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  1. #26
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Zitat Zitat von phönix Beitrag anzeigen
    Mein Heft war heute erst im Kasten.
    Erst ist gut. Bei mir kommt es gar nicht.
    "Im Grunde genommen wollen die Leute, dass es morgen nicht schlimmer wird als heute" Lord Vetinari, Patrizier von Ankh-Morpork

  2. #27
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    So, nachdem nun heute die neuen Hefte auch endlich bei mir eingetrudelt sind, will ich mal meinen Senf dazu abgeben.
    Ich muss gestehen: Nie hatte ich ein Heft schneller durch.
    1. Novum: Die Zeitraffung.
    Ein ganzes Jahr in einem einzigen Heft ohne Zeitsprung.
    Kann mich nicht erinnern, das schon mal gehabt zu haben.
    2. Novum: Mehrere Seiten ohne jeglichen Text, einfach nur mit Handlung.
    Gut, dass das jetzt ausgerechnet ein Katz-und-Maus/Ratte-Spiel sein musste, darüber kann man geteilter Meinung sein.
    Zumindest stellt das eine Art Rahmenhandlung dar, was ich besonders mag.
    Was mich stört: Die Ratte lässt die anderen Ratten im Herbst zusammenrufen, aber sie treffen sich dann erst im Winter.

    Ich bleibe immer noch dabei:
    Die Reformationsserie ist meine Lieblingsserie.
    Aber da ich auch ein Freund der strafferen Handlung bin, könnte man m.M.n. allmählich wirklich mal "zu Potte" kommen.
    Wie weit soll die geschichtliche Abhandlung überhaupt gehen?
    Bibelübersetzung?
    Luthers Hochzeit?
    Bauernkrieg?
    Noch ist ja alles drin und ein Ende nicht absehbar.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  3. #28
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Bauernkrieg?
    kommt ja schon im Caramellenheft.
    Von Blutbäumen und Weltraumgärtnern: Neue Horrorkracher von mir demnächst irgendwann bei Weissblech.

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  4. #29
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Schaut euch mal das Video mit dem Klaus Schleiter- Interview unten im Zeitungs-/Videothread an. Da macht er Aussagen, was geht und was nicht bei Handlungsfreiheit und -zeiten.

  5. #30
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    Schaut euch mal das Video mit dem Klaus Schleiter- Interview unten im Zeitungs-/Videothread an. Da macht er Aussagen, was geht und was nicht bei Handlungsfreiheit und -zeiten.
    Hab ich gemacht.
    Wo war da jetzt was Neues?
    Und vor allem: Was hat das mit der aktuellen Heftdiskussion zu tun?
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  6. #31
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    Übrigens: Johann Tetzel ist der offiziellen Geschichtsschreibung nach schon ein Jahr vor seinem Auftritt im aktuellen Heft verstorben (an der Pest). Ist sein nun ergrautes Haar (vgl. Heft 484, wo es noch braun ist) also eine Art symbolischer Hinweis auf diesen Umstand?

    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Was mich stört: Die Ratte lässt die anderen Ratten im Herbst zusammenrufen, aber sie treffen sich dann erst im Winter.
    Ich habe das so interpretiert, dass die Ratte im Herbst erstmal eine ratten-interne Versammlung einberuft, die dem Leser nicht gezeigt wird. Dort beschließt man dann Zeitpunkt und Zeitort der Racheaktion, die dann erst im Winter stattfindet. Vielleicht brauchten die Ratten ein paar Monate, um sich darüber einig zu werden?

  7. #32
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Ich habe das so interpretiert, dass die Ratte im Herbst erstmal eine ratten-interne Versammlung einberuft, die dem Leser nicht gezeigt wird. Dort beschließt man dann Zeitpunkt und Zeitort der Racheaktion, die dann erst im Winter stattfindet. Vielleicht brauchten die Ratten ein paar Monate, um sich darüber einig zu werden?
    Ich glaube eher, dass man es bei dem Zeitraffer einfach übersehen hat.
    Passiert.
    Conan Doyle, dem bei seinem Sherlock Holmes haufenweise Fehler im logischen Bau der Kontinuität der Serie unterlaufen sind, nannte derlei Erscheinungen einfach "nebensächliche Kleinigkeiten".
    Und reale Figuren, die aus ihrem eigenen Zeitrahmen fallen, gab's auch schon einige im MOSAIK.
    Sie markieren den verschwommenen Grenzbereich zwischen historischer Darstellung und Fiktion.
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  8. #33
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Und reale Figuren, die aus ihrem eigenen Zeitrahmen fallen, gab's auch schon einige im MOSAIK.
    Sie markieren den verschwommenen Grenzbereich zwischen historischer Darstellung und Fiktion.
    Das ist mir klar, bei der aktuellen Serie hätte ich es aber eher nicht erwartet.

    In der Barock-Serie zum Beispiel waren ja genaue Datumsangaben beabsichtigterweise eine Seltenheit, um den historischen Handlungszeitraum nur schwammig einzugrenzen - schließlich sollten die Abrafaxe möglichst vielen interessanten Gestalten jener Epoche begegnen. Auch wenn sie nicht zwingend exakt zur gleichen Zeit gewirkt haben.

    In der Reformations-Serie hingegen wissen wir (meistens durch die Erzählkasten) in jedem Heft verblüffend präzise, wo bzw. wann wir uns befinden. Ich hatte ja sogar den Eindruck, dass man zugunsten der historischen Korrektheit eine teilweise stockende Dramaturgie in Kauf genommen hat. Unter diesem Aspekt finde ich es immerhin erwähnenswert, dass Tetzel im Abrafaxe-Universum (mindestens) ein Jahr länger als in der Realität leben darf.

  9. #34
    Mitglied Avatar von phönix
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    ...
    Wie weit soll die geschichtliche Abhandlung überhaupt gehen?
    Bibelübersetzung?
    ...
    Ich würde schon eine mosaiktypische Erklärung für den Tintenfleck erwarten, bevor die Abrafaxe davonzeitspringen.

  10. #35
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Das ist mir klar, bei der aktuellen Serie hätte ich es aber eher nicht erwartet.

    In der Barock-Serie zum Beispiel waren ja genaue Datumsangaben beabsichtigterweise eine Seltenheit, um den historischen Handlungszeitraum nur schwammig einzugrenzen - schließlich sollten die Abrafaxe möglichst vielen interessanten Gestalten jener Epoche begegnen. Auch wenn sie nicht zwingend exakt zur gleichen Zeit gewirkt haben.

    In der Reformations-Serie hingegen wissen wir (meistens durch die Erzählkasten) in jedem Heft verblüffend präzise, wo bzw. wann wir uns befinden. Ich hatte ja sogar den Eindruck, dass man zugunsten der historischen Korrektheit eine teilweise stockende Dramaturgie in Kauf genommen hat. Unter diesem Aspekt finde ich es immerhin erwähnenswert, dass Tetzel im Abrafaxe-Universum (mindestens) ein Jahr länger als in der Realität leben darf.
    Sehr schön auf den Punkt gebracht!

    Ich seh's ähnlich wie Pegi: Man ist hier einmal etwas souveräner mit den Zeitläuften umgegangen, um nicht irgendeine neue Figur als Gesprächspartner von Dr. Eck einführen zu müssen, sondern zwei bereits bekannte Bösewichter/Antagonisten Übles planen lassen zu können. Ich begrüße das ausdrücklich, es geht auch in die Richtung dessen, was ich zuletzt über die historischen Hintergründe der Erfinderserie bei den Digedags schrieb.
    Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!

    Die MosaPedia - das dufte Mosaik-Lexikon im Internet!

  11. #36
    Also mir hat des Heft insgesamt relativ gut gefallen, wobei es schon sehr nah an der Realität gebaut daherkommt, ich hoffe, in den nächsten Heften gibt es wieder echte Abenteuer mit unvorhersehbarem Ausgang/Ablauf!

    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Mag eine Katz-und-Maus-Jagd auch nicht die originellste und gehaltvollste Nebenhandlung aller Zeiten sein [...]
    Obwohl mir sowas eigentlich nicht gefällt: Angesichts der kaum fiktiven Handlung (vom nicht gestorbenen Tetzel einmal abgesehen), ist diese tierische Einlage schon beinahe notwendig in diesem Heft. Gerade jetzt, wo soviel Zeit in einem einzigen Heft verrinnt, erscheint mir das Konzept des anonymen Erzählers ungeeignet. Auch wenn man sich offensichtlich bemüht, die anonymen Erläuterungen kurz zu fassen, kommt dadurch ein merkwürdiger Sachbuch-Charakter herein, der den Eindruck schwach ausgeprägter Fiktion im Mosaikabenteuer noch verstärkt. Wiegesagt, gut, dass die tierische Einlage im Heft drin war ^^

    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Die Doppelseite 42/43 ist zwar nicht sonderlich detailreich, aber sehr schön in Szene gesetzt.(Ist mir ehrlich gesagt lieber als so ein Wimmelbild wie das im letzten Heft, in das man auf Teufel komm raus alle möglichen Figuren aus 500 Abrafaxe-Heften reinquetschen musste.)
    hat da gerade jemand etwas gegen Wimmelbilder gesagt? Ab und zu müssen die schon sein finde ich, für mich und meinen Sohn sind das jedenfalls immer ganz besondere Höhepunkte! Panoramabilder sowieso.

    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Ich hätte es viel interessanter gefunden, wenn die Abrafaxe sich im Streit von Luther getrennt hätten und dann allein Richtung Süden gezogen wären.
    Das wäre bestimmt auch gut geworden. Aber mal schauen, was in den nächsten Heften passiert.

    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Auch zeichnerisch war das Heft großartig.
    Stimmt, da fällt es wirklich schwer, überhaupt noch etwas zum meckern zu finden Mir scheint, dass sich sogar bei der farblichen Umsetzung von Himmel, Gewässern, Hintergründen etc. etwas getan hat. (Beispiel: Der Fluss auf S.48 und 49)

    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Wie weit soll die geschichtliche Abhandlung überhaupt gehen?
    Bibelübersetzung?
    Luthers Hochzeit?
    Bauernkrieg?
    Fände ich gut.

  12. #37
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    Zitat Zitat von Max schwalbe Beitrag anzeigen
    hat da gerade jemand etwas gegen Wimmelbilder gesagt? Ab und zu müssen die schon sein finde ich, für mich und meinen Sohn sind das jedenfalls immer ganz besondere Höhepunkte! Panoramabilder sowieso.
    Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Wimmelbilder!
    Mir hat nur das im vorherigen Heft nicht gefallen, weil es in meinen Augen der Geschichte jedwede realistische Dimension nimmt, wenn auf Michaels und Katharinas Hochzeitsfest so ziemlich alle Abrafaxe-Begleiter aller Zeiten rumlaufen und die drei das anscheinend nicht mal mitbekommen.
    Tut mir Leid, dass ich so ein Spielverderber bin - natürlich müssen die Mosaik-Zeichner im 500. Mosaikheft die Vergangenheit angemessen zelebrieren.

  13. #38
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Wimmelbilder!
    Mir hat nur das im vorherigen Heft nicht gefallen, weil es in meinen Augen der Geschichte jedwede realistische Dimension nimmt, wenn auf Michaels und Katharinas Hochzeitsfest so ziemlich alle Abrafaxe-Begleiter aller Zeiten rumlaufen und die drei das anscheinend nicht mal mitbekommen.
    Tut mir Leid, dass ich so ein Spielverderber bin - natürlich müssen die Mosaik-Zeichner im 500. Mosaikheft die Vergangenheit angemessen zelebrieren.
    Sieh's wie ein Gemälde von Picasso, wo man ja auch immer mehrere Perspektiven auf einmal geboten bekommt, oder wie eins dieser Kippbilder, wo man die Nymphe einmal wallend gewandet und einmal nacksch sieht. Es sind einfach 2 Bilder in einem auf diesem Wimmelbild zu sehen - eins mit der Hochzeit und eins mit den ganzen Jubiläumsgästen.
    Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!

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  14. #39
    Ohja das ist gut umschrieben.

    Noch eine Bemerkung zur Leserpost: Schon ulkig dass gleich mehrere Leser fragen, ob die Haare der Abrafaxe etwas mit der Deutschlandfahne zu tun hätten. Das gemalte Bild dazu verdeutlicht, dass die Frage nicht ohne heimlichen Stolz auf das eigene Land gestellt wurde. Meine Meinung: Wenn es etwas gutes an Deutschland gibt, dann zählen die Abrafaxe ohne Zweifel dazu Trotzdem verwirrt es etwas, dass Kinder sich darüber Gedanken machen, ob die Abrafaxe Deutschland-Symbolik an sich tragen oder nicht ... insofern hat da Brabax schon die richtige Antwort gefunden, meine Ich.

  15. #40
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Max schwalbe Beitrag anzeigen
    Noch eine Bemerkung zur Leserpost: Schon ulkig dass gleich mehrere Leser fragen, ob die Haare der Abrafaxe etwas mit der Deutschlandfahne zu tun hätten. Das gemalte Bild dazu verdeutlicht, dass die Frage nicht ohne heimlichen Stolz auf das eigene Land gestellt wurde. Meine Meinung: Wenn es etwas gutes an Deutschland gibt, dann zählen die Abrafaxe ohne Zweifel dazu Trotzdem verwirrt es etwas, dass Kinder sich darüber Gedanken machen, ob die Abrafaxe Deutschland-Symbolik an sich tragen oder nicht ... insofern hat da Brabax schon die richtige Antwort gefunden, meine Ich.
    Die andere Wahrheit wird in dem Twopager "Professor Alchemix - Der Zauberlehrling" erzählt:
    http://www.mosapedia.de/wiki/index.p...Zauberlehrling
    (Unverbindliche Leseempfehlung )
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  16. #41
    Mitglied Avatar von gbg
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    Ich wünsche mir die Hintergründe wieder etwas perspektivischer, die Figuren stehen in keinem Verhältnis zum Hintergrund, am deutlichsten wird das auf S.48 Spaziergang an der Stadtmauer, ist die nur 2 m hoch gewesen??
    Das schönste Bild für mich, auf S. 16 beim Apfelschneiden, hat irgendwie was von Spitzweg

  17. #42
    Mitglied Avatar von Bastos
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    wieder in Berlin :-))
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    Zitat Zitat von gbg Beitrag anzeigen
    Ich wünsche mir die Hintergründe wieder etwas perspektivischer, die Figuren stehen in keinem Verhältnis zum Hintergrund, am deutlichsten wird das auf S.48 Spaziergang an der Stadtmauer, ist die nur 2 m hoch gewesen??
    Ja, das mit den Hintergründen ist nicht so einfach. Auf Seite 13, Panel 3, gewinnt der geneigte Betrachter auch den Eindruck, Califax möchte jemandem vor die reformatorische Puppenstube scheißen …

  18. #43
    Mitglied Avatar von gbg
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    Frag doch mal, ob Du da nicht ein wenig Nachhilfe geben kannst? natürlich gegen ein Mosaik-Abo...
    Geändert von gbg (02.09.2017 um 22:13 Uhr)

  19. #44
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zitat Zitat von Bastos Beitrag anzeigen
    Ja, das mit den Hintergründen ist nicht so einfach. Auf Seite 13, Panel 3, gewinnt der geneigte Betrachter auch den Eindruck, Califax möchte jemandem vor die reformatorische Puppenstube scheißen …
    Vor allem, die Linien stürzen nicht, d.h. man muss im Auge, eine Kamera gab es ja noch nicht, geshiftet haben...
    Wow!

    Im Barock hat derjenige Fürst, der sich keinen Mamor und Säulen leisten konnte, diese auf eine ebene Wand malen lassen. Das Ergebnis ist eine optische Täuschung ohnegleichen, erst nach anfassen, glaubt man, das es eine Wand ist...
    Geändert von gbg (02.09.2017 um 22:18 Uhr)

  20. #45
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Mit der Zeit habe ich mich an die konstant statische Erzählweise gewöhnt. Ich muss gestehen, sie beginnt mir sogar zu gefallen.

    Das Heft fügt sich harmonisch in die bisherigen Episoden ein. Und obwohl die Langsamkeit des Erzählens gewahrt bleibt, eilt es andererseits (wenn man den erzählerisch durchschritten Zeitraum heranzieht) reichlich schnell durch die Zeit.

    Fast wäre das Heft wieder zeichnerisch aus einem Guss gewesen, aber dann der Bruch bei den Abrafaxen ab Seite 46 - was mich ein wenig wundert, immerhin hat das Heft ganze acht Seiten, auf denen die Abrafaxe nicht vorkommen und einige weitere, auf denen sie fast nicht vorkommen. Dass dann die Kapazität für das Konzept „jeder zeichnet seine Figuren" nicht ausreicht, kann ich nicht so recht nachvollziehen.

    Späßchen gibt es herzlich wenige. Was hier noch nicht erwähnt wurde, ist die linke Dachfigur Seite 7 mittleres Panel unten halb links, die sich angetrunken an die runde Kuppel stützt. Und auch einen Filmfehler habe ich gefunden: Seite 16 oben hat der rechte Fensterflügel in der Mitte einen goldenen Griff, der im nächsten Bild verschwunden ist.

    Mein Lieblingsbild dass Heftes steht fest, es ist das mittlere Panel Seite 15. Auch wenn es der Gesamtharmonie des Bildes zuträglich gewesen wäre, die Füße nicht anzuschneiden, ist es dennoch ein wunderschönes Bild geworden.

    Und Tiergeschichten, ob nun mit Dialogen oder ohne haben mir immer gefallen.

  21. #46
    Mitglied Avatar von Nafi Dhu Asrar
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    Ich lese seit seit 19 Jahren zum ersten Mal wieder die Eldorado-Serie und bin begeistert. Der Wortwitz, die Anspielungen, das Tempo der Handlung, die Doppelseitenpanoramen und der Anspruch an das Interesse der Leser sind phänomenal. Das hatte ich gar nicht so in Erinnerung. Interessanterweise spielt es ja nahezu in der gleichen Zeit. Wenn das Mosaik diesen Streak wieder finden könnte, wäre das super. Die Geschichte war ja auch von J.U.Schubert. Die ganzen Legenden und möglichen Anknüpfungspunkte in der Zeit wurden genutzt und man lechzt immer schon nach dem nächsten Heft, weil es oft gute Cliffhanger gibt. So wie ich verstanden habe, war der Zeitrahmen der Serie damals ursprünglich weiter gefasst, wurde dann aber auf Spanien und England beschränkt. Ich wünschte mir sehr, dass diese goldene Zeit (im Mosaik) wieder aufscheint. Ohne Don Ferrando, aber mit ähnlich durchtriebenen Gegenspielern, Krishna Gaunar und der Maharadscha von Rattabumpur waren ja auch nicht ohne.

  22. #47
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    Mir gefällt am neuen Heft, dass die Handlung zügig voran kommt. Die Katz-und-Maus-Geschichte gefiel mir auch.

    Was mir aber überhaupt nicht gefällt, ist der krasse Bruch des Zeichenstils der Abrafaxe ab Seite 46. Man hat ja plötzlich das Gefühl, als würden nun drei völlig neue Personen auftreten. Ich verstehe ja das Problem der Zeitaufteilung des Standardzeichners, aber gibt es kein eleganteres Mittel, dies zu lösen? Könnte der Standardzeichner der Abrafaxe nicht wenigstes all deren Gesichter und Haare in einem Heft zeichnen?

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