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Thema: Hegen und die Urheberrechte (aus "Digedags in der Zeitung" ausgelagerte Diskussion)

  1. #176
    Mitglied Avatar von Remory
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Ich habe mal hier einen Link https://www.youtube.com/watch?v=d-73-71UhoA , da kann sich dann auch jeder ein Bild machen, speziell ab Stelle 14:04-14:30.
    Nichts anderes wurde hier von den meisten vertreten. Hegenbarth machte die Vorgaben und lockere Aufrisse ( siehe Buhrs Beispiel) und die Zeichner richteten sich danach, hatten aber die Möglichkeit ihre eigene Handschrift mit einzubringen. Deshalb war ja das Ergebnis so qualitativ hoch. Jeder Zeichner war auf seinem Gebiet eben herausragend. Lona war Spezialist für die Mimik, Zimmi für die detailgetreuen Wimmelbilder. Die Herren für die technischen Gerätschaften usw.

  2. #177
    Mitglied Avatar von Remory
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Teil doch bitte mit wie es nach Lonas Erkenntnis gewesen sein soll!
    Lona sprach immer voller Begeisterung von Hegenbarth. Ich habe mich für sie gefreut, dass sie es noch geschafft hat mit ihm kurz vor seinem Tod wieder Kontakt zu knüpfen. Das nur vorweg.
    Lona sagte sinngemäß, das eine Antwort auf die westlichen Comichefte vom Verlag geplant war und das die Wahl unteranderem auf Hegenbarth fiel. Es hätte aber auch jeder andere Zeichner sein können, bzw. war er wohl einer von den Auserwählten, der bereit war sich dieser imensen Arbeit zu stellen. Das wollte gar nicht jeder. Also der Anstoß kam vom Verlag und erst danach wurde das Konzept von Hegenbarth erarbeitet.
    Geändert von Remory (28.01.2018 um 17:35 Uhr)

  3. #178
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Rookie, du rüttelst am Sockel!
    Das verkraftet nicht jeder!!!
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  4. #179
    Mitglied Avatar von phönix
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    @kathleen: Falls du diese Zeilen nur überflogen hattest, hier noch mal:
    Zitat Zitat von phönix Beitrag anzeigen
    ... Und, noch was. Kausalketten sind in einem Meinungsaustausch gut und wichtig. Bringen aber nichts, wenn man die Reihenfolge von Ursachen und Wirkung vertauscht, oder Wirkungen in den falschen Kontext setzt, oder Fakten, die zu bestimmten Ergebnissen geführt haben ignoriert. Solche Ketten führen dann zu extrem subjektiven Erkenntnissen, so dass es schade um die Zeit ist, an diesen Stellen weiter zu diskutieren...
    Wie gesagt, wir müssen hier nicht irgendwelche Buddelkastenargumente suchen. Es ist für das Anliegen von dir völlig unwichtig, dass ich z.B. die Neosserie auch besonders mag, Lona da auch in Heft 51, 52, 56, 57, 61, 62, 66, 67, 72 und 73 mitgezeichnet hat, der von dir genannte Mosaik-Fan hier im Forum nur als Fan - der er auch schon war, bevor er in einem bestimmten Verlag angefangen hat zu arbeiten - seine, auf der Grundlage von Berufserfahrungen gebildete, Meinung schrieb,..., etc.
    Scribble mit Aufrissen zu vergleichen, Aufrisse mit Zeichnungen und eine Zeichnung mit einer ganzen Lebensleistung ist kindisch. Und, nur weil jemand nicht in allen Dingen perfekt ist, schmälert das seine Lebensleistung nicht.... Andererseits gibt es meines Wissens keinen Menschen, der in allen Dingen perfekt ist. Warum auch? Eine positive menschliche Seite ist ja, aus Fehlern zu lernen und an Unzulänglichkeiten zu arbeiten, um besser zu werden.

  5. #180
    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Bei manchen artet es allerdings schon zu einer Apotheose Hegens aus.
    Seine Leistung ist beachtlich und unbestritten, aber beides, Glorifizierung und Apotheose, sind unangebracht.
    Du hast das in den letzten Tagen eigentlich oft genug wiederholt, dass sich bei mir die Frage stellt wo bei dir eine Glorifizierung beginnt und ob du mal ein Beispiel dafür nennen könntest, wo oder von wem Hegen derart vergöttert wird, dass die Begrifflichkeit Apotheose zur Anwendung kommen könnte.
    Deiner Grundaussage ist ja gar nicht zu widersprechen, denn die gilt ja nicht nur für Kultur und Sport, sondern besonders auch in der Geschichtsschreibung und (besonders gefährlich!!) Politik und ideologisch geprägten Diktaturen.

    Ich habe mich für einige Jahre aus dem Forum zurückgezogen und auch nicht alles was in dieser Zeit hier geschrieben wurde „nachgeholt“. Jeder beurteilt bestimmte Aussagen geprägt durch seinen eigenen Standpunkt und sein Faktenwissen – das ist klar. Schon deshalb kommt es zu Meinungsverschiedenheiten. Aus meiner Erinnerung heraus kenne ich nur ein Forenmitglied (das heute nicht mehr postet) dem durchaus unterstellt werden konnte, dass sich sein extrem fundiertes Faktenwissen von Bild und Text aller 223 Mosaikhefte mit einer Glorifizierung Hannes Hegens vermischte. Aber selbst bei ihm würde ich nicht so weit gehen, dass er Hannes Hegen gottgleich und fehlerfrei betrachtet hat. Dazu kenne ich ihn zu gut. Also kann man sich doch solche Bemerkungen sparen – es sein, man wünscht unsachlichen Schlagabtausch.

    Wenn Kathleen z.B. schreibt:
    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    ... Ohne Lona Rietschel hätte es Mosaik gegeben, ohne Hegen nicht...
    … so ist das eine Meinungsäußerung die ich durchaus teilen kann – denn das ist schlicht und einfach eine Tatsache. Ob diese Aussage auch hier stehen würde, wenn Kathleen nicht ständig in die Enge getrieben werden würde … ich weiß es nicht.
    Aber damit hat doch niemand Lonas Leistungen und Verdienste um das Mosaik in Frage gestellt. Lona Rietschel war ein Glücksfall fürs Mosaik, zweifellos – wie andere Mitglieder des Mosaik-Kollektivs auch!
    Mit dem heutigen Wissen stelle ich fest, dass ich persönlich oftmals den Strich von Horst Boche vorgezogen habe (damals wusste ich natürlich nicht, dass nicht alles aus einer Hand kam). Da frage ich mich, ob das auch daran liegen könnte, dass um meine ersten Kontakte zum Mosaik (in den Schulstunden untern den Tischen durchgereicht) hauptsächlich Hefte aus der Zeit zwischen 1958 und 1961 waren. Bei den älteren Heften fehlten eh fast immer die Titelseiten … So etwas prägt ja auch den Sehgewohnheiten und Geschmack. Ab der Amerika-Serie haben mir die Figuren dann immer weniger gut gefallen (aber immer noch gut genug um bis zum Heft 224 dabei zu bleiben). Wer nach dem Ende des Mosaik von Hannes Hegen aufgewachsen ist, sieht das mit anderen Augen – das das wundert mich nicht wirklich und sagt letztlich doch auch gar nichts aus..

    @Kathleen, es würde mich mal interessieren, mit welchen Nummern (oder welcher Serie) du das Mosaik kennengelernt hast. Kann man da ebenfalls einen Zusammenhang mit den Vorlieben zum Zeichenstil herstellen? Denn auch bei mir ist es bis heute die Neos- und Erfinderserie, die im Rückblick stets auf meiner Hitliste standen. Es geht jetzt auch gar nicht darum, ob Lona schon damals an Heften mitgearbeitet hat, die mir besonders gut gefielen – jeder Zeichner machte doch Entwicklungen durch (wie auch der Stil des der kompletten Hefte und Serien).

    Den ganze Schlagabtausch um das Können der Zeichner finde ich extrem armselig. Obgleich mir ein Stil oder eine bestimmte Phase im vielleicht mehr gefällt als eine andere, so haben sie doch irgendwo alle ihre Highlights und ich käme ich nie auf die Idee zu sagen, Horst Boche war ein besserer Zeichner als Lona Rietschel. Und den Vergleich mit Hannes Hegen spare ich mir ebenfalls, denn so etwas finde ich ziemlich anmaßend, ganz egal wer da seine Meinung über andere stellt. Auch schon deshalb, weil jeder gefordert war sein Können weiterzuentwickeln, sich zu spezialisieren. Für mich war das Mosaik schon immer eine Einheit, die (für mich = ahnungslos) aus einem Guss war. Manche Geschichten fand ich besser als andere, bestimmte Zeichnungen stachen besonders hervor. Heute wissen wir längst, dass hinter dem Mosaik von Hannes Hegen ein Kollektiv von hervorragenden Zeichnern stand. Und es ist auch klasse, dass es Experten gibt, die sich näher damit beschäftigen – und außerdem ein schönes Hobby. Aber es sollte auch als normal angesehen werden, wenn dieser Aspekt nicht von jedem Mosaikfreund in den Fokus gestellt wird. Warum soll es eine Glorifizierung sein, wenn jemand die Gesamtleistung eines Künstlers die zu einem bestimmten Werk geführt hat, besonders hoch (oder gar als entscheidend) einschätzt, solange nicht die Leistungen anderer Beteiligter wissentlich verleugnet werden? Und das findet meines Erachtens hier zum Glück auch nicht statt. Wer etwas anderes herausliest, der möchte das wohl so.

    Warum es trotzdem nötig ist ständig Öl ins Feuer zu gießen und aufeinander loszugehen, erschließt sich mir nicht ganz. Wenn Rookie uns aus seinen Kontakten (oder anderen Quellen) mitteilt:
    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    ...Lona sagte sinngemäß, das eine Antwort auf die westlichen Comichefte vom Verlag geplant war und das die Wahl unteranderem auf Hegenbarth fiel. Es hätte aber auch jeder andere Zeichner sein können, bzw. war er wohl einer von den Auserwählten, der bereit war sich dieser imensen Arbeit zu stellen. Das wollte gar nicht jeder. Also der Anstoß kam vom Verlag und erst danach wurde das Konzept von Hegenbarth erarbeitet.
    … so ist das vielleicht ein klein wenig mehr als wir bisherigen gedruckten Quellen entnommen haben. Dabei waren wir nicht... Aber wie auch immer, dadurch beginnt kein Sockel zu wackeln. Belegbare Leistungen sprechen für sich - Hegens, aber auch die der anderen Mosaik-Zeichner. Und darum ging es doch wohl ursprünglich – um die Würdigung all jener, die während die zwischen 1955 und 1975 etwas wunderbares geschaffen haben – aber damals weitgehend anonym geblieben sind und damit vermutlich(?) in bester Gesellschaft mit Comiczeichnern außerhalb des Mosaiks waren.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  6. #181
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    @Uhrviech: mein erster Mosaikkontakt waren Heft 64 und 181. Parallel dazu die Abrafaxe ab Ende 1982. Im Nachhinein kann ich sagen, dass mit dem weiteren kennenlernen der Digedags ich mich besonders für die Hefte begeistern konnte, in denen noch die Sprechblasen vorrangig waren. Zeichenstile lagen mir fern zu beurteilen. Es waren mehr die Inhalte, die man mit Kinderaugen eben spannend fand.

  7. #182
    Mitglied Avatar von gbg
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    Das Thema hier waren ja die Urheber- und Nutzungsrechte?
    Wie sieht es denn z.B. bei Disney aus? Dort haben ja auch mehrere Zeichner eine Figur über die Jahre gezeichnet.
    Nehmen wir mal Dagobert Dag. Ich bin da zeichentechnisch nicht in der Lage, falls der Disney Dagobert schon gezeichnet hatte und zwischen Don Rosa zu unterscheiden. Da müsste ich schon die Figuren sehen von dem einen, im Vergleich zum anderen?
    Hatten die Zeichner bei Walt Disney die Urheberrechte, aber nicht die Nutzungsrechte?
    Wieso durfte dann z.B. Don Rosa genannt werden und den Dagobert nach eigenen Gusto zeichnen?
    Diese Fragen im Vergleich zum Mosaik zu beleuchten, wäre mal interessant!

  8. #183
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    Lona sagte sinngemäß, das eine Antwort auf die westlichen Comichefte vom Verlag geplant war und das die Wahl unteranderem auf Hegenbarth fiel. Es hätte aber auch jeder andere Zeichner sein können, bzw. war er wohl einer von den Auserwählten, der bereit war sich dieser imensen Arbeit zu stellen. Das wollte gar nicht jeder. Also der Anstoß kam vom Verlag und erst danach wurde das Konzept von Hegenbarth erarbeitet.
    Das klingt schon auch schlüssig für mich.
    Im Lehmstedt heißt es hingegen folgendermaßen: "Die Fülle und der Variantenreichtum der Entürfe legt nahe, dass Hegenbarth schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken gespielt haben muß, eine Comiczeitschrift zu schaffen. Wann der Plan dazu reifte ist unbekannt. Allerdings spricht die Heterogenität des Materials dafür, dass ihm ursprünglich ein Heft mit Magazincharakter vorschwebte...." Von den ersten Gesprächen im Verlag Neues Leben haben sich keine Unterlagen erhalten "doch Bruno Petersen, Walter Püschel als Leiter des Lektorats Deutsche Belletristik und Jürgen Gruner als verantwortlicher Redakteur....müssen sehr schnell von der Qualität des Angebots überzeugt gewesen sein.....
    Was hingegen noch konzipiert wurde war der entgültige Titel der Zeitschrift und die Entscheidung die Digedags als tragende Hauptfiguren zu etablieren.

  9. #184
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Du hast das in den letzten Tagen eigentlich oft genug wiederholt, dass sich bei mir die Frage stellt wo bei dir eine Glorifizierung beginnt und ob du mal ein Beispiel dafür nennen könntest, wo oder von wem Hegen derart vergöttert wird, dass die Begrifflichkeit Apotheose zur Anwendung kommen könnte.
    Wenn du ordentlich nachliest, kriegst du es von selber raus.


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Wenn Kathleen z.B. schreibt:… so ist das eine Meinungsäußerung die ich durchaus teilen kann – denn das ist schlicht und einfach eine Tatsache.
    Was ich schrieb, sind ebenfalls Tatsachen, nur werden sie offensichtlich weder von kathleen noch von dir akzeptiert!
    Tatsachen sind nämlich nicht nur Dinge, die einem bequem in den Kram passen, Uhrviech!


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Ob diese Aussage auch hier stehen würde, wenn Kathleen nicht ständig in die Enge getrieben werden würde … ich weiß es nicht.
    Ach so, wenn man nicht einer Meinung ist, dann treibt man jemanden in die Enge.
    Sehr interessant!
    Gut zu wissen.


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Den ganze Schlagabtausch um das Können der Zeichner finde ich extrem armselig.
    Hier ging es niemals um das Können der Zeichner.
    Lies mal richtig!
    Es beginnt auf Seite 5.


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Warum es trotzdem nötig ist ständig Öl ins Feuer zu gießen und aufeinander loszugehen, erschließt sich mir nicht ganz.
    Das ist ein Forum.
    Hier wird diskutiert, nicht aufeinander losgegangen!

    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Aber wie auch immer, dadurch beginnt kein Sockel zu wackeln.
    Du erkennst aber Ironie, wenn sie dir begegnet, oder?
    Waren die Grinsegesichter nicht eindeutig genug???


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Belegbare Leistungen sprechen für sich - Hegens, aber auch die der anderen Mosaik-Zeichner. Und darum ging es doch wohl ursprünglich – um die Würdigung all jener, die während die zwischen 1955 und 1975 etwas wunderbares geschaffen haben ...
    Nein, ging es nicht.
    Die Zeichner wurden erst später ins Spiel gebracht!
    Um von der Kernaussage abzulenken!


    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Also kann man sich doch solche Bemerkungen sparen – es sein, man wünscht unsachlichen Schlagabtausch.
    Und jetzt erklär mal bitte, wo an dieser Aussage
    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Seine Leistung ist beachtlich und unbestritten, aber beides, Glorifizierung und Apotheose, sind unangebracht.
    irgendetwas unsachlich formuliert ist!
    Das will ich sehen!
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  10. #185
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    @rookie: in einem etwas länger zurückliegendem Post von dir ging es um einen Vertrag bzgl. der Urheberrechte am Mosaik. Habe diesen Entwurf und wahrscheinlich auch zur Anwendung gekommene Zusatzvereinbarung grade gefunden, datiert auf 15.01.1976.
    Unter anderem heißt es da: "Für die im Rahmen des Arbeitsrechtverhältnisses entstandenen urheberrechtlich geschützten Werke steht den Schöpfern nach §20 eine Vergütung zu. Diese beträgt mit Wirkung vom 1.1.1976 monatlich 1000,M Honorar für das gesamte Kollektiv. Die Anteile der einzelnen Mitarbeiter werden vom Kollektiv in eigener Verantwortung festgelegt."
    In Kurzform weitere Aspekte:
    1. Jeder Kollektivmitarbeiter ist Miturheber
    2. individuelle Veröffentlichungen außerhalb des Mosaiks muß vom Kollektiv geprüft und gebilligt werden
    3. der Verlag kann beliebig veröffentlichen
    4. keine Verwendung der Werke andersweitig als im Mosaik ohne Verlagsabsprache
    5. Beendigung des Arbeitsverhältniss bedeutet Ende des Urheberrechteanteils

    Aus meiner Sicht ist Punkt 5 ja nicht wirklich vereinbar mit dem Urheberrecht. Dräger hatte bzgl. seiner Texte hier auch noch eine Sonderstellung, denn die Urheberrechte an den Texten lagen anteilmäßig nicht bei den Kollektivmitarbeitern.

  11. #186
    Mitglied Avatar von gbg
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    Ohne jetzt im Einzelnen Hegens „Mappe“ zu kennen, im ZGF gibt es eine große Anzahl an Zeichnungen und auch mehrseitigen Geschichten, die schon die damalige Richtung zeigen. Ich hatte mögliche Bilder der fiktiven Mappe mal auf meiner Seite gezeigt.
    Hier mal der Link zu einem eher verpixelten Bild, aber die Urheberrechte...
    Geändert von gbg (28.01.2018 um 21:14 Uhr)

  12. #187
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen

    Aus meiner Sicht ist Punkt 5 ja nicht wirklich vereinbar mit dem Urheberrecht. Dräger hatte bzgl. seiner Texte hier auch noch eine Sonderstellung, denn die Urheberrechte an den Texten lagen anteilmäßig nicht bei den Kollektivmitarbeitern.
    Da hier ja von einem „Werk“ gesprochen wird und die Texte nun dazugehören, hätte Dräger den gleichen Anteil wie die Zeichner. Mir ist nicht bekannt, dass Dräger dazu einen extra Vertrag hatte? Kann mich aber täuschen oder ich habe es übersehen?

  13. #188
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    5. Beendigung des Arbeitsverhältniss bedeutet Ende des Urheberrechteanteils

    Aus meiner Sicht ist Punkt 5 ja nicht wirklich vereinbar mit dem Urheberrecht.
    Da hast du absolut recht.
    Das Urheberrecht endet niemals mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses.
    Da bleibt man auch weiterhin Urheber!
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  14. #189
    Mitglied Avatar von gbg
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    Anders sieht es beim Digedags Mosaik aus, da hatte Dräger ja 1996 nochmals einen Versuch unternommen, an den Anteilen der Texte noch etwas herauszuholen Ergebnis im nächsten Mosaiker

  15. #190
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Anders sieht es beim Digedags Mosaik aus, da hatte Dräger ja 1996 nochmals einen Versuch unternommen, an den Anteilen der Texte noch etwas herauszuholen Ergebnis im nächsten Mosaiker
    Nun ja, Urheberrecht bedeutet noch lange keine Geldgarantie.
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  16. #191
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Da hier ja von einem „Werk“ gesprochen wird und die Texte nun dazugehören, hätte Dräger den gleichen Anteil wie die Zeichner. Mir ist nicht bekannt, dass Dräger dazu einen extra Vertrag hatte? Kann mich aber täuschen oder ich habe es übersehen?
    Konkret heißt es hier: "Entsprechend dem URG $7 für kollektives Schaffen ist jeder Mitarbeiter des Kollektivs Miturheber dieses gemeinsam geschaffenen Werkes, soweit es sich nicht um die vom Kollegen Dräger geschaffenen Texte, Drehbücher und Seitenentwürfe handelt, für die es einen gesonderten Vertrag gibt.

  17. #192
    Mitglied Avatar von gbg
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    Er hatte ja schon unter Hegen seine 10% am Text. Er wollte eben vom Reprintmappen-Kuchen noch ein Stück mehr haben...
    Geändert von gbg (28.01.2018 um 21:53 Uhr)

  18. #193
    Mitglied Avatar von gbg
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    Ja und, den Vertrag hätte ich gern, der ist zwar dort genannt, aber liegt nicht vor???

  19. #194
    Mitglied Avatar von gbg
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    Konkret heißt das auch, zumindest beim Steinchen an Steinchen-Verlag, alle Sammelmappen und Sonderbücher mit den Abrafxen, die von den Mitarbeitern geschaffen wurden, ob noch lebend oder schon im Comic-Himmel, Anteile an der Vermarktung haben müssten, wenn nicht Schleiter es anders, also Nutzungsrechte wurden an ihn abgetreten, vertraglich vereinbart hat?

  20. #195
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Der künstlerische Anspruch jedenfalls bleibt im Vergleich zu den fertigen Zeichnungen marginal.
    Daran gibt's nix zu rütteln.
    Doch, denn die Aufrisse können auch (kenn jetzt keine Gegenüberstellungen und auch MOSAIK zu wenig und weiß nicht, ob es hier zutrifft) für die erzählerische Qualität des Comics entscheidend sein. In der Detailliertheit wie bei den gezeigten, geben sie Bildaufbau, Bewegungsrichtung und Erzählstruktur und -rhythmus vor.
    Man kann mit Bildern, die an die Qualität von Dürer und Rembrandt heranreichen, unglaublich schlechte Comics machen, wenn die genannten Faktoren nicht stimmen.
    Geändert von Mick Baxter (29.01.2018 um 03:32 Uhr)
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  21. #196
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Das Thema hier waren ja die Urheber- und Nutzungsrechte?
    Wie sieht es denn z.B. bei Disney aus? Dort haben ja auch mehrere Zeichner eine Figur über die Jahre gezeichnet.
    Nehmen wir mal Dagobert Dag. Ich bin da zeichentechnisch nicht in der Lage, falls der Disney Dagobert schon gezeichnet hatte und zwischen Don Rosa zu unterscheiden. Da müsste ich schon die Figuren sehen von dem einen, im Vergleich zum anderen?
    Hatten die Zeichner bei Walt Disney die Urheberrechte, aber nicht die Nutzungsrechte?
    Wieso durfte dann z.B. Don Rosa genannt werden und den Dagobert nach eigenen Gusto zeichnen?
    Diese Fragen im Vergleich zum Mosaik zu beleuchten, wäre mal interessant!
    Ich glaube, hier ist zu Recht niemand auf diesen post eingegangen. Da ist schon der Name falsch (Dagobert Duck), und diese Figur wurde von Carl Barks erfunden. Walt Disney hat in seinem ganzen Leben nie Comics gezeichnet. Er war Trickfilmzeichner, und sehr früh hat ihm Ub Iwerks alle Zeichenarbeiten abgenommen.

    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    @rookie: in einem etwas länger zurückliegendem Post von dir ging es um einen Vertrag bzgl. der Urheberrechte am Mosaik. Habe diesen Entwurf und wahrscheinlich auch zur Anwendung gekommene Zusatzvereinbarung grade gefunden, datiert auf 15.01.1976.
    Unter anderem heißt es da: "Für die im Rahmen des Arbeitsrechtverhältnisses entstandenen urheberrechtlich geschützten Werke steht den Schöpfern nach §20 eine Vergütung zu. Diese beträgt mit Wirkung vom 1.1.1976 monatlich 1000,M Honorar für das gesamte Kollektiv. Die Anteile der einzelnen Mitarbeiter werden vom Kollektiv in eigener Verantwortung festgelegt."
    In Kurzform weitere Aspekte:
    1. Jeder Kollektivmitarbeiter ist Miturheber
    2. individuelle Veröffentlichungen außerhalb des Mosaiks muß vom Kollektiv geprüft und gebilligt werden
    3. der Verlag kann beliebig veröffentlichen
    4. keine Verwendung der Werke andersweitig als im Mosaik ohne Verlagsabsprache
    5. Beendigung des Arbeitsverhältniss bedeutet Ende des Urheberrechteanteils

    Aus meiner Sicht ist Punkt 5 ja nicht wirklich vereinbar mit dem Urheberrecht. Dräger hatte bzgl. seiner Texte hier auch noch eine Sonderstellung, denn die Urheberrechte an den Texten lagen anteilmäßig nicht bei den Kollektivmitarbeitern.
    Mit Urheberrechteanteil sind Nutzungsrechte gemeint, und die sind, im Gegensatz zum Urheberrecht, übetragbar.

    Zitat Zitat von kathleen Beitrag anzeigen
    Ich habe mal hier einen Link https://www.youtube.com/watch?v=d-73-71UhoA , da kann sich dann auch jeder ein Bild machen, speziell ab Stelle 14:04-14:30.
    In dem Beitrag irritieren mich die Aussagen zum Zeitschriftenumfeld in den Gründungszeiten des MOSAIK (ab 4:30). Außer MICKY MAUS erschienen in Deutschland keine amerikanischen Comics (abgesehen von einer Handvoll Zeitungsstrips, und die hatten ein anderes Zielpublikum).
    Geändert von Mick Baxter (29.01.2018 um 03:05 Uhr)
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  22. #197
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Doch, denn die Aufrisse können auch (kenn jetzt keine Gegenüberstellungen und auch MOSAIK zu wenig und weiß nicht, ob es hier zutrifft) für die erzählerische Qualität des Comics entscheidend sein. In der Detailliertheit wie bei den gezeigten, geben sie Bildaufbau, Bewegungsrichtung und Erzählstruktur und -rhythmus vor.
    Man kann mit Bildern, die an die Qualität von Dürer und Rembrandt heranreichen, unglaublich schlechte Comics machen, wenn die genannten Faktoren nicht stimmen.
    Du bringst da was durcheinander.
    Erzählerische Qualität etc. hat nichts mit Kunst zu tun, sondern mit Literatur, der zweiten Seite des Mediums Comic.

    Außerdem habe ich nicht gesagt, dass Aufrisse etc. unwichtig sind.
    Sie sind vom rein künstlerischen Anspruch her den fertigen Zeichnungen gegenüber marginal.
    Das hat mit "literarischem Anspruch" nix zu tun.
    Geändert von Pegasau (29.01.2018 um 07:12 Uhr)
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  23. #198
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Erzählerische Qualität etc. hat nichts mit Kunst zu tun, sondern mit Literatur
    Das sag' ich olle Goethe!
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  24. #199
    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    ... Wenn natürlich ein Urheber an seinen Chef alles abgibt, bleibt er dennoch der Urheber, nur er kann daraus keine Vorteile für sich ableiten, aber der Name muss genannt werden, deshalb standen ja auch alle im Impressum.
    Das hatte Hegen im Heft 11 ja auch getan....
    Gibt es eine Aussage darüber, warum die Künstlerischen Mitarbeiter aber bereits in Heft 12 nicht mehr aufgeführt wurden?
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  25. #200
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Ich glaube, hier ist zu Recht niemand auf diesen post eingegangen. Da ist schon der Name falsch (Dagobert Duck), und diese Figur wurde von Carl Barks erfunden. Walt Disney hat in seinem ganzen Leben nie Comics gezeichnet. Er war Trickfilmzeichner, und sehr früh hat ihm Ub Iwerks alle Zeichenarbeiten abgenommen.


    Mit Urheberrechteanteil sind Nutzungsrechte gemeint, und die sind, im Gegensatz zum Urheberrecht, übetragbar.


    In dem Beitrag irritieren mich die Aussagen zum Zeitschriftenumfeld in den Gründungszeiten des MOSAIK (ab 4:30). Außer MICKY MAUS erschienen in Deutschland keine amerikanischen Comics (abgesehen von einer Handvoll Zeitungsstrips, und die hatten ein anderes Zielpublikum).
    Danke für die Aufklärung, ich habe die Ducksche Familie nicht verinnerlicht (Im Eifer des Gefechts Barks mit Disney verwechselt, sorry), deshalb die Fragen, da nun die Namen richtiggestellt wurden, wäre eine Antwort darauf dennoch nicht schlecht, wie haben es die Amerikaner gemacht?


    PS mein super ipad hat wieder aus Duck - Dag gemacht, keine Ahnung warum?
    Geändert von gbg (29.01.2018 um 08:28 Uhr)

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