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Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1
    Mitglied Avatar von Mimile
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    Nameless - Grant Morrison

    https://www.ppm-vertrieb.de/Comics/C...s::309980.html

    Um welche Art von Morrison-Comic handelt es sich hierbei?
    Eines das man lesen kann oder um eines bei dem

  2. #2
    Mitglied Avatar von Ben82
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    Für Morrison-Verhältnisse noch einigermaßen gut lesbar. Aber natürlich trotzdem sehr verkopft und schräg erzählt.
    Excelsior

  3. #3
    Mitglied Avatar von Mimile
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    Gut, Danke.

    Dann werde ich es mir kaufen. Wenn es bei Morrison schon mal nicht so schräg wie z.B. bei The Filth oder Flex Mentallo zugeht, dann ist es einen Blick wert.

  4. #4
    Mitglied Avatar von gerhard
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    ich fand Nameless eher einen schwer lesbaren Morrison Titel. Sehr sehr esotherisch und für mich ähnlich schwer verständlich wie Seven Soldiers etc.... Ich mag Morrison nur wenn er Mainsteam macht, wie All Star Superman, was echt sehr cool war... Ich war entäuscht und werds wieder verkaufen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von El Duderino
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    Empfand genau das Gegenteil.
    Ich mag Morrison, wenn er so richtig schön am Rad drehen darf, Nameless fand ich sogar seinen besten Titel seit langem. Hier konnte er nahezu alle Themen unterbringen, die für ihn von Interesse sind, auch mal schön kompakt und ohne Superhelden.

    Noch dazu die sehr starken Zeichnungen von Burnham, die beiden kreierten gemeinsam ein ungeheuer schauriges Weltraum Spektakel. Selten dass ich mich beim Comic Lesen so unwohl fühle, aber hier wurde die düstere Stimmung perfekt aufs Papier gebracht.

    Hoffe der Titel ist ein Erfolg, so dass wir vielleicht auch noch "Annihilator" von Morrison hierzulande bekommen können.

  6. #6
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Ui, der Band polarisiert ja ganz schön.
    http://www.cross-cult.de· Comicshop-Verzeichnis · Online-Shop · Leseproben · aktuelle News

  7. #7
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Ich war durch die ppm Rezension https://www.ppm-vertrieb.de/news/2156/nameless/ neugierig geworden und habe den Titel letzte Woche gelesen. Ich hin und her gerissen. Starkes Artwork, schwierige Story. Für alle, die es versuchen wollen habe ich aus den zahlreichen Besprechungen mal die deutschsprachigen gesammelt:

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/co.../20826676.html
    http://www.bizzaroworldcomics.de/201...ss-cross-cult/
    http://www.intro.de/kultur/nameless-die-holle-im-all
    http://comicreview.de/crff284-nameless/
    http://comicgate.de/rezensionen/nameless/

  8. #8
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Hier eine Besprechung auf deinantiheld

    http://deinantiheld.de/2018/04/05/nameless/

  9. #9
    Mitglied Avatar von franque
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    Für alle mir bekannten Morrison-Titel gilt: Es ist zu empfehlen, sie zweimal zu lesen (selbst bei seinem JLA-Run in den Neunzigern, jedenfalls dem Anfang davon mit den weißen Marsianern).
    Ich würde auch sagen, es gibt Sachen von ihm, die man beim ersten Mal gar nicht komplett verstehen kann, etwa der Superman-Run im Rahmen der New 52, kurz gesagt, weil dort permanent Details eingestreut werden, die erst rückblickend ein Puzzle ergeben, wo man aber dann die frühen Teile schon wieder vergessen hat.
    In der Image-US-Version von "Nameless" gibt es ja auch eine Art "schriftlichen Audiokommentar" als Bonus (weiß nicht ob der bei CC auch drin ist), das ist auch sehr hilfreich. Da muss man auch nicht jede Lovecraft-Anspielung hundertprozentig verstehen, es genügt wenn man die Symbolik etc. einigermaßen erfasst.

  10. #10
    Mitglied Avatar von God_W.
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    OK, zweimal lesen hab ich gemacht - aber WHAT THE F***?!?

    Ziemlich ausführlich hab ich meine Meinung wieder im Panini Forum hinterlassen, aber eins kann ich Euch sagen: Ich steh auf WTF!

    Nameless

    Die Theorien weiterer Leser des Werkes würden mich ja brennend interessieren!

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (13.12.2019 um 10:39 Uhr)

  11. #11
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Wo Dich niemand schreien hört…



    Titel: Nameless

    Verlag: Cross Cult (US: Image)

    Format: 192 Seiten im kleinformatigen Hardcover

    Inhalt: Nameless

    Autoren: Grant Morrison

    Zeichner: Chris Burnham

    Klappentext bzw. Angaben des Verlags:
    Comic-Mastermind Grant Morrison ist zurück. Mit einem okkulten Sci-Fi-Horror-Thriller, der weder vor Maya-Mystizismus noch krassen Splatter-Szenen zurückschreckt.

    Okkult-Experte "Nameless" wird auf eine aussichtslose Mission ins All geschickt. Mit einem Team erfahrener Astronauten soll er verhindern, dass der Asteroid Xibalba mit der Erde kollidiert. Doch wie immer ist nichts, wie es scheint und "Nameless" stolpert tiefer und tiefer hinein in ein unmenschliches Experiment. Immer dicht auf seinen Fersen: Eine verschleierte Lady, die ihn in seinen Träumen jagt.

    Die großartigen Artworks von Chris Burnham, die direkt aus der Hölle zu kommen scheinen, untermauern die unheilschwangere Grundstimmung, die von Grant Morrisons abgefahrener Story gelegt wird. Ein Muss für Fans von Sci-Fi, Horror und bewusstseinsverändernden Geschichten.



    Just my 2 cents:
    Nameless. Morrison. Ja, stimmt, aufmerksamen Lesern meines Threads ist vielleicht schon aufgefallen, dass ich schon vor einigen Monaten mal angemerkt hatte, dass ich das Werk gelesen habe und unbedingt mal etwas drüber schreiben muss. So war das auch. Gelesen, verinnerlicht, ein bisschen Recherche zu verschiedenen gefallenen Begriffen betrieben und versucht die zwar faszinierten, aber hoffnungslos verknoteten Gehirnwindungen halbwegs wieder auf Spur zu bringen. Hab eine ganze Menge Gedanken zu dem Teil gehabt, manchmal zogen die mich in die eine Richtung, mal in die Andere und immer war ich mir über meine eigenen Rückschlüsse total im Unklaren. So ist der Band in meinem Rezistapel stetig weiter nach unten gewandert und wurde regelmäßig von „Zugänglicherem“ überholt. Bis ich schließlich beschloss das Ganze noch ein Weilchen sacken zu lassen und mir den mystisch-magisch-okkulten Sci-Fi-Horror-Gehinrnwindungsverschwurbler einfach nochmal vorzunehmen. Die Tage war es dann endlich so weit und auch, wenn ich aus der zweiten Sichtung nicht viel geordneter hervorgegangen bin als aus der ersten, so wird es doch Zeit meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Doch eine kleine Anmerkung vorweg: Die müssen keineswegs mit den Erlebnissen oder daraus folgenden Schlüssen irgendeines anderen Lesers von Nameless übereinstimmen, und ich denke, so war das von Mr. Morrison auch gedacht.

    Nameless, so nennt sich der „Held“ der Geschichte und wer sich auch nur ganz entfernt ein wenig mit der Materie des Okkulten und Dämonischen auskennt, oder zumindest schon mal mit John Constantine unterwegs war, der weiß, dass Namen Macht über jemanden verleihen. Deshalb war es wohl ein ganz kluger Schachzug von unserem Spezialisten für Okkultes und Magisches sich selbst Nameless zu taufen, denn niemand kennt seinen wahren Namen, und das bietet bekanntlich schonmal einen ganz guten Schutz. Den braucht er auch, denn seine Auftraggeber haben ihn angeheuert um einen antiken Schlüssel aus einem Maya-Tempel zu stehlen, was nicht nur weltliche Probleme mit sich bringt. Doch auch wenn Nameless nicht so cool und kaltschnäuzig wie der Hellblazer daherkommt gelingt es ihm dennoch den Schlüssel aus erst aus dem Tempel, dann aus einer psychischen Zwischenwelt und schließlich vor Fischköpfigen Monstren zu retten. Wie er dabei plötzlich aus einem abgelegenen Dschungel entkommt, nur mit Unterwäsche bekleidet in einem Stadtbus weiter flüchtet, sich auf einem Boot wiederfindet, von wo aus er ins eiskalte Wasser bugsiert wird, nur um von der wunderschönen Sofia gerettet zu werden, ja das wird erstmal nicht allzu genau erklärt.

    Allerdings ist Sofia eine Mitarbeiterin des Milliardenschweren Paul Darius, der eine alte Basis auf der dunklen Seite des Mondes erstehen konnte, und von dort aus die Mission zur Rettung der Welt starten will. Denn auch wenn es bislang kaum jemand weiß steht unser aller Ende kurz bevor. Der Asteroid 626000, auch Xibalba genannt. Der Name ist ganz passend, bezeichneten die Maya doch so ihre Unterwelt, in etwa so wie Dante die Kreise der Hölle beschrieb, und dort werden wir alle landen, sollte der Himmelkörper in 33 Tagen (die Zahl hat sicher auch eine Bedeutung!) auf die Erde treffen. Nameless soll also zu dem Team stoßen, dass die Rettung der Menschheit bewerkstelligen soll, so richtig inklusive ikonischer Szenen wie bei Der Stoff aus dem die Helden sind und dergleichen. Aber wie soll ein Spezialist für Okkultes bei dieser Aufgabe von Nutzen sein? Ganz einfach, der Asteroid ist nicht einfach nur ein Gesteinsklumpen, nein, denn auf seiner Flanke prangt ein mehrere Kilometer großes Symbol, welches gemeinhin das Tor von Az bezeichnet, den Übergang zum Anti-Universum. Das ist zum einen nichts Gutes und zum anderen bei weitem nicht die einzige Besonderheit des mit 80.000 Km/h auf uns zurasenden Brockens.

    Also ab ins All (oder in den eigenen Geist?) zu den anderen Helden (bösartigen Viren/Parasiten namens Mensch?) wo unsägliche Schrecken warten (oder warten die in unserer Seele?) zur Rettung der Welt (ihrer vorsätzlichen Vernichtung?) mit Gottes Hilfe (dem wahnsinnigen Kriegsgefangenen?) zum Wohle der Menschheit (deren ewiger Verdammnis?) und für eine blühende Zukunft (in ewig währendem Chaos?).



    Ja krass. Was war oder ist denn hier jetzt Masse? Diese vollkommen abgedrehte Tour de Force muss man erstmal sacken lassen. Dann radiert man die ganzen Fragezeichen erstmal weg und macht sich an die erläuternden Ergänzungen, die dem Band durch den Autor selbst beigefügt würden. Da wird uns schon klarwerden, was er dem geneigten Leser damit sagen will. – PLOP – PLOP – PLOP – Sind fast ebenso viele Fragezeichen wieder da, wie wir zuvor beiseitegeschoben hatten. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, die Kommentare helfen schon die Ursprünge der Ideen teilweise nachzuvollziehen und bringen ein wenig diesiges Licht in die ein oder andere Szene. Aber ich bin wirklich meilenweit entfernt davon zu behaupten das alles gecheckt zu haben, was mir hier aufgetischt wurde.

    Mit dem modernen Begriff der Magie und den okkulten Verbindungen habe ich halt auch gar nichts am Hut. Klar, die Verbindungen zu Lovecraft habe ich schon ausmachen können und sogar den ein oder andere Begriff aus der Maya-Kultur und deren Mythologie habe ich schon mal gehört. Schließlich habe ich früher auch Baphomets Fluch 2 gezockt ( ). Also gut, das hat nicht wirklich geholfen, aber wir sind ziemlich interessiert an alten Kulturen, Tempeln und Pyramiden. Dementsprechend haben wir in Ägypten schon Einiges besucht und auch in Griechenland viel besichtigt. Sollte alles nach Plan verlaufen sind im kommenden Frühjahr dann einige Maya-Stätten dran und deshalb habe ich vor Kurzem begonnen mich ein wenig in das Thema einzulesen. War hier jetzt nicht ganz verkehrt, beleuchtet aber dennoch nur ein paar winzige Fragmente des hammerharten Mind-Fucks, den Grant Morrison hier abzieht.



    Dennoch, oder gerade deshalb, bin ich absolut gefesselt und fasziniert von Nameless, mit seinen Unmengen an verschiedenen Ansätzen und Interpretationsmöglichkeiten. Dazu all die Reminiszenzen, die ich vermutlich nur Bruchteilen ausmachen konnte, aber wenigstens einen Hauch von Vertrautheit in das so fremd und krank anmutende Stück Literatur einbetten. Da fühlt man sich im von einem der vielen, mit Séancen bestückten Okkult-Schocker in die nächste Variante von Event Horizon versetzt. Ein wilder Ritt zwischen Armageddon oder Deep Impact führt uns zu Parasiten-Aliens, geisteskranken Killern oder Lovecrafts tiefen Wesen. Apropos Lovecraft, auch die großen Alten dürfen nicht fehlen, Anti-Universen (oder doch Tore zur Hölle?) drohen herüber zu schwappen und die These, dass der vom Großteil der Menschheit verehrte Gott (wie auch immer wir ihn nennen mögen) in Wahrheit ein geisteskranker, übermächtiger Kriegsgefangener aus einem unendlich bösen Gegenuniversum ist, ist mein heimlicher Favorit.

    Der total abgehobene Flick ist ganz schön harter Tobak und nichts für zarte Gemüter! Chris Burnham bringt Morrisons Visionen mit seinem klaren Strich in sehr detaillierten Bildern auf die randlos bedruckten Seiten. Da wird mit Gore nicht gegeizt und die Texte sind ebenso harter Stoff. Das ist schon heftig, was da alles so abgeht und die Empfehlung auf der Rückseite des Bandes, dass der Comic erst ab 16 Jahren gelesen werden sollte kommt nicht von ungefähr. Andererseits kommen auch sarkastische und lustige Ideen nicht zu kurz. Das sich die Protagonisten selbst in einer Mischung aus Der Exorzist und Apollo 13 gefangen sehen finde ich äußerst sympathisch und, dass es selbst die drei Stooges wieder zu neuen Ehren schaffen feiere ich geradezu. Feiern kann man auch das Buch selbst, dieses ist mit seinen erhabenen Schutzzeichen, die auf den Raumanzügen prangen, dem randlosen Druck und der hochwertigen Bindung nebst tollem Druck ein kleines Schmuckstück im Regal. Alle Cover sind ebenso enthalten wie ein kleines Making of und natürlich der enorm wichtige, fünfseitige Teil mit den Erläuterungen. So kommt die gut 150 Seiten starke Story auf einen Band mit nahezu 200 Seiten, da hat sich Cross Cult nicht lumpen lassen.



    Es wurden ja sowohl hier als auch andernorts schon mehrfach Lösungsansätze und Theorien geäußert, was denn da jetzt eigentlich auf diesen gut 150 Seiten passiert ist. Ich will da jetzt auch gar keine ganze Latte von aufzählen, sondern mich einfach auf den Moment beschränken. Meine aktuell für mich am schönsten funktionierende Theorie ist eine vergleichsweise bodenständige (und nach dem nächsten Lesen – was bestimmt passiert – kann die ganz anders aussehen):

    Ich beherzige den letzten Satz des ersten Kapitels „nichts ist real“ und fasse den insofern auf, dass ich durchaus glaube, dass ein Großteil der Geschehnisse in Kapitel fünf, also im Haus des Schreckens, stattgefunden haben. Nameless war einer von 13 Spezialisten, die an einer Séance teilnahmen um Kontakt zu einem „Aussenseiter“, einem Wesen aus dem Anti-Universum aufzunehmen. Ein besonderer Stein, Ixaxaar, der den Legenden nach die Tore zur Hölle öffnen soll, sollte dabei als Schlüssel dienen. Doch Nameless war nicht so schlau wie er dachte, und das rachsüchtige Wesen, das wir Gott nennen und welches seit einem 15.000 Jahre andauernden Krieg gefangen war, konnte in seinen Geist, und somit in unsere Welt gelangen. Nameless‘ Geist war dafür besonders empfänglich, weil sowieso ein freier Platz war, seit er seine (vermutlich siamesische) Zwillingsschwester bereits im Mutterleib getötet hatte (könnte auch ein Unfall oder „gewöhnliche“ Komplikationen gewesen sein). Nameless tötete alle übrigen Anwesenden auf äußerst bestialische Weise und versuchte ob der Schrecken, die er während seiner Taten selbst mit ansehen musste, zusätzlich zu denen, die ihm von Gott gezeigt wurden, sich daraufhin die eigenen Augen herauszureißen. Alles weitere geschah nur innerhalb seines eigenen Bewusstseins und Nameless selbst sitzt jetzt (hoffentlich auf ewig) in einem Bunker in einer abgeschotteten Basis, dem Palast der Wermut, und in seiner Hülle, die ebenfalls als Gefängnis dient, möge das göttliche Wesen aus dem Anti-Universum für immer gefangen bleiben.


    Nur meine eigene, aktuelle Interpretation! Und ja, ganz normal bin ich vermutlich auch nicht, aber wer ist das schon? Oder was ist das überhaupt? Ich bin jetzt schon gespannt, wie ich das Ganze nach einem Re-Read sehe und bin froh, dass ich zum Vergleich dann hier nachlesen kann.

    Welche junge Dame sich auch immer dazu bereit erklärt, diesen Comic zu lesen und nach dem ersten Durchgang die Kernaussage als Schluss zieht, die Grant Morrison im letzten Satz des Anhangs zum besten gibt, was dieser Erguss der neunten Kunst im Grunde tun soll, der sollte entweder umgehend die Weltherrschaft übergeben, oder zumindest der Nobelpreis (in was auch immer) verliehen werden – oder vielleicht sperrt man Sie am besten für immer in ein dunkles Loch. Dazwischen gibt es nicht viele Möglichkeiten, genau wie bei der Beurteilung von Nameless. Zwischen himmelhochjauchzend und angewiderter Verständnislosigkeit gibt es auch hier kaum Spielraum.

    Meine Wertung: 9/10



    Lest es oder lasst es, sagt nur nicht ich hätte Euch nicht gewarnt!

    VG, God_W.

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