Finix Comics - Das Warten hat ein Ende
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Thema: Finix - ein Verlag im Wandel?

  1. #601
    Mitglied Avatar von idur14
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Dort wird sofort relativiert. Es gibt ganz wenige Ausnahmen. Dass FB ein High End - Produkt ist, stellst du selbst fest. Normalerweise brauchen Zeichner schon etwas länger.


    Welche wären das? Oder welche waren das? Außer Asterix und Lucky Luke. Ich war mal dieses Wochenende im dörflichen Supermarkt das Schlabberalbum "Lucky Luke" ansehen und begutachten. Kostet mittlerweile auch schon 7 Euronen. Das waren mal umgerechnet 100 Schilling. Ist auch schon "viel zu teuer" für "Massenware". Sind doch bei uns in Österreich zwei Kilo Pfirsiche oder zehn bunte Paprika. Einmal "King & Kong" in perfekter Ausstattung bekommst umgerechnet unter 10 Euro. Auch einen "Jackie Kottwitz". Und bitte nicht wieder mit Auflagezahlen von seinerzeit kommen, als die Unterhaltungsbranche noch komplett anders gestrickt war als heutzutage.

    Und noch einmal, ein Wandel bei Finix Comics wird diesen frankobelgischen Albenmarkt in Deutschland nicht verändern können. Ist auch nicht Ziel des Vereins. Ziel des Vereins ist es zu überleben und weiterhin Serien und Reihen abzuschließen. Wobei das Lizenzgeschäft manchmal eine Gesamtausgabe verlangt, manchmal nicht.

    Eine Gesamtausgabe bei z.B. "Raj" wäre schiere Geldverbrennung gewesen, da man die ersten beiden Bände noch locker bekommen kann und hier kein "Massenmarkt" vorliegt.
    Lies dir post 513 bitte nochmals durch. Für mich klingt das als ob FB generell High End Produkte sein müssten. und ich stimme dem absolut nicht zu. Sehe das in der Produktion eher so, dass man in Frankreich halt Künstler ist und deshalb länger brauchen darf. In den USA ist das anders. Aber es ist nicht gottgewollt, dass FB High End sein muss. Für Finix passt das auch wie richtig gesagt wegen der Auflagenhöhen, aber eben nicht für jeden. Wenn ein VErlagsleiter so was raushaut, muss man schon faktisch widersprechen können.

    Und Alben unter 10€? Neben den Genannten Kioskprodukten haben wir dann noch Spirou, T&S, Marsupilami (eher neu) und bald auch C&S (die ich auch da noch mitnehmen würde). Und warts mal ab, was sich noch bei Panini tun wird. Und dann kann man auch nioch die Zweitverwertung von GN Stoffen bei Carlsen nennen, die sich auch in diese Richtrung bewegt.
    Wenn man die gesamte Comicüproduktion bei uns betrachtet (wo auch nicht alles ein vielfaches der FB Auflagenzahlen hat) würd ich High End Produkte eher in der Minderzahl sehen, nein es gibt eher eine breite Diversifikation und das vor allem deshalb, weil man andere Leserschaften anziehen will.

    Bei Panini bemüht man sich derzeit um extrem breite Diversifikation über Stoffe, Formate und zielgruppen hinweg.
    Genau umgekehrt wie bei FB wird es bei den Mangas versucht, wo jetzt Cross Cult den Vorstoß mit High End Proukten probiert. Das klassische Mangavolk kannst du dafür aber auch schwer gewinnen und musst du erst überzeugen. Und genauso kann man auch FB als Nicht-High End Produkt anbeiten. Man diversifiziert so sein Kundenpotenzial. Hier in den klassischen FB Foren wird das nicht funktionieren, weil die Mitglieder eher eine eingeschränkte Zielgruppe sind, am breiten Markt geht es aber schon, aber halt nicht für alle sondern nur für manche.

    Darum ist die oft in FB Foren dargestellte richtige Heransgehensweise nur bedingt verwendbar, weil sie halt nur für denjenigen der sie macht die (hoffentlich) richtige Herangehensweise ist.

  2. #602
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Die Manga-Magazine kamen erst, als der Mangy-Hype schon in vollem Gange war - ausgelöst durch "Sailor Moon" und "Dragonball". Und da war der Katalysator das Fernsehen und nicht die Magazine.
    Das waren aber gerade mal zwei aus dem TV bekannte Serien. Wenn es darum geht, daraus einen Markt zu machen, muss man den daran interessierten erst mal viele neue Serien näher bringen. Und das geht mit einem günstigen und dicken Magazin, in dem alles drin ist, besser, als wenn man gleich ein großes Programm mit lauter unbekannten Serien gebracht hätte.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Und ob die 20.000 gedruckten "Moxxito" wirklich geholfen hätten, einen Markt aufzubauen, wage ich zu bezweifeln.
    Das habe ich ja nicht behauptet, sondern das Gegenteil, dass bei dem großen Alben-Programm in jeder Buchhandlung das Magazin eigentlich überflüssig war, zumal es nicht für Jugendliche, sondern für Erwachsene konzipiert wurde. Nichtsdestotrotz hätte ich gerne mehr als sechs Nummern davon gesehen.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch nicht, dass die 5 (?) "Splitter"-Magazine für Janetzkis Verlag verantwortlich waren. Vielmehr war es eher so, dass Jürgen Janetzki gemerkt hat, dass sich mit den Alben einfacher Geld verdienen lässt, weil vermeintlich weniger Risiko.
    Das Magazin kam nun mal vor den Alben. Darin wurde aber auch schnell das Dilemma deutlich, dass jedes Magazin für sich hat. Wenn man in jedem Heft eine neue Serie startet, wird es schnell eng. Da ist der Schritt zum Alben-Programm logisch. Es wäre aber besser gewesen Magazin plus Alben weiterzuführen statt Alben statt Magazin. Die Kombination COMIC SPIEGEL plus Feest-Alben war besser, auch wenn das monatliche Heft zu dünn war.

    Dass sich mit Alben einfacher Geld verdienen lässt als mit Magazin ist aber auch eine steile These angesichts der Erfahrung, dass sich mit ZACK mit Vorkasse-Abonnenten einfacher Geld verdienen lässt als mit einer ZACK-Edition, deren Alben vielleicht irgendwann mal gekauft werden.
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  3. #603
    Mitglied Avatar von Frank1960s Bruder
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Dass sich mit Alben einfacher Geld verdienen lässt als mit Magazin ist aber auch eine steile These angesichts der Erfahrung, dass sich mit ZACK mit Vorkasse-Abonnenten einfacher Geld verdienen lässt als mit einer ZACK-Edition, deren Alben vielleicht irgendwann mal gekauft werden.
    Wow, Du beschwerst Dich über steile Thesen!

    Nochmal, liefere Beweise für Deine Ausführungen, sonst bewegst Du Dich immer nur auf Ebene der These.
    Geändert von Frank1960s Bruder (Gestern um 13:06 Uhr)

  4. #604
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    Lies dir post 513 bitte nochmals durch. Für mich klingt das als ob FB generell High End Produkte sein müssten.
    Habe ich. Für mich klingt das eben nicht so. Wenn es für dich so klingt, ist es für mich auch gut. Und es ist ja auch nicht mehr so, dass jedes Album aus Frankreich ein "High End - Produkt" ist. Wir haben mittlerweile etliche frankobelgische Konzeptserien am Markt. Die würden aber auch nicht für 8,95 € im Schlabberformat diese gewünscht hohen Verkaufszahlen erreichen, dass Verlage damit realistisch Gewinn erzielen könnten. Denke ich. Du denkst eben anders. Magazine haben wir bereits am Markt. Auch da wird momentan kein Verleger daran denken, die Auflagezahlen und Produktionskosten massiv zu erhöhen. Komisch.

    Finix Comics wird höchstwahrscheinlich trotzdem bei seiner Herangehensweise bleiben und vorläufig keine Magazine für einen breiten Markt produzieren. Schätze ich mal. Ab jetzt werde ich nicht mehr alles kommentieren, da du mich aber wiederum zitiert hast, bekommst noch einmal eine Antwort.

    Ich muss nicht ewig diskutieren. Jeder hat seine Meinung.

  5. #605
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Nochmal, liefere Beweise für Deine Ausführungen, sonst bewegst Du Dich immer nur auf Ebene der These.
    Ich bewege mich auf der Ebene der Erfahrungen, die viele Verlage in vielen Jahrzehnten gemacht haben. Die Fakten, von denen ich einige angeführt habe, können durchaus zu unterschiedlichen Bewertungen führen. Da muss schon jeder Verlag für sich entscheiden zu welchem Ergebnis er mit seiner Kosten-Nutzen-Analyse kommt und zu welchen Risiken er bereit oder überhaupt fähig ist. Ich hätte gerne das neue ZACK in der Auflage von MOSAIK gesehen, kann aber auch die vorsichtige Herangehensweise nachvollziehen, dank derer es das Heft heute noch gibt. Wenn es ZACK und Alben nur noch in den jetzigen Auflagen und dann vielleicht irgendwann nicht mehr gibt, kann ich auch damit leben. Wenn ich die Möglichkeit bekomme, etwas Größeres zu machen, dann mache ich das, wenn nicht, dann eben nicht.
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  6. #606
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    Das waren aber gerade mal zwei aus dem TV bekannte Serien. Wenn es darum geht, daraus einen Markt zu machen, muss man den daran interessierten erst mal viele neue Serien näher bringen. Und das geht mit einem günstigen und dicken Magazin, in dem alles drin ist, besser, als wenn man gleich ein großes Programm mit lauter unbekannten Serien gebracht hätte.
    Hier muss ich dir vehement widersprechen. Der Hype begann 1998/99 und die ersten Magazine starteten 2001. Außerdem - und glaub mir: ich war dabei - vieles geschah entweder auf "sanftes Drängen" der japanischen Lizenzgeber oder weil man sich mittels der Magazine eine große Menge an Lizenzen sichern konnte. Der Markt an sich gierte nach neuen Manga. Da brauchte es kein Magazin. Zumindest bei EMA verkaufte sich zu Beginn jede neue Serie mit 7.000 - 10.000 Exemplaren. Warum hätte man dabei das Risko eines Magazins eingehen sollen. Der Markt war da und musste nur beackert werden.

    Das Magazin kam nun mal vor den Alben. Darin wurde aber auch schnell das Dilemma deutlich, dass jedes Magazin für sich hat. Wenn man in jedem Heft eine neue Serie startet, wird es schnell eng. Da ist der Schritt zum Alben-Programm logisch. Es wäre aber besser gewesen Magazin plus Alben weiterzuführen statt Alben statt Magazin. Die Kombination COMIC SPIEGEL plus Feest-Alben war besser, auch wenn das monatliche Heft zu dünn war.
    Natürlich war das Magazin vor den Alben - wie auch bei Feest ("Comicspiegel") und Hethke ("Sprechblase"). Aber damit wurden doch keine Märkte für spätere Alben geschaffen. Alle drei Verleger - Feest, Hethke, Janetzki - kamen aus der Fan-Szene und wollten etwas tun. Und am einfachsten ist da immer noch ein Magazin. Und auch das kannst du mir glauben, weil ich sowohl für Feest und Hethke tätig war und es bei Janetzki nicht anders war. Später haben die Jungs dann erkannt, dass man mit einem Magazin die Alben bewerben kann.
    Magazingedanken kamen immer mal wieder auch bei Ehapa hoch, weil man sich ständig fragte, wie man die immensen Kosten für die Kundenprospekte - und das waren zehntausende von DM bzw. € - wieder einspielen könnte. Natürlich liegt da ein Werbeträger wie ein Magazin nahe, da der Kunde für die Werbung auch noch zahlt. Und genau dieser Gedanke beseelte auch Feest, als wir den "Comicspiegel" wieder aufleben ließen. Und nicht weil wir einen Markt schaffen wollten.

    Dass sich mit Alben einfacher Geld verdienen lässt als mit Magazin ist aber auch eine steile These angesichts der Erfahrung, dass sich mit ZACK mit Vorkasse-Abonnenten einfacher Geld verdienen lässt als mit einer ZACK-Edition, deren Alben vielleicht irgendwann mal gekauft werden.
    Das setzt aber voraus, dass ich Abonnenten habe. Und die muss ich mir mit einem neuen Magazin erst einmal erarbeiten. Weiterhin werden Magazine beim Erscheinen der nächsten Ausgabe remittiert, während Alben lange in der von dir gehypten Drehsäule verweilen können. Der Preis für ein Album ist in der Regeln 2 bis dreimal so hoch wie für ein Magazin, bei einem geringeren Umfang. Beim Magazin bezahle ich wegen der Seitenpreise eine Lizenz für die gesamte Auflage, während ich bei Alben eine Garantieauflage bezahle und den Rest nach tatsächlichem Verkauf abrechne. Ach ja, und die Auflagen (= Risiko) ist bei Alben gemeinhin niedriger.

    EfWe

  7. #607
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Zumindest bei EMA verkaufte sich zu Beginn jede neue Serie mit 7.000 - 10.000 Exemplaren. Warum hätte man dabei das Risko eines Magazins eingehen sollen.
    "Die Banzai! erschien monatlich von November 2001 bis Dezember 2005 und erreichte insgesamt 50 Ausgaben. Das Magazin erreichte bis zu 130.000 verkauften Exemplaren pro Ausgabe und war kommerziell erfolgreich." (wikipedia)

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Später haben die Jungs dann erkannt, dass man mit einem Magazin die Alben bewerben kann.

    Und nicht weil wir einen Markt schaffen wollten.
    Darin sehe ich keinen Widerspruch.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Das setzt aber voraus, dass ich Abonnenten habe. Und die muss ich mir mit einem neuen Magazin erst einmal erarbeiten.
    Das ist natürlich das Ziel. Selbst das Fernsehen, das ursprünglich mal "free" war, geht heute in die Richtung immer mehr Abonnenten gewinnen zu wollen und produziert dafür exklusive Serien. Selbst die Software, die man braucht um Comics herzustellen, muss man heutzutage abonnieren. Abonnenten, wenn man sie denn mal hat, sind ein gesichertes regelmäßiges Einkommen, Angebote zum Kaufen, die dem Kunden die Wahl lassen, wann er was kaufen will, sind eher ein kalkulatorisches Risiko, das zudem immer wieder neu beworben werden muss.

    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Magazingedanken kamen immer mal wieder auch bei Ehapa hoch, weil man sich ständig fragte, wie man die immensen Kosten für die Kundenprospekte - und das waren zehntausende von DM bzw. € - wieder einspielen könnte. Natürlich liegt da ein Werbeträger wie ein Magazin nahe, da der Kunde für die Werbung auch noch zahlt. Und genau dieser Gedanke beseelte auch Feest, als wir den "Comicspiegel" wieder aufleben ließen.
    Zitat Zitat von efwe Beitrag anzeigen
    Weiterhin werden Magazine beim Erscheinen der nächsten Ausgabe remittiert, während Alben lange in der von dir gehypten Drehsäule verweilen können. Der Preis für ein Album ist in der Regeln 2 bis dreimal so hoch wie für ein Magazin, bei einem geringeren Umfang. Beim Magazin bezahle ich wegen der Seitenpreise eine Lizenz für die gesamte Auflage, während ich bei Alben eine Garantieauflage bezahle und den Rest nach tatsächlichem Verkauf abrechne. Ach ja, und die Auflagen (= Risiko) ist bei Alben gemeinhin niedriger.
    Magazin schlägt Katalog, Album schlägt Magazin, Magazin bewirbt Alben, also eine Win-win-Situation, wenn man beides macht.
    Geändert von Mark O. Fischer (Gestern um 14:27 Uhr)
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  8. #608
    Mitglied Avatar von Frank1960s Bruder
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Möglichkeit bekomme, etwas Größeres zu machen, dann mache ich das, wenn nicht, dann eben nicht.
    Aber wieso sollte dir jemand Geld dafür geben. Du behauptest immer wieder es gibt potenzielle Comic-Leser in großer Zahl, und man müsste sie nur aktivieren.
    Mach eine Befragung oder lass diese durchführen, ob diese These überhaupt stimmt. Vielleicht haben die Leute einfach kein Bock auf Dein Comic-Magazin oder
    überhaupt auf Comics. Befrag doch z.B. einfach mal Menschen die so um die 60 Jahre alt sind, als Kind das Zack-Magazin gelesen haben, und seit 45 Jahren kein Comic
    mehr angerührt haben. Hat diese Gruppe kein Comic mehr gekauft, weil es kein vergleichbares Magazin mehr gab, oder weil sie an sich kein Bock mehr haben überhaupt
    Comics zu lesen?
    Oder Kinder im Alter von 8-16, die Manga lesen: Haben diese Lust auf ein Magazin in dem 5-6 Geschichten seriell veröffentlicht werden?


    Des Weiteren stellst Du unter anderem die Behauptung auf, dass es z.B. ohne Magic Attack kein Splitter(neu) gegeben hätte. So, ich sage jetzt Magic Attack hatte keinen Einfluss auf den Splitter Verlag, da ich bis jetzt noch nie
    davon gehört habe und trotzdem in den letzten Jahren Splitter Alben in Höhe von meherern tausend Euro gekauft habe. Jetzt hast Du eine Stimme pro und eine Stimme contra; mit einer fundierten Analyse hat dies nichts zu tun.


    Kein Investor wird Dir Geld geben, bloß weil es beim Wort Magazin in Deinem rechten Zeh zwickt. Da musst Du schon mehr bieten. Aber die Tatsache, dass Du dies bis jetzt noch nicht getan hast, deutet entweder auf Faulheit oder auf die Tatsache hin, dass Du selbst nicht daran glaubst, und uns hier nur den Edel-Troll im Forum vorspielst.
    Geändert von Frank1960s Bruder (Gestern um 14:30 Uhr)

  9. #609
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Aber wieso sollte dir jemand Geld dafür geben. ......Kein Investor wird Dir Geld geben, bloß weil es beim Wort Magazin in Deinem rechten Zeh zwickt. Da musst Du schon mehr bieten. Aber die Tatsache, dass Du dies bis jetzt noch nicht getan hast, deutet entweder auf Faulheit oder auf die Tatsache hin, dass Du selbst nicht daran glaubst, und uns hier nur den Edel-Troll im Forum vorspielst.
    Immerhin scheint uns das Thema brennend zu interessieren
    MOF könnte ja mal in Holland vorbeischauen bei den EPPO-Machern.
    Inwieweit man da selbst gestalten könnte..............

  10. #610
    Mitglied Avatar von Raro
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    Der Markt in Holland / flämisches Belgien ist nicht vergleichbar, wenn man sieht, daß Suske en Wiske und Kiekeboes etc. Unmengen verkaufen. Jommeke ist dort immer noch eine sichere Bank, bei uns ist der schon fast wieder zu Grabe getragen worden, es erscheint jedes Jahr ein Album.
    Im direkten Vergleich mit den Top 10 in Frankreich ist der Markt ganz anders.
    http://www.stripspeciaalzaak.be/Verkooptop10.php
    Geändert von Raro (Gestern um 15:14 Uhr)

  11. #611
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    "Die Banzai! erschien monatlich von November 2001 bis Dezember 2005 und erreichte insgesamt 50 Ausgaben. Das Magazin erreichte bis zu 130.000 verkauften Exemplaren pro Ausgabe und war kommerziell erfolgreich." (wikipedia)
    Habe ich irgendwo geschrieben, dass das Magazin nicht erfolgreich war (wobei 130.000 Ex. weit hergeholt sind)? Es ging doch darum, warum das Magazin produziert wurde. Sicherlich nicht, um den Manga-Markt zu schaffen, wie du doch unterstellst.

    Generell würde heute niemand mehr ein Comic-Magazin an den Kiosk bringen. Da kannst du noch so lavieren und verdrehen. Tatsächlich hatte ich mit dem Geschäftsführer des Gong Verlag etwa 2008 ein Gespräch, worum es darum ging, dass wir für ihn ein Comic-Magazin zu einem damals bekannten Charakter produzieren wollten. Aussage: "Der Kindermarkt ist zu klein, zu volatil. Da will ich nicht investieren." Burda hat es sich leicht gemacht und einfach die Mehrheit an Blue Ocean erworben. Da muss man nix mehr aufbauen. Und Comics werden da eh so gut wie keine produziert, sondern vor allem die Vermarktung bekannter Marken.
    Vielleicht gibt es irgendwo einen Philanthrop, der genug Geld übrig hat, um dir was Gutes zu tun und dir ein Magazin zu finanzieren, aber mit meinen Einblicke in die Welt der Verlage - klein wie groß - sage ich dir, dass es keinen nennenswerten Verlag in Deutschland geben wird, der auch nur einen Gedanken an ein Comic-Magazin in Deutschland verlieren wird. Die haben alle ganz andere Sorgen.

    EfWe

  12. #612
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    Ok, die haben dort tats. einen anderen Geschmack. EPPO+Delta_MOF für den deutschen Markt.
    Müsste Zack diese Konkurrenz fürchten oder wirkt diese belebend ?

  13. #613
    Mitglied Avatar von Frank1960s Bruder
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    Zitat Zitat von fulbecomics Beitrag anzeigen
    Immerhin scheint uns das Thema brennend zu interessieren
    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Wenn MOF stichhaltige Zahlen liefert, die Investoren nur so herbeistürmen und der Ranzige Hutbrummer mit einer verkauften von 500.000 Exemplaren steil geht, dann bin ich der Erste, der nach Nordhastedt fährt, um ihm props zu geben.
    Geändert von Frank1960s Bruder (Gestern um 15:29 Uhr)

  14. #614
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen

    Des Weiteren stellst Du unter anderem die Behauptung auf, dass es z.B. ohne Magic Attack kein Splitter(neu) gegeben hätte. So, ich sage jetzt Magic Attack hatte keinen Einfluss auf den Splitter Verlag, da ich bis jetzt noch nie
    davon gehört habe und trotzdem in den letzten Jahren Splitter Alben in Höhe von meherern tausend Euro gekauft habe.
    Ich müsste die ersten fünf Ausgaben der magischen Attacke oder so noch haben. Hat ewig und drei Monate gedauert, bis du mal ein Album komplett konsumieren konntest. Und dann kam Carlsen Comics auf die glorreiche Idee und hat auf sein sündteures Schlabberalbenprogramm verwiesen, falls du als Leser die Fortsetzung einer Geschichte und weitere Bände haben mochtest.

    Und darum bestaune ich die Magazine in anderen Ländern.

    Ich würde nie mehr auf die Idee kommen und ein Jahresabo für ein zweiwöchentliches Magazin um 100 Euro abschließen, wenn ich mir um diesen Betrag Comics aus einer breiten Auswahl kaufen kann, die mich höchstpersönlich interessieren und die mir nicht der Chefredakteur von seiner eigenen Gnaden vor die Nase setzt. Aber andere stehen eben drauf. Toll. Ich mag lieber Abschlüsse von Sachen, die mich interessieren und nicht ständig einen Neustart von irgendwas.

    Darum finde ich die Idee von Finix Comics so unterstützenswert. Selbst wenn mich nicht alles interessiert.

  15. #615
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    Die Hochglanzbroschüre Magic Attack interessiert übrigens keinen einäugigen Hund mehr. Da waren sie schon erwachsen. Diejenigen, die bei alten ZACK-Magazinen heute noch feuchte Augen und andere feuchte Zustände bekommen. Die alten Nostalgiker, die ihre Jugendsünden nicht vergessen können, die Hefterlfetischisten, die.

  16. #616
    Mitglied Avatar von TheDuck
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    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" - aufgrund stark gefallener Absatzzahlen nur noch 2-wöchentlich erscheint,
    wie soll da bitteschön ein brandneues Magazin seine Käufer finden, bzw. überhaupt im Ansatz lukrativ funktionieren?

    Über die "Querfinanzierung" der im Magazin abgedruckten Comics in Form der später zu erscheinenden Alben?
    Das hat selbst bei Zack nicht funktioniert! Und haben die nicht sogar von jenen Alben, dessen Geschichten im Vorfeld schon in ihrem Magazin veröffentlicht wurden, deutlich weniger Alben verkauft, als von den Comics die direkt in Albenform erschienen sind?

    Kurzum, wenn ich das so sehe, dann ist doch der ganze Grundgedanke von Mark ein Fehlgedanke - er funktioniert nicht - und das nachweislich!

    Lg
    TheDuck
    Geändert von TheDuck (Gestern um 16:25 Uhr)

  17. #617
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" -
    Die "Micky Maus" ist schon lange kein Flaggschiff des deutschen Comic-Magazinmarkts mehr.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  18. #618
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Wenn selbst das Flagschiff auf dem deutschen Comic-Magazinmarkt - "Das Micky Maus Magazin" - aufgrund stark gefallener Absatzzahlen nur noch 2-wöchentlich erscheint, wie soll da bitteschön ein brandneues Magazin seine Käufer finden, bzw. überhaupt im Ansatz lukrativ funktionieren?
    Die Erscheinungsweise ist nicht entscheidend. Als ZACK 1974 auf zweiwöchentlich umgestellt hatte, nachdem zuvor der Umschlag abgeschafft wurde, ging es abwärts. Als das Heft 1976 20 Seiten mehr mit Umschlag bekam, ging es aufwärts. Als es 1980 auf wöchentlich umgestellt und der Umfang pro Heft reduziert wurde, ging es abwärts. Das LTB erscheint monatlich und ist wesentlich erfolgreicher als MICKY MAUS. Ich glaube, dass ein dickes monatliches Heft mehr bringt als ein dünnes wöchentliches. Der Preis spielt aber auch eine Rolle.

    Zitat Zitat von TheDuck Beitrag anzeigen
    Über die "Querfinanzierung" der im Magazin abgedruckten Comics in Form der später zu erscheinenden Alben?
    Das hat selbst bei Zack nicht funktioniert! Und haben die nicht sogar von jenen Alben, dessen Geschichten im Vorfeld schon in ihrem Magazin veröffentlicht wurden, deutlich weniger Alben verkauft, als von den Comics die direkt in Albenform erschienen sind?
    Ich weiß nur, dass sich die Alben nach ZACK deutlich schlechter verkauft haben als vorher, weshalb der Verlag, der eigentlich ohne ZACK weiter machen wollte, dann ganz aufgeben musste. Dieser Trend der sinkenden Auflagen setzt sich bei allen Verlagen nach Koralle fort. Die These, man könne ohne Magazin mehr Alben verkaufen als mit, ist nachweislich falsch. Zuerst sind die Alben im Zeitschriftenhandel gescheitert und dann im Buchhandel.
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