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  1. #1
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    Mark Millar Collection

    Ende 2019 erschien mit den "Ultimativen" bereits der neunte Band der Reihe. Ich habe bei weitem nicht alle, aber doch einige und ich denke hier wäre ein guter Platz um sich über die, in der Popkultur doch recht großen Anklang findenden Werke auszutauschen. Also auf in die Millarworld...

  2. #2
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    Meine zweite Runde mit Mark Millar…



    Titel: Genosse Superman: Mark Millar Collection 4

    Verlag: Panini (US: DC)

    Format: 172 Seiten im Hardcover

    Inhalt: Superman: Red Son

    Autoren: Mark Millar

    Zeichner: Dave Johnson; Kilian Plunkett

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Anfang der 50er-Jahre landet Supermans Raumschiff nicht im ländlichen Smallville in den USA, sondern mitten in der damaligen Sowjetunion. Und so wächst der letzte Sohn Kryptons in einem gänzlich anderen System auf und wird zum Streiter für Stalin und dessen Idee vom Sozialismus. Auf dramatische Weise beeinflusst er auch die Leben der amerikanischen Bevölkerung zur Zeit des Kalten Krieges und trifft sogar auf Batman, Wonder Woman und Lex Luthor…

    Dieser Band enthält die komplette, für den Eisner Award nominierte US-Miniserie Superman: Red Son, geschrieben von Megastar Mark Millar (KICK-ASS, WANTED), mit Artwork von Dave Johnson und Kilian Plunkett.

    Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds und Erfolgsautors Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



    Just my 2 cents:
    Komischerweise hat es nach Kingsman jetzt doch eine ganze Weile gedauert, bis der nächste Millar auf meinem Lesestapel nach oben gewandert war. Eigentlich unverständlich, denn mit Kingsman hatte ich immens viel Spaß und wollte mich ziemlich bald auf den nächsten Comic von Mark Millar, dem Mann der irgendwie immer gerade passend den Zeitgeist trifft, stürzen. Das soll ja bei vielen, die ihn nicht so mögen auch das Hauptproblem seiner Comics sein, dass die zum Erscheinen des Zeitpunktes gerade alle möglichen „hippen“ Themen ansprechen und extrem aktuell daherkommen, dementsprechend nach ein paar Jahren aber auch schnell überholt wirken. Genosse Superman scheint da eine Ausnahme zu sein, denn die meisten Meinungen, die ich über das Werk gehört bzw. gelesen hab waren durchweg positiv und deshalb habe ich mich auch ziemlich auf die Lektüre gefreut.

    Das Hardcover wurde von Panini wieder sehr stilvoll und schick gestaltet, passt mit dem eleganten Weiß als Hauptfarbe und den schwarzen Elementen perfekt zum Rest der Collection (alles Andere wäre ja auch kacke) und das Cover ziert natürlich der Stählerne, in einem enorm coolen Outfit und in typisch heldenhafter Pose. Mit einer Einleitung von Tom Desanto, ein paar Infos zu den Machern und einer ziemlich ausführlichen Skizzenabteilung ist der Band auch wieder schön ausgestattet.

    Also zur Story brauch ich glaub ich nicht mehr groß ausschweifen, die erzählt der Klappentext ja zu Genüge. Ein faszinierendes Grundsetting, das sich Mr. Millar da überlegt hat. Allerdings handelt es sich nicht nur um eine stumpfsinnige, actionlastige Alternativwelt-Geschichte, nein, wirklich nicht. Klar gibt es reichlich Action und die in drei Abschnitte unterteilte Story, die viele Jahrzehnte umspannt, ist von vorne bis hinten auch einfach überaus unterhaltsam und abwechslungsreich, aber das sind nicht die zwei Hauptebenen auf denen dieser Band perfekt funktioniert.



    Zum einen ist das ganze Konstrukt ein Fest für Comic-Fans, und zwar nicht nur für solche, die jeden Superman-Comic dreimal gelesen haben, oder sich seit Jahrzehnten mit allem von DC beschäftigen, sondern auch Leute wie mich, die sich noch nicht so lange mit den Comics selbst beschäftigen, aber doch die meisten Kinoauswertungen und die ein oder andere TV-Serie zum Thema verfolgt haben. Die vielen kleinen Anspielungen, der Einbau von allen möglichen Charakteren und das ganze immer in einer überaus kreativen, und im Vergleich zum Original verdrehten Art und Weise machen das ganze Buch zu einer Entdeckungsreise, bei der man sich über jedes Detail freut, dass man in abgewandelter Form wiederentdeckt. Vermutlich finden da Andere noch viel mehr als ich, aber auch ich hatte meine helle Freude daran!

    Egal, ob es sich um die Lois Lane, aka Lois Luthor, die Ehefrau des großen amerikanischen Wissenschaftlers Lex, handelt, wie die Liebesbeziehung zwischen Wonder-Woman und Superman aufgebaut wird, oder der Einsatz des Green Lantern Corps. Die Variation der Geschichte des Daily Planet und seiner Führer, die neue Origin rund um Batman und seinen Lebenswandel als Terrorist. Oder auch der Einbau von realen Persönlichkeiten wie Stalin und JFK bis hin zur Reise in die Zukunft der Erde und ihrer Entwicklung, bis sich herausstellt, dass sich die Geschichte immer wiederholt, oder sitzen wir doch in einer Zeitschleife?





    Das zweite Standbein ist natürlich der politische Hintergrund mit dem Kampf der Systeme, wo sowohl Teile des Kommunismus, als auch die kapitalistische, westliche Weltanschauung in Frage gestellt werden. Schön distanziert, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen gelingt Millar hier die Gratwanderung zwischen Gesellschaftskritik und satirischem Humor. Eine echt starke Leistung die schon den ein oder anderen Ansatzpunkt bietet, der zum nachdenken anregen kann. Toll geschrieben und gestaltet.

    Das Artwork von Dave Johnson und Kilian Plunkett ist ebenfalls gelungen, passt einwandfrei zum Stählernen und leistet sich keine Ausfälle, auch wenn ganz große Kunst, oder charakteristischer Wiedererkennungswert ausbleiben. Dafür werden saubere, sehr Ikonische Bilder geliefert, die den Ton der Handlung gut unterstützen. Das Fehlen von rauen Ecken und Kanten sorgt vermutlich auch dafür, dass zwischen den Kapiteln beim Zeichnerwechsel kein störender Bruch entsteht. Keine Großtat, aber doch von Grund auf solide.

    Erneut bin ich von Mr. Millar sehr begeistert. Genosse Superman bietet mit seiner Mischung von überbordender Action, abgefahrener Variationsideen, politischer Systemkritik und spannenden Charakteren einfach alles, was einen Comic-Fan glücklich macht. Auch wenn man das ein oder andere Thema etwas tiefgehender hätte behandeln können und manche Charaktere etwas blass bleiben ist es nicht schwer nachzuvollziehen, weshalb diese Story auf dem besten Weg ist ein moderner Klassiker zu werden. Vielleicht nicht perfekt, sollte aber von jedem Comicliebenden mal eines Blickes gewürdigt werden (von DC-Jüngern sowieso).

    Meine Wertung: 8/10

    Mit leichter Tendenz nach oben. Wie hat Euch Mark Millars Variation des Mannes aus Stahl gefallen? Für mich war es jetzt der zweite Band in Folge, bei dem er mich zu 100% abgeholt hat. Hab jetzt noch einen Comic von ihm hier und drei weitere auf meiner Liste, ich freu mich schon drauf!

    VG, God_W.

  3. #3
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    Ein Comic wie ein Arschtritt…

    ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 27)



    Titel: Kick-Ass Runde 1: Mark Millar Collection 3

    Verlag: Panini (US: Millarworld)

    Format: 412 Seiten im Hardcover

    Inhalt: Kick-Ass #1-8; Kick-Ass 2 #1-7

    Autoren: Mark Millar

    Zeichner: John Romita Jr.

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Wollten Sie je ein Superheld sein? Nein, ich meine, wollten Sie wirklich mal ein Superheld sein? Dave Lizewski wollte es, aber im Gegensatz zu Ihnen und mir lässt er es nicht bei Tagträumereien bewenden. Er entwirft sich ein Kostüm und wählt den Namen “Kick-Ass”, denn Dave möchte sein trostloses Leben aufpeppen. Umso besser, wenn er dabei auch noch einigen Leuten helfen kann. Aber es könnte gut sein, dass er die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat, denn ohne Superkräfte ist er den knallharten Verbrechern New Yorks rettungslos unterlegen…

    Die beiden kompletten Megaerfolgsminiserien KICK-ASS und KICK-ASS 2 von Star-Autor Mark Millar und Top-Zeichner John Romita Jr. in einem wuchtigen Gesamtband!

    Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds und Erfolgsautors Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



    Just my 2 cents:
    …oder doch nur eine Modeerscheinung? Kick-Ass ist mit seinem Umfang über mehrere Teile, sowie Spin-Off-Auskopplungen und gleich zwei Kinoadaptionen sicherlich das Erfolgreichste Werk aus Mark Millars Independent-Schmiede Millarworld. Zumindest den ersten Film empfand ich damals als extrem überraschenden Knüller. Abgedrehte Story mit teils schockierend wirkenden Gewaltausbrüchen äußerst humorvoll und respektlos aufbereitet. Bei Teil zwei sah das dann schon etwas anders aus. Zu krampfhaft und aufgesetzt kam mir der daher, wollte auf Zwang noch schockierender und noch lustiger rüberkommen als der Erstling und stand sich dabei leider allzu oft selbst im Weg. Insgesamt konnte man sich das zwar anschauen, aber die Qualität des ersten Teils wurde zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd erreicht. Dennoch war das Franchise sogar erfolgreich genug um noch einige Nachahmer nach sich zu ziehen. Äußerst positiv ist mir in der Richtung Super – Shut up Crime in Erinnerung geblieben, alles andere ist (vermutlich zu Recht) schnell wieder in Vergessenheit geraten.

    Nach all den Jahren und meiner zwischenzeitlich entflammten Liebe zur neunten Kunst wurde es so langsam mal Zeit, dass ich mir die Vorlage zu den Kinofilmen mal zu Gemüte führe. Eine ideale und auch noch sehr schick geratene Möglichkeit bieten hierzu die zwei Bände #3 und #5 der Mark Millar Collection von Panini. Beides schicke Hardcover, etwas kleiner als Albenformat, also genau wie beispielsweise bei der Spawn Origins Collection. Wie bei allen Bänden der Collection sind die Bücher von außen in großen Teilen in elegantem Schwarz und Weiß gehalten und halten im Inneren neben dem Comic ein paar schicke Extras bereit. Abseits Infos zu Autor Mark Millar und Zeichner John Romita Jr. gibt es diesmal wieder verschiedene Cover und Variants, sowohl coloriert als auch in S/W. Enthalten sind im ersten, richtig fetten, 412 Seiten starken Band alle Ausgaben von Kick-Ass und Kick-Ass 2. Stimmt, Hit-Girl spielt zeitlich zwar zwischen Teil 1 und Teil 2, wurde aber erst hinterher geschaffen und diesmal halte ich es da wie einige verehrte Kollegen hier im Forum und lese in der Veröffentlichungsreihenfolge, nicht in der zeitlichen Abfolge der Story. Hit-Girl und Kick-Ass 3 gibt’s dann in Band 5 der Mark Millar Collection.



    Kick-Ass 1
    Da die Filme recht erfolgreich waren, sich Kick-Ass zeitweise schon beinahe zu einem Popkulturellen Phänomen entwickelt hat und das Gros aller Comic-Leser, die sich für amerikanische Independent-Werke interessiert vermutlich bereits einen Blick in die Reihe geworfen hat werde ich die Story jetzt nicht haarklein wiedergeben, und kurz grob umrissen wurde die Ausgangssituation von Teil eins ja schon oben im Klappentext. Also mal ohne große Umschweife direkt zu meiner Meinung.

    Ja, ich bin schon mittelschwer bis stark begeistert und hätte nicht erwartet, dass Kick-Ass es schafft mich noch so abzuholen, obwohl ich die Story vorab schon so gut kannte, denn den ersten Film habe ich damals ordentlich gefeiert und mehrfach gesehen. Dennoch schafft es der Comic noch immer frisch und unverbraucht zu wirken, die Ideen und die Herangehensweise wirkt neu und außergewöhnlich und wenn die blutigen Gewaltspitzen ihre Höhepunkte erreichen weiß man auch schnell, weshalb das Werk so kontrovers diskutiert wurde. Trotz der großen Portion Realismus, die Millar versucht seinem Werk einzuimpfen kann ich das Treiben aber zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst nehmen. Ja, der Aufbau mit dem Normalo-Nerd-Typen als Hauptfigur und die vielen Anspielungen auf Comics und Filme sorgt für eine gewisse Erdung in der realen Welt, aber spätestens bei den ersten Fights wird das gezeigte dermaßen heftig übertrieben und, auch unterstützt von John Romita Juniors leicht cartoonigem Zeichenstil, einfach jenseits aller überlebbaren Grenzen dargestellt, dass zwar stellenweise echt heftig rüberkommt, aber zu keinem Zeitpunkt auch nur in irgendeiner Form als realistisch angesehen werden kann.

    Natürlich macht das Ganze trotzdem ungemein viel Spaß! Das Artwork funktioniert sowohl bei den „Teenie-Film-Szenen“, als auch bei den dynamischen Fights und dem dabei enthaltenen Splatter perfekt und unterstützt mit den großen Panels und der abwechslungsreichen Anordnung den wilden Ritt, den die Story bietet von vorne bis hinten. Treibend, spannend und nie langweilig gehet es voran und schneller als man sich versieht ist es auch schon vorbei. 1A Spaßunterhaltung für nicht zimperliche, der aber etwas mehr Tiefe gutgetan hätte. Nichtsdestotrotz kann ich jeden geneigten Fan verstehen, der das Teil so hart feiert wie Image-Mitbegründer und Deadpool-Miterfinder Rob Liefeld im Vorwort.



    Kick-Ass 2
    Das Vorwort zum zweiten Teil verfasste Regisseur Joe Carnahan, der seit 2010 ein guter Freund von Mark Millar ist. Millar war von Carnahans A-Team-Film damals wohl sehr begeistert (und NUR der!), was die beiden auf Twitter zusammenführte und so feiert Carnahan hier Kick-Ass 2, allerdings erst am Ende, denn die Einleitung hat Panini hier ans Ende gepackt, vermutlich um den Lesefluss zwischen Teil eins und Teil zwei nicht zu unterbrechen. Kurz zur Story:


    Hit-Girl lebt nach dem Tod ihres Vaters im ersten Teil wieder bei ihrer Mutter und hat in Marcus einen liebevollen Stiefvater gefunden. Der ist Polizist und hat schnell alles über ihre Geheimidentität herausgefunden. Um die Nerven ihrer Mutter zu schonen hat er mit der kleinen Mindy den Pakt geschlossen, dass er Stillschweigen bewahrt, sie aber auch nicht mehr als Hit-Girl loszieht und sich in Gefahr begibt. So ist Kick-Ass immer mal wieder mit Anderen Helden unterwegs, die sich online mittlerweile tummeln. So kommt er nach einiger Zeit zu einer ganzen Gruppe, die eine richtige Heldenliga gegründet haben, die Justice Forever. Doch auch die Gegenseite bleibt nicht lange untätig, denn Red Mist, der Sohn des Mafiabosses, den Kick-Ass und seine Freunde im ersten Teil ausgeschaltet haben, ist zurück. Er nennt sich jetzt Motherfucker und schart eine ganze Armee Bösewichter in Kostümen um sich und die große Entscheidungsschlacht lässt nicht lange auf sich warten…




    Soweit der grobe Handlungsbogen, der auf den ersten Blick etwas innovationsarm daherkommt. Auf den Zweiten leider auch. Ja, es gibt wieder viele Referenzen an die moderne Popkultur, das Nerd-Tum und so weiter und das macht auch Spaß. Allerdings merkt man allzu oft, dass hier auf Biegen und Brechen versucht wurde das gesamte Werk in allen Bereichen weiter zu treiben um den ersten Teil zu übertreffen. Mehr Helden, mehr Bösewichte, mehr Drama, mehr abgedrehter Humor (der leider auch nicht immer zündet) und vor allem mehr krampfhaft auf Schockieren ausgelegte Gewaltszenen, bis zum sinnlosen dahinmetzeln von kleinen Kindern. Das täuscht alles leider nicht darüber hinweg, dass man keine richtig gute Geschichte zu erzählen hat und wirkt deshalb sehr selbstzweckhaft, da hilft es auch nicht mehr viel, dass man versucht die Bindung von Kick-Ass alias Dave Lizewski zu seinem Paps mehr mit einzubeziehen.

    Einzig die Geschichte rund um Hit-Girl und ihren Stiefvater bringt wirklich so etwas wie Tiefe und einen moralischen Anker in die Story. Hier bin ich auch wirklich gespannt, wie sich die Kleine weiterentwickelt, ob es ihr gelingt aus ihrem „ungewöhnlichen“ Erziehungsmuster auszubrechen, zu so etwas wie einem normalen Leben zurückzufinden und sich in eine familiäre Umgebung einzufügen, wenn ihr Geduld entgegengebracht und die Möglichkeit dazu gegeben wird.

    Für mich alles in allem eine kleine Enttäuschung. Klar, langweilig ist es nicht, reichlich Action ist dabei, es geht (ultra-)blutig zur Sache und lustige Seitenhiebe gibt es auch. Macht für mich ein ziemlich durchschnittliches Gesamtkonstrukt, dass durch das echt gelungene Artwork von Romita Jr., der im Vergleich zu Teil eins sogar nochmal eine Nummer zulegen kann.

    Meine Wertung: 8/10 (Kick-Ass 1)

    Meine Wertung: 6/10 (Kick-Ass 2)

    Bei Teil eins verspüre ich da sogar eine leichte Tendenz nach oben, bei Teil zwei eher nach unten, aber da Hit-Girl für mich der Lichtblick im zweiten Teil war freue ich mich schon auf Kick-Ass - Runde 2. Wie fandet Ihr die ersten beiden Kick-Ass Teile im direkten Vergleich? Haben Euch die Filme gefallen? UND: Wer traut sich, sich als Fan des A-Team-Films zu outen?

    VG, God_W.

  4. #4
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    Hit-Girl und Kick-Ass verteilen Arschtritte – zum letzten Mal?

    ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 29) - Sonntagsedition



    Titel: Kick-Ass Runde 2: Mark Millar Collection 5

    Verlag: Panini (US: Millarworld)

    Format: 364 Seiten im Hardcover

    Inhalt: Hit-Girl #1-5; Kick-Ass 3 #1-8

    Autoren: Mark Millar

    Zeichner: John Romita Jr.

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Sie kann eine komplette SWAT-Einheit auf die Bretter schicken, eine Bombe aus Spülmittel basteln und hat bereits Dutzende Kriminelle getötet. Doch jetzt hat Hit-Girl einen Gegner gefunden, der sie ins Schwitzen bringt: ihre neuen Klassenkameradinnen! Wird es die erbarmungsloseste Superheldin von allen schaffen, ihr unvorhersehbares Leben zwischen Trainingseinheiten mit Kick-Ass und Zankereien in der Mensa unter Kontrolle zu bringen? Dieser gewaltigen Geschichte folgt das dritte und letzte Kapitel der Kick-Ass-Saga mit dem Abschluss der knallharten Abenteuer des wohl unwahrscheinlichsten Superhelden aller Zeiten und seiner nicht minder skurrilen Kampfgefährten. Die beiden Miniserien HIT-GIRL und KICK-ASS 3 in einem grandiosen Gesamtband von Star-Autor Mark Millar und Top-Zeichner John Romita Jr.

    Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



    Just my 2 cents:
    Auch wenn ich den Wälzer bereits am Freitag beendet habe bin ich aus verschiedensten Gründen diese Woche etwas später dran. Immerhin waren die Gründe zumeist positiv, wie netter Besuch, Urlaubsfotos sichten und Spieleabend mit Freunden, also alles im grünen Bereich und wie heißt es so schön? Besser spät als nie.

    Nachdem Panini in Runde 1 die ersten beiden Kick-Ass Teile versammelt hatte gibt es diesmal den „Bauchschuss“ Hit-Girl, der zwischen den ersten beiden Kick-Ass-Bänden spielt, bevor wir in Kick-Ass 3 zum großen Finale kommen. Verpackt sind die insgesamt 13 Hefte wieder in einem mächtig fetten Hardcover, welches sich nahtlos in die schicken Veröffentlichungen aus der Mark Millar Collection einreiht. Mit kurzen Einleitungen von Matthias Korn und Jeff Wadlow wird mir nach dem etwas schwächeren zweiten Kick-Ass-Teil wieder richtig Lust auf die Welt des selbsternannten Superhelden gemacht, sind die beiden doch voll des Lobes. Schauen wir mal, ob ich auch so begeistert war. Außerdem sind ein ganzer Schwung Cover und Variant-Cover an Bord und die Macher selbst, Mark Millar und John Romita Jr. Lassen ein paar Worte des Dankes verlauten. Sehr nette Geste, in der die Jungs auch echt sympathisch rüberkommen. Nach der ersten Runde hatte ich mir mal wieder die beiden Kinoadaptionen zu Gemüte geführt und bin jetzt doch ein Stück weit gespannt, wie Millar die Story um Dave Lizewski zu Ende gesponnen hat, bevor es so weit ist steht aber erstmal eine junge Dame im Rampenlicht.



    Hit-Girl
    Die Gangster verprügeln und töten nach und nach jeden im Heldenkostüm, den sie auftreiben können und versuchen aus den Möchtegern-Helden die wahre Identität von Kick-Ass herauszuquetschen. Hatten wir schonmal? Klar, immerhin spielt Hit-Girl ja zwischen Kick-Ass 1 und 2. Mindy McCready, alias Hit-Girl, lebt jetzt bei ihrer Mutter und ihrem neuen Mann, dem liebevollen Stiefvater Marcus, seines Zeichens einer der wenigen unbestechlichen Cops der Stadt. Die kleine Mindy hat es echt nicht leicht. Sie versucht die Trauer um ihren Vater zu verarbeiten, sich in eine neue Familie zu integrieren und gleichzeitig mit der normalen und realen Welt in der Schule klar zu kommen.

    Ganz schön viel auf einmal und nicht in allen dieser Disziplinen ist sie ein Naturtalent. „Schuld“ daran ist zum Teil natürlich die ganz besondere Art der Erziehung, die die jüngste Superheldin der Welt genossen hat. Einige Einblicke in die echt krasse Kindheit der kleinen Splatter-Granate werden in den häufig eingestreuten Rückblenden offenbart und sind stets irgendwo zwischen absolut schockierend und unglaublich böse/abgedreht/lustig angesiedelt. Zwischen all diesen neuen Herausforderungen hilft es ihr ein Ziel zu haben, mit dem sie umgehen kann, etwas das sie kennt – und das ist gnadenlose, blutige Rache. Nebenbei hat sie aber auch noch ein ganz besonderes Projekt ins Auge gefasst, das Training eines neuen Sidekicks, Dave Lizewski alias Kick-Ass soll ihr neuer Verbündeter sein und zwar nicht nur im Kampf gegen das organisierte Verbrechen, sondern im Gegenzug für ihr knallhartes Training soll er ihr beibringen, in der gnadenlosen Welt der Schulhofzicken zu bestehen, ein Vorhaben das für so manchen Schmunzler sorgen wird…

    Nach dem doch deutlich schwächeren zweiten Band von Kick-Ass haut Mark Millar hier wieder echt einen raus. Mindy ist meiner Meinung nach einfach der viel spannendere, weil vielschichtigerer Charakter verglichen mit Kick-Ass selbst. Den kleinen Wirbelwind auf der Reise von der knallharten Killer-Göre hin zu einem normalen Mädchen (oder zumindest dem Versuch dabei) zu begleiten ist einfach eine enorm unterhaltsame Freude und wird zu keiner Sekunde langweilig. Dazu die hammerharten Rückblenden, die Perfektion mit der die Story zwischen die beiden Kick-Ass Bände gepuzzelt wurde und auch die Weiterentwicklung der anderen Charaktere wie Kick-Ass, vor allem aber auch vom Motherfucker, der ja auch seinen Paps verloren hat verbinden das Ganze zu einem äußerst stimmigen Ganzen, dass mindestens wieder auf dem Niveau von Kick-Ass 1 angesiedelt ist, wenn nicht sogar knapp darüber.



    Kick-Ass 3
    Hit-Girl sitzt im Hochsicherheitsgefängnis und verschleißt einen Psychiater nach dem Anderen während Kick-Ass und seine Heldentruppe für den von Mindy im Vorfeld bereits geplanten Rettungsversuch trainieren. Als es dann wirklich ernst wird bekommen die Pseudo-Helden allerdings schnell kalte Füße, vermasseln alles und suchen schleunigst das Weite. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben reden sie sich ein und nehmen sich vor es irgendwann erneut zu probieren. Doch dabei bleibt es vorerst, denn eigentlich fehlt allen irgendwie der Mut und vor allem der Antrieb, den ihnen Hit-Girl stets gab. Im Headquarter haben sich Schmarotzer eingenistet, die die Porto-Kasse plündern und den Rest ausnutzen, aber selbst das kümmert Kick-Ass nicht wirklich, denn der hat seine erste große Liebe gefunden und kommt kaum aus dem Bett mit ihr raus. Über die ersten sexuellen Freuden vergisst er seine Kameraden fast gänzlich, wer kennt das nicht?

    Schlimmer geht’s kaum denkt man sich, bis Rocco Genovese auf den Plan tritt, der letzte Überlebende der Genovese-Brüder und somit auch der letzte Onkel von Chris Genovese alias Motherfucker. Der Schlächter, der seine Gegner gerne mit einem goldenen Eispickel ausschaltet ist der brutalste, blutrünstigste und schlimmste der ganzen Familie, weshalb er vor Jahren zurück nach Sizilien deportiert wurde. Jetzt ist er wieder da um die Führung zu übernehmen, und zwar nicht nur in der Stadt, sondern an der ganzen Küste, wo er plant alle Verbrecherclans unter sich zu vereinen. Unterstützt wird er dabei von einer ganzen Truppe korrupter Polizisten, die Mindys Stiefvater Marcus mehr und mehr auf die Pelle rücken. Es wird blutig, brutal und tödlich und die Lage spitzt sich mehr und mehr zu als ein „Superheld“ nach dem Anderen umgebracht wird. Es wird Zeit etwas dagegen zu unternehmen…

    Ein krasses, brutales, aber auch äußerst befriedigendes Finale, dass Autor Millar und Zeichner Romita Jr. Hier auf die Seiten geballert haben. Trotz der Unmenge an witzigen und übertriebenen Verweisen auf Comics, Superhelden und Popkultur wirkt Kick-Ass 3 für mich ein wenig so, als wäre die Reihe erwachsen geworden. Viele Probleme der Charaktere sind wieder in der wirklichen Welt verankert und sehr nachvollziehbar, auch wenn die Lösungen dafür natürlich oftmals mit ordentlich Anlauf in die brutale Over-The-Top-Welt von Kick-Ass und Hit-Girl springen. Dieser schnelle Wechsel von der Realität hin zu vor kreativem Witz und Blutfontänen sprühenden Szenen macht so unglaublich viel Laune, dass ich es echt schade finde, dass wir dieses abschließende Abenteuer aufgrund des schwächelnden zweiten Teils wohl nie auf der Kinoleinwand erleben dürfen. Dafür bereitet uns Millar mit der letzten Szene des Comics einen wirklich runden Abschluss, schließt eine Klammer, die ganz zu Beginn geöffnet wurde und macht Mut für die Zukunft.



    Meine Wertung: 8/10 (Hit-Girl)

    Meine Wertung: 8/10 (Kick-Ass 3)

    Beides noch mit leichter Tendenz nach oben! Ich fand sowohl den Start der Hit-Girl Solo-Serie, als auch das große Kick-Ass-Finale extrem gut und nochmal eine Kante besser als den Erstling. Wie wars für Euch?

    VG, God_W.

  5. #5
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    Auch wenn's nicht wirklich zur Mark Millar Collection gehört (und auch nicht von ihm geschrieben wurde) packe ich das mal mit hier dazu:


    In den eisigen Weiten Kanadas färbt sich der Schnee rot von Blut…

    ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 31) - Samstagsausgabe



    Titel: Hit-Girl in Kanada

    Verlag: Panini (US: Millarworld)

    Format: 100 Seiten im Softcover

    Inhalt: Hit-Girl (2018) #5-8

    Autoren: Jeff Lemire

    Zeichner: Eduardo Risso

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    HIT-GIRL IST IN KANADA
    Jeff Lemire und Eduardo Risso begleiten Mark Millars zwölfjährige Killerin Hit-Girl auf dem zweiten Halt ihrer blutigen Reise!

    EISKALTE KILLER IN KANADA
    ihr brutaler Kreuzzug gegen den verbrecherischen Abschaum dieser Welt führt Hit-Girl nach Kanada. Im eisigen Norden des amerikanischen Kontinents richtet Mindy McCready ihre Knarren und Katanas gegen eine Bande skrupelloser Drogendealer. Inmitten der verschneiten Wildnis muss die blutrünstige Mini-Killermaschine jedoch schnell feststellen, dass die raue Natur in der Heimat der Mounties ebenfalls ein gefährlicher und vor allem ein gnadenloser Gegner sein kann...

    Der ultrablutige zweite Band der krassen neuen Hit-Girl Serie aus Mark Millars und John Romita Jr. KICK-ASS-Universum, inszeniert von den Superstars Jeff Lemire (OLD MAN LOGAN, MOON KNIGHT) und Eduardo Risso (100 BULLETS, BATMAN: KAPUTTE STADT).



    Just my 2 cents:
    Ja, die kleine Mindy ist mir im Verlauf von Kick-Ass 1-3 und Ihrer ersten Solo-Reihe Hit-Girl enorm ans Herz gewachsen und wie ich schon mal erwähnt habe ist sie meines Erachtens im direkten Vergleich mit Kick-Ass selbst der etwas spannendere Charakter. Da passt es ganz gut, dass mir vor einiger Zeit dieser mit 100 Seiten recht überschaubare Paperback ins Haus geflattert kam. Grundsätzlich handelt es sich bei Hit-Girl in Kanada zwar um den zweiten Teil ihrer großen Rundreise, die mit Kolumbien begann und in Kürze in Rom fortgesetzt wird, aber die Bände sind allesamt von verschiedenen Kreativteams erdacht und realisiert und als unabhängig voneinander lesbare One-Shots konzipiert. Davon abgesehen machen Freunde von mir gerade eine Rundreise durch Kanada und schicken regelmäßig grandiose Landschafts- und Tieraufnahmen, ja auch einen Bären haben sie schon live vor die Linse bekommen. Auf Kanada hatte ich jetzt also richtig Lust bekommen.

    In den verschneiten Wäldern Nordkanadas sitzt Mindy im Schnee und fängt, genauso wie das kleine Kinder überall auf der Welt gerne machen, Schneeflocken mit ihrer Zunge ein. Zack, wieder eine erwischt – toll! Anschließend schnappt sie sich ihr Messer und macht sich daran ihren Fuß abzutrennen, der in eine Bärenfalle geraten ist…

    Drei Tage zuvor in Toronto. Little Mindy schlendert lässig in eine Bar und lässt sich selbstverständlich nicht von den Schlägertypen hinauswerfen, die ihr umgehend auf die Pelle rücken. Sie ist auf der Suche nach Billy Baker, einem Drogendealer der Heroin nach New York verkauft. Nach kurzen aber aggressiven Verhandlungen findet sich unter den harten Burschen einer der auspackt. Billy Baker Senior ist aktuell außer Landes, aber der Junior hat schon läuten hören, dass die kleine Hit-Girl hinter ihm her ist und hat sich in Papas Jagdhütte in den Bergen Kanadas geflüchtet. Pah, als ob Mindy das aufhalten würde…



    Was jetzt kommt ist landschaftlich toll, von Señor Risso atmosphärisch und modern gezeichnet, aber auch äußerst stereotypisch und mutet mit dem recht knappen Umfang auch ein wenig wie Fast Food an. Schön ist, dass mit einigen kleinen Rückblenden oder in Diliriumbehafteten Träumen Mindys Seelenleben wenigstens am Rande aufgegriffen und näher beleuchtet wird. Auch der kernige Bergbewohner ist eine äußerst sympathische Nebenrolle. So jemand, der vor Jahren für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert worden wäre, wenn er von einem Typ wie Ernest Borgnine oder George Kennedy oder so gespielt worden wäre. Und es gelingt Jeff Lemire (das ist übrigens mein erster Comic von ihm) sogar dem alten Haudegen auf wenigen Seiten etwas Background zu geben, sodass man ihn echt liebgewinnt.

    Dennoch, Überraschungen werden eigentlich keine geboten, wodurch auch kaum Spannung aufkommt. Klar, Langeweile auch nicht, weil das Ganze dafür einfach viel zu schnell vorbei ist und reichlich Action geboten wird. Diese auf dem Klappentext aber als ultrablutig zu bezeichnen oder im Vorwort sogar so weit zu gehen, dass man eines Besseren belehrt wird, wenn man denkt in Sachen Gewalt schon alles gesehen zu haben finde ich doch ein wenig überzogen, wenn man bedenkt was die letzten Jahre so alles auf dem Markt zu finden ist. Klar, es geht Mindy-typisch heftig Zur Sache und das ist alles andere als zimperlich, aber eine schockierende Gewaltorgie ist das sicher nicht. Also für Freunde von Hit-Girl und/oder Kanadas auf jeden Fall einen Blick wert, aber weit entfernt davon eine Großtat zu sein, sowohl innerhalb des Kick-Ass-Universums als auch allgemein. Dazu mit 15€ für gerade mal 100 Seiten auch nicht ganz günstig, auch weil das gute Stück mit recht wenig Text doch ratz fatz durch ist.

    Meine Wertung: 6/10

    Gestern leider mal wieder überhaupt keine Zeit zum Lesen gehabt, den Band deshalb heute Morgen während des Frühstücks gelesen. Ja, ein ausgedehntes Frühstück reicht um den komplett zu verschlingen. Leider. Ich denke (und hoffe) mal, dass diese Arbeit kein Vorzeigewerk für das Können von Jeff Lemire ist! Werde mich demnächst mal an Essex County, Sweet Tooth und Black Hammer machen und erhoffe mir deutlich mehr.

    VG, God_W.

  6. #6
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    Mein erster Kontakt mit Mark Millar, ob das gut geht?



    Titel: Kingsman – The Secret Service: Mark Millar Collection 7

    Verlag: Panini (US: Icon Comics)

    Format: 180 Seiten im Hardcover

    Inhalt: The Secret Service # 1-6

    Autoren: Mark Millar, Matthew Vaughn

    Zeichner: Dave Gibbons

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Viel mehr als eine Kick-Ass-Parodie von James Bond! Der originale Comic-Kracher, der die erfolgreichen Kingsman-Filme inspirierte, in neuer Hardcover-Ausstattung. Der junge Eggsy, der aus einem miesen Londoner Viertel stammt, wird zum versierten Geheimagenten ausgebildet und muss die Welt vor einem durchgeknallten Bösewicht retten. Eggsy, übernehmen Sie …

    Die Vorlage und Inspiration des coolen Film-Franchise!

    Extragroßes Hardcover mit Bonusmaterial!

    Von WATCHMEN-Zeichner und Comic-Legende Dave Gibbons!

    Der junge Gary wächst in einem der ärmeren Londoner Viertel auf. Sein Leben auf der schiefen Bahn scheint unausweichlich. Da entschließt sich sein Onkel Jack, einer der besten Geheimagenten der Welt, Gary zu einem ebensolchen ausbilden zu lassen. Aber ist "Eggsy" bereit, ein echter Mann zu werden und die Welt von einem irren Schurken zu retten? Mark Millar, Filmemacher Matthew Vaugh und die WATCHMEN-Zeichner David Gibbons zeigen, wie Spitzenspione gemacht werden - die Vorlage zum Blockbuster mit Colin Firth, Taron Egerton und Samuel L. Jackson!

    Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



    Just my 2 cents:
    Wenn ein Mann es als Comic-Schaffender so weit bringt, dass eine eigene Kollektion von Hardcovern nach ihm benannt wird, macht das einen Neuling wie mich natürlich hellhörig. Vermutlich lohnt es sich hier mal einen Blick zu riskieren, hat bei der Garth Ennis Collection zu Hellblazer ja auch perfekt hingehauen und im Fall von Mark Millar hatte ich zuvor wenigstens schon die Kinoadaptionen von Wanted, Kick-Ass, Civil War und Old Man Logan gesehen, und auch noch allesamt für gut befunden. Als ersten Comic von ihm wollte ich mir ganz bewusst was vornehmen, wozu ich noch keine Leinwandvariante gesehen hatte und schwankte eine Weile zwischen Genosse Superman und Kingsman – The Secret Service. Die Kingsman-Filme habe ich seit ein paar Tagen auf BD hier liegen und wollte die möglichst bald schauen und so fiel die Wahl dann letztlich doch gar nicht so schwer.

    Die Aufmachung des 180 Seiten starken Hardcovers ist Panini wirklich gelungen. Stylisch, schick und schlicht kommen die einzelnen Bände der Mark Millar Collection in einheitlichem Design daher. Das von Panini gestiftete Vorwort ist interessant und das Interview mit Zeichner Dave Gibbons im Anhang ist wirklich toll. Dazu gibt’s Skizzen, Entwürfe und Infos über die Macher. Alles auf hohem Niveau, jetzt aber zum Inhalt.

    Gary ist ein Junge ohne Perspektive in der Unterschicht von London. In ärmlichen Verhältnissen wächst er mit einer überforderten Mutter auf, die ständig an die falschen Kerle gerät und so steht Gary eigentlich alleine da und ist dicht an der Grenze auf die schiefe Bahn zu geraten. Dumm ist er nicht, umgibt sich aber mit den falschen Leuten und schon bald wird er WIEDER MAL festgenommen, diesmal wegen Autodiebstahls. Da tritt sein Onkel Jack London auf den Plan, holt ihn aus dem Knast und macht ihm ein unglaubliches Geständnis. Er ist ein Kingsman, ein Geheimagent im Dienste ihrer Majestät in bester 007-Manier und er bietet Gary an ihn zu einem ebensolchen Gentleman Agenten ausbilden zu lassen, wenn er sich voll und ganz der Sache verschreibt.

    Dass es dabei einige Reibereien, auch zwischen Gary und seinen neuen Kameraden gibt, ist natürlich klar. Die gesamte Ausbildungszeit wird mit unglaublich viel Witz und Respektlosigkeit dargestellt, aber viel zu schnell müssen die jungen Rekruten erwachsen werden, als ein Zwischenfall die Sicherheit der Welt bedroht.
    Abgedrehte Milliardäre, die die Weltbevölkerung dezimieren wollen, liebende Ehepaare, die sich plötzlich gegenseitig abschlachten, unglaubliche Agentengimmicks, coole Sprüche, sex und überbordende Gewalt. Das alles und noch viel mehr wird geboten und was hat es eigentlich mit der Entführung von Ikonen wie Mark Hamill, der Star Trek Originalbesetzung, Regie-Genie Ridley Scott und mehreren Spezialeffekt-Gurus auf sich?...



    Wooohoo! Was für eine geile Scheiße! Ich bin absolut begeistert von diesem wilden, abgefahrenen Ritt. Mr. Millar findet genau die richtige Mischung zwischen Spannung, Action, Heldenverehrung, Humor und richtig abgedrehtem Nonsens, gewürzt mit wohldosierten, aber heftigen Gewaltausbrüchen. Für mich als Film-Nerd, der mit Bond aufgewachsen ist und nahezu alle Arten von Spionagefilmen liebt, geradezu ein Fest. Dazu noch diese Unmengen von Anspielungen auf die Popkultur in Form von Schauspielern, Regisseuren, Zitaten und Gimmicks. Mark Millar brennt hier ein Feuerwerk ab, dass es eine helle Freude ist. Dennoch geht durch die Darstellung der ganzen Realen Schauplätze und der authentischen Schilderung der Lebensumstände, beispielsweise in den ärmeren Gegenden Londons, der Bezug zur Realität nie gänzlich verloren. Ein Brückenschlag der die Geschichte umso fesselnder macht. Eine wunderbare Hommage mit viel frischem Wind.
    Das Artwork von Dave Gibbons ist wirklich sehr gelungen und der saubere Stil passt hervorragend zur Gentleman-Welt der Kingsmen. Hier liegt aber auch ein kleiner Kritikpunkt, da es gerade in den Pubs oder Armenvierteln dann doch ein wenig zu glattgebügelt wirkt, da hätte ich mir die Zeichnungen etwas roher oder schmutziger gewünscht. Dazu kommt der meist sehr schlicht gehaltene Hintergrund. Beides kleine Kritiken, die den überragenden Gesamteindruck aber nicht wirklich trüben können. Eins steht fest, mein erster Millar wird sicher nicht mein letzter sein! Wanted steht schon hier, Kick-Ass, Genosse Superman, die Chrononauts und Starlight warten schon auf meinem Wunschzettel.

    Noch kurz zur Verfilmung, die ich mir direkt im Anschluss reingezogen habe. Klar, es wurde wirklich viel im Vergleich zum Comic verändert. Trotzdem ist das Ergebnis in keiner Weise schlechter als die Buchvorlage, aber auch nicht besser. Viele Dinge, die ich im Comic toll fand wurden weggelassen oder abgeändert, dafür aber durch andere Sachen ersetzt, die ich ebenfalls extrem cool fand. Einige der coolen und abgedrehten Ideen, die im Film umgesetzt wurden hätten im Comic sicher auch toll gewirkt und umgekehrt. Dennoch finde ich es spannend, die Änderungen zu betrachten und konnte den durchweg unterhaltsamen, actionreichen und auch an den richtigen Stellen brutalen Film extrem genießen. Man merkt dem tollen Schauspielensemble ebenfalls an, das alle mächtig Spaß an der Sache hatten. Der zweite Teil liegt auch schon bei mir und ich freu mich richtig drauf!

    Meine Wertung: 9/10

    Wie fandet Ihr Comic und/oder Film? Ist die Fortsetzung des Films auf ähnlich hohem Niveau? Welche Werke von Mark Millar gefallen Euch am besten und warum?

    VG, God_W.

  7. #7
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    Willkommen in der MILLARWORLD…

    ACTIONKINO am Freitagabend (Nr. 14)



    Titel: Wanted: Mark Millar Collection 1

    Verlag: Panini (US: Top Cow / Millarworld)

    Format: 196 Seiten im Hardcover

    Inhalt: Wanted #1-6

    Autoren: Mark Millar

    Zeichner: J. G. Jones

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Wesley Gibson sitzt in seiner Box in einem Großraumbüro und denkt, er wäre genau wie alle anderen. Aber sein Leben wird in der Sekunde auf den Kopf gestellt, als er erfährt, dass er der Sohn von "Killer" ist, einem Mitglied der Bruderschaft der Superschurken, die seit 1986 heimlich die Welt regiert.

    Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters wird Wesley in die Bruderschaft aufgenommen und erkennt, dass er über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sein Vater. Er wird der neue „Killer“ und sieht die Welt mit anderen Augen. Eine Welt, in der die Superhelden tot sind. Er genießt sein neues Leben als Superschurke in vollen Zügen und versucht, den Mord an seinem Vater aufzuklären. Wesley Gibson ist der Killer, ein Schurke, ein Held… und vor allem begehrt.

    Die MARK MILLAR COLLECTION versammelt erstmals die größten Erfolge aus der Feder des Comic-Wunderkinds Mark Millar in edlen Hardcover-Sammelbänden mit jeweils umfassendem Bonusmaterial.



    Just my 2 cents:
    WTF?!? Eine Mischung aus Charles Bronson und Thommy Lee Jones ist der Papa von Eminem und beide ****** Halle Berry?!?

    Aber mal ganz von vorne. Mit Wanted habe ich den ersten Band der Mark Millar Collection von Panini am Start und laut Mr. Millars eigener Aussage handelt es sich hierbei um eine seiner ältesten Comic-Ideen, die er mit diesem Werk endlich verwirklichen konnte. Der gewohnt schicke Hardcover-Band enthält neben einer treffenden Einleitung von Brian K. Vaughan (Saga, Papergirls etc…) gleich einen ganzen Schwung Bonusmaterial. Figurenentwürfe, Cover, Variant-Cover, Entfallene Szenen, vom Skript zum Buch und extrem coole Dossiers zu allen wichtigen Figuren.

    Ja, Tag für Tag im Büro hocken, malochen und sich von der Chefin anschnauzen lassen. Dazu eine mittelhübsche Freundin, die denkt man wäre zu blöd zu merken, dass sie ständig fremd geht. Jeden Tag der gleiche Tagesablauf, das gleiche Mittagessen, der gleiche, triste Alltagstrott. Das ist das Leben von Wesley Gibson, der ohne Vater aufgewachsen ist und von seiner Mutter nicht gerade als Kämpfernatur erzogen wurde. Ein recht trostloses Dasein das zumindest in kleinen Teilen, dem ein oder anderen nicht ganz unvertraut sein wird. Doch jetzt soll sich das alles ändern.

    Was Wesley nicht weiß, sein Vater war ein Superverbrecher und meisterhafter Killer in einer welt- und dimensionsweit operierenden Vereinigung von Superverbrechern, denen es bereits 1986 gelungen ist alle Superhelden der Erde zu eliminieren und das Gedächtnis der Bevölkerung an ihre Existenz auszulöschen. Lediglich in Comics und einigen hanebüchenen Filmen lebt die Erinnerung an die Helden in Strumpfhosen noch weiter. Allerdings wurde seinem Paps vor kurzem das Hirn rausgeblasen und Wes erwartet eine Erbschaft in Höhe von 50 Millionen Dollar. Allerdings ist die Auszahlung an eine Bedingung geknüpft. Wesley muss seines Vaters Platz im Superverbrecherkonglomerat einnehmen, allerdings muss er dazu zu einem absolut skrupellosen und brutalen Killer werden. Fox, ein sexy Halle Berry Verschnitt soll ihm dabei helfen, ihn trainieren, und dazu bringen seine sexuellen Hemmungen abzulegen. Er soll sein wahres Ich erwecken und zu einem knallharten Badass Motherfucker werden, was überraschend gut funktioniert, während er immer tiefer in die Welt der Verbrecherbruderschaft eintaucht und jede Menge abgedrehter Typen kennenlernt. Ein Blutbad nach dem Anderen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Bis schließlich etwas gänzlich Unvorhergesehenes geschieht…



    Wahnsinn! Ein absolut abgefahrenes Stück Comic-Kunst, das sowohl als wahnsinnig gestörte over the top Action- und Gewaltorgie funktioniert, aber auch mit reichlich Gesellschaftskritik aufweist. Kann aber auch genauso gut als Demontage des Mediums Comic, und der Superheldensparte im speziellen, selbst hergenommen werden.
    Mich begeistern auch die ultraschrägen Charaktere vom Puppen Meister bis zum Scheiße-Monster ist so einiges vertreten. Typen namens Shit-Head, Sucker oder Fuckwit lassen mein Herz höherschlagen und ich wechsle stetig zwischen einem fiesen Grinsen und schmunzelndem Kopfschütteln hin und her.
    Das sexy Artwork von J. G. Jones kommt in recht moderner Hochglanz-Optik daher und passt perfekt zur Story. Vor allem die deutlich an realen Vorbildern angelehnten Hauptfiguren bringen nochmal eine gute Portion Fun und Kinofeeling mit ein.

    Direkte Vergleiche zum Film möchte ich jetzt nicht anstellen, da es einfach viel zu lange her ist, dass ich diesen gesehen habe. Aber nach dem an was ich mich noch erinnere (und das ist wahrlich nicht viel) hat der Streifen nur einen Teil der Motive übernommen, aber ganz viel anders gemacht, als der Comic.
    Mark Millar ist es hier auf jeden Fall wieder gelungen mich vollends abzuholen und von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Irgendwo hab ich mal eine Rezi gelesen, da meinte jemand, dass man die letzten beiden Seiten entweder scheiße findet, oder mit einem leichten schmunzeln liest. Letztere seien dann herzlich willkommen auf der anderen Seite. Da fühle ich mich auch ein wenig zugehörig (auch wenn ich jeden Tag noch im Büro sitze, aber der Geist ist ja frei).

    Meine Wertung: 9/10

    Für mich echt ein kultiges Teil, auch wenn die enorme Kurzweiligkeit dazu führt, dass man das gute Stück in einem Rutsch weghaut. Das kann vielleicht dazu führen, dass die anfängliche Euphorie nach einer Weile verblasst und die Langzeitwertung etwas sinkt, aber hey, hier und heute empfinde ich nun mal so.
    Bei Genosse Superman ist es eher andersrum, da könnte ich mir gut vorstellen, dass der über die Jahre vielleicht sogar noch etwas anzieht und in meiner Gunst steigt. Mal schauen.

    VG, God_W,

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