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  1. #1
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Schätzlein fein, wo magst du sein?

    Liebe "Schatzsucher",
    ich habe alle Hefte der Serie nach Infos zum Schatz und seinen Erben "abgeklopft" und da kam dann dieses Ergebnis dabei heraus:

    507:
    S. 9 f. Ulrike, Luneborg und Genta wissen, dass Simon und Genta Schatzerbengeschichten kennen
    S. 14 ff. ABC erfahren von alter Frau,dass 4 Likedeeler eine Truhe mit Gold in einer Kirche versteckten; Holzschnittbilder S. 17 zeigen (Feldstein?-)Kirche mit Stufengiebel am Chor und schlankem, spitzem Westturm direkt am flachen Meeresufer, davor Kreuze und eine verfallene Mauer und ein schlechter werdendes Wetter
    S. 45 A hat Schlüssel von alter Frau
    S. 48 ff. Mönche suchen bewusst Auenhain auf wegen der Schatzerbin auf; diese hat auf die Mönche gewartet; Mönche erfahren, dass jetzt ABC Schatzerben sind; alte Frau hat vergessen, ABC zum Warten auf die Mönche zu veranlassen
    508:
    S. 41 Schatzgeschichten vom alten Mann im Ratskeller sind vermutlich belanglos
    S. 43 Mönche dürfen sich nicht trennen, das haben sie dem Abt geschworen
    S. 49 Simon outet sich ABC als Schatzerben
    509:
    S. 7 f. ABC berichten Simon ihr Schatzwissen; Simon sagt ABC (Anfang eines Gedichts), dass der Schatz„von Wellen umtost“ sei
    S. 50 Mönche suchen Luneborg wegen Simon (als Schatzerben) auf
    510:
    S. 17 Mönche kennen die Namen aus dem „Buch der Erben“ (wissen aber nichts über Genta)
    S. 37 ff. Clarus hat den Wissensteil von ABC erfahren; Simon erzählt das Gedicht weiter: Insel ist klein, idyllisch und versteckt, spricht von einem stürmischen Morgen, seitdem der Schatz unauffindbar ist und dass nur der Mönch die Verstecke der 4 Likedeeler kennt
    S. 51 Clarus erkennt Frodo als Schatzerbensucher
    511:
    S. 2 Mönche werden als 3. Schatzerbenpartei vorgestellt; ihr Wissen ist das um die Personen
    S. 5 ff. Mönche und Clarus wissen, dass Simon und ABC Schatzerben sind; Clarus erfährt von den Mönchen,dass es in Nowgorod einen vierten Schatzerben gibt
    S. 40 Clarus gibt BC zu, dass er ihr Wissen den Mönchen mitgeteilt hat, aber nicht das der Mönche erfahren hat
    S. 42 und 50 f. Schatzgeschichten von Clausen sind vermutlich belanglos
    S. 45 Clarus sagt B(C), dass die Mönche nach Nowgorod zum 4. Erben wollen
    512:
    S. 36 Genta sagt Luneborg, dass sie früher in Nowgorod gelebt hatte
    515:
    S. 11 f. Mönche bestätigen nun auch B(C), dass sie als Erben die Aufgabe haben, die Übersicht über die Aufenthaltsorte der anderen Erben zu verwalten und erzählen nun ihren Teil der Geschichte als Reim: „der Kirchenstein“ „wanderte weg“ (von der Stelle des Schatzes) (Etwa durch eine Flut weggeschwemmt? Oder wurde er weggeschafft?) und dient nun im Kloster seinem ursprünglichen Zweck; Mönche bestätigen, dass es sich nicht um ihr Kloster handelt, das „weit vom Meer entfernt liegt“; B vermutet im Kirchenstein einen Taufstein
    516:
    S. 44 ff. Mönche suchen den Nachfahren von einem Claus Wichmann, haben es aber nicht B gesagt, deshalb Zerwürfnis zwischen B und den Mönchen
    517:
    S. 46 ff. Großknecht Joost Wichmann ist eine falsche Spur
    520:
    S. 6 Luneborg hat vermutlich in Wismar durch Kumpanei mit Piraten den Grundstock für sein Vermögen gelegt; sein „Geständnis“ bekommen aber A und Simon nicht mit
    S. 8 Genta hat den Brief ihres Vaters Claus Wichmann aus Nowgorod gelesen, nach dem sie eigentlich von Luneborg an Kindes Statt in Obhut genommen werden sollte (und nicht als Magd); Claus ist demnach der 4. Pirat; Genta schwört darauf hin Rache (S. 39)
    S. 18 B findet in einem Buch den Hinweis auf 4. Schatzerben: Claus Wichmann alias „Casjen Wiegert aus Wismar“ und dass dessen Tochter Luneborgs Magd Genta ist; im Reim steht, der Schatz liegt „versteckt am Ostseestrand“; B nimmt das Buch an sich (S. 40)
    521:
    S. 5 f. B berichtet C und Clarus von seiner Entdeckung und dass Luneborg die von den Likedeelern erbeuteten Waren aufgekauft hatte und so die Grundlage für sein Vermögen gelegt hat
    S. 38 ff. A und Simon haben von Genta erfahren, dass BC in Nowgorod sind; sie sollen ihr helfen einen Schatz zu heben; sie outet sich als 4. Schatzerbin, erzählt aber ihre Geschichte nicht, wie auch A und Simon ihre nicht
    S. 47 B verliert das Buch an ein Wolfsrudel
    S. 50 f. Luneborg findet Gentas fingierten Brief, der dann in Flammen aufgeht


    PS: Liebe Mods, vielleicht könnte ja die bisherige Schatzdiskussion aus den Heftdiskussionen herausgenommen und hier in diesen separaten Thread gesammelt werden? Das würde die Übersichtlichkeit verbessern.
    Geändert von Jaromar (22.05.2019 um 23:23 Uhr) Grund: kleine Korrekturen

  2. #2
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Danke für die Fleißarbeit. Ich fühle mich aber nicht in der Lage, die alten Diskussionen heraus zu friemeln. Entschuldige bitte.

  3. #3
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Zitat Zitat von thowiLEIPZIG Beitrag anzeigen
    Danke für die Fleißarbeit. Ich fühle mich aber nicht in der Lage, die alten Diskussionen heraus zu friemeln. Entschuldige bitte.
    Der Dank für den Dank geht an Dich zurück!
    Was die Diskussion betrifft, hatte ich jetzt mehr oder minder nur an den schon 11seitigen Thread zu Heft 521 gedacht. Aber vielleicht entwickelt sich die Diskussion ja hier.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Ich fasse mal kurz zusammen:
    Ostseeinsel, mit flacher Küste, klein, versteckt gelegen

    Was käme infrage?
    Hiddensee mit der Gellenkirche wohl eher nicht. Dat söte Länneken ist weder klein noch liegt es versteckt. Im Gegenteil, die "Luchte" war ja gerade die Nordansteuerung für Stralsund und sollte entsprechend leuchten. Außerdem ist auf dem Holzschnitt kein Leuchtturm zu erkennen. Auch Gotland, Bornholm, Öland sind vermutlich Irrwege. Rügen? Die Hauptinsel selbst wohl nicht, aber eine kleine Insel in einem der Boddengewässer wäre denkbar. Zum Beispiel gibt es die Sage von den Ralunken, den Raubrittern aus Ralow, deren Burg hinter der kleinen Insel Liebitz lag. Nicht weit weg sind die Inseln und Bülten in der Barther Ecke beim Zingst und Darß. Des weiteren im Haff-Umfeld von Usedom-Wollin und die Oder-Flussinseln bei Stettin. Aber das ist eigentlich schon nicht mehr "richtig" Ostsee.
    Dann gibt es viele kleine Inseln im Ostsee-Bereich der großen dänischen Inseln, Jütlands und Schleswig-Holsteins. Und natürlich die Alands-Inseln und die zerklüftete Schärenküste Schwedens und Finnlands an den beiden Meeresbusen.

    Also noch eine Riesenauswahl an infrage kommenden Inseln...

  5. #5
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Das mit dem "weggewanderten Kirchenstein" passt aber so schön zur Gellenkirche: Im Jahr 1332 erfolgte die Kirchweihe der Inselkirche, bestimmt für die Bauern und Fischer der Insel, im heutigen Ortsteil Kloster außerhalb der Klostermauern. Mit der Überführung des Taufsteines aus der Gellenkirche in die neue Kirche wurden seitdem seelsorgerische Aufgaben von dort ausgeführt. [...] Die Inselkirche Hiddensee wurde 1332 vor dem Kloster errichtet, von dem heute nichts erhalten ist.

    Vergleiche:
    "Der Kirchenstein, er wanderte weg -
    im Kloster dient er nun dem alten Zweck.
    Doch merket euch ja den einen Satz:
    Dort, wo er herkam, liegt nun der Schatz."


    Ein Schatz wurde auch schon auf Hiddensee gefunden. "Klein" ist relativ, im Vergleich zu Rügen stimmt‘s. "Versteckt" ... nun ja. Kommt drauf an, von wo man guckt.
    Geändert von CHOUETTE (23.05.2019 um 06:40 Uhr)
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  6. #6
    Die Frage ist ja auch, warum sollten die Abrafaxe auf die Mönche in Auenhain warten, wenn die alte Frau das so mitgeteilt hätte, was genau wäre dann passiert? Die alte Frau wartet brav in Auenhain und bewegt sich von dort nicht fort - alle anderen dürfen ihren Aufenthaltsort verändern, solange sie den Mönch darüber informieren. Warum ist Auenhain so wichtig?

    Und auch wenn die Theorie mit Hiddensee sehr verlockend klingt, der Kirchenstein muss nicht unbedingt ein Taufstein sein. Zwar vermutet das Brabax und deshalb wird es wohl am Ende auch so übernommen, aber ein Kirchenstein hatte damals mehrere Bedeutungen und Funktionen. Die Inschriften darauf, könnten durchaus eine Art verschlüsselten Wegweiser darstellen.

    Nicht ganz deutlich ist auch, ob der Schatz bei der Eroberung der Insel Gotland von den vier Likedeelern beiseite geschafft wurde. Ist dies der Fall, käme dann nicht auch Gotland selbst in Frage, wo man die Truhe verborgen haben könnte? Denn da die Insel von der Hanse angegriffen wurde und, laut Mosaik 507:

    "Nach langen Kämpfen eroberte die Hanse die Insel Gotland, zerstörte die Burgen und nahm die Likedeeler gefangen. Viele wurden als Piraten hingerichtet."

    "Doch vier Likedeleer konnten den Häschern der Hanse entkommen. Sie flohen mit einer großen Truhe voll Gold."


    Da steht nicht, dass sie den Häschern mit einem Schiff oder Boot entkommen sind. Warum also könnte der Schatz nicht auch in der Nähe von Gotland versteckt sein, da befinden sich durchaus sehr kleine, versteckte Inseln vor den Küsten Gotlands.

    Bislang haben sich die Überlegungen nur auf den deutschen Ostseeraum konzentriert, aber sprechen nicht auch Argumente für andere Inseln in der gesamten Ostsee? Denn wie gesagt, es wird mit keinem Wort angedeutet, dass sich die Likedeeler mit einem Schiff von Gotland abgesetzt haben. Umgedreht geht auch nicht wirklich klar hervor, ob sie überhaupt auf Gotland waren. Aber es gilt auch zu bedenken, dass der Weg von Gotland an die deutsche Küste ein recht langer ist, wenn man bedenkt, dass die Hanse gerade versuchte jeden Likedeeler dingfest zu machen.

    Wenn alle Angaben zum Schatz stimmig sind und ohne logische Fehler, müssen sich die Informationen ja irgendwie in Einklang bringen lassen. Oder?

  7. #7
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Hallo Choui,

    zu Kloster/Hiddensee schreibt die Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Hiddensee):
    Das Kloster siedelte sich im Norden der Insel an. Es befand sich in der Nähe des Hafens des heutigen Ortes Kloster. Durchschnittlich bewohnten 12 Mönche und weitere Laien das Kloster.[6] 1302 wurde eine Kapelle auf der südlichen Halbinsel Gellen eingeweiht. Der Bischof von Roskilde, dessen Bistum die Insel Hiddensee unterstand, erlaubte 1306 dort einen Taufstein aufzustellen. Im gleichen Jahr schloss das Kloster Hiddensee einen Vertrag mit Stralsund über die Errichtung eines Leuchtturms („Luchte“) auf dem Gellen. Die Stadt stellte das Gebäude, das Kloster die Besetzung und die Unterhaltung des Feuers. 1332 wurde das Taufbecken in eine im Norden der Insel neu errichtete Kapelle verlegt, die damit zur Gemeindekirche wurde und heute als Inselkirche Hiddensee der letzte erhaltene Teil des Klosters ist. Die Gellenkirche war für die Schiffer und Seereisenden zuständig.


    Somit war aber das "Wegwandern" des Kirchensteins (=Taufstein, Fünte) bereits 1332, also ein Jahrhundert vor unserer Geschichte. Oder habe ich etwas falsch interpretiert? Gut, manchmal weicht das Mosaik bestimmte historische Ablaufe zugunsten der Handlung auf. Aber gleich um 100 Jahre? In der Mosaik-Handlung soll aber das "Wegwandern" nach dem Vergraben des Schatzes stattgefunden haben. Vielleicht hat sich das Mosaik-Kollektiv von der Hiddensee-Geschichte inspirieren lassen und lässt diese zur anderen Zeit, am anderen Ort nochmals ablaufen?
    Ansonsten fände ich einen Showdown an dieser Örtlichkeit (Gellenkirche) richtig klasse.

  8. #8
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Warum also könnte der Schatz nicht auch in der Nähe von Gotland versteckt sein, da befinden sich durchaus sehr kleine, versteckte Inseln vor den Küsten Gotlands.
    Ja, auch das wäre denkbar. Um Gotland herum, nicht nur im Farö-Archipel im Norden, gibt es einige kleine Inseln. Auch eine von denen könnte es sein.
    Vielleicht wissen wir aus dem nächsten Heft(en) mehr...

  9. #9
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Der Kirchenstein kann ja gerne hundert Jahre vor der Geschichte „weggewandert“ sein. Und an der Stelle, wo er in der Gellenkirche stand, versteckten die Likedeeler den Schatz.
    Das mit der Inspiration ist natürlich auch gut möglich. Oder dass es nur zufällig passt. Aus rein persönlichen Gründen wünsche ich mir aber das Schatzversteck auf meiner absoluten Lieblingsinsel Hiddensee.
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  10. #10
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    Aufgrund des in den letzten Jahren oft heimatlichen Bezugs im Mosaik und dem Trara zu Beginn der Serie in der Vetretung von Mecklenburg-Vorpommern halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass der Showdown in McPom stattfindet. Hiddensee ist sicher ein guter Tipp.

  11. #11
    Dann bin ich mal auf die Herleitung gespannt, wie man den Schatz von Gotland durch eine Ostsee gespickt mit Kriegskoggen der Hanse gesegelt hat, die es alle darauf abgesehen hatten Likedeeler zu jagen und zu fangen. Aber vermutlich liegt da kiro ganz richtig, dass man es irgendwie in heimische Gestade lenken will - auch das ist leider ein Nachteil, wenn der Schatzsuche, die ja so zentral Thema sein sollte, kaum Raum gegeben wird und von Heft zu Heft immer weniger Hinweise eingehen. Eigentlich müsste es doch genau umgedreht sein. Je näher man dem Schatz kommt, desto klarer und häufiger werden die Informationen. Scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

  12. #12
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    Total abwegig, ist mir aber gerade wieder eingefallen:
    Bei Söderhamn (Schweden) gab es auch einen Stützpunkt der Vitalienbrüder. Vor der Hafeneinfahrt gibt es eine große Anzahl kleiner Inseln (kann man mit dem Ausflugsdampfer "Moa" anlaufen).
    Lustiger Weise heißt die Festung südlich der Hafeneinfahrt "Faxeholm" https://de.wikipedia.org/wiki/Faxeholm
    (Reste mit Kanonen auf einem Bastionshügel besichtigten wir 2016 und suchten dort auch - naja - "Schätze" - Chouette kanns nachlesen wennerwill)

  13. #13
    Mitglied Avatar von Nante
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Dann bin ich mal auf die Herleitung gespannt, wie man den Schatz von Gotland durch eine Ostsee gespickt mit Kriegskoggen der Hanse gesegelt hat, die es alle darauf abgesehen hatten Likedeeler zu jagen und zu fangen. Aber vermutlich liegt da kiro ganz richtig, dass man es irgendwie in heimische Gestade lenken will - auch das ist leider ein Nachteil, wenn der Schatzsuche, die ja so zentral Thema sein sollte, kaum Raum gegeben wird und von Heft zu Heft immer weniger Hinweise eingehen. Eigentlich müsste es doch genau umgedreht sein. Je näher man dem Schatz kommt, desto klarer und häufiger werden die Informationen. Scheint aber hier nicht der Fall zu sein.
    Ich weiß nicht, ob Hiddensee der Schatzort ist. Aber an einem "Sperrgürtel" der Hanse dürfte es nicht scheitern. Meines Wissen gab es ja keine regulären Kriegsschiffe, sondern es wurden im Kriegsfall Handelsschiffe (Durch Kanonen und Kriegsknechte) zu Kriegsschiffen umgerüstet. Und sicher hatte kein Kaufmann Interesse, sein Schiff länger als unbedingt nötig zur Verfügung zu stellen wie auch die Stadtführungen sicher die teuren Einsätze nicht übermäßig ausdehnen wollte. Und in diesem Zeitalter dürfte eine Sperrkette schon rein technisch eine Unmöglichkeit gewesen sein.

  14. #14
    Ich habe an keiner Stelle von einem "Sperrgürtel" gesprochen, so etwas war eher in späteren Jahrhunderten umsetzbar. Ich bezog mich auf den Text in Heft 507 und die Darstellungen auf den Bildtafeln auf Seite 16. Außerdem hatten die Likedeeler selbst Angst, dass sie gefangen genommen werden könnten, weshalb sie sich ja auch erst 10 Jahre später treffen wollten. Insofern bezog ich mich eher darauf, dass die "Häscher" und die Hanse selbst, nicht nur Gotland erobert, die Burgen zerstört, sondern auch viele Likedeeler hinrichtete und gezielt Jagd auf die Piraten machte.

    Und in einem Buch von Pilippe Dollinger, mit dem Titel "Die Hanse" heißt es:

    „Die lübischen und preußischen Flotten machten energisch Jagd auf die Seeräuber, so daß die Ostsee im Jahre 1400 gänzlich gesäubert war.“

    Das sind die Ansätze die meine Gedanken geprägt haben. Und ich denke, dass die Kaufleute selbst großes Interesse daran hatten, dass die Piraten keine Bedrohung der Handelsinteressen mehr darstellten.

  15. #15
    Mitglied Avatar von Nante
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    @ Silverblade
    Stimme ich Dir zu. Und die Piratenschiffe und größere Gruppen wird man sicher verfolgt haben. Aber wenn man dem unmittelbaren Angriff entkommen war, mußte man wohl schon sehr großes Pech haben, um später als Pirat erkannt zu werden (Außer, man war als Führer prominent oder durch besondere körperliche Merkmale oder Wunden "markiert".)
    Vier einzelne Männer dagegen, die es sich leisten können, eine Fahrt wohin auch immer zu bezahlen und eine Kiste zu transportieren haben? Entweder steht man ihnen nur ein Vergraben unmittelbar auf Gotland zu oder es gibt praktisch keine Einschränkungen.

  16. #16
    @Nante
    Da stimme ich dir natürlich zu, wenn du es so erläuterst - aber was würde das für die Geschichte bedeuten? Wir können uns ja nur an den Text halten und spekulieren. So wie du es formulierst hätten unsere vier Likedeeler, da sie offenbar nicht prominent waren und auch keine besonderen körperlichen Merkmale oder Wunden hatten, ganz entspannt den Schatz wo auch immer hinbringen können und dort verstecken.

    Gut, nehmen wir mal an, das hätte funktioniert - was dann nicht mehr funktioniert ist die Angst der vier Likedeeler, die sie dann schlagartig befällt. Warum haben sie denn nicht den Schatz am Zielort einfach durch vier geteilt und gut ist? Das Vergraben des Schatzes macht nur Sinn, wenn eine direkte und akute Bedrohung herrschte, die genau das Teilen des Schatzes verhinderte.

    Das aber würde gegen deine Version sprechen, dass es praktisch keine Einschränkungen gab. Es muss massive und bedrohliche Einschränkungen gegeben haben, andernfalls hätten sich die vier Männer doch nicht so ein kompliziertes Konstrukt ausgedacht, um den Schatz zu verbergen, sicherzustellen, dass niemand ihn sich einfach holt...

    Hat man darüber eigentlich irgendwas erfahren? Könnte nicht einer der vier einfach zurückgegangen sein und sich den Schatz geholt haben, der mit dem Schlüssel hätte da die besten Chancen - oder war der Schatz tatsächlich vierfach gesichert und wir wissen von den anderen drei Schlüsseln oder was auch immer es da noch geben könnte, nur noch nichts? Aber dann hätte Simon sicher seinen Schlüssel längst gezeigt oder erwähnt.

    Dennoch die Idee von dir, werter Nante, dass die einfach entspannt und ohne Stress den Schatz versteckt haben und dann auf einmal - ja was eigentlich? - sich selbst Stress gemacht haben und paranoid den Schatz mit solchen Sicherungen verstehen haben und erst nach zehn Jahren ihn heben wollten, wie geht das dann zusammen?

  17. #17
    Mitglied Avatar von Nante
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    @ Silverblade
    Warum sollen sie paranoid sein? Es ist doch ein ein gängiges Verfahren (Dutzende male in allen möglichen Gangster-Filmen durchexerziert) , wenn man nach dem großen Coup die Beute versteckt und wartet bis Gras über die Sache gewachsen ist. OK,
    10 Jahre sind recht lange, aber damals hatte man es nicht so eilig. Und beim "Foucaultschen Pendel" (An das mich die ganze Geschichte auch irgendwie stark erinnert) ging es ja sogar in Jahrhundertschritten.

    im Übrigen habe ich ja genau gesagt, daß ENTWEDER eine unmittelbare Gefahr bestand und dann ja nur Gotland selbst in Frage kommt ODER man es noch von Gotland herunter schafft und DANN alle Möglichkeiten hat.

  18. #18
    Ich denke mal das der Schatz wohl doch auf Gotland geblieben ist. In so einer undurchsichtigen Situation ist es besser ihn an Ort und stelle zu lassen als ihn auf ein Schiff,Boot?? zu schaffen und evtl. abgefangen zu werden. 10 Jahre abwarten passt auch ganz gut weil sich dort alles gelegt hat. Sie sind ja auch alle in 4 Richtungen auf und davon,jeder für sich,das ist auch einfacher.

  19. #19
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    Zitat Zitat von Diplomat Beitrag anzeigen
    Ich denke mal das der Schatz wohl doch auf Gotland geblieben ist. In so einer undurchsichtigen Situation ist es besser ihn an Ort und stelle zu lassen als ihn auf ein Schiff,Boot?? zu schaffen und evtl. abgefangen zu werden. 10 Jahre abwarten passt auch ganz gut weil sich dort alles gelegt hat. Sie sind ja auch alle in 4 Richtungen auf und davon,jeder für sich,das ist auch einfacher.
    Wobei genau das eigentlich gegen Gotland sprechen würde, denn ich bezweifle, daß in jeder Richtung ein Hafen verfügbar wäre. Aber diese Bilder sollten man wohl sowieso nicht überinterpretieren, dienen sie doch nur dazu, die Erzählung der Frau nicht als trockenen Text wirken zu lassen.
    Geändert von Nante (26.05.2019 um 18:58 Uhr) Grund: Tippfehler

  20. #20
    Ein Hafen muß auch nicht sein,aber möglichkeiten zur Flucht gibt es einzeln mehr als in einer Gruppe. Die Bilder sind sicher nicht irreführend aber vielleicht doch,wer weiß.

  21. #21
    @Nante

    Nur lag ja in diesem Fall kein derartiger Coup vor - es war geraubtes Gold der Likedeeler selbst, die von der Hanse gejagt wurden. Das Gold wurde also von niemandem wirklich vermisst, weil die, welche es vermissen konnten, als Piraten hingerichtet worden waren.

    Anderseits würde ich davon ausgehen, dass man bei deutlich geringerer Lebenserwartung damals, bei Männern lag sie bei nur 28,9 Jahren, anders über Zeiträume dachte in denen man Gras über die Sache wachsen lässt. Das spricht natürlich nicht wirklich für lange Abstände beim Warten auf das Ausgraben und das Verteilen des Schatzes. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Likedeeler ein höheres Alter erreichen konnten, sicher war das bei den damaligen Lebensverhältnissen allerdings nicht.

    Da entspannt zu sagen, ach warten wir doch einfach zehn Jahre, ist zumindest sehr schwierig zu glauben. Denn die haben ja das Gold nicht an sich genommen, um es den Kindern und Enkelkindern zukommen zu lassen, sondern die wollten selbst einen guten und sicheren und vor allem reichen Lebensabend genießen.

    Und paranoid würden sie ja nur werden, wenn sie es locker von Gotland runter geschafft hätten. Wenn sie es nicht geschafft haben, erklärt sich das komplizierte Verfahren (bis auf die zehn Jahre). Ansonsten, wenn sie alle Möglichkeiten gehabt hätten, wird es halt nicht mehr ganz so stimmig, eben wegen der geringen Lebenserwartung etc., denn dann gäbe es ja eigentlich keinen Grund für Verfolgung, Bedrohung und zehn Jahre warten. Denn niemand kannte sie, verdächtigte sie etc.

    Die Argumentation, dass sie vielleicht Angst hatten, dass sie wegen dem vielen Geld dann auffallen würden, fällt nach zehn Jahren auch nicht automatisch weg, wenn sie bis dahin nichts auf die Reihe bekommen hätten, wäre das Problem noch immer gegeben.

    Aber vielleicht sehen wir ja den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Gedanken der anderen Forumsmitglieder hier, könnten die Anfangsgeschichte des Schatzes ein wenig erhellen? Wie sind eure Gedanken dazu?

  22. #22
    Also ich hoffe sehr, dass die Bilder nicht nur einfach eine Illustration sind, damit die Erzählung der alten Frau nicht zu trocken erscheint. Weil dann sind alle Theorien, die hier schon über die Kirche im Hintergrund geäußert wurden, absolut haltlos. Ist ja nur irgendeine Illustration. Nein ich denke schon, dass die Bilder, genau wie der Text, sich auf das Ereignis selbst beziehen und man sollte sie schon als Grundlage für Theorien und Überlegungen nehmen.

  23. #23
    Mitglied Avatar von Nante
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    [QUOTE=SilverBlade;5534727]@Nante

    "Aber vielleicht sehen wir ja den Wald vor lauter Bäumen nicht..."
    Davon gehe ich stark aus und darum betrachte ich alle meine Beiträge nur als Spekulation. Und ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn die Auflösung völlig anders ist.
    Ehrlicherweise interessiert mich allerdings der Handlungsfaden um Gentas Rache wesentlich mehr. Aber wahrscheinlich wird am Ende sowieso beides miteinander verknüpft werden.

  24. #24
    Vielleicht solltest du dann, werter Nante, den Handlungsfaden um Gentas Rache mehr im Thema Heft 522 "Der Fehltritt" näher ausführen und hier dich mit uns nur an den Spekulationen über den Schatz beteiligen. Natürlich sind das alles Theorien, Überlegungen und Spekulationen, aber wie du siehst, müssen wir uns ja einer so mageren und dünnen Spur orientieren, dass man wirklich die wildesten Überlegungen anstellen kann. Nach so vielen Heften in der Hanse-Serie, in denen es zentral um diesen Schatz der vier Likedeeler geht, müsste sich die Waage doch längst von reiner Spekulation zu harte Fakten geneigt haben. Aber auch das ist ja das Problem dieser Schatzsuche und da kann man direkt den Titel des Themas hier "Schätzlein fein, wo magst du sein?" als Aufhänger nehmen. Der Schatz selbst wird total stiefmütterlich behandelt. Da ist alles andere wichtiger und wird in epischer Breite behandelt - darf es natürlich, aber dann stellt man den Schatz eben als Nebenhandlung hin - aber wenn es der Motor der Handlung sein soll und nicht irgendein "red herring" (wie im Englischen ein Ablenkungsmanöver bezeichnet wird) oder eine Nebelkerze, dann muss man da auch mehr Substanz in die Schatzsuche so langsam bringen.
    Sonst ist man am Ende einfach nur noch froh, dass irgendwas gefunden wurde und man sagt sich, na besser so, als gar nicht. Mein Bild vom Wald vor lauter Bäumen nicht sehen ist allein deshalb etwas unglücklich gewählt, weil man hier gar nicht so viele Bäume, die stellvertretend für Informationen über den Schatz stehen könnten, hat, als das daraus sich ein Wald bilden lässt. Das ist alles recht überschaubar, mal hier und da ein kleines Bäumchen auf weiter, leerer, Schatzhandlungsfläche.
    Warum gibt es nicht schon längst mal ein Heft, welches im Kloster beginnt, ein wenig die Vorgeschichte der Mönche beleuchtet, diesen Handlungsfaden deutlicher und klarer werden lässt? Generell wäre es auch schön, wenn man mal irgendwem in der Handlung wirkliches Interesse an dem Schatz einhauchen würde. Deine Genta müsste doch eigentlich brennen dafür und mit dem Gold des Schatzes könnte sie richtig Rache nehmen an Luneborg. Der Schatz selbst müsste für jeden der Schatzerben und Schatzsucher also genügend Anreiz bieten ihn auch zu finden. Und da sind die Motive der ursprünglichen vier Likedeeler mindestens genauso wichtig für das Verständnis.

  25. #25
    Mitglied Avatar von Nante
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    @Silverblade
    OK, welche weiteren Erkenntnisse hast Du aus dem neuen Heft zum Thema Schatz entnommen? Wenn wir Jaromars Liste vom Anfang nehmen und sie fortsetzen, dürfte unter Nummer 522 eigentlich gar nichts stehen. Höchstens, daß jetzt auch die Mönche Genta kennen. Wir haben also die Wahl, wieder einem Monat zu warten oder die Spekulationen ziemlich weit schießen zu lassen.
    PS: Warum eigentlich MEINE Genta?

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