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  1. #1
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    Spawn - Specials, Nebenreihen, Cross-Over - Alles was nicht zur Hauptreihe gehört

    Wie der Titel schon sagt ist hier der Thread für alles gedacht, was in Spawns Welt gehört, aber nicht in die mittlerweile über 300 Ausgaben der Ongoing gehört. Also Cross-Over, Curse of the Spawn, Sam & Twitch, Haunt etc...

  2. #2
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    Titel: Batman/Spawn

    Verlag: Dino Comics (US: DC & Image)

    Format: 52 Seiten in Heftformat

    Inhalt: Kompletter One-Shot

    Autoren: Doug Moench, Chuck Dixon, Alan Grant (vermutlich nicht der aus dem Jurassic Park )

    Zeichner: Klaus Janson

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Nicht vorhanden.



    Just my 2 cents:
    Nach „Spawn vs. Batman“, „Batman/Hellboy/Starman“ und „Batman vs. Aliens“ schließt sich jetzt sozusagen der Kreis mit „Batman/Spawn“, meinem vorerst letzten Batman-Crossover. Natürlich muss sich das Teil den direkten Vergleich zum im gleichen Jahr erschienenen „Spawn vs. Batman“ gefallen lassen und auch wenn Frank Miller damals keine Meisterleistung abgeliefert hat liegt er mit seiner Story doch eine Pinocchio-Nasenlänge vorne. Sowohl auf das Spawn- als auch das Batman-Universum hat die Geschichte natürlich keinen Einfluss und wird komplett ignoriert (und ja, für mich hat die Spawn vs. Batman Geschichte von Miller im Gegensatz dazu noch immer Verbindung und Einfluss auf die Spawn Hauptserie). Das hatte ich aber auch nicht erwartet und bringt jetzt keinen Punktabzug oder so. Dadurch gibt es natürlich auch keine spezielle zeitliche Vorgabe an welchem Punkt im Spawn Universum man das lesen sollte oder so. Genau wie bei Spawn vs. Batman treffen die beiden hier quasi „nochmal zum ersten mal“ zusammen.

    Das Autorenteam hat sich hier mit dem Mythos um Croatoan einen ziemlich coolen Aufhänger ausgesucht wie ich finde! Allerdings will der Funke bei mir trotz bösem Oberschurken, Horden von Untoten und dämonischen Mächten nicht überspringen. Alles bleibt irgendwie so beliebig, ich weiß gar nicht recht wie ich es beschreiben soll.
    Die Zusammenkunft der beiden Helden ist halt auch wieder extrem typisch, mit anfänglichem Missverständnis und daraus resultierendem Kampf. Später dann Aufklärung, zusammenraufen und gemeinsam den Tag retten. Komplett ohne neue Ideen.
    Die Zeichnungen von Klaus Janson wollen mir leider auch nicht so recht gefallen. Batman finde ich nicht schlecht getroffen, aber Spawn teilweise doch recht schwach und das Drumherum wirkt zwar ab und an ganz cool, manchmal aber auch irgendwie lieblos. Teilweise mag das auch nur an der nicht gerade tollen Papier- oder Druckqualität liegen, auf jeden Fall ist der Gesamteindruck nicht so dolle.

    Insgesamt bleibt ein kurzweiliges aber belangloses und sehr durchschnittliches Stück Comic übrig. Einige Ideen sind zwar ambitioniert, aber bei mir schafft es das Werk leider zu keiner Zeit über Mittelmaß hinaus. Fans von Spawn und Batman sowie Komplettisten können einen Blick riskieren, wer das nicht tut verpasst aber auch nicht viel.

    Meine Wertung: 5/10

    Wie fandet Ihr den One-Shot? Welches der beiden Crossover zwischen Spawn und Batman gefällt Euch besser? Und habt Ihr eine Lieblingsadaption der Croatoan-Sage?

    VG, God_W.

  3. #3
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    Der "Bauchschuss" zum zweiten Band der Spawn Origins Collection:



    Titel: Spawn vs. Batman (Vorzugsausgabe)

    Verlag: Infinity (US: DC & Image)

    Format: 56 Seiten im Prestige Format

    Inhalt: Kompletter One-Shot

    Autoren: Frank Miller

    Zeichner: Todd McFarlane

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Nicht vorhanden.



    Just my 2 cents:
    Da haben sich Spawn-Schöpfer McFarlane und Starautor (war der damals auch schon so berühmt?) Frank Miller zusammen getan um die Höllenbrut auf den Mitternachtsdetektiv treffen zu lassen. Da erwartet man viel, vielleicht zu viel. Herausgekommen ist dann leider doch nichts Überragendes, aber das Ergebnis ist dennoch alles Andere als schlecht! Die Story ist zwar nicht hyperspannend, aber doch straff erzählt und sehr actionreich. Die Charaktere sind wirklich sehr gut getroffen und so liest sich das Stück harmonisch und in sich stimmig. Es entsteht teilweise eine schöne Buddy Movie Atmosphäre wie beispielsweise bei „Nur 48 Stunden“ oder „Tango & Cash“ wo sich die Buddies halt nicht wirklich leiden können.
    McFarlanes Zeichnungen sind über jeden Zweifel erhaben. Ich mag seinen 90er Stil einfach und kaum jemand hat das zu der Zeit in dieser Form so grandios umgesetzt. In diesem Band gefällt er mir nicht nur an Spawn, sondern auch an Batman extrem gut, auch wenn das Cape des dunklen Ritters doch streckenweise etwas wilder und größer als gewohnt daherkommt. Ein Spawn-Cape in Blau ist es zwar nicht ganz, aber aus wessen Feder es hier stammt, kann es auf keinen Fall verleugnen.
    Ein kleines Schmankerl hat das Heft auch noch zu bieten. Im Gegensatz zu den meisten Cross-Over-Stories da draußen hat diese hier nämlich tatsächlich Auswirkungen auf die Hauptstory eines der Protagonisten. Für das Batman-Universum ist die ganze Chose natürlich total belanglos, aber in die Spawn-Hauptreihe fügt sich die Geschichte nahtlos zwischen den US-Heften #20 und 21 ein. Nicht nur das, denn die Auswirkungen dieser Geschichte sind sogar in vielen weiteren Bänden klar erkennbar und bringen so noch mehr Tiefe in das gesamte Spawn-Verse.
    Bleibt schlussendlich eine recht durchschnittliche Geschichte mit toller Atmosphäre und überdurchschnittlich guten Zeichnungen. Würde von mir eigentlich eine 6/10 bekommen, aber da ich den Einfluss auf die Ongoing so cool finde gibt’s noch einen Bonuspunkt. Der Unterschied zwischen der normalen Ausgabe und der Vorzugsausgabe besteht übrigens lediglich darin, dass bei der Vorzugsausgabe der Hefttitel erhaben geprägt ist, nicht nur aufgedruckt.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie fandet Ihr den One-Shot? Und wisst Ihr, ob Mr. Miller damals schon so einen großen Namen hatte?

    VG, God_W.

  4. #4
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    Hier noch mein Senf zum letzten Stück Spawn, das zwischen Band zwei der Origins Collection gelesen gehört:



    Titel: Spawn: Violator

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 116 Seiten im Softcover / Paperback

    Inhalt: Spawn #8 + Spawn/Violator 1-3

    Autoren: Alan Moore

    Zeichner: Todd McFarlane, Greg Capullo, Bart Sears

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Alan Moore (WATCHMEN, FROM HELL), einer der bedeutendsten Comic-Autoren aller Zeiten, steuerte einige wichtige Kapitel zum Fundament der SPAWN-Saga bei. Dieser Band präsentiert nicht nur Moores erste Spawn-Story, sondern auch die komplette Miniserie um den dämonischen Fanliebling Clown, der sogar von seinen höllischen Geschwistern gehasst und gejagt wird ...
    Der dämonische Clown ist eine der wichtigsten und beliebtesten Figuren der erfolgreichen SPAWN-Saga.
    In diesem Band legt sich der unverbesserliche Unhold mit der Mafia an, die ihm einen unerbittlichen Killer auf den Hals hetzt. Deshalb entschließt sich die diabolische Sippe des Clowns, in das Geschehen einzugreifen. Allerdings sind Violators abscheuliche Verwandte am Ende noch tödlicher und gefährlicher als der Mörder, den der Mobster Tony Twist angeheuert hat, und so bleibt dem Clown nur, sich an seinen größten Feind zu wenden: Den höllischen Antihelden Spawn!
    Dieser Band enthält das berüchtigte US-Heft Spawn 8 sowie die komplette Miniserie Violator 1-3, geschrieben von Comic-Legende Alan Moore (WATCHMEN, FROM HELL) und mit spektakulären Zeichnungen von SPAWN-Schöpfer Todd McFarlane, Bart Sears (CONAN) und Greg Capullo (SPAWN, BATMAN).



    Just my 2 cents:
    Jeder, der mit dem Violator nicht viel anfangen kann und jedes Spawn-Heft mit seiner Beteiligung hasst, sollte diesen Paperback natürlich tunlichst links liegen lassen. Allen anderen sei empfohlen: ZUGREIFEN! Der Band enthält den kompletten, dreiteiligen Storybogen von Großmeister Alan Moore und vorab noch Heft #8 der Spawn-Hauptserie. Das ist für alle, die das Heft oder die entsprechende Origins Collection (Band 1) nicht besitzen natürlich toll, da es sich dabei um die erste Story handelt, die Alan Moore für Spawn geschrieben hat. Damit schließt sich quasi schon irgendwo ein kleiner Kreis, für den Rest der Kunden ist es halt ein bissl doof, da sie das Heft dann ja zweimal bezahlen, aber sei’s drum.
    Natürlich ist die Geschichte kein tiefgründiges Monumentalwerk wie Alan Moore sie später (und teilweise auch schon vorher) veröffentlicht hat. Nach dem doch recht düsteren Heft #8 startet mit der darauffolgenden Trilogie aber ein richtig guter, respektloser, von schwarzem Humor durchsetzter Fun-Splatter, der echt Spaß macht und reichlich Action bietet! Spannend und kurzweilig geschrieben, toll gezeichnet, aber trotzdem eigentlich auch für zarte Gemüter geeignet, da die Gewaltszenen so überspitzt dargestellt werden, dass es schon wieder lustig ist. Man erfährt Einiges über Violators Familienverhältnisse und mit dem „Admonisher“ hat Moore eine der witzigsten und abgedrehtesten Figuren erschaffen, die das Spawn-Verse bis zu diesem Zeitpunkt zu bieten hat. Macht einfach Laune das Teil und hat eigentlich eine 8 von 10 verdient, da ich das Heft #8 jetzt quasi doppelt hab zieh ich für mich aber wieder nen Punkt ab.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie ist Eure Meinung zu dem Band? Was sagt Ihr zum Admonisher? Und welches Werk von Moore findet Ihr bislang am besten? Oder besser so gefragt: Ich hab mir recht aktuell Watchmen, V wie Vendetta und From Hell besorgt. In welcher Reihenfolge würdet Ihr die lesen, wenn Ihr von Buch zu Buch eine Steigerung haben wollt?

    VG, God_W.

  5. #5
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    Titel: Spawn: Die Blutfehde (Blood Feud)

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 116 Seiten im Softcover / Paperback

    Inhalt: Spawn: Blood Feud 1-4, Spawn 32 (II)

    Autoren: Alan Moore

    Zeichner: Tony S. Daniel

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Al Simmons ist Spawn, der finstere Antiheld aus der Hölle. In dieser klassischen Geschichte von Comic-Gott Alan Moore bekommt Simmons allen Grund, die symbiotische Beziehung zu seinem monströsen Kostüm zu hinterfragen, das eigenständig denkt und handelt – und mordet?! Kann Spawn gegen den Symbionten und gegen einen skrupellosen Vampirjäger bestehen?

    Prolog und Miniserie komplett in einem Band

    Ein weiteres SPAWN-Abenteuer von Alan "WATCHMEN" Moore

    Al Simmons ist der höllische Antiheld Spawn, der eine symbiotische Beziehung zu seinem Kostüm hat. Inzwischen ist er sogar sicher, dass es eine eigenständige, dämonische Lebensform ist und die Kontrolle über ihn erlangen möchte, um schreckliche Dinge zu tun! Eine brutale Mordserie ruft schließlich nicht nur die Polizisten Sam und Twitch auf den Plan, sondern auch den brutalen Vampirjäger John Sansker, der die Menschen vor Spawn warnt und verspricht, die Bedrohung durch dieses Monster zu beseitigen. Was den Clown alles königlich amüsiert. Fragt sich nur, wer
    am Ende die größere Gefahr für Simmons darstellt: Der Jäger auf seinen Fersen – oder der Symbiont, der bereits ein Teil von ihm ist…

    Dieser Band enthält die komplette US-Miniserie Spawn: Bloodfeud, geschrieben von Comic-Legende Alan Moore (WATCHMEN, CROSSED +EINHUNDERT) und mit Artwork von Top-Zeichner Tony S. Daniel (SPAWN, BATMAN).



    Just my 2 cents:
    Alan Moore is back on Spawn. Und wie! Zwar lange nicht so lustig wie im Violator-Band, dafür mit einer rohen, harten Brutalität die kaum Platz für Humor lässt. Eine Mordserie, bei der die Opfer in einem bestialischen Zustand zurückgelassen werden ruft John Sansker auf den Plan, den Star unter den Vampirjägern! Es dauert nicht lange, bis er die Einwohner New Yorks vor Spawn warnt und ihm die Morde andichtet. Schlimmer noch, unser Held Al leidet unter partieller Amnesie und ist sich selbst nicht sicher, ob er nicht vielleicht tatsächlich für diese Gräueltaten verantwortlich ist. Dennoch setzt er alles daran herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Derweil ermitteln natürlich auch Sam und Twitch in der Sache und mit der Zeit reift in Twitch ein Verdacht heran, der ihn noch teuer zu stehen kommen wird…

    Moore erzählt eine spannende, ultrabrutale Story, die zwar teilweise etwas vorhersehbar daherkommt, aber dennoch zu keiner Sekunde langweilig wird. Vor allem muss man hervorheben, dass die Charaktere extrem gut geschrieben sind und auch der ständige Cast wie Al, Sam und Twitch wirklich tiefe bekommen und konsequent weiterentwickelt werden. Auch Curse hat einen kleinen Auftritt, womit die Brücke zur Hauptreihe geschlagen wird und sich der vorliegende Paperback perfekt zwischen die Hefte #32 und #33 der Serie einschmiegt.

    Tony S. Daniel gibt sich keine Blöße und macht als Zeichner durchweg einen ordentlichen Job. Auch wenn er meines Erachtens zu keiner Zeit an McFarlane oder Cappulo rankommt scheint er, vor allem auch an den blutigen Passagen, seine helle Freude gehabt zu haben und hat sich ordentlich ins Zeug gelegt.

    Natürlich wieder kein Monumentalwerk, aber dennoch ein richtiger Knaller und leuchtender Stern im Spawn-Universum. Jeder Fan sollte das Teil zu Hause stehen haben und auch nicht Spawn-Fans, die aber Moore mögen können einen Blick riskieren. Ich persönlich finde den Band nochmal eine ganze Ecke besser als die eh schon gute Violator-Ausgabe.

    Meine Wertung: 8/10

    Wie ist Eure Meinung zu Blood Feud? Wie findet Ihr Moore an Spawn im Allgemeinen? Gerade in diesem Band sind Sam & Twitch ja fleißig am Ermitteln, würdet Ihr nicht auch gerne die Sam & Twitch Hefte als fette Sammelalben von Panini sehen?

    VG, God_W.

  6. #6
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    Wieder ein Bauchschuss, diesmal zum dritten Origins-Band:



    Titel: Spawn Sonderheft – Spawn & Angela 1+2

    Verlag: Infinity (Image)

    Format: 40 Seiten in Heftformat (Teil 1 von 2), 36 Seiten im Heftformat (Teil 2 von 2)

    Inhalt: Angela #1-3

    Autoren: Neil Gaiman

    Zeichner: Greg Capullo, Mark Pennington

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Nicht vorhanden.



    Just my 2 cents:
    Anno 1995 erschuf Neil Gaiman, seines Zeichens mit „Sandman“ in die Annalen der Comic-Kunst eingegangen, zusammen mit Todd McFarlane die Engelskriegerin Angela. Selbige hatte bereits recht früh einen Gastauftritt in der Spawn-Hauptserie, war bei Fans sicher nicht zuletzt wegen ihrer ansprechenden Optik äußerst beliebt, und so war es nur eine Frage der Zeit bis es zu einem größeren Crossover zwischen ihr und Spawn kommen sollte. Mit Neil Gaiman als Autor und Greg Capullo als Zeichner stand das Projekt unter einem guten Stern. Die Story spielt zwischen den Spawn Heften #28 und #29 und bringt der Serie schon einen ordentlichen Mehrwert bzw. macht einige Dinge die ab Spawn #29 passieren einfach schlüssiger. Es macht also durchaus Sinn sich die Geschichte zu Gemüte zu führen.

    Als der Infinity Verlag die drei Hefte 1997 veröffentlichen wollte gab es allerdings bereits Schwierigkeiten, da die Rechte für „Angela“ wohl anders gelagert sind, als die von „Spawn“ und die Comics somit in Deutschland nicht unter ihrem Namen „Angela“ #1-3 veröffentlicht werden durften. Kurzerhand hat Infinity einfach zusätzliche Cover mit dem Titel „Spawn Sonderband“ angefertigt, diese um die ursprünglichen Hefte herumgepackt und die komplette Geschichte dann in diesen zwei Spawn Sonderbänden zusammengefasst. Eine geschickte Vorgehensweise, allerdings ist unklar, ob das heute auch noch so durchgewunken werden würde. Das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb Panini die Bände nicht schon längst zu einem schicken Paperback zusammengefasst und veröffentlicht hat. Aber sei es drum, wenigstens kommen wir in Heftform in den Genuss der doch sehr gelungenen Geschichte.



    Alles beginnt auf einem unwirtlichen Eisplaneten, der wohl so eine Art Naturschutzgebiet darstellt. Unsere Heldin Angela, trotz Eislandschaft nur leicht bekleidet, ist es gelungen eine der seltenen Jagdlizenzen für den Planeten zu ergattern. Sieht sich wohl selbst als Großwildjägerin der Galaxis, quasi die Predatorin unter den Himmelskriegerinnen. Sogleich folg ein Actiongeladener Kampf gegen einen grässlichen Drachen, aus welchem Angela selbstredend als Siegerin hervorgeht. Leider bleibt ihr hinterher nicht viel Zeit ihren Triumph auszukosten, denn eine in Ungnade gefallene, alte Bekannte hat einen hinterhältigen Plan geschmiedet ihren eigenen Ruf wiederherzustellen und dafür wird Angela denunziert, verleumdet und an den Pranger gestellt. Neben unerlaubter Jagd wird ihr sogar Hochverrat vorgeworfen!

    Für all das soll sie vor einem himmlischen Tribunal zur Rechenschaft gezogen werden. Der Verrats-Vorwurf steht in direktem Zusammenhang mit ihrem ersten Zusammentreffen mit Spawn und so kommen Angelas Verbündete und Freundinnen auf eine Idee: Spawn von der Erde holen und als Entlastungszeuge vor das Himmelsgericht schleifen! Gesagt getan und mit einiger „Überredungskunst“ gelingt es ihnen Al davon zu überzeugen das Richtige zu tun und ihnen zu helfen. Nur hat Mr. Simmons nicht damit gerechnet, dass es der Rüstung eines Hellspawns überhaupt nicht zusagt in himmlischen Gefilden zu wandeln!

    Auch das Tribunal ist empört von der Anwesenheit einer Ausgeburt der Hölle in ihren himmlischen Hallen was alles schnell zur Eskalation bringt. In einem wilden Feuergefecht gelingen Spawn und Angela schließlich die Flucht.

    Wo es sie darauf folgend hin verschlägt ist allerdings auch nicht wirklich Ideal. Den beiden stehen noch einige Abenteuer bevor und es gilt harte Kämpfe zu bestehen. Nach anfänglichem Misstrauen kann man sogar den Hauch einer Romanze verspüren. Wie sich das alles jedoch auflöst solltet Ihr lieber selbst lesen. Es lohnt sich!

    Was Neil Gaiman hier geschaffen hat ist sicher kein großes Meisterwerk, aber eine fesselnde, knallbunte Story mit hohem Spaßfaktor und reichlich Action. Alles sehr schön in das Spawn-Verse eingewoben und sowohl dynamisch als auch sexy gezeichnet. Eine klare Empfehlung für jeden Spawn-Fan, auch wenn die Hefte an sich leider nicht zu den hochwertigeren Veröffentlichungen zählen. Bei meinem Band eins wirkt das äußere Cover z.B. schon ein wenig stümperhaft mit „angetackert“ . In einem schönen Panini-Paperback hätte ich bestimmt noch einen Punkt mehr gegeben.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie fandet Ihr die Angela Story? Hättet Ihr Euch gewünscht, dass sie als Charakter im Spawn-Universum häufiger vorkommt?

    VG, God_W.

  7. #7
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    Laut dem eigenen Thread (im Panini-Forum) scheint das Teil ja ein bissl zu polarisieren, außerdem sagt churchi es wär jetzt an der Reihe, also dann lass ich doch auch mal meine Meinung da…



    Titel: Spawn/WildC.A.T.S.

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 108 Seiten im Softcover / Paperback mit Faltcover

    Inhalt: Spawn/WildC.A.T.S. 1-4

    Autoren: Alan Moore

    Zeichner: Scott Clark

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Die legendäre MINI-SERIE von Alan Moore (Watchmen)!
    Spawn bekommt Prügel, und das kann er nicht leiden. Aber seine Gegner entpuppen sich als WildC.A.T.S. aus der Zukunft. Einer Zukunft, in der Spawn die Weltherrschaftergriffen hat. Und diese Zukunft ist ein Inferno, in dem Dämonen auf den Straßen patrouillieren, die Ex-Helden in Folterkellern und Bordellen ihr Dasein fristen und nur eine kleine Untergrundarmee für ein kleines bisschen Hoffnung sorgt!
    Alan Moore (Watchmen, LIGA DERAUSSERGEWÖHNLICHEN GENTLEMEN) zeigt einmal mehr, warum er der größteComic-Autor der Gegenwart ist. SPAWN/WILDC.A.T.S. ist eine schmerzhafte, hochamüsante Achterbahnfahrt mit allem, was an ComicsSpaß macht: Monster, Mädchen und Mutanten.
    Ein abgeschlossener Band für Fans und Neueinsteiger!



    Just my 2 cents:
    Alan Moore wieder an Spawn, was ich in der Regel bis jetzt ja immer sehr gut fand. Allerdings ging ich doch etwas skeptisch an diesen Band ran, einfach weil ich die WildC.A.T.S. überhaupt nicht kenne, aber das Cover schon erahnen lässt, dass die Kollegen einiges an Raum bekommen werden in dem guten Stück. Um es gleich vorweg zu nehmen, diese Angst war gänzlich unbegründet. Klar, die WildC.A.T.S. bekommen eine Menge Aufmerksamkeit, sogar mehr als Spawn selbst, das ist aber echt gar nicht schlimm. Am Anfang des Paperbacks gibt es dazu eine kleine Vorstellungsrunde und auch im Comic selbst werden die Charaktere von Mr. Moore sehr gut eingeführt und sowohl ihre Kräfte, als auch die Persönlichkeiten so beiläufig erklärt, dass es zu keinem Zeitpunkt gezwungen oder aufgesetzt wirkt. Der Ruf von Alan Moore kommt halt nicht von ungefähr, auch wenn das hier nur ne „kleine Auftragsarbeit“ ist. Zur Story selbst…

    Die Heldentruppe WildC.A.T.S. reist aus der fernen Zukunft 2015 ins „heutige“ New York der 90er um Spawn zu töten. Dieser wird nämlich nach dem Fund eines Amuletts die Macht erlangen Malebolgia zu vernichten, seine Kräfte zu übernehmen und daraufhin die Weltherrschaft an sich reißen. Auch seine Persönlichkeit verändert sich nicht gerade zum positiven und so bleibt den meisten Bewohnern der Welt die Wahl zwischen Tod und Versklavung. Doch einmal in der Vergangenheit angekommen bringt es Zealot, eine der WildC.A.T.S., doch nicht übers Herz unseren Spawn, der bis dato ja noch nichts Unrechtes getan hat, hinzurichten. Nach einem kleinen Scharmützel schließen also alle Freundschaft. Schockiert von der Geschichte der Zukunft bietet Spawn seine Hilfe an und so reisen alle gemeinsam zurück in die Zukunft um dem Weltenversklaver, der sich jetzt Ipsissimus nennt, das Handwerk zu legen…



    Das auch dort angekommen nicht alles nach Plan verläuft ist sicherlich klar und viele coole Ideen, sowohl was die Story, als auch die Charaktere angeht zeugen davon, dass hier nicht irgendwer für den Plot verantwortlich zeichnet. Oftmals kommen Zeitreisestories ja sehr wirr und uninspiriert daher, aber Alan Moore sprüht förmlich vor Ideen und am Ende erwarten uns echt einige Überraschungen, die ich richtig klasse finde, die das Zeitreisethema perfekt aufgreifen und mit der Einbindung eines Charakters eine extrem gelungene Brücke zur Ongoing schlagen. Ich hoffe Einiges davon findet in der Spawn Hauptserie eine Fortsetzung, oder wird wenigstens am Rande in den Kanon einfließen lassen.

    Apropos Kanon, laut dem Image Wiki (auf welches mich churchi freundlicherweise hingewiesen hat) spielt der Vierteiler zeitlich zwischen den Spawn US-Heften #39 und #40, die (unter Anderem) in der Spawn Origins Collection Band 4 enthalten sind. Ich habe jetzt beides gelesen und muss sagen, dass es sicher nicht gestört hat den Band an dieser Stelle einzuschieben, es meines Erachtens nach aber völlig egal ist wann man das WildC.A.T.S.-Crossover liest. Es gibt keine direkte Verbindung wie bei „Angela“ oder der „Violator“-Story, wenn Ihr die Ausgabe also früher oder später lest sollte das nix ausmachen.

    Die Zeichnungen von Scott Clark fügen sich prima ins Spawn-Gesamtbild, sind allerdings auch die Boob-lastigsten, die ich bei Spawn bislang hatte (und das soll was heißen!). Ob das nur daran liegt, dass durch die WildC.A.T.S. halt mehr weibliche Charaktere am Start sind, oder der gute Scott da ein spezielles Fable hat, wer weiß? Egal, hat auf jeden Fall nicht gestört :-). Insgesamt also ein durchaus mehr als zufriedenstellendes Werk, das mächtig Laune macht. Dennoch kommt auch diese Zeitreisestory nicht ohne das ein oder andere, ungeklärte Paradoxon aus, und man kann dem Werk schon vorwerfen, dass Al Simmons aka Spawn deutlich zu wenig Screentime bekommt. Ich hab trotzdem meinen Spaß gehabt!

    Meine Wertung: 7/10

    Wie ist Eure Meinung zu WildC.A.T.S.? Habt Ihr die WildC.A.T.S. Hauptserie gelesen? Lief ja wohl nicht soo lange, obwohl ich die Truppe bei dem kurzen Auftritt hier eigentlich ganz cool fand. Freue mich über Meinungen!

    VG, God_W.

  8. #8
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    Schon über drei Wochen nix vom Höllensporn verlauten lassen! Das hat aber gute Gründe…



    Titel: Curse of the Spawn – Band 1

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 348 Seiten im Hardcover Albenformat

    Inhalt: Spawn: Curse oft he Spawn US-Hefte #1-14

    Autoren: Alan McElroy

    Zeichner: Dwayne Turner

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    BLUT UND FINSTERNIS

    In der fernen Zukunft hat sich der Anti-Papst mit den Mächten der Finsternis verbündet. Armageddon steht kurz bevor, und keine Seele ist in diesem höllischen Morgen mehr sicher vor dem grinsenden Bösen! Da erhebt sich ein neuer Hellspawn, der allerdings von den Erinnerungen an sein früheres Leben gepeinigt wird. In der Gegenwart ermitteln derweil die Privatdetektive Sam & Twitch in einem der unglaublichsten und blutigsten Serienkiller-Fälle aller Zeiten. Außerdem werden die Herkunftsgeschichten der himmlischen, gnadenlosen Jägerin Angela und der psychopathischen Elitesoldatin und Mörderin von Al Simmons Jessica Priest enthüllt…

    Ein Fest für alle Fans des düsteren SPAWN-Universums von Todd McFarlane! Dieser Sammelband enthält vier Geschichten aus den US-Heften Spawn: Curse oft he Spawn 1-14, geschrieben von Alan McElroy (Drehbuchautor der Spawn-Verfilmung) und mit Artwork von Dwayne Turner (Spawn – The Undead).

    Just my 2 cents:
    Ja, es hat eine Weile gedauert, bis ich mit dem ersten Band von Curse of the Spawn durch war, was aber zum größten Teil daran liegt, dass ich versuche mich halbwegs an die Empfohlene Lesereihenfolge zu halten und deshalb auch schon einiges von Band sechs der Origins Collection sowie vom zweiten Curse of the Spawn Band gelesen habe. Jetzt habe ich mir das gute Stück aber komplett zu Gemüte geführt und werde ihn auch in der Reihenfolge besprechen, in der die Stories enthalten sind. Ich schreibe dann jeweils dazu, an welcher Stelle der Spawn-Hauptreihe man die Geschichten laut der „offiziellen“ Reihenfolge einschieben sollte. Gleich vorweg: Im Großen und Ganzen stehen die Geschichten für sich und es ist nicht absolut essenziell diese Reihenfolge einzuhalten, beim ein oder anderen Beitrag, wie zum Beispiel der Angela-Geschichte, ist es aber schöner, wenn man sich an die Zeitliche Abfolge hält.

    Der fette Band passt optisch perfekt zur Origins Collection, hat die gleiche Größe und Aufmachung des Buchrückens, allerdings ist das Hardcover diesmal komplett in schwarz gehalten, was zum düster-brutalen Inhalt passt und das Cover geht hier nicht auf der Rückseite weiter. Macht im Regal neben der Origins Collection aber einen guten Eindruck. Jetzt aber endlich zum Inhalt.



    Heft #1 – 4
    Interessanterweise wird die erste Geschichte des Bandes als letzte gelesen und zwar erst nach Curse of the Spawn #19, was bedeutet, dass auch die Hauptreihe erstmal bis nach Heft #66, in der Origins Collection Band sechs, gelesen werden will.

    Die Story spielt in einer finsteren, weit entfernten Zukunft. Inmitten des 1000-jährigen Krieges der Hölle auf Erden kämpfen die letzten Menschen ums nackte Überleben. Fürchterliche Höllengestalten wie Dämonen, fliegende Teufel und untote, schwer bewaffnete Nekrosoldaten machen Jagd auf die letzten Überlebenden, die im Untergrund kämpfen, oder sich einfach nur verstecken und versuchen irgendwie an Nahrung zu kommen. Herrscher über diese düstere, Terminator-ähnliche Zukunft ist der in Nu-Vatikan City sitzende Anti-Papst. Mit einem gehässigen Grinsen, das selbst dem Joker zu Ehre gereichen würde betrachtet er sein Werk und setzt zum letzten Schlag an.
    Inmitten dieser Apokalypse versucht eine Mutter ihr Kind, ihren kleinen Sohn zu beschützen. Sie werden vom Desiccator verfolgt, einem riesigen Monster halb Fleisch, halb Maschine mit unbändigem Hunger nach den Körpersäften der Menschen. Die Situation scheint hoffnungslos, als plötzlich ein neuer Hellspawn aus dem von Gebeinen übersäten Boden hervorbricht und den Kampf gegen die Monster und den Anti-Papst aufnimmt.

    Die Geschichte dieses Kampfes, der Herkunft des neuen Spawns und wie das alles mit der Mutter und ihrem Sohn zusammenhängt wird in den ersten vier Heften des Bandes erzählt. Das klingt gut, ist de Facto aber leider die schwächste der vier enthaltenen Geschichten, denn zum einen wirkt das Artwork zwar sehr aufwändig und ist auch echt düster und detailliert, wirkt stellenweise aber sehr unübersichtlich, was natürlich auch den vielen Grautönen der düsteren Gestaltung geschuldet ist. Andererseits erfordert das mehr Zeit sich mit den Zeichnungen zu beschäftigen, um wirklich genau zu erfassen, was da wo gerade passiert.
    Aber auch der Erzählfluss der Geschichte ist Autor Alan McElroy nicht sonderlich gut gelungen. Die spannenden Passagen werden immer wieder von teilweise echt schwafelig klingenden, pseudo-religiös angehauchten Texten unterbrochen, die am Anfang vielleicht noch ganz cool wirken, mit der Zeit aber echt ermüden.

    Also ein eher durchwachsener Einstand in Curse of the Spawn, was aber nicht ganz so schlimm ist, da man die Geschichte ja nicht als erstes liest, wenn man sich an die Reihenfolge hält.



    Heft #5 – 8
    Story Nummer zwei sollte eigentlich als erstes gelesen werden, nämlich nach Heft #61 der Hauptserie, enthalten in der Origins Collection – Band 5. Sooo wichtig ist es jetzt nicht die losgelöste Story genau zu diesem Zeitpunkt zu lesen, allerdings sollte man schon den zeitlichen Bereich erwischen, in dem Sam & Twitch als Privatdetektive unterwegs sind.

    Sam und Twitch werden von der Polizei zu einem Tatort gerufen, allerdings nicht um ihnen behilflich zu sein, sondern weil es sich bei dem Mordopfer um eine ihrer Klientinnen handelt. Sie ist bereits das vierte Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers, der seinen Opfern die Augen entfernt, oder auch den Kopf mitnimmt um ihnen später die Augen zu entfernen. Beim Verlassen des Tatorts fährt Sam an einem Zebrastreifen beinahe die hübsche Gretchen Culver über den Haufen. Zum Glück kann er gerade noch rechtzeitig bremsen, denn Gretchen ist die Hauptdarstellerin des jetzt folgenden Martyriums, das ich zartbesaiteten und allen, die den Band selbst noch lesen möchten, gerne vorenthalten möchte.

    Die junge Blondine will sich in einem nahegelegenen Restaurant mit jemandem treffen, doch als sie das Diner betritt gleicht die Szenerie einem Schlachtfeld. Ein ganzer Haufen Leichen, überall Blut und mittendrin der irre Serienkiller, der gerade dabei ist die Augen seine Opfer einzusammeln. Natürlich flieht sie panisch aus dem Laden und läuft einem Streifenwagen vor die Motorhaube, der sie glatt über den Haufen fährt.
    Der Killer kann sich in dem Tumult unauffällig absetzen und die schwer verletzte wird on einen Krankenwagen verladen. Die Polizisten beschließen bei ihr zu bleiben, jedoch nicht aus schlechtem Gewissen oder gutem Willen. Wie sich herausstellt haben die beiden Cops einen Deal mit den Fahrern des Rettungswagens, und so wird auf dem Weg zum Krankenhaus ein kleiner Abstecher in eine Seitenstraße gemacht, wo die vier die bewusstlose Schönheit erstmal einer nach dem anderen vergewaltigen wollen.
    Mittendrin kommt Gretchen zu sich, versucht sich zu wehren, erwischte den Revolver aus dem Gurt des Polizisten und drückt ab. Seinem Partner, der hinter dem Krankenwagen gewartet hat, bis er an der Reihe ist schießt sie einige Finger ab und schreit wild um sich. Da schnappt sich der perverse Cop seinen Knüppel und prügelt auf die hilflose Frau ein bis sie keinen Mucks mehr von sich gibt.
    Irgendwie müssen die Perverslinge jetzt die Leiche loswerden und fahren an die Docks. Dort kennen sie einen großen, brutalen und etwas stumpfsinnigen Gewohnheitsverbrecher, der gerne mal Leichen, vorzugsweise hübsche Frauen, zerstückelt. Dort liefern sie das arme Ding ab und ziehen ihrer Wege, zum Fälschen von Berichten und so weiter.
    Als der Sabbernde, geile Riese seine Motorsäge anwirft kommt die Frau wieder zu sich. Sie ist also doch noch nicht tot! Was dem Schlächter beim Zerlegen nur noch mehr Freude bereitet…

    Die Säcke mit den Leichenstücken werden einige Zeit später von einem Obdachlosen aus dem Fluss gefischt und zu einer Art alter Voodoo-Hexe gebracht. Wenige Tage später ist eine erbarmungslose Rächerin in der Stadt unterwegs…





    Wow, das ist wirklich mit Abstand das abgründigste, härteste und brutalste Stück Comic, dass mir in der kompletten Spawn-Reihe bislang untergekommen ist. Vor allem der zu Beginn recht realistisch gewählte Ansatz macht die Brutalität und auch die seelische Grausamkeit nahezu unerträglich. Eine ultraharte Rache-Story vom allerfeinsten und sicher das Glanzstück dieser Sammlung. Hat mich lange mit einem flauen Gefühl in der Magengrube verweilen lassen. Dazu ein wirklich gelungenes Artwork, scheinbar hat Dwayne Turner nur etwas gebraucht, um warm zu werden. Natürlich nicht direkt vergleichbar mit Greg Capullo in der Hauptserie, aber zu Curse passt dieser extrem düstere Stil einfach sehr gut.



    Heft #9 + 10 sowie 11
    Direkt im Anschluss folgen die Hefte neun und zehn, dann ein kleiner Break mit Sprung zur Hauptserie mit Heft #62, welches gleichzeitig das Finale des fünften Origins-Bandes darstellt, und dann wieder zurück zu Curse of the Spawn mit Heft #11, dem Abschluss der dritten von vier enthaltenen Geschichten.

    Auf den Inhalt der drei Hefte will ich jetzt gar so genau eingehen, lediglich so viel: Es dreht sich komplett um Angela und wer den Charakter schon in der Hauptserie so gerne als Gaststar gesehen hat wie ich, der wird auch hier seine helle Freude haben. Aufgetischt bekommen wir zuerst einmal die wirklich äußerst innovative und auch schöne Origin von Angela. Jetzt weiß ich auch, wie so ein Engel entsteht. Außerdem erwacht (oder kehrt zurück, oder taucht wieder auf, das wird nicht so ganz klar) ein wohl extrem gefährlicher Widersacher aller Engel. Was es genau mit dem auf sich hat bleibt ungewiss und wird hoffentlich im zweiten Curse-Band oder in der Hauptserie nochmal aufgegriffen.

    Wieder eine sehr gute Geschichte, die vor allem Angela-Fans zu fesseln weiß, aber nicht den extrem tiefen Einschlag der zweiten Story hinterlässt.



    Heft# 12-14
    Nach Angelas Origin Story geht es direkt mit der von Jessica Priest weiter, ohne, dass etwas aus der Hauptserie oder von sonstwo zwischen reingehört.

    Jessica Priest ist ja eine der Hauptantagonistinnen im alten Spawn-Kinofilm gewesen, der zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung des Bandes gerade in den Kinos anlief, weshalb es die Schauspielerin jetzt auch auf das Cover der ersten Ausgabe geschafft hat. Die Story selbst ist herrlich abgedreht, aber auch abgründig. Genau wie schon Michael Myers in Halloween ist die kleine Jess schon von klein auf böse. Ihre bösartigen Ausbrüche und deren Folgen von frühester Kindheit an, bis sie später, schon als Junge Dame, aus einer psychiatrischen Anstalt heraus von Wynn rekrutiert wird, miterleben zu dürfen hält für mich von schockierend über spaßig bis herrlich böse die komplette Bandbreite an Gefühlen bereit.

    Um das Paket abzurunden dürfen wir sie schließlich auch noch in Aktion erleben und bei zweien ihrer Einsätze begleiten. Mit wahnsinnigen Inzest-Wissenschaftlern, genetisch veränderten Monstern, Sklaven-Minen in abgelegenen Dschungelgebieten, viel nackter Haut und einem Höchstmaß an Fun-Splatter wird hier alles geboten, was das das Fan-Herz erfreut. Top Artwork und kurzweilig geschrieben ist das Finale des ersten Bandes von Curse of the Spawn sicher kein Meisterwerk, aber es macht ordentlich Laune.

    Bleibt zusammengefasst zu sagen, dass man sich schon vorab damit abfinden sollte, dass es hier keineswegs um Al Simmons und auch nur in wenigen Anklängen um einen Spawn im Allgemeinen geht. Allerdings wird die ganze Welt rund um die Hauptserie viel weiter und vielschichtiger. Die vier Geschichten haben mal mehr, mal weniger Bezug zu Spawn, bilden aber eine wirklich tolle Ergänzung zum gesamten Kosmos des Toddsters. Eine sehr mittelmäßige, zwei richtig gute und eine absolut herausragende Story machen das düster gestaltete Hardcover zu einem Pflichtkauf für Fans, die sich von der etwas schwächelnden ersten Geschichte nicht abschrecken lassen.

    Meine Wertung: 7/10

    Wie hat Euch Curse of the Spawn gefallen? Welche der Stories fandet Ihr am fesselndsten? Habt Ihr vorab gewusst, dass der Band mit Spawn selbst nur am Rande etwas zu tun hat?

    VG, God_W.

  9. #9
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    Der Dicke und die Vogelscheuche…



    Titel: Sam & Twitch – 1 + 2

    Verlag: Infinity (US: Image)

    Format: Heft 1: 48 Seiten / Heft 2: 48 Seiten im Prestigeformat

    Inhalt: Heft 1: Sam & Twitch – Udaku #1+2 / Heft 2: Sam & Twitch – Udaku #3+4

    Autoren: Brian Michael Bendis

    Zeichner: Angel Medina, Jonathan Glapion

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Sam und Twitch sind zurück im Polizeidienst! Und gleich ihr erster Fall ist der blanke Horror: eine Mordserie erschüttert die Stadt, doch es ist weniger die Skrupellosigkeit der Täter, als vielmehr deren makabren Visitenkarten. Denn an jedem Tatort lassen sie Körperteile zurück, die biologisch kaum möglich sind. Bei dem Versuch, diesem Mysterium auf die Spur zu kommen, stoßen sie sogar innerhalb ihres Reviers auf eine Mauer des Schweigens, und es wird ihnen sehr schnell klar, dass ihnen ihr alter Lieutenant alles andere als einen uneigennützigen Gefallen getan hat, als er ihnen ihre Dienstmarken zurückgab.

    Sam und Twitch, die beiden beliebtesten Nebenfiguren aus der Reihe Spawn, haben endlich ihre eigene Serie erhalten. Wie von ihnen nicht anders gewohnt, schlagen sie sich mit unvergleichlich stoischem Humor durch alle Misslichkeiten. Doch die Geschehnisse in der vierteiligen Miniserie Udaku bereiten sogar den beiden hart gesottenen Detectives eine Gänsehaut und selbst Sam droht mehr als einmal der Brocken im Halse stecken zu bleiben.



    Just my 2 cents:
    Die mit Abstand coolsten Charaktere aus dem Spawn-Verse. Die Schnüffler mit der harten Schale und dem ganz ganz weichen Kern. Das dynamische Duo, das sich selbst im tiefsten Morast seine weiße Weste bewahrt. Sie sind unorthodox, eigensinnig, knallhart, butterweich, sind häufig neben der Spur, treffen aber fast immer ins Schwarze. Die Rede ist von – na klar – Sam & Twitch.

    So oder so ähnlich sahen das Anno 1999 wohl noch mehr Leute, denn da war es endlich so weit: Die beiden Ex-Cops bekamen ihre eigene Serie. Die hat es leider in großen Teilen nicht nach Deutschland geschafft, aber zumindest die ersten acht Hefte hat Infinity in vier doppelausgaben im Prestige Format herausgebracht. Ich hoffe ja noch immer, dass Panini sich ein Herz fasst und die (bislang) beeindruckende und fesselnde Reihe in Form von Sammelbänden, wie die Spawn Origins Collection, oder Curse of the Spawn veröffentlicht. Wer ebenfalls dafür ist, bitte HIER mal anmerken. Aber bis es so weit ist werden wir uns mit den, zugegeben ziemlich schick aufgemachten, Infinity-Ausgaben begnügen müssen.
    Nach dem siebten Band der Spawn Origins Collection waren erstmal wieder ein paar Hefte aus Curse of the Spawn – Band 2 an der Reihe (darüber schreib ich ein paar Zeilen, wenn ich mit dem Band komplett durch bin), wonach wir uns jetzt die ersten acht Issues von Sam & Twitch zur Brust nehmen. Um die ersten vier, die in den ersten beiden Infinity-Ausgaben versammelt sind, geht es hier.
    Mit Brian Michael Bendis an der Schreibmaschine und Angel Medina am Bleistift konnten gleich zwei Stars der Comic-Szene für die Reihe gewonnen werden. Von beiden habe ich bislang noch nichts gelesen, ich bin also gespannt, ob die Lorbeeren, mit denen beide schon bedacht wurden, auch wirklich gerechtfertigt sind.

    SAM & TWITCH – UDAKU 1-4
    Als eines Tages ihr alter Lieutenant in ihrer Detektei auftaucht schwant den beiden Ex-Cops und jetzigen Privatschnüfflern Sam Burke und Twitch Williams nichts Gutes. Doch es kommt ganz anders, ihr alter Chef ist gekommen um den zweien ihre Marken zurückzugeben und sie wieder in den Polizeidienst zu holen. Die Lage sei finster, denn dass ganze Departement sei vor die Hunde gegangen. Man weiß nicht mehr wer korrupt ist und wer nicht, man kann niemandem vertrauen und so bittet er die beiden Ehrenmänner zurück zur Mordkommission zu kommen.

    Da die beiden sowieso kurz vor der Pleite stehen nehmen sie diese Chance gerne an und sind froh, wieder zurück im Dienst zu sein. Doch gleich ihr erster Fall erweist sich als der blanke Horror. Gleich mehrere Tatorte in kürzester Zeit mit blutig dahingeschlachteten Opfern, darunter Mafiosi und Polizisten. So richtig rätselhaft wird das Ganze, als Körperteile Gefunden werden, und zwar vier Daumen und vier Ohren, sowie Genitalien – Laut DNA-Test allesamt vom GLEICHEN Opfer.
    Als dann noch der abgetrennte Kopf des Lieutenants auftaucht und die Interne Sam und Twitch gegeneinander ausspielt, um Sam den Mord an seinem Boss anzuhängen, ist die Kacke richtig am Dampfen.
    Zu allem Übel scheint noch jemand eine, in wenigen Minuten tödliche, Supergrippe gezüchtet zu haben und als Mordwaffe einzusetzen. Darunter ein mittlerweile korrupter, aber früher guter Kollege von Sam & Twitch. Sein letztes Wort gibt den beiden Rätsel auf: UDAKU



    Unglaublich düster und dicht gestrickt kommt die erste Solo-Story von Sam Burke und Twitch Williams daher. Eine verschachtelte und rätselhafte Story in den dunkelsten Ecken von Spawns Welt tischt Bendis uns hier auf. Dazu ein erfrischend anderes Artwork von Angel Medina, dass mir ungemein gut gefällt und mit seiner speziellen Panel-Aufteilung, vor Allem in den Verhören und Dialogen, perfekt zum investigativen Touch der Geschichte passt, genau wie das außergewöhnliche Lettering. Die ganze Inszenierung versprüht den Charme von Film Noir.
    Aufgelockert wird der wirklich starke Tobak durch den schwarzen, teils respektlosen, teils fatalistischen Humor von Sam & Twitch und auch Spawn hat einen klitzekleinen, humorvollen Gastauftritt. Für mich ein wahrer Knaller, fast schon ein Kleinod im Universum des Höllensporns. Am meisten begeistert hat mich der Fokus auf die Charaktere, deren Interaktion, zwischenmenschliche Beziehung und Weiterentwicklung. Ich bin auf jeden Fall äußerst gespannt, wie es weiter geht und ärgere mich jetzt noch mehr, dass nur ein kleiner Teil der Fälle der beiden in good old Germany verfügbar ist.

    Meine Wertung: 9/10

    Hat hier noch jemand Sam & Twitch gelesen? Wie findet Ihr die Solo-Stories der beiden? Und bitte bitte bitte: Hier für eine deutsche Veröffentlichung in Sammelbänden stark machen!

    VG, God_W.

  10. #10
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    (Leider) schon beim Finale mit dem ungleichen Duo…



    Titel: Sam & Twitch – 3 + 4

    Verlag: Infinity (US: Image)

    Format: Heft 3: 48 Seiten / Heft 4: 48 Seiten im Prestigeformat

    Inhalt: Heft 3: Sam & Twitch – Udaku #5+6 / Heft 4: Sam & Twitch – Udaku #7+8

    Autoren: Brian Michael Bendis

    Zeichner: Angel Medina, Jonathan Glapion

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Sam und Twitch sind zurück im Polizeidienst! Und gleich ihr erster Fall ist der blanke Horror: eine Mordserie erschüttert die Stadt, doch es ist weniger die Skrupellosigkeit der Täter, als vielmehr deren makabren Visitenkarten. Denn an jedem Tatort lassen sie Körperteile zurück, die biologisch kaum möglich sind. Bei dem Versuch, diesem Mysterium auf die Spur zu kommen, stoßen sie sogar innerhalb ihres Reviers auf eine Mauer des Schweigens, und es wird ihnen sehr schnell klar, dass ihnen ihr alter Lieutenant alles andere als einen uneigennützigen Gefallen getan hat, als er ihnen ihre Dienstmarken zurückgab.

    Sam und Twitch, die beiden beliebtesten Nebenfiguren aus der Reihe Spawn, haben endlich ihre eigene Serie erhalten. Wie von ihnen nicht anders gewohnt, schlagen sie sich mit unvergleichlich stoischem Humor durch alle Misslichkeiten. Doch die Geschehnisse in der vierteiligen Miniserie Udaku bereiten sogar den beiden hart gesottenen Detectives eine Gänsehaut und selbst Sam droht mehr als einmal der Brocken im Halse stecken zu bleiben.



    Just my 2 cents:
    Die letzten Beiden Prestige-Hefte in der Reihe sind ebenso schick und zum düsteren Thema passend gestaltet wie die ersten beiden. Sie enthalten die Hefte #5-8 und schießen den Storybogen um UDAKU ab, wir werden also nicht mit einem losen Ende zurückgelassen und es muss sich keiner vom Kauf abschrecken lassen, nur weil nicht alles von den beiden Kult-Detectives bei uns erschienen ist.

    UDAKU, was bedeutet dieses Wort? Und weshalb verbreitet es solche Angst und Schrecken, dass jemand, der von Sam & Twitch befragt wird sich lieber eine Kugel in den Kopf jagt, anstatt zu antworten? Wer sind diese undurchsichtigen Killer, die mit Hut und Trenchcoat im Humphrey Bogart Stil unterwegs sind, aber komplett in weiß gekleidet? Und warum zur Hölle lösen sie sich in Luft auf, wenn man auf sie schießt?

    Fragen über Fragen und jetzt wurde auch noch Doktor McRory, eine der wenigen Verbündeten von Sam & Twitch, vom Dienst suspendiert. Scheinbar zieht die Innere die Schlinge um unsere beiden Helden immer enger und nimmt ihnen nach und nach jeden Informationsstrohhalm. Aber da haben sie die Rechnung ohne die Mafiosis der Sangiancomo Familie gemacht. Die sind natürlich alles Andere als erbaut darüber, dass ihre Familienmitglieder nach und nach dahingerafft werden und beschließen Sam Burke mit Informationen zu versorgen, die dank der Kombinationsgabe des übergewichtigen Ermittlers für eine entscheidende Wendung in der Geschichte sorgen.

    Zur Story selbst möchte ich gar nicht mehr schreiben, denn die wartet echt mit einigen coolen Wendungen und Überraschungen auf, die ich niemandem verderben möchte. Die Erzähldichte ist famos und wird von dem düsteren Film-Noir Artwork von Angel Medina perfekt unterstützt. Bendis macht ebenfalls einen Spitzenjob und bringt in die düster-dramatische Story genau an den richtigen Stellen eine Prise fatalistischen Sam & Twitch Humor mit rein. Am besten hat mir gefallen, wie perfekt er den Charakter der beiden Schnüffler getroffen hat und die Interaktion zwischen den beiden. Ja sie wachsen einem wahrlich ans Herz, vor allem die Rückblende in Sams Kindheit zu Beginn des letzten Infinity-Heftes ist ein kleines Meisterstück.



    Die schlussendliche Auflösung, was Udaku tatsächlich ist, hat mich zwar ehrlich gesagt ein klein wenig enttäuscht, aber das ist wirklich die einzige kleine Schwäche, die man dem Run ankreiden kann. Da wurde zuvor einfach eine zu überlebensgroße Erwartungshaltung aufgebaut, die nicht vollends erfüllt werden konnte. Dafür kommt in der ein oder anderen Szene richtig gruseliges Horror-Feeling auf und auch der große Showdown weiß zu überzeugen. Abschließend bleibt also zu sagen, dass Sam und Twitch zum Besten gehört, was ich bislang aus dem Spawn-Universum gelesen habe und ich drücke weiter ganz fest die Daumen für eine deutsche Veröffentlichung der übrigen Abenteuer der beiden kernigen Charakterköpfe.

    Meine Wertung: 8/10

    Für den gesamten Run von Heft #1-8 würde ich sogar eine 9/10 geben, hat mich echt sowas von überzeugt die Reihe! Ich kann nur nochmal aufrufen: Macht Euch für die beiden stark und lasst Panini wissen, dass Ihr bereit wärt in Alben analog zur Origins Collection zu investieren! Zum Beispiel hier: Fragen an die Spawn Redaktion

    Fast vergessen: Wer sich beim Spawn-Read an die Reihenfolge halten möchte startet nach den ersten acht Sam & Twitch Heften mit Spawn - The Undead. Erst nach dem kompletten, neun Hefte umfassenden Run, geht es mit den verbleibenden Heften aus Curse of the Spawn weiter.

    VG, God_W.

  11. #11
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    Zurück in der Welt des Hellspawns… aber diesmal auf Englisch…



    Titel: Spawn: The Undead 1-3

    Verlag: Image (DE: Infinity)

    Format: Jeweils 24 Seiten in Heftformat

    Inhalt: Spawn: The Undead #1-3

    Autoren: Paul Jenkins

    Zeichner: Dwayne Turner

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Spawn: The Undead #1
    Tom Sloan is a man alone in the midst of a crowded city. Too much alchohol has led him to this moment of desperation that now engulfs him. He looks back with regret upon his life, and so plans to end it by jumping off a bridge. A stranger stops him, and asks to hear his hard luck story, after which the stranger tries to convince him that God cares about his soul. Spawn appears and tells him it was trickery, and salvation comes only through redemption. But Tom Sloan decides for himself the direction his life will take.

    Spawn: The Undead #2
    After years of communing with the occult, Travis Ward is scared. He knows that he is destined for Hell, and is being very careful not to fall for the Devil's tricks. He meets an old friend, and tells her that he has recently seen the Hellspawn who is to escort him to Hell. But careful as he is, he is looking in the wrong direction, for after his story ends, his friend gets a cab to take him home. But she has not hailed just any cab. Travis Ward has just gotten in a cab driven by the taxi driver from Hell.

    Spawn: The Undead #3
    Eve Riley can't sleep. Ever. She has had insomnia since she was a child. Now her waking hours are spent reliving that childhood, and the cruelty she endured at the hands of her grandmother. The ghost of her grandmother haunts her at night. Spawn teaches her that she is keeping these visions alive by reliving them, and Eve must forgive her grandmother in order to let her go, at which time peace....and sleep.....will come to her.

    Deutsche Angaben von Infinity zu allen drei Heften:
    Das Konzept hinter Spawn - The Undead ist wie folgt: Jede US-Ausgabe erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Dabei geht es zumeist um alltägliche Einzelschicksale, die in einem starken Bezug zu Spawn stehen. So begegnen wir in dieser Erstausgabe Tom Sloan der Selbstmordgedanken hegt und durch Spawn neu motiviert wird. Ferner lernen wir Travis Ward kennen, der sein Dasein dem Okkultismus gewidmet hat, um Unsterblichkeit zu erlangen. Und zu guter Letzt wird uns Eve Riley vorgestellt, die von dem Geist der Haushälterin ihrer Kindheit heimgesucht wird.



    Just my 2 cents:
    Ich bin ja jemand, der eigentlich sehr gerne und daher auch (fast) ausschließlich in seiner Muttersprache liest. Mein Englisch ist zwar ganz brauchbar, aber weit entfernt von perfekt und so komm ich im Urlaub zwar klar, aber auf spezielle Themen gemünzte Sachen sind oftmals doch etwas schwieriger zu verstehen bzw. fehlen da einfach einige Schlüsselvokabeln. Beruflich benötige ich regelmäßig Englisch, allerdings eher Fachbezogen, in meinem Fall geht es da um Gabelstapler, Hydraulik- oder Elektronikprobleme etc. Höllen- und Dämonenkram, Beschwörungen und blutige Schlachten kommen da eher nicht vor, was meine bevorzugten Hauptreihen wie Hellblazer, Spawn und Hellboy leider ein wenig ausgrenzt. Jetzt ist es aber so, dass ich vom supernetten @Spielmann zu einem Comic-Kauf gleich alle neun Hefte von Spawn – The Undead dazu geschenkt bekommen habe! An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! Allerdings handelte es sich dabei um die US-Hefte von Image, nicht um die deutsche Variante von Infinity, da sind die neun Issues nämlich in vier Heften zusammengefasst auch schon erschienen. Sei es drum, Panini lässt sich diesbezüglich bislang nicht erweichen (könnte man ja ein schönes Hardcover draus basteln) und einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Also habe ich mich mutig voran mal an meine erste englischsprachige Comicleseerfahrung gewagt.

    Überraschenderweise ging das schon nach ganz kurzer Zeit flüssiger als ich gedacht hatte und die moderne Zeit in der wir leben gibt da gute Hilfestellungen. Ob in der Firma in der Pause am PC, oder zu Hause in der Leseecke, mit dem Tablet auf dem Tisch, sollte mal ein Wort unverständlich sein, oder sich nicht aus dem Zusammenhang heraus erschließen ist das ganz schnell eingetippt und weiter geht’s. Klar, dauert alles schon ein wenig länger als wenn ich auf Deutsch lese, aber das tut dem Spaß an der Sache keinen Abbruch und als kleinen positiven Nebeneffekt hat man länger an einer Geschichte. Mittlerweile habe ich mir hier im Forum auch noch die ersten drei Hellblazer-Bände besorgt, die nie in Deutschland erschienen sind, da will ich mich auch irgendwann mal dran wagen, um meine Lücken diesbezüglich zu schließen. Ich kann also jedem der mit seinem Schul- und Urlaubsenglisch halbwegs fit ist nur empfehlen den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und das mal auszutesten, so unmöglich wie man manchmal denkt ist das nämlich gar nicht!



    Jetzt aber zu den drei Spawn-Heften um die es hier vorrangig geht. Nach dem recht großen Erfolg der Hauptreihe und dem immerhin über zwei Jahre laufenden Spin-Off Curse of the Spawn wurde mit Spawn – The Undead der Versuch gestartet das Spawn-Verse noch etwas zu erweitern und ein Stück weit frischen Wind und andere Ansätze in die Welt des Höllensporns einzubringen. An der Gesamtauflage von neun Heften unschwer zu erkennen, hat das wohl nicht in dem Umfang gefruchtet wie erhofft, das hält mich jedoch mitnichten davon ab einen Blick zu riskieren. Gemäß der EMPFOHLENEN LESEREIHENFOLGE schließen die Spawn – The Undead – Hefte an die ersten acht Ausgaben von Sam & Twitch an, dann folgt mit den beiden Heften #20+21 die beiden übrig gebliebenen Issues aus Curse of the Spawn, bevor es schließlich mit der Origins Collection Band 8 und somit der Hauptreihe weitergeht. Theoretisch könnte man da irgendwo noch Spawn: The Dark Ages und ein paar Sam & Twitch-Hefte einschieben, aber die gibt es (zumindest auf Deutsch) nicht und ich werde dann erstmal mit der Hauptreihe weitermachen und diese „Lücke“ vielleicht später mal schließen.

    Das Grundkonzept von Spawn – The Undead wurde von Infinity oben im Klappentext ja schon ganz gut zusammengefasst, was daraus aber nicht ersichtlich ist, ist das grandiose, düstere und detaillierte Artwork, dass Dwayne Turner hier auf die Seiten Zaubert. Der Mann hat den Zugang zu Spawn echt gefunden und ist während seiner Zeit bei Curse of the Spawn echt nochmal eine ganze Kante besser geworden! Einfach Wundervoll anzuschauen. Sehr passend dazu das tolle, etwas an Sam & Twitch erinnernde Lettering. Wirkt zeitlos modern und unterstützt irgendwie die bedrohlich düstere und trostlose Atmosphäre aller drei Geschichten.

    Alle drei Hefte sind in sich jeweils relativ abgeschlossen und handeln von gequälten Seelen, die vielleicht nicht mehr allzu lange auf Erden verweilen. Auf die ein oder andere Weise wird versucht diese geplagten Wesen zu beeinflussen, denn die Mächte des Himmels und der Hölle sind auf Seelenfang für die alles entscheidende Schlacht. Doch Spawn, der sich von keiner der beiden Seiten mehr für ihre Zwecke einspannen lassen will hat beschlossen dem aus dem Dunkel heraus entgegenzuwirken und vorsichtig Einfluss zu nehmen, so sehen wir ihn oft nur kurz, oder am Rande und der Fokus der Stories liegt auf den Einzelschicksalen der gebrandmarkten Seelen.



    In Heft eins treffen wir Tom Sloan mit einer Flasche Whisky an der Brüstung einer Brücke. Fest entschlossen seinem Leben ein Ende zu setzen und mit allem abzuschließen. Die Gründe hierfür erfahren wir, als plötzlich ein mysteriöser Fremder in sein Leben tritt…
    Travis Ward, der Protagonist im zweiten Heft hat sich schon früh, viel zu früh mit dämonischen Kräften eingelassen. Wer mit dem Feuer spielt verbrennt sich, und wer einen Pakt mit dem Teufel schließt bekommt zwangsläufig irgendwann die Rechnung präsentiert…
    Das härteste Schicksal hat wohl Eve Riley in der dritten Geschichte zu tragen. Ihr Mann hält sie schon für verrückt und steht kurz davor sich von ihr zu trennen. In Wahrheit steht sie auch kurz vor dem Wahnsinn, denn sie macht nachts seit geraumer Zeit kein Auge zu. Sie wird heimgesucht, aber nicht von irgendeinem Geist, sondern von einem Schrecken aus ihrer Kindheit, der erneut greifbar geworden ist…

    Diese letzte Geschichte ist ein kleines Rätsel für mich und dazu hätte ich eine Frage, die mir vielleicht einer von Euch beantworten kann, das würde aber auch spoilern, also an alle, die das Teil gelesen haben, egal ob auch Deutsch oder Englisch, bitte mal den Spoiler ausklappen und nachschauen, ob Ihr mir helfen könnt:

    Im Klappentext von Infinity steht, dass die arme Frau von der Haushälterin aus ihrer Kindheit heimgesucht wird. Ist das in der deutschen Übersetzung in der Geschichte auch so? Dann wäre das ja quasi Zensur oder zumindest Verharmlosung, denn im Original ist es der Geist ihrer eigenen, bösartigen Großmutter, die ihr bereits die Kindheit zur Hölle gemacht hat.




    Egal wie, ich bin bis jetzt sehr angetan von der Reihe. Klar es gibt wirklich sehr wenig Spawn zu sehen, aber ich finde das nicht so schlimm und auch ein Stück weit erfrischend, ich weiß ja, dass es spätestens in der Hauptreihe wieder massig Material mit Mr. Simmons zu sichten gibt. Insgesamt webt Sam und Twitch zwar einen deutlich dichteren Storyteppich und hat an den richtigen Stellen einen Spritzer Humor zu bieten, bei Spawn – The Undead wird eben eher das innerste Böse und Schlechte der Welt nach außen gekehrt und es bleibt durchgehend düster, ohne jegliche Späßchen. Bei mir reihen sich die ersten drei Hefte knapp hinter Sam & Twitch ein und ich freue mich schon sehr auf die nächsten drei.

    Meine Wertung: 7/10

    Habt Ihr Spawn – The Undead gelesen? Falls ja könnt Ihr mir ja vielleicht meine Frage im Spoiler oben beantworten? Und wie fandet Ihr die Reihe? Ach ja, und habt Ihr die Reihe auf Deutsch oder Englisch gesichtet?

    VG, God_W.

  12. #12
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    Mittlerer Teil der Undead-Reihe von Spawn…



    Titel: Spawn: The Undead 4-6

    Verlag: Image (DE: Infinity)

    Format: Jeweils 24 Seiten in Heftformat

    Inhalt: Spawn: The Undead #4-6

    Autoren: Paul Jenkins

    Zeichner: Dwayne Turner

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Spawn: The Undead #4
    Reverend Song Sung Bloo is a cult leader with a large following. He communes with space-children, and passes their wisdom on to his disciples for a nominal contribution. The three sisters have infiltrated the cult, and are causing events to take place that are being interpreted as divine. When Spawn tells Bloo what is happening, Bloo decides it's time for him and his followers to leave this mortal plane, and join the space children of Antares.

    Spawn: The Undead #5
    Richard Doyle is a paraplegic. He was involved in an accident while driving drunk; an accident that killed Amy, the love of his life. He thinks about her, dreams about her, and wishes he could be with her again. And she, wanting to be reunited with him, unknowingly trades her soul for more time on earth with Richard. Spawn, recognizing Richard's longing, tells him that he was meant to spend eternity with Amy, but now that plan is in peril. Roxy, the black cat that has been Richard's companion for years, has Amy's soul; a soul that has been damned to Hell. Spawn takes Richard back to the scene of the accident for the only chance he has to save Amy's soul, and guarantee a place with her for eternity.

    Spawn: The Undead #6
    Richard Doyle is forced to face his own demons in order to free the soul of Amy. Spawn directs Richard to relive the events that led to Amy's death, and to take responsibility for it. Spawn confronts the demons that rule Richard's soul, and force them to release Amy's spirit. Amy's soul is thus freed from it's current place of residence, which is in Roxy, Richard's cat. His reunion with her must wait, but is now guaranteed due to Spawn's intervention.

    Deutsche Angaben von Infinity zu allen drei Heften:
    Im folgenden Kapitel beschäftigt sich diese Ausgabe mit George O`Reilly, einem drittklassigen Science-Fiction-Autor, dem es anhand seiner Romane gelungen ist eine Sekte ins Leben zu rufen. Und wie in vielen Sekten leider der Fall, so sind auch die Interessen dieses Anführers nicht ganz uneigennützig. Allerdings wachen die Augen von sowohl Himmel als auch Hölle über ihn, wobei jede Seite ihre eigenen Interessen und Ziele verfolgt...
    In diesem Band erwartet uns nun ein Einzelschicksal, dem Spawn gewohnt schattenhaft die entscheidende Wendung gibt. Die Geschichte handelt von Richard Doyle, der sich nach einer ausschweifenden Party betrunken ans Steuer gesetzt und sich mitsamt seiner Frau in den Abgrund eines Tals befördert hatte. Das Schicksal bestrafte ihn in seiner ganzen Härte, denn seitdem ist Richard vom Hals ab gelähmt und Witwer. Zudem hat Richards Sehnsucht die Seele seiner Frau direkt in die Hände von Dämonen geführt. An dieser Stelle greift Spawn ins Geschehen ein, der Richard mit dessen Dämonen konfrontiert. Denn nur auf diese Weise ist Spawn in der Lage, die Seele von Richards Frau zu retten. Und wie gewohnt, überrascht uns der herausragende Paul Jenkins mit vielen unerwarteten Wendungen und einem tiefen Blick in die Abgründe von Spawns Handeln.

    Just my 2 cents:
    Ha! Heute wird es wirklich mal ein Kurzreview, zumindest was den Just my 2 cents-Abschnitt betrifft, denn wie die Spawn The Undead-Reihe aufgebaut ist hab ich bei den ersten drei Heften schon erklärt, genauso weshalb ich die in Englisch lese, dass man das bei Infinity auch auf Deutsch kann wenn man möchte und, wo die neun Hefte in der Lesereihenfolge einzuordnen sind. Wer diese Infos nochmal braucht, einfach HIER klicken. Hier lasse ich noch kurz ein paar Anmerkungen zu den Heften #4-6 verlauten.



    Spawn: The Undead #4 - Song Sung Bloo
    Die Story um den manipulativen Sektenführer, der mit Hilfe unseres Hellspawns feststellen muss, dass er selbst auch nur eine fremdgesteuerte Marionette an unsichtbaren Fäden ist, zeigt zwar wieder massig menschliche Abgründe auf und thematisiert die Manipulation leicht beeinflussbarer Seelen durch viele sogenannte „religiöse Gemeinschaften“, also im Grunde wieder ein düsteres und ernstes Thema. Auch wird schnell klar, dass sowohl die Himmlischen, als auch die Mächte der Finsternis ihre Hände alles andere als in Unschuld waschen. Dennoch ist die Geschichte bislang die mit Abstand witzigste aus der Undead-Reihe, denn schwarzer Humor ist hier reichlich zu finden und alleine den übergewichtigen und schmierigen O’Reilly im Malebolgia-Anzug zu sehen treibt mir ein Grinsen ins Gesicht.



    Spawn: The Undead #5+6 - The Wind that Shakes the Barley 1+2
    Jeden Hauch irgendeines Humors sucht man in dieser tieftragischen und traurigen Geschichte vergebens. Im ersten Zweiteiler aus Spawn: The Undead treffen wir auf den selbstverliebten Mistkerl Richard Doyle, der es geschafft hat seine Frau im Suff bei einem Autounfall ums Leben zu bringen, bei dem er selbst querschnittsgelähmt wurde. Statt Reue hat der „sympathische“ Zeitgenosse lediglich Selbstmitleid für sich übrig. Seine Frau, selbst im Tode noch eine herzensgute Seele ist bereit selbige an die Hölle zu verkaufen um dafür vorerst zu ihrem Mann zurückkehren zu können. Sie weiß, dass er es alleine niemals schaffen kann und will ihm wenigstens im Körper einer Katze Trost spenden und ihm seine Zeit auf Erden erleichtern. Den betrügerischen Handel, den sie dafür eingehen musste versucht Spawn abzuwenden und nebenbei auch noch den arroganten Richard zu läutern. Ob das was werden kann?



    Zwei tolle, vollkommen unterschiedlich geartete Stories, die auf den Punkt geschrieben wurden, schon auf wenigen Seiten tiefe Bindungen zu den Charakteren aufbauen und herausragendes Artwork mit stimmigem Lettering bieten. Ich finde es Wahnsinn, welche Bandbreite von Atmosphäre und Gefühl Dwayne Turner auch schon in kleinen Panels unterbekommt. Die Reihe wird immer besser und besser und ich bin jetzt schon ein wenig enttäuscht, dass sie bereits nach Heft #9 eingestellt wurde. Aber immerhin kann ich mich noch auf drei Ausgaben freuen.



    Meine Wertung: 8/10

    Diesmal sogar mit leichter Tendenz nach oben. Wirklich ein düsteres Sahnestück, dass ich jedem Spawn-Jünger nur wärmstens empfehlen kann, auch wenn Euch Curse of the Spawn nicht so zugesagt hat.

    VG, God_W.

  13. #13
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    Ausklang der Undead-Reihe bei Spawn…



    Titel: Spawn: The Undead 7-9

    Verlag: Image (DE: Infinity)

    Format: Jeweils 24 Seiten in Heftformat

    Inhalt: Spawn: The Undead #7-9

    Autoren: Paul Jenkins, Beau Smith

    Zeichner: Dwayne Turner

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Spawn: The Undead #7
    Sue Uttley has an abnormal fear of escalators. When her son, John, leaves her side and ends up on an escalator, Sue must face her fears and retrieve him. Although hesitant, she is goaded by Belial and Fury in their human forms. Spawn confronts Belial for creating fear, but Belial responds that fear is his way of preparing humans for and uncertain life and an even more uncertain eternity. Sue envisions various tortures on the escalator, and feels it is leading to the gates of hell. She faces her fear for the love of her child.

    Spawn: The Undead #8
    An unusually dapper Spawn, dressed in trench coat, fedora and wingtips, sits in a diner presided over by Kerry, a waitress here for most of her life. None of the customers speak to Kerry, but she doesn't mind. One day, the nattily-dressed Spawn reveals the truth to her about her existence for the past twenty years, and she and Spawn take on the roles of each other's conscience.

    Spawn: The Undead #9
    Rumeal Lincoln is on death row, and has heard rumours of "Old Sparky." While most refer to "Old Sparky" as the name of the electric chair, Rumeal knows better. He has seen Old Sparky many times; late at night in the shadows. To Rumeal, Old Sparky appears before an execution, carefully considering the condemned men. Lately, Old Sparky has been watching Rumeal. And as Rumeal is led off the the electric chair, the shadow of the Hellspawn that he calls "Old Sparky" returns again, and tells Rumeal what he must do and feel in order to free himself.

    Deutsche Angaben von Infinity zu allen drei Heften:
    Der letzte Teil der Reihe beinhaltet drei Einzelschicksale, die wie in den Ausgaben davor von einem schattenhaften Wesen namens Spawn beeinflusst werden. Die erste Geschichte handelt von Sue Uttley, die panische Angst vor Aufzügen und Rolltreppen hat. Ihre Angst nimmt Spawn zum Anlass mit Belial (biblische Bezeichnung für den Teufel) über die Ängste der Menschen zu philosophieren und welchen Zweck sie eigentlich erfüllen sollen. Die zweite Protagonistin ist Kerry, eine Barkeeperin, die bei einem Gefecht zwischen den Streitern von Himmel und Hölle vorzeitig ums Leben kommt. Da Spawn aber ihren Tod für ungerecht hält, greift er in das Geschehen ein... Die dritte und letzte Geschichte hat ein Gefängnis zum Szenario, in dem Spawn den schwarzen Mann spielt, der die Schwerverbrecher auf ihrem letzten Gang begleitet.

    Just my 2 cents:
    Zum Abschluss der Undead-Reihe erwarten uns wieder drei einzelne, in sich abgeschlossene Stories aus der düsteren und finsteren Welt Spawns. Da der Klappentext den Inhalt der Geschichten ja schon zu Genüge verdeutlicht, und ich heute swieso nicht so viel Zeit habe, lasse ich nur kurz meine Meinung zu den drei abgründigen Erzählungen da.



    Spawn: The Undead #7
    Das Spiel mit den in uns allen in irgendeiner Form verankerten Urängsten, die sich bei manchen Menschen in waschechten Phobien manifestieren und das Herz in eisigem Griff umklammert halten steht hier im Zentrum. Das selbst eine solche Banalität wie die Nutzung einer Rolltreppe waschechte Todesangst auslösen kann ist schon faszinierend. Dennoch, auch wenn man schon von ähnichen Fällen gehört hat, finde ich die Story wenig gehaltvoll und das von Dwayne Turner mal wieder meisterhaft auf die Seiten gebrachte Artwork stellt ganz klar das Highlight dieses Heftes dar.



    Spawn: The Undead #8
    Kurz vor dem Ende der Strecke beschert uns Paul Jenkins mit A Day in the Life nochmal ein wahres Kleinod. Eine sehr traurige, kleine Geschichte um eine gute Frau, die ein einfaches, aber zufriedenes Leben führt und in Ihrer Arbeit in einem kleinen Diner ausreichend Erfüllung findet. Die Tragik über das Schreckliche, das dieser unschuldigen Seele widerfährt offenbart sich erst mit der Zeit, und schafft es wirkliches Mitgefühl zu wecken. Ganz tolle Arbeit!



    Spawn: The Undead #9
    Das ausgerechnet dieser Band die Abschluss-Story der Undead-Strecke mit sich bring ist zum einen sehr passend, aber auch ein Stück weit ironisch. Begleiten wir doch den Farbigen Rumeal Lincoln auf seiner letzten Meile, dem Weg zum elektrischen Stuhl. Wie er uns erzählt, dass er als einer wenigen in den Todeszellen nicht zu den Bösen gehört und wir erst nach und nach erfahren wie es dazu kam, das ist schon echt nicht schlecht geschrieben und von Turner auch wieder hervorragend inszeniert. Das sich das Ganze dann aber auch noch zu einem intensiven Trip in die abgründigen Tiefen der menschlichen Seele, und ihrer Facetten bezüglich Selbstwahrnehmung entwickelt gibt der Geschichte wirklich einen Finalwürdigen Touch.

    Die Spawn: The Undead-Reihe war ein intensives Erlebnis für mich und kann jedem Spawn-Fan, der auch mal eine gewisse Zeit ohne Humor auskommt, wärmstens empfohlen werden. Der teils schwarze Humor oder abgedrehte Witz der Hauptreihe, oder auch von Sam & Twitch ist hier wirklich nirgends zu finden. Es sind neun durchweg intensive, aber bierernste Geschichten. Teils brutal, teils abgründig, oft tragisch, unheilvoll oder traurig. Für so etwas sollte man schon ein gewisses Faible mitbringen, meine persönliche finstere Seite haben die Erzählungen und die Art ihrer Inszenierung sehr angesprochen.

    Dennoch kann ich sagen, dass ich auch ein Stück weit froh bin, dass nach dem neunten Band Schluss gemacht wurde, denn ich glaube, dass das Konzept auf Dauer nicht gut funktionieren kann, da es halt keinerlei roten Faden gibt. Klar taucht hier und da an einer Ecke oder im Hintergrund der Spawn am Rande mal auf, oft hat er aber nur marginal etwas mit der Story zu tun, die Hauptdarsteller wechseln also mit jedem Heft, was dem Ganzen nach einer gewissen Zeit halt auch einen Hauch von „Beliebigkeit“ verleiht. Bleiben für mich insgesamt neun gute bis sehr gute Stories, aber auch gut, dass zu einem Zeitpunkt ein Ende gefunden wurde, als sich das Konzept noch nicht „tot“-gelaufen hatte.

    Meine Wertung: 7/10

    Habt Ihr die Undead-Reihe gelesen und wie fandet Ihr sie? Ich würde einen schicken Sammelband auf Deutsch, so in der Art der Origins Collection ja sehr begrüßen und sicher auch noch kaufen! Allerdings würde das bei der düsteren Thematik in schickem Schwarz, also wie bei Curse of the Spawn, noch besser passen. Gehört Panini? Macht da doch mal was

    VG, God_W.

  14. #14
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    Finale in der verfluchten Welt des Spawns…



    Titel: Curse of the Spawn – Band 2

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 372 Seiten im Hardcover Albenformat

    Inhalt: Spawn: Curse of the Spawn US-Hefte #15-29

    Autoren: Brian Haberlin, Alan McElroy

    Zeichner: Clayton Crain, Dwayne Turner

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    EINMAL QUER DURCH DIE FINSTERE SPAWN-MYTHOLOGIE

    Der Engel Abdiel wird auf geheime Mission in die Hölle entsandt, um Malebolgia zu vernichten – und trifft auf die verführerische Lilith! In New York steht der Mafioso Antonio Twistelli mit dem Rücken zur Wand, was ihn zu einem äußerst gefährlichen Mann macht, zumal auch Cog und Jason Wynn involviert sind. In der Antike schwört der Hellspawn Raenis dem göttlichen Vater Zeus Rache, während in der Gegenwart ein Selbstmörder in einer grotesken Welt landet, die von Zombie- Spawns beherrscht wird. Unterdessen ist die Geschichte des gequälten Cyborgs Overt-Kill noch nicht zu Ende, und Al Simmons Bruder Marc jagt denselben Serienkiller wie Sam und Twitch…

    Ein krasser Trip durch die reichhaltige Historie von Todd McFarlanes legendärem Antihelden! Dieser Sammelband enthält die US Hefte Spawn: Curse of the Spawn 15–29, inszeniert von Alan McElroy (Autor des Spawn-Films), Brian Haberlin (SPAWN, WITCHBLADE), Dwayne Turner (Spawn – The Undead) und Clayton Crain (SAVIOR).

    Just my 2 cents:
    Genau wie bei Band eins habe ich mich auch mit dem zweiten, und finalen Sammelband der Curse of the Spawn Reihe über einen längeren Zeitraum beschäftigt. Denn wieder ist das fette Hardcover mit verschiedenen, meist mehrteiligen Stories gefüllt, die man am besten zu unterschiedlichen Zeiten in der Abfolge der Spawn-Mythologie einschiebt. Jetzt, nach dem Ende von Spawn – The Undead und bevor mit dem achten Band der Origins Collection der Run bis zur magischen #100 startet, war es so weit, die letzte Story aus Curse of the Spawn war an der Reihe und so kann ich jetzt endlich meine Meinung zu den enthaltenen Geschichten hier lassen. Besprechen werde ich die wieder in der Reihenfolge, wie sie damals erschienen sind, werde aber immer kurz anmerken, an welcher Stelle des Spawn-Mythos die jeweilige Story am besten reinpasst. Aber ganz ehrlich, soo wichtig ist das auch wieder nicht, denn im Großen und Ganzen stehen die Beiträge aus der Curse-Reihe für sich und sind auch unabhängig vom Rest gut lesbar.

    Optisch passt die Aufmachung des dicken Wälzers perfekt zum ersten Teil und auch zur Origins Collection, hat also wieder die gleiche Größe und Aufmachung des Buchrückens. Schicke Erweiterung der Reihe im Regal. Das informative Vorwort von Christian Endres rundet das Gesamtpaket stimmig ab. Jetzt lasst uns aber endlich eintauchen in die verfluchte Welt des Höllengezüchts.



    Heft #15+16
    Tief in der eisigen Kälte des Alls. Ein karges Asteroidenfeld. Ein unwirtlicher, unbedeutender Ort – zumindest für die Meisten. Doch was ist das für ein Lichtschein? Ein goldenes, einladendes Leuchten. Eine Leuchtreklame mit der passenden Aufschrift „Badlands“. Eingeweihte wissen, dieses Etablissement ist vielleicht kein Restaurant, aber die Kneipe am Ende des Universums! Der Ort, an dem sich alle Punkte des Universums kreuzen, vereinen und eins über den Schädel kriegen.

    Ha! Schon das Intro auf der ersten Seite versprüht einen Charme und schafft eine Atmosphäre, die mir aus Anhieb zu gefallen weiß. Auch wie es weiter geht trifft bei mir einen Nerv, der sofort Lust auf mehr macht. Der vorlaute Bengel, der in den Laden gestolpert kommt, sich ziemlich respektlos verhält und nach vielen Warnungen den härtesten Drink des Universums bestellt ist eine humorvolle Rahmenhandlung, die direkt einem Spencer&Hill-Streifen entsprungen sein könnte. Das ist allerdings nur die Verpackung für eine knallharte, von Verrat durchtränkte und actiongeladene Sage um den größten Krieger aller Engel, der in Ungnade fällt, in der Hölle landet und schließlich zu einem Hellspawn wird.

    Ein richtig starker Einstieg, der am besten direkt im Anschluss an den ersten Curse of the Spawn Band gelesen wird, also zwischen Curse of the Spawn #14 und 17.



    Heft #17-19
    Der Dreiteiler ist eine der längsten zusammenhängenden Stories des Bandes, und das ist gut so, denn die Geschichte, die in bester Mafia-Manier beginnt hat Einiges zu bieten! Alles beginnt in der Tradition von Klassikern wie dem Paten. Der Sizilianer Vito Gravano hat es in Amerika zu etwas gebracht, er ist der Kopf einer der größten Mafia-Organisationen von New York City. So ist es keine Überraschung, dass die große Hochzeitsfeier im Kreise der „Familie“ auf Long Island, vom FBI überwacht wird. Allerdings werden DIE wiederum von einem Killerkommando überwacht – und schließlich auch ausgeschaltet. Der Killer hat jedoch nicht vorrangig auf die Bundesagenten abgesehen, nein er will die Hochzeit crashen. Wie verflucht sadistisch die Welt des Spawns tatsächlich ist wird klar, als der abgebrühte Neece seinen Plan in die Tat umsetzt. Nein, da wird nicht drauf los geballert. Er schnappt sich einen kleinen Jungen, Joey, von der Feier, verpasst ihm einen Bombengürtel und schickt ihn zurück…

    Ganz harter Tobak, der sich fortan durch die Geschichte zieht wie ein roter Faden, oder besser wie blutiges Gedärm. Vito hat Gravano hat überlebt und was jetzt folgt zieht sich über düstere Rache und brutale Folter, macht einen Zwischenstopp bei bleihaltigen Schießereien und blutigen Enthauptungen und gipfelt schließlich in einer abgedrehten Action- und Gewaltorgie, bei der sogar der altbekannte Curse mitmischt.

    Das abwechslungsreiche, spannende und im positiven Sinn extrem überdrehte Stück Curse of the Spawn zieht man sich am besten direkt im Anschluss an die vorangegangene Engels-Story rein. Hinterher geht’s laut der offiziellen Lesereihenfolge witzigerweise mit Curse of the Spawn #1-4 weiter.



    Heft #20+21
    Wer gedacht hat das Finale der obigen Story wäre etwas freaky geraten, der soll sich mal lieber gut anschnallen. Die Hölle wird zum Tartaros, die Titanen wollen sich erheben, Zeus ist davon gar nicht begeistert, aber die meisten seiner Götter-Kollegen können den arroganten Arsch gar nicht leiden! Der Höllenhund Kerberos kämpft gegen einen Spawn, der Auswüchse hat, die denen der Medusa ähneln, aber Moment, die Gorgonin selbst ist ja auch am Start! Und nicht nur die…

    Spawn meets Olymp! In diesem Abgefahrenen Stück Comic wird die Mythologie beider Welten zu einem wilden Nektar zusammengerührt, wie ihn die Götter lieben – und ich auch. Ja, das ist schon alles äußerst hanebüchen, aber ich liebe die griechische Mythologie ebenso wie meinen Spawn und die respektlose Mischung aus beidem macht einfach unheimlich viel Spaß! Offiziell soll man das gute Stück nach dem Ende der neunteiligen Spawn – The Undead Reihe lesen, aber ganz ehrlich? Das ist sowas von Sch…-egal. Das Ding macht Spaß und hat Null Bezug zum Rest, also wenn Ihr Bock drauf habt, zieht es Euch einfach rein.



    Heft #22
    Ein kleiner One-Shot für Metal-Fans! Der mittelmäßige Schüler Ryan Hatchett mag Wrestling, Akte X und vergöttert die Band KISS. Doch er fühlt sich ungeliebt und stürzt sich von der nächstbesten Brücke. Noch im Fall wird er allerdings von einem seltsamen Blitz getroffen und SCHWUPPS! Er erwacht inmitten eines postapokalyptischen New Yorks. Allerdings handelt es sich nicht um eine X-beliebige Apokalypse, nein, Ryan hat den Joker gezogen, eine Zombie-Apokalypse! Und nicht nur das, der Freak mischt auch noch mit!

    Ein weiterer, abgedrehter Storyflic, reich an Blut, Gore, Zombies und mittendrin eine vollbusige Schönheit mit zerfetztem Kleid. Ein wahr gewordener Männer-Traum, der eigentlich an jeder beliebigen Stelle gelesen werden könnte, offiziell aber nach Heft #87 der Hauptreihe, als direkt nach dem siebten Origins-Band.



    Heft #23+24
    In der Eiswüste Nordgrönlands arbeitet der geniale, aber monströse Wissenschaftler Dr. Eylan Hessman an etwas grauenhaftem. Etwas brutalem. Teils Fleisch, teils Maschine, 100% Monster und Tötungsmaschine. Etwas das einmal sein Bruder war. Mehr will ich über die Origin von

    Overt-Kill (und auch über die von Pandemic)



    gar nicht erzählen, weil das zu stark spoilern würde. Aber es sei erwähnt, dass hier im Vergleich zu den echt spaßigen Stories vorher, jetzt wieder ziemlich ernste und stellenweise sogar tragische Töne angeschlagen werden. Dieses Wechselbad der Gefühle quer über Curse of the Spawn verteilt finde ich sehr gelungen.

    Da hier Charaktere aufgegriffen werden, die aus der Hauptreihe ja bereits bekannt sind macht es ggf. sogar Sinn den Platz in der Lesereihenfolge einzuhalten. Habe ich zwar nicht geschafft, weil ich die Curse-Bände zu spät entdeckt habe, ist aber auch nicht wirklich schlimm. Im Nachgang etwas über die Vorgeschichte eines Charakters zu erfahren ist ja auch mal ganz schön. Eigentlich liest man die beiden Hefte nämlich wohl zwischen den Heften #7 und #8 der Hauptreihe, also noch während der ersten Origins Collection!



    Heft #25
    Der One-Shot über innere Dämonen und wie es schlimmstenfalls ausgehen kann, wenn wir sie an die Oberfläche brechen lassen ist sicher im gesamten Band der Beitrag mit dem höchsten visuellen Gewaltgrad. Sollte sich jemand mal dieses Heft zugrunde legen und einen Teenie-Slasher danach drehen, es würde Freddy, Jason, Michael und auch Ghostface zu Ehre gereichen!

    Spannendes Teil für Fans von Gore und den Filmreihen mit oben genannten „Helden“, das man direkt nach der Zombieland-Story aus Curse of the Spawn #22 einschieben kann.



    Heft #26-28
    Direkt im Anschluss an das Horrorfilm Best-Of kommen wir zu einem klassischen „Cops jagen Serienkiller“-Szenario. Travis ist ein einfacher gestrickter Mann. Ein Mann der gerne Sachen repariert. Vor allem repariert er kaputte Seelen, oder zumindest die, die er dafür hält. Das Problem ist, dass die Frauen die er sich dafür aussucht diese Prozedur in der Regel nicht überleben. Die Leichen sehen eher aus, als wären sie von Krokodilen zerfleischt worden, was ihm in der Presse den Namen „Krokodilkiller“ eingebracht hat. Leider haben die Cops, und auch Sam & Twitch nicht den Hauch einer Spur, weshalb aus Washington ein Profiler angefordert wird. Er ist einer der Besten, sein Name ist Dr. Marc Simmons. Was? Schonmal gehört? Richtig, Marc Simmons ist der Bruder von Al Simmons, unserem allerliebsten Hellspawn und was meint Ihr wie Sam & Twitch das finden, dass ein dahergelaufener „Polizeipsychologe“ fortan ihre Ermittlungen leiten soll?

    Spannende Mörderjagd mit einem bedrohlichen Killer und einigen Twists, aber vor Allem natürlich mit Sam & Twitch! Kann ja nur gut sein. Dass das Ganze dann jedoch noch eine Wendung nimmt und Suture, aus den Curse of the Spawn Heften #5-8 zurückkehrt, um zum finalen Rachefeldzug auszuholen, das habe ich nicht erwartet und schon beim Gedanken daran bekomme ich ja beinahe Gänsehaut. Vielleicht kann sich so mancher noch erinnern, wie intensiv ich die Origin der Dame empfunden habe, zumindest hatte ich versucht das in meiner Rezi zu Spawn - Curse of the Spawn – Band 1 zu verdeutlichen. Hier schließt sich ein Kreis und bringt die Reihe zu einem für mich krönenden Abschluss.



    Heft #29
    Abschluss? Ups, da hätte ich doch beinahe noch diesen kleinen, mystisch angehauchten One-Shot unterschlagen, der nicht nur der Letzte in diesem Band, sondern auch das Finale der gesamten Curse-Reihe darstellt. Da wandelt eine undurchsichtige Gestalt über die Erde und bringt die Menschen dazu sich Schreckliches anzutun, doch was hat es mit dem mysteriösen Gesellen auf sich? Und kann der Engel der ihn verfolgt ihn aufhalten?

    Das war er also, der komplette Ausflug in die entlegensten Winkel der verfluchten Teile der Welt des Spawn und ich muss sagen, bei diesem zweiten und letzten Band gab es viele Höhen und nur wenige Tiefen. Das Artwork von Dwayne Turner und Clayton Crain ist stets irgendwo zwischen sehr gut und überragend angesiedelt. Wer Spawn liest steht einfach auf überbordende Gewalt und ikonische Splash-Pages, die kein blutiges Detail auslassen, und genau das bekommt man hier geboten. Die grandiosen Zeichnungen kann man kaum genug loben. Die innovativen Blickwinkel mit den teils extremen Close-Ups, die Liebe selbst zu den kleinsten Details ebenso wie der Einsatz von Effekten wie Unschärfe und nicht zuletzt die lebendige Dynamik machen das Werk zu einem absoluten Hingucker, auch für Leute, die mit den finsteren Erzählungen nicht so viel anfangen können. Durchgehend in düsterer Atmosphäre begeben wir uns auf eine Reise aus dem Herzen des brutalen New Yorks bis in die eisige Kälte des Alls. Durch alles verzehrendes Fegefeuer und fremde Dimensionen zurück auf unsere Welt, die manchmal der fremdeste all dieser Orte sein kann.

    Ja, ich geb’s zu, nach so einer geballten Ladung menschlicher Abgründe kommt man schnell mal in theatralisches Schwafeln, aber hey, wenn es der Band geschafft hat mich für eine gewisse Zeit in seine Welt und diese Stimmung zu entführen hat er doch alles richtig gemacht! Jetzt freue ich mich aber trotzdem wieder zur Hauptserie zurückkehren zu können, denn im achten Band der Spawn Origins Collection geht es scharf auf die #100 zu.

    Meine Wertung: 8/10



    Hat Euch der zweite Band auch noch eine Spur besser gefallen als der erste? Oder konntet Ihr mit Curse of the Spawn so gar nichts anfangen? Falls doch, welche Story hat Euch am meisten abgeholt?

    VG, God_W.

  15. #15
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    Der Hellspawn in den Straßen von Paris…



    Titel: Spawn: Architekten der Angst

    Verlag: Panini (US: Image)

    Format: 116 Seiten im Paperpack

    Inhalt: Spawn – Architects of Fear, Spawn - Simonie

    Autoren: Todd McFarlane, Arthur Clare, Alex Nikolavitch

    Zeichner: Aleksi Briclot

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    ZWEI GRAPHIC NOVELS IN EINEM BAND!

    In der ersten Story versucht Cogliostro, ein Stück des Gewandes von Jesus Christus zu ergattern, um seinen Hellspawn-Fluch loszuwerden. Doch er ist nicht der Einzige, der Interesse an der Reliquie hat.

    In der zweiten Story ersucht Ethaan, einer der fünf Engel der gefürchteten Kaste der Architekten, um Al Simmons' Hilfe, um eine ihrer ältesten Waffen wieder "instand zu setzen" - die Seelenfalle Horsaak-El.
    Aber eigentlich soll Spawn unwissentlich als trojanisches Pferd eingesetzt werden …



    Just my 2 cents:
    Es war mal wieder so weit, laut der EMPFOHLENEN LESEREIHENFOLGE, von der es in leicht abgewandelter Form auch HIER noch eine Variante gibt, waren mal wieder einige Einschübe zur Hauptreihe der Origins Collection angesagt. Diesmal geht es sogar über den großen Teich, denn Spawn Simonie, bei uns „Das Gewand“ getauft, die erste der beiden enthaltenen Stories stellt zugleich den ersten Französischen Beitrag zum Spawn-Universum dar. Anno 2003 erhielt der in Frankreich angesiedelte Semic Verlag von Todd McFarlane die Freigabe eine eigene Spawn-Story zu verfassen und zu veröffentlichen. Natürlich hatte der Toddster wieder Mitspracherecht bei der Story, aber der Plot kam wohl hauptsächlich von Arthur Clare und als Zeichner wurde der aufstrebende, damals 25 Jahre junge Aleksi Briclot eingesetzt, und Freunde, der hat was auf dem Kasten! Aber das seht Ihr ja selbst, auch wenn meine Fotos diesmal wirklich nicht so ideal getroffen sind wegen dem spiegelnden Papier und den düsteren Bildern, aber ich denke einen kleinen Eindruck könnt Ihr Euch doch verschaffen.

    Bevor ich jetzt aber ein paar Worte zu den beiden enthaltenen Stories verliere müssen wohl die etwas verwirrenden Rahmendaten nochmal abschließend geklärt werden. Spawn: Das Gewand (Simonie) wurde 2003 geschaffen und liest sich wohl am besten zwischen den Heften #101 und #102 der Ongoing, also kurz nach der ersten fetten Geburtstagsfete. Seltsamerweise hat Panini die Geschichte aber als zweites in den Band gepackt. Die erste enthaltene Story ist Spawn: Architekten der Angst (Architects of Fear) aus dem Jahr 2011, also deutlich später entstanden. Allerdings erneut von Aleksi Briclot gezeichnet, dessen immense Fortschritte, die er in der Zwischenzeit gemacht hat beeindruckend von den Seiten scheinen. Arthur Clare war wieder am Plot beteiligt und die Story, die diesmal direkt bei Image erschien, nicht zuerst bei den Franzosen, wird in beiden oben genannten Lesereihenfolgen zwischen den US-Heften #132 und #133 angesiedelt. Wie sinnvoll das nun wieder ist sei mal dahingestellt, denn die beiden Hefte der Hauptreihe wirken ohne den Einschub eigentlich wie aus einem Guss. Meiner bescheidenen Meinung nach macht es wenig Unterschied, ob man die Geschichte jetzt zu diesem Zeitpunkt, oder auch einen Origins-Band früher oder später liest. Fühlt Euch frei!

    Ich vertausche jetzt mal ganz frech die Reihenfolge wieder und schreibe in der Abfolge über die beiden Stories, in der sie gelesen werden sollten (und in der sie auch erschienen sind), also genau andersrum, als sie in dem schick gestalteten Paperback mit Klappenbroschur abgedruckt sind.



    Spawn: Das Gewand (Spawn: Simonie) – Jun & Sep 2003 / Zwischen Heft #101 & #102
    Vergangenes Jahr in Sinai führte die junge hindu-britische Archäologin Dr. Shankra Dimpourr nach bester 5th Element Manier archäologische Ausgrabungen in den Grabmalen des frühen Christentums in Sinai durch. Sie war auf der Suche nach Hinweisen auf „Das Gewand“, als wie aus dem Nichts ein langhaariger, bärtiger Greis mit Hut und wildem Blick auftaucht.
    Sechs Monate später durchstreift ein Sondereinsatzkommando die Katakomben von Paris, als es urplötzlich unter heftigen Beschuss gerät. Es gibt Todesopfer und die Einheit, die verwunderlicher weise nicht der Polizei oder gar der Armee, sondern der Kirche (!) angehört, sieht sich zum Rückzug gezwungen.

    Kommissar Losfeld, ein ziemlich zwielichtiger Typ, der mit John Constantine verwandt sein könnte, scheint ein mysteriöses Doppelleben zu führen, denn kurz nachdem er dafür gesorgt hat, dass ein geheimes, unterirdisches Labor in Paris vor dem Zugriff durch ein Sondereinsatzkommando gesichert wurde, muss er sich mit einer in den Tunneln umherstreifenden Goth-Tussi auseinandersetzen. Aber Moment, ist das nicht die seit über einem halben Jahr vermisste Archäologin Dr. Dimpourr? In wessen Auftrag mag die denn nun die Katakomben unter der Stadt der Liebe durchstreifen? Und was genau vermutet sie dort zu finden?

    Vielleicht könnt Ihr schon herauslesen, wie das alles zusammenhängt, vielleicht auch nicht, aber zugegeben, der Plot ist schon ganz schön an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. Dennoch hatte ich ungemein viel Spaß beim Lesen, denn bei aller Unwahrscheinlichkeit kommt das gesamte Geflecht schon enorm cool rüber, wenn man sich drauf einlässt. Ich meine hey, es geht hier um Spawn! Einen US-Antihelden-Comic! Logik und realistische Stories gehören da nicht zu den Grundanforderungen. Außerdem ist das Artwork wirklich eine atmosphärisch-düstere Augenweide und unser Liebling im roten Umhang macht auf Notre Dame de Paris eine enorm coole Figur! Dazu der schöne Link zum fünften Element gleich zu Beginn und als persönliches Schmankerl für mich dienen auch noch die Pariser Katakomben als Kulisse, die ich in Teilen bereits besichtigen durfte. Ein etwas makabres, aber unheimlich einprägsames Erlebnis!



    Spawn: Architekten der Angst (Spawn: Architects of Fear) – Feb 2011 / Zwischen Heft #132 & #133
    Düstere Nächte beherrschen New York City. Der Big Apple, der vor Abschaum und Verbrechen immer weiter und schneller vor sich hin fault ist ein finsterer Ort zum Aufwachsen. Der kränkliche Gestank von Furcht weht durch die Häuserschluchten. Durch eine dieser verregneten, schmutzigen Gassen hetzt das blonde Mädchen Ethan mit ihrem Albino-Haustier Yam. Sie hat ein vermeintliches Verbrechen mit angehört und flüchtet jetzt zurück zu ihrem Heim. Zum Glück läuft sie dem freundlichen Polizisten Marc Simmons (Ja, DEM Marc Simmons) in die Arme.
    Er trägt dem durchnässten, bemitleidenswerten Geschöpf auf zurück zum Heim zu laufen und fordert Verstärkung an. Er will sich die Sache mal genauer ansehen. Doch während Captain Simmons eine wahrhaft grausige Entdeckung macht trifft die Kleine Ethan auf drei sehr ungemütliche Individuen – und auf ein Monster in rotem Umhang. Aber ist der Spawn auch das einzige Monster im Umkreis? Wie zu erwarten, bist es schon bald an allen Fronten Schwierigkeiten, die zu einer Eskalation von ungeahnten Ausmaßen führen…

    Ich geb‘s zu, die Familiäre Verknüpfung der Ereignisse durch die Einbeziehung von Als Bruderherz lässt den Plot erneut etwas krampfhaft herbeikonstruiert wirken, dennoch komme ich nicht daran vorbei alles Gesehene und erlebte als schrecklich schön und vollends faszinierend zu betrachten. Das zugleich grausige, brutale und unglaublich schöne Artwork übt eine Faszination aus, der ich mich weder entziehen kann noch möchte. Manche Bilder erinnern an die Uncut-Varianten der frühen Hellraiser-Filme oder an Carpenters The Thing, nur um ein Vielfaches „schöner“. Ich bin schlicht begeistert von Aleksi Briclots Kunst – und ja, die Story ist auch ganz Okay, eigentlich sogar ziemlich cool und ein bisschen creepy, wenn auch nur mäßig spannend.



    Trotz all der Mäkeleien zu denen die beiden Stories genug Angriffsfläche bieten hat sich dieser Ausflug weg von der Spawn Hauptreihe wirklich mehr als gelohnt! Immer wieder nehme ich den Band zur Hand und blättere ihn durch, schon alleine wegen der faszinierenden Bilder. Ungewöhnlich ist für einen Panini Paperback das doch recht umfangreiche Bonusmaterial, welches neben den obligatorischen Infos zu den vier beteiligten Autoren/Zeichnern auch noch eine 15-Seitige Art-Galley umfasst. Entweder hat Panini bei Ausnahmezeichner Aleksi Briclot auch sofort gemerkt, was die Uhr geschlagen hat, oder das Heftchen wäre ihnen ohne den Bonus mit dann nur noch 100 Seiten doch ein wenig zu dünn geraten. Ich tippe mal zuversichtlich auf Ersteres.

    Meine Wertung: 8/10

    Wobei das 10er Artwork dem Band hier schon ein wenig den Arsch gerettet hat, aber hey, why not? Mir persönlich hat Das Gewand von der Story her einen Tacken besser gefallen als Architekten der Angst, wie war es bei Euch?



    VG, God_W.

  16. #16
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    Curse of the Spawn Band 1
    (gelesen schonmal u.s nr 1-7) rest kommt noch

    wie soll ich anfangen.. also eigentlich hat mir der anfang der ersten seite gut gefallen aber dann.... neey - die us nr 1-4 waren nix, ich fand die so langweilig und diese zukunfts geschichte ist in meinen augen das schlechteste, was spawn bis jetzt bei mir zu bieten hatte. dann begann us nr 5 und wir sind in der gegenwart. direkte twitch n sam arbeit und die serie gefiel mir plötzlich over the top. auch wenn ich bei schockierenden-aufeinanderfolgenden ereignissen, aufeinanderfolgend schockiert war, wusste ich, es hat das geschafft was das comic wollte. bombe!

    ich hoffe das die ersten 4 nicht irgendiwe später aufgegriffen werden so wirklich. auch wenn ich den llanso spawn mag vom aussehen her,(natürlich bleibt simmons die nr 1) bleib ich erst mal wegen dem neueren spawn etwas skeptisch.

  17. #17
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Hehe, geil. Hattest Du meine Rezi zu den ersten acht Heften oben gelesen? Da sind wir schon echt dicht beieinander.
    Geändert von God_W. (21.03.2020 um 14:31 Uhr)

  18. #18
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    ne, hatte ich nicht - wusste bis vor kurzem nicht das du die auch aufgeteilt hattest xD. dachte mir ich lese deine rezi wenn ich komplett fertig bin mit dem ersten band. aber nice! du hast recht, wir sind wirklich dicht bei einander

  19. #19
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    Ja, ist kein Spawn, ist nicht mal Panini, aber einen passenden Thread hab ich nicht gefunden und das Spawn/Witchblade-Crossover kommt ja bald hinterher.

    Witchblade – Sammelband 1

    Na da wurde es auch endlich mal Zeit, immerhin habe ich diesen ersten Sammelband zur Mitte der 90er Jahre beim Image Verlag erschienenen Comicserie bereits 2018(!) von meinem Weihnachtswichtel geschenkt bekommen! Die Geschenkauswahl begründete sich damals hauptsächlich, weil ich mit Spawn ja einen weiteren, halbwegs vergleichbaren Image-Titel zu meinen Favoriten zähle und zwischen den beiden, also Witchblade und Spawn, gibt es auch noch ein Crossover, welches mir der liebe Wichtel, neben einem ganzen Schwung weiterer Sachen, gleich noch dazu kredenzt hat. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür!

    Ja, Witchblade ist ein typischer 90er Jahre Actioner in bestechender Image Optik was soviel bedeutet wie viele ikonisch anmutende Splashpages, muskelbepackte Typen und – vor allem – äußerst kurvenreiche Ladys mit Mörder-Boobs und wenig Klamotten. Na und, macht zwischendurch echt auch mal Spaß!

    Was ist Witchblade? Der Comic ist eine Action-Krimi-Serie mit übernatürlichem Einschlag, die in ihrem Style und der Stimmung ein wenig an Adrian Pauls Highlander-TV-Serie erinnert, oder vielleicht auch an Streifen wie Dark Angel mit Dolph Lundgren oder Spacecop L. A. mit James Caan. Ich weiß, das ist alles schon unterschiedlich, aber die transportierte Stimmung geht bei mir irgendwie in eine ähnliche Richtung, denn da steht immer auch ein gutes Stück Detektiv- oder Polizeiarbeit im Mittelpunkt, neben den Sci-Fi oder Fantasyeinflüssen. So auch hier, denn die Protagonistin, die extrem heiße Polizistin und Kampfsportlerin Sara „Pez“ Pezzini versucht den Sumpf von New York ein bisschen sauberer zu halten. Ob sie undercover Drogendeals infiltriert, oder sadistische Serienkiller jagt, sie ist immer mit Herzblut bei der Sache.


    Bei einem Ihrer Einsätze, der einen desaströsen Verlauf nimmt und für ihren Partner alles andere als gut ausgeht kommt sie vermeintlich durch Zufall mit der namensgebenden Witchblade in Kontakt. Eine mystische Waffe, ein Handschuh, der ganz besondere Kräfte verleiht und je nach Situation sogar zu einer undurchdringlichen Rüstung heranwächst. So geistert die Witchbade schon seit sehr sehr langer Zeit durch die Jahrhunderte und sucht sich in jeder Generation einen Träger, der ihrer würdig ist.

    Schon ein cooles Teil, bei dem allerdings deutlich mehr Wert auf Optik, als auf Dramaturgie gelegt wurde. Langweilig sind diese ersten acht Hefte zwar nicht, aber da wäre doch noch wehr drin gewesen. Dafür ist Michael Turners Artwork schon echt stylisch, auch wenn seine Männlichen Charaktere eigentlich alle das gleiche Gesicht haben und nur an der Haarpracht auseinanderzuhalten sind. Das fand ich ab einem gewissen Punkt eher witzig als störend. Die Protagonistin ist eine coole Socke und man ist gerne mit ihr unterwegs, wundert mich nicht, dass es für Witchblade Anfang der 2000er sogar für eine kurzlebige (2 Staffeln) TV-Serie gereicht hat, die ich allerdings nie gesehen hab. Das Teil hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn es bei weitem kein Meisterwerk darstellt.

    6,5-7/10

    PS: Auf das Spawn-Crossover freu ich mich jetzt auch schon sehr!

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (26.03.2020 um 22:56 Uhr)

  20. #20
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    Medieval Witchblade

    Die drei Medieval Witchblade Hefte von Mai bis Juli 1996, die der Infinity Verlag hier im schicken Prestige-Format zusammengefasst hat machen einfach von vorne bis hinten gute Laune. Großer Vorteil an einer magisch-mystischen Waffe wie der Witchblade ist, dass sie im finsteren Mittelalter schon genauso existiert haben kann wie heute, und sich auch damals einen würdigen Träger bzw. Trägerin erwählen konnte. So muss man sich an keinerlei Kanon halten und kann einfach wild drauflos eine Story erzählen, wie man gerne möchte.




    Diese Freiheit hat sich Star-Autor Garth Ennis dann auch genommen und die sexy Kriegerin Katarina (klar hat die wieder Überhupen) mit dem Höllenkrieger zusammengebracht, der in dieser Ära das Spawn-Kostüm übergestreift hat. Herausgekommen ist sicherlich keines von Ennis‘ Meisterwerken, aber ein spaßiges, actiongeladenes Mittelalter-Buddy-Movie mit allerlei coolen Sprüchen, fetten Fights und einem nervig-lustigen Anhängsel in Form eines übergewichtigen, und natürlich feigen, im Herzensgrunde aber gutmütigen Kneipenbesitzers. Zur Vollständigkeit geben wir noch einen abgrundtief bösen, unsterblichen Gegenspieler dazu und mixen das alles einmal kräftig durch. Voila, fertig ist ein knackig kurzer Spaßbringer, der sowohl von Spawn- als auch von Witchbladefans mal gesichtet werden sollte.
    7,5/10

  21. #21
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    Also auf die Gefahr hin etwas überlesen zu haben.. Ich bin bei Blood Feud etwas ratlos bzw. unsicher.
    Hab über die Bucht zwei Hefte ergattert. Einmal den ersten Teil wohl als Prestige Ausgabe von Infinity (oben keine Nummer angegeben) und einmal ein Heft mit der Nummer zwei oben links ebenfalls von Infinity. Vorne im Vorwort ist jeweils angegeben, dass die Prestige Blood Feud 1-2 und im Heft 3-4 enthalten sind. Ist die Mini damit komplett? Mir war so, dass es auch auf deutsch die Ausgaben 1-4 gab oder irre ich mich?

    Violator war.. nett.. Ja das trifft es ganz gut. Der Fun entstand aus den Wortgefechten der Brüder des Violators und deren abgefahrenen Ideen. Darüberhinaus glaube ich, dass Moore hier einfach mal die Sau rauslassen wollte, konnte und demzufolge auch getan hat😂
    Übrigens ist mir aufgefallen, dass das Heft (Strenggenommen) nicht EXAKT zwischen zwei US Hefte gehört oder? Gegen Ende des Heftes das vor dem Violator Arc laut Reihenfolge kommt, gibt der Mafioboss an, dass sie die Sache mit den Brüdern des Violators grade noch gut geregelt bekommen haben😂 Aber das ist nur Klugscheisserei😬

    Gespannt bin ich auf Curse of the Spawn (Danke nochmal an @Damian für den zweiten Band)

    Da meckern einige ja ab und an wegen der Zeichnungen. Ich finde sie schon beim Durchblättern geil😄

    Ich glaube allerdings, dass ich mich da nicht zwingend an die vorgegebenen Reihenfolgen halten werde. Höchstens was den ersten Storybogen angeht. Wäre besser oder?

    Sam & Twitch habe ich auf deutsch 1-4 worauf ich mich schon riesig freue. Die beiden Experten sind einfach nur genial.

    Gespannt bin ich auf The Undead. Da das ja einzelne Storys sind habe ich mir sehr günstig den vierten Band geschossen und lese mal rein. Ebenso The Dark Ages. Da bin ich wegen der Länge aber noch nicht sicher und der zweite Band mir mit Minimum 20 Tacken echt etwas teuer..

    Das investiere ich lieber in Band 5 der Origins Collection. 🤗

  22. #22
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    Ich hab von Blood Feud aka Die Blutfehde ja den Panini Paperback gelesen. Den kann ich gerade nicht rauskramen, aber laut der Panini-Seite hat der diesen Inhalt:
    Spawn 32 (II), Spawn: Blood Feud 1-4
    Mit 4 Issues und der Origin bis einschließlich Heft 32 müsstest Du also eigentlich alles haben.

    Ja, Violator ist so ein Spaß-Ding an das man unvoreingenommen rangehen und keine schreiberische Großtat erwarten sollte. Blutig spaßiger Witz für zwischendurch. Ist jetzt ehrlich gesagt auch kein typisches Moore-Werk, das hat der eher mal so nebenbei aus Spaß gemacht könnte ich mir vorstellen.

    Ich finde Angel Medinas Artwork auch ziemlich geil, der übernimmt ja später für eine gewisse Zeit auch die Hauptserie und auch das finde ich äußerst gelungen und aufwändig. Geschmackssache halt.

    Ja, freu Dich auf Sam & Twitch Udaku! War mein erster Kontakt mit Bendis und hab das ganz schön gefeiert! Ich hoffe Panini bringt irgendwann noch mehr von den beiden coolen Socken.

    The Undead (habe ich 9 Hefte geschenkt bekommen) ist vom Ton her sehr düster und depri und hat mit Spawn selbst nur am Rande zu tun. Ich fand es dennoch toll, aber Superhelden- oder Antihelden-Action sollte man nicht erwarten.

    Ich wünsch Die weiter ganz viel Spaß mit der ganzen Reihe und im Spawn-Verse allgemein! Und immer fleißig Deine Meinung schreiben!

  23. #23
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    Mit Dark Age hast Du bisher keine Erfahrung gemacht oder?

    Ich stückel mir Dir grade über die Bucht zusammen 😂

  24. #24
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    Nope, werde ich aber in nächster Zeit auch nicht machen. Bei Spawn bleib ich vorerst an der Hauptreihe wo ich an passender Stelle die fünf Haunt-Bände einflechten werde. Davon ab habe ich momentan noch Spawn: Godslayer und Godslayer Winterkönig in der Hinterhand. Das ist vorerst genug an Material.

  25. #25
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    The Curse of Spawn Band 1

    ich hab es endlich geschafft weiterzulesen und muss sagen das obwohl der anfang so garnicht mein geschmack traff, ich sehr begeistert bin. die sam n twitch story, sowie die jessica priest und dem engel abdiel haben mir sehr gefallen.
    das es bei curse of spawn schon deutlicher gemacht wird, das es höher hinaus ins all geht fand ich richtig gut. das heisst das dämonen oder engel aliens sind und die idee hatte ich mit nem freund auch mal als wir so über gott und die welt hatten.

    hab auch direkt danach band 2 angefangen und bisher gefällt mir wie zeus dargestellt wird. nicht der allgütige herrscher des olymp, eher wie bei god of war.

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