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Thema: Hegen und die Urheberrechte (aus "Digedags in der Zeitung" ausgelagerte Diskussion)

  1. #101
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von Anaxagoras Beitrag anzeigen
    Tja, da muß man dem Bhur mal sagen, daß er da in der Mosapedia nachschauen muß!
    Ja, ja Asche auf mein Haupt.

    @Uhrvieh: Das ist ein seltsames Objekt. Ich kann das nicht ganz deuten. Kann es sein, dass der Hegen da Anfang der Neunziger Jahre einen Vorsatz für einen Sammelband aus einer fertigen Zeichnung basteln wollte ?

    Hegen saß ja in der Waldowallee mit seiner Tschatscha im Zimmer. Die zeichnete doch parallel zu seinen Aufrissen gleich neue Figurinen zu den neuen Personen im Heft. Sie haben sich dabei sicher eng abgestimmt. Damit hatten die Zeichner dann ein zusätzliches Hilfmittel, wer welcher "Eierkopp" sein sollte.
    Geändert von Bhur (22.01.2018 um 19:25 Uhr)

  2. #102
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    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    @Bhur,

    in #64 hatte ich auf den Aufriss + überklebte Zeichnung EB H 2011/09/0012.30 aufmerksam gemacht. Ich weiß ja nun nicht, ob die beiden Teile vom gleichen Zeichner sind - was mich beschäftigt: Falls nicht .... woher weiß der ausführende Zeichner, zu welchem "Eierkopp" welche Figur gehört? Wie wurde das gehandhabt - gab es dazu noch schriftliche Hinweise, passierte das auf Zuruf oder standen die Zeichner soweit in der Story dass sie vieles selbst entscheiden konnten? Bei den Hauptfiguren gab es sicher genügend Erkennungsmerkmale...
    Hier handelt es sich nicht um eine überklebte Zeichnung. Mit Klebeband wurde hier nur die Konturenfolie der geinkten Strichzeichnung fixiert. Im Nachhinein hat Hegen hier eine Änderung des Formates vornehmen wollen und entsprechend die Zeichnung schemenhaft erweitert. Da es sich um ein sehr schönes Motiv handelt, ist anzunehmen (wie auch Bhur schon vermutet hat), dass es bsw. ein Sammelbandcover werden sollte.

  3. #103
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    @Bhur,

    in #64 hatte ich auf den Aufriss + überklebte Zeichnung EB H 2011/09/0012.30 aufmerksam gemacht. Ich weiß ja nun nicht, ob die beiden Teile vom gleichen Zeichner sind - was mich beschäftigt: Falls nicht .... woher weiß der ausführende Zeichner, zu welchem "Eierkopp" welche Figur gehört? Wie wurde das gehandhabt - gab es dazu noch schriftliche Hinweise, passierte das auf Zuruf oder standen die Zeichner soweit in der Story dass sie vieles selbst entscheiden konnten? Bei den Hauptfiguren gab es sicher genügend Erkennungsmerkmale...
    Ich glaube, Zimmi hatte da schon freie Hand, bei den „Wimpelbildern“, bis auf die Figuren, die als Figurinen vorhanden waren.
    Aber ich denke und hoffe, dass wird im nächsten "Zimmi-Buch" alles gut erklärt?
    Geändert von gbg (23.01.2018 um 20:36 Uhr)

  4. #104
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Wer mit dem ZGF arbeiten möchte, also auch Journalisten, die müssen halt die politische Schiene der Stiftung vertreten.
    In etwas so: Es kann nicht sein, dass es in der sozialistischen "DDR" nur Ansatzweise Spaß und Freude gegeben hat! Schon gar nicht eine "relativ" unpolitische Kinderzeitschrift, die sich anmaßte, fast so ähnlich zu erscheinen, wie in der BRD! Also musste eine Erklärung her, Gott sei Dank warf Hegen 1974 hin und es gab auch noch eine Klage, gegen einen ideologischen Verlag in der DDR. Was besseres konnte doch gar nicht passieren.
    Und glaubt doch mal nicht, dass man das Bundesverdienstkreuz bekommt, weil man für den DDR-Verlag Junge Welt gearbeitet hat? Da muss schon eine "gruslige" Story her. In 20 oder mehr Jahren wird der Hegen praktisch zum Widerstandskämpfer auf zeitungspolitischer Ebene, also praktisch ohne ihn, wäre es nie zum "Umsturz" gekommen.
    Ich kann mich ganz schemenhaft erinnern, dass ich das Mosaik immer heimlich las, es durfte in der Öffentlichkeit niemand sehen und die konspirativen Treffen am Kiosk, wurden meist heimlich von der Stasi belauscht und fotografiert! Oder habt ihr schon mal öffentliche Bilder gesehen, wo jemand ein Mosaik-Hefte freudestrahlend am Kiosk einem westlichen Journalisten in die Kamera hielt?
    Also diese ganze subversive Heft, nein, sowas konnte nur unter größter Geheimhaltung (deshalb gab es auch keine Interviews und nichts über Hegen zu berichten) stattfinden. Ja das Geld des Verkaufs des Mosaik, das hat der Verlag gern genommen, schließlich konnten davon gute hochwertige Zeitschriften, so der Pionierleiter oder Junge Welt die sozialistische Moral hochhalten... - ...aber Mosaik???
    Nun so einen Widerstandskämpfer, der passt doch prima ins Bild des ZGF's. Wenn es das nicht gegeben hätte, dann hätte man es eben erfunden?
    Du redest einen Stuß zusammen, der schlicht paranoid ist.

  5. #105
    Mitglied Avatar von phönix
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    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    Du redest einen Stuß zusammen, der schlicht paranoid ist.
    @L.N. Muhr: Und du kannst nicht mal Smileys lesen?
    Wie soll das da mit den Krach-bumm-cratsch-Übersetzungen funtionieren?

  6. #106
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    Seit wann lesen Sammler die Comics auch noch?

    Da ist kein Smiley, gbg meint den ersten Satz völlig ernst. Das ist Stuß, durch und durch. Dass sowas noch schöngeredet oder ignoriert wird, weil man sich halt kennt, statt zu sagen "Junge, du fängst an durchzudrehen, du solltest dir Hilfe suchen" kapier ich nicht.

  7. #107
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Die einen sagen so, die anderen sagen so.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  8. #108
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    Da ist kein Smiley, gbg meint den ersten Satz völlig ernst. Das ist Stuß, durch und durch. Dass sowas noch schöngeredet oder ignoriert wird, weil man sich halt kennt, statt zu sagen "Junge, du fängst an durchzudrehen, du solltest dir Hilfe suchen" kapier ich nicht.
    Tje, der gbg is ja nu nich der einzje hier, der ab und an mit seinen politischen Ansichten nich hinterm Berg halten kann, nech?
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  9. #109
    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Hier handelt es sich nicht um eine überklebte Zeichnung. Mit Klebeband wurde hier nur die Konturenfolie der geinkten Strichzeichnung fixiert. Im Nachhinein hat Hegen hier eine Änderung des Formates vornehmen wollen und entsprechend die Zeichnung schemenhaft erweitert. Da es sich um ein sehr schönes Motiv handelt, ist anzunehmen (wie auch Bhur schon vermutet hat), dass es bsw. ein Sammelbandcover werden sollte.
    Danke Bhur & Kathleen, das ist dann auch eine logische Erklärung für den eingezeichneten Daumen (unten). Es ist schön, dass man im Archiv auch so etwas findet, nur leider schlecht dokumentiert ...
    Gibt es Versuche, falsche Datierungen oder fehlende Einordnungen / Kommentare den zuständigen Archivaren mitzuteilen um langfristig solche Fehler auszubügeln?
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  10. #110
    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    ... Und glaubt doch mal nicht, dass man das Bundesverdienstkreuz bekommt, weil man für den DDR-Verlag Junge Welt gearbeitet hat? ...
    Hier irrst du. Punkt 6 der Kriterien für das Bundesverdienstkreuz erfüllte Hannes Hegen hervorragend.

    Da muss gar keine gruslige Story her. Hegen hat nicht durch politische Zänkereien, sondern dem "Umsturz" durch die enorme Ressourcenverschwendung (siehe Mosaik-Katalog von R.G.) zumindest den Boden bereitet. Wer aber etwas genauer hinschaut erkennt die ganze Wahrheit, denn dafür hätte es nur das Band (ohne Orden) gegeben! Hegens Machwerke wirken systemübergreifend und über seinen Tod hinaus. Es sind die nach der Wende nicht enden wollenden Nachdrucke in allen nur denkbaren Formaten, die auch diese korrupte Gesellschaft in die Knie zwingen wird. Ich habe gehört, dass man beabsichtigt, die Sammelbände nunmehr auf Kirschkernen gelasert herauszubringen ( 4 Hefte auf einem Kern ). Tatsache ist, dass Hegen unter strengster Geheimhaltung seit 1976 an diesem Projekt arbeitete. Leider kann er seinen Triumph nicht mehr feiern (oder doch ?) ...
    Welche kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen das nach sich ziehen wird, kann sich jeder vorstellen - und wer da seit Jahrzehnten die Strippen zieht doch wohl auch ...
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  11. #111
    Mitglied Avatar von Remory
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    In einer Sache hat gbg aber recht. Das Mosaik war nie politisch. Auch das man damit quasi als DDR-Bürger verreisen konnte spielte damals keine Rolle. Es waren einfach lustige und vor allem spannende Geschichten. Die Legenden wurden dann später erst nach der Wende gestrickt. Ich empfand das schon immer sehr befremdlich das diese angeblich politische Rolle, die Herr Hegenbarth mit seinem Mosaik gespielt haben soll, immer so in der Presse und in Ausstellungen hervorgehoben wird. Das ist nämlich tatsächlich "Stuß".

  12. #112
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Richtig. War schon eine Menge Zuckerbrot, was der Hannes produzieren ließ. Als mich das jedoch tangiert hat, habe ich die Peitsche aber nicht spüren können oder müssen. Insofern trifft eine Glorifizierung hier auch nicht den Punkt...

  13. #113
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Wimpelbilder
    Was ist das genau?

  14. #114
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    Zeichnungen, wo die Personen darauf Wimpel tragen oder schwenken.

  15. #115
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Zeichnungen, wo die Personen darauf Wimpel tragen oder schwenken.
    Ach sooooo. Verstehe.


  16. #116
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    Insofern trifft eine Glorifizierung hier auch nicht den Punkt...
    Richtig.
    Bei manchen artet es allerdings schon zu einer Apotheose Hegens aus.
    Seine Leistung ist beachtlich und unbestritten, aber beides, Glorifizierung und Apotheose, sind unangebracht.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  17. #117
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    Was ist das genau?
    Dann verbessere es doch, Du Oberleerer

  18. #118
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    In einer Sache hat gbg aber recht. Das Mosaik war nie politisch. Auch das man damit quasi als DDR-Bürger verreisen konnte spielte damals keine Rolle. Es waren einfach lustige und vor allem spannende Geschichten. Die Legenden wurden dann später erst nach der Wende gestrickt. Ich empfand das schon immer sehr befremdlich das diese angeblich politische Rolle, die Herr Hegenbarth mit seinem Mosaik gespielt haben soll, immer so in der Presse und in Ausstellungen hervorgehoben wird. Das ist nämlich tatsächlich "Stuß".
    Danke wenigstens Einige haben die Ironie erkannt, aber mit „Speck“ fängt man „Mäuse“

  19. #119
    Mitglied Avatar von gbg
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    Nun aber mal wirklich zu meiner Frage, gibt es ein belegbares Bild aus dem Mosaik (nach Kollektivgründung) welches Hegen (Wimpelbild ) durchgezeichnet hat, sodass man es nur noch „inken“ musste?
    Da ich im ZGF-Archiv noch lange nicht alle Bilder (bedingt auch durch die grottige Beschreibung) angesehen habe, wo „Hegens Handschrift“ zum Tragen kommt.
    Geändert von gbg (23.01.2018 um 22:21 Uhr)

  20. #120
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    Die Motive (Titel) der Jahreskalender 1994-1996 müssten von ihm sein. Wimmelbilder hat er ja aber auch schon vor dem Beginn der Mosaikreihe für den frischen Wind gezeichnet in Form dieser Preisausschreiben bsw. oder das "Betriebssport" Wimmelbild fallen mir da spontan ein.

  21. #121
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    In einer Sache hat gbg aber recht. Das Mosaik war nie politisch. Auch das man damit quasi als DDR-Bürger verreisen konnte spielte damals keine Rolle. Es waren einfach lustige und vor allem spannende Geschichten. Die Legenden wurden dann später erst nach der Wende gestrickt. Ich empfand das schon immer sehr befremdlich das diese angeblich politische Rolle, die Herr Hegenbarth mit seinem Mosaik gespielt haben soll, immer so in der Presse und in Ausstellungen hervorgehoben wird. Das ist nämlich tatsächlich "Stuß".
    Find ich ganz interessant diese Aussagen, habe immer gedacht es geht nur mir so. Als Kind hat das Mosaik bei mir keine Reisesehnsüchte geweckt, vielmehr waren es Träume selbst ein Teil der Geschichte zu sein. Die Spannung der Abenteuer und die Zeichnungen waren es, die mich dabei gefesselt haben. Unterschwellige Politik wie es in den Neosheften noch vorkam spielte ja ab Anfang der 60er Jahre dann im Moaik eh keine Rolle mehr und die frühen Hefte hatte ich sowieso nicht. Das alles wunderbar recherchiert war, habe ich eh erst später begriffen. Ich will auch nicht ausschließen, dass Leser der Hefte Traumreisen in die fernen Länder unternommen haben, aber ich zweifle auch stark die heute in jedem Zeitungsartikel zum Mosaik ausgeführten "Sehnsüchte" der damaligen Leser an. Waren ja zumeist Kinder und keine Erwachsenen, das wird heute wohl oft verwechselt. Aber zu einer Politisierung dient es im nachhinein allemal. Hegen hat auch nie davon gesprochen, die Leser in für sie unerreichbare Länder entführen zu wollen, er wollte einfach unterhalten und das ist ihm (und Lothar) wie ich finde sehr gut gelungen.

  22. #122
    Mitglied Avatar von gbg
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    Ja diese Bilder sind von ihm, aber im Vergleich zu dem „besagten“ Bild im Lindner-Buch, nicht aussagekräftig, da auf S.245 ein ganz anderer Zeichenstil zu sehen ist.
    Ich möchte diesen Stil von ihm sehen oder einen Nachweis dazu.

    Zum obigen: Reisen

    Die Lektüre des Mosaik hat einen letztendlich den Blick geöffnet für andere Länder und deren Sitten. Das ich nun unbedingt dahin wollte, glaube ich nicht, zumindest hat das Mosaik keine Weltreisegelüste ausgelöst. Es war schön davon zu lesen und es zu sehen, man nahm es natürlich für „bare Münze“, da kein weiterer Vergleich greifbar war.
    Und zum politnahen Comic wurde es erst nach der „Wende“ stilisiert. Bis dahin war über den Macher und seiner Zeitschrift wenig bis gar nichts bekannt.
    Sicher ab 1990 hat man dann auch die Gestaden des Mosaik besucht, so war ich in Venedig auf den Spuren des Mosaik und war sehr überrascht von der Detailtreue der Zeichnungen, obwohl die Texter/Zeichner auch nicht dort waren.
    Sicher gab es auch in der DDR von allem Vorlagen, aber die waren nun mal nicht breit gestreut. Ich kann mich an keinen Bildband z.B. über Venedig erinnern?
    Geändert von gbg (23.01.2018 um 23:31 Uhr)

  23. #123
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Zeichnungen, wo die Personen darauf Wimpel tragen oder schwenken.
    Heißen die Dinger nicht "Winkelement"?
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  24. #124
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Ja diese Bilder sind von ihm, aber im Vergleich zu dem „besagten“ Bild im Lindner-Buch, nicht aussagekräftig, da auf S.245 ein ganz anderer Zeichenstil zu sehen ist.
    Ich möchte diesen Stil von ihm sehen oder einen Nachweis dazu.
    Wie mir Jens Fischer, einer der besten Kenner der Zeichenstile, versicherte, ist auch die fertige Zeichnung von dieser Szene von Hannes Hegen. Auch der Rückblick auf die Nero-Hypnose im Heft 198 ist ziemlich sicher von ihm, oder die Titelbilder der Hefte 200 und 212.

    Persönliche Zeichenstile sind ja nichts statisches. So etwas verändert sich im Lauf der Jahre langsam. Den Strich von Hannes Hegen aus den frühen 50ern kann man sicher nicht 1 zu1 20 oder 30 Jahre später genauso wiedererkennen.
    Geändert von Bhur (24.01.2018 um 00:26 Uhr)

  25. #125
    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    ... Sicher gab es auch in der DDR von allem Vorlagen, aber die waren nun mal nicht breit gestreut. Ich kann mich an keinen Bildband z.B. über Venedig erinnern?
    Ja, in den Landesbibliotheken (später "Wissenschaftliche Allgemeinbibliotheken") und natürlich in den Uni-Bibliotheken gab es so ziemlich alles.


    Als junger Spund habe ich mich sehr für Fotografie interessiert und bin ständig vor allem Antiquariate abgeklappert um preisgünstig an Bildbände zu kommen. U.a hatte ich auch einen Band aus dem "Verlag Volk und Welt" mit dem Titel "Venedig - Tage und Jahrtausende". Eine großartige Reisebeschreibung mit vielen Fotos.
    Das Problem: .... Die Digedags zogen zu diesem Zeitpunkt schon in den Orient (1974/75). Man könnte also sagen, das Mosaik gab den Autoren die Anregung zu dieser Venedig-Reise.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

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