlich entsprechend fuchsteufelswild auf die Abrafaxe, was alle Handlungen in der Weltreise-Serie gut erklären würde, warum er so wütend auf sie ist.

    Und es wäre ein perfektes Schlußbild, wenn der Don die besagte Zeitung aus der Weltreise auf dem letzten Bild aufschlägt, während es die Abrafaxe längst wieder in eine andere Zeit verschlägt. So kann man auch mal die Serien geschickt und ohne viel Aufwand verknüpfen. Und die Handlung hätte endlich wieder Spannung. (Und Leser, welche die Weltreise-Serie noch nicht kennen, würden vermutlich gerne wissen wollen, wie es da wohl weitergeht. Genauso wie man auf den neuen Zielort der Abrafaxe dann gespannt wäre.)
    Geändert von SilverBlade (01.07.2020 um 22:45 Uhr)

  7. #32
    Mitglied Avatar von Max schwalbe
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Bei den komplett albernen und absolut unfähig dargestellten Kolonialbeamten momentan, hätte der [Don] mit einer einfachen Eingabe und Dienstaufsichtsbeschwerde das ganze System innerhalb von ein paar Stunden lahmgelegt und die Herrschaft über die Inseln übernommen.
    Haha, herrlich. Dass das so klappt, würde der Don schon durchschauen noch ehe er den Fuß auf die Insel gesetzt hat. Nur ist diese Schnelligkeit mit dem gegenwärtigen Erzähltempo vermutlich nicht vereinbar

  8. #33
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Ein schönes Drehbuch von SilverBlade. Vor allem wenn das Mosaik zweigleisig fährt Don und Faxe im wechsel . Da könnte der Kaine wieder sagen : Das hat mich abgeholt und wir auch !!!

  9. #34
    Mitglied Avatar von Choleron
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen

    Jedenfalls würden die Abrafaxe komplett entspannt und vermutlich durch Zufall, am Ende verhindern das der "Schatten des Don" sein Ziel erreicht - der Don ist deshalb natürlich entsprechend fuchsteufelswild auf die Abrafaxe, was alle Handlungen in der Weltreise-Serie gut erklären würde, warum er so wütend auf sie ist.
    Also hier muss ich doch einmal kurz einhacken werte Silber Klinge und mich selbst zittieren.


    Zitat Zitat von Choleron Beitrag anzeigen
    Na so verwunderlich ist der Zornausbruch des Dons ja nun nicht. So übel wie dem armen Don in der bisherigen Mosaikhandlung mitgespielt wurde ist dieses Verlangen keineswegs grundlos.

    Nachdem er jahrelang selbstlos die Burg seines Vetter, welcher derweil der Schatz- und Brautjagd in Südamerika frönte, in Schuss hielt, bekommt er nach dessen Rückkehr lediglich einen warmen Händedruck als Dank. Vom Schatz will dieser Geizkragen dem Machese nichts abgeben. Beim Versuch dem undankbaren Vetter die Zunge zu lösen, fällt er auf das Geschreibsel eines Quacksalbers herein. Jetzt hat der Don zusätzlich zur Burg noch den verwirrten Vetter am Hals. Dann schmuggeln sich drei Kobolde, die sich für den sehnlichst erwarteten Sterndeuter ausgeben, in die Burg, fressen ihm die letzten Vorräte weg, einer ihrer Kumpanen wirft dem Don einen Stein an den Kopf und zu guter Letzt wird er im eigenen Turm eingesperrt. Und zur Krönung entführen die Betrüger noch seinen Geheimnisträger. Auf der teuer bezahlten Schiffspassage nach Mallorca wird er geknebelt, zu einem Bündel geschnürt, geht über Bord, ertrinkt fast und wird beinahe zu Tode harpuniert.

    Selbstlos wie kein Zweiter befreit der Don in der Verbotenen Stadt seinen Vetter, dessen Frau und deren Diener aus der Sklaverei. Zum Dank für diese uneigennützige Tat wird der Menschenfreund niedergeschlagen und an eine Säule gebunden. Nachdem er sich befreit hat, wird er von einem Löwen gehetzt und landet in einer Schlangengrube.

    Und das sind nur die Schicksalsschläge des ersten Abenteuers, die den Don nur ereilten weil sich die Abrafaxe ungefragt in seine Angelegenheiten einmischten. Von den Tiefschlägen der folgenden Geschichten sei nur hervorgehoben, dass als er der Liebe seines Lebens begegnete, die Kobolde nichts Besseres zu tun hatten als diese augenblicklich gegen ihn aufhetzten, so dass die Schöne den Don anstatt mit Küssen fortan nur mit Ohrfeigen und Tritten verwöhnte.

    Aus diesem Blickwinkel betrachtet kann man den Groll des Dons gegen die Kobolde zumindest teilweise nachvollziehen. Es gibt mehr als genug Gründe für den Don überaus sauer zu sein!

    Aus diesem Grunde denke ich, dass bis zum nächste Auftritt des Dons noch etwas Zeit vergeht. Er benötigt definitiv noch einige Sitzungen bei Dr. Joi bevor er gegen weitere Tiefschläge dieser Art gefeit ist.
    Der arme Don hat noch weitaus mehr gute Gründe allergisch auf das Erscheinen der Abrafaxe zu reagieren.

    Ansonsten lenken mich Deine humorigen Beiträge doch sehr gut von der zunehmenden Tristesse und Langeweile der derzeitigen Hefte ab. Aber wer weiß, in 30 oder 40 Jahren werden wir uns vielleicht darüber freuen, dass wir wenigstens noch in der Lage sind diese einfach gestrickte Geschichte erfassen zu können. Die Anderen erscheinen uns dann eventuell als viel zu komplex.

  10. #35
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    Abrax kennt ihn.
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    Und wenn wir uns vorstellen, dass der Schatten des Don weiblich ist - eine Donna Inez vielleicht, die schmachtend sich in den erfolgreichen Piratenkapitän Ferrando verliebt hat und die für ihn durch die Hölle segeln würde und treu an seiner Seite ist und deshalb auch jetzt in den deutschen Kolonien versucht das Artefakt vom Schatzschiff für ihn zu bergen, dann hätten wir eine sehr interessante Konstellation.

    Die Abrafaxe tiefenentspannt und gechilled, treffen auf die Schönheit und plaudern vieles über das Schatzschiff aus, was sie vermutlich von Fiete und Niete gehört haben, die es von Krawallmöller wissen, der es nicht für sich behalten kann, und neben diesen Informationen kommen sie auch ins Gespräch und erzählen ein wenig von sich und ihrem Erzwidersacher Don Ferrando. Und Donna Inez dämmert es mit Tränen in den Augen, dass ihr geliebter Pirat ein hundsgemeiner Schurke ist. Da sie bislang glaubte, er wäre ein edler Pirat, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt, werden ihr die Augen geöffnet und sie lässt die Chance verstreichen, das Artefakt an sich zu nehmen.

    Während sie erkennt, was der Don für eine dunkle Seele hat, gelingt es Ferrando seinen Teil zu erlangen, mitten durch eine Flotte Südseepiraten und nach einem epischen Kampf erobert er ein weiteres Artefakt und hofft das andere bald schon von seiner geliebten Donna Inez, seinem Schatten, wie er sie liebevoll nennt, zu erhalten.

    Das fällt den Abrafaxen in die Hände und ist der Auslöser für den nächsten Zeitsprung und irgendwie erwacht die alte Abenteuerlust in Abrax, Brabax möchte das Artefakt genauer erforschen und Califax braucht dringend eine Diät, da das Südsee-Essen nicht nur köstlich, sondern auch sehr üppig war. Also starten die Abrafaxe in ein neues Abenteuer.

    Der Don hingegen bekommt eine Ohrfeige von seiner großen Liebe, Donna Inez und sie verlässt ihn unter Tränen, nimmt den Großteil der Mannschaft mit sich und segelt in den Sonnenuntergang, leise flüsternd: "Wir haben immer noch den Pazifik!", während der Don die nicht ganz so hellen Piraten behält und sich ein neues Schiff suchen muss und dabei auf besagte Zeitung stößt.

  11. #36
    Mitglied Avatar von komnenos
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    Von der Homepage der Stiftung Lesen:
    ,,Die Stiftung Lesen vergibt seit Jahren ein Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendzeitschriften. Aufgrund des sich stark veränderten Medien- und Zeitschriftenmarktes, der gewachsenen Anzahl von Titeln in diesem Segment sowie der gestiegenen Bedeutung unterschiedlichster (Print-)Medien in der Leseförderung hat die Stiftung Lesen in Kooperation mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Vergabe ihres Qualitätssiegels neu konzipiert. Seit 2013 prüft eine Jury aus Experten der Fachrichtungen Medienpädagogik, Journalismus, Entwicklungspsychologie, Design, Leseförderung sowie Vertretern der Zielgruppe zweimal jährlich die eingereichten Titel.''

    Den Don hat die Jury wohl noch nicht vermisst, sonst hätte sie wohl das Siegel entzogen.

  12. #37
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Tjaaa... wer weiss was man den da unterjubelt !!! Oder es gibt ein Kuschelkissen dazu, damit der Kopf nicht auf den Tisch knallt ? Es kann aber auch sein das da nur durchgeblättert wird weil man sonst die Flut nicht schafft.

  13. #38
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    @ SilverBlade
    Tolle Geschichte. So muss Fanfiction sein.

    Ich finde die Idee mit dem "Schatten des Don" auch viel stimmiger.

    Es ist ja irgendwie schon ein Zeugnis wie sehr uns das Comic am Herzen liegt, wenn wir uns dermaßen eine Birne deswegen machen.

  14. #39
    Mitglied Avatar von komnenos
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    @Dragonerhauptmann: ,,Es ist ja irgendwie schon ein Zeugnis wie sehr uns das Comic am Herzen liegt, wenn wir uns dermaßen eine Birne deswegen machen''
    Ja, das ist wohl wahr. Die Frage ist nur, ob es Sinn macht, sich diesen Kopf zu machen und ggf. noch Frust zu schieben.
    Ich wage mal einen Vergleich:
    Wenn man heranwächst, dann fährt man erst Dreirad, dann Roller, dann Fahrrad, dann Motorrad, schließlich Auto.
    Bei mir war die Mosaikzeit zeitlich kongruent zum Fahrrad. Als ich einen Führerschein gemacht hatte, wurde das Mosaik zeitgleich uninteressant. Etwa 10 Jahre später bin ich wieder auf Fahrrad umgestiegen und fing parallel auch wieder mit Mosaiklesen an. Dann hatte ich irgendwann das Gefühl, dass das Mosaik sich eher in Richtung Roller entwickelt, und habe aufgehört mit Lesen, zumal ich parallel auch wieder mit dem Autofahren anfing. Nun geht es also in Richtung Dreirad. Der Abstand wird also größer, und die Wahrscheinlichkeit, dass ich nochmal ein aktuelles Heft lese, entsprechend noch kleiner.
    Aber soll ich mir jetzt ständig einen Kopf drum machen, warum Mosaik kein Fahrrad mehr ist? Nein, wenn ihre Expertise jetzt beim Roller oder Dreirad liegt, dann kaufe ich mir mein Fahrrad oder Auto halt woanders. Es heißt aber eben nicht, dass es keine Roller oder Dreiräder braucht, das sind dann halt andere Käufer, nämlich solche, die ihr Kind erst behutsam auf das Fahrrad vorbereiten.

    Seis drum, vielleicht kommt der Don ja demnächst mit dem Dreirad um die Ecke....

  15. #40
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    Der Don wird immer auf seinem Rappen zum Hafen reiten oder auf Wüstenrennern oder Schiffen versuchen seine Ziele zu erreichen. Nur mit Löwen hat er es nicht so und auch nicht mit Dreirädern.

    Und es macht Sinn sich diesen Kopf zu machen, denn es als etwas aus der Kindheit abzutun, zu dem man heute keinen Zugang mehr hat, wäre mir zu einfach. Jeder der das Mosaik liest hat vielleicht, aufgrund des Heftes und seiner damaligen Geschichten, eben genau diesen Hauch Magie eingeimpft bekommen, welcher dafür gesorgt hat, dass man eben jenen Hauch Kindlichkeit bewahrt hat, auch im Erwachsenenleben.

    Dadurch bleibt das Mosaik eben das Fahrrad, um beim Bild von komnenos zu bleiben und wird kein Dreirad, bzw. man gibt sich nicht damit zufrieden, dass es ein Dreirad geworden ist, sondern macht sich eben einen Kopf und überlegt und kritisiert, streitet und diskutiert hier im Forum. Nicht um frustriert festzustellen, ist halt ein Dreirad und irgendwie gibt es da keinen Bezug mehr, sondern ein, es ist ein Fahrrad, das man momentan zum Dreirad machen will und das ist nicht richtig und nicht gut. Und dagegen schreibt man an.

    Ob das der Mühe wert ist? Ja, ich denke schon, weil wenn jeder einfach sagt, ach nicht mehr mein Ding, ich lese was anderes, wird am Ende jede Magie verschwunden sein, die man in sich trägt. Und das möchte ich auf keinen Fall. Auch zweifle ich daran, dass die jetzigen Geschichten den Kindern, welche das Mosaik lesen, jene Magie von damals noch einpflanzen kann. Deshalb müssen wir, die wir diesen Zauber sozusagen noch in uns tragen, für ein Mosaik voller Magie kämpfen, welches die Kinder begeistert, mitnimmt und sie noch in 40 Jahren von jetzt an, Leser sein lassen wird.

    Außerdem ist es wichtig, wie bei allen Dingen, seine Stimme zu erheben, Kritisches zu äußern, oder Lobenswertes, weil vielleicht wird es irgendwann doch gelesen, wahrgenommen, verstanden und umgesetzt.

    Das Mosaik ist viele Moden überlebt, mit vielen war man nicht einverstanden und bei vielen hat man kritisiert, aber es gab auch, selbst wenn sie schon eine Weile zurückliegen, richtig gute Serien, auch noch weit nach den allerersten Serien und dem ersten Auftritt des Don. Allein seine Statue in der Ägyptenserie hat ausgereicht, um etwas beim Lesen zu bewirken, was eben auf jene Magie zurückzuführen ist.

    Mag er auch in der Weltreise-Serie etwas unglücklich dargestellt worden sein, aber er hat das Zeug dazu, in der Zukunft, wieder eine Serie mit Bosheit und Niedertracht und genialem Schurkentum zu erfüllen. Nicht in der Ozeanien-Serie, aber dafür wäre sein "Schatten" prädestiniert.

    Das Forum sprüht vor Leben und Einfallsreichtum, mehr als momentan das Mosaik selbst, aber auch dafür ist man Leser des Hefts über so einen langen Zeitraum, weil man mitleidet und es besser gestaltet sehen will, dafür lebt, denkt und fühlt und kritisiert und lobt man.

    Das ist wie beim Fußball. Wenn das Herz für einen Verein schlägt, versucht man sich den Verein auch nicht mit, hat zu oft verloren und sich dadurch zum Dreirad entwickelt, aus dem Herzen zu reißen, sondern man argumentiert, diskutiert und kritisiert, damit der Verein bald wieder das Fahrrad ist, welches man kennt und liebt.
    Geändert von SilverBlade (03.07.2020 um 20:12 Uhr)

  16. #41
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Die Roller und Dreiräder braucht‘s nicht. Ich wurde mit 6 Jahren mosasozialisiert. Der Don wurde aus Tunis verscheucht, eine spannende Belagerung eines Forts, ein Geheimgang, eine irre Verfolgung durch tosende See, eine geheime Pirateninsel, die von den Faxen komplett in die Luft gesprengt wurde ... ich war begeistert und infiziert. Das wäre mir mit der aktuellen Bonbons-für-Pitipak-Serie ganz sicher nicht passiert. Also wo soll die Zielgruppe jetzt sein? Offensichtlich jünger als 6 Jahre. Aber die Sachen, die mir mit 4 Jahren vorgelesen wurden, blieben nicht ein Leben lang. Das Mosaik geht einen Irrweg, und zwar einen ganz gewaltigen.
    Geändert von CHOUETTE (03.07.2020 um 20:25 Uhr)

  17. #42
    Mitglied Avatar von komnenos
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    Das Bild mit dem Fussballverein finde ich gut, da habe ich auch bis heute viel mitgelitten und mitgefiebert. Fussball ist wohl zeit-und alterslos. Aber es gibt wohl auch keinen Fussballverein, der den Kontakt zu den kritischen Fans abbricht. Kritik wird dann zum Schattenboxen.

  18. #43
    Mitglied Avatar von komnenos
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    @CHOUETTE:,,Das Mosaik geht einen Irrweg, und zwar einen ganz gewaltigen.''

    Ich will dem jetzt nicht unbedingt widersprechen, dazu fehlt mir auch der Einblick in die aktuellen Hefte. Aber ich habe mal die Verkaufszahlen von Q1, 2020 mit denen von Q1, 2010 (also die letzten 10 Jahre) verglichen für verschiedene Kinder-und Jugendzeitschriften mit einer langen Historie:

    1. Fix & Foxi: seit 2011 nicht mehr existent
    2. Bummi: seit 2017 nicht mehr existent (nach Hinweis von kiro, siehe unten muss es korekt heißen: nicht mehr mit Verkaufszahlen gemeldet)
    3. Bravo: -82,6%
    4. Micky Maus: -61,2%
    5. Mosaik: -1,1%

    Also irgendwas müssen die doch richtig machen beim Mosaik, oder?
    Geändert von komnenos (04.07.2020 um 08:39 Uhr)

  19. #44
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    Bummi gibt es noch. Wird von Blue Ocean verlegt.

  20. #45
    Mitglied Avatar von komnenos
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    Stimmt, da habe ich die fehlende Listung von Verkaufszahlen in meiner Quelle nach Q1/2017 fehlinterpretiert.
    Also Verkaufszahl Bummi Q2/2010: 45.888; Q1/2017: 24.155
    Macht also ein Minus von 47.4% in knapp 7 JAhren.

    Auf der Homepage von Guide Weißhahn findet sich folgende Ausführung:
    ,,Bummi ist übrigens eine der wenigen Zeitschriften, die die Wende überlebt haben. Es erscheint heute monatlich (gegenüber früher zweimal monatlich) im Hause Pabel-Moewig. Nachdem es noch viele Jahre einige Zeichner aus DDR-Zeiten beherbergt hatte, erfolgte nach der Produktion einer TV-Serie für den KIKA die komplette Verlagerung der Produktion an ein spanisches Zeichenstudio. Damit verlor Bummi jegliche Unterscheidbarkeit zum auf Konsum zugeschnittenen Kiosk-Einheitsbrei für die jünste Zielgruppe, inklusive der in China produzierten Gimmicks.''

    Das muesste er dann ggf. auch mal aktualisieren. Tatsächlich übernahm 2017 die Blue Ocean Entertainment AG, und seitdem finde ich auch keine Verkaufszahlen mehr.

  21. #46
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Zitat Zitat von komnenos Beitrag anzeigen
    @CHOUETTE:,,Das Mosaik geht einen Irrweg, und zwar einen ganz gewaltigen.''

    Ich will dem jetzt nicht unbedingt widersprechen, dazu fehlt mir auch der Einblick in die aktuellen Hefte. Aber ich habe mal die Verkaufszahlen von Q1, 2020 mit denen von Q1, 2010 (also die letzten 10 Jahre) verglichen für verschiedene Kinder-und Jugendzeitschriften mit einer langen Historie:

    1. Fix & Foxi: seit 2011 nicht mehr existent
    2. Bummi: seit 2017 nicht mehr existent (nach Hinweis von kiro, siehe unten muss es korekt heißen: nicht mehr mit Verkaufszahlen gemeldet)
    3. Bravo: -82,6%
    4. Micky Maus: -61,2%
    5. Mosaik: -1,1%

    Also irgendwas müssen die doch richtig machen beim Mosaik, oder?
    Es liegt meiner Meinung nach an den Altlesern! die das Heft nicht aufgeben wollen, wenn das aber weiter so geht wird aus den 1,1 % schnell mehr. Viele haben in der schweren Wendezeit dem Heft die treue gehalten oder haben es schnell wieder entdeckt. Es ist wie ein Magnet wenn man 40,50 Jahre dieses Heft schon monatlich bekommt. Ohne kann man es sich nicht vorstellen. Es gibt bei der Bravo sicher nicht die Lesebindung da es für Teenager konzipiert ist,da ist man schnell weg. Fix und Foxi war mittelmäßige Massenware. Micky wird immer Langweiliger,die Geschichten wiederholen sich. Da geht es schnell Bergab, und hier muss das Mosaik aufpassen das nicht doch spürbar die Leser abtauchen wenn sie ihre aktuelle Schiene weiter fahren..

  22. #47
    Mitglied Avatar von komnenos
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    @ Diplomat: ,,Es liegt meiner Meinung nach an den Altlesern! die das Heft nicht aufgeben wollen''
    Das kann ja durchaus sein, aber haben wir dafür auch konkrete Belege? Sind die 40.000 Abo's alles Altleser?
    Wenn ich frühere Forumsbeiträge lese, dann habe ich schon den starken Eindruck, dass zumindest hier im Forum etliche Altleser nicht mehr dabei sind. Sie haben sich nicht verabschiedet, aber sie haben wohl keine Lust mehr, mitzudiskutieren. Wenn ich mir die Hauptseite ansehe und bemerke, dass bei den 6 ,,Wichtigen Themen'' die Hälfte seit mehr als 10 Jahren ohne Beitrag ist, dann frage ich mich auch, wie lebendig das Forum überhaupt noch ist. Und nun hat sich ja letztes Jahr auch noch der Verlag daraus zurück gezogen und der Moderator jagt am liebsten Marienkäfer (es sei ihm gegönnt).
    Als ich vor vielen Jahren keine Lust mehr auf das Mosaik hatte (Johanna-Serie, Auftauchen der Caramellen, Creck-Hefte), war ich ähnlich kritisch über den Weg des Mosaik, wie die aktuellen Diskussionsbeiträge hier. Aber die Verkaufszahlen haben sich danach eigentlich nicht merklich verändert. Und dann sage ich mir, naja, hätte ich anders erwartet und habe ich mich glücklicherweise geirrt.
    Die Mosaikmacher sind ja auch in meinen Augen alles andere als eingefahren. Da wird viel ausprobiert. Das Mädchenmosaik wurde etabliert. Das magische Auge wurde eingeführt. Die Barockserie wurde ins Englische übersetzt, hat sich wohl nicht bewährt. Luther war ein Experiment mit einem großen Marketingaufwand, der sich gelohnt hat. Die Kolorierung wurde umgestellt, nicht unbedingt mein Fall und auch nicht das immer deutlichere Hervortreten der unterschiedlichen Zeichenstile. Es gibt mittlerweile eine Flut von Variantcovern, werden auch gern gekauft und noch lieber mit Gewinn bei E... verhökert. Man arbeitet mit Museen zusammen, betreibt intensive Recherche, hat werbewirksame Auftritte.....das Mosaik lebt! Und die Altsammler? Die können siich leider nicht verjüngen....

  23. #48
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Die lebendigkeit des Forums leidet unter dem immer uninteressanter werdenden Heft. Über was soll man groß schreiben, des letzte Heft hat Zahlen hervorgebracht die das Dilemma zeigen(siehe Heft Diskussion). Die Abozahlen sind wohl seit Jahren konstant(?). Ich glaube schon das die Masse 40+ ist. Im Laden verkaufte Heft werden von Eltern für die Sprößlinge in nicht kleiner Zahl gekauft. Zweithefte sind keine Seltenheit. Viele Kinder bleiben nicht beim Mosaik, wie bei mir zu Hause. Es gibt viele Verlage mit sehr gutem Programm, zB. sind Mangas sehr populär , oder Splitter. Nur Wissensvermittlung zieht nicht ,der Leser will auch Unterhalten werden.

  24. #49
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Ich MUSS das mal schreiben und hoffe, ihr akzeptiert das als meine Meinung und hackt nicht auf mir herum. Ich bin ja nicht nur HIER unterwegs. Die große "Kritik" erfolgt jedoch nur hier. Dies ist aber tatsächlich, auf die Masse betrachtet, der "kleine Kreis".
    Nehmen wir mal unseren Stammtisch (zugegeben, auch ein überschaubarer Kreis) oder besser: Große Fangruppen auf MOSAIK-Fanseiten bei Facebook. Dort wird nicht einmal annähernd so stark Kritik geübt wie hier. Da kann es wohl nicht so schlimm stehen um das Mosaik.
    Geändert von thowiLEIPZIG (04.07.2020 um 13:17 Uhr)

  25. #50
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    Wahrscheinlich müsste man den Autoren austauschen, um mehr Spannung zu bekommen. Er ist mit Unterbrechungen fast 25 Jahre aktiv, das ist zu lang.

    Aber ein Abflachen der Begeisterung ist bei langer Leserschaft auch fast normal.

    Um neue Leser zu erreichen, brauchen die Abrafaxe eigentlich eine Fernsehserie, die ist teuer. Vielleicht kann man dadurch auch mehr Leser im Westen gewinnen.
    Geändert von Pats Reiseabenteuer (04.07.2020 um 15:54 Uhr)
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

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