Finix Comics - Das Warten hat ein Ende
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Thema: Finix - ein Verlag im Wandel?

  1. #626
    Mitglied Avatar von Apobandicoot
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    nein

    Ein Verlag bietet etwas an, wenn es ausreichend gekauft wird, geht es weiter, wenn nicht, dann eben nicht. Das Geld für "Zuverlässigkeit" kommt immer vom Kunden.
    Also...fassungslos. SPlitter genießt den Ruf, weil sie von Anfang an auf die Wünsche des Kunden eingegangen sind und erkannt haben, was der KUNDE wünscht. Was der Kunde wünscht, kauft er auch. Wenn man ein Geschäft eröffnet, muss sich die Idee durchsetzen. Der Anbieter muss aber von Anfang an zuverlässig sein. Das ist nicht nur in der Verlagsbranche so. Wenn das Team, mit dem ich arbeiten darf, nicht zuverlässig arbeiten würde, würde der Kunde aber sowas von schnell weg sein, weil es genug andere Anbieter gibt. So ist das auch bei Comics, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen. Die Kunden haben dich "angefleht" doch mit den Leo Serien weiterzumachen. Als Antwort gab es eine Vertröstung nach der anderen. Ähnlich war es bei anderen Sachen. Die Alkandoor Dame hatte mir persönlich in Erlangen 2014 gesagt, dass sie mit dem nächsten Band 2015 fertig werden wollte. Was ist passiert? Nix. Egal, an wem es im Endeffekt liegt (und beim Künstler habe ich da noch mehr Verständnis)...wenn nichts kommt, geht der Kunde. Wenn ich nicht liefern kann, geht der Kunde woanders hin. Damit habe ich einen Fehler gemacht und kann von Glück sagen, wenn der Kunde noch einmal bei mir erscheint. Andere Verlage, und damit meine ich auch ausdrücklich das tolle produktive Team von Finix, strengen sich an, um ein versprochenes Programm auch zu veröffentlichen. Im Endeffekt ist dem Kunden halbwegs egal, woher das Geld dafür kommt, aber es bleibt dabei: Termine sind einzuhalten oder bei Nichteinhaltung zu kommunizieren. Es gibt da einige Vorbilder in dieser Branche, allen voran Splitter. Epsilon hat leider zunehmenderweise nicht dazugehört.
    Finix hat sich auch dem Markt mit den GAs angepasst. Erfolgreich, soweit ich das als Investor beurteilen kann. Aber auch hier gilt. Zuverlässigkeit und Topqualität.
    Jemandem Zuverlässigkeit vorzuwerfen halte ich für äußerst kontraproduktiv und zeugt m.E. von einer Verachtung dem Kunden gegenüber.

  2. #627
    Zuverlässigkeit MUSS man sich verdienen Mark. Und da sind wir bei einem der großen Unterschiede. Bei Epsilon wurde zuverlässig eine Nummer 1 einer Serie gedruckt, zuverlässig konnte man sogar die weiteren 30 Nummern (gefühlte) vorbestellen, nur sind sie zuverlässigerweise dann nie erschienen.

    Und man muss für dieses kleine Wort hart arbeiten, es sich vom Kunden verdienen. Auch mal in den sauren Apfel beissen gehört da dazu (siehe Splitter mit der Sangre Ausgabe zb)
    Das Gegenteil von "Zuverlässig" ist leichter zu erarbeiten - nur hat man dann halt viele Kunden verprellt die dir auch dann nichts mehr abkaufen selbst wenn du ein gutes Produkt auf den Markt bringst.
    Und man darf den eigenen Spiegel bei dem Thema "Zuverlässigkeit" auch nicht vergessen.

  3. #628
    Mitglied Avatar von Schreibfaul
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Na, du weißt ja Bescheid, wer hier wem was anvertraut hat und wessen Kapital vernichtet wurde! Halte dich gefälligst aus Sachen raus, von denen du keine Ahnung hast und die überhaupt nicht an die Öffentlichkeit gehören!
    Mein Kommentar zu den Geschäftspartnern war eigentlich ein Gemeinplatz. Deine Reaktion dagegen zeigt, dass ich ins Schwarze getroffen habe.

    Von jemanden wie dir lass ich mir bestimmt nicht den Mund verbieten. Wenn du nicht willst, dass dein Geschäftsgebaren zum Thema wird, dann halte dich selber zurück; du lässt aber keine Gelegenheit aus, ständig von deiner wirtschaftliche Situation was vorzuheulen.
    Schreibst in deinem Blog eine Unverschämtheit nach der andern, also kannst du dir deine Empörung sparen.

  4. #629
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    Es waren ja nicht nur die diversen Serien, die nie über eine Nr.1 hinausgekommen sind sondern eben auch Kapriolen wie diese hier:

    - bisher neun Jahre lang keine Fortsetzung der Bob Morane -Gesamtausgabe nach Band 4.
    - Eine einzige Dan Cooper- GA (Band 3 !) in mehreren Jahren zwischen Ankündigung und Rechteverlust
    - Neun Jahre Pause zwischen Kenya Band 3 und Band 4.

    undsoweiterundsofort....

    Solche Bolzen hat sich mit solcher Regelmäßigkeit kein anderer Verleger hierzulande geleistet, obwohl die ebenfalls meist nicht "reich" sind, was von Dir ja angeblich immer wieder verlangt wird.
    Dass man mit so einem Geschäftsgebahren kein Vertrauen aufbaut sondern es bei den potentiellen Kunden, dem Vertrieb und den Lizenzgebern irgendwann verspielt ist doch völlig klar.
    Erstaunlich ist eher die Geduld die all diese Gruppen lange Zeit immer wieder bewiesen haben. Und das bei jemandem, bei dem zwischen großen Worten und Taten eine derartige Diskrepanz besteht irgendwann auch der Ton rauer wird (zumal keinerlei Reflektion & Einsicht zu erkennnen sind), sollte auch nicht überraschen.

    Was das alles mit Finix zu tun hat weiß ich aber auch nicht. Nix vermutlich.

  5. #630
    Mitglied Avatar von radulatis
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    Oh doch!!! Epsilon ist das Negativbeispiel schlechthin, wie man als Verleger alles falsch machen kann und das öffentlich in einem Forum für jeden nachlesbar... keine Worte, da fehlen mir die Worte. Wer hält MOF davon ab, weiter auf der Tastatur auszurutschen? Mein Tipp: einfach mal ein paar Jahre nicht ins Forum gehen. Genauso lange, wie Kunden auf Ware gewartet haben. Ein Händler, der nicht liefert, obwohl der Bedarf da ist und dann die verärgerten Kunden dafür verantwortlich macht, wenn sie ihrem Ärger freien Lauf im Forum lassen. Es reicht jetzt echt!
    „Ein großer Krieger? Groß machen Kriege niemanden." (Yoda in Star Wars Episode V)

    "Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser-Tor. All diese Momente werden verloren sein... in der Zeit, so wie... Tränen im Regen." (Roy Batty)

  6. #631
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    Zitat Zitat von radulatis Beitrag anzeigen
    Es reicht jetzt echt!
    Genau, mit diesen Worten sollten wir hier das Thema Epsilon abschließen.

    Zu den Stichworten Finix und Wandel: Vielleicht hat der eine oder andere ja auch Wünsche an Finix (und damit meine ich nicht den Abschluss / die Weiterführung bestimmter Serien). Oder stellt sich die Frage, ob das Modell Finix auch auf andere Bereiche (Manga, US-Comics etc.) übertragbar wäre.

  7. #632
    Mitglied Avatar von HerrHase
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    @jellyman:

    Was du nicht weißt: In Wirklichkeit BIN ich der Herr Hase von Trondheim. Der ist nämlich gar nicht tot! [hier bitte böses Kater-Karlo-Lachen einsetzen]

  8. #633
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Okay, Splitter ist das Positivbeispiel schlechthin. Splitter hat mehr Neuerscheinungen, mehr Nachdrucke und mehr lieferbare Titel als jeder andere Verlag. Dann habe ich mal eine Frage an die ganzen Schlaumeier hier: Warum macht das so kein anderer Verlag? Sind die einfach nur alle zu blöd oder was?
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  9. #634
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Dann habe ich mal eine Frage an die ganzen Schlaumeier hier: Warum macht das so kein anderer Verlag? Sind die einfach nur alle zu blöd oder was?
    Willst du eine ernsthafte Antwort haben? Wie kommst du denn auf den Trichter, dass das überhaupt kein anderer Verlag macht? Gucke mal über die Grenzen. In andere Länder. Klassiker werden eifrig nachgedruckt. Nur so kann eine Neuerscheinung von Longsellern und Bestsellern überhaupt noch funktionieren. Der Comicmarkt ist auch Sammlermarkt.

    Finix Comics ist Gesundheitspolizei für den dahinsiechenden deutschen Albenmarkt. Ehemalige Big Player könnten anders dastehen, wenn die letzten vierzig Jahre anders verlaufen wären. Eventuell wäre dann Deutschland ein richtiges Comicland.

    Ich habe übrigens nur einen Wunsch an Finix Comics. Dass man noch etwas länger weitermachen kann, so schwierig die aktuellen Bedingungen momentan auch sind.

    Gibt noch genug zu tun. Hinterlassenschaften und verbrannte Erde gibt es noch genug.

  10. #635
    Moderator Finix Comic Club
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    Zitat Zitat von HerrHase Beitrag anzeigen
    Aber es widerspricht doch eurer Argumentation, dass fast alle Comicfans sich, wenn sie die Wahl haben, lieber vollständige Alben in Super-Duper-HC-Überformat für 15 € kaufen als ein Magazin mit den gleichen Alben in mehreren Fortsetzungen! Bei ZACK/ZACK Edition war es ja genau umgekehrt. Ich glaube zumindest nicht, dass sich irgendeine der eingestellten Editionsserien 5000 Mal pro Album verkauft hat. Das ZACK-Magazin aber schon, wenn ich efwes Aussagen richtig interpretiert habe.
    Welche Breitenwirkung hat ein Comicmagazin mit einer 5.000er oder 10.000er Auflage?
    Den gewünschten Massenmarkt erreicht man doch damit nie und nimmer,
    folglich taugt das aktuelle Zack-Magazin schon mal nicht als Präverenz.
    Inhaltlich orientiert man sich an den „alten“ Kunden von einst, nur wegen Cap Horn oder Cassio wird das Heft doch nicht gekauft, sondern wegen Michael Vaillant, Andy Morgan oder Bob Morane und Co.
    Es sind diese Stammleser (Abonnenten) wegen denen es das Magazin überhaupt noch gibt und nicht irgendwelche Gelegenheitskäufer im Bahnhofsbuchandel.

    Insofern spielt hier das Format doch keine Rolle, sondern der Inhalt. Sobald Zack diese Top-Serien nicht mehr im Heft anbieten kann, ist auch das neue Zack-Magazin Geschichte.


    Zitat Zitat von HerrHase Beitrag anzeigen
    Deshalb doch mein Vorschlag, einen Großteil der niederländischsprachigen Inhalte in einem deutschen EPPO zu übernehmen (natürlich übersetzt ), und nur die französischen Serien (für die Mark nicht eh die Lizenzen hat wie bei Aria) durch deutsche zu ersetzen. Das hat doch mit den Märkten erst mal gar nichts zu tun, sondern höchstens mit der Frage, ob die niederländischen Serien in D schlechter ankommen würden (als in NL, als französische Serien oder whatever). Dafür würde ich a priori keinen Grund sehen, da in EPPO durchaus ein recht hohes Niveau überwiegt.
    Warum gibt es kaum niederländische Serien auf dem dt. Albenmarkt? Weil sich schon innerhalb der dt. comicaffinen Leserschaft in den letzten Jahrzehnten nie genug Interessenten dafür gefunden haben. Und jetzt sollen ausgerechnet diese Comicstoffe plötzlich ein breites Massenpublikum in D ansprechen?
    Und darüber hinaus willst du die frankobelgische durch dt. Lizenzen ersetzen?
    Also die frankobelgischen Serien die zumindest in einer gewissen Programmbreite und Tiefe vorhanden sind, so dass man daraus wenigstens ein inhaltliches Konzept erstellen könnte.

    Wie willst du denn mit dt. Lizenzen überhaupt ein Magazin-Konzept erstellen?

    Ein Steampunk-History Comic Malcolm Max, neben einem Trash-Krimi Kommissar Fröhlich, dazu ein 08/15 Kitana-Fantasy Fanzinecomic, das in direkter Konkurrenz zum Wolkenvolk bestehen soll.
    Dazu dann noch ein derber Luzian Engelhardt Funny, der mit einer Selbstfindungs-Graphic-Novel in s/w verschmilzt und als I-Tüpfelchen eine Geister-Schocker Kurzgeschichte.
    Mal davon abgesehen, dass ein Großteil* der Künstler schon jetzt nicht mehr als 48 Seiten pro Jahr liefern kann (wenn überhaupt), trotz entsprechender Entlohnung.

    Kann ja sein, dass man mit so einem „Gemischtwarenladen“ Kunden findet, nämlich den Nerd innerhalb der Comicszene, dass aber ernsthaft als Konzept für einen Massenmarkt zu propagieren ist doch absurd.

    *
    @Pegasau
    Damit seid ihr ausdrücklich nicht gemeint, nur um Irritationen schon im Vorfeld zu vermeiden
    Geändert von Ollih (29.06.2017 um 13:12 Uhr)

  11. #636
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    Inhaltlich orientiert man sich an den „alten“ Kunden von einst, nur wegen Cap Horn oder Cassio wird das Heft doch nicht gekauft, sondern wegen Michael Vaillant, Andy Morgan oder Bob Morane und Co.
    Es sind diese Stammleser (Abonnenten) wegen denen es das Magazin überhaupt noch gibt und nicht irgendwelche Gelegenheitskäufer im Bahnhofsbuchandel.

    Insofern spielt hier das Format doch keine Rolle, sondern der Inhalt. Sobald Zack diese Top-Serien nicht mehr im Heft anbieten kann, ist auch das neue Zack-Magazin Geschichte.
    Das stimmt so nun aber nicht. Das Heft hat sich in den Zeiten, als keine der genannten Serien drin, war genauso gut verkauft wie mit diesen Serien.

    EfWe

  12. #637
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Okay, Splitter ist das Positivbeispiel schlechthin. Splitter hat mehr Neuerscheinungen, mehr Nachdrucke und mehr lieferbare Titel als jeder andere Verlag. Dann habe ich mal eine Frage an die ganzen Schlaumeier hier: Warum macht das so kein anderer Verlag? Sind die einfach nur alle zu blöd oder was?
    Für den Finix kann ich es dir ganz klar sagen, weil wir ein ganz klares Programm-Segment abdecken und alle nur in ihrer Freizeit daran arbeiten. Würden wir planen davon leben zu wollen, würden wir uns selbstverständlich daran orientieren, rein produktionstechnisch tun wir es ja schon

    Für die Kleinverlage.
    Weil möglicherweise die persönlichen Vorlieben für gewisse Programmsegmente über dem Business stehen?
    Und weil als dessen Folge, die ökomischen Grundlagen so begrenzt sind, dass man das Comicbusiness nur als Nebenjob begreift?

    Für die Großverlage.
    Das Business "frankobelgischer Comic" für Konzerne einfach nicht kostendeckend ist, mit Ausnahme einiger weniger Cashcows?
    Geändert von Ollih (29.06.2017 um 11:59 Uhr)

  13. #638
    Moderator Finix Comic Club
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    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nun aber nicht. Das Heft hat sich in den Zeiten, als keine der genannten Serien drin, war genauso gut verkauft wie mit diesen Serien.

    EfWe
    Naja, die Frage ist doch, was passiert, wenn ihr auf Jahre hinaus keine alten Helden der klass. Zack-Generation mehr bringt?

    Und sind Verkaufszahlen von 5000-10000, dass, was man einen Massenmarkt nennt?

  14. #639
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn auf den Trichter, dass das überhaupt kein anderer Verlag macht?
    kein anderer deutscher Verlag!

    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    den dahinsiechenden deutschen Albenmarkt.
    Interessante Aussage!

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Für den Finix kann ich es dir ganz klar sagen, weil wir ein ganz klares Programm-Segment abdecken und alle nur in ihrer Freizeit daran arbeiten. Würden wir planen davon leben zu wollen, würden wir uns selbstverständlich daran orientieren, rein produktionstechnisch tun wir es ja schon

    Für die Kleinverlage.
    Weil möglicherweise die persönlichen Vorlieben für gewisse Programmsegmente über dem Business stehen?
    Und weil als dessen Folge, die ökomischen Grundlagen so begrenzt sind, dass man das Comicbusiness nur als Nebenjob begreift?

    Für die Großverlage.
    Das Business "frankobelgischer Comic" für Konzerne einfach nicht kostendeckend ist, mit Ausnahme einiger weniger Cashcows?
    Die Marktbedingungen sind für alle gleich. Was für die einen ein zu großes Risiko ist, ist für die anderen eine Marktlücke. Splitter hat aus einem von Carlsen eingestellten Fantasy-Programm einen neuen Verlag gegründet, was zunächst einmal mutig ist, und damit mehr erreicht als alle anderen Hobby-Verlage. Heute ist Splitter der Maßstab, an dem alle anderen Verlage gemessen werden.

    Nun sagst du, die kleinen wollen nicht und die großen können nicht. So kann man sich natürlich auch rausreden. Unterm Strich heißt das, dass die Auflagen heute so niedrig sind, dass der Aufwand höher ist als der Ertrag, um zumindest keinen Verlust zu machen.
    http://www.comicforum.de/showthread....=1#post3000044:
    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Einen Gewinn fahren wir oft erst Monate - manchmal Jahre nach der Veröffentlichung ein.
    Da kann man sich als Kunde natürlich entspannt zurücklehnen und Zuverlässigkeit fordern. Was Splitter jeden Monat schafft, muss man bewundern. Je mehr sie schaffen, desto schwieriger wird es für andere Verlage mitzuhalten. Der früher hochgelobte und zuletzt viel gescholtene Carlsen Verlag scheint auf einem guten Weg zu sein. Das 50 Jahre Carlsen Comics-"Magazin" macht schon was her. Egmont scheint allerdings im Moment ziemlich ratlos zu sein, was sie außer ein paar Klassikern noch machen können. Für alle anderen bleibt dann nur der Verlag als Hobby.
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  15. #640
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    kein anderer deutscher Verlag!
    Was sagt mir das? Könnten andere Verlage eventuell besser dastehen, wenn sie ihre Serien gepflegt hätten, fortgesetzt hätten, nachgedruckt hätten?

    Interessante Aussage!
    Logisch. Es kommen ja nur Bruchteile aus Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden, etc. hier an. Der deutsche Comic-Albenmarkt könnte ganz anders dastehen. Aber die Vergangenheit kann niemand mehr ändern.

    Da kann man sich als Kunde natürlich entspannt zurücklehnen und Zuverlässigkeit fordern.
    Bitte, Mark, bleibe einfach dem Markt fern. Ich als Kunde werden von dir als Verleger oder Chefredakteur nichts mehr erwerben und nichts mehr fordern, schon gar nicht Zuverlässigkeit. Du ignorierst deine Geschäftspartner, setzt Serien nicht fort, kannst nicht gescheit übersetzen, bist um Ausreden nie verlegen, beleidigst den Kundenstamm und neidest anderen den Erfolg.
    Dein Auskeilen hier macht alles nicht besser.

  16. #641
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Okay, Splitter ist das Positivbeispiel schlechthin. Splitter hat mehr Neuerscheinungen, mehr Nachdrucke und mehr lieferbare Titel als jeder andere Verlag. Dann habe ich mal eine Frage an die ganzen Schlaumeier hier: Warum macht das so kein anderer Verlag? Sind die einfach nur alle zu blöd oder was?
    Splitter hatte einen guten Start, indem sie mit einem neuen verbesserten Druckverfahren Werbung machten. Und diesen guten Ruf haben sie bewahren können. Wenn ich an gute Druckqualität denke, fallen mir zuerst Splitter, Finix und Bocola ein.

  17. #642
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von jellyman71 Beitrag anzeigen
    Der HerrHase ist der dicke Buddy von MoF
    Bitte keine persönlichen Beleidigungen hier im Forum!

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Mal davon abgesehen, dass ein Großteil* der Künstler schon jetzt nicht mehr als 48 Seiten pro Jahr liefern kann (wenn überhaupt), trotz entsprechender Entlohnung.
    Erkläre bitte die Notwendigkeit für ein Konzept wie EPPO, daß die Künstler mehr als 48 Seiten im Jahr liefern. Und vor allem: Wo haben deutsche Künstler je eine entsprechende Entlohnung bekommen (mal von Comics abgesehen, die in hochauflagigen Zeitschriften und Zeitungen erscheinen, wie etwa "Mecki" und "Strizz")?
    Geändert von Mick Baxter (30.06.2017 um 17:47 Uhr)
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  18. #643
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Hate Beitrag anzeigen
    Splitter hatte einen guten Start, indem sie mit einem neuen verbesserten Druckverfahren Werbung machten. Und diesen guten Ruf haben sie bewahren können. Wenn ich an gute Druckqualität denke, fallen mir zuerst Splitter, Finix und Bocola ein.
    Das ist richtig und ein gutes Verkaufsargument für alte Sammler, die Jugend interessiert das herzlich wenig. Alte Comics in neuer Form kann man nur mit Qualitätssteigerung verkaufen. Wenn man aber an einem Punkt angelangt ist, wo es noch besser einfach nicht mehr geht, fällt dieses Argument für die Zukunft weg. Da die Druckqualität inzwischen bei allen Verlagen gestiegen ist, ist das auch kein Unterscheidungskriterium mehr, zumal diese Feinheiten erst dann zum Tragen kommen, wenn der Inhalt interessant ist.

    Wenn nun aber die Druckqualität und die Zuverlässigkeit so viel besser sind als früher, warum sind dann die Auflagen trotzdem so viel kleiner?
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  19. #644
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer
    Wenn nun aber die Druckqualität und die Zuverlässigkeit so viel besser sind als früher, warum sind dann die Auflagen trotzdem so viel kleiner?
    Weil man nicht mehr wie früher für den großen Schredder produzieren muss? Bei Erfolg kommt die Zweitauflage. Siehe 421. Hohe Auflagen wurden auch in deinen glorreichen Zeiten nicht immer komplett verkauft. Und es war früher weniger einsteigerfreundlich und es war früher eine andere Zeit. Aber das zählt alles nicht. Weil jetzt die Magazine an den Tabakbutzen fehlen.

  20. #645
    Mitglied Avatar von Apobandicoot
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    Was haben die meisten Ausführungen des Epsilonverlagsinhabers mit dem Thema dieses Threads zu tun?

  21. #646
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    Finix Comics hat es gewagt und sich gewandelt und bringt nun auch Gesamtausgaben und eine neue Serie und konzentriert sich nicht mehr nur auf das große Beenden. Das Unterscheidungsmerkmal zu anderen Verlagen hat dann einigen gefehlt, darum wurde dieser Thread eröffnet und der große Spaß hat begonnen.

  22. #647
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    Zitat Zitat von fulbecomics Beitrag anzeigen
    Nee, sehe ich anders , Vallée , Desberg , Perissin, Riboldi, Cassini und Nury sind inzw. eher den Spitzenkräften zuzuordnen.
    Wer die liegen lässt, ist praktisch selbst schuld
    Das sehe ich genauso. Bis auf Dantes, meine ich, habe ich alles hier. Glaube trotzdem, dass mein beschriebenes Verhalten der Masse passt.

  23. #648
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Ich müsste die ersten fünf Ausgaben der magischen Attacke oder so noch haben. )
    Ich war gestern am Dachboden. Habe die hinterste Kiste mit Den, Druuna, Aria und zwei so ganz dicken Schlabber-Sammelbänden auf billigstem Papier von Carlsen - (einmal Funny, einmal Abenteuer, viele Alben drinnen, kann sich noch jemand erinnern?) - rausgekramt. Es sind doch nur drei Ausgaben von Magic Attack. Dann wurde es mir zu blöd mit dem Magazin. Es gab ja schon Internet... Und Alben! Und nicht einmal "Celtis - Ein Gallier im Weltraum" habe ich somit komplettiert. Sorry, Dirk.

    PS: Meiner Meinung nach war es ein riesengroßer Riesenfehler, in den ersten Ausgaben von Magic Attack mit dem Band 5 von Troll von Troy zu beginnen und mit Band 4 von Sillage. In der dritten Ausgabe dann Atalante Band 2. Ehrlich, da wundert es mich bei dieser Entscheidung nicht, dass das Magazin nicht so der Renner wurde. Die "Neuigkeiten" aus den ganzen Beiträgen aus der Comic- und Fantasyszene kannte ich ja schon. Es gab ja schon Internet...

    Ach ja, dieser ganze altbackene Kram, der im ZACK heute abgedruckt wird, der interessiert mich auch kaum. Leider wurden von "Es war einmal in Frankreich" und von "Lady S" standhaft die Nachdrucke verweigert. Denn wo kommen wir dahin, falls "Jugendliche" das lesen wollen? Wer nicht schon immer bei "uns" dabei war, der zählt nämlich nicht! Wenigstens funktioniert Finix Comics jetzt immer weniger so. Da beiße ich mich auch hinten rein, dass am Anfang die Serien "nur" komplettiert wurden.

    War aber klar, vor zehn Jahren war der frankobelgische Albenmarkt in Deutschland noch ein wenig anders gestrickt als heute. Hat sich ja doch einiges verändert. Für mich in die positive Richtung. Es gibt da einen Verlag mit tausend Bänden in der Backlist, der vor zehn Jahren erst begonnen hat...
    Geändert von Huxley (30.06.2017 um 08:07 Uhr)

  24. #649
    Mitglied Avatar von Raro
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    Den mit den Abenteuern habe ich auch noch hier, den mit Funnies habe ich nicht gekauft.
    Vor ein paar Jahren gab es bei Aldi Süd mal ein paar Spirou HC Alben, die Qualität war gar nicht mal so übel, selbst nach Wochen waren die Teile immer noch in großer Anzahl da. Nichts mit Massenmarkt, trotz extrem niedrigem Preis.

  25. #650
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    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen

    Zu den Stichworten Finix und Wandel: Vielleicht hat der eine oder andere ja auch Wünsche an Finix (und damit meine ich nicht den Abschluss / die Weiterführung bestimmter Serien). Oder stellt sich die Frage, ob das Modell Finix auch auf andere Bereiche (Manga, US-Comics etc.) übertragbar wäre.
    Oh ja, ich hätte da Wünsche! Von mir aus dürfte der Trend bei Finix nämlich tatsächlich mehr in Richtung King & Kong, Dieter Lumpen, Troll und Jackie Kottwitz gehen! Ich habe teilweise das Problem, dass Finix tolle Serien fortsetzt/zu Ende bringt, von denen ich die früheren Bände nicht besitze -- weil die in einer Zeit zu kriegen waren, wo ich entweder nicht so das Budget hatte oder eben auch schon absehbar war, dass das eine abgebrochene Serie war, die man nicht komplett kriegen würde. Mir jetzt die Vorgänger second hand zusammenzukramen, ist mir teilweise zu anstrengend und zu teuer, und sowieso sehen die neuen Sachen von Finix häufig viel besser aus als die alten.

    Ich würde mir tatsächlich auch wünschen, dass Finix mal dazu übergeht, ruhig auch abgeschlossene, aber lange vergriffene Serien, Klassiker der zweiten Reihe, in kleiner Auflage und in guter Optik neu aufzulegen. Ich denke da an so Sachen wie Zyklus der zwei Horizonte, Tai Dor, so die Liga. Ich würde mir auch extrem komplette Neuausgaben von Töchter des Lichts und Kogaratsu wünschen, beides Serien, die ich bisher nicht komplettieren konnte (und wenn ich es schaffen würde, dann hätte ich einen Schlabberalbenmischmasch, und in Jacki-Kottwitz-Quali wären mir die lieber).

    So in der Art würde ich mir den Wandel bei Finix wünschen.

    Zu den Magazinen:
    Ich fand Mickey-Maus-Hefte schon als Kind etwas doof. Ich habe sie zwar gern gelesen (was blieb mir anderes übrig), aber die Fortsetzungsgeschichten haben mich schon als Knirps total genervt, und wehe ein Heft ging verloren ... Diese Abneigungen gegen diese portionsweise Verabreichung von albenlangen Geschichten blieb mir bis heute erhalten. Zack und Magic Attack habe ich nie angerührt und würde ich nie anrühren. Das ist für mich einfach minderwertig, und mich haben seit dem aus der Grundschulbibliothek ausgeliehenen Benny Bärenstark Alben immer deutlich mehr gekickt. Meine Kindheit und Jugend hat sich in den 80ern abgespielt, meine Begeisterung für Comics jenseits von Funnies und Abenteuer setzte Mitte der 90er ein. Magazine haben daran überhaupt gar keinen Anteil. Von daher kann ich das Heraufbeschwören des Magazins als Keimzelle aller Comicliebhaberei so gar nicht nachvollziehen, und die meisten Comicliebhaber, die ich in meinem Freundeskreis kenne, haben auch Alben in ihren Regalen und keine Kisten voller Magazine ...

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