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Thema: Tango

  1. #1

    Tango

    Irgendwo muss man eine Grenze ziehen, dachte ich mir. Es wird auf die Dauer zu teuer. Es nimmt zuviel Platz in Anspruch. Die Nähe zur Sucht ist augenfällig. Auf eine Therapie habe ich keine Lust. Erste Maßnahme: du lässt EINE der neuen Serien aus. Die Wahl fiel auf Tango.

    Das zur Vorgeschichte. Nun zum Comic. Tango ist eine Abenteuergeschichte, wie ich sie mag. Einsamer Held. Hat eine düstere Vergangenheit. Ist aber im Grunde seines Herzens ein guter Mensch. Setzt sich für die Schwachen und Hilflosen ein. Sieht gut aus. Bekommt jede Frau. Ist finanziell und überhaupt unabhängig. So eine Mischung aus Robin Hood, John McClane und Dr. Kimble. Wer möchte nicht so sein? Damit sind wir auch schon beim Leitmotiv der Serie: Tango ist auf der Flucht. Und zwar vor Leuten, die ihr unversteuertes Geld gerne wieder haben möchten. Die Story ist vielleicht nicht neu und auch nicht besonders originell, aber routiniert, spannend und unterhaltsam erzählt.

    Der Comic fällt nicht unbedingt unter meine persönlichen top ten dieses Jahres. Er enttäuscht aber auch nicht. Warum? Wegen der tollen Zeichnungen von Xavier. Wem "Winter 1709" und "Conquistator" (nur die beiden seiner Serien habe ich gelesen) gefallen hat, der wird voraussichtlich Tango ebenfalls mögen. Landschaften, Personen, Gesichter, alles grandioser fb-Stil. Schön auch das Reisetagebuch am Ende des Bandes. Alles in allem ein gelungener Comic zu einem - wie ich finde - wirklich fairen Preis. Und das Schlechte zum Schluss: eine weitere Serie, die auf meiner Kaufliste gelandet ist. Wenn das so weiter geht, werde ich mir bald noch nicht einmal mehr einen Therapeuten leisten können.

  2. #2
    Mitglied
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    Mit dem "Grenzenziehenwollen"-Vorsatz geht es mir ähnlich. Diesen Comic sollte es treffen, da war ich unnachgiebiger als Trump mit Mexikanern. Der sollte schön hinter der Grenze bleiben, der Comic. Ich war mir so sicher.

    Dann hatte mich die Leseprobe schon beinahe verführt, ich konnte mich aber noch zusammenreißen. Nun wird es wohl wieder keine Grenzen bei mir im Comicland geben. Zumindest nicht für einen gepflegten Tango. Womit wir beinahe wieder in Mexiko wären, da ist dann Bolivien auch nicht mehr weit.

    Aber nein. Ich bleibe standhaft. Zumindest heute. Das Setting interessiert mich eigentlich nicht. Den Therapeuten kann ich mir sparen.

    Ach, ich sehe es kommen: Der Tango wird sicherlich nach meinem nächsten Comic-Dealer-Besuch mit mir nach Hause tanzen. Schrecklich, dieses zwanghafte Verhalten.
    Schön, diese Comics!

  3. #3

  4. #4
    Dann wird er wahrscheinlich im nächsten Sommer/Herbst Programm von Splitter erscheinen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Jolly Roger
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    Daumen hoch für Bd. 1. Xavier kann auch "Gegenwart" (nach Historischem, wie Kreuzzug, Conquistador oder Winter 1709).

  6. #6
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    Absolutes Lesevergnügen. Eine runde Geschichte. Hier will man auf jeden Fall noch mehr erfahren.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Ich hatte ihn nach der Ankündigung auf meiner Liste - und bin nicht enttäuscht.
    Für alle, die immer erst nach Abschluss einer Serie einsteigen wollen: hier müsst ihr nicht warten, die Story ist in sich abgeschlossen, der nächste Band verspricht ein neues Abenteuer, eventuell mit alten Feinden.

  8. #8
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ich bin so einer. Hab vielen Dank, Tango steht natürlich auf der Liste.
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  9. #9

  10. #10
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Beim lesen der Leseprobe musste ich extrem stark an Matz seine andere Serie der Killer erinnern.
    Die Ähnlichkeiten auch von den Dialogen sind einfach zu offensichtlich
    Dort ist der namenlose Killer ja nach Venuzuela geflohen und genau wie nun bei Tango in Bolivien hat er auch dort ebenfalls versucht bei den Einheimischen netten unauffälligen Kontakt zu bekommen und Fuss zu fassen.
    Gerade die gedachten Dialogen ähnenln sich doch hier schon extrem stark.
    Was mich bei Tango in der Leseprobe aber am meisten abschreckt , sind mehr diese ganzen total triefenden Klischees (verwitwete junge hübsche Bardame -Einsamer Held, Junge bester Freund vom einsamen Held , dessen Vater wird vom Verbrechersyndikat bedroht - Einsamer Held springt selbstherzig ein ala Durango usw.)
    Alles so wie ein Klischeeabziehbild, Tausendmal gesehen , am Reissbrett entworfen, aber wie gesagt ich kenne halt nur die Leseprobe und die macht mir einfach keine Lust den Comic zu lesen wenn sich dort dies nun jetzt so fortsetzt.
    Ein
    Herz
    für Hardcover

  11. #11

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