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  1. #76
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    Da die die Handlung der Hefte 1-4 (5 war ein Tie-In zum Trinity War) fortführen, wäre das allerdings ein Fail gewesen.

  2. #77
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    Dann hab ich ja alles richtig gemacht .

  3. #78
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    Jetzt habe ich Vollhonk doch tatsächlich die Klarion-Hefte verlegt. Mal schauen wann ich zum Suchen komme damit es hier weitergehen kann.

  4. #79
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    Wie angekündigt bin ich im neuen Jahr voller Elan ins DC-Dark-Verse gestartet. Für ausführliche Rezis fehlt mir die Zeit aber ich habe bislang diese Hefte/Bände gelesen:

    - Brightest Day- Epilog: Die Suche nach Swamp Thing
    - Justice League Dark 1
    - Ich, der Vampir 1
    - Animal Man 1



    und bin schwer angetan! Der Epilog ist eine schöne Einstimmung, wenn auch keine Großtat. Macht aber echt Spaß den Trickster, Bats und einen "besonderen" Swampy in Aktion zu sehen. Die Justice League Dark hat mir dann doch ein bissl was abverlangt, weil ich viele Charaktere vorher nur marginal, oder gar nicht kannte. Dazu ist Constantine meiner Meinung nach nicht ideal getroffen, also halt nicht ganz so, wie ich ihn aus seiner eigenen Reihe kenne. Da werde ich noch ein wenig Gewöhnungszeit brauchen. Aber das ganze mystische und die Grusel- und Horrorthemen haben mir echt gut gefallen, sodass ich den Einstieg keinesfalls bereut hätte! Dann wurde es mit den Vampiren richtig gut! Irgendwo zwischen den Klassischen Mythen und dem "Daywalker" angesiedelt hat mich die Reihe sofort gepackt, auch weil mir das Artwork sehr sehr gut gefällt! Da stören mich nur die über weite Strecken sehr detailarmen, oder quasi nicht vorhandenen Hintergründe ein Wenig. Der Animal Man hat dann den Vogel abgeschossen. Sowas geiles habe ich ja schon lange nicht mehr in der Hand gehabt! Jeff Lemire trifft Buddy Bakers Charakter exakt so, wie ich ihn vom Start des Morrison-Runs in Erinnerung habe und schafft ein vor cooler Ideen überbordendes Horror-Szenario an dem Genre-Ikonen wie John Carpenter oder Stuart Gordon ihre helle Freude hätten! Mir geht es da nicht anders, bin restlos begeistert!

    Freue mich also schon sehr auf die kommenden Bände, auch der anderen Reihen. Ich glaube das wird alles ziemlich cool!
    Geändert von God_W. (27.03.2020 um 19:17 Uhr)

  5. #80
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    Ja, das wird es.

    Animal Man fing so unscheinbar an und wurde dann zu einem regelrechten Horrortrip. Und das letzte Panel der US-Nummer 1 (Schwänchen inmitten ihrer Menagerie) ist einfach nur geil oder genial oder beides. Da hat Lemire aber noch einige Highlights auf Lager.

    Mit dem Auftakt der Liga hatte viele leichte Probleme (ich weniger). Die Serie steigert sich aber auch noch. Mir gefielen die letzten beiden Bände richtig gut.

    Ich, der Vampir war für mich die erste richtig positive Überraschung. Und die Optik (Sorrentino) finde ich überragend.
    Geändert von LaLe (11.01.2020 um 15:48 Uhr)

  6. #81
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    Klarion #1-6

    Autorin: Ann Nocenti
    Zeichner: Trevor McCarthy, Szymon Kudranski



    Der Junghexer Klarion hat ein Problem mit Autoritäten und als er seinen Lehrer vom Leben zum Tod befördert, muss er Witchworld verlassen. Der Beelzebub nimmt ihn mit nach New York, wo er bei dem Pärchen Piper und Noah im Moody Museum unterkommt, die sich unbegleiteter Jungmagier annehmen. Seine Ankunft bleibt jedoch nicht unbemerkt und bei dem Auftritt einer Metalband im Necropolitan Club kommt es zu einem Zwischenfall mit seinem Mitbewohner Rasp.

    Der wurde von Coal, einer recht zweifelhaften Gestalt, mit einer technischen Applikation ausgestattet, die sich auf unangenehme Art und Weise bemerkbar macht.



    Klarion kann Rasp beruhigen und zusammen mit Zett, einer weiteren Mitbewohnerin, geht es zurück ins Museum. Dort werden die drei von Piper und Noah ausgebildet und auf eine drohende Gefahr vorbereitet. Dabei kommen sich Klarion und Zett näher, was Rasp so gar nicht gefällt. Und auch sein Implantat reagiert darauf und macht eine Entwicklung durch. Es hat sich zu einer robotischen Einheit, einem Buddybot, entwickelt und gibt sich als bester Freund Rasps aus.



    Rasps Buddybot entwickelt sich rasch zu einer humanoid wirkenden "Freundin", die allerdings kein Einzelstück mehr ist. Coal bringt seine "besten Freunde" in großem Maßstab unters Volk und bewirbt diese massiv bei einsamen oder anderweitig bedürftigen Menschen. Klarion und Zett wollen dem auf den Grund gehen und laufen dabei in eine Falle. Will Klarion nicht festgenommen werden muss er sich erneut Beelzebub anvertrauen, der ihm zu Hilfe eilt.



    Klarion zieht sich mit Beelzebub an einen Ort zurück, den er K-Pocket nennt, eine Art räumliche Reflexion Klarions. Der Herr der Fliegen versucht ihn auf seine Seite zu ziehen, was Piper und Noah zu verhindern versuchen. Aber auch die Behörden sind Klarion auf den Fersen. Allen voran Agent Moody, die Tochter von Noah...



    Swag, eine Kreatur innerhalb von Klarions K-Pocket, händigt diesem einen Nanobot aus der Zukunft aus. Dieser verbindet Klarion mit der Shroud, einer Art Cloud, die alle Buddybot-Eigner miteinander verbindet. Derweil ist Coal so weit, dass er den Großangriff auf New York wagt. Eine gewaltige Wolke aus Nanobots bewegt sich auf die Stadt zu und niemand ahnt, dass es sich um etwas gänzlich anderes als eine ordinäre Gewitterfront handelt. Klarion stellt sich seinem Gegner.



    Die Auseinandersetzung zwischen Klarion und Coal eskaliert und auf ihrem Höhepunkt manifestiert sich mit Gargora eine alte Nemesis des jungen Hexers. Der kann mit Unterstützung des Moody-Covens und seines wiedererwachten Vertrauten Teekl beide Gegner ausschalten. Die Bedrohung durch die Buddybots endet damit, Coal kann jedoch entkommen und weiter im Hintergrund seine Pläne schmieden.

    Das war sie nun also, die einzige Serie meines Re-Reads, die es nicht nur nicht über den großen Teich nach Deutschland schaffte sondern selbst in den Staaten nicht einmal als Trade neu aufgelegt wurde. So kam ich in den erstmaligen Genuss Besitzer von US-Heften zu werden. Was mir, wie schon bei den Trades, auffiel, war die deutlich mindere Qualität gegenüber den deutschen Ausgaben. Das Papier ist sehr viel dünner und etwa jede dritte Seite dient allein der Werbung.

    Mit etwas Glück finden sich aber auch interessante redaktionelle Seiten. Neben einer Galerie zu den Hauptfiguren der Serie waren das für mich insbesondere die zu anderen Serien der New52, wie der New Suicide Squad, der Justice League 3000 oder auch Aquamans Mutter Atlanna.

    Warum schreibe ich so viel darüber und weniger über die Serie?

    Nach einem soliden Start fand ich die Handlung zunehmend öder und belangloser. Zielgruppe dürften eher Gothic-Teens sein zu denen ich mich nicht wirklich zählen würde. Das Finale wirkte auf mich wie mit ganz heißer Nadel gestrickt, das Auftauchen Gargotas und das plötzliche Erwachen Teekls irgendwie unmotiviert. Ganz so als wären Elemente, die in späteren Heften eine Rolle spielen sollten noch schnell mit eingebaut worden.

    Wenn ich also etwas positiv hervorheben wollte, dann wären das die wenigen interessanten redaktionellen Seiten. Da reden wir dann aber in der Tat vom blinden Huhn, das auch mal einen Korn trinkt.

    Klarion ist für mich die schwächste Serie der DC Dark-Schiene.

    Randnotiz

    Das angekündigte Trade Klarion - The New Witch in Town erschien soweit ich das ermitteln konnte nie.

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    Geändert von LaLe (23.01.2020 um 05:21 Uhr)

  7. #82
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    Und weiter gings in meinem DC-Dark-Read, der ja nicht ganz so ausgiebig ausfällt wie bei LaLe. In den letzten Wochen habe ich mir diese Paperbacks zu Gemüte geführt:


    - Swamp Thing #1 - Die Auferstehung der Toten
    - Superagent Frankenstein #1 - Der Monsterkrieg
    - Demon Knights #1 - Sieben gegen die Finsternis
    - Ich, der Vampir #2 - Die Vampire erheben sich
    - Animal Man #2 - Tier gegen Mensch
    - Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule
    - Dial H - Bei Anruf Held #1 - Neue Verbindung
    - Justice League Dark #2 - Die Bücher der Magie
    - Demon Knights #2 - Die Hölle von Avalon
    - Ich, der Vampir #3 - Böses Blut (Finalausgabe)
    - Superagent Frankenstein #2 - Monster-Bomben (Finalausgabe)



    Auf den Start bei Swampy hatte ich mich ja schon gefreut wie ein Honigkuchenpferd und ja, ich wurde nicht enttäuscht! Toller, richtig spannender Einstieg mit einem Wiedersehen vieler alter Bekannter.

    Weiter gings mit dem ersten von zwei Einsätzen für den Superagenten Frankenstein, für mich als Freund der klassischen Universal-Monster und Trash-Liebhaber eigentlich eine sichere Bank. Dazu mit Jeff Lemire auch noch von einem Top-Autor geschrieben. Was soll ich sagen? Ja, das Ganze macht schon mächtig Laune und trifft echt genau meinen Geschmack, dennoch muss ich in der B-Note ein/zwei Pünktchen abziehen, denn schlussendlich kommt es mir halt doch wie ein dreister Klon von Hellboy und der B.U.A.P. vor. Funzt andererseits aber vielleicht auch ganz gut, wenn man das Ganze als Hommage ans Mignola-Verse versteht? Egal wie, Spaß beim Lesen bringts auf jeden Fall.

    Die Demon Knights sind für mich als Mittelalter- und Fantasyfan schon ganz cool, ihre Abenteuer echt unterhaltsam und auch ganz schön gezeichnet. Mit den Charakteren bin ich aber in dieser ersten Runde noch nicht so richtig warm geworden. eine etwas zwiespältige Geschichte, das mag aber zum einen daran liegen, dass ich als Neuleser abgesehen von Etrigan und Madame Xanadu noch keinen wirklichen Kontakt mit den Teilnehmern der Truppe hatte. Wird vielleicht noch. Etrigan fand ich auch in klassischem Batman-Material immer sehr cool, mal schauen, was da noch kommt.

    Ich der Vampir 2 erzählt die Story schlüssig weiter, schafft anfangs weiter die Gratwanderung zwischen klassischen Vampirmythen und moderner Interpretation, bevor das Finale neben einem starken Twist auch noch einige ultra-abgedrehte Ideen auffährt, die das Blut aus den Seiten splattern und mich das Teil ganz schön abfeiern lassen. Dazu auch noch ein Gastauftritt von meinem Lieblingsmagier und fertig ist ein grandioser Band aus dem Dark-Verse.

    Eine ganz schön lange Durststrecke war zwischen dem ersten und dem zweiten Animal Man zu überstehen, aber es hat sich gelohnt, denn hier schafft es Lemire eine komplett eigenständige Interpretation zu schaffen und nahtlos an die extrem hohe Quali des Erstlings anzuschließen. Feinster Horror mit Charakteren, die nachvollziehbar handeln und mit denen man echt mitfiebern kann. Top!

    Animal Man und Swampy scheinen im Dark Verse ja dicht miteinander verknüpft zu sein, das kristallisiert sich immer weiter heraus. Klar, der Avatar des Grüns und der verbündete des Rots haben Einiges gemeinsam, so auch die Qualität der Story. Auf allerhöchstem Niveau geht es hier weiter und die beiden Reihen wurden meiner Meinung nach vollkommen zu Recht über den Klee (der ist auch grün) gelobt! Kann es kaum erwarten die nächsten Bände in Angriff zu nehmen!



    Na was für einen spaßigen, innovativen und vor Kreativität sprühenden Kollegen haben wir denn hier? Dial H macht mit seiner Meta-Ebene und all den tollen Einfällen, die an tolle Sci-Fi-Filme erinnern, einfach nur von vorne bis hinten Spaß. Die Verbindung zu den anderen Dark-Reihen ist jetzt zwar (bis jetzt) nicht wirklich eng, aber hey, Hauptsache FUN! Zwar ist die erste Inkarnation des Helden (der Schlot) auch gleich die coolste und am kreativsten gezeichnete, was ich hinten raus ein bissl schade finde, aber dennoch landet der Held in der Telefonzelle bei meinen Lieblingen, denn das ist schon Kritik auf hohem Niveau und logischerweise auch ein Stück weit meinem eigenen Geschmack geschuldet.

    Auch in Runde 2 konnte mich die JLD leider noch nicht vollends überzeugen. Ja, da gibt es echt coole Ideen und die Entwicklung der Geschichte schreitet spannend voran, aber das Team an sich wirkt echt irgendwie unharmonisch und das nicht nur auf eine kantige und coole Art und Weise, sondern auch insgesamt. Manche bleiben blass, andere kann ich nicht leiden, nur Zatanna, Constantine und Deadman sind ganz cool, wobei der Trickster halt echt ein Stück weit anders ist, als in seiner Solo-Serie. Wirklich schlecht ist das alles nicht, aber auch noch nicht genug für Begeisterungsstürme wie bei Animal Man, Swampie oder dem Vampir.

    Mit dem zweiten Band der Demon Knights kam dann leider einer meiner persönlichen Tiefpunkte des bisherigen Reads. Mit Vandal Savage kenne ich zwar mittlerweile einen weiteren Charakter ein wenig besser, weil ich nebenbei mal Batman – Die Dynastie der Dunklen Ritter gelesen hab, aber die ganze Art und Weise, in der die Artussage hier umgebastelt wird und versucht wird innovativ, neu und anders darzustellen und ins DC-Universum zu übertragen gefällt mir leider gar nicht. Da bin ich vielleicht auch einfach ein wenig zu engstirnig und zu großer Liebhaber der klassischen Sage. Da ich parallel gerade Hal Fosters Eisenherz-Bände vom Bocola Verlag für mich entdecke kann ich sagen, dass mir dessen Herangehensweise deutlich mehr zusagt. Ja, Geschmackssache halt, da bin ich vielleicht zu „Oldschool“.

    Die Finalausgabe von Ich, der Vampir hat bei mir ein wenig gebraucht um in Fahrt zu kommen. Dafür gab es eine schön gezeichnete und dramatische Origin-Story und zum Ende hin wurde es dann doch wieder spannend, gab reichlich Action und alles wurde zu einem „zufriedenstellenden“ Abschluss gebracht. Highlight des Dreiteilers bleibt für mich dennoch der mittlere zweite Band.

    Gleich noch ein Abschlussband hinter, obwohl wir „Superagent Frankenstein“ später dann in den Bänden anderer Mitstreiter wiederfinden werden. Dennoch ist dieser zweite und letzte Band über weite Strecken schon extrem stark, auch wenn man manchmal das Gefühl bekommt der Grünling würde von einem übermächtigen Riesengegner zum nächsten hetzen. Insgesamt bleibt ein Gefühl von Action im Dauerfeuer, bei der zwar wenig Spannung aufkommt, aber dafür reichlich Spaß geboten wird. Wie lange das ganze im Gedächtnis bleibt sei mal dahingestellt, aber hey, dann kann ich‘s wenigstens nochmal lesen.

    So weit bislang, als nächstes stehen schon wieder Animal Man und Swamp Thing vor der Tür, worauf ich schon total nass bin!
    Geändert von God_W. (27.03.2020 um 19:20 Uhr)

  8. #83
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    Der 7. Block war der kürzeste und dennoch dauerte es "etwas" bis zum Fazit, das nun hier kommt. Es gab nur kleinere Anpassungen zu drei abgeschlossenen Serien und Statements zu zwei Neulingen, die hierzulande nicht erschienen sind.

    DC Universe Presents Vol. 1: Deadman & Challengers of the Unknown

    Deadmans Origin hatte einiges Potenzial und ließ viel davon liegen bzw. rückte teils hanebüchene Handlungselemente gerade gegen Ende hin zu sehr in den Vordergrund. Ohne wirklich schlecht zu sein konnte mich die Geschichte nur streckenweise überzeugen.

    3/5

    Die Challengers of the Unknown waren für mich in jeder Hinsicht durchschnittlich und bleiben wohl unvollendet. Meine Hoffnung darauf, dass DC mit der Dark Matter Line mehr draus machen würde war nur von kurzer Dauer. Nach sechs Ausgaben war bereits Schluss. Hier langt es nur für

    2,5/5

    Justice League Dark #1 - Im Dunkeln
    Justice League Dark #2 - Die Bücher der Magie
    Justice League Dark #3 - Der Tod der Magie
    Justice League Dark #4 - Forever Evil - Blight: Hexenkessel
    Justice League Dark #5 - Forever Evil - Blight: Die Waffenschmiede
    Justice League Dark #6 - Das verlorene Paradies
    Justice League Dark #7 - Im Bernstein dieses Augenblicks

    Der Grundplot des ersten Trades hatte in der Tat eine ganz große Schwachstelle. Die kann ich aber ignorieren, weil für mich ansonsten fast alles an diesem Serienauftakt stimmte. Starke und teilweise stark charakterisierte Protagonisten treffen auf herrlich Schräges und Mystisches. Es folgte das kurze aber durchaus stimmige Vampir-Intermezzo und im zweiten Trade führte bereits Jeff Lemire Regie. Der Tod der Magie war dann in vielerlei Hinsicht in etwa das, was ich von der Serie erwartet und mir erhofft hatte. Das Auftreten einer Vielzahl mir bekannter (und nur weniger unbekannter) Figuren gefiel mir und sorgte ein wenig für Vertrautheit. Die Zeichnungen von Mikel Janin finde ich super. Gemeinsam mit Ray Fawkes wurde das im dritten Band wunderbar fortgesetzt. Mit dem vierten Trade übernahm dann schon J. M. DeMatteis und führte die Liga durch eine schwere Zeit in der sich diese neu formierte und starken Gegnern im Zuge des Events Forever Evil stellen musste. Dabei und auch danach bleibt die Serie weiter stark (vor allem in der Charakterzeichnung) und findet mit dem Abschlussband ein richtig tolles Ende. Es bleibt bei

    5/5

    Ich, der Vampir #1 - Tainted Love
    Ich, der Vampir #2 - Die Vampire erheben sich
    Ich, der Vampir #3 - Böses Blut

    Für mich die größte Überraschung zum Start der Dark-Sparte. Optisch überragend (das Traumduo Lemire und Sorrentino lässt mich ernsthaft überlegen noch bei Old Man Logan einzusteigen) weiß auch die Story zu gefallen und ist meilenweit von jeglichem Blutsauger-Kitsch entfernt. Das gilt für den Auftakt genauso wie für den zweiten Sammelband, der mit den Van Helsings einen herrlich schrägen und schon ein wenig beängstigenden Gegner einführt. Im Abschlussband wird es dann biblisch und Cains Gefährtin Lilith sorgt neben Andrew für ordentlich Gefahr. Leider beglückte man die Leser gegen Ende mit diversen Zeichnern, die den stilgebenden Strich Sorrentinos nicht im Ansatz trafen. Dafür gibt es von mir leichten Punktabzug.

    4,5/5

    Animal Man #1 - Die Jagd
    Animal Man #2 - Tier gegen Mensch
    Animal Man #3 - Tote Welt: Das Rote Reich
    Animal Man #4 - Zersplitterte Spezies
    Animal Man #5 - Evolution oder Tod!

    Lemire hat dem Animal Man-Kosmos mit der Einführung des Rot als Antagonist zum Grün ordentlich Tiefe verliehen und sich dabei dennoch - wie ich finde - stark an dem orientiert was andere Comicschaffende vor ihm schrieben. Die Mischung aus Superhelden-und Horrorcomic mit massiven auch inhaltlich relevanten Soap-Einflüssen war auf ihre Art recht einzigartig und überzeugte mich vom ersten Heft an. War mir das Rotworld-Crossover beim ersten Lesen noch zu langatmig, gefiel es mir kompakt gelesen doch sehr viel besser und überzeugte mit nur kleinen Einschränkungen (das Ende).

    Ärgerlich bzw. aufgrund der Umstände bedauerlich fand ich das frühe Ausscheiden von Travel Foreman als Stammzeichner, der der Serie einen unverwechselbaren Look verlieh, der speziell das Horrorelement in unnachahmlicher Weise zur Geltung brachte. Ansatzweise kam da auch Steve Pugh ran und die Stile anderer Zeichner störten mich dann nicht, wenn diese losgelöst vom Hauptplot wirkten wie z. B. Leon mit der zweiteiligen Geschichte "Kostüme" oder der Autor selbst einen Schlusspunkt setzt.

    Am Ende ist die Serie Animal Man für mich das Highlight der New 52 gewesen und die Vorschusslorbeeren aus Übersee waren mehr als gerechtfertigt. Dafür gibt es ohne Wenn und Aber die volle Punktzahl. Wenn es eine Serie gibt, die meine Bewertungsskala sprengen könnte, dann ist es diese.

    5/5

    Swamp Thing #1 - Die Auferstehung der Toten
    Swamp Thing #2 - Familiäre Fäule
    Swamp Thing #3 - Tote Welt: Das Grüne Reich
    Swamp Thing #4 - Der Sämann
    Swamp Thing #5 - Der König ist tot!
    Swamp Thing #6 - Giftpflanzen
    Swamp Thing #7 - Der Eiserne Frühling

    Snyders Run am Swamp Thing stand ganz im Zeichen des Rotworld-Events und bot uns eine interessante Neuinterpretation der Figur als Avatar des Grün. Dabei wurde der bestehende Mythos nicht negiert sondern sinnvoll erweitert. Optisch überragend, solange Yanick Paquette für die Zeichnungen verantwortlich war, bot die Serie bis dahin gehobenen Lesespaß, wobei hinsichtlich des Genusses des Rotworld-Crossovers dasselbe wie zu Animal Man gilt.

    Danach übernahm Charles Soule und widmete sich zunächst wieder verstärkt dem Grün und erweiterte den Kosmos mit Schilderungen zum Parlament der Bäume, den Avataren der Vergangenheit und der ein oder anderen Auseinandersetzung innerhalb dieser Denomination. Danach erweiterte er den erzählerischen Rahmen um weitere Reiche. Optisch schmerzte der Abgang des genialen Paquette (der zumindest als Gast mal wieder auftauchte) ein wenig, allerdings waren seine Nachfolger alles andere als schlecht.

    Trotzdem die Serie gegenüber Animal Man leicht abfällt mag ich weiterhin nicht weniger als die Höchstnote zücken. Dazu trägt auch das ein oder andere Highlight im Abschlussband bei.

    5/5

    Superagent Frankenstein #1 - Der Monsterkrieg
    Superagent Frankenstein #2 - Monster-Bomben!

    Lemire kann auch Trash pur und erinnert dabei durchaus an Mignolas Hellboy. Dafür verbrät er alle nur denkbaren Klischees, versteckt viele Anspielungen und macht deutlich, dass sich die Serie nicht im Ansatz ernst nimmt. Die Zeichnungen passen dazu. Leider bekam der Serie der Autorenwechsel nicht so gut. Matt Kindt versucht zwar den Ton Lemires beizubehalten, schafft das aber leider nur in Ansätzen. Gänzlich belanglos wird dann die Schlussnummer. Schade.

    3,5/5

    Demon Knights #1 - Sieben gegen die Finsternis
    Demon Knights #2 - Die Hölle von Avalon
    Demon Knights #3 - Das Blut des Grals

    Da hat sich der Autor gut inspirieren lassen und zunächst einen klassischen Plot in das Mittelalter des neuen DCU übertragen. Die Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, die auch noch teils gut charakterisiert werden, überzeugte mich genauso wie der Humor. Das setzte sich im zweiten Band nahtlos fort in dem die Artussage "verwurstet" wurde. Querverweise zur Serie Stormwatch (die will ich irgendwann auch nochmal nachholen) gab es auch. Die Zeichnungen von Diógenes Neves fand ich richtig gut. Leider wurde der mit Heft 13 abgelöst. Gleiches galt ab der #16 für den Autor, Robert Venditti feierte seinen Einstand in das DCU. Fand ich dann leider eher mittelprächtig. Das galt dann auch für die Zeichnungen. Dafür gibt es eine weitere Abwertung.

    3/5

    Resurrection Man Vol. 1 - Dead Again
    Resurrection Man Vol. 2 - A Matter of Death and Life

    Die Geschichte eines hierzulande eher unbekannten Charakters wird temporeich erzählt und weiß mit durchaus guten Zeichnungen auch optisch zu überzeugen. Ich hätte mich vermutlich sehr viel leichter mit der Serie getan, läge die auf Deutsch vor. So musste ich mich im Sinne dieses Threads tatsächlich in das Abenteuer US-Trade wagen. Die Verständnisprobleme hielten sich dann aber arg in Grenzen und ich fühlte mich ganz gut unterhalten. An die Dark-Serien, die panini nach Deutschland brachte kommt diese allerdings nicht ganz heran. Leichte Abstriche in der bisherigen Bewertung gibt es aufgrund der losen Enden.

    3/5

    Dial H - Bei Anruf Held #1 - Neue Verbindung
    Dial H - Bei Anruf Held #2 - Scheibenkleister!

    Das Ding ist völlig abgefahren und funktioniert nach einem ReRead wunderbar. Eine wirklich geniale Geschichte, mit viel Liebe fürs Detail, speziell das Absurde und passend gezeichnet. Dabei weit ab vom Mainstream und dennoch auch auf eine einfache Art und Weise unterhaltsam. Neben I, Vampire für mich die größte Überraschung und die volle Punktzahl wert. Ganz starke Nummer. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Kauft und lest das!

    5/5

    Sword of Sorcery Vol. 1 - Amethyst

    Eine der Serien, auf die ich am meisten gespannt war und die es leider nie über den Teich geschafft hat. Die klassische Serie war seinerzeit nicht ganz mein Fall, aber in moderneren - heutigen - Zeiten hatte ich einige Hoffnungen in das Storytelling gesetzt. Der Arc ist nicht sonderlich kompliziert geraten, konnte bei mir aber mit der Verknüpfung mit anderen Serien (Justice League Dark, Futures End), einem von mir sehr geschätzten finalen Gegner (Eclipso) und einer wirklich tollen Optik punkten. Lust auf mehr machte auch die erste Backup-Story Beowulf, die mich ebenfalls in jeder Hinsicht überzeugte während Stalker echt abstank. Leider blieb mir zu viel offen (das Ende von Gemworld). Dennoch gibt es von mir ohne Wenn und Aber

    4/5

    Phantom Stranger #1 - Ein Fremder unter uns
    Phantom Stranger #2 - Der Riss in der Schöpfung

    Einer der wohl geheimnisvollsten Charaktere des DCU wird ein Stück weit entmystifiziert und bekommt einen Ursprung. Bevor der Stranger in das ganz große DC-Event Forever Evil und den Vorläufer Trinity War einbezogen wird, erzählen die Autoren hier eine selbständige Geschichte, die, basierend auf christlichen Mythen, eine Geschichte um Bestimmung, Gnade und Opfer erzählt, die mich abgesehen von einem kleinen Hänger zu Beginn durchweg überzeugen konnte und viele interessante Charaktere einführte (The Spectre, Nightmare Nurse, Zauriel, Sin-Eater). Die Zeichnungen waren sehr durchschnittlich und uneinheitlich. Dieses Fazit kann ich auch nach dem zweiten Band der Soloserie ziehen, gleichwohl mich der nicht mehr ganz so sehr begeisterte wie der erste. Für eine Abwertung reicht es aber nicht, auch weil sich die Geschichte des Strangers während Forever Evil gut weiterentwickelte, und so bleibt es bei

    4/5

    Constantine #1 - Der Funke und die Flamme
    Constantine #2 - Zauberer und andere Scharlatane
    Constantine #3 - Der böse Doppelgänger

    Nach seinem Auftreten in der Serie Justice League Dark freute ich mich auf die eigene Serie des Hellblazers und wurde mit der ersten Nummer alles andere als enttäuscht. Der Auftakt-Dreiteiler mit der Quest um Croydons Kompass überzeugte mich auf ganzer Linie und das kurze Intermezzo mit Papa Midnite ging in der Tonart in dieselbe Richtung. Ray Fawkes und Jeff Lemire haben es m.E. verstanden den Hellblazer als augenscheinliches A****loch, das insgeheim nur die Welt retten will und dabei bereit ist Opfer zu bringen (meist auf Kosten anderer), zu schildern. Mit der US-Nummer 5 ging es dann bereits in den Trinity War. Dem folgte erst einmal die Fortsetzung der Handlung um den Kult der Kalten Flamme, dem sich Constantine zum Schein anschloss. Mit den US-Nummern 9 bis 12 war dann Blight angesagt und innerhalb des Events hatte der Hellblazer einige Elemente seiner eigenen Serie mit eingebracht (Nick Necro) und zeichnete für die Gründung einer neuen Justice League Dark verantwortlich. Am Ende steht er dann allein da und wird vor die Tür gesetzt. Das gefiel mir bis dahin richtig gut. Es folgte der zweite Soloband und der machte diesen guten ersten Eindruck ordentlich zunichte. Erzählerisch wirr und optisch alles andere als überzeugend gibt es einen ganzen Punkt Abzug. Der Abschlussband macht dann wieder sehr viel richtig und auch richtig gut. Das gilt speziell für die Charakterisierung Constantines, die innerhalb des Events World´s End klasse in den Vordergrund gestellt wird. Ich lasse mich mal dazu hinreißen, die massive Abwertung aufgrund des Vorgängers rückgängig zu machen.

    4/5

    Pandora #1 - Die Quelle des Bösen
    Pandora #2 - Herrschaft des Bösen
    Pandora #3 - Das Licht der Hoffnung

    Die Serie stand ganz im Zeichen des Events Forever Evil und dessen Vorläufer, dem Trinity War. So sind die ersten neun US-Ausgaben Teil dieser Geschichte und ich mag die Serie an dieser Stelle kaum gesondert bewerten, weil es ihr inhaltlich schlicht an Selbständigkeit mangelt. Das Ganze kommt grundsolide rüber und ist auch gut anzuschauen aber ich könnte im Rückblick jetzt kaum sagen welche relevanten Handlungen zur Hauptperson nun innerhalb der eigenen Serie und welche im Zuge anderer Serien beschrieben wurden. Der dritte Sammelband schickte sich an die beschriebenen Mankos zu beseitigen. Leider war die Serie dann aber auch schon beendet, so dass ich an der Bewertung nichts ändern mag. Pandoras Soloserie war am Ende nicht wirklich eine, und deutete erzählerisches Potenzial lediglich an. Bei dem ganzen Getöse um die Figur zu Beginn der New52 (zu Beginn von Rebirth wird sie ja regelrecht aus dem DCU rausgeschrieben) einfach nur bedauerlich.

    3/5

    Trinity of Sin: Wages of Sin

    Die Serien zu Pandora und dem Phantom Stranger finden hier ein halbwegs rundes Ende wie auch die zu Beginn der New52 definierte Trinität der Sünde. Wer die beiden Soloserien mochte, dürfte auch hieran Gefallen finden, wird doch die religiöse Grundthematik um Schuld und Sühne konsequent forterzählt und zu einem schlüssigen Ende gebracht. Da gibt es von mir

    3,5/5

    Klarion

    Auf diese Serie war ich insofern gespannt als ich so gar keine Erwartungshaltung hatte und dies meine erste Begegnung mit US-Heften im Original werden sollte. Die zusammen zu bekommen war insofern eine Herausforderung als ich die nirgends komplett fand und die Vesandkosten im Rahmen bleiben sollten. Hat dann aber ganz gut geklappt. Von diesem Premierenerlebnis einmal abgesehen enttäuschte mich Klarion aber. Das will ich mal damit begründen, dass ich nicht die Zielgruppe gewesen sein dürfte. Die wird aber auch in den USA überschaubar gewesen sein, denn für eine Neuauflage im Trade reichte es nicht. Für die schwächste Serie gibt es von mir

    2/5

    Damit ergibt sich folgendes persönliche Ranking für die ersten sieben Blöcke (erneut mit leichten Verschiebungen):

    1. Animal Man (beendet)
    2. Dial H - Bei Anruf Held (beendet)
    3. Swamp Thing (beendet)
    4. Justice League Dark (beendet)
    5. Ich, der Vampir (beendet)
    6. Phantom Stranger (beendet)
    7. Sword of Sorcery (beendet)
    8. Constantine (beendet)
    9. Superagent Frankenstein (beendet)
    10. Trinity of Sin: Wages of Sin (beendet)
    11. Demon Knights (beendet)
    12. Resurrection Man (beendet)
    13. Pandora (beendet)
    14. Deadman (beendet)
    15. Challengers of the Unknown (beendet)
    16. Klarion (beendet)


    Kurzes Zwischenfazit:

    Neben den erwarteten und erhofften Durchstartern (Animal Man, Swamp Thing und für mich auch Justice League Dark) überzeugten mich bis hierhin auch die Exoten Dial H, Ich, der Vampir, Sword of Sorcery und Phantom Stranger. Superagent Frankenstein und Demon Knights ließen leider nach während der Resurrection Man ein besserer Prolog blieb. Constantine konnte mit dem Abschlussband wieder ordentlich Boden gut machen.

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    Geändert von LaLe (03.04.2020 um 05:44 Uhr)

  9. #84
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    Mit dem Ende dieses siebten Blocks sind wir auch am Ende des "offiziellen" DC Dark Labels angelangt, denn hier endeten die New 52, wenn man so will. Weiter ging es unter dem Label DC You, das mit den folgenden Serien die Dark-Schiene "inoffiziell" weiterführen sollte:

    Constantine: The Hellblazer by writer Ming Doyle & artist Riley Rossmo
    Dark Universe by writer James Tynion IV & artist Ming Doyle
    Dr. Fate by writer Paul Levitz & artist Sonny Liew
    Gotham By Midnight by writer Ray Fawkes & artist Juan Ferreyra
    Mystic U (tentative title) by writer Alisa Kwitney & artist Mauricet

    Statt Dark Universe (Motive hieraus sollen im Rebirth-Constantine verbraten worden sein) schreibt Tynion nun die Abenteuer der zweiten Justice League Dark (und das wahrlich nicht schlecht) und Mystic U kam mit reichlich Verspätung und anderem Zeichner unter dem Titel Mystik U. Bis auf die neue Justice League Dark (für die habe ich einen eigenen Thread laufen) kommt das alles nebst der Swamp Thing-Mini im finalen achten Block. Neben dieser Mini gibt es auf deutsch lediglich die Constantine-Fortsetzung.

  10. #85
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    Auch in Runde 2 konnte mich die JLD leider noch nicht vollends überzeugen. Ja, da gibt es echt coole Ideen und die Entwicklung der Geschichte schreitet spannend voran, aber das Team an sich wirkt echt irgendwie unharmonisch und das nicht nur auf eine kantige und coole Art und Weise, sondern auch insgesamt. Manche bleiben blass, andere kann ich nicht leiden, nur Zatanna, Constantine und Deadman sind ganz cool, wobei der Trickster halt echt ein Stück weit anders ist, als in seiner Solo-Serie. Wirklich schlecht ist das alles nicht, aber auch noch nicht genug für Begeisterungsstürme wie bei Animal Man, Swampie oder dem Vampir.
    Die #6 und die #7 sind IMO die stärksten Bände der Serie. Und dass das Team so unharmonisch wirkt ist, was die Interaktion der Charaktere angeht, Absicht. Ansonsten dürften sich da noch die Autorenwechsel bemerkbar machen. Das wird aber noch.

  11. #86
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    Ja, das ist mir schon klar, dass die Reibereien im team so gewollt sind, aber sowas kann man halt entweder auf eine charmant/coole Art und Weise umsetzen, oder eher so wie hier, wo das für mich halt nicht so perfekt hin haut. Wie gesagt, schlecht ist das deshalb dennoch alles nicht, aber (für mich) halt auch nicht so gut wie Swampie, Animal Man oder I, Vampire. Egal, es gaht ja noch weiter und wie Du sagst, autorentechnisch sind ja da auch Wechsel zu verzeichnen.

  12. #87
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    Nun ist die Messlatte mit Swamp Thing, Animal Man und I, Vampire auch alles andere als niedrig. Zur Höchstwertung kam ich ja auch erst mit der #6.
    Und speziell Animal Man würde meine Wertungsskala eigentlich sprengen weil ich die Serie noch mit Abstand auf die anderen starken Serie sehe.

  13. #88
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    Constantine: The Hellblazer #1 - Abwärts!
    (enthält: Convergence: Shazam 2 (II), Constantine: The Hellblazer 1-5)



    Autor: James Tynion IV, Ming Doyle
    Zeichner: Riley Rossmo, Ming Doyle, Vanesa del Rey, Chris Visions und Scott Kowalchuk



    Sneak Peak

    In einer Kneipe in seinem alten Revier trifft Constantine auf die Schneiderin Katie, die sich mit Mächten eingelassen hat, die man besser nicht in sein Leben lässt. Um diesen zu entgehen hat sie einige Täuschungsmanöver gestartet, die zum Tode Unschuldiger führten. Das ist für den Hellblazer Anlass genug sie ihren Häschern auszuliefern indem er ihr ihren einzigen Schutz - eines seiner alten Plektren - nimmt.

    Wenn Geister sterben

    Eines Tages wird der Hellblazer von seinen freundlichen Geistern mehr genervt als er es gewohnt ist. In der Annahme, dass es um ihm lästige Streitereien geht bannt er diese zunächst. Bevor er im Anschluss daran bei einem Barbetreiber landen kann, wird er vom Dämon Blythe abgeschleppt. Unter dem Vorwand ihr Etablissement von Kobolden zu befreien bringt sie Constantine dazu einen Bannspruch über ihren Teilhaber zu beginnen. Dabei stellt er sich gewollt dämlich an und bringt Blythe so dazu den Spruch selbst zu beenden. Daraufhin wird sie ebenfalls verschlungen. Danach finden seine Geister endlich Gelegenheit ihm zu berichten, dass sie verfolgt und ausgelöscht werden.

    Bei seiner Suche nach einem geeigneten Ort für eine Beschwörung gerät Constantine an Mister Rumor. Dieser verschafft ihm eine passende Lokalität und die Beschwörung gelingt. Allerdings kann Constantine das auftauchende tentakelbewehrte Monstrum nicht bannen und dieses tötet einen weiteren seiner Geisterfreunde. Ihm wird daraufhin klar, dass er Hilfe braucht und fliegt nach England.

    Dort kommen Erinnerungen an seine ersten Erfahrungen mit dem Okkulten hoch, die er mit Freunden in einer Rockband teilte. Gary Lester ist einer des Quartetts, der unter den kürzlich verstorbenen Geistern war. Von Georgina Snow, die als Exorzistin im Geheimdienst ihrer Majestät tätig ist und deren Unterstützung er sucht, erfährt er, dass seine Ex-Geliebte Veronica Delacroix vor Jahren verschwand und tot ist.

    Daraufhin streift Constantine im Suff durch die Straßen und beschwört erneut den Geister-Killer. Als er sich diesem stellt wird ihm klar, dass es sich bei dieser Entität um seine Ex-Geliebte handelt. Wie sich herausstellt hat die Totgeglaubte ihre Seele "verschoben" und sucht nun die Geister um Constantine herum heim. Mit einer Täuschung kann Constantine Georgina Snow dazu bewegen das Wesen zu bannen

    .

    Die Geschichte gefiel mir recht gut, wobei der Sneak Peak beinahe noch mehr überzeugte. Da wird auf gerade einmal acht Seiten eine - wie ich finde - tolle Geschichte erzählt, die neugierig auf mehr macht und den Hellblazer als echtes ********* darstellt. Auch die Hauptstory verläuft, wenn nicht immer sehr linear, doch höchst unterhaltsam und arbeitet den Aspekt, dass man im Umfeld Constantines selbst als Toter gearscht ist, super heraus. Insofern macht der Band absolut Lust auf mehr.

    Probleme hatte ich mit der Optik. Das liegt nicht nur an den vielen Zeichnerwechseln - es durften sich in dieser Ausgabe Riley Rossmo, Ming Doyle, Vanesa del Rey, Chris Visions und Scott Kowalchuk versuchen. Generell passt das eher Dreckige wunderbar und die Zeichnerwechsel machen sogar Sinn, wenn die Perspektiven wechseln (Rückblicke inclusive), aber der "Im-Suff-Abschnitt" ist einfach nur schlecht geraten und Rossmos Look für den Hellblazer gefällt mir überhaupt nicht. Die spitze Tolle geht z. B. irgendwie gar nicht. Und an dieser Stelle rede ich noch nicht mal von der Gay-Variante des #1-Covers.

    Dass Constantine nun wieder als bisexuell dargestellt wird mag diejenigen, die den Hellblazer wie ich erst mit den New52 kennengelernt haben, irritieren. Das wird im redaktionellen Teil aber erläutert und ist damit wohl ein Zurück zur Figur, wie man sie aus Vertigozeiten kennt. Also kein Ding.

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    Wird fortgesetzt in Constantine: The Hellblazer #2 - Dämonen-Pakt!

    Spoiler im PaFo.

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    Geändert von LaLe (19.03.2020 um 07:09 Uhr)

  14. #89
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    Constantine: The Hellblazer #2 - Dämonen-Pakt!
    (enthält: US-Constantine: The Hellblazer 6-13)




    Autoren: Ming Doyle, James Tynion IV
    Zeichner: Riley Rossmo (6-9), Travel Foreman (10-11), Eryk Donovan (12-13)


    Constantine verdingt sich nach seiner Rückkehr aus der alten Heimat als Dämonenjäger for hire und trifft dabei auf seinen Schwarm Oliver. Während sich John mit dem Swamp Thing mörderischen Nymphen im Central Park stellt, gerät sein Lover in die Fänge von Papa Midnite.

    Der hat seinen Club an Neron verloren, der über Mr. Rumor zuletzt recht aktiv war. Der Club ist für ihn interessant weil dieser ein funktionierendes Tor zur Hölle beherbergt und ihm so leichten Zugang zur Erde gewährt. Als Constantine und Midnite dort eindringen fliegt ihre Tarnung recht schnell auf und beide werden in die Hölle verfrachtet. Von dort kann der Hellblazer mit der Unterstützung Blythes fliehen, die er mal wieder aufs Kreuz legt (im übertragenen Sinne). Allerdings bricht er dabei einen mit ihr geschlossenen Pakt.

    In New York, das Neron bereits fest im Griff hat, schachern Dämonen um die Seelen der Bewohner und Constantine ist nicht gewillt sich einem Kampf um diese zu stellen. Er begibt sich allerdings auf die Suche nach einem Asyl für die drangsalierten magischen Wesen New Yorks und ist dabei wenig erfolgreich. Seine Suche wird unterbrochen als er Deadman begegnet und dieser seinen Körper übernimmt um ihn nach New York zurückzubringen.

    Dort wird die Sache für den Hellblazer dann zu einer persönlichen. Blythe hat im Dienste Nerons die Kinder Olivers entführt und mittels des gebrochenen Paktes kann sie Constantine verpflichten Neron und seine Schergen nicht zu bekämpfen.

    Der Hellblazer findet jedoch einen Weg mit Hilfe alter Gefährten einen frevelhaften Zauber auszusprechen, der die New Yorker Seelen für Neron vorübergehend wertlos macht. Das veranlasst den Dämon die Seelen an die mit ihm verbündete Feenkönigin Alexandriel zu verschachern und sich zurückzuziehen. Ein Happy End bleibt Constantine jedoch verwehrt. Oliver ist einen Pakt mit Blythe eingegangen um seine beiden Mädchen zu retten und fährt dafür zur Hölle.



    Das war es auch schon wieder mit dem Hellblazer. Es gab keinen Hinweis auf eine Fortführung mit der Folgeserie und die #2 wurde als Abschlussband gekennzeichnet.

    Der enthaltene Arc könnte in Ansätzen etwas davon gewesen sein, was Mr. Tynion mal für Dark Universe, den bis dahin nicht realisierten Nachfolger der Justice League Dark, geplant hatte. Mit Zatanna, Swamp Thing und Deadman tauchen alte Weggefährten auf. Der Plot erinnerte mich (vielleicht wegen Neron) ein wenig an Underworld Unleashed und gefiel mir ganz gut. Noch besser gefiel mir dieser Band aber wegen seines Witzes (vor allem die US-Nummer 6). Sätze wie "Die Gesichter lassen sich ganz leicht wieder ankleben." oder Dialoge wie "Anderer Leute Hunde frisst man nicht." - "Die ... sind flauschig." zünden bei mir einfach. Schaut euch die Bilder dazu an!

    Mit US-Nummer 7 geht es dann in die Vollen. Constantine zeigt sich als das gewohnt listige ********* und nimmt bei der Verfolgung seiner Ziele keine Rücksichten. Und auch wenn er diese erreicht ist der Preis, den er (besser andere) zahlen müssen, immer sehr hoch. Die Geschichte machte einen von Anfang bis Ende gut durchdachten Eindruck und hatte einen schönen Aufbau. Da finde ich keinen Anlass zu meckern. Super gemacht!

    Die Zeichnungen gefielen mir durchweg gut und anders als bei der #1 fiel keine US-Nummer trotz häufiger Zeichnerwechsel wirklich ab.

    Ginge es nach mir, wäre dies der Beginn eines wundervollen Runs geworden. Leider markieren diese Nummern das Ende. Die Folgeserie unter Rebirth setzte diesen Ton nicht fort und war IMO in einigen Teilen einfach nur schlecht. Im Sandman Universe wird das hoffentlich wieder besser.

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    Setzt die Handlung fort aus Constantine: The Hellblazer #1 - Abwärts!

    Spoiler im PaFo.

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    Geändert von LaLe (19.03.2020 um 07:15 Uhr)

  15. #90
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    Doctor Fate Vol. 1: The Blood Price
    (enthält US-DC Sneak Peak: Doctor Fate 1 und US-Doctor Fate 1-7)




    Autor: Paul Levitz
    Zeichner: Sonny Liew



    Der angehende Medizinstudent Khalid "Kent" Nassour, Sohn eines ägyptischen Einwanderers in dessen Adern das Blut der Pharaonen fließen soll und einer Amerikanerin wurde von Bastet auserwählt den Helm des Schicksals zu tragen und gegen Anubis zu streiten. Der Schakalgott schickt sich gerade an die Welt in einer Sintflut untergehen und das Totenreich Maat auf der Asche der Zivilisation neu zu errichten. Was Khalid davon hält, lasse ich ihn mal mit seinen eigenen Worten sagen:

    "I´m an american, not some would-be-pharao. Find someone else to lead your arab spring, if that´s what this is about. Egypt´s my dad´s country - not mine. I´m going to be a doctor - not a revolutionary. You can keep your talking cats and dogs and the rest of your magic tricks! Leave me alone!"

    Klappt natürlich nicht und speziell Anubis interessiert Khalids Interessenlage so gar nicht. Über dessen Vater versucht er an den jungen Mann heranzukommen. Zu diesem Zweck nimmt er Mohammed Nassour durch einen gar nicht so zufälligen Unfall das Augenlicht. Im Gegenzug dafür, dass Khalid, der mit seiner Rolle als mystischer Superheld so gar nicht klar kommt, auf den Helm und die Kräfte, die ihn dieser beherrschen lässt, verzichtet verspricht Anubis seinen Vater wieder herzustellen. Khalid geht auf den Handel ein und wird betrogen.

    Anubis bezwingt ihn, bringt ihn ins ägyptische Totenreich und reißt ihm dort für den Anfang das Herz aus. Bevor sich der Totengott an den Überresten Khalids gütlich tun kann erscheint Thoth und überreicht seinen Stab an den jungen Mann. Mit dessen Kraft und dem in ihm schlummernden Erbe der Pharaonen kann Khalid nun Anubis in seinem eigenen Reich besiegen und die Flut beenden. Seinem vorbestimmten Ziel, die Welt zu heilen, ist er damit aber nur einen kleinen Schritt näher gekommen. Und so fordert ihn Bastet auf sein Schicksal anzunehmen - als Dr. Fate!



    Auf diese Serie war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ist Dr. Fate doch einer der wohl mächtigsten DC-Charaktere und zumindest hierzulande dennoch vergleichsweise unbekannt. Die Kommentare zu dieser Serie waren jenseits des Großen Teiches allerdings durchaus positiv und entsprechend bildete sich bei mir eine gewisse Erwartungshaltung heraus. Die wurde bereits mit dem Auftaktband erfüllt, der vieles enthielt, das mir richtig gut gefiel.

    Angefangen bei der Optik, die weit ab vom US-Mainstream einzuordnen ist. Ein wenig erinnert sie mich an des "Gekrakel" eines Jeff Lemire und kommt regelrecht europäisch rüber. Das passt im Folgeband übrigens richtig gut. Sonny Liew verleiht der Serie so einen ganz eigenen Look, der zu gefallen weiß. Eine witzige Idee sind auch die Doctor Fate Emojis von Dylan Todd, die immer wieder mal eingestreut werden, vorzugsweise am Ende eines US-Heftes -> https://images.app.goo.gl/AeW9aoRGXSDS9ZDr7.

    Die eigentliche Geschichte selbst zieht sich stellenweise zwar arg in die Länge, Langeweile kommt aber dennoch nicht auf weil die vordergründige Mischung aus altägyptischer Mythologie und Soapelementen mit der Verknüpfung gesellschaftspolitischer Themen einfach richtig gut zu unterhalten weiß. Sympathisch kommen neben dem Titelhelden auch dessen Eltern, die Freundin Shaya und die ebenfalls "interessierte" Nachbarin Akila rüber. Und an Wortwitz wird auch nicht gespart.

    Die Serie enthält viele Elemente, die primär eine jüngere Leserschaft ansprechen sollen, wie zum Beispiel die Smartphone-Kommunikation der Protagonisten. Paul Levitz setzt dieses Instrument aber so geschickt ein, dass es bar jeder Plattheit bleibt und selbst mir "altem" Sack und Smartphone-Verweigerer einen nicht geringen Lesespaß bereitet.

    Thematisiert wird auch das Thema Religion und speziell Khalid als Sohn eines Muslim und einer Methodistin, der sich mit altägyptischen Gottheiten rumschlagen soll, steht da in einem sehr speziellen Spannungsfeld. Und dem Veröffentlichungszeitpunkt geschuldet ist gar der Arabische Frühling ein Thema.

    Allen, die gerne auch einmal einen Blick über den Superhelden-Mainstream hinaus wagen, kann ich diese Serie nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen. Um dem Serienfazit ein wenig vorzugreifen, Dr. Fate ist die vermutlich stärkste Serie der New52, die es nicht nach Deutschland geschafft hat und stärker als vieles was wir hier präsentiert bekommen haben.

    Randnotizen

    Das erste Trade enthält als Bonus die Variant Cover und Charakter-Skizzen.

    Link Section

    Leseprobe

    Wird fortgesetzt in Doctor Fate Vol. 2: Prisoners of the Past

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    Geändert von LaLe (26.04.2020 um 17:45 Uhr)

  16. #91
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Zwischen die ganzen anderen Sachen, die ich so lese schiebe ich auch immer mal wieder einen Band meines DC-Dark-Reads ein. Das waren in den letzten Tagen & Wochen diese:



    - Animal Man 3: Tote Welt: Das rote Reich
    - Swamp Thing 3: Tote Welt: Das grüne Reich
    - Justice League Dark 3: Der Tod der Magie
    - Dial H – Bei Anruf Held 2: Scheibenkleister!
    - Demon Knights 3: Das Blut des Grals


    Es ist einfach der Wahnsinn, wie Jeff Lemire nahezu das ganze DC-Universum in seine von Blut und Gedärmen triefende Monster-Shock-Story integriert ohne, dass das irgendwie aufgesetzt oder weit hergeholt wirkt! Das Ganze ist schlüssig, hochspannend, bietet Charaktere mit denen man mitfiebert und bietet einfach grandiosen Horror für alle Fans von Invasions- oder Infektionsstories im Stil der Dämonischen, Körperfresser, dem Ding, Body Snatchers etc…. Dennoch schafft es der Autor hier und da eine Prise Humor einzustreuen und vor allem wird die Große Zusammenkunft mit Swamp Thing perfekt hergeleitet.

    Und da sind wir auch schon beim dritten Swampie-Band, in dem neben Hauptautor Scott Snyder diesmal auch Jeff Lemire fleißig mitrühren durfte. Viele Köche haben in diesem Fall aber ganz und gar nicht den Brei verdorben, nein, hier geht es eher nach dem Motto „viel hilft viel“ und das im allerbesten Sinne. Das große Finale läuft ja dann parallel mit Animal zusammen (wie das passende Doppelcover schon zeigt) und ist dementsprechend richtig fett. Was mich auf dem Weg dahin aber mindestens ebenso begeistern konnte ist die Ergänzung von Alec Hollands Vorgeschichte in Swamp Thing Annual 1 von 2012, aber auch, dass Charaktere einen recht großen Fokus bekommen, die ansonsten häufig nur „Randerscheinungen“ sind. So finde ich zum Beispiel den Einsatz von Poison Ivy grandios, vor allem, weil es halt auch so logisch erscheint und wie die Faust aufs Auge passt. Insgesamt ist das Double aus Animal Man 3 und Swampy 3 einfach ein absolutes Brett!

    Mit dem dritten Band der JLD ging es dann wieder an eine Reihe, die mich bislang noch nicht vollends zu fesseln wusste. Ich mach’s kurz: Das hat sich jetzt geändert. Endlich wurden die nervigen Kack-Charaktere aus dem Team gestrichen und mit Frank the Tank (also Superagent Frankenstein) stößt ein absolut cooler Sympathieträger dazu. Obendrein wissen beide Storyarcs in dem Band zu überzeugen. Ob beim „Tod der Magie“, in dem so Einiges auf humorvolle, aber auch spannende Weise auf den Kopf gestellt wird, als auch bei der Jagd nach dem geklauten Haus der Mysterien in „Horror City“, was mir noch besser gefallen hat. Ja, der Hellblazer ist noch immer deutlich anders als in seiner alten Serie, aber daran hab ich mich mittlerweile gewöhnt, damit muss man halt einfach klarkommen. Davon ab ist alles tutti und auch wenn Swampy und der Animal Man vorne bleiben, so ist die JLD mittlerweile recht dicht dran.

    Band 1 von Dial H war ganz schön abgedreht und überbordend vor innovativen und schrägen Ideen? Na dann wartet mal Band 2 ab. Was Autor China Miéville in diesem Fetten Finale mit ganzen 10 US-Heften abbrennt ist ein Feuerwerk an Ideenreichtum. Da wird neben all den freakigen Superheldenideen eine ganz neue Welt erschaffen, in die unser Normalo Nelson Jent in Begleitung seiner bereits etwas gereifteren Reisebegleiterin Roxie Wald nach und nach ganz tief hineingezogen wird. Das ist auch einer der größten Pluspunkte der Serie, dass der Normale prinzipiell echt „normal“ bleibt und dadurch natürlich eine gute Identifikationsmöglichkeit bietet, das erdet den ganzen abgehobenen Plot ein Stück weit. Ich will da echt nicht viel mehr verraten, denn jede Seite sprüht vor Überraschungen, die ich niemandem verderben will. Einerseits schade, dass es das damit schon war, andererseits soll man ja aufhören, bevor sich was totgelaufen hat, also ist das hier vielleicht auch ein perfekter Abschluss.

    Apropos Abschluss, abschließend kommen wir zum Finale meines bisherigen Sorgenkindes aus dem DC-Dark-Verse, den Demon Knights. Die ersten beiden Bände konnten mich leider nicht überzeugen bzw. hatten einfach zu viele Elemente, die mich persönlich einfach gestört haben. Deshalb hatte es mich auch nicht gewundert zu lesen, dass nach Band drei Schluss sein sollte, ist vielleicht allgemein nicht soo gut angekommen. Dennoch wurde der Serie kurz vor Feierabend mit Robert Venditti nochmal ein neuer Autor spendiert und was soll ich sagen? Der Mann kann es! Ich bin echt positiv überrascht und im Nachhinein doch fast ein wenig traurig, dass es gerade jetzt, wo ich mit der Truppe warm geworden bin, schon wieder vorbei ist. Wie Venditti die Charakterentwicklung vorantreibt trifft genau meinen Geschmack, die Story um die Gralssuche ist spannend erzählt, dass Avalon ein bisschen wie Wonder Womans Amazoneninsel anmutet ist echt spaßig und der Orient-Flair, den die „Stadt der Wunder“ versprüht trifft einen Nerv bei mir. Dass der komplette Band mit seinen acht Heften 30 Jahre nach den beiden ersten Ausgaben spielt ist ein intelligenter Kniff und bringt viel Freiraum im Erzählerischen, was Robert Venditti ideal genutzt hat. Sehr schön!

    Ein Fünferpack, der von vorne bis hinten begeistern konnte und irgendwo zwischen sehr sehr gut und nahezu genial eingestuft werden kann, auch wenn das Artwork zumeist halt typisch „von der Stange“ daherkommt, so wird hier erzählerisch Unterhaltung vom Feinsten geboten.

    VG, God_W.

  17. #92
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    Dann also demnächst der Phantom Stranger und das finale Animal Man-Doppelpack? Deine Begeisterung wird nicht nachlassen

    Magst du etwas mehr zu Dial H 2 sagen?
    Zum offenen Fenster z. B., der sehr speziellen Batman-Origin oder dem ersten Heft (vorm Fernseher) dessen Referenz du - wenn ich nicht irre - nicht kennst?
    Geändert von LaLe (27.03.2020 um 22:22 Uhr)

  18. #93
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    Genau, der Stranger sowie Animal Man und Swampie sind dann wieder die nächsten Kandidaten.

    Mehr zu Dial H 2? Eigentlich nicht .
    Aber im Ernst, zu Reminiszenzen die ich mangels Kenntnis des Originals nicht zuordnen kann ist es natürlich schwierig etwas zu sagen. Alles Andere möchte ich eigentlich nicht wirklich vertiefen, weil ich persönlich komplett ohne Vorkenntnis rangegangen bin und gerade das einen Heidenspaß gemacht hat.

    Klar ist das offene Fenster ein genial abgedrehter Einfall und grandios inszeniert, aber noch geiler fand ich z.B. die 2D-Welt, oder die Rückkehr des Schlots (in leicht abgeänderter Form). Der Flash Gastauftritt ist auch ganz schön stark, von der gigantisch gut aufgebauten Sidekick-Story gar nicht zu reden... ach, da gibt es so viel!


    Den Doppelpack mit den zwei Bänden werde ich auch sich nochmal zur Hand nehmen, einfach, weil es da auch so viel zu entdecken gibt! Kann mir gut vorstellen, dass ich da in einem Jahr auch noch mehr spaßige Details finde wenn ich das zum einen halt ein zweites mal lese, aber zwischenzeitlich halt auch noch ein gutes Stück mehr Material aus dem DC-Universum gesichtet habe. Das gute Stück soll aber echt jeder selbst entdecken, denn es lohnt sich auf jeden Fall!
    Geändert von God_W. (27.03.2020 um 23:19 Uhr)

  19. #94
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    Die Frage zur Reminiszenz ging auch eher in die Richtung, wie jemand, der die Vorlage nicht kennt, das Heft fand. Die Geschichte funktioniert ja durchaus auch ohne Transmet.

    Und mach so weiter. Nicht mehr lange und Marvel Boy wechselt auf die dunkle Seite des DCU.

  20. #95
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    Ah, OK. Nee, war echt nicht nötig, das Heft war saulustig, auch ohne Kenntnis des Transmet. Aber gut zu wissen, werde ich nach der Lektüre von Spider Jerusalems Abenteuern sicher nochmal zur Hand nehmen! Soll dieses Jahr noch gelesen werden so Gott will...

    Ja das wär ja der Wahnsinn wenn ich den guten @Marvel Boy auf die dunkle Seite der Macht ziehen könnte.

  21. #96
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    Die Nummer mit den Pferdeäpfeln war einfach genial und die Dialoge nicht minder.

  22. #97
    Mitglied Avatar von Marvel Boy
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    Ha, ha, ihr habt ja lustige Funktionen hier, da bekomme ich ja sogar extra eine Mail das ich hier erwähnt wurde.

    Ich hab die Hefte jetzt schonmal im Hinterkopf, werde aber momentan nichts kaufen und auch bei Marvel nach Abholung meiner Vorbestellungen runterfahren und mich auf meinen Lesestapel stürzen. Erst mal abwarten wie sich die Lage bis Ende des Jahres entwickelt.

    DC ist aber nun wirklich nichts neues in meiner Sammlung, nur gegen die Marvel Massen gerechnet ist das wenig. Ansonsten habe ich unter Umständen hier mehr DC stehen als so mancher DC Sammler, nur eben wenig neues.

  23. #98
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Damit es nicht OT bleibt.
    Zitat Zitat von FalcoBaa Beitrag anzeigen
    Sorry für den kurzen Offtopic: Du hast ja die Dark Sachen durch.. kann ich die drei (oder vier?) Snyder Swampies lesen (hab bisher nur den ersten hier) ohne das ganze Drumherum?
    In der Tat ist der Lesegenuss bei Rotworld größer wenn man es komplett liest. Man versteht die Swampies aber auch ohne Animal Man.

    Und in Swamp Thing 4, dem Start des Soule-Runs, taucht ein gewisser John Constantine auf. Der interessiert sich für einen Whisky-Baum.
    Geändert von LaLe (03.04.2020 um 23:46 Uhr)

  24. #99
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    ...

    Und in Swamp Thing 4, dem Start des Soule-Runs, taucht ein gewisser John Constantine auf. Der interessiert sich für einen Whisky-Baum.
    Waaaaahhhh!!! Voll gespoilert!

  25. #100
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    Ah, Dreck! An den guten @God_W. hatte ich jetzt gar nicht gedacht.

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