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  1. #1

    H.G.Wells - Die Zeitmaschine

    Inhaltlich orientiert sich der Comic am Original. Die Zeichnungen sind atmosphärisch dicht. Alles in allem eine gelungene Umsetzung.

  2. #2
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Und die Haptik des Comics ist einfach nur ein Traum! Liegt ganz oben auf dem Lesestapel!

    C_R
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  3. #3
    Mitglied Avatar von Huxley
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    Die Haptik ist tatsächlich toll!

    Kommen wir zum Inhalt. Dieser fantastische Klassiker ist für mich immer noch bahnbrechend und hat nichts von seiner zeitlosen Faszination verloren. Die zugrunde liegende Gesellschaftskritik funktioniert heute noch. Mein Professor für englische Literatur hat uns einst ordentlich gefordert. H.G.Wells, Dickens, Dahl, Poe und Wilde, ich habe noch alle Besprechungen aus meiner Feder zu ihren Meisterwerken aufgehoben. Immerhin durften wir uns damals aussuchen, was wir lesen wollen. Ich habe mir die großen Geschichtenerzähler ausgewählt, die unsterblichen Pioniere der Fantasy, Science Fiction und Phantastik.

    Dieser Band hier gibt die Geschichte des Zeitreisenden, der Elois und Morlocks in sehr eindrucksvollen und stimmigen Bildern wieder. Eine äußerst gelungene Ouvertüre der Konzeptreihe der Hauptwerke von H.G.Wells. Ihr habt meine Empfehlung. Ich freue mich auf die weiteren Bände. Schön, dass es Splitter gibt!

  4. #4
    Mitglied Avatar von Alice C.
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    Tatsächlich ein sehr gelungene Umsetzung, hat mich dazu gebracht die Romane noch mal zu lesen. Bin gespannt wie es mit den anderen Titeln weiter geht.?

  5. #5
    Mitglied Avatar von MickySpoon
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    Ich habe den Band auch soeben verschlungen. Ich kenne allerdings nicht das Original, sondern bin mit der grandiosen Verfilmung von George Pal aufgewachsen, die ich unzählige Male gesehen habe und die sich in meine Erinnerung eingebrannt hat. Die mehr schlecht als rechte Neuverfilmung von Simon Wells, dem Urenkel von H. G. Wells, habe ich allerdings ganz schnell wieder aus meinem Gedächtnis verbannt.
    Das Lesen des Bandes war deswegen von einem ständigen Vergleich zwischen Comic und Film begleitet. Pal hatte sich damals anscheinend nicht allzu sklavisch an das Original gehalten, gerade was die Romanze zwischen George und Weena angeht. Georges zweite Reise ist im Original ja damit begründet, dass er nun mit Fotoapparat ausgestattet Beweise für seine Zeitreise sammeln will und dabei nicht mehr zurückkehrt. Sorry, aber als altem Romantiker ist mir da der Film lieber, da er hier wegen seiner Liebe zu Weena wieder in dieselbe Zeit reist, um mit ihr eine neue Welt für die Eloi zu erschaffen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von MickySpoon Beitrag anzeigen
    Pal hatte sich damals anscheinend nicht allzu sklavisch an das Original gehalten, gerade was die Romanze zwischen George und Weena angeht. Georges zweite Reise ist im Original ja damit begründet, dass er nun mit Fotoapparat ausgestattet Beweise für seine Zeitreise sammeln will und dabei nicht mehr zurückkehrt. Sorry, aber als altem Romantiker ist mir da der Film lieber, da er hier wegen seiner Liebe zu Weena wieder in dieselbe Zeit reist, um mit ihr eine neue Welt für die Eloi zu erschaffen.
    Dito. Auch wenn ich beim 1. Mal richtig gegruselt habe und als den Film später geguckt habe erst bemerkt habe, wie billig die Morlocks gemacht sind.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Comic gelesen. Fand ich vom Artwork her sehr gut. Story spannend, aber sehr kurzweilig. Aber man bleibt am Schluss noch etwas sitzen und denkt ein wenig nach.
    Den Film und auch die Vorlage dazu kenne ich noch nicht. Da ich Romane nicht wirklich lese (dafür lese ich Viel zu langsam), werde ich mir als nächstes mal den Film anschauen. Selbstverständlich die alte Verfilmung. Die neue taugt ja anscheinend nicht wirklich...

    Werde danach nochmal ein Urteil abgeben!

    C_R
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  8. #8
    Mitglied Avatar von Huxley
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    Zitat Zitat von Comic_Republic Beitrag anzeigen
    Den Film und auch die Vorlage dazu kenne ich noch nicht. Da ich Romane nicht wirklich lese (dafür lese ich Viel zu langsam), werde ich mir als nächstes mal den Film anschauen. Selbstverständlich die alte Verfilmung. Die neue taugt ja anscheinend nicht wirklich...
    Der Roman ist nicht lang. Den schaffst auch du. Die Verfilmung mit Guy Pearce ist Schrott, die alte Verfilmung von 1960 ein Klassiker.

  9. #9
    Mitglied Avatar von radulatis
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    wie bei Philip K. Dick, die Adaptionen sind i.d.R. besser als die Vorlage.
    Das kann ich aber auch nicht unkommentiert stehen lassen...
    Welche P.K. Dick Adaption im Film ist besser als die Vorlage, wenn er denn überhaupt etwas damit zu hat, siehe Blade Runner...
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  10. #10
    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Bei H. G. Wells verhält es sich meist wie bei Philip K. Dick, die Adaptionen sind i.d.R. besser als die Vorlage. Beide haben visionäre Ideen gehabt, aber gleichsam nur sehr begrenzte schriftstellerische Fähigkeiten.
    Deshalb kann man sich die Vorlage eigentlich sparen.
    echt nicht - das ist definitiv nicht wahr - also bei Dick bin ich sowas von dagegen gegen diese Behauptung.

  11. #11
    Mitglied Avatar von MickySpoon
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    Zitat Zitat von robert 3000 Beitrag anzeigen
    sowas von dagegen gegen diese Behauptung.
    Also dafür ?

  12. #12
    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Bei H. G. Wells verhält es sich meist wie bei Philip K. Dick, die Adaptionen sind i.d.R. besser als die Vorlage.
    Sakrileg! ^^

    Mal abgesehen davon, dass Wells quasi das Genre Science Fiction ins Rollen gebracht hat, ist die Zeitmaschine, als eine seiner ersten Geschichten, weitaus vielschichtiger als seine Verfilmungen. Der Film aus den 60ern ist grandios, aber gibt nicht wirklich den Kontext des Romans wieder. In der Neuverfilmung aus den 2000ern ist davon gar nichts mehr zu finden.

    Im Kern ist die Zeitmaschine eine clevere Kritik an den damaligen Zeitgeist in Form einer geschickten Parabel über Imperialismus, Industriealisierung und Gerechtigkeit im Allgemeinen. Sicher gab es zu Wells Zeiten handwerklich bessere Autoren, er liest sich auch antiquiert (immerhin ist der Roman auch schon über 120 Jahre alt), unterm Strich bleibt aber trotzdem eine hervorragende intellektuelle Leistung.

    Ich kann nur jedem empfehlen, den Roman zu lesen. Auch wenn dieser mehr in Richtung Thomas Morus geht, als in Richtung Star Trek. ^^

  13. #13
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Wer ist denn jetzt Thomas Morus? Ich merke gerade, was ich alles verpasst habe... Könnte ich bloß die Zeit zurückdrehen!

    Wells, hilf mir!!!

    Und jetzt so wenig Zeit! Ich hoffe, dass sich das bald dann ändert...!

    C_R
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  14. #14
    Thomas Morus war ein Engländer, der im 15. Jahrhundert geboren wurde und den gesellschaftskritischen Roman Utopia geschrieben hat. Der Begriff Utopie leitet sich davon ab.

  15. #15
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Thomas Morus war ein Engländer, der im 15. Jahrhundert geboren wurde und den gesellschaftskritischen Roman Utopia geschrieben hat. Der Begriff Utopie leitet sich davon ab.
    Ahja! Danke! Muss ich morgen mal genauer googlen!

    C_R
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  16. #16
    Mitglied Avatar von Kohlenwolle
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    Der Eröffnungsband der H.G.Wells Reihe gehört mMn zu den Splitter Highligths.

    Spannende Story, dynamische, eindrucksvolle Bilder in wunderschönen Erdtönen
    und schließlich diese sensationelle Haptik, die einem schon vor dem ersten Aufschlagen des Buches
    wissen lässt, dass man einen Klassiker der SF-Literatur in den Händen hält.

    Eine wirklich grandiose Ausgabe; freue mich schon auf die nächsten Bände.
    Schöne Grüsse aus dem Kohlenpott


  17. #17
    Zitat Zitat von robert 3000 Beitrag anzeigen
    echt nicht - das ist definitiv nicht wahr - also bei Dick bin ich sowas von dagegen gegen diese Behauptung.
    und erst recht bei wells. bei den verfilmungen war die 60er zeitmaschine ganz gut, aber der rest war eher mäßig bis trashig und von humor und sozialkritik ging meist einiges verloren. nebenbei hatte wells eine kurzweilige schreibe, die ich nicht ansatzweise mit dem erwähnten schnarcher verne gleichsetzen würde.

  18. #18
    Mitglied Avatar von Huxley
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    So schwer es mir auch fällt, aber der Bruder des Franks hat hiermit recht.
    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Beide haben visionäre Ideen gehabt, aber gleichsam nur sehr begrenzte schriftstellerische Fähigkeiten.
    Ändert aber trotzdem nichts daran, dass Verne, Wells oder Dick einfach echt geile Sachen in ihren irren wirren Hirnen ausgebrütet haben. Manchmal (oder eher öfters) lese ich Pulp Fiction viel lieber als so manche geschwurbelte und geschraubte, stilistisch hochtrabende intellektuelle Literatur von Nobelpreisträgern. Sind ja im Endeffekt auch nur Schwätzer.

  19. #19
    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    auch pulp genannt
    als pulp galt vor einigen jahrzehnten ein großteil der phantastik, bzw. unterhaltungsliteratur diverser genres. heutzutage wird das nicht mehr so schwarzweiß und abwertend gesehen.
    bei phantastik würde ich form ohnehin nie so sehr vor inhalt stellen, außer es ist wirklich abgründig mies geschrieben, was hier schlichtweg nicht der fall ist.

    schade übrigens, dass von wells immer nur die üblichen verdächtigen verarbeitet werden. die starken spätwerke wie mr. blettsworthy, der krocketspieler, usw. finden null beachtung.

  20. #20
    Mitglied Avatar von Huxley
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    Ich mache jetzt zu "Der Krieg der Welten" keinen eigenen Thread auf. Ich mag die Endzeitstimmung und die apokalyptischen Bilder in dieser Erzählung nämlich viel weniger als z.B. in "Die Zeitmaschine". War schon immer so, wird immer so bleiben. Auf die Umsetzung von "Die Insel des Dr. Moreau" hingegen freue ich mich schon wieder mehr. Da sagt mir auch der Inhalt etwas mehr zu, als dieses permanente Kriegsszenario und die umfassende Bedrohung durch die invasiven Marsianer, die viel zu wenig Charakterisierung und Beschreibung ihrer Beweggründe bekommen haben.
    Macht aber sehr viel Spaß, die Geschichten des alten H.G. Wells noch einmal in bunten Bildern hierzulande von Splitter präsentiert zu bekommen.

  21. #21
    Die Insel des Dr. Moreau hat mir bisher am besten gefallen. Die zeichnerische Umsetzung ist m.E. sehr gut gelungen und der Inhalt auf das Wesentliche verdichtet. Neu war für mich, dass auch Huxley auftaucht. Jetzt wissen wir wenigstens, was er neben Comiclesen noch so treibt.

  22. #22
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    Einen Montgomery gibt es dort auch. Ich war so ungefähr vierzehn Jahre alt, als ich die Geschichten von H.G.Wells gelesen habe. Einige auf deutsch, einige im Original. Sind zeitlos interessante Geschichten zum Nachdenken über die Natur der Menschheit. Küchentischphilosophie schön verpackt in Pulp Fiction.

  23. #23
    Und das Beste kommt zum Schluss. Der Unsichtbare schließt die H.G. Wells -Reihe ab. Für mich persönlich der Höhepunkt der Serie. Inhalt und Zeichnungen treffen ziemlich genau meinen Geschmack. Die winterliche Szenerie in dem englischen Dorf ist wunderbar eingefangen. Auch der Rest einfach großartig. Da freut man sich auf den 2. Teil.

  24. #24
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    Ich habe jetzt erst den ersten Teil gelesen, weil ich auf den zweiten Teil von "Der Unsichtbare" gewartet habe. Was soll ich sagen? Es ist ein Meisterwerk und toppt noch den ersten Band. Das beste Szenario und die besten Zeichnungen mit viel Witz, Spannung und Verve kommen erst in Band 5. Wer immer noch am Überlegen sein sollte, ob die Reihe was sein könnte, holt sich am besten diesen Band 5 , wo Christophe Regnault für die Bilder zuständig zeichnet. Es gibt sie, die phänomenalen Newcomer! Dann greift man zu Band 6 und dann zu Band 1.
    H.G. Wells ist ein wunderbares Highlight im Splitter-Programm.

  25. #25
    Huxley hat es auf den Punkt gebracht. Band 2 ist noch einmal eine weitere Steigerung. Der Unsichtbare das Highlight einer unfassbar schönen Serie. Optik, Haptik, Aufmachung, Inhalt, Artwork. Hier stimmt einfach alles! Auch wer meint, die Stories aus Büchern oder Filmen zu kennen, sollte sich davon nicht abhalten lassen, diese Comics zu lesen. Er wird nicht enttäuscht werden.

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