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Thema: Rick Master

  1. #126
    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Fragt sich, im Vergleich zu was? Wenn wir im z.B. im Bereich Hollywood vergleichen, dann waren in den 30er Jahren (vielleicht dem qualitativ ergiebigsten Jahrzehnt nicht nur in Hollywood, sondern auch Frankreich) die Filme bedeutend kürzer als heute (und mit weniger überlangen als in der Stummfilmzeit) und viel temporeicher. Die Kunst des präzisen Timings ist gerade in Hollywood verloren gegangen, was man besonders bei Komödien spürt. Nimm Klassiker von Lubitsch/Wilder/Capra/Sturges etc. und vergleiche das mit den besseren der heutigen US-Komödien wie z.B. denen von Judd Apatow - Flickwerk (wie manchmal mehrere Scripts zu einem verdünnt) und Redundanz und Nummernrevue sind jetzt Standard.
    Bei den ganzen seit den Achtzigern so populären High Concept-Filmen (Bruckheimer etc. mit Bierdeckelplots) kann von Effizienz außer im kommerziellen Sinne gar keine Rede mehr sein - da hatte jedes Roger-Corman-B-Movie 10mal mehr Plot, und die waren schon bewusst einfach gehalten.

    In den Fünfzigern und Sechzigern namm der Bombast Überhand und produzierte zunehmend Geldvernichtungsmaschinen ("Cleopatra" z.B. brachte 20th Century Fox an den Rand des Ruins), bis dann New Hollywood (also Autorenfilme, vorher in den USA ein Schreckgespenst) einen Gegenpol setzte, aber dieser "Spuk" hielt dann auch nur ca. 10 Jahre.
    "Effizienz" war in der Tat ein Vorteil des alten Studiosystems mit seiner klaren Arbeitsteilung gegenüber heute, wo Produzenten sich ihre Kreativ-Packages zusammenkaufen.
    In den 90ern wurde es wieder besser. Ab den 2000ern findet sich sowas wie "New Hollywood" in der Indiefilmszene wieder. Besonders übrigens im TV seit OZ und den Sopranos, wobei ich da in den letzten 3 Jahren wieder eine zunehmende Verflachung erkenne. Im Grunde beginnt jetzt das Jahrzehnt der Blockbusterserien mit all ihren negativen Folgen für die Kunst.

    Ich sehe das allerdings nicht so S/W wie einige hier. Bei mir fängt die für mich interessante Filmgeschichte mit Die Reise zum Mond an und endet open End. Der letzte richtig gute aktuelle Film, den ich gesehen habe und der die Gemüter spaltet, war The Neon Demon und auch der letzte Scorsese Silence gefiel mir. Serientechnisch geht nichts über The Leftovers. Das war schlicht, die intelligenteste Serie der letzten 3 Jahrgänge.

    Ich unterscheide im Film und im TV nicht nach Jahr, sondern nur, ob es mir gefällt oder nicht, ob es meinen sicherlich oft zu hohen Ansprüche erfüllt oder nicht. Und es gibt immer wieder und in letzter Zeit im Indie-Sektor immer öfter etwas, was das kann.

    Für mich waren die Transformers immer Spielzeug für Asis. Auf Sky lief Crazy Cat und auf englisch Transformers. Vollkommen blöde Serie und ich habe das da als Kind schon so gesehen. Genauso blöd fand ich damals schon He-Man & Co. Habe eher sowas wie Die Dreibeinigen Herrscher gut gefunden. Und so hat Transformers auch heute für mich den Touch
    des Dummbruzzelkinos. Bei den Power Rangers und den Hero Turtles ist dann der Tiefpunkt der Kinderverblödung erreicht. Die sollen ja auch ihre Filme bekommen.

    Was ich aber feststelle. So um die Jahrtausendwende wurde das Angebot besser und intelligenter. Ganz sicher dank Nickeldeon. Ich nenne mal Rockos modernes Leben, Action League Now, Ren und Stimpy. Das war zwar alles ein wenig psychopathisch, aber verglichen mit dem Tele 5 Programm intelligent. Was da an Verweisen usw. reingepackt wurde, zeugt von der Klugheit der Macher. Tele 5 hat maßgeblich zur Verblödung der Kinder der 90er beigetragen, aber Nickelodeon mit all seinen pädagogisch unwertvollen aber intelligenten Formaten hat dann die heutigen 20 Jährigen geformt. Dann kam der KIKA hat es nachgemacht, nur eben leider zu brav. Deswegen wehren sich die jungen Leute heute so wenig gegen den Mainstream. Schloss Einstein hat ihnen die Schneidezähne gestutzt. Ich suche heute noch eine vergleichbar böse Serie wie Ren und Stimpy im Kinderprogramm.
    Geändert von schlampischlumpf (16.06.2017 um 01:26 Uhr)

  2. #127
    Mitglied Avatar von radulatis
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    Unabhängig von der ausufernden Filmretrospektive ist Rick Master kein Stoff, der heutige Jugendliche anspricht, sondern in erster Linie Premiumprodukt für Sammler. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl das die Comicalbenszene das Spielzeugeisenbahnvirus hat. Immer teurere Produkte für Altfans die sich das früher nicht leisten konnten und Abwanderung der Jugend zu neuen Medien. Aber es gibt sie, lesende Jugendliche, Albenfans, in jedem Jahrgang. Immer wieder, mal mehr mal weniger. Ich freue mich auf Die Reload Serie von Rick Master, gucke Transformers und den ganzen Mainstreamkram um mich von Tokio Sonata zu erholen und sehe die Gesamtausgabe als Dienst am Kunden und Grundlage für die neuen Abenteuer.
    „Ein großer Krieger? Groß machen Kriege niemanden." (Yoda in Star Wars Episode V)

    "Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser-Tor. All diese Momente werden verloren sein... in der Zeit, so wie... Tränen im Regen." (Roy Batty)

  3. #128
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    Zitat Zitat von MickySpoon Beitrag anzeigen
    Ein 50-jähriger, der 2007 in den ersten Transformers-Film rannte, um da seine Kindheitserinnerungen "wiederzuerwecken", wurde rein rechnerisch 1957 geboren. Als die Transformers 1985 auf den deutschen Markt kamen, war er zu der Zeit - nach Adam Riese - 28 Jahre alt. Auch ein 40-jähriger war bei Erscheinen der Transformers schon bereits volljährig. Die Behauptung, "da werden Kindheitserinnerungen bei genug 30-50-Jährigen wach" halte ich doch für etwas wagemutig. Ich kenne keinen in meinem Alter (Jahrgang 1960), der mit fast 30 noch in der Pubertät war und mit Transformers spielte. Und ich kenne keinen in meinem Alter, der sich freiwillig solche Filme antun würde. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch "Daniel, der Zauberer" hat seine Fans.
    Also ich werde nächstes Jahr 40 und hatte in den 80er Jahren einige Transformers und kannte auch die Figuren. Und ich kenne auch genug Gleichaltrige - vom Journalisten über den EDV-Techniker bis hin zum Wertpapier-Experten - die sich solche Filme gerne anschauen. Das heißt ja nicht, dass man sich sonstigen, eher anspruchsvollen Filmen verschließt. Ich esse ja auch nicht nur Meeresfrüchte sondern auch mal beim Burger King.

    @Schlampischlumpf: Wie kann man He-Man nicht mögen??? Ich habe die Figuren geliebt!
    Geändert von early78 (16.06.2017 um 03:03 Uhr)

  4. #129
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von schlampischlumpf Beitrag anzeigen
    In den 90ern wurde es wieder besser. Ab den 2000ern findet sich sowas wie "New Hollywood" in der Indiefilmszene wieder. Besonders übrigens im TV seit OZ und den Sopranos, wobei ich da in den letzten 3 Jahren wieder eine zunehmende Verflachung erkenne.
    Stimme grundsätzlich zu (wobei der wirkliche Serien-Qualitätszenit mMn schon länger überschritten ist), aber mir ging es hier um early78s Aussage, heutige Kinofilme seien (allgemein) präziser und effizienter als frühere. Das Gegenteil ist der Fall. Die wirklich herausragenden US-Filme der letzten Jahre wie "Brooklyn" oder "Boyhood" sind sicher punktgenau und vertrödeln keine Zeit und eiern nicht bar jeden Timings in der Gegend rum, aber die Gesamttendenz sieht leider anders aus. Bei TV-Serien ist das natürlich alles völlig anders.

    Die Superheldenfilme mögen nicht zu den Prunkstücken der internationalen Filmkunst gehören, aber sie gehören sicher - wie auch z.B. "Harry Potter" oder "Herr der Ringe" - zu den Prunkstücken unter den Blockbustern. Und manche da auch speziell zu den intelligentesten darunter (etwa die "X-Men"). Okay, wenn man grundsätzlich keine Superhelden mag, hat man natürlich Pech gehabt. Daher wird sich dagegen auch immer mehr Widerstand regen. Es kommt eben kognitive Dissonanz ins Spiel, wenn ein bestimmtes Blockbuster-Genre nicht nur supererfolgreich läuft, sondern auch noch gute Kritiken einfährt (wie jetzt "Wonder Woman").

  5. #130
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von Frank1960s Bruder Beitrag anzeigen
    Du widersprichst, und beschreibst dann doch genau das, was die Deklarierung aussagt.
    Oder was wäre denn sonst "Krimi mit leichtem Mystery-Touch", gib mal ein Beispiel.
    Der Begriff "Mystery" ist hier auch leicht missverständlich, da er im Englischen im Grunde einfach für "Detektiv-Krimi" steht (aber "mystisch" ist ja tatsächlich was ganz anderes, nämlich übernatürlich).
    Master ist ja Journalist und untersucht eben besonders mysteriöse Fälle: In einem Tüddelskaff werden angebliche Marsmenschen gesichtet, ein angeblich Reinkarnierter mordet über die Jahrhunderte weg, in einem verschneiten Kaff spukt es angeblich, eine Art Werwolf macht die Gegend unsicher, das sind so einige berühmte Fälle. Manchmal gibt es auch flamboyant maskierte Verbrecher (daher mein Hinweis auf Serial-Erfinder Louis Feuillade).

    Es sind oft so Holmes/Hercule-Poirot-hafte Grundsituationen, was sicherlich auch "Mystery-Touch" ist, wenn nichts allzu Bizarres stattfindet, insofern hast du natürlich Recht.
    Abgesehen davon wird Master häufiger in irgendwelche finsteren Machenschaften verwickelt. Er stürzt mit dem Flugzeug über einem Areal ab, wo Menschenjagden stattfinden ("The Most Dangerous Game"/"Graf Zaroff" lässt mal wieder grüßen), er gerät auf einmal unter Mordverdacht, leidet unter unerklärlichem Identitätsverlust etc., das volle Programm. Hauptsache, es ist irgendwie spektakulär.

  6. #131
    Mitglied Avatar von franque
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    Es gibt z.B. die TV-Serie "Miss Fisher's Murder Mysteries" (nach einer Romanreihe, ebenfalls mit "Mysteries" im Titel), die meiner bisherigen Erfahrung nach nie Übersinnliches auch nur suggeriert, aber egal, für RM passt das von dir Zitierte ja auch sowieso (häufig).

  7. #132
    Jaha, das lief im Kinderprogramm:

  8. #133
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Stimme grundsätzlich zu (wobei der wirkliche Serien-Qualitätszenit mMn schon länger überschritten ist), aber mir ging es hier um early78s Aussage, heutige Kinofilme seien (allgemein) präziser und effizienter als frühere. Das Gegenteil ist der Fall. Die wirklich herausragenden US-Filme der letzten Jahre wie "Brooklyn" oder "Boyhood" sind sicher punktgenau und vertrödeln keine Zeit und eiern nicht bar jeden Timings in der Gegend rum, aber die Gesamttendenz sieht leider anders aus. Bei TV-Serien ist das natürlich alles völlig anders.
    Also gerade bei der normalen Durchschnittskost hast du heutzutage sicherlich einen höheren Qualitätslevel als damals. Was vor 40, 50 Jahren Durchschnitt war, kannst du dir in der heutigen Zeit eigentlich kaum mehr anschauen, weil die Skripts meist völlig banal sind und der komplette Ablauf extrem zäh und langwierig ist. Du siehst da ziemlich viel aus der rosaroten Brille bzw. vergleichst du absolute Film-Klassiker, die damals ihrer Zeit voraus waren mit heutiger DUrchschnittskost. Das ist dann halt ein bisschen ein unfairer Vergleich.

  9. #134
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von early78 Beitrag anzeigen
    Also gerade bei der normalen Durchschnittskost hast du heutzutage sicherlich einen höheren Qualitätslevel als damals. Was vor 40, 50 Jahren Durchschnitt war, kannst du dir in der heutigen Zeit eigentlich kaum mehr anschauen, weil die Skripts meist völlig banal sind und der komplette Ablauf extrem zäh und langwierig ist.
    Die "Durchschnittskost" kann ja auch kein Maßstab sein (die ist eben immer uninteressant), aber wir sind jetzt wieder total OT. Lassen wir's an dieser Stelle dabei bewenden.

  10. #135
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    Der Franzose Luc Besson hat als Filmproduzent den "mittelgroßen Krimi" für Hollywood gerettet, erst mit "Transporter" mit Jason Statham, dann mit "Taken - 96 Hours" mit Liam Neeson.

    Und "Rick Master" ist genau das - ein mittelgroßer Krimi.

  11. #136
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Die "Durchschnittskost" kann ja auch kein Maßstab sein (die ist eben immer uninteressant), aber wir sind jetzt wieder total OT. Lassen wir's an dieser Stelle dabei bewenden.
    Mehr als ein, zwei Klassiker im Jahr hat's aber auch noch selten gegeben.

  12. #137
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Eine nachweislich falsche Behauptung.

    Nur mal (nicht wahllos, aber das erste Jahr, wo ich nachgeschaut habe) die Oscarnominierungen von 1940. Wenn du da nicht mehr als ein oder zwei Klassiker entdeckst, hast du keine Ahnung von Film:

    Nominierungen und Gewinner

    Bester Film

    Vom Winde verweht (Gone with the Wind)Victor Fleming
    Opfer einer großen Liebe (Dark Victory)David Lewis
    Auf Wiedersehen, Mr. Chips (Goodbye, Mr. Chips)Victor Saville
    Ruhelose Liebe (Love Affair)Leo McCarey
    Mr. Smith geht nach Washington (Mr. Smith Goes to Washington)Frank Capra
    Ninotschka (Ninotchka)Sidney Franklin
    Von Mäusen und Menschen (Of Mice and Men)Lewis Milestone
    Ringo (Stagecoach)Walter Wanger
    Der Zauberer von Oz (The Wizard of Oz)Mervyn LeRoy
    Sturmhöhe (Wuthering Heights)Samuel Goldwyn

    Und wenn man sich die übrigen Kategorien auch noch anschaut, findet man noch mehr, wie etwa

    S.O.S. Feuer an Bord(Only Angels Have Wings)
    Der Glöckner von Notre Dame(The Hunchback of Notre Dame)


    Und auch der schwächere Jahrgang 1941 war nicht ohne:

    Nominierungen und Gewinner

    Bester Film


    RebeccaDavid O. Selznick
    Hölle, wo ist dein Sieg (All This, and Heaven Too)Anatole Litvak
    Der Auslandskorrespondent (Foreign Correspondent)Walter Wanger (ein Hitchcock-Film)
    Früchte des Zorns (The Grapes of Wrath)Darryl F. Zanuck
    Der große Diktator (The Great Dictator)Charles Chaplin
    Fräulein Kitty (Kitty Foyle)David Hempstead
    Das Geheimnis von Malampur (The Letter)Hal B. Wallis, Jack L. Warner
    Der lange Weg nach Cardiff (The Long Voyage Home)John Ford, Walter Wanger
    Unsere kleine Stadt (Our Town)Sol Lesser
    Die Nacht vor der Hochzeit (The Philadelphia Story)Joseph L. Mankiewicz

    Und da fehlen noch

    Pinocchio
    Der Herr der sieben Meere (The Sea Hawk)

    und für sein Genre ist das wohl auch ein Klassiker:
    Dr. Zyklop (Dr. Cyclops)
    Geändert von Mick Baxter (18.06.2017 um 07:01 Uhr)
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  13. #138
    Diese Klassikerdichte hast Du aber nicht nur in den 40ern. Auch 30ern, 50ern, 60ern, 70ern, 80ern, besonders auch in den 90ern. Aber Rückblickend auch im letzten Jahrzehnt.

    Da würde ich mich nicht auf die 40er Jahre so versteifen. Zumal bei weitem nicht jeder Klassiker bei den Oscars landet.

  14. #139
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    War halt die einfachste Methode, die herausragenden Filme eines Jahres (wenn auch nur amerikanische) zu posten.

    Und ich hoffe, niemand spricht Vom Winde verweht, Mr. Smith geht nach Washington, Ninotschka, Ringo (Stagecoach), Der Zauberer von Oz und Sturmhöhe den Klassikerstatus ab.
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  15. #140
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    In den 30er Jahren war das Medium Film natürlich auch noch relativ jung. Da konnte man durch Innovationen auch schneller Klassiker-Status erreichen, weil halt auch laufend neue Maßstäbe gesetzt wurden. Ist wie bei den Computerspielen in den 80er und 90er Jahren.

    In den 50er, 60er oder 70er Jahren war die Menge an herausragenden Filmen aber nicht unähnlich wie heutzutage.

    Schau dir nur mal die letzten Jahre an: Interstellar, Revenant, Spotlight, Martian, Boyhood, Lala Land - alle diese Filme wird man sich auch in 50 Jahren noch anschauen und davon schwärmen, wie cool doch die Filme um die Jahrtausendwende waren und wie schlecht sie heute sind. Ab 2060 setzen die Studios nämlich nur mehr auf stumpfe Blockbuster.
    Geändert von early78 (20.06.2017 um 09:39 Uhr)

  16. #141
    Mitglied Avatar von franque
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    Dass der Hollywood-Output, erst recht was künstlerisch ambitionierte Produktionen angeht, immer weiter schrumpft, ist leider traurige Realität. Natürlich gibt es immer noch einiges Herausragendes, auch in den 80er, 90ern, 2000ern wirst du immer einige Meisterwerke pro Jahr finden. Im Golden Age war aber der Output nun mal immens höher. Ja, diese Ära hatte dafür andere Schattenseiten, ich weiß (thematische Tabus, Unterordnung unters Studiosystem etc.).
    Geändert von franque (20.06.2017 um 14:37 Uhr) Grund: erganzt Klammer

  17. #142
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Dass der Hollywood-Output, erst recht was künstlerisch ambitionierte Produktionen angeht, immer weiter schrumpft, ist leider traurige Realität. Natürlich gibt es immer noch einiges Herausragendes, auch in den 80er, 90ern, 2000ern wirst du immer einige Meisterwerke pro Jahr finden. Im Golden Age war aber der Output nun mal immens höher. Ja, diese Ära hatte dafür andere Schattenseiten, ich weiß (thematische Tabus, Unterordnung unters Studiosystem etc.).
    Ja aber die Tabus und den Hays Code haben die Autoren und Regisseure ja gekonnt umgangen.

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    Geändert von Mayaca (20.06.2017 um 17:21 Uhr)

  18. #143
    Mitglied Avatar von franque
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    Spät. Mitte der Fünfziger fing das rigorose Zensursystem an zu bröckeln, mit sowas wie Otto Premingers "Der Mann mit dem goldenen Arm". Als es ca. 10 Jahre später endgültig obsolet war, änderte sich der Tonfall der Filme ja ganz rapide, vorher außer im Underground völlig undenkbar.
    Ansonsten: In Sachen Sex haben sich die Autoren und Regisseure oft zu helfen gewusst, stimmt schon.
    Aber z.B. sind homosexuelle Aspekte aus den Verfilmungen der Tennessee Williams-Stücke (50er/60er) nahezu getilgt worden; wer wusste, was Sache war, konnte sich seinen Teil immer noch denken, aber trotzdem.

  19. #144
    Mitglied Avatar von Mayaca
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    Wenn man bedenkt das Hitchcock in Psycho das erste mal eine Toilette gezeigt hat...
    Sollte aber wohl besser in einen eigenen Thread behandelt werden.

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  20. #145
    Man kann aber die Filmgeschichte nicht nur auf Hollywood reduzieren. Was körperliche Reize angeht, so habe ich mal vor Jahren einen US Film aus den 30ern gesehen, wo tatsächlich barbusige Mädels zu sehen waren und die Sprüche die da geklopft wurden, waren auch nicht ohne. Es gab also in Hollywood auch Filmschaffende die sich gegen den von der Filmindustrie selbst auferlegten Kodex gestellt haben. Ich habe mich damals gewundert und dachte das wäre eine Rückblende in einem neuen Film (habe im TV umgeschaltet und bin auf dem Film gelandet und habe den Anfang nicht mitbekommen), war aber nicht so. Und wenn man sich die Cartoons von Tex Avery anschaut, dann sind die gespickt mit Anzüglichkeiten.

  21. #146
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von Alice vom See Beitrag anzeigen
    Was körperliche Reize angeht, so habe ich mal vor Jahren einen US Film aus den 30ern gesehen, wo tatsächlich barbusige Mädels zu sehen waren und die Sprüche die da geklopft wurden, waren auch nicht ohne.
    Der sogenannte Hays Code wurde erst ab 1934 rigoros durchgesetzt. Davor gab es jede Menge US-Filme und/oder spezifische Szenen, die 10 oder 20 Jahre später völlig undenkbar gewesen wären! Sexuelle Freizügigkeit, verbale Anzüglichkeiten der frühen Mae West oder Jean Harlow, Sadismus, Perversion, you name it. Beispiele für letztere Aspekte, die vorläufig im Giftschrank verschwanden (und z.T. verstümmelt blieben):
    "Freaks" (Tod Browning), "Kongo" (mit Walter Huston), "Island Of Lost Souls" (nach "Die Insel des Dr. Moreau", mit Charles Laughton), "The Mask Of Fu Manchu" (mit Boris Karloff)

    Mal ganz zu schweigen von den "amoralischen" Gangsterfilmen (ich sage nur: Howard Hawks' "Scarface"), denen auch J. Edgar Hoovers neu gegründetes FBI den Krieg erklärte).
    Geändert von franque (21.06.2017 um 14:22 Uhr)

  22. #147
    Mitglied Avatar von MickySpoon
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    Ich habe heute den ersten (bzw. elften) Band der Rick Master GA erhalten und bin völlig begeistert. Dass ich zusammen mit dem 8. Band der Dan Cooper GA nun auch meinen anderen Lieblingshelden aus ZACK in derselben liebevollen Aufmachung in den Händen halten konnte war für mich das beste Geburtstagsgeschenk seit langem.

  23. #148
    Mitglied Avatar von Raro
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    Meine Bände werden am Samstag ankommen, bin schon total auf den Rick Master gespannt !!!

  24. #149
    Mitglied Avatar von M.Hulot
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    Sollten die nicht erst im September erscheinen? Welche Stories sind nun in Band 11 enthalten?

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  25. #150
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Meine erst Ende August/Anfang September... Ich habe mir eine kleine Comicpause verordnet!

    C_R
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    (US, Superhelden, Frankobelgisch, Graphic Novel, ganze Serien)


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