Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Junior Mitglied
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    Hinstorff sucht Nachwuchszeichner/-autoren …

    Der Hinstorff Verlag hat mit seiner ersten Graphic Novel ("Im Eisland"-Trilogie von Kristina Gehrmann) den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen, danach einen weiteren Debütanten (Till Lenecke "Auf Kaperfahrt mit Störtebeker") und mit Jeff Lemire ("Der Unterwasser-Schweißer") eine Lizenzausgabe herausgegeben.
    Das Comic-/GraphicNovel-Programm soll weiter wachsen. Bevorzugt sollte das Fiction-/Nonfiction-Thema im weitesten Sinne "maritim" oder "im Norden" angesiedelt sein, da das dem Verlagsprogramm entspricht. https://www.hinstorff.de/18/graphic-novel
    Wer also etwas in dieser Richtung auf Lager hat oder entwickeln möchte, sollte sich am besten bei [email protected] melden.
    Grüße
    Dr.Mihm

  2. #2
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    (Wenn das so weitergeht, braucht Hinstorff bald ein eigenes Comicverlag-Unterforum hier! )

    Hier meine persönliche Erfahrung. Ich habe 2014 mit Hinstorff einen Verlagsvertrag über "Im Eisland", alle drei Bände, abgeschlossen. Von März 2015 bis März 2016 wurden sie veröffentlicht. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und kann sie anderen Zeichnerinnen und Zeichnern uneingeschränkt empfehlen, wenn sie ein passendens Comicprojekt in der Schublade haben oder planen!

    Die Konditionen sind so wie bei anderen Comic- und Buchverlagen: es gibt eine Beteiligung vom Nettoladenpreis und einen Vorschuss. Der Verlag ist keiner von den Großen, daher sind die Auflagen und somit auch die Vorschüsse mittlere Liga.

    Hinstorff macht ordentlich Werbung und hat sich für mein "Im Eisland" mit viel Herzblut eingesetzt. Die Zusammenarbeit mit dem Lektor für Comics war produktiv und hat viel Spaß gemacht.

  3. #3
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Manaking
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    Ersteinmal: ich finde das richtig stark! Nicht nur, dass ihr euch was traut, was die meisten eingesessenen Comicverlage nicht gebacken bekommen, ihr habt auch noch eine richtig tolles Genre. Da lässt sich richtig viel cooles zeug draus machen.

    Bevor ich es aber mit dem Lob übertreibe einmal ein paar Fragen.

    1. Wie sieht es mit Format aus? Dazu kommen dann Papierformat und etwaige Vorstellungen was Seitenanzahl angeht. Im Eisland geht ja mehr in Richtung Manga mit einen touch Graphic Novel. Wollt ihr für künftige Projekte auch andere Richtungen in betracht ziehen? Wie siehts mit Farben aus? Ich selbst habe bisher alles im Standard US Heftformat gemacht und koloriert- als Beispiel.

    2. Was sollte man bei einer Bewerbung vorlegen? Bereits fertige Hefte/Bände? Oder eine bestimmte Anzahl fertiger Seiten? Wie sollte der Pitch an sich aufgebaut sein?

    3. Maidith erzählt von einem Lektor. Im US Bereich bin ich es gewohnt mit einem Editor an Bord zu arbeiten, wieviel Erfahrung hat der Lektor mit Comics? Kann man auch einen eignen Editor mitbringen? Im US Bereich kommt das häufiger vor, dass man mit Freiberuflern zusammen arbeitet.
    Geändert von Manaking (18.03.2017 um 22:41 Uhr)

  4. #4
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    @Manaking
    Zu 3. kann ich jedenfalls schon mal sagen, dass die Tätigkeitsfelder von Editor, Lektor, und Redakteur sich im Comicfeld überschneiden. Dein US-Editor arbeitet wahrscheinlich gar nicht so anders als der/die Lektor/in oder Redakteur/in in einem deutschen Comicverlag. Ich habe selbst natürlich keinen Vergleich, aber letztendlich läuft es ja alles darauf hinaus, einen tollen Comic zu machen
    Der größte Unterschied dürfte der zwischen US-Auftragscomics sein, und deutschen "Autorencomics" (eigene Projekte).
    Hinstorff sucht definitiv eigene Projekte, wie ein Buchverlag bei Belletristik, und so ähnlich wie bei einem Roman läuft die Zusammenarbeit dann auch ab.

  5. #5
    Junior Mitglied
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    Moin @Manaking,
    ich (Henry, Lektor bei Hinstorff) bin erst heute von der Buchmesse/ComicCon aus Leipzig zurück. Maydith (Kristina Gehrmann) hat ja schon auf deine dritte Frage geantwortet.

    1. Auf ein Format will ich keinen Künstler festlegen. Vor einem Projektstart sollte daher wenigsten grob das Format geklärt werden, da es später in der Herstellung mit Sonderformaten auch mal teurer werden kann (es gibt so ein paar Formate, in denen unsere Bücher - nicht nur die Graphic Novels - üblicherweise erscheinen).
    Gegen Farbe im Comic wäre ebenfalls nichts zu sagen, es muss nicht S/W sein. Um aber einen akzeptablen Preis verlangen zu können (Im Eisland I z.B. 17 Euro) würde ich gern Projekte mit 140+ Seiten anstreben (10 Seiten gehen meist für Titelei, Anhang, Impressum, Werbung o.ä. drauf.)
    2. Eine gute und ins Programm passende Geschichte ist das Wichtigste. Ein paar Seiten incl. Sprechblasen sollten als Reinzeichnung beigefügt sein und ein grobes Storyboard zur weiteren Aufteilung einen Überblcik zeigen.
    Beste Grüße
    Dr.Mihm aka Henry.

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