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  1. #1
    Junior Mitglied
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    Vorstellung... Hallo! Ich bin Joeli!

    Hallo! :-)
    Seit meiner Kindheit zeichne ich Comics.... bin aber im bisherigen Leben nicht viel dazu gekommen.
    Jetzt bin ich schon eine ältere Tante, die 6 Jahrzehnte auf dem Buckel hat, und nun habe ich etwas Zeit und auch Anlass, mich dieser Sache zu widmen.

    Der Grund ist die sehr langjährige Pflege meiner ( zum Teil) demenzkranken Eltern. Wobei mein Vater früher starb, und vor allem meine Mutter betroffen war. Na, das sind schon teilweise herbe Geschichten....
    Ich würde diese 10 Jahre gerne in eine Buchform gießen, habe aber keine Lust, noch einen "ernstgemeinten" Ratgeber für pflegende Angehörige zu schreiben.
    Wobei: natürlich ist es ernst gemeint! Aber gerade bei demenziell erkrankten Menschen sollte man auch nie den Humor verlieren.
    Sie stellen uns vor zig unmögliche Situationen, die wir früher im Leben nicht für möglich gehalten hätten. Und sie tun dies mit großem Charme und großer innerer Überzeugung! - Das ist die eine Seite.
    Auf der anderen Seite sind alte Menschen dem Regelbetrieb des deutschen Krankenhaus- und Versorgungswesens ausgeliefert.
    Sogar der Polizei. Und sie können sich nicht mehr wehren, es fehlen ihnen die 'richtigen' Worte, obwohl ihre Gefühle- in ihrer Art zu denken- absolut richtig sind.

    Diese Geschichte ist ein heikles Thema.
    Sie zeigt einmal, wie eine alte Mama, mich, ihre Tochter emotional ausnutzt, und zwar nach allen Regeln der Kunst - und gleichzeitig Mutters zunehmendes Scheitern an den Bedingen des Krankenhauses, des Altersheimes.
    Auch nur leicht demenzkranke Alte werden irgendwann nicht mehr sehr geschätzt, und nur für unbedeutend erachtet, obwohl sie in vielen Punkten noch ganz klar sind!

    Polizistin zu mir: "Nähen Sie doch mal ihrer Mutter hinten einen Zettel in den Mantel, damit man weiß, wie sie heißt!"
    Ich: "Warum fragen Sie sie nicht selbst? Ihren Namen kann Sie ihnen nennen!"
    Polizistin:"Sie wollte hier gerade einen Bus anhalten! Der sollte sie zum Frisör bringen!"
    Ich: "Ja und? Meine Mutter hat ihren Freifahrtschein dabei, ihren Personalausweis und ihren Haustürschlüssel! - Warum können Sie sie nicht einfach leben lassen?- Warum gibt es hier ein Polizeiaufgebot, nur weil eine alte Frau zum Frisör will?"

    Naja, ich möchte diese Geschichten jedenfalls festhalten.
    Ich habe angefangen, und im arbeiten mit Photoshop bin ich noch nicht sehr gut. Vielleicht finde ich hier Hilfe.
    Es beginnt damit, wie meine Mutter mich mit emotionalem Druck überzeugen will, dass ich nun zu ihr ziehen muss, um mich um sie zu kümmern.
    Ich habe erstmal nur drei oder vier Bilder halbwegs fertig, die versuche ich mal einzustellen.

    Ich habe keine Ahnung, wie ich hier Bilder reinkriegen soll... ich finde nichts zum hochladen. Ich versuche es mal anders...
















    Und jetzt stehen die Dinger auch noch in der falschen Reihenfolge. Mal gucken, ob ich das ändern kann...
    Gibt es hier eine Möglichkeit, abgeschickte Beiträge zu bearbeiten?
    Habe ich gerade halbwegs hingekriegt...
    Wie dem auch sei, so lernt Ihr mich kennen.

    Lieben Gruß,
    Joeli

    Ps.: Ich wollte eigentlich in dem Thread mit den Vorstellungen landen, habe aber wohl daneben gegriffen.
    Mist! Dann an den geduldigen Admin oder die Mods: BITTE ... verschieben.
    Geändert von Joeli (01.06.2019 um 22:02 Uhr)

  2. #2
    Mitglied Avatar von Dekaranger
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    Einfach auf dem "Bearbeiten" Button gehen am Ende des Beitrages. Willkommen.
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  3. #3
    Administrator und mehr Avatar von scribble
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    Hallo Joeli,

    auch von mir herzlich willkommen im Comicforum Ich kann Deinen Beitrag gerne an den Vorstellungsthread anhängen, wenn Du möchtest. Ich überlege aber, ob er nicht noch besser in einen anderen Bereich des Forums passen würde. Wir haben nämlich auch ein Präsentations- und Kritikforum im Künstlerbereich. Dort können Künstler ihre Arbeiten präsentieren, Feedback bekommen und sich austauschen. Was meinst Du?

    Bis dann,

    scribble
    If you have enough book space, I don't want to talk to you - Terry Pratchett

    Populistische Vereinfachungen und autokratische Durchgriffsideologien verheißen, den Zumutungen der modernen Welt schadlos entkommen zu können.
    Deswegen machen sie den sachlichen Diskurs ebenso verächtlich wie die methodische Wahrheitssuche und die Begründungsbedürftigkeit von Geltungsansprüchen.

    - Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

  4. #4
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Herzlich willkommen im Forum, Joeli. Schöne Bilder eines traurigen Themas, das mir leider leider nicht unbekannt ist.
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  5. #5
    Junior Mitglied
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    Hallo ihr Drei!

    Danke für Eure Antworten und das Willkommen!
    Dann wirst Du alle Zusammenhänge auch kennen, Elena, gell?

    Ja, Scribble, wenn Du meinst, mein begonnener Thread steht da sinnvoller, dann mach das doch!
    Ich brauche ja dringend Kritik und Korrektur!
    Noch bin ich nämlich total unsicher... und hier im Forum völlig neu. Ich muss mich erstmal in die so vielen verschiedenen Themen und Seiten reinfuchsen...

    Mach, wie Du meinst, dass es richtig und gut ist!
    Dankeschön!

    Joeli
    Geändert von Joeli (02.06.2019 um 15:29 Uhr)

  6. #6
    Administrator und mehr Avatar von scribble
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    Und da sind wir schon

    Verschoben ins Präsentations- und Kritikforum

    Bis dann,

    scribble
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    Populistische Vereinfachungen und autokratische Durchgriffsideologien verheißen, den Zumutungen der modernen Welt schadlos entkommen zu können.
    Deswegen machen sie den sachlichen Diskurs ebenso verächtlich wie die methodische Wahrheitssuche und die Begründungsbedürftigkeit von Geltungsansprüchen.

    - Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft

  7. #7
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Ja, Joeli, leider kenne ich diese Zusammenhänge - bis zum Tod.
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  8. #8
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    Willkommen im Forum, Joeli!

    Schwieriges aber interessantes Thema. Meine Mom würde sicher einige Dinge wiederekennen, obwohl meine Oma nicht dement sondern nur dominant ist.
    Das Charakterdesign der Mutter ist sehr gut, man merkt auch gut den Unterschied zwischen zufriedener und ärgerlicher Dame (besonders der Gesichtsausdruck bei "Jetzt lenk nicht ab, die Eine ist..." gefällt mir sehr - so schaut meine Oma auch oft).

    Hast du konkrete Fragen zu Photoshop?

    Ich glaube, es würde sich lohnen wenn du mit den Sprechblasen und dem Text noch etwas arbeitest. Im Moment passt der Text noch nicht so gut in die Blasen, das macht die Sprechblasen etwas unruhig und lenkt von den Zeichnungen ab. Ich würde darauf achten, immer einen guten Abstand zum Rand der Blase zu lassen. Bei rundlichen Blasen finde ich mittig gesetzten Text immer ganz schön, der passt sich den Konturen der Blase gut an.

    In PS gibts das Zeichen/Absatz Menü (der Icon ist ein A mit einem Strich dahinter oder im Menü Fenster: Zeichen), damit kannst du sowohl die Laufweite wie auch den Zeilenabstrand des Textes ziemlich gut einstellen.

    Spiel mal etwas mit den Werkzeugen herum, probiere Schriftarten aus, so lernst du das Programm am besten kennen. Man kann ja beim digitalen nix kaputt machen.
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  9. #9
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    Danke Scribble.

    Ja, Elena, irgend wann kommt er, der Kerl mit der Sense. Das kann sich gut anlassen ( für alle Beteiligten) , wie bei meinem Vater, oder schwierig sein, wie bei meiner Mutter. Obwohl es jetzt respeklos klingt: Meine Mutter hing derartig am Leben, dass sie garantiert noch unterwegs ist. Andere Leute sterben- sie, die schöne Käthe doch nicht! Deshalb wird diese Geschichte auch nicht mit ihrem Tod aufhören. Aber bis dahin sind es noch 10 Jahre--- und alles weitere muss nicht einmal unheimlich sein. *zwinker*

    Meine Mutter war zunächst auch sehr dominant, Riana, mit fortschreitender Demenz wurde sie aber immer lieber, so dass wir uns die letzten zwei Jahre vor ihrem Tod wirklich gut verstanden. Ich hätte es nie gedacht, und ich bin von Herzen froh, dass es so gekommen ist.

    Nun aber zum technischen: Beim ersten Durchschauen habe ich hier irgendwo gelesen, dass Leute die Sprechblasen irgendwie mit Indesign machen? Mit Sicherheit werden sie dann sauberer? Und: ist es wirklich nötig?
    Ich weiß noch nicht, wie ich an das Programm drankomme, aber es gibt ja inzwischen kostenlose Uploades. Mal gucken, ob ich das hinkriege.
    Und dann kann ich ja vergleichen, wie mir die Blasen hier und dort gefallen?
    Ich habe oben auf einem alten Mac die ganze CS 2 Suite, sogar irgendwann mal gekauft, mit Lizenznummern. Ich kriege die Sachen aber nicht auf den neuen Mac, der nimmt sie nicht mehr an. - Ärgerlich!
    Jetzt könnte ich ja noch mit dem alten Schätzchen arbeiten - aber dieser Mac geht dauernd aus.
    Naja, ich werde das mal versuchen mit Indesign, irgendwie werde ich das schon hinkriegen.
    Und dann schiebe ich mal ein bissel die Buchstaben hin und her, mache auch die Blasen zum Teil kleiner, ja? Ich kenne das Textbearbeitungsfeld, was Du meinst, Riana.

    Stört Euch nicht, dass die Sachen zum Teil unsauber gezeichnet sind? Auch die Blasen?
    Oder fällt das unter 'künstlerische Freiheit?"

    Lieben Gruß
    Joeli
    Geändert von Joeli (03.06.2019 um 17:32 Uhr)

  10. #10
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Also mich interessiert die Geschichte, das Design ist jetzt nicht so wichtig für mich. Aber da kann ich eben auch nur für mich sprechen.
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  11. #11
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    InDesign ist natürlich super um (lange) Texte zu setzen und man kann mit dem Text viele raffinierte Dinge machen - aber im Comicbereich schießt man da imho mit einer Kanone auf den Spatz, gerade wenn man sich noch nicht so gut mit dem Programm auskennt.

    Ich mache zum Beispiel meine Sprechblasen und die Texte in Illustrator, weil mir die Arbeitsabläufe vertrauter sind als in Indesign und man komfortabler mit den Vektoren arbeiten kann als in PS.

    Aber mit den Bordmitteln von PS (Textwerkzeuge und Pfade) kommst du schon sehr weit, da musst du dir jetzt keine neue Software zulegen oder dich in ein neues Programm einarbeiten. Es gibt z. B. schon fertige Sprechblasen, die du dann mit dem Pfadwerkzeug anpassen kannst.
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  12. #12
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    Danke Elena,

    na, die Geschichte ist zum Teil einerseits lustig, andererseits schon herbe. Meine Mami war ein narzisstischer Vogel, ähnlich Donald Trump.
    Was hat sie uns alle gear**ht, und an den Rand der Verzweiflung getrieben - anfangs. Alle: das waren der Pflegedienst, mindestens zwei Ärzte, die ambulante Pflegerin ( die es mit Humor nahm) , meine Söhne und ich. Später, bei kleinen Aufenthalten im Heim ( länger als zur Kurzzeitpflege wollte sie nicht bleiben, dann verweigerte sie, von früh bis spät in Tränen aufgelöst, das Essen- und zwar komplett!), geriet sie in die Fänge der Heimmaschinerie und konnte sich nicht mehr wehren. Ihr wurde gewaltsam ihre Zahnprothese zum Säubern herausgenommen, die sie nie entfernt hatte, weil die für sie 'festsaß'. Bei dem abendlichen Kampf um ihre Zähne gingen die natürlich zu Bruch... Nun stellt Euch Donald Trump mit nur noch zwei spitzen Mäusezähnchen im Oberkiefer vor, auf die die schicken vorderen Beisserchen vormals aufgeschoben waren. Für die eitle Mutter eine Katastrophe! Hatte sie doch gerade erst wieder eine Heiratsanzeige aufgegeben!

    Ihr Leben lang hatte sie Abführmittel genommen, die wurden ihr im Heim verweigert, obwohl ich sie als Bedarfsmedikament zu Mutters freien Verfügung vom Arzt hatte einstellen lassen. Im Heim wusste man nichts mehr davon. Erst wenn sie drei Tage nicht defäziert habe, sollte sie ein anderes, ausgesuchtes Abführmittel bekommen. Es war dann so falsch bemessen, dass sie Nachts das gesamte Bett vollmachte. Für die überaus Sauberkeit liebende Mutter extrem peinlich.

    Der erste Pflegedienst entpuppte sich zudem als "Reißer". Sie rechneten falsch ab. Meine alte Mutter kam ihnen auf die Spur. Mich setzte sie darauf an, und es überraschte mich wirklich, was ich entdeckte. Das waren keine großen Mogeleien. Nur, dass der Februar bei Ihnen 30 Tage hatte, wie andere Monate plötzlich 31 Tage hatten, und sie auch an Wochenenden- wenn ich da war!- laut Abrechnung ihren Dienst verrichteten. So wurde Mutter zum Teil an Feiertagen gebadet, wenn sie bei mir übernachtete! Na, solche Ungereimtheiten summieren sich schon auf die Dauer, wenn man nicht genau hinguckt.
    Aber Mutter guckte hin. Sie unterschrieb die Bögen am Ende des Monats nicht mehr einfach so, sondern verlangte Kontrolle - von mir.

    Zudem hatte der Dienst - und auch ein Arzt - sie hängengelassen und nicht ernst genommen. Sie war die Treppe nach oben hinuntergestürzt.
    Nach oben: weil da ihre schönsten Kleider hingen - und Mutter sich schick machen wollte. Diagnostiziert wurden Prellungen- alles kein Problem!
    Nur ich, die Tochter, glaubte ihren telefonischen, schmerzreichen Klagen, und wenn ich nicht hingefahren wäre und sie ins Krankenhaus zum Röntgen gebracht hätte, wäre der ( nicht verschobene) Wirbelbruch (L5), der Bruch des Schambeins und der des Darmbeins nicht erkannt worden.
    Gut, viel konnte man da auch nicht machen. Aber zumindest bekam sie einen Sitzring, ab jetzt einen Rollator und starke schmerzstillende Mittel. Viel Ruhe wurde verordnet, und kein morgendliches Turnen mit dem Pflegedienst vor der Badewanne.

    Dann kam die Sache mit den Psychopharmaka. Nein, die kam eigentlich schon vorher. Die kam, als sie versuchte, ihren Hausarzt mit Reizwäsche zu verführen. Nachdem der ihre Annährungsversuche ablehnte, klammerte sie sich weinend an seinen Hals und drohte mit Selbstmord wegen enttäuschter Liebe. Daraufhin rief der mich an, sagte, er könne nicht mehr weiter, und die Frau solle dringend in die Geriatrie, um mit diversen Mitteln neu eingestellt zu werden.
    Die Geriatrie, in dem kleinen Krankenhaus, was ich wählte, war ungefähr das Beste was uns passieren konnte. Die Ärztinnen ( und der soziale Dienst) dort waren sowas von vernünftig und kannten sich derartig gut aus!
    Mutter war mit 13 Mitteln reingekommen, die sie, vom alten Hausarzt verordnet, jeden Tag nehmen musste, raus kam sie mit sie mit 4!
    Psychopharmaka erhielt sie dort nicht.
    Sie rieten aber an, sie zu einer bestimmten Psychiaterin zu bringen, die ihr entsprechendes verschreiben sollte.
    Na, das war ja ein Fund für meine Mutter! Die Dame machte alle möglichen Tests auf Demenz mit ihr... Dazu gehörten auch Fragen wie: "Wieviel Uhr ist es jetzt? Welchen Monat haben wir? Wer ist unser Bundeskanzler?"
    Meine Mutter: "Ja, wenn Sie die Uhrzeit nicht wissen, dann gucken Sie doch auf die Uhr! Sie haben ja eine um. Monat? Es dürfte Frühling sein, die Bäume blühen. Bundeskanzler haben wir nicht. Wir haben eine Frau Bundeskanzlerin! Merkel heißt die! Lesen Sie denn keine Zeitung? Gucken Sie nicht fern? Das sollten sie aber tun! Fernsehen bildet!"

    Das Psychopharmaka, was diese Frau ihr verschrieb, vertrug Mutter nicht. Sie konnte sehr genau alle Nebenwirkungen aufzählen, und weigerte sich dann, es weiter zu nehmen. Hilfe brachte der erste Pflegedienst, der, der später betrog. Die schleppten eine Neurologin an, die Hausbesuche vornahm. Die war wieder wahnsinnig toll! Von ihr gab es dann EIN Mittel, was Mutter bis zum Lebensende nahm, und was ihr wirklich gut half, ihre vorhandenen Ängste halbwegs in den Griff zu bekommen.
    Es erleichterte und machte ein bisschen glücklich - und zwar ohne Körper und Geist einzuschränken.

    Also... ich habe eine ganze Menge zu erzählen.
    Und: Meine Erfahrung hat gezeigt, es gibt immer beides! Es gibt immer wieder Leute, die wirklich gut helfen--- und andererseits solche, die es nicht tun. Man sollte da vielleicht mal den Blick schärfen.
    Psychopharmaka gehören inzwischen zur Altenpflege wie das Gelbe zum Ei.
    Ich persönlich finde diese Entwicklung bedenklich. Auch da sollte man mal den Blick schärfen.


    So, und nun zum technischen:

    Hallo Riana,

    vielen Dank für Deine Hinweise!

    Das Doofe ist, ich kann keine Pfade in Photoshop! Ich weiß einfach nicht wie es geht. Das ist echt ein großes Manko!
    Und wo finde ich die fertigen Sprechblasen???? Habe ich die, finde ich vermutlich auch das Pfadwerkzeug? Und kann mich reinarbeiten?

    Illustrator könnte ich ja auch versuchen neu runterzuladen...

    Einen lieben Gruß Euch!

    Joeli
    Geändert von Joeli (04.06.2019 um 20:02 Uhr)

  13. #13
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Oh Mann, Joeli! Über die positiven Dinge, die Du geschrieben hast, hab ich mich gefreut, das andere dagegen entsetzt mich und macht mich ehrlich gesagt auch wütend.

    Die zerbrochenen Zähne wurden doch hoffentlich ersetzt. Das ist Sachbeschädigung.

    Und das mit dem Abführmittel, ich glaub, ich wäre explodiert. Was bilden die sich eigentlich ein, wer sie sind?

    Und die Sache mit dem Treppensturz, das ist ja schon unterlassene Hilfeleistung. Unglaublich!
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  14. #14
    Junior Mitglied
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    Tja, Du, Elena,

    die Zähne wurden natürlich nicht vom Heim ersetzt, sowas zahlt dann die Krankenkasse. Aber nachdem die alten Zähne einmal raus waren, bekam Mutter die neue Prothese nicht mehr fest. Von nun an musste sie damit leben, immer wieder mit spitzen, angeschliffenen Mausezähnchen herumzulaufen, die ihr ein bisschen das Aussehen eines Vampirs gaben.

    Die Sache mit den Abführmitteln ist in einem Heim normal. Das Pflegepersonal ist gehalten, erst dann Laxative zu geben, wenn drei Tage kein Stuhlgang erfolgte. Das wusste ich. Genau deshalb hatte ich ja Mutters diesbezügliche Pillen als Bedarfsmedi einstellen lassen. Schlimm war die Szene, die ich dazu erlebte: Ich kam ins Heim und fand Mutter im Flur auf dem Boden knieend vor einem Riesenkerl, mit riesigen Zähnen, der auf der Brust ein Schildchen trug: "Kleingünther - Pflegedienstleiter". Dramatisch wie sie war, hatte sie die Hände zum Himmel erhoben und flehte unter Tränen: "Geben Sie mir meine Kackpillen!"
    "Das heißt nicht Kackpillen, Frau K.!", donnerte er und zeigte dabei sein riesiges, weißes Gebiss, "das heißt Abführmittel! Und die bekommen Sie erst, wenn Sie drei Tage keine Verdauung hatten!"
    Na, ich bin hochgegangen! "Ich habe Mutters Abführmittel vom Arzt als Bedarfsmedikament einstellen lassen! Warum bekommt sie es nicht?"
    Herr Kleingünther: "Bei mir steht das nicht! Bitte, hier ist der Computer - und da steht nichts drin! Den Arzt können wir jetzt auch nicht mehr erreichen, es ist Mittwochnachmittag, da hat die Praxis zu!"
    "Gut", sagte ich, "dann fahre ich jetzt zur nächsten Apotheke und kaufe für Mutter die Pillen!"
    "Das werden Sie nicht tun!" fauchte Kleingünther, der auch mich um zwei Köpfe überragte, und sich bedrohlich niederbeugte: "Sie werden die ärztliche Anweisung, die wir hier haben, nicht übergehen! Wenn Sie es doch tun, machen Sie sich strafbar! Und dann muss Ihre Mutter leider morgen unser Haus verlassen!"
    Mensch, wäre ich doch einfach losgefahren und hätte die Pillen heimlich besorgt! - Aber ich knickte ein. Noch hatte ich ein gewisses Vertrauen in die Institution Heim. Ich tröstete Mutter und sagte ihr, dass sie spätestens am nächsten Tag von Herrn Kleingünther ein Abführmittel erhalten würde. Den Rest kennst Du.

    Wie war das denn bei Dir, Elena? Bist Du ohne solche Schwierigkeiten aus allem rausgekommen?
    Ich meine, es gibt auch gute Heime. Später habe ich drei Jahre in einem gearbeitet, so dass ich die Sache auch aus der Sicht des Personals kenne. Auch dort war nicht alles rosig, auch da gab es verdammte Unterschätzungen des alten Klientels, aber es war besser als dieses.

    Ich denke, ich muss mich mal beeilen mit meinem Comic. Sonst geht die Zeit über mich hinweg, und ich habe den Zeitpunkt überschritten, als all diese Geschichten noch wahr waren.

    Und dazu muss ich jetzt mal gucken, wo ich die fertigen Sprechblasen in Photoshop finde.
    Heute nicht mehr. Es ist so verdammt heiß!
    Meine Geschichten stehen. Es gibt tausend Blätter mit Zeichnungen und scribblen. Ich muss und will sie jetzt aber in eine Form umsetzen!

    LG
    Joeli
    Geändert von Joeli (05.06.2019 um 16:34 Uhr)

  15. #15
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    Hallo Joeli,

    Wie genau die Oberfläche in der CS2 aussieht weiss ich leider nicht mehr, aber die Werkzeuge dafür sollte es damals schon gegeben haben.

    Die fertige Sprechblase ist bei den Freien Formen (diese Wolke unter den Icons wo man auch Ellipsen und Rechtecke zeichnen kann).

    Pfadwerkzeuge um Sprechblasen zu zeichnen verbergen sich hinter dem Icon der aussieht wie ein Füller und die Knoten manipulierst du mit dem weissen und schwarzen Pfeil.

    Hier ist ein Tutorial wie man die Blasen in PS selber machen kann:
    https://reisezoom.com/sprechblasen-m...erstellen/amp/

  16. #16
    Junior Mitglied
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    Danke Riana!
    Direkt heute Abend probiere ich es aus!
    *hüpf!*

  17. #17
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Zitat Zitat von Joeli Beitrag anzeigen
    Tja, Du, Elena,

    die Zähne wurden natürlich nicht vom Heim ersetzt, sowas zahlt dann die Krankenkasse. Aber nachdem die alten Zähne einmal raus waren, bekam Mutter die neue Prothese nicht mehr fest. Von nun an musste sie damit leben, immer wieder mit spitzen, angeschliffenen Mausezähnchen herumzulaufen, die ihr ein bisschen das Aussehen eines Vampirs gaben.

    Die Sache mit den Abführmitteln ist in einem Heim normal. Das Pflegepersonal ist gehalten, erst dann Laxative zu geben, wenn drei Tage kein Stuhlgang erfolgte. Das wusste ich. Genau deshalb hatte ich ja Mutters diesbezügliche Pillen als Bedarfsmedi einstellen lassen. Schlimm war die Szene, die ich dazu erlebte: Ich kam ins Heim und fand Mutter im Flur auf dem Boden knieend vor einem Riesenkerl, mit riesigen Zähnen, der auf der Brust ein Schildchen trug: "Kleingünther - Pflegedienstleiter". Dramatisch wie sie war, hatte sie die Hände zum Himmel erhoben und flehte unter Tränen: "Geben Sie mir meine Kackpillen!"
    "Das heißt nicht Kackpillen, Frau K.!", donnerte er und zeigte dabei sein riesiges, weißes Gebiss, "das heißt Abführmittel! Und die bekommen Sie erst, wenn Sie drei Tage keine Verdauung hatten!"
    Na, ich bin hochgegangen! "Ich habe Mutters Abführmittel vom Arzt als Bedarfsmedikament einstellen lassen! Warum bekommt sie es nicht?"
    Herr Kleingünther: "Bei mir steht das nicht! Bitte, hier ist der Computer - und da steht nichts drin! Den Arzt können wir jetzt auch nicht mehr erreichen, es ist Mittwochnachmittag, da hat die Praxis zu!"
    "Gut", sagte ich, "dann fahre ich jetzt zur nächsten Apotheke und kaufe für Mutter die Pillen!"
    "Das werden Sie nicht tun!" fauchte Kleingünther, der auch mich um zwei Köpfe überragte, und sich bedrohlich niederbeugte: "Sie werden die ärztliche Anweisung, die wir hier haben, nicht übergehen! Wenn Sie es doch tun, machen Sie sich strafbar! Und dann muss Ihre Mutter leider morgen unser Haus verlassen!"
    Mensch, wäre ich doch einfach losgefahren und hätte die Pillen heimlich besorgt! - Aber ich knickte ein. Noch hatte ich ein gewisses Vertrauen in die Institution Heim. Ich tröstete Mutter und sagte ihr, dass sie spätestens am nächsten Tag von Herrn Kleingünther ein Abführmittel erhalten würde. Den Rest kennst Du.

    Wie war das denn bei Dir, Elena? Bist Du ohne solche Schwierigkeiten aus allem rausgekommen?
    Ich meine, es gibt auch gute Heime. Später habe ich drei Jahre in einem gearbeitet, so dass ich die Sache auch aus der Sicht des Personals kenne. Auch dort war nicht alles rosig, auch da gab es verdammte Unterschätzungen des alten Klientels, aber es war besser als dieses.

    Ich denke, ich muss mich mal beeilen mit meinem Comic. Sonst geht die Zeit über mich hinweg, und ich habe den Zeitpunkt überschritten, als all diese Geschichten noch wahr waren.

    Und dazu muss ich jetzt mal gucken, wo ich die fertigen Sprechblasen in Photoshop finde.
    Heute nicht mehr. Es ist so verdammt heiß!
    Meine Geschichten stehen. Es gibt tausend Blätter mit Zeichnungen und scribblen. Ich muss und will sie jetzt aber in eine Form umsetzen!

    LG
    Joeli
    Also jetzt bin ich erst Recht wütend, Joeli. Wegen dieser Arschlöcher im Heim kam Deine Mutter mit der neuen Prothese nicht zurecht und konnte sie gar nicht tragen. Ganz ehrlich: Ich habe gerade Mordgedanken und das nicht nur deswegen.

    Was soll diese blöde 3-Tage-Regelung? Wenn jemand sie braucht, dann braucht er sie. Das ist doch Idiotie!

    Kleingünther - bei der Statur ziemlich ironisch. So ein Arsch ist Pflegedienstleiter? So wie der die ihm anvertrauten Menschen behandelt, hätte der diesen Beruf nie ausüben dürfen.

    Ob das mit dem "strafbar" überhaupt gestimmt hat? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Und ist für eine Entlassung nicht der Heimleiter zuständig und nicht der Pflegedienstleiter? Aber ich verstehe, dass jemand eingeschüchtert ist, vor allem, wenn man die Antwort auf diese Fragen nicht kennt.

    Und das wusste der auch und hat es eiskalt ausgenutzt. Ich könnte gerade platzen vor Wut. Und wenn ich dann darüber nachdenke, was am nächsten Tag passiert ist, dann ist das für mich schon Körperverletzung.

    Bei mir war es die Tante. Ich war also nur mittelbar betroffen, aber es hat mir z. B. gestunken, dass sie meine Tante überernährt haben. Sie war immer schlank, zum Schluss nicht mehr. Das ist doch wohl echt n Hammer und sie haben sie tagsüber unter Beruhigungsmedikamenten gesetzt, natürlich ohne Rücksprache mit dem Sohn. Der hat das nur mitbekommen, weil er ab und zu auch mal eher zu Besuch ins Heim gekommen ist. Dann schlief sie oder er ging mit ihr spazieren im Rollstuhl und sie schlief mittendrin plötzlich ein.

    Okay, die Leute haben keine Zeit, sich mit den Patienten zu befassen, traurig genug, aber okay, da können sie noch nicht mal was für, aber sorry, so was ist doch wohl Körperverletzung. Mein Cousin hat es hingenommen, weil er befürchtete, sie würden sie sonst wieder rausschmeißen. Einfach toll!
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  18. #18
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    Hallo Riana,

    gestern habe ich noch bis nachts um eins in Photoshop rumprobiert.
    Ich habe hier, am unteren Rechner, Photoshop CC und es ging auch alles irgendwie... zuletzt stieß ich aber doch an meine Grenzen.
    Den link habe ich Schritt für Schritt befolgt... aber irgendwo zwischendrin hätte meine Blase als neue Ebene eingeben müssen, denn als es dann ans schwarzmachen ging, ist alles natürlich schwarz geworden. Und ich konnte das Ding nicht ohne Beschädigungen ausschneiden. Ach, vorher musste ich die Werkleiste noch zurücksetzen, weil mir Schaltflächen fehlten... auch das hat irgendwie geklappt.
    Dann habe ich auch das Handwerkzeug im Zeichenkasten gefunden, auch die fertigen Blasen, auch mit vier Punkten zum verändern... aber ich konnte sie nicht verändern. Vielleicht über Pfade? Jedenfalls, auch diese Blasen hätte ich als neue Ebenen anlegen müssen, und das ist mir gestern Nacht jedenfalls noch nicht gelungen. Naja, die nächste Nacht ist ja noch lang...

    Jedenfalls habe ich nun schon mal einen Ansatz, einen Griff zum Anfassen, sozusagen. Ich danke Dir sehr!!! Für die Tipps! Und den link!


    Hallo Elena,

    dein Zorn ehrt Dich. Ich selbst habe inzwischen ein Stück Distanz zu dem Geschehenen; 10 Jahre solch ein Mist, da hängt man sich nicht mehr an Einzelheiten wie Zähnen oder Abführmitteln oder Stürzen auf. Glaub mir: es kommt noch schlimmer! Ich schreibe das alles aber nicht um zu klagen ( mich selbst oder meine Mutter wegen schlechter Behandlung zu beweinen) , sondern um anderen Menschen/ anderen Pflegenden zu zeigen, dass es so ist!

    Das, was Du schreibst, über Deine Tante, das ist normal! Da wird der Arzt gerufen, das Pflegepersonal schildert, wie sich die alte Dame im Heim macht --- und dann wird sie medizinisch eingestellt. Das sind die Psychopharmaka, die heute in der Altenpflege dazu gehören.
    Von den elf Leuten, die ich später in meiner Demenzgruppe zu betreuen hatte, bekamen ALLE Psychopharmaka. Manche leichtere, mache schwerere.
    In der Nachbargruppe war es auch nicht anders. Und das war noch eine gute Organisation, wo ich gearbeitet habe. Das waren sogenannte "Altenwohngemeinschaften", angegliedert an ein Heim. Aber im Gegensatz zum Heim ist der Betreuungsschlüssel darin besser. Diese alten Menschen sollen halbwegs 'wach' bleiben, sie sollen mit kochen, mit Kartoffeln schälen, mit Kuchen rühren, basteln...
    Es war echt eine schöne Arbeit dort. Ich kann nicht klagen.

    Im Heim nebenan saßen die Alten häufig schon stundenlang in ihren Rollstühlen vor dem Essraum, halb schläfrig, zum Teil schlafend, darauf wartend, dass sich die Türen endlich öffneten. Was diese als Unterhaltung bekamen, war einmal wöchentlich eine Singstunde.
    Inzwischen ist es aber- zumindest in machen Heimen - besser!
    Ich bin vor 4 Jahren nach Warburg umgezogen und habe mich in diversen Heimen beworben, die ich dadurch auch ein wenig kennenlernte.
    Wenn sie gut ausgestattet sind, werden die Menschen auch morgens und nachmittags teilweise betreut und beschäftigt. ABER: es sind immer noch nicht alle! Ich fand genauso gut Heime, in denen die Alten hilflos umherirren, weil es für sie nichts an Beschäftigung gibt! Sie sind dort lediglich untergebracht.
    Der absolute Hohn sind dabei diese kreisförmig angelegten, langen Flure. Kommt jemand aus dem Zimmer, kann er rechts gehen oder links, aber nachdem er lange genug am Rollator marschiert ist, kommt er immer wieder zu seinem Zimmer zurück. Es gibt kein Entkommen! Irgendwo auf halber Strecke steht oft eine ( echt aufgemachte) Bushaltestelle. Dort sammeln sich die anfangs Gutgläubigen, in der Hoffnung, dass vielleicht doch irgendwann ein Bus käme... Die beruhigenden Medis tun alles Gute dazu: die Damen und Herren bleiben ruhig und schläfrig, selbst wenn nach Stunden noch kein Bus gekommen ist. Sie warten. Und wenn heute kein Bus kam, kommt vielleicht morgen einer.

    Ich glaube, ich habe wirklich viel zu erzählen.

    Sobald ich die besseren Sprechblasen für mich habe, geht meine Geschichte auch zeichnerisch weiter.
    Dann werde ich erstmal von Mutters Narzissmus berichten, damit man sie kennenlernt.
    Meine Mum war schon ein richtig heftiger Vogel--- und zum Teil fiel es schwer, ihr zu glauben. Zum Teil fiel es auch schwer, sie anzunehmen.
    Naja, aber das werde ich ja alles erzählen.

    Für heute einen lieben Gruß
    Joeli
    Geändert von Joeli (06.06.2019 um 17:08 Uhr)

  19. #19
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Solche Erzählungen brechen jedem, der noch ein Herz hat, genau dieses. Nur weil etwas heutzutage normal ist, ist es noch lange nicht okay. Aber ich sollte mich nicht aufregen. Das tut mir nicht gut. Ich kenne da leider einiges von meiner Cousine, die Altenpflegerin war, bevor sie in die Kurzzeitpflege ging. Und glaub mir, in der Kurzzeitpflege ist es auch nicht besser.
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  20. #20
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    Ich stimme Dir absolut zu, Elena!

    Nur weil es heute so gemacht wird, ist es noch lange nicht richtig!
    Ja, und auch die Kurzzeitpflege ist heute oft auch nicht gut!


    Aber leide nicht zu sehr darunter, man muss andere Möglichkeiten finden, es zu ändern!
    Und ändern sollte man es! Oder es zumindest ins Bewusstsein holen.

    Einen herzlich lieben Gruß Dir

    Joeli

    Und:
    mach Dir Dein Herz nicht zu schwer!
    Geändert von Joeli (06.06.2019 um 20:45 Uhr)

  21. #21
    Mitglied Avatar von Elena M
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    Werds versuchen. Schönen Dank, Joeli!
    Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen.

    Franz von Sales

  22. #22
    Mitglied Avatar von Zwoelefant
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    Das Einstiegsbild mit dem kleinen Haus zwischen den Hochhäusern gefällt mir sehr gut. Und das Foto von Mutti auf dem Rad ist auch sehr gelungen.

    Auf jeden Fall ein interessantes Projekt, bin gespannt auf die nächsten Bilder.

  23. #23
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    Danke Dir, Zwoelefant...

    ich bin selbst auch gespannt auf die nächsten Bilder.
    Dazu brauche ich einige Vorbereitungen. - Wenn Du mir helfen kannst?

    Huhu, Riana!
    Zumindest habe ich es schon mal geschafft, die Photoshopvorgabe der Blasen mir etwas gefügig zu machen. Ich kann sie jetzt rausholen und verändern und Schriften reinstellen und sie überall rüberschieben. Was mich stört, ist dieser doofe, technische Haken darunter. Den bekomme ich nicht wirklich weg. Sieht mir zu technisch, zu computermäßig aus.
    Habe mich heute damit beschäftigt, irgendwo anders fonds runterzuladen - und bin kläglich gescheitert. Irgendwie öffneten sich Seiten auf englisch und ich bekam Programme oder apps offeriert, die ich gar nicht haben wollte. Musste aufpassen, mir nicht was falsches runterzuladen.

    Mein alter Mac oben hat zumindest gestern Nacht drei Stunden ohne Unterbrechung funktioniert, und zu Illustrator und Indesign gibt es da auch Einführungen und Tutorien. Muss mich nur noch mal eine Nacht hinsetzen, um die Dinger durchzugehen. Dann weiß ich mehr.
    Von dem Erstellen der Blasen ( aus der Ellipse) mit Deinem Tutorial bin ich erstmal abgekommen. Obwohl mir einiges gelang, hatte ich hinterher doch vielfach nur Knoten... und auch wieder diese komische Spitze, obwohl ich die verbiegen konnte. Es wirkte nicht wirklich lebendig! Es wirkte technisch.
    Aber okay, es MUSS ja gehen!
    .... Ich muss mich da vermutlich nur noch mehr reinfuchsen.

    Vermutlich ist es Euch nicht aufgefallen, aber ich habe schon versucht, mit Größen - Breiten und Höhen- zu arbeiten. Das erste Anfangsbild ist sehr breit, das zweite auch, die drei folgenden sind schmaler und eher hoch.
    Ich suche eine Möglichkeit, wie ich Photoshop so einstellen kann, dass es sozusagen mit den räumlichen Vorgaben arbeitet.
    Auf der anderen Seite erscheint es mir Quatsch, denn sobald ich differenzierter in eine Zeichnung einsteige, nähme ich mir dann ja was.
    Ich meine, sobald ich eine weitere Ebene einfüge, habe ich ja bereits mehr Pixel. Versteht Ihr ungefähr wie ich das meine? Wie kriege ich das trotzdem hin? Wie machen das andere Zeichner?
    Auch sie müssen ja ein Layout gestalten, es einhalten und dürfen nicht ständig über den Rand pinseln...?

    Lieben Gruß
    Joeli
    Geändert von Joeli (07.06.2019 um 20:25 Uhr)

  24. #24
    Mitglied Avatar von Zwoelefant
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    Deine Motivation gefällt mir, Joeli. Natürlich kann ich dir hier Feedback zu deinen Sachen geben.

    Beschreib mal die nächste Szene, die du illustrieren möchtest und mach ein paar Skizzen, welche Bilder du dazu verwenden willst und vielleicht auch wie du diese auf der Seite anordnen willst. Und mit Skizze meine ich sehr grobe Skizze: Eine Kugel für den Kopf, eine Ellipse für den Körper, etc. Zumindest geh ich da so an, um einen groben Aufbau festzulegen. Was soll den eigentlich dein Format sein? A4 Seite?
    Mit den Skizzen kriegst du dann schon einmal ein Gefühl, wie das ganze ausschauen soll. Und wenn du mit dem Computer arbeitest, dann kannst du später dann sowieso Figuren hin und herschieben, vergrößern, verkleinern etc.

    Wegen der Sprechblasen: Hast du schon mal daran gedacht überhaupt keine Blasen zu machen? Einfach den Text und ein "Pfeil" zur sprechenden Person. Eventuell tust du dir auch leichter mit eckigen Blasen.

  25. #25
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    Danke, Zwoelefant,

    morgen werde ich genauer antworten. Es erscheint mir etwas komplizierter als Du jetzt denkst, aber vielleicht bin ich auch nur einfältig und selber aus Unwissenheit verstellt. *kopfkratz*

    Also: ich möchte ein Buch, einen Comic über dieses ( heikle) Thema "Mutterpflege/Elternpflege" schreiben, und ich möchte, dass das Ding von irgendeinem Verlag gekauft wird. Da ich davon ausgehe, dass kein Verlag dies tut, sollen die Zeichnungen zunächst internetfähig sein.
    Also, wenn ich mir ein Layout ausdenken würde, für eine gedruckte Form, meinetwegen in schmalem Din a 4, kann man natürlich mit den Feldern spielen. Da mein Ding aber erstmal niemand kaufen wird, habe ich gedacht, es zunächst so zu gestalten, dass man die Zeichnungen im Netz sozusagen untereinander betrachten kann. Geht ja auch gar nicht anders, man scrollt ja runter.
    Also, die erste Reihe eine Zeichnung oben breit, zweite Reihe darunter dann drei schmale Bilder, dritte Reihe eine Zeichnung wieder breiter, aber nur um 2 Drittel, und dazu eine schmalere Zeichnung. Ahnst Du ungefähr was ich meine? Man muss es ja von oben nach unten lesen können.
    Dazu brauche ich aber zunächst eine Homepage, vermute ich. Und meine Ergebnisse kann ich dann auch bei Facebook posten... wenn ich es denn möchte. Was ich vermutlich möchten werde.
    Also, ich arbeite jetzt erstmal nur für das Netz.

    Das Problem, inhaltlich, ist aber das gleiche: Wie begrenze ich die Zeichnungen, so dass immer nur ein bestimmtes Layout in Photoshop herauskommt, ohne dass ich stundenlang mit Pixeln und Zentimetern herumfuhrwerke? Oder macht man das hinterher? Nachdem man zig Zeichnungen hat, passt man sie dann größenmäßig an?
    Baut man sich eine Art Vorlage, mit Länge, Breite, Höhe, mit Kästchen, in die man sie dann rein schiebt?
    Wie machen das denn andere?

    Lieben Gruß
    Joeli
    Geändert von Joeli (07.06.2019 um 23:27 Uhr)

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