Finix Comics - Das Warten hat ein Ende
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Thema: Finix - ein Verlag im Wandel?

  1. #576
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    Das waren aber gerade mal zwei aus dem TV bekannte Serien. Wenn es darum geht, daraus einen Markt zu machen, muss man den daran interessierten erst mal viele neue Serien näher bringen. Und das geht mit einem günstigen und dicken Magazin, in dem alles drin ist, besser, als wenn man gleich ein großes Programm mit lauter unbekannten Serien gebracht hätte.
    Hier muss ich dir vehement widersprechen. Der Hype begann 1998/99 und die ersten Magazine starteten 2001. Außerdem - und glaub mir: ich war dabei - vieles geschah entweder auf "sanftes Drängen" der japanischen Lizenzgeber oder weil man sich mittels der Magazine eine große Menge an Lizenzen sichern konnte. Der Markt an sich gierte nach neuen Manga. Da brauchte es kein Magazin. Zumindest bei EMA verkaufte sich zu Beginn jede neue Serie mit 7.000 - 10.000 Exemplaren. Warum hätte man dabei das Risko eines Magazins eingehen sollen. Der Markt war da und musste nur beackert werden.

    Das Magazin kam nun mal vor den Alben. Darin wurde aber auch schnell das Dilemma deutlich, dass jedes Magazin für sich hat. Wenn man in jedem Heft eine neue Serie startet, wird es schnell eng. Da ist der Schritt zum Alben-Programm logisch. Es wäre aber besser gewesen Magazin plus Alben weiterzuführen statt Alben statt Magazin. Die Kombination COMIC SPIEGEL plus Feest-Alben war besser, auch wenn das monatliche Heft zu dünn war.
    Natürlich war das Magazin vor den Alben - wie auch bei Feest ("Comicspiegel") und Hethke ("Sprechblase"). Aber damit wurden doch keine Märkte für spätere Alben geschaffen. Alle drei Verleger - Feest, Hethke, Janetzki - kamen aus der Fan-Szene und wollten etwas tun. Und am einfachsten ist da immer noch ein Magazin. Und auch das kannst du mir glauben, weil ich sowohl für Feest und Hethke tätig war und es bei Janetzki nicht anders war. Später haben die Jungs dann erkannt, dass man mit einem Magazin die Alben bewerben kann.
    Magazingedanken kamen immer mal wieder auch bei Ehapa hoch, weil man sich ständig fragte, wie man die immensen Kosten für die Kundenprospekte - und das waren zehntausende von DM bzw. € - wieder einspielen könnte. Natürlich liegt da ein Werbeträger wie ein Magazin nahe, da der Kunde für die Werbung auch noch zahlt. Und genau dieser Gedanke beseelte auch Feest, als wir den "Comicspiegel" wieder aufleben ließen. Und nicht weil wir einen Markt schaffen wollten.

    Dass sich mit Alben einfacher Geld verdienen lässt als mit Magazin ist aber auch eine steile These angesichts der Erfahrung, dass sich mit ZACK mit Vorkasse-Abonnenten einfacher Geld verdienen lässt als mit einer ZACK-Edition, deren Alben vielleicht irgendwann mal gekauft werden.
    Das setzt aber voraus, dass ich Abonnenten habe. Und die muss ich mir mit einem neuen Magazin erst einmal erarbeiten. Weiterhin werden Magazine beim Erscheinen der nächsten Ausgabe remittiert, während Alben lange in der von dir gehypten Drehsäule verweilen können. Der Preis für ein Album ist in der Regeln 2 bis dreimal so hoch wie für ein Magazin, bei einem geringeren Umfang. Beim Magazin bezahle ich wegen der Seitenpreise eine Lizenz für die gesamte Auflage, während ich bei Alben eine Garantieauflage bezahle und den Rest nach tatsächlichem Verkauf abrechne. Ach ja, und die Auflagen (= Risiko) ist bei Alben gemeinhin niedriger.

    EfWe

  2. #577
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Zumindest bei EMA verkaufte sich zu Beginn jede neue Serie mit 7.000 - 10.000 Exemplaren. Warum hätte man dabei das Risko eines Magazins eingehen sollen.
    "Die Banzai! erschien monatlich von November 2001 bis Dezember 2005 und erreichte insgesamt 50 Ausgaben. Das Magazin erreichte bis zu 130.000 verkauften Exemplaren pro Ausgabe und war kommerziell erfolgreich." (wikipedia)

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Später haben die Jungs dann erkannt, dass man mit einem Magazin die Alben bewerben kann.

    Und nicht weil wir einen Markt schaffen wollten.
    Darin sehe ich keinen Widerspruch.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Das setzt aber voraus, dass ich Abonnenten habe. Und die muss ich mir mit einem neuen Magazin erst einmal erarbeiten.
    Das ist natürlich das Ziel. Selbst das Fernsehen, das ursprünglich mal "free" war, geht heute in die Richtung immer mehr Abonnenten gewinnen zu wollen und produziert dafür exklusive Serien. Selbst die Software, die man braucht um Comics herzustellen, muss man heutzutage abonnieren. Abonnenten, wenn man sie denn mal hat, sind ein gesichertes regelmäßiges Einkommen, Angebote zum Kaufen, die dem Kunden die Wahl lassen, wann er was kaufen will, sind eher ein kalkulatorisches Risiko, das zudem immer wieder neu beworben werden muss.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Magazingedanken kamen immer mal wieder auch bei Ehapa hoch, weil man sich ständig fragte, wie man die immensen Kosten für die Kundenprospekte - und das waren zehntausende von DM bzw. € - wieder einspielen könnte. Natürlich liegt da ein Werbeträger wie ein Magazin nahe, da der Kunde für die Werbung auch noch zahlt. Und genau dieser Gedanke beseelte auch Feest, als wir den "Comicspiegel" wieder aufleben ließen.
    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Weiterhin werden Magazine beim Erscheinen der nächsten Ausgabe remittiert, während Alben lange in der von dir gehypten Drehsäule verweilen können. Der Preis für ein Album ist in der Regeln 2 bis dreimal so hoch wie für ein Magazin, bei einem geringeren Umfang. Beim Magazin bezahle ich wegen der Seitenpreise eine Lizenz für die gesamte Auflage, während ich bei Alben eine Garantieauflage bezahle und den Rest nach tatsächlichem Verkauf abrechne. Ach ja, und die Auflagen (= Risiko) ist bei Alben gemeinhin niedriger.
    Magazin schlägt Katalog, Album schlägt Magazin, Magazin bewirbt Alben, also eine Win-win-Situation, wenn man beides macht.
    Geändert von Mark O. Fischer (27.06.2017 um 14:27 Uhr)
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  3. #578
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Aber wieso sollte dir jemand Geld dafür geben. ......Kein Investor wird Dir Geld geben, bloß weil es beim Wort Magazin in Deinem rechten Zeh zwickt. Da musst Du schon mehr bieten. Aber die Tatsache, dass Du dies bis jetzt noch nicht getan hast, deutet entweder auf Faulheit oder auf die Tatsache hin, dass Du selbst nicht daran glaubst, und uns hier nur den Edel-Troll im Forum vorspielst.
    Immerhin scheint uns das Thema brennend zu interessieren
    MOF könnte ja mal in Holland vorbeischauen bei den EPPO-Machern.
    Inwieweit man da selbst gestalten könnte..............

  4. #579
    Mitglied Avatar von Raro
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    Der Markt in Holland / flämisches Belgien ist nicht vergleichbar, wenn man sieht, daß Suske en Wiske und Kiekeboes etc. Unmengen verkaufen. Jommeke ist dort immer noch eine sichere Bank, bei uns ist der schon fast wieder zu Grabe getragen worden, es erscheint jedes Jahr ein Album.
    Im direkten Vergleich mit den Top 10 in Frankreich ist der Markt ganz anders.
    http://www.stripspeciaalzaak.be/Verkooptop10.php
    Geändert von Raro (27.06.2017 um 15:14 Uhr)

  5. #580
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    "Die Banzai! erschien monatlich von November 2001 bis Dezember 2005 und erreichte insgesamt 50 Ausgaben. Das Magazin erreichte bis zu 130.000 verkauften Exemplaren pro Ausgabe und war kommerziell erfolgreich." (wikipedia)
    Habe ich irgendwo geschrieben, dass das Magazin nicht erfolgreich war (wobei 130.000 Ex. weit hergeholt sind)? Es ging doch darum, warum das Magazin produziert wurde. Sicherlich nicht, um den Manga-Markt zu schaffen, wie du doch unterstellst.

    Generell würde heute niemand mehr ein Comic-Magazin an den Kiosk bringen. Da kannst du noch so lavieren und verdrehen. Tatsächlich hatte ich mit dem Geschäftsführer des Gong Verlag etwa 2008 ein Gespräch, worum es darum ging, dass wir für ihn ein Comic-Magazin zu einem damals bekannten Charakter produzieren wollten. Aussage: "Der Kindermarkt ist zu klein, zu volatil. Da will ich nicht investieren." Burda hat es sich leicht gemacht und einfach die Mehrheit an Blue Ocean erworben. Da muss man nix mehr aufbauen. Und Comics werden da eh so gut wie keine produziert, sondern vor allem die Vermarktung bekannter Marken.
    Vielleicht gibt es irgendwo einen Philanthrop, der genug Geld übrig hat, um dir was Gutes zu tun und dir ein Magazin zu finanzieren, aber mit meinen Einblicke in die Welt der Verlage - klein wie groß - sage ich dir, dass es keinen nennenswerten Verlag in Deutschland geben wird, der auch nur einen Gedanken an ein Comic-Magazin in Deutschland verlieren wird. Die haben alle ganz andere Sorgen.

    EfWe

  6. #581
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    Ok, die haben dort tats. einen anderen Geschmack. EPPO+Delta_MOF für den deutschen Markt.
    Müsste Zack diese Konkurrenz fürchten oder wirkt diese belebend ?

  7. #582
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen

    Des Weiteren stellst Du unter anderem die Behauptung auf, dass es z.B. ohne Magic Attack kein Splitter(neu) gegeben hätte. So, ich sage jetzt Magic Attack hatte keinen Einfluss auf den Splitter Verlag, da ich bis jetzt noch nie
    davon gehört habe und trotzdem in den letzten Jahren Splitter Alben in Höhe von meherern tausend Euro gekauft habe.
    Ich müsste die ersten fünf Ausgaben der magischen Attacke oder so noch haben. Hat ewig und drei Monate gedauert, bis du mal ein Album komplett konsumieren konntest. Und dann kam Carlsen Comics auf die glorreiche Idee und hat auf sein sündteures Schlabberalbenprogramm verwiesen, falls du als Leser die Fortsetzung einer Geschichte und weitere Bände haben mochtest.

    Und darum bestaune ich die Magazine in anderen Ländern.

    Ich würde nie mehr auf die Idee kommen und ein Jahresabo für ein zweiwöchentliches Magazin um 100 Euro abschließen, wenn ich mir um diesen Betrag Comics aus einer breiten Auswahl kaufen kann, die mich höchstpersönlich interessieren und die mir nicht der Chefredakteur von seiner eigenen Gnaden vor die Nase setzt. Aber andere stehen eben drauf. Toll. Ich mag lieber Abschlüsse von Sachen, die mich interessieren und nicht ständig einen Neustart von irgendwas.

    Darum finde ich die Idee von Finix Comics so unterstützenswert. Selbst wenn mich nicht alles interessiert.

  8. #583
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    Die Hochglanzbroschüre Magic Attack interessiert übrigens keinen einäugigen Hund mehr. Da waren sie schon erwachsen. Diejenigen, die bei alten ZACK-Magazinen heute noch feuchte Augen und andere feuchte Zustände bekommen. Die alten Nostalgiker, die ihre Jugendsünden nicht vergessen können, die Hefterlfetischisten, die.

  9. #584
    Mitglied Avatar von TheDuck
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    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" - aufgrund stark gefallener Absatzzahlen nur noch 2-wöchentlich erscheint,
    wie soll da bitteschön ein brandneues Magazin seine Käufer finden, bzw. überhaupt im Ansatz lukrativ funktionieren?

    Über die "Querfinanzierung" der im Magazin abgedruckten Comics in Form der später zu erscheinenden Alben?
    Das hat selbst bei Zack nicht funktioniert! Und haben die nicht sogar von jenen Alben, dessen Geschichten im Vorfeld schon in ihrem Magazin veröffentlicht wurden, deutlich weniger Alben verkauft, als von den Comics die direkt in Albenform erschienen sind?

    Kurzum, wenn ich das so sehe, dann ist doch der ganze Grundgedanke von Mark ein Fehlgedanke - er funktioniert nicht - und das nachweislich!

    Lg
    TheDuck
    Geändert von TheDuck (27.06.2017 um 16:25 Uhr)

  10. #585
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" -
    Die "Micky Maus" ist schon lange kein Flaggschiff des deutschen Comic-Magazinmarkts mehr.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  11. #586
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" - aufgrund stark gefallener Absatzzahlen nur noch 2-wöchentlich erscheint, wie soll da bitteschön ein brandneues Magazin seine Käufer finden, bzw. überhaupt im Ansatz lukrativ funktionieren?
    Die Erscheinungsweise ist nicht entscheidend. Als ZACK 1974 auf zweiwöchentlich umgestellt hatte, nachdem zuvor der Umschlag abgeschafft wurde, ging es abwärts. Als das Heft 1976 20 Seiten mehr mit Umschlag bekam, ging es aufwärts. Als es 1980 auf wöchentlich umgestellt und der Umfang pro Heft reduziert wurde, ging es abwärts. Das LTB erscheint monatlich und ist wesentlich erfolgreicher als MICKY MAUS. Ich glaube, dass ein dickes monatliches Heft mehr bringt als ein dünnes wöchentliches. Der Preis spielt aber auch eine Rolle.

    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Über die "Querfinanzierung" der im Magazin abgedruckten Comics in Form der später zu erscheinenden Alben?
    Das hat selbst bei Zack nicht funktioniert! Und haben die nicht sogar von jenen Alben, dessen Geschichten im Vorfeld schon in ihrem Magazin veröffentlicht wurden, deutlich weniger Alben verkauft, als von den Comics die direkt in Albenform erschienen sind?
    Ich weiß nur, dass sich die Alben nach ZACK deutlich schlechter verkauft haben als vorher, weshalb der Verlag, der eigentlich ohne ZACK weiter machen wollte, dann ganz aufgeben musste. Dieser Trend der sinkenden Auflagen setzt sich bei allen Verlagen nach Koralle fort. Die These, man könne ohne Magazin mehr Alben verkaufen als mit, ist nachweislich falsch. Zuerst sind die Alben im Zeitschriftenhandel gescheitert und dann im Buchhandel.
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  12. #587
    Mitglied Avatar von TheDuck
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Die These, man könne ohne Magazin mehr Alben verkaufen als mit, ist nachweislich falsch.
    Und wie erklärst Du Dir die Erfahrungen die Zack mit seinem Editionen Programm gemacht hat?

    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Zuerst sind die Alben im Zeitschriftenhandel gescheitert und dann im Buchhandel.
    Da hab ich aber beim aktuellen Splitter Verlag ne andere Erfahrung gemacht - aber ja, die bedienen ja "nur" den Fachhandel und den (vermutlich zu vernachlässigenden ;-) Onlinehandel ;-)

  13. #588
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    So, ich sage jetzt Magic Attack hatte keinen Einfluss auf den Splitter Verlag, da ich bis jetzt noch nie davon gehört habe und trotzdem in den letzten Jahren Splitter Alben in Höhe von meherern tausend Euro gekauft habe.
    Bist du am Ende nur der verstoßene Stiefbruder von Frank1960? Außer dir weiß hier ja wohl jeder, daß MAGIC ATTACK von Delia Wuellner, Dirk Schulz und Horst Gotta betreut wurde. Da jetzt einen Einfluß zu bestreiten, ist eine kaum zu begründende Minderheitenmeinung.

    COMIC!: Ihr habt alle in unterschiedlichen Funktionen an Carlsens Fantasymagazin MAGIC ATTACK mitgearbeitet. Welche Bedeutung hatten das Heft und seine Einstellung für die Verlagsgründung [des Splitter-Verlages]?

    Horst Gotta: Für Dirk und Delia war die Ausrichtung auf Carlsen schon sehr deutlich, denn sie waren die Hauptproduzenten hinter der Fantasy-Offensive und MAGIC ATTACK. Umso stärker wirkte sich für beide der Verlust aus. Da ich aber mit Dirk hauptsächlich an den Werbeprojekten zusammenarbeitete, entstand für mich daraus eigentlich kein Druck.

    (Aus dem Interview mit Horst Gotta im COMIC!-Jahrbuch 2017)
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  14. #589
    Mitglied Avatar von Apobandicoot
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Die These, man könne ohne Magazin mehr Alben verkaufen als mit, ist nachweislich falsch. Zuerst sind die Alben im Zeitschriftenhandel gescheitert und dann im Buchhandel.
    Das verstehe ich genauso wenig, wie TheDuck. Warum wurden die Zack Edition so gut wie beendet, wenn man einmal Lady S. und den Rennfahrer ausklammert? Black Crow ist nicht beendet, Cap Horn haben wir als Finix beendet...ich verstehe mal wieder die Nachrichten aus dem Paralleluniversum nicht.
    Ansonsten kann ich mich hier einem Vorredner nur anschließen: Marktanalyse machen bzw machen lassen und aus der Finanzierungswarteschleife ausbrechen.

  15. #590
    Mitglied Avatar von HerrHase
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    Zitat Zitat von Apobandicoot Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich genauso wenig, wie TheDuck. Warum wurden die Zack Edition so gut wie beendet, wenn man einmal Lady S. und den Rennfahrer ausklammert? Black Crow ist nicht beendet, Cap Horn haben wir als Finix beendet...
    Habe ich doch schon vor Tagen hier beantwortet: Weil die Mehrzahl der dort veröffentlichten Serien einfach nur sehr wenige Leute so stark interessiert haben, dass sie bereit gewesen wären, sie zu diesem Preis als Alben zu erwerben. "Seltsamerweise" hat das ZACK Magazin mit den gleichen Serien aber sogar an verkaufter Auflage zugelegt, wie efwe hier im CF ja schon mehrfach geschrieben hat. Auf Deutsch: Ein Magazin mit Serien wie Cassio, Black Crow, Dantes usw. hat stabile bis steigende Verkaufszahlen, die gleichen Serien in Albenform verkaufen sich so schlecht, dass sie (vom gleichen Verlag!) abgebrochen werden. Fazit: MOFs These vom Magazin als Marke wird zu 100 % bestätigt.

    Dass Magic Attack eine gewisse Vorarbeit für das Splitter-Programm der Anfangsjahre geleistet hat, würde ich auch so sehen. (Und eines der wenigen Splitter-Alben, die ich überhaupt besitze, ist von Atalanta. Und die habe ich durch MA kennengelernt.)

    Was MOFs Magazinträume angeht, würde ich auch raten, mal eine Kooperation mit EPPO zu prüfen. Vllt. wären die an einem deutschen Lizenznehmer interessiert. Große inhaltliche Überschneidungen zum (geplanten) Epsilon-Programm gibt es eh: Franka, Hel, Aria... Die EPPO-Serien, die in D schon bei anderen Verlagen lizenziert sind (v.a. die französischsprachigen wie Lucky Luke, Hermann usw.), könntest du durch deutsche Eigenproduktionen ersetzen (Erik ist ja leider weg, aber ich würde z.B. sehr gerne eine Fortsetzung von Alkandoor lesen). Und so schön das künftige, dann wieder florierende Albenprogramm bewerben.

  16. #591
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Und wie erklärst Du Dir die Erfahrungen die Zack mit seinem Editionen Programm gemacht hat?
    Gerade der nachhaltige Erfolg einer Neuauflage von Michel Vaillant zeigt doch, was man mit einem Magazin in großer Auflage erreichen kann. Wenn man nun aber ein Magazin in kleiner Auflage macht, das als Konkurrenzprodukt zum Albenmarkt auftritt, wird es mit der Doppelvermarktung von neuen Serien schwierig. Man sollte aber auch nicht dem Trugschluss unterliegen, dass die Alben der ZACK Edition schlechter gelaufen wären als die anderer Verlage. Ob Serien fortgesetzt oder nachgedruckt werden, hat auch mit den Ansprüchen des jeweiligen Verlegers zu tun. Wo die einen, die kein Magazin zum Vergleich haben, "Deckungsbeitragsbringer" schon als Erfolg feiern, stellt sich das, was sich kurzfristig nicht rechnet, für andere als unrentabel dar.

    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Da hab ich aber beim aktuellen Splitter Verlag ne andere Erfahrung gemacht - aber ja, die bedienen ja "nur" den Fachhandel und den (vermutlich zu vernachlässigenden ;-) Onlinehandel ;-)
    Vor Splitter galt das Albumformat schon als tot. Der Trend ging zur Verkleinerung, was Bunte Dimensionen dann ja auch gemacht hat. Dann kam Splitter mit dem Überformat mit einem Fantasy-Programm, das bei Carlsen schon gescheitert war, und hat es geschafft mit einem Zuverlässigkeitsversprechen neue alte Kunden zu gewinnen. Ohne den großen Erfolg von Storm, der eine Luxusausgabe einer aus dem Zeitschriftenhandel bekannten Serie ist, wäre die Rechnung aber nicht aufgegangen. Im COMIC!-Jahrbuch gibt Horst ja zu, dass sich die Lieferbarkeit nicht für alle Titel rechnet. Unterm Strich geht die Rechnung nur auf, weil sie mehr produzieren, nachdrucken und lieferbar halten als alle anderen. Würden nun alle Verlage dies zum Vorbild nehmen und genauso umfangreich und zuverlässig werden, würde sich das für niemanden mehr rechnen.
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  17. #592
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    Wie soll man denn nichts kommentieren, wenn solche Sätze wie der Schlusssatz des obigen Posts einfach so ungefiltert rausgeworfen werden?

    Und es gibt noch andere steile Thesen. Aber ich halte mich zurück. Ich halte mich zurück.

  18. #593
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    Zitat Zitat von Apobandicoot Beitrag anzeigen
    ich verstehe mal wieder die Nachrichten aus dem Paralleluniversum nicht.
    Ich vermute, Mark O.Fischer bezog sich in seinem letzten Absatz auf das alte Koralle-Zack und dessen Albenprogramm, Ihr sprecht vom Neuen.

  19. #594
    Mitglied Avatar von Schreibfaul
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Wie soll man denn nichts kommentieren, wenn solche Sätze wie der Schlusssatz des obigen Posts einfach so ungefiltert rausgeworfen werden?

    Und es gibt noch andere steile Thesen. Aber ich halte mich zurück. Ich halte mich zurück.
    Ich nicht:


    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Dann kam Splitter mit dem Überformat mit einem Fantasy-Programm, das bei Carlsen schon gescheitert war, und hat es geschafft mit einem Zuverlässigkeitsversprechen neue alte Kunden zu gewinnen.
    Splitter hat nicht mit einem Zuverlässigkeitsversprechen Kunden gewonnen, sonder mit realer Zuverlässigkeit. Der einzige der Versprechen macht und nichts, aber auch rein gar nichts einhält, bist du.


    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Ohne den großen Erfolg von Storm, der eine Luxusausgabe einer aus dem Zeitschriftenhandel bekannten Serie ist, wäre die Rechnung aber nicht aufgegangen.
    Natürlich, der Erfolg beruht darauf, das Storm vorher im Zeitschriftenhandel bekannt war. Ohne Worte.


    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Würden nun alle Verlage dies zum Vorbild nehmen und genauso umfangreich und zuverlässig werden, würde sich das für niemanden mehr rechnen.
    Das ist mal zum Ausdrucken und Einrahmen. Deswegen hast du den anderen Weg gewählt: Unzuverlässigkeit, Unprofessionalität, Kundenverarsche, der Anti-Verleger schlechthin. Kein Wunder das du deinen eigenen Verlag gegen die Wand gefahren hast.
    Meine Empfehlung an dich: such dir eine Arbeit von der du was verstehst, Koch, Rosenzüchter, Pferdeflüsterer, was auch immer. Als Verleger bist du jedenfalls definitiv nicht geeignet.

  20. #595

  21. #596
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    Zitat Zitat von HerrHase Beitrag anzeigen
    Habe ich doch schon vor Tagen hier beantwortet: Weil die Mehrzahl der dort veröffentlichten Serien einfach nur sehr wenige Leute so stark interessiert haben, dass sie bereit gewesen wären, sie zu diesem Preis als Alben zu erwerben. "Seltsamerweise" hat das ZACK Magazin mit den gleichen Serien aber sogar an verkaufter Auflage zugelegt, wie efwe hier im CF ja schon mehrfach geschrieben hat. Auf Deutsch: Ein Magazin mit Serien wie Cassio, Black Crow, Dantes usw. hat stabile bis steigende Verkaufszahlen, die gleichen Serien in Albenform verkaufen sich so schlecht, dass sie (vom gleichen Verlag!) abgebrochen werden. Fazit: MOFs These vom Magazin als Marke wird zu 100 % bestätigt.

    Dass Magic Attack eine gewisse Vorarbeit für das Splitter-Programm der Anfangsjahre geleistet hat, würde ich auch so sehen. (Und eines der wenigen Splitter-Alben, die ich überhaupt besitze, ist von Atalanta. Und die habe ich durch MA kennengelernt.)

    Was MOFs Magazinträume angeht, würde ich auch raten, mal eine Kooperation mit EPPO zu prüfen. Vllt. wären die an einem deutschen Lizenznehmer interessiert. Große inhaltliche Überschneidungen zum (geplanten) Epsilon-Programm gibt es eh: Franka, Hel, Aria... Die EPPO-Serien, die in D schon bei anderen Verlagen lizenziert sind (v.a. die französischsprachigen wie Lucky Luke, Hermann usw.), könntest du durch deutsche Eigenproduktionen ersetzen (Erik ist ja leider weg, aber ich würde z.B. sehr gerne eine Fortsetzung von Alkandoor lesen). Und so schön das künftige, dann wieder florierende Albenprogramm bewerben.
    Ich lese daraus nur ab, dass sich Alben und Magazinveröffentlichung ein und desselben Comics offensichtlich nicht rechnen.
    Des weiteren sprechen wir beim aktuellen Zack doch von Auflagenhöhen, die meilenweit weg sind von dem, die es bräuchte um den erwünschten „Massenmarkt“ zu bedienen. Erhöhung hin oder her.

    Ferner sprechen wir von einem Magazin, mit einem Pool von derzeit etwa 15-20 Serientiteln pro Jahr.
    Wieviel frankobelgische Serientitel werden gleichzeitig in Albenform auf dem Markt angeboten?
    Für 2016 war das über 400!

    Zum (niederländischen) EPPO-Magazin:

    Viele Serien, die der Herausgeber im Magazin veröffentlicht hat, sind Eigenlizenzen.
    Dazu sind es Serien niederländischer und flämischer Zeichner.

    Wo sind denn im Umkehrschluss die dt. Künstler am Markt die ein dt. Magazin mit einem Jahresaustoß von 50-100 Seiten pro Jahr befüllen könnten?
    Wenn schon ein Vielzeichner wie Hagenow, dessen Arbeit ich persönlich sehr mag, im Zack von einem großen Teil der comicaffinen Leserschaft zerissen wurde.

    Bevor man Märkte miteinander vergleicht, sollte man sich schon die spezifische Grundkonstellation anschauen.
    Geändert von Ollih (28.06.2017 um 13:49 Uhr)

  22. #597
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Wo sind denn im Umkehrschluss die dt. Künstler am Markt die ein dt. Magazin mit einem Jahresaustoß von 50-100 Seiten pro Jahr befüllen könnten?
    Ach, ich denke, da gäbe es genug.
    Man müsste sie nur machen lassen.
    Und auch angemessen dafür entlohnen, versteht sich.
    Für nix gibt's auch nix.

    PS:
    Flinke Feder Stephan Hagenow würde vermutlich schon alleine locker 75 Seiten vom Gesamtumfang übernehmen können.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  23. #598
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    Im übrigen, versucht bitte beim Thema zu bleiben, auch wenn es dem einen oder anderen schwer fallen mag.

  24. #599
    Moderator Finix Comic Club
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Ach, ich denke, da gäbe es genug.
    Man müsste sie nur machen lassen.
    Und auch angemessen dafür entlohnen, versteht sich.
    Für nix gibt's auch nix.
    Die mit ihren Inhalten den Massenmarkt erreichen, den einige sich hier vorstellen?

    Die den Zeitgeist der Jugend von heute treffen, im Zeitalter von Games, Internet und in direkter Konkurrenz zu Disney, Superhelden und Mangas?

  25. #600
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Die mit ihren Inhalten den Massenmarkt erreichen, den einige sich hier vorstellen?
    Was heißt schon Massenmarkt ...
    Der wird überbewertet.

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Die den Zeitgeist der Jugend von heute treffen, im Zeitalter von Games, Internet und in direkter Konkurrenz zu Disney, Superhelden und Mangas?
    Nun, das liegt an den Vorgaben durch den Verlag, würde ich sagen.

    Abgesehen davon liegt der "Zeitgeist der Jugend von heute" weit abseits von jeglichem Comic.
    Das ist für die breite Masse der heutigen Jugend Schnee von gestern.
    Damit hat sich auch das Problem mit dem Begriff "Massenmarkt" erledigt.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

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