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  1. #1

    Question Produktpreise auf Zeichneralleen & Conventions?

    Hallo alle zusammen,

    ich werde dieses Jahr zum ersten Mal mit Produkten an zwei verschiedenen Zeichneralleen teilnehmen und versuche gerade einen finanziellen Plan aufzustellen.

    Allerdings gestaltet sich dies etwas schwierig, weil ich selbst länger nicht mehr auf Conventions und Messen war. Ich habe daher keine Vorstellungen, was gängige Preise für verschiedene Produktklassen (siehe unten) sind. Ich vermute, dass sich das von Messe zu Messe auch noch etwas unterscheidet, weil u.a. verschiedene Demographien bezüglich ihrer finanziellen Möglichkeiten angezogen werden (Studierende, Berufstätige, Familien etc.)?
    Natürlich kann jede Person so viel oder wenig verlangen, wie sie wünscht, aber ich schätze, wenn es zu sehr über dem Conventiondurchschnitt liegt, sind die Leute eher weniger bereit zu zahlen, es sei denn man ist besonders herausragend.

    Ich werde auf die Dokomi-Convention in Düsseldorf und voraussichtlich auf die Spielemesse in Essen gehen (auf letzterer sind wahrscheinlich auch immer mal wieder Leute aus dem Forum).
    Habt ihr persönliche Erfahrungen, für wie viel Geld pro Stück folgende Produkte evt. messespezifisch gängigerweise verkauft werden:

    - Din A3-Poster
    - Din A4-Drucke
    - Postkarten / Din A6-Karten
    - falls sowas überhaupt noch verkauft wird: Lesezeichen (rel. klein: Längsformat Din A6)
    (Alles natürlich Auflagen und keine Originale.)


    Ich weiß, dass so etwas nicht leicht pauschal zu sagen ist, da es von vielen Faktoren wie Bekanntheit, Fähigkeit, Beliebtheit der Motive usw. abhängt, aber auch grobe Vorstellungen und mit der Zeit eingependelte Richtwerte helfen mir schonmal, sodass ich mich hoffentlich nicht vollends verkalkuliere. (Risiko ist natürlich immer da.)

    Vielen Dank und viele Grüße

    Loggos

  2. #2
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    Hallo Loggos,

    dies sind meine Beobachtungen bzw. Schätzungen (Stückpreise), im Durchschnitt auf diversen Messen:

    A3-Poster: ca. 10-15€
    A4-Drucke: ca. 5-10€
    Postkarten/Lesezeichen: ca. 1-2€
    Selbstveröffentlichte Bücher, je nach Umfang und Ausstattung: 5-20€

    Persönlich verkaufe ich vor allem:

    Originalskizzen: von 15-50€ (je nach Größe und Detailreichtum)
    Selbstverlegte Bücher: je 7,50 und 10€

  3. #3
    Hallo Maidith,

    vielen Dank für deine Antwort! Das hilft mir enorm weiter.

    Gibt es eine sinnvolle Einschätzung für Auflagen und Motivanzahl für unbekannte Zeichner und Zeichnerinnen? (Ich habe keine Fanbase und würde versuchen, die Messen als Exposition zu nutzen. Visitenkarten inklusive.)
    Ich wollte ca. 10-15 Motive über die verschiedenen genannten Produktarten anbieten. (Manche überschneiden sich. So würde ich manche Motive sowohl als A3-Poster als auch als kleinere Formate anbieten).
    Im Endeffekt wollte ich ca. 5-6 Motive als große Poster und dann ca. 8-10 Motive als Postkarten anbieten. (Lesezeichen und A4 noch keine Ahnung.)

    Nur die Auflage kann ich nicht realistisch approximieren (ist natürlich auch wieder sehr motiv- und skillabhängig), weil ich evt. die Kaufbereitschaft der Leute etwas überschätze.
    50 Poster (also 10 pro Motiv) für zwei Tage...ist das zu ambitioniert?

    Erinnert sich jemand noch, wie er/sie das als Anfänger/in gemacht hat und ob das retrospektiv eine empfehlenswerte Idee war?

    Vielen Dank nochmal

    Loggos

  4. #4
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    Poster und Drucke gehen meiner Beobachtung nach etwas langsamer weg als "nützlichere" Dinge wie Comics. Natürlich kann man auch mit Erfahrung vorher nie wirklich wissen, was sich heute gut verkaufen wird.

    In deinem Fall erscheinen mir 10 Poster pro Motiv etwas ambitioniert. Es wäre schon sehr gut, 5 zu verkaufen. Ich würde mich also auf 5 pro Motiv beschränken.
    Es sei denn, du kannst diese Poster und Drucke alle problemlos transportieren; dann spricht gar nichts dagegen, extra mehr mitzunehmen.
    Ich nehme immer so viele Sachen mit, wie ich maximal tragen kann - man weiß ja nie. Am Ende ist das Gepäck eh zumindest ein bisschen leichter

  5. #5
    Ah, gut zu wissen. Comics werde ich bis zur ersten Convention leider gar nicht im Programm haben. Ich vermute aus persönlicher Erfahrung, dass aber Kleinkram wie Postkarten auch etwas "nützlicher" bzw. leichter zu verkaufen ist? Zumindest ist bei mir die Hemmschwelle deutlich niedriger, eine Handvoll kleinerer Bilder, die mir gut gefallen, zu kaufen, als ein großes. Ich stelle einfach mal die These auf, dass ich da nicht alleine bin.
    Das mit dem Transport ist eine gute Frage. Da ich keine Bücher habe, und bis auf die Poster meine Formate eher klein sind, gehe ich davon aus, dass meine ganze Produktpalette gewichtstechnisch eher leicht ausfallen wird. Hinzukommt, dass der Preis für das Drucken von 50 Postern in meiner ausgewählten Druckerei bis auf ein paar Cent gleich dem Preis für 25 Poster ist (aber ich muss noch mehr nach Alternativen recherchieren). Ich denke daher, dass ich 25 Poster mehr ebenfalls transportieren kann und werde bei ähnlichen Druckkosten einfach 50 anbieten, ohne dass daraus ein großer Mehraufwand resultiert.

    Vielen Dank für die Informationen und Ratschläge!
    Geändert von Loggos (01.03.2017 um 14:35 Uhr)

  6. #6
    Moderator Künstlerbereich Avatar von Maidith
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    Umso besser! Dann lass mehr drucken, und du hast "schlimmstenfalls", wenn sich nicht alle verkaufen, auch für zukünftige Messen noch was übrig! Das ist sehr praktisch (vorausgesetzt, die Bilder "veralten" nicht zu schnell).

  7. #7
    Jepp, werd ich machen. Vielen Dank nochmal!

  8. #8
    Hm, ich habe gerade von einer anderen Quelle gehört, dass die Preise auf einer Convention wie der Dokomi wohl niedriger sind (z.B. 6-10 Euro für A3-Poster). Ich muss zugeben, dass ich alles unter 10 Euro für ein A3-Poster (von Indie-Künstlern/innen; bei großen Firmen könnte ich das verstehen) zu wenig finde, v.a. 6 Euro. 10-15 Euro hätte ich als angemessen empfunden.

    Da werde ich ob der hohen Druckkosten für mehrere Motive mein Programm etwas schmälern und generell noch einmal umdenken müssen, v.a. da ich nicht erwarte, tatsächlich 50 Poster zu verkaufen. Oder hat jemand Erfahrung, ob die niedrigeren Preise dazu führen, dass die Kaufhemmschwelle sinkt und man dadruch relativ gut höhere Auflagen verkauft bekommt? Dann würde sich die mangelnde Quantität im Preis durch die Quantität im Verkauf ja wieder ausgleichen. (Scheint mir gerade aber wie ein zu optimistischer Gedanke.)

  9. #9
    Mitglied Avatar von Elif
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    Ich würd mich ehrlich gesagt nicht an dem Preisdumping beteiligen, auch wenn du dann Gefahr läufst, etwas weniger zu verkaufen. Ich nehme auch 15 Euro für A3 und 7 Euro für A4, und habe in den letzten Jahren festgestellt, dass das wichtigste für den Verkaufserfolg ist, dass du Motive hast, die die Leute ansprechen und die sie sich an die Wand hängen wollen. Ich hab teilweise Buchcover für Rollenspielbücher dabei gehabt, die 40 Stunden und mehr gebraucht haben, aber vom Motiv her einfach ein bisschen zu schnöde für das Publikum waren, andererseits gehen sehr einfache Bilder, die einen Nerv treffen, besser weg

  10. #10
    Hallo Elif,

    vielen Dank für deine Perspektive!
    Ich muss zugeben, dass ich auch so denke. Ich will mich dem Preisdumping nicht beugen (es macht mich sehr wütend) und werde es erst einmal mit 10 Euro versuchen (für 15 bringe ich wahrscheinlich noch nicht den Skill mit). Aber in Anbetracht eines zu großen Minus werde ich unter gegebenen Umständen notfalls das idelle Martyrium gegen meinen Geldbeutel eintauschen, da ich leider schon auf meine Finanzen achten muss...

    Ich verstehe, dass v.a. im Anime- und Mangabereich viele Fans sind, die noch zur Schule gehen oder studieren. Trotzdem möchte man als Zeichner/in aber nach all dem Aufwand ja nicht nur marginal Gewinn machen, der v.a. die zeitliche und emotionale Investition nicht abdeckt. Dass man damit nicht reich wird, ist wahrscheinlich jedem klar, aber einen Grundwert sollte Kunst schon haben.
    Vielleicht liegt es im Fall Dokomi aber auch daran, dass es viele Hobbyisten gibt und das Allee-Niveau dort evt. etwas niedriger ist, sodass das Publikum manche Preise ob des nicht so hohen Skilllevels als Selbstüberschätzung und ggf. als Dreistigkeit wahrnimmt. Ich bin da sehr hin- und her gerissen, weil ich verstehe, dass man sein Geld in ein entsprechend gutes Produkt legen will und die erworbenen Fähigkeiten mitbezahlt werden. (Würde man in anderen Bereichen ja ähnlich machen, v.a. da gute Leute meist in kürzerer Arbeitszeit bessere Ergebnisse erzielen als solche, die nich mehr üben müssen und für ein nicht so gutes Produkt trotzdem länger brauchen.) Trotzdem haben wir ja auch ein Verständnis von "Mindestlohn", selbst für Tätigkeiten die geringere Vorqualifikation erfordern (auf eine Zeichnerallee nicht 1:1 anwendbar, aber vom Grundgedanken sicher verständlich). In diesem Übergangsbereich der zeichnerischen Fähigkeiten finde ich es wirklich schwer abzuschätzen.
    Ich werde wohl einfach versuchen müssen, eine Einschätzung meiner eigenen Fähigkeiten zu treffen und welchen Wert ich ihnen beimessen möchte.


    Bei Motiven, die den Nerv treffen, bin ich immer etwas unsicher, weil ich nicht weiß, wie sehr ich mich z.B. an Fanarts herantrauen sollte aufgrund von legalen Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, wie realistisch es ist, dass man dafür aufgegriffen wird und ob es sich lohnt, das zu riskieren. (Ich verstehe aber völlig, warum das viele machen und verurteile diesen Ansatz nicht.)
    Ich werde mich wohl auf allgemeine Themen wie Fantasy und (für die Dokomi) japanisches (Pop-)Kulturgut bzw. japanische Ästhetik beschränken. Dass meine mir persönlich wichtigen Sachen gut ankommen, halte ich für etwas unrealistisch, aber ich werde sie hier und da etwas einstreuen.
    Geändert von Loggos (01.03.2017 um 22:38 Uhr)

  11. #11
    Hi, ich verkaufe nicht auf Conventions oder Zeichneralleen (wusste gar nicht, dass es so was), sondern auf Open Air Galerien, Kunstmärkten oder Grafic Days.
    Mein Publikum sind hauptsächlich Touristen oder normale Berliner.

    Preise. A3 Druck: einer für 10€, 2 für 17 € und 5 für 40 €
    A4 - einer - 5€, 2 für 8€, 5 für 20 €
    Postkarten für 1,50 € und 5 Stück für 6 €

    Das sind alles s/w Grafiken, bei bunt wären die Produktionskosten etwas höher und ich würde auch mehr nehmen (ca 12€ denke ich)

    Das mit dem Preis für mehrere Bilder bringt viel! Da kaufen einige dann gezielt ein Postkartenset oder gerne auch 5 Drucke.

    Viel Glück, ich hoffe die Kosten bekommst Du rein, mehr ist am Anfang oft nicht drin.
    ...und auf Facebook
    ...und Instagram

  12. #12
    Hallo Rudi,

    vielen Dank für deine Antwort und deine Preisübersicht. Die Idee mit den Sets ist super, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht... Das werde ich definitiv machen.

    Ja, das hoffe ich auch. Mit Gewinn rechne ich gar nicht, aber ein signifikantes Minus möchte ich dennoch vermeiden.

  13. #13
    Moderator Edition Panel Avatar von Jähling
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    Hm,
    Interessant hier.

    Ich muss sagen, dass ich 5-10€ für ein A3-Poster nicht als Preisdumping empfinde. Poster sollen ja die billige Alternative zu Kunstdrucken sein. Und man kriegt sie im Digitaldruck zu Preisen, wo sich das schnell lohnt. Ich hätte dagegen, auch wenn sie kleiner sind, Drucke teurer gemacht, mit stabilerem Karton und so. Also genau andersrum als Maidith. Da ich mit Drucken aber noch keine Erfahrung habe (überlege allerdings, mir welche anzuschafffen), kann ich da aber auch auf dem völlig falschen Dampfer sein. Bei 10€ für ein Poster würde ich aber schon etwas dickeren Karton oder so was erwarten.

    Ich habe allerdings auch schon Leute gesehen, die für Postkarten 5€ verlangen. Die müssten dann natürlich bei den Plakaten entsprechend drauflegen...

    Bei mir kosten Postkarten und Buttons 1€, Poster 5€, Originale (A5) pro Arbeitsschritt (Pencil, Ink, Schattierung) 5€ (obwohl ich überlege, die pauschal teurer zu machen), Aufträge nach Vereinbarung. Comics je nach Seitenzahl, Farbigkeit und Art zwischen 3,50 (A5-Heft) und 20€ (Hardcover-Album). Alles wohl jeweils am unteren Ende von was man verlangen kann, aber wie gesagt: Für Dumping halte ich's nicht.

    Ich bin morgen in Hamburg auf der CMC. Muss ich mal gucken, was die anderen alle machen.

  14. #14
    Hallo Jähling,

    vielen Dank für deine eigene Perspektive! Ich habe nun selbst natürlich auch noch nicht gedruckt (ergo der Thread ), hatte aber bei meinen Recherchen das Gefühl, dass es v.a. bei sehr unbekannten Menschen wie mir ziemlich schwer sein kann, die Kosten wieder rein zu bekommen.

    Einfach um mal meine Logik nachzuzeichnen: Wenn ich wie z.B. von Maidith vorgeschlagen erst einmal mit einem Verkaufsziel von 25 Postern anfange (5 pro Motiv) sind das in den meisten Druckerein plus minus 50 Euro*. Meine Standgebühren sind schon 75. Insgesamt bin ich dann bei 125 Euro Kosten. Sollte ich also alle Poster für 5 Euro verkaufen beliefe sich das ebenfalls genau auf 125 Euro. Es stellt sich nun aber die berechtigte Frage, ob ich auch alle 25 Poster loswerde.
    Man könnte das Ziel von fünf Motiven natürlich auch als etwas ambitioniert empfinden, daher sagen wir mal ich drucke 30 Poster à drei Motive (ca. 40 Euro bei den Druckerein, die ich angeguckt habe). Dann hätte ich einen leichten Gewinn von 35 Euro. (Ich halte die Aussicht alles zu verkaufen aber um ehrlich zu sein für etwas optimistisch, v.a. da es dieses Jahr auf der Dokomi-Messe sehr viele Zeichner/innen geben wird.)

    * Wie oben angemerkt ist der Preis für 50 Poster gleich, aber es geht hier eher um die realistische Einschätzung, was ich loswerde.

    Auf der anderen Seite könnte man auch argumentieren, dass Kundschaft bei 5 Euro-Preisen schneller zu Postern greift und man daher mehr verkauft. Genau das versuche ich mit diesem Thread herauszufinden.

    Ich will damit definitiv nicht sagen, dass ich unbedingt Recht habe oder dass meine Einschätzungen gute Näherungswerte sind. Bei der Frage nach Auflagen- und Motivmenge sowie Motivwahl gibt es generell sicherlich noch ein paar Stellschrauben, an denen ich drehen kann. Gerade deshalb ist es mir ja so wichtig, die Erfahrungen anderer miteinzubeziehen. Trotzdem scheint es mir recht realistisch, dass der Massebonus des Druckens eher dann zum Tragen kommt, wenn man absehen kann, dass man auch eine recht ordentliche Auflage verkauft.


    Abseits dessen finde ich persönlich - ohne jegliche praktische Erfahrung zu haben - 5 Euro für ein Poster von Kleinkünstlern/innen relativ wenig. Bei großen Franchises finde ich den Preis auch völlig angemessen und würde 10 Euro für 135g-Poster ebenfalls als recht dreist empfinden, aber da herrscht ja ein ganz anderes Verhältnis von Exposition, Arbeitsaufwand einer einzelnen Person und finanzielles Risiko. Bei ausreichend Exposition, kann man davon ausgehen, dass viele Leute Poster kaufen und ziemlich große Auflagen produziert werden können. Aber bei Kleinkunst beziehe ich auch immer noch mit ein, dass der finanzielle und arbeitstechnische Kosten-Nutzen-Faktor ggf. anders ist und persönlich bin ich auch bereit, das mitzubezahlen.

    Aber wie gesagt, wenn andere die Erfahrung gemacht haben, dass günstigere Poster im Endeffekt zielführender sind und der Effekt des Unter-Wert-Verkaufens als Ergebnis nicht zum tragen kommt, dann lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Ich versuche ja herauszufinden, was am besten funktioniert, egal wie sich das am Ende darstellt.
    Geändert von Loggos (03.03.2017 um 18:24 Uhr)

  15. #15
    Moderator Edition Panel Avatar von Jähling
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    Dass sich eine Messe samt Drucken gleich rechnen soll, ist wünschenswert, aber meine Erfahrung ist eigentlich eher, dass sich der Druck über Zeit rechnet und man froh sein kann, wenn man die Messe ansonsten mit einem Plus verlässt. (Aber ich habe ja auch billige Poster.) Messen sind nicht unbedingt Geschäfte. Manchmal sind sie auch Investitionen. Gerade am Anfang.

    Damit sich die Messe rechnet, gibt es neben den Drucken ja auch noch Live-Zeichnungen. Ich fertige bei Zeichneralleen immer noch A5-Bilder an und verkaufe die dann, wenn sie jemand will, und ich nehme natürlich auch Aufträge auf Verhandlungsbasis an. (Plus natürlich in meinem Fall die Comics, von denen einige ihr Geld schon vor Jahren eingespielt haben und alles ein bisschen mit bezahlen.)

    Wenn man sich ein bisschen umguckt, kann man online recht günstige Angebote abpassen. Du hast ja schon eins gefunden - 50 Poster zum Preis von 25. Würde ich nehmen. Lagerplatz vorausgesetzt. Ich habe im Druck selten mehr als 1€ pro Poster oder 14ct pro Postkarte bezahlt. Für mich ist der Preis okay, wenn ich nicht mehr als 40% meines Verkaufspreises für den Druck bezahlt habe, was bei Büchern manchmal vorkommt, bei Postern eigentlich nie. (Nur Hefte lohnen sich kaum noch.)

    Aber wie gesagt, ich gucke mich morgen auch nochmal um, und vielleicht mache ich dann auch gleich alles teurer. Das interessiert mich jetzt auch. (Für Comics kam die Frage gerade diese Woche auch bei Twitter auf. Carolin Reich hat daraufhin gleich mal eine Umfrage gestartet, was die Leute bezahlen würden. Ergebnisse sind hier.) Und Du kannst natürlich auch gerne mehr verlangen - wie gesagt, meine Preise sind schon ziemlich am unteren Ende.

    Was ich aber auf jeden Fall noch empfehlen kann, ist, dich vor Ort mit den Leuten um dich rum zu koordinieren, damit Ihr euch nicht gegenseitig dumpt. Denn das muss ja nun wirklich nicht sein.
    Geändert von Jähling (03.03.2017 um 22:59 Uhr)

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