Die aktuelle Ausgabe von ALFONZ


Aktuell:
Die neue Ausgabe von
ALFONZ - Der Comicreporter

Jetzt lieferbar!

Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1

    Warten auf Corto - Die Autobiographie von Hugo Pratt

    Im Jahre 1970 begleitete Hugo Pratt einen Freund in dessen Fiat Millecento auf einer Fahrt von Gerona nach Algeciras und von Ceuta nach Rabat. Zum Zeitvertreib erzählte er seine Lebensgeschichte – assoziativ, sprunghaft, manchmal beängstigend real, dann wieder hemmungslos renommierend, zehn Tonbandspulen lang.
    Das Buch erschien im März 1971 unter dem Titel Le Pulci Penetranti (dt.: Die Sandflöhe). Die vorliegendeAusgabe geht von dem völlig unbearbeiteten Text des Originals aus, enthält aberzusätzliche Graphiken, die Hugo Pratt eigens für die Neuauflagen in den 1980er Jahren angefertigt hat. Dazu kommen noch weiteres, bisherunveröffentlichtes Bildmaterial und eine vollständige Bibliographie der Comicsvon Hugo Pratt. Mit einem Vorwort von Übersetzer Dr. Peter Pohl.



    Warten auf Corto
    Die Autobiographie von »Corto-Maltese«-Schöpfer Hugo Pratt
    Übersetzung aus dem Italienischen von Dr. Peter Pohl
    Erscheint im Juni als
    Band 3 unserer Reihe »
    Texte zur Graphischen Literatur«

    Weitere Infos >>>

  2. #2
    Mitglied Avatar von Simulacrum
    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    HC SVNT DRACONES
    Beiträge
    2.417
    Wurde die Ausgabe gekürzt? En attendant Corto (1996) hatte noch 308 Seiten (hier 164). Im Übrigen freue ich mich natürlich auf das Buch. Toll, dass Ihr das herausbringt.


  3. #3
    Zitat Zitat von Simulacrum Beitrag anzeigen
    Wurde die Ausgabe gekürzt? En attendant Corto (1996) hatte noch 308 Seiten (hier 164). Im Übrigen freue ich mich natürlich auf das Buch. Toll, dass Ihr das herausbringt.
    Oh, das erinnert an die Nachfragen/Kommentare im Corto-Forum von Schreiber & Leser. ;o) Okay, dann antworte ich mal hier und kopiere das auch rüber …

    Nein, die deutsche Ausgabe der Lebensgeschichte von Hugo Pratt ist keineswegs gekürzt, im Gegenteil. Wir bringen den vollständigen (und originalen) Text der Erstausgabe von 1971, der für die Ausgaben der 1980er und 1990er überarbeitet und »geglättet« wurde. Dazu kommen in unserer Ausgabe sämtliche Fotos und Illustrationen, die Pratt in den 1980er Jahren für die Neuauflagen beigesteuert bzw. gezeichnet hat. In der Neuauflage unter dem Titel En attendant Corto (1996) wurden Text und Fotos auf insgesamt 132 Seiten veröffentlicht (in 12pt-Schrift), dazu kamen die 64 Illustrationsseiten jeweils nur einseitig gedruckt sowie Kartenmaterial und eine Zeittafel (auf letzteres verzichten wir).
    In Warten auf Corto veröffentlichen wir (neben den Seiten mit den Illustrationen) den Text und die Fotos auf insgesamt 69 Seiten und haben dann noch Platz für eine sehr umfangreiche und illustrierte Bibliographie aller Comics von Hugo Pratt. Voilà!

  4. #4
    Mitglied Avatar von Simulacrum
    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    HC SVNT DRACONES
    Beiträge
    2.417


  5. #5
    Inzwischen ist Warten auf Corto, die Autobiographie von »Corto-Maltese«-Schöpfer Hugo Pratt, beim Drucker und wird pünktlich vor dem Comicfestival München ausgeliefert.

    Wer mehr vom Buch sehen will, kann hier eine Leseprobe finden: https://www.reddition.de/index.php/warten-auf-corto

  6. #6
    Inzwischen gibt es erste Reaktionen und Rezensionen. Hier eine Auswahl:

    »Voilà de quoi réjouir l’amateur allemand d’Hugo Pratt!«
    Le blog archivespratt.com

    »Wer sich mit den Hintergründen von Pratts Geschichten beschäftigen oder aber Eindruck in die Entwicklung des Zeichners [...] zu einem der bedeutendsten italienischen Künstler der Neuzeit gewinnen möchte, wird an diesem Band nicht vorbeikönnen!«
    Sven Krantz-Knutzen, comix-online

    »Hugo Pratts Warten auf Corto nährt den Mythos vom Künstler als Kunstwerk. Auch wenn viele Episoden einen melancholischen Ton haben, der die Sehnsucht nach einer vermeintlich einfacheren Welt bedient, als man Sex in den Trümmern Europas hatte und träumte, ist einem Pratt nachher nicht unbedingt sympathischer. Oft erscheint er einem großmäulig, manchmal brutal.«
    Moritz Honert im Der Tagesspiegel vom 26. Juni 2019

    Was sagen die Leser zur Autobiographie von »Corto-Maltese«-Schöpfer Hugo Pratt?

  7. #7
    Mitglied Avatar von JeffBär
    Registriert seit
    10.2009
    Ort
    Irgendwo im Nirgendwo
    Beiträge
    1.200
    Sehr kurzweilig zu lesen, und man bekommt einen Einblick, woher Pratt seine Ideen hat, auch wenn man meint, dass seine "Fantasie manchmal Blasen schlägt".
    Vor allem Cortos Wehmut entspricht Pratts WEhmut.

    Schade finde ich nur, er hätte mehr von seiner Arbeit erzählen können und weniger von amourösen Eroberungen.

  8. #8
    Mitglied Avatar von Simulacrum
    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    HC SVNT DRACONES
    Beiträge
    2.417
    Will mir das Buch Ende des Monats besorgen. Allerdings schmälert die Aussicht auf Großmäuligkeit, Brutalität und eine Vergewaltigung von Pratt etwas die Vorfreude.


  9. #9
    Mitglied Avatar von HerrHase
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    1.653
    Blog-Einträge
    1
    Für die Autobiografie eines Comiczeichners geht es erstaunlich wenig um Comics bzw. um seine Arbeit. Das taucht ja wirklich nur zwei, drei Mal am Rande auf. Trotzdem ist das Buch sehr unterhaltsam, weil er ja echt ein abenteuerliches Leben gehabt hat und ein guter Beobachter des menschlichen Irrsinns war. Stilistisch erinnerte mich das oft sehr an Henry Miller, dessen Bücher oft dieselbe Mischung aus Lakonie und sexuellen Erlebnissen haben.

  10. #10
    Zitat Zitat von Simulacrum Beitrag anzeigen
    Will mir das Buch Ende des Monats besorgen. Allerdings schmälert die Aussicht auf Großmäuligkeit, Brutalität und eine Vergewaltigung von Pratt etwas die Vorfreude.
    Vergewaltigung?


    Gesendet von iPad mit Tapatalk

  11. #11
    Mitglied Avatar von Simulacrum
    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    HC SVNT DRACONES
    Beiträge
    2.417
    Bezog sich auf die Rezi im Tagesspiegel.

    ... Oft erscheint er einem großmäulig, manchmal brutal. Einmal berichtet er davon, wie er als Halbwüchsiger ein Frau vergewaltigt. Inwieweit er selbst dazu gezwungen wird, bleibt unklar. Auch was der lapidare Ton bedeutet, mit dem er von späteren Begegnungen mit seinem Opfer berichtet. Selbstschutz? Zynismus?

    Was kann man glauben, was darf man glauben, was will man glauben? Und wer will es überprüfen? Es bleibt dabei: Bei Pratt kann man sich oft nur sicher sein, sich nicht sicher sein zu können.
    Geändert von Simulacrum (07.07.2019 um 08:37 Uhr)


  12. #12
    Mitglied Avatar von HerrHase
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    1.653
    Blog-Einträge
    1
    Ja, das ist eine unangenehme Stelle auf S.57. Er wird mehr oder weniger von einem alten Mann gezwungen, eine Frau zu vergewaltigen, die für die Erschießung von dessen Sohn verantwortlich war.

  13. #13
    Mitglied Avatar von dino1
    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Zuhause
    Beiträge
    4.048
    Steht auf meiner Wunschliste, bin aber noch unsicher.

  14. #14
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
    Registriert seit
    12.2000
    Ort
    地獄
    Beiträge
    18.311
    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Steht auf meiner Wunschliste, bin aber noch unsicher.
    Erwarte halt keine wirklich "Autobriographie", sondern einen Pratt, der ungefiltert vor sich hererzählt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Nach oben

Copyright © Comic Report Online - Das unabhängige Comic-Magazin: Aktuelle Meldungen, Analysen, Interviews 2011-2012

Template by Joomla Themes & Projektowanie stron internetowych.