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  1. #1
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Anna Bella Caramella 40 "Das Puppenhaus"

    ...nicht von Pinnow, aber so ähnlich:



    ...und NOCH ein Jubiläum: Heft 40! Respekt!

  2. #2
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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  3. #3

  4. #4
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    Yeah, Tenebroso taucht wieder auf!

  5. #5
    Ob das wirklich so eine gute Nachricht ist? Hat irgendjemand den Grafen Tenebroso vermisst in den letzten Heften? Mir scheint, als ob Anna, Bella und Caramella auch ganz gut ohne denn Herrn Grafen durch die Weltgeschichte kommen. Ist Tenebroso nicht eher ein Relikt aus vergangenen Heften, den man eigentlich überwunden glaubte? Oder mal provokanter gefragt - wofür ist der überhaupt gut und wofür braucht man den im Heft?

  6. #6
    Dauerhaft gesperrt Avatar von Klein Wanda
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    Tenebroso hatte eigentlich in Adrian von Schwarzburg seine homoerotische Liebe gefunden, so dass man ihn elegant verabschieden hätte können. Andererseits wird er natürlich als Ritter Runkel 2.0 benötigt.

  7. #7
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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  8. #8
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    Zum Thema Tenebroso: Ich könnte mir vorstellen, dass er gar nicht direkt im Heft vorkommt, sondern nur eine Spur von ihm gefunden wird. D.h. er ist evtl. in einer anderen Zeitepoche in London gewesen und das steht irgendwo in den Gerichtsakten... Dann wäre er eher der Digedag 2.0, der jetzt die nächsten Hefte über gesucht wird.
    Realistisch betrachtet wird er aber wahrscheinlich einfach so auftauchen und die Zeittorkarte und Putzi mitbringen. Das wäre zwar für meinen Geschmack etwas zu einfach gelöst; ich denke, das ist aber die einzige Chance für die Mädels, aus der Zeitepoche zu verschwinden.

  9. #9
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Das Heft ist nun da. Ein paar Besonderheiten:

    S.10: Laden Apple Cars
    S.24: St. Paul's Cathedral
    S.28: Didi und Stulle, Runkels Helm und Don Ferrando
    S.33: Bella wohnt in London in der Abbey Road.
    S.35: Ein Schwert steckt in der Blumenvase.
    S.37: Diverse Mosaikhefte werden gelesen.
    S.40: Tenebroso hat ein Smartphone.
    S.50: Wunderschön in Schwarzweiß gehalten.
    Geändert von thowiLEIPZIG (23.04.2019 um 19:10 Uhr)

  10. #10

  11. #11
    Das Mosaik Nummer 40 mit dem Titel "Das Puppenhaus" ist mittlerweile das 6. Heft der sogenannten "London-Serie". Irgendwie kündigt sich auch gleichzeitig das Ende dieser Serie an, da wohl demnächst wieder ein Zeitsprung ansteht, was zwar bedauerlich ist, aber vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass ein Heft von Anna, Bella und Caramella nur alle drei Monate erscheint.

    Natürlich hat so eine Erscheinungsweise Vor- und Nachteile. Während die ersten Hefte der "London-Serie" sich wie ein Neustart der gesamten Reihe angefühlt haben und sich entsprechend interessant, nostalgisch und sehr angenehm gelesen haben, wurde es mit "London bei Nacht" schon etwas holpriger und "Das Puppenhaus" nun macht einen bislang sehr guten Eindruck ziemlich heftig zunichte.

    Und das liegt nicht daran, dass auf einmal Tenebroso wieder da ist, obwohl der irgendwie überhaupt nicht vermisst wurde und die Abenteuer ohne ihn irgendwie sehr viel stimmiger und angenehmer wirkten. Eigentlich aber ist das endgültige Auftauchen von Tenebroso, nach zwei gescheiterten Versuchen, welches sich katastrophal auf das ganze Heft auswirkt.

    Was er in Händen hält, ist Tablet- oder Smartphone-ähnliches Gerät auf dem ein Countdown rückwärts läuft, der ihm noch 47 Stunden und 58 Minuten in London gibt ehe sich das Zeitfenster für das angegebene Datum schließt.

    Das Datum ist auch genau angegeben. Es ist der 02. Dezember 1837. Und genau damit läuft das ganze Heft leider aus dem Ruder. Auf Seite 21 wird angegeben, dass Drina, der Kosename für Princess Alexandrina Victoria of Kent, die man als Königin Victoria von England kennt und die von 1837 bis 1901 auf dem Thron saß, sich über die Behandlung erbost und es ein heftiges Streitgespräch im Garten des Kensington Palace gibt. Dabei sagt Drina "Aber ich bin die künftige Königin von England."

    Allerdings ist Victoria seit dem 20. Juni 1837 Königin von England, die Krönungszeremonie erfolgt zwar erst am 28. Juni 1838 in der Westminster Abbey, aber da ist sie schon über ein Jahr Königin.

    Und auch längst nicht mehr im Kensington Palace. Bereits im Juli 1837 verlegt Victoria ihren Hofstaat in den umgebauten und erweiterten Buckingham Palace, der damit zur offiziellen Hauptresidenz der britischen Monarchie wird.

    Der nächste Fehler der sich aus diesem Datum 2. Dezember 1837 macht sich beim Besuch von Anna, Bella und Caramella bei Ada Byron, verheiratete King, bemerkbar. Caramella ruft glücklich auf Seite 19: "Das Baby! Das hatte ich ja ganz vergessen!".

    Offenbar haben aber alle vergessen, dass am 22. September 1837 das zweite Kind von Ada geboren worden war, Anna Isabella. Und da man Adas Tochter auch Annabella nannte, hätte man diese wunderbare Möglichkeit und Übereinstimmung doch sicher nicht außer acht gelassen und sie erwähnt.

    Aber es kann noch nicht einmal ein Druckfehler sein, da auf Seite 40 ja klar geschrieben wird - zur selben Zeit am Tower of London, sich also alle dann in dem Jahr befinden, welches auf Tenebrosos Bildschirm steht: 02. Dezember 1837.

    Was zu erwähnten fatalen Handlungsfehlern führt.

    Dabei hat das Heft selbst durchaus spannende und interessante Züge. Montgomery Freestone trifft Mary Shelley und will das Geheimnis der Kreatur von Viktor Frankenstein herausfinden. Auch der Golem findet Erwähnung und im erklärenden hinteren Teil werden beide Themen sehr schön und informativ aufbereitet und erläutert.

    Die Puppen im Keller, mal als Roboter, mal als Marionette, mal aus Stroh sind dann eher erschreckend, wenn man sich vorstellt, was der Grund ist, er will sich ein Abbild des Dienstmädchens, in das er verliebt ist, erschaffen, weil er sich nicht traut, ihr seine Liebe zu gestehen. Wofür will er dann die Puppe im Keller, wenn die mal lebendig ist? Gruselige Vorstellungen und irgendwie passen die nicht so wirklich in ein Heft, welches eine recht junge Zielgruppe hat und wo Frauen und Mädchen ja als emanzipiert gezeigt werden. Denn dann würde sich, wenn er Erfolg gehabt hätte, Montgomery Freestone diese lebendige Puppe als ...wie soll man das benennen...Sklavin... halten, da er dann ja auch kein Interesse mehr an der realen Harriet mehr hätte.

    Den nächsten Halt macht die Geschichte in den Räumen von Ada und William King.

    Und auch da haben wir eine komplette Veränderung des Wesens von William zu bemerken. Der völlig tobt, ausrastet und gar nicht mehr der charmante und hilfsbereite Mr. King ist, der die Mädchen sogar rettet und ihnen die Flucht ermöglicht. Auch da entsteht ein Widerspruch, denn egal wie man es dreht und wendet, entweder hätte er die Caramellen ans Messer liefern können, als sie noch in Schottland waren oder aber umgedreht hätten die Caramellen keinen Grund zu befürchten, dass man sie vor die Tür setzt, denn immerhin hätten sie ja den Ruf von Mr. King in der Hand, denn bei einer Verhaftung wäre ja auch herausgekommen, dass er aktiv ihre Flucht unterstützt hat und das hätte ihm ganz sicher den Titel gekostet, den er auf einmal, völlig aus der Luft gegriffen, so unbedingt erlangen will.

    Hätte man wirklich sehr viel schöner lösen können und in sich stimmiger. So ist die Verwandlung sehr mißtönend und auch nicht erklärbar. Das die Ehe so scheitert, ist sehr traurig und Ada hat zwar, wenn man ihre Lebensgeschichte betrachtet, sich tatsächlich darüber beklagt, wie unglücklich ihre Ehe sei, aber eben nur weil ihr neben Schwangerschaften und Kinderbetreuung so wenig Zeit für das Studium der Mathematik und für das Harfenspiel bleibe. Auch das sie gerne auf Pferde wettete und daran arbeitete ein mathematisch "sicheres" Wettsystem zu entwickeln, klingt im Heft an.

    Was aber völlig unter den Tisch fällt ist, dass sie sich ins Gesellschaftsleben stürzte und mehrere Liebesaffären hatte. Viel wichtiger aber ist, dass ihr Mann sich für sie sogar in die Royal Society aufnehmen ließ, wo er für sie Artikel abschrieb, da Frauen damals der Zutritt zu Bibliotheken und Universitäten (siehe die vorherigen Hefte, wo dies bereits thematisiert wurde) verweigert wurde.

    Also das klingt nicht wirklich nach einem Mann, der völlig desinteressiert und herrisch ist, sondern eher nach jemandem, der seine Frau wirklich geliebt hat, wenn er für sie sogar Artikel abschrieb, zu denen sie sonst keinen Zugang gehabt hätte. Das klang zwar in einem früheren Heft an - aber er tat es eben auch und gerade nachdem er sie geheiratet hatte.

    Dann taucht Tenebroso das erste Mal in einem Lichtwirbel auf und verschwindet entsprechend schnell auch wieder. Viel Hoffnung darauf, dass es dabei bleiben würde, bestand da aber schon nicht mehr, immerhin war ja Tenebroso bereits auf der zweiten Seite im - das sind wir - Bereich mit aufgeführt.

    Warum Anna sich auf Seite 15 mit Stiefeln auf Bett legt und das scheinbar völlig normal ist, mag man vernachlässigen, aber es ist nicht wirklich toll, wenn man bedenkt, dass es ja Straßenstiefel waren und die Straßen damals ... aber das ist ein anderes Thema.

    Auf Seite 15 ist Harriet, das Dienstmädchen von Freestone tatsächlich so alt dargestellt, dass sie zu ihrem Dienstherrn auch passt, auf den anderen Panelen ist sie ja eher jugendlich frisch gezeichnet, auch wenn das Haar vermutlich einen Grauschimmer aufweist.

    Dann kommt der kleine Byron auf Seite 19 ins Spiel, der leider etwas von Chucky der Mörderpuppe hat, so wie er da gezeichnet ist, und auch wie Caramella ihn sich unter den Arm klemmt auf Seite 23 ist bestimmt keine übliche Art, wie man ein Baby tragen sollte.

    Annas Gespräch mit Waterhouse hingegen ist sehr amüsant gestaltet, besonders die Mistkäfer und Stinkwanzen wirken da sehr stimmig.

    Die Schwierigkeiten, die sich aus Seite 21 ergeben, wurden ja bereits thematisiert, denn wenn Anna da auch mutig verkündet: "Keine Sorge Drina - wir holen dich da raus!", würden sie die regierende Königin von England entführen und bei aller Trotteligkeit von Scotland Yard, es bleibt zu hoffen, dass man diesen Handlungsstrang noch rechtzeitig korrigiert - immerhin gibt es ja einige Monate Zeit bis zum jeweils nächsten Heft.

    Am einfachsten wäre es natürlich das elektronische Gerät von Tenebroso nochmal einzublenden und dort einfach das Datum zu korrigieren auf 1836 und schon wäre alles in bester Ordnung.

    Großartig auch, wie Anna den Spazierstock zu Kleinholz macht, weniger schön dann die zweite "Erscheinung" von Tenebroso, wobei allerdings die "Bekehrung" des kleinen Taschendiebs richtig toll umgesetzt wurde.

    Herrlich auch, wie sich Bella und Scrooge ein Wortduell liefern, dabei wollen beide ja eigentlich unechte Ware an den Mann oder die Frau bringen.

    Das Toben von William King in der anschließenden Szene hingegen ist leider erneut schwierig in dieser Form zu akzeptieren, denn wie gesagt, die Caramellen hätten ihn ja eigentlich auch in der Hand. Schade das da die Handlung so gedreht wurde, dass aus William King ein derartiger Unsympath wurde.

    Dann landen wir also bei Montgomery Freestone und Bella kann mit ihrem Wissen einen Schlafplatz für die Mädchen heraushandeln, der sich allerdings als spinnenverseuchtes, wenig einladendes Zimmer entpuppt. Die Kerze auf dem Totenschädel ist zwar etwas morbide und überzeichnet die Stimmung im Hause, weil es ja kein Verlies etc. ist, aber immerhin gab es lange keine Besucher mehr, was die Spinnenweben rund um den Nachttopf auf Seite 36 beweisen, vielleicht ist das ja die Erklärung.

    Wenn man sich die beeindruckenden künstlerischen Fähigkeiten bei der Modellierung des Lehmabbildes von Harriet auf Seite 39 betrachtet, fragt man sich, warum die anderen Puppen, nochmals auf Seite 38 dargestellt, so gruselig wirken und so wenig Harriet nachempfunden.

    Das Happy End ist natürlich vorprogrammiert und aus Harriet Sutherland wird vermutlich demnächst Harriet Freestone werden.

    Tja und dann kommt auf Seite 40 die herrlich zynische und tiefsinnige Bemerkung. "Hoffentlich bringt er etwas zu essen mit... Ein guter Mensch zu sein macht nämlich nicht satt."

    Da blitzen die Möglichkeiten dieser Serie auf, da ist man beinahe versöhnt mit dem hellen Licht, was ja eigentlich nur eines bedeutet - Tenebroso ist wieder da und hat sich materialisiert. Warum dann auch nur Putzi das Eichhörnchen dabei sein muss, geschenkt, Tiere machen sich immer gut - sei es im Fernsehen oder eben in Comics und wenn die Abrafaxe halt die Ratte haben, dann die Caramellen das Eichhörnchen.

    Aber eigentlich möchte man, nachdem der Wächter meint: "Ja, am Anfang schreien sie alle." leise flüstern, hoffentlich werden alle und vor allem Tenebroso auch ruhiger, wenn sie viele, viele Jahre im Tower eingesperrt bleiben. Aber nein, natürlich wird Tenebroso die Caramellen finden oder sie ihn und dann wird man sich mit der elektronischen Teleportationshilfe in eine neue Zeit begeben.

    Irgendwie hatte eine Zeittorkarte allerdings viel mehr Charme, wobei auch da schon die Frage im Raum stand, warum müssen die Mädels ständig von einer Zeitepoche in die nächste? Im Gegensatz zu den Abrafaxen, die keine solche Karte besitzen, könnten die Mädels ja nicht nur alles steuern, sondern sich auch einfach sagen, hier ist es schön, da bleiben wir.

    In der wohl langsam zu Ende gehenden "London-Serie" hat sich gezeigt, dass ein Verweilen an einem Ort für einige Hefte, der Handlung richtig gut tut und man wirklich bessere Geschichten erzählen kann. Außerdem braucht es die Zeittorkarte auch nicht wirklich.

    Da die Mädels schon einige Zeittore passiert haben, wissen sie ja, wo sie zumindest einige Übergänge finden könnten, wenn sie wirklich und unbedingt dauernd hin und her hüpfen müssen und diese Zeitepoche verlassen wollen. Das wäre deutlich realistischer und man könnte sich da durchaus auch ein wenig am Mosaik orientieren, wo die Abrafaxe ja auch schon bewusst ein früheres Zeittor aufgesucht haben, nach ihren Abenteuern im Alten Ägypten.

    Tenebroso muss also nicht als "Deus ex machina" auftauchen, was sowieso immer ein problematischer und schwieriger Handlungsgriff ist, weil man so die Situation nicht wirklich auflöst, sondern eben bewusst in Kauf nimmt, dass man suggeriert, dass es die Mädels nicht aus eigener Kraft schaffen. Was sie ja jederzeit könnten, wenn sie ein früheres Zeittor aufsuchen würden. Feministisch und emanzipatorisch betrachtet ist also Tenebrosos Erscheinen eigentlich ein Rückschritt, denn man will doch mit dem Mädchen-Mosaik sicher nicht so eine Botschaft senden?

    Eine Bitte noch am Ende - damit es glaubwürdig wird... einfach im Heft 41 aus 1837 das Jahr 1836 machen auf dem Teleportationsgerät von Tenebroso. Sonst stimmt da absolut nichts mehr, denn vermutlich wird es ja darauf hinauslaufen, dass die Caramellen mit Drina ein Pferderennen besuchen werden und wie gesagt, Drina ist im Dezember 1837 schon längst regierende Königin von England.
    Geändert von SilverBlade (26.04.2019 um 20:08 Uhr)

  12. #12
    Mitglied Avatar von Nante
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    Auf eine Zeitkorrektur wirst Du wohl vergeblich warten. Das fällt unter die Rubrik „Künstlerische Freiheit“. Zumindest wurden so früher wesentlich gravierendere chronologische Anachronismen zum Beispiel in der Orientexpress- oder der Weltreise-Serie erklärt.

  13. #13
    Da waren gewisse chronologische Anachronismen der Handlung geschuldet, weil man bestimmte Ereignisse unbedingt mit im Mosaikheft haben wollte und ähnliche Gedankenansätze. Aber bei den Caramellen ist es ja offensichtlich von Bedeutung, dass Drina noch nicht als Victoria auf dem Thorn sitzt, insofern ist es eher ein Fehler, der nicht bewusst gemacht wurde, um einen Anachronismus zu rechtfertigen oder einer den man bewusst in Kauf nehmen musste, um eine Handlung eben so gestalten zu können, wie sie dann beschrieben wurde, sondern umgedreht der Fehler erzeugt erst eine sehr fehlerhafte Zeitabfolge und ließe sich wirklich auf sehr einfache Weise beseitigen. Bislang war ich von den genauen Recherchen sehr angetan, einfach weil der Hintergrund dadurch umso stimmiger und glaubhafter wirkte. Ich hoffe da sehr auf eine, wie auch immer geartete Korrektur. Weil dieser Fehler ganz ohne Not auftauchte und auch keinen wirklichen Sinn macht.

  14. #14
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    Interessante Hinweise, danke für die Erklärungen, SilverBlade! Mir hatte das Heft eigentlich ganz gut gefallen. Jetzt sehe ich es in einem etwas anderen Licht.

    Was Tenebroso anbelangt, gegen den hab ich nichts. Einen männlichen Begleiter für die drei weiblichen Protagonisten finde ich sogar ganz angenehm. Bin mal gespannt darauf, wie er zu seinen modernen Klamotten und dem Tablet gekommen ist.

  15. #15
    Grundsätzlich gefallen mir die Hefte der "London-Reihe" auch, nur so ein vermeidbarer und überhaupt nicht mit "künstlerischer Freiheit" zu begründender Fehler, trübt dann doch sehr das Vergnügen beim Lesen.

    Ein männlicher Begleiter für die Caramellen hat immer so den Anschein, als ob die Mädels das alleine nicht hinbekommen. Wenn man das Hauptaugenmerk auf eine weibliche Zielgruppe legt, sollte man doch sicher auch starke Mädchen haben, die nicht den Klischees erliegen und keinen männlichen Dauerbegleiter brauchen.

    Und irgendwie ist der Gedanke nicht stimmig, dass sie jetzt mit dem Teleportationsgerät reisen und eventuell auch in die Zeit der "modernen Klamotten" von Tenebroso.

    Gerade das die Caramellen jetzt eigenständig unterwegs sind, sich von den Abrafaxen auch räumlich und zeitlich gelöst haben, ist eine richtig gute Sache und es gibt eine Menge Zeitepochen und Gegenden der Welt, wo sie sehr viel erleben könnten, die Gegenwart oder Zukunft gehört da sicher nicht mit dazu, denn gerade die Geschichten um die starken Frauen der Weltgeschichte, machen diese Hefte so interessant. (Irgendwie käme mir da ein Abstecher ins alten Ägypten zu Hatschepsut in den Sinn.)
    Geändert von SilverBlade (28.04.2019 um 21:04 Uhr)

  16. #16
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    Das Heft war ja ganz nett, aber die Auflösung großer Quatsch: Mr Freestone will sich eine Sexpuppe einen Golem bauen, weil er in sein Dienstmädchen verliebt ist und sich nicht traut, sie anzusprechen? Bitte? O_o

    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Ein männlicher Begleiter für die Caramellen hat immer so den Anschein, als ob die Mädels das alleine nicht hinbekommen. Wenn man das Hauptaugenmerk auf eine weibliche Zielgruppe legt, sollte man doch sicher auch starke Mädchen haben, die nicht den Klischees erliegen und keinen männlichen Dauerbegleiter brauchen.
    Wenn der männliche Begleiter ein Trottel ist, dem die Mädels immer wieder aus der Patsche helfen müssen, dann ginge es schon.

    Bin ich übrigens der einzige, der es seltsam fiindet, wenn erwachsene Männer die Caramellen anflirten? Tut mir leid, aber ich nehme die drei Mädchen als zu kindlich wahr, um mit ihnen Geschichten um Liebe und Romantik erzählen zu können.
    Bitte beachtet meinen Verkaufsthread.

  17. #17
    Stimme ich zu, Filthy Assistant, wenn der Begleiter ein Trottel wäre - aber in diese Kategorie kann man ja niemanden mehr stecken, der aus eigenem Antrieb an ein Teleportationsgerät gelangt und durch die Zeiten reist, um die Caramellen zu finden. Genau dadurch wird ja diese Idee ad absurdum geführt. Jedesmal wenn die Caramellen ihm dann aus der Patsche helfen würden, hätte man als Leser sofort im Hinterkopf, ach und damals hat er ganz alleine sich durch verschiedenste Zeiten gekämpft und jetzt bekommt er noch nicht mal so etwas Banales hin?

    Das ist in der Tat seltsam, was du da in Bezug aufs Flirten etc. beschreibst. Genau da liegt auch das Dilemma. Man kann noch nicht mal sagen, dass die Caramellen besonders alt sind, bei den Abrafaxen hat das noch funktioniert, die sind einfach aufgetaucht und man weiß wenig über ihre Erschaffung oder Herkunft. Bei den Caramellen weiß man genau wann und wo und wer sie wirklich sind.

    Deshalb sind Szenen, wie auf dem Ball der Lady Ashcroft auch ziemlich problematisch. Weil für die Zielgruppe würden erwachsene Caramellen nicht stimmig sein und funktionieren. Für die Handlung, gerade wenn es um Liebe und Romantik geht, müssen die Caramellen aber unbedingt erwachsen sein, bzw. das entsprechende Alter haben. Auch wenn man jetzt argumentiert, dass ja bei den Zeitreisen einige Jahre vergangen sein könnten, das Erscheinungsbild hat sich nicht verändert. Insofern ein sehr wichtiger Punkt, den du da angesprochen hast Assistant. Wie würdest du denn diese Problematik lösen?

  18. #18
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  19. #19
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    Wenn Tenebroso mit Klamotten und Tablet aus unserer Zeit ausgestattet ist, dann hat er wahrscheinlich im Jahr 2018 aus dem Caramellen-Mosaik erfahren, wohin es die die Mädels verschlagen hat und konnte sich zielgerichtet dorthin steuern.

  20. #20
    Damit würde man dann komplett kapitulieren was gute Handlung angeht. Schlimm genug, dass er so modern daher kommt und über ein Teleportationsgerät verfügt. Aber das er auch noch im Caramellen - Mosaik gelesen haben soll, wo sich die Caramellen befinden? Dann wüsste er doch schon, dass er da auftaucht und eigentlich auch, dass ihn niemand wirklich vermisst. Dann hätte er auch wegbleiben können. Die London-Serie war auch wegen des Fehlens von Tenebroso so angenehm und interessant bislang.

  21. #21
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    Wenn er im Jahr 2018 davon erfährt, kennt er das Heft vom April 2019 nicht.

  22. #22
    Ernsthaft? Wer möchte so eine Wendung erleben? Dadurch würden dann eine Menge Zeitparadoxien erzeugt und gleichzeitig würde man sich fragen, fällt denen nichts besseres mehr ein? Es ist doch völlig egal ob er im Jahr 2018 oder 2019 davon erfährt - er sollte es einfach absolut nicht auf eine derartige Weise erfahren - so eine Wendung wäre katastrophal und die mühsam aufgebauten tollen Ansätze der London-Serie würde man mit einem Federstrich wegwischen. Niemand braucht einen Tenebroso der 2018 ein Caramellen-Mosaik liest und der dann ja auch irgendwie aus der Zeit des Bauernkrieges dorthin gelangt sein müsste etc. Es wäre einfach nur schön, wenn die London-Serie sich tatsächlich weiterentwickelt und vielleicht ist ja das Erscheinen von Tenebroso eher eine Möglichkeit, dass die Caramellen durch die Zeiten reisen, um ihn zu suchen und er hinterlässt immer wieder Spuren, aber so ein Teleportationsgerät und alle Schwierigkeiten lösen sich in Luft auf? Was bleibt dann noch als Handlung? Als Ziel der Caramellen? Warum reisen die dann überhaupt? Hier muss man der Geschichte einfach mehr Tiefe verleihen und sich davor hüten auch noch Teleportationsgeräte für Zeitreisen mit einzubauen.

  23. #23
    Mitglied Avatar von Nante
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    Wenn das Gerät nicht aus einem Zeit kommt, die auch für uns Zukunft ist, bekommt er bald ein ganz profanes Problem: Wie lädt er das Ding in London des Jahres 1837 oder 1836 wieder auf?

  24. #24
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Wenigstens dürfte das W-LAN, das seit Urzeiten durch die Luft fliegt, noch nahezu unbenutzt sein.
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  25. #25
    Das Gerät muss aus einer sehr fernen Zukunft kommen. Volle Akku-Leistung für ganze 48 Stunden und dann noch genügend Energie um eventuell 4 Personen plus ein Eichhörnchen zu teleportieren. Nicht das Charles Babbage das Gerät zu Gesicht bekommt und seine Analytical Engine nicht mehr weiterentwickelt, weil ja schon viel bessere Rechenmaschinen erfunden sind. Oder er hat den Universal-Adapter oder Akku dabei oder erfindet ihn schnell. Dabei war das alles so toll im London des 19. Jahrhunderts. Warum jetzt Tenebroso mit Zukunftstechnik? Wer verzapft sowas und weshalb? Die Hefte waren echt angenehm zu lesen bislang. Aber Zeitfehler und dann noch Tenebroso mit Teleporter. So schade.

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